Erwachsen werden & Ziele erreichen
Verfasst: Dienstag 7. Dezember 2010, 11:29
Von der Geburt zu einem Freidenkenden Jungen Herren.
Ein Regnerischer Tag brach an als Nina Goldwall von ihrem Heiler zu hören bekam, dass es schon bald soweit sein würde.
Ihr erstes Kind würde das Licht der Welt erblicken . Nina jedoch war alles andere als Zufrieden . Schon lange mussten Nina und
Thoros Goldwall sehen wie sie über die Runden kommen . Immer wieder eine neue Hürde immer wieder nichts zu Essen .
Nun sollten sie auch noch ein Kind durch bekommen ? Das war nicht möglich .
Thoros arbeitete für einen groß Bauern der hier und da mal Hilfe bei der Ernte seines Feldes benötigte, doch keine Aufgabe die Täglich
ausgeübt wurde . Für ein Geerntetes Feld gab es zwei Brote , einen Schinken , und 3 Krug Bier, sowie 20 Goldmünzen .
Das Feld beanspruchte aber einen ganzen Tag für sich allein, was den Verdienst wieder um einiges Senkte . Nina war damit beschäftigt
in einer Taverne zu arbeiten, dort Mahlzeiten zu verteilen und den Boden zu wischen... Auch hierfür gab es kaum etwas, 50 Goldmünzen .
Das "Haus" der beiden, wenn man es denn so nennen mochte war eine Baracke außerhalb der Stadt, am Waldrand. 2 Fackeln zierten den
Eingang und sorgten durch das nicht vorhandene Fenster für einiges an Licht . Die Fünf mal Fünf Meter lange Hütte hatte ein Strohdach
welches einige Löcher vor wies. Die Hölzernen Wände waren ebenfalls moderig . Kein Mensch konnte sich in dieser Hütte wirklich
wohl fühlen . . . Nichtmals an nährend. Doch zum Schlafen auf einer Bettrolle reichte es und es blieb ihnen auch nichts anderes übrig .
Am Abend war es dann soweit, Ramur hat das Licht der Welt erblickt, und war wie jedes neugeborenes sofort am schreien . Schon die ersten
Momente welche normalerweise als die schönsten gelten, wurden für Nina und Thoros zur Höllernen Qual . Keiner der beiden Freute sich
und so wurde Ramur lieblos in die Wiege gelegt . Die Heilerin hatte einiges an Nahrung bereit gestellt, sowie Medikamente, so konnten
die beiden ihren Sohn zumindest am Leben halten , denn eine weitere Person bedeutete mehr Gold, sobald Ramur arbeiten konnte .
Immer wieder wurde er schon in den ersten Wochen Zeuge heftiger Streitereien der beiden, was sich auch auf Ramur nieder Spiegelte .
Thoros war ein Gelernter Geschäftsmann der mit allerlei handelte, doch die Auftragslage war alles andere als gut . Immer wieder kamen
Eintreiber und Namen den Großteil an Fellen und Schnitzereien von Thoros mit . Jedes mal nachdem die Halunken das "Haus" verlassen
haben, fluchte Thoros übelste Töne .
" Wie kann dieser dreckige Abschaum es Wagen uns andauernd unsere Ware abzunehmen ! Das nächste mal stehe ich mit einem Schwert
bereit und werde ihnen ohne Vorwarnung den Kopf abschlagen ! "
Nina versuchte natürlich ihn zu beruhigen, doch hatte sie diesmal keine Chance mehr . Thoros machte sich nur kurze Zeit nach dem
Raub auf den Weg zu einem Befreundeten Schmied . Auch seine Rohstoffe waren begrenzt, weil einige Räuber die Mine belagerten und
Zoll von jedem Bergmann forderten der ein und ausging. Wenn man nicht gerade etwas Gold auf der Hohen kante abgelegt hatte konnte man
die Halunken nicht bezahlen, denn sie forderten hohe Summen, für 2 Stunden Arbeit .
All die Handwerker waren gut benachteiligt, denn egal wo man hin sah, machten sich diese Eintreiber breit .
Die Stadt welche gerade mal einen Holzwall vor zu weisen hatte, nannte sich Pomar und dessen "König" hatte sich mit viel Falscher Macht
und der nötigen Gefolgschaft den Thron erschlichen . Jeder wusste das er für den Tot des Ehrbaren Königs verantwortlich war, doch sein
kleines Heer war zu Mächtig für die Handwerker und Bürger, welche sich mit wenig Gold über Wasser hielten .
Über viele Jahre mussten die Menschen mit ansehen wie ihre Stadt immer mehr vermoderte . Niemand kümmerte sich um die Fehlenden
Rohstoffe, und die Mine wurde mit einem Hohen Zoll versehen . Niemand wusste sich zu helfen und so mussten sie sich alle dem König
unterwerfen und dreckige arbeiten für ihn Vollrichten .
Thoros und Nina Goldwall waren ebenfalls unter den Menschen welche sich dem König unterwarfen . Sie hatten keine andere Wahl und
die Reise in andere Länder war eindeutig zu Teuer . Über viele Jahre wurde Ramur schlecht von seinen Eltern behandelt, und ihm wurde
kaum Beachtung geschenkt . Erst mit 5 Jahren konnte Ramur seine ersten Worte sprechen, doch vom Arbeiten auf den Feldern des Königs
hatte er bereits eine Ahnung . Immerhin verdiente er dort 40 Goldstücke und konnte somit in die Haushaltskasse einzahlen .
Trotz der schlechten Erziehung hörte Ramur seinen Eltern immer zu wenn sie sich über alles mögliche unterhielten . So schnappte er
im alter von 7 Jahren ein Gespräch über die Götter auf . Es war den Menschen in Pomar nicht erlaubt Gläubig zu sein . Alleine der
Name eines Gottes hätte zum sofortigen Tod geführt. Doch ihren Glauben wollten Thoros und Nina sich anscheinend nicht nehmen lassen
und so redeten sie immer klang heimlich darüber, dass Temora Irgendwann die Güte besäße sie aus dieser Sklaverei zu befreien .
Als die beiden gemerkt hatten das Ramur das Gespräch aufgeschnappt hatte, machten sie ihm sofort unmissverständlich klar, dass er niemals
auch nur ein Wort über Götter verlieren dürfe . Anschließend gab es eine Ordentliche Tracht Prügel, damit er es Jar nicht Wagen würde
überhaupt noch einmal daran zu denken .
Über einige Wochen hatte Ramur nichts mehr anderes im Kopf als Temora . Er wollte unbedingt wissen um wen oder was es sich handelt .
Zum ersten mal hörte er überhaupt etwas über Götter, und anscheinend waren sie sehr Mächtig . Waren Götter die Ritter die es
verdient hatten ihren Titel zu tragen ? Sehr große Starke Menschen ? Ramur machte sich tausende von Bildern, ehe er hinter das Götter Geheimnis
kam . Zwei bis drei mal , alle zwei Monate gingen Thoros und Nina für eine Nacht in den Wald . An das letzte Jahr konnte sich Ramur nicht erinnern
dafür war er noch zu klein gewesen . Als die beiden sich etwas tiefer in den Wald begaben sah Ramur in der ferne ein Lagerfeuer brennen .
Eigentlich hatte er wirklich keine Lust mehr auch nur einen Schritt weiter zu laufen, doch die Rute von seinem Vater Jagte ihm beachtliche Angst ein .
Als die drei nach einer guten Halben stunde Fußmarsch vom Stadtrand , tief in den Wald wanderten , sah Ramur einen Berobten Mann mit Kapuze am
Lagerfeuer sitzen . Thoros und Nina schienen sich sehr über den dort verweilenden Mann zu freuen ehe einige Umarmungen getätigt wurden .
Dann ging der Berobte Mann mit seiner Kapuze in die Hocke und fasste Ramur in den Blick, ehe eine Stimme erklang, welche die Ruhe selbst
verkörperte . Ramur war schüchtern und antwortete keinem Fremden, doch diesmal wurde er von der Stimme des Mannes Förmlich erobert .
" Temoras Segen auch mit dir, Junger Ramur Goldwall . Es freut mich dich wieder zu sehen . "
" Ja . . . Hallo auch . . Ich eh . . . Kenne sie aber gar nicht . . . "
Der Berobte fing an zu Lachen ehe seine Ruhige Stimme wieder erschien.
" Ich bin Sarmon Lichtenstein . . . ein guter Freund deiner Eltern und ein Priester im Auftrag der Heiligen Temora . Ich habe mich aber auch das letzte
mal vorgestellt "
Ramur zuckte nur mit den Schultern, doch seine Mimik musste alles andere als gelangweilt aussehen . Priester . . . Temora . . . Nun würde er sicherlich
mehr erfahren . War Temora ein Held, der eine ganze Armee in die Flucht schlagen konnte ?
" Na wie dem auch sei Junger Freund . . . Heute ist der Tag an dem du nicht länger an die Stadt Pomar denken sollst . Dein Vater und deine Mutter haben
beschlossen das du mir ins Kloster folgen sollst, um dort einiges über Temora und viele andere Dinge zu erfahren ! Es gibt so viele dinge . . . und wenn du
weiter hier bleiben müsstest , würdest du schon in Kürze mit Schwert und Schild ausgestattet, und für einen König Kämpfen, für den es sich nicht mal
zu lachen lohnt . "
Ramur schien relativ schnell zu verstehen was hier vor sich ging, und schüttelte sachte den Kopf . Seine Eltern haben ihn geschlagen, nicht beachtet und ihm
keine Aufmerksamkeit geschenkt , doch . . . es waren seine Eltern . Er blickte hinüber zu Nina, seiner Mutter . Seine Augen beschrieben Genauestens wie er
sich in dem Moment fühlte . Nina selbst konnte ihren Sohn nicht ansehen, denn es brach auch ihr das Herz . Doch sie wollte nicht das aus Ramur ein weiterer
Sklave wird, der für den erbärmlichen König stand. Thoros blickte Ramur ernst an, ging in die Hocke und legte ihm eine Hand auf die Schulter .
" Mein Sohn . . Es tut mir so Leid, dass wir dir niemals ein gutes Leben bieten konnten . Doch dies hier ist kein abschied für immer ! Wir werden uns wiedersehen
wenn du fest daran glaubst ! Was auch geschieht, Sarmon wird dir ein guter Freund sein, und dich alles Lehren was er weiß . Das stimmt doch oder ? "
In dem Moment blickte Thoros auf zu Sarmon Lichtenstein, welcher lediglich ruhig Nickte, um ihm das gesprochene zu Bestätigen . Mehr aber konnte Thoros selbst
nicht sagen, denn er wusste selbst wie er mit Ramur umgegangen war .
" Nun wird es Zeit den Weg zu nehmen den Temora für dich bestimmt hat Junger Ramur . Mit dem 11 Glockenschlag werden die Tore des Klosters Verriegelt und
niemand darf mehr eintreten. Auch die Gelehrten nicht . Wir sollten uns beeilen, denn wir haben noch einen kleinen Weg vor uns . "
Sprach der Priester mit ebenso ruhiger Stimme wie zuvor, doch konnte Ramur seine Tränen nicht verbergen . Er fiel seinem Vater sowie seiner Mutter ein letztes mal
in die Arme und drückte sie so Fest, wie er es noch nie zuvor getan hatte . Es war ein schwerer aber notwendiger abschied wie Thoros und Nina wussten .
Ein kleiner Rucksack gefüllt mit einigen Goldmünzen und einem Ring seiner Mutter wurde Ramur noch umgehängt ehe sich alle vier auf den Weg machten .
Eine weitere halbe stunde Fußmarsch brachte Ramur und Sarmon Lichtenstein dann endlich zu ihrem Ziel . Während des Marsches hatte der Priester nicht ein Wort
gesagt und so langsam stimmte es Ramur misstrauisch . Auf dem Berg zudem sie gelaufen waren, sah er den Steinwall welcher das Kloster umgab . Mit großen Augen
wanderte Ramur immer näher , er konnte seinen Augen kaum trauen . Nie zuvor hatte er einen solchen Wall gesehen . Es beeindruckte ihn schon sehr und dann begann
auch wieder der Priester zu sprechen .
" Wir sind angekommen Junger Ramur Goldwall . Das Kloster der Temora . Hier wirst du einiges Lernen mein Junger Freund . Hier wirst du alles über die Götter
, über die Priester und den restlichen Inseln lernen welche sich in der nähe befinden . Doch erwarten dich auch anspruchsvolle Aufgaben . Du musst wissen das
jeder Bewohner des Klosters hier einen Teil der Arbeit übernimmt die hier täglich so ansteht . Doch das hat noch Zeit, wir werden uns nun zurück ziehen und
bereden alles weitere Morgen . "
Ramur nickte nur, so langsam schien er nervös und schüchtern zu werden . Sarmon Lichtenstein führte ihn zu den Waschräumen , ehe er den kleinen Ramur
noch gewaschen hat, bevor er ihn ins Bett brachte und zugedeckt hat . Das hatten seine Eltern nie getan und Ramur wusste nicht damit umzugehen . Die Trauer
aber schien von kurzer Zeit zu sein , denn der Priester behandelte Ramur bestens . Die Gedanken an seine Eltern aber wollten nicht aus seinem Kopf verschwinden .
Sarmon Lichtenstein der Priester machte sein Versprechen Wahr und klärte Ramur in den darauf folgenden Wochen über alle Götter auf . Doch keiner der Götter
wurde von ihm gepriesen, auch die Tugendbringerin nicht . Er war davon überzeugt das Ramur seine Eigene Entscheidung treffen musste . Aufzwingen wollte er ihm
nichts, auch wenn seine Eltern der Überzeugung waren, er würde die Lehre Temoras kennen lernen . Viele Jahre, neun an der Zahl verbrachte Ramur im Kloster .
Er wurde im Kampf mit Schwert und Schild gelehrt so wie in der Meditation .
Sarmon Lichtenstein warf immer wieder ein Auge auf Ramur und beobachtete seine Entwicklung immer wieder kritisch . Ein Dorn im Auge war es ihm, dass er sich
noch immer für keine Gottheit entschieden hatte . Eines Abends rief er Ramur zu sich in das Schreibzimmer um ein klärendes Gespräch zu führen .
" Nun mein Freund . . . So langsam haben wir dir alles Wissenswerte gezeigt und du stehst kurz davor auf Eigenen Beinen zu stehen . Es erfüllt mein Herz mit Freude
zu sehen was für ein Prachtvoller Junger Mann aus dir geworden ist . Auch in der Wildnis würde ich ganz auf deine Künste mit dem Schwert vertrauen .
Die Kraft die du aus der Meditation schöpfst ist wirklich beachtlich und du solltest niemals aufhören daran Fest zu halten . Doch könntest du Unterstützung erwarten
wenn du im Namen einer der dir gezeigten Götter Kämpfen würdest . Wähle mit bedacht , wenn du bereit dazu bist . "
Ramur, welcher mittlerweile zu einem Abbild seines Vaters herangewachsen ist legte den Kopf leicht schief .
" Gerne würde ich dir eine Antwort geben Sarmon , doch ich kann den richtigen Weg für mich noch nicht erkennen ! In den Büchern und Schriftrollen wollen beide
Parteien das gleiche doch der Brudermörder bekommt keine Chance von mir . . ."
Der Priester wollte seinen Ohren keinen Glauben schenken als Ramur sprach . Er sah ihn völlig Fassungslos an und konnte ihm nichts darauf Antworten .
Es dauerte einen kleinen Moment ehe der Priester erneut seine Stimme erhob
„ Wir haben nun so viel Zeit in dem Kloster der Temora verbracht, und du weißt noch immer nicht wozu du tendierst ? "
Ramur runzelte die Stirn . Er konnte verstehen das seine Worte den Priester nicht unbedingt Glücklich stimmten, doch wurde ihm die Wahl der Götter überlassen .
Der Junge Mann hatte vieles über die Götter gelernt und sich ausreichend informiert , doch Irgendwie konnte er sich nicht entscheiden . Er sah in beiden Parteien
das gleiche, und beide Parteien wollten für das Glück auf Erden einstehen . Doch Temora schien ihm die wahre Göttin zu sein, welche sich gegen den Mörder lehnte und ihn zurück wies.
" Ich werde nicht schlau aus den Religionen Sarmon . Ich kann mich für keine Seite entscheiden . Ich will für das Wohlergehen der Menschen kämpfen und den Armen
eine Helfende Hand sein . Egal für welche Seite ich mich entscheide , es läuft doch auf das gleiche hinaus !? "
Der Priester schüttelte nur leicht den Kopf .
" Nun gut Ramur . Du bist mittlerweile Alt genug um deine Eigene
Entscheidung zu treffen . Doch denke immer daran das Temora dir eines Tages deinen wahren Pfad offenbaren wird . Denke an die Meditation und fühle das Licht . All das benötigst du auf Alathair . . . Dort wo der Krieg ausgebrochen ist. Aber ich habe eine Zeit lang immer wieder etwas Gold an die Seite gelegt damit du irgendwann aufbrechen kannst, um die Wahre Welt zu entdecken .
Morgen früh legt ein Schiff ab welches dich in die Landschaften von Alathair bringt . Dort auf einer Insel namens Gerimor wirst du in einem Fischerdorf anlegen
und für mich ein Geschäft erledigen . Dein Vater gab mir 50 Lagen feinstes Ogerleder , welche unbedingt als eine Art Freundschaftsgeschenk zu
einer bestimmten Person gebracht werden müssen . Leider hat dein Vater den Namen vergessen, was die Sache für dich natürlich nicht gerade leichter macht .
Doch sei auf der Hut, dort draußen wirst du von keiner Gefahr mehr beschützt werden . Wenn es Hart auf Hart kommt, nutze deine Waffe und zögere nicht sie
einzusetzen . "
Endlich ! Endlich würde Ramur die Welt kennen lernen und erforschen . Schon immer war es sein Traum gewesen eines Tages von hier abzulegen und in andere
Ländereien zu gelangen . Doch nun würde es ihn an den Ursprungsort der Götter bringen . Dort konnte er sich ein Eigenes Bild von dem machen was ihn erwarten würde .
Am nächsten Tag legte Ramur pünktlich zum 10 Glockenschlag am Morgen mit dem Schiff ab . Sarmon Lichtenstein, der Priester welcher Ramur die letzten 9 Jahre
groß gezogen hat, stand am Hafen und winkte ihm ein letztes mal zu . Irgendwie wusste er das Ramur so schnell nicht zurück kehren würde, doch wollte er keinen
großen abschied .
Auf dem Schiff wurde Ramur von einigen Piraten begutachtet welche sich sogleich zu ihm an den Tisch setzten .
" Naaa du Landratte ? Siehst so aus als wärest du noch nie übers Meer geschifft wa ! ? "
In der tat war Ramur begeistert von dem Schiff und erkundete es sehr neugierig . Als er sich nieder ließ und angesprochen wurde nahm auch Ramur die Piraten in Augenschein
doch war ihm die Sache nicht ganz geheuer.
" In der tat, ihr habt recht Herr . Ich bin noch nie mit einem Schiff gereist . "
Die Piraten erkannten ihre Chance auf Anhieb, und einer der Männer schrie los
" Heeey Borgmann du Penna ! Der Jung hat bestimmt Durst auf seiner ersten Schiff reise ! Bring dem mo was zu Trinken ! Das was wir auch haben ! "
Borgmann einer der Kellner des Schiffes brachte Ramur sodann eine Flasche mit Rum . Nichts ahnend schüttete er sich etwas in den Becher ehe
er sich den Rum in die Kehle schüttete . Der erste Schluck Alkohol in dem Leben von Ramur, doch schien es hinunter zu gehen . Es dauerte
nicht lange und der Junge war total betrunken . Als er mit dem Kopf auf den Armen an dem Tisch lag , machten sich die Piraten an seinem Gepäck zu schaffen . Alles was
sich in den Taschen befand wurde gnadenlos entwendet . Lediglich der Ring seiner Mutter war in seiner Brusttasche verstaut .
Als Ramur aufwachte lehnte er mit Brummenden Kopf an einer Hauswand, und der Geruch von Fisch und Abfällen machte sich um ihn breit .
Seine Robe wurde ihm genommen sein Gepäck war nicht mehr da und seine Kleidung Zerfetzt . Wohl mussten sie ihn vom Schiff gezogen und an das Haus geschmissen
haben. Es sah zumindest Stark danach aus .
Ramur hielt sich den Kopf und fragte den Nächst besten Mann nach seinem Standort .
" Na du hast wohl zu tief ins Glas geschaut was ? Du bist in Bajard ! "
Er rieb sich kurz durchs Gesicht ehe er knapp nickte .
" Na dann hab ich ja wenigstens mein Ziel erreicht . . . "
Sagte er eher zu sich selbst bevor er sich dann auf den Weg machte, um erst einmal etwas mehr von dem Dorf kennen zu lernen .
Ein Regnerischer Tag brach an als Nina Goldwall von ihrem Heiler zu hören bekam, dass es schon bald soweit sein würde.
Ihr erstes Kind würde das Licht der Welt erblicken . Nina jedoch war alles andere als Zufrieden . Schon lange mussten Nina und
Thoros Goldwall sehen wie sie über die Runden kommen . Immer wieder eine neue Hürde immer wieder nichts zu Essen .
Nun sollten sie auch noch ein Kind durch bekommen ? Das war nicht möglich .
Thoros arbeitete für einen groß Bauern der hier und da mal Hilfe bei der Ernte seines Feldes benötigte, doch keine Aufgabe die Täglich
ausgeübt wurde . Für ein Geerntetes Feld gab es zwei Brote , einen Schinken , und 3 Krug Bier, sowie 20 Goldmünzen .
Das Feld beanspruchte aber einen ganzen Tag für sich allein, was den Verdienst wieder um einiges Senkte . Nina war damit beschäftigt
in einer Taverne zu arbeiten, dort Mahlzeiten zu verteilen und den Boden zu wischen... Auch hierfür gab es kaum etwas, 50 Goldmünzen .
Das "Haus" der beiden, wenn man es denn so nennen mochte war eine Baracke außerhalb der Stadt, am Waldrand. 2 Fackeln zierten den
Eingang und sorgten durch das nicht vorhandene Fenster für einiges an Licht . Die Fünf mal Fünf Meter lange Hütte hatte ein Strohdach
welches einige Löcher vor wies. Die Hölzernen Wände waren ebenfalls moderig . Kein Mensch konnte sich in dieser Hütte wirklich
wohl fühlen . . . Nichtmals an nährend. Doch zum Schlafen auf einer Bettrolle reichte es und es blieb ihnen auch nichts anderes übrig .
Am Abend war es dann soweit, Ramur hat das Licht der Welt erblickt, und war wie jedes neugeborenes sofort am schreien . Schon die ersten
Momente welche normalerweise als die schönsten gelten, wurden für Nina und Thoros zur Höllernen Qual . Keiner der beiden Freute sich
und so wurde Ramur lieblos in die Wiege gelegt . Die Heilerin hatte einiges an Nahrung bereit gestellt, sowie Medikamente, so konnten
die beiden ihren Sohn zumindest am Leben halten , denn eine weitere Person bedeutete mehr Gold, sobald Ramur arbeiten konnte .
Immer wieder wurde er schon in den ersten Wochen Zeuge heftiger Streitereien der beiden, was sich auch auf Ramur nieder Spiegelte .
Thoros war ein Gelernter Geschäftsmann der mit allerlei handelte, doch die Auftragslage war alles andere als gut . Immer wieder kamen
Eintreiber und Namen den Großteil an Fellen und Schnitzereien von Thoros mit . Jedes mal nachdem die Halunken das "Haus" verlassen
haben, fluchte Thoros übelste Töne .
" Wie kann dieser dreckige Abschaum es Wagen uns andauernd unsere Ware abzunehmen ! Das nächste mal stehe ich mit einem Schwert
bereit und werde ihnen ohne Vorwarnung den Kopf abschlagen ! "
Nina versuchte natürlich ihn zu beruhigen, doch hatte sie diesmal keine Chance mehr . Thoros machte sich nur kurze Zeit nach dem
Raub auf den Weg zu einem Befreundeten Schmied . Auch seine Rohstoffe waren begrenzt, weil einige Räuber die Mine belagerten und
Zoll von jedem Bergmann forderten der ein und ausging. Wenn man nicht gerade etwas Gold auf der Hohen kante abgelegt hatte konnte man
die Halunken nicht bezahlen, denn sie forderten hohe Summen, für 2 Stunden Arbeit .
All die Handwerker waren gut benachteiligt, denn egal wo man hin sah, machten sich diese Eintreiber breit .
Die Stadt welche gerade mal einen Holzwall vor zu weisen hatte, nannte sich Pomar und dessen "König" hatte sich mit viel Falscher Macht
und der nötigen Gefolgschaft den Thron erschlichen . Jeder wusste das er für den Tot des Ehrbaren Königs verantwortlich war, doch sein
kleines Heer war zu Mächtig für die Handwerker und Bürger, welche sich mit wenig Gold über Wasser hielten .
Über viele Jahre mussten die Menschen mit ansehen wie ihre Stadt immer mehr vermoderte . Niemand kümmerte sich um die Fehlenden
Rohstoffe, und die Mine wurde mit einem Hohen Zoll versehen . Niemand wusste sich zu helfen und so mussten sie sich alle dem König
unterwerfen und dreckige arbeiten für ihn Vollrichten .
Thoros und Nina Goldwall waren ebenfalls unter den Menschen welche sich dem König unterwarfen . Sie hatten keine andere Wahl und
die Reise in andere Länder war eindeutig zu Teuer . Über viele Jahre wurde Ramur schlecht von seinen Eltern behandelt, und ihm wurde
kaum Beachtung geschenkt . Erst mit 5 Jahren konnte Ramur seine ersten Worte sprechen, doch vom Arbeiten auf den Feldern des Königs
hatte er bereits eine Ahnung . Immerhin verdiente er dort 40 Goldstücke und konnte somit in die Haushaltskasse einzahlen .
Trotz der schlechten Erziehung hörte Ramur seinen Eltern immer zu wenn sie sich über alles mögliche unterhielten . So schnappte er
im alter von 7 Jahren ein Gespräch über die Götter auf . Es war den Menschen in Pomar nicht erlaubt Gläubig zu sein . Alleine der
Name eines Gottes hätte zum sofortigen Tod geführt. Doch ihren Glauben wollten Thoros und Nina sich anscheinend nicht nehmen lassen
und so redeten sie immer klang heimlich darüber, dass Temora Irgendwann die Güte besäße sie aus dieser Sklaverei zu befreien .
Als die beiden gemerkt hatten das Ramur das Gespräch aufgeschnappt hatte, machten sie ihm sofort unmissverständlich klar, dass er niemals
auch nur ein Wort über Götter verlieren dürfe . Anschließend gab es eine Ordentliche Tracht Prügel, damit er es Jar nicht Wagen würde
überhaupt noch einmal daran zu denken .
Über einige Wochen hatte Ramur nichts mehr anderes im Kopf als Temora . Er wollte unbedingt wissen um wen oder was es sich handelt .
Zum ersten mal hörte er überhaupt etwas über Götter, und anscheinend waren sie sehr Mächtig . Waren Götter die Ritter die es
verdient hatten ihren Titel zu tragen ? Sehr große Starke Menschen ? Ramur machte sich tausende von Bildern, ehe er hinter das Götter Geheimnis
kam . Zwei bis drei mal , alle zwei Monate gingen Thoros und Nina für eine Nacht in den Wald . An das letzte Jahr konnte sich Ramur nicht erinnern
dafür war er noch zu klein gewesen . Als die beiden sich etwas tiefer in den Wald begaben sah Ramur in der ferne ein Lagerfeuer brennen .
Eigentlich hatte er wirklich keine Lust mehr auch nur einen Schritt weiter zu laufen, doch die Rute von seinem Vater Jagte ihm beachtliche Angst ein .
Als die drei nach einer guten Halben stunde Fußmarsch vom Stadtrand , tief in den Wald wanderten , sah Ramur einen Berobten Mann mit Kapuze am
Lagerfeuer sitzen . Thoros und Nina schienen sich sehr über den dort verweilenden Mann zu freuen ehe einige Umarmungen getätigt wurden .
Dann ging der Berobte Mann mit seiner Kapuze in die Hocke und fasste Ramur in den Blick, ehe eine Stimme erklang, welche die Ruhe selbst
verkörperte . Ramur war schüchtern und antwortete keinem Fremden, doch diesmal wurde er von der Stimme des Mannes Förmlich erobert .
" Temoras Segen auch mit dir, Junger Ramur Goldwall . Es freut mich dich wieder zu sehen . "
" Ja . . . Hallo auch . . Ich eh . . . Kenne sie aber gar nicht . . . "
Der Berobte fing an zu Lachen ehe seine Ruhige Stimme wieder erschien.
" Ich bin Sarmon Lichtenstein . . . ein guter Freund deiner Eltern und ein Priester im Auftrag der Heiligen Temora . Ich habe mich aber auch das letzte
mal vorgestellt "
Ramur zuckte nur mit den Schultern, doch seine Mimik musste alles andere als gelangweilt aussehen . Priester . . . Temora . . . Nun würde er sicherlich
mehr erfahren . War Temora ein Held, der eine ganze Armee in die Flucht schlagen konnte ?
" Na wie dem auch sei Junger Freund . . . Heute ist der Tag an dem du nicht länger an die Stadt Pomar denken sollst . Dein Vater und deine Mutter haben
beschlossen das du mir ins Kloster folgen sollst, um dort einiges über Temora und viele andere Dinge zu erfahren ! Es gibt so viele dinge . . . und wenn du
weiter hier bleiben müsstest , würdest du schon in Kürze mit Schwert und Schild ausgestattet, und für einen König Kämpfen, für den es sich nicht mal
zu lachen lohnt . "
Ramur schien relativ schnell zu verstehen was hier vor sich ging, und schüttelte sachte den Kopf . Seine Eltern haben ihn geschlagen, nicht beachtet und ihm
keine Aufmerksamkeit geschenkt , doch . . . es waren seine Eltern . Er blickte hinüber zu Nina, seiner Mutter . Seine Augen beschrieben Genauestens wie er
sich in dem Moment fühlte . Nina selbst konnte ihren Sohn nicht ansehen, denn es brach auch ihr das Herz . Doch sie wollte nicht das aus Ramur ein weiterer
Sklave wird, der für den erbärmlichen König stand. Thoros blickte Ramur ernst an, ging in die Hocke und legte ihm eine Hand auf die Schulter .
" Mein Sohn . . Es tut mir so Leid, dass wir dir niemals ein gutes Leben bieten konnten . Doch dies hier ist kein abschied für immer ! Wir werden uns wiedersehen
wenn du fest daran glaubst ! Was auch geschieht, Sarmon wird dir ein guter Freund sein, und dich alles Lehren was er weiß . Das stimmt doch oder ? "
In dem Moment blickte Thoros auf zu Sarmon Lichtenstein, welcher lediglich ruhig Nickte, um ihm das gesprochene zu Bestätigen . Mehr aber konnte Thoros selbst
nicht sagen, denn er wusste selbst wie er mit Ramur umgegangen war .
" Nun wird es Zeit den Weg zu nehmen den Temora für dich bestimmt hat Junger Ramur . Mit dem 11 Glockenschlag werden die Tore des Klosters Verriegelt und
niemand darf mehr eintreten. Auch die Gelehrten nicht . Wir sollten uns beeilen, denn wir haben noch einen kleinen Weg vor uns . "
Sprach der Priester mit ebenso ruhiger Stimme wie zuvor, doch konnte Ramur seine Tränen nicht verbergen . Er fiel seinem Vater sowie seiner Mutter ein letztes mal
in die Arme und drückte sie so Fest, wie er es noch nie zuvor getan hatte . Es war ein schwerer aber notwendiger abschied wie Thoros und Nina wussten .
Ein kleiner Rucksack gefüllt mit einigen Goldmünzen und einem Ring seiner Mutter wurde Ramur noch umgehängt ehe sich alle vier auf den Weg machten .
Eine weitere halbe stunde Fußmarsch brachte Ramur und Sarmon Lichtenstein dann endlich zu ihrem Ziel . Während des Marsches hatte der Priester nicht ein Wort
gesagt und so langsam stimmte es Ramur misstrauisch . Auf dem Berg zudem sie gelaufen waren, sah er den Steinwall welcher das Kloster umgab . Mit großen Augen
wanderte Ramur immer näher , er konnte seinen Augen kaum trauen . Nie zuvor hatte er einen solchen Wall gesehen . Es beeindruckte ihn schon sehr und dann begann
auch wieder der Priester zu sprechen .
" Wir sind angekommen Junger Ramur Goldwall . Das Kloster der Temora . Hier wirst du einiges Lernen mein Junger Freund . Hier wirst du alles über die Götter
, über die Priester und den restlichen Inseln lernen welche sich in der nähe befinden . Doch erwarten dich auch anspruchsvolle Aufgaben . Du musst wissen das
jeder Bewohner des Klosters hier einen Teil der Arbeit übernimmt die hier täglich so ansteht . Doch das hat noch Zeit, wir werden uns nun zurück ziehen und
bereden alles weitere Morgen . "
Ramur nickte nur, so langsam schien er nervös und schüchtern zu werden . Sarmon Lichtenstein führte ihn zu den Waschräumen , ehe er den kleinen Ramur
noch gewaschen hat, bevor er ihn ins Bett brachte und zugedeckt hat . Das hatten seine Eltern nie getan und Ramur wusste nicht damit umzugehen . Die Trauer
aber schien von kurzer Zeit zu sein , denn der Priester behandelte Ramur bestens . Die Gedanken an seine Eltern aber wollten nicht aus seinem Kopf verschwinden .
Sarmon Lichtenstein der Priester machte sein Versprechen Wahr und klärte Ramur in den darauf folgenden Wochen über alle Götter auf . Doch keiner der Götter
wurde von ihm gepriesen, auch die Tugendbringerin nicht . Er war davon überzeugt das Ramur seine Eigene Entscheidung treffen musste . Aufzwingen wollte er ihm
nichts, auch wenn seine Eltern der Überzeugung waren, er würde die Lehre Temoras kennen lernen . Viele Jahre, neun an der Zahl verbrachte Ramur im Kloster .
Er wurde im Kampf mit Schwert und Schild gelehrt so wie in der Meditation .
Sarmon Lichtenstein warf immer wieder ein Auge auf Ramur und beobachtete seine Entwicklung immer wieder kritisch . Ein Dorn im Auge war es ihm, dass er sich
noch immer für keine Gottheit entschieden hatte . Eines Abends rief er Ramur zu sich in das Schreibzimmer um ein klärendes Gespräch zu führen .
" Nun mein Freund . . . So langsam haben wir dir alles Wissenswerte gezeigt und du stehst kurz davor auf Eigenen Beinen zu stehen . Es erfüllt mein Herz mit Freude
zu sehen was für ein Prachtvoller Junger Mann aus dir geworden ist . Auch in der Wildnis würde ich ganz auf deine Künste mit dem Schwert vertrauen .
Die Kraft die du aus der Meditation schöpfst ist wirklich beachtlich und du solltest niemals aufhören daran Fest zu halten . Doch könntest du Unterstützung erwarten
wenn du im Namen einer der dir gezeigten Götter Kämpfen würdest . Wähle mit bedacht , wenn du bereit dazu bist . "
Ramur, welcher mittlerweile zu einem Abbild seines Vaters herangewachsen ist legte den Kopf leicht schief .
" Gerne würde ich dir eine Antwort geben Sarmon , doch ich kann den richtigen Weg für mich noch nicht erkennen ! In den Büchern und Schriftrollen wollen beide
Parteien das gleiche doch der Brudermörder bekommt keine Chance von mir . . ."
Der Priester wollte seinen Ohren keinen Glauben schenken als Ramur sprach . Er sah ihn völlig Fassungslos an und konnte ihm nichts darauf Antworten .
Es dauerte einen kleinen Moment ehe der Priester erneut seine Stimme erhob
„ Wir haben nun so viel Zeit in dem Kloster der Temora verbracht, und du weißt noch immer nicht wozu du tendierst ? "
Ramur runzelte die Stirn . Er konnte verstehen das seine Worte den Priester nicht unbedingt Glücklich stimmten, doch wurde ihm die Wahl der Götter überlassen .
Der Junge Mann hatte vieles über die Götter gelernt und sich ausreichend informiert , doch Irgendwie konnte er sich nicht entscheiden . Er sah in beiden Parteien
das gleiche, und beide Parteien wollten für das Glück auf Erden einstehen . Doch Temora schien ihm die wahre Göttin zu sein, welche sich gegen den Mörder lehnte und ihn zurück wies.
" Ich werde nicht schlau aus den Religionen Sarmon . Ich kann mich für keine Seite entscheiden . Ich will für das Wohlergehen der Menschen kämpfen und den Armen
eine Helfende Hand sein . Egal für welche Seite ich mich entscheide , es läuft doch auf das gleiche hinaus !? "
Der Priester schüttelte nur leicht den Kopf .
" Nun gut Ramur . Du bist mittlerweile Alt genug um deine Eigene
Entscheidung zu treffen . Doch denke immer daran das Temora dir eines Tages deinen wahren Pfad offenbaren wird . Denke an die Meditation und fühle das Licht . All das benötigst du auf Alathair . . . Dort wo der Krieg ausgebrochen ist. Aber ich habe eine Zeit lang immer wieder etwas Gold an die Seite gelegt damit du irgendwann aufbrechen kannst, um die Wahre Welt zu entdecken .
Morgen früh legt ein Schiff ab welches dich in die Landschaften von Alathair bringt . Dort auf einer Insel namens Gerimor wirst du in einem Fischerdorf anlegen
und für mich ein Geschäft erledigen . Dein Vater gab mir 50 Lagen feinstes Ogerleder , welche unbedingt als eine Art Freundschaftsgeschenk zu
einer bestimmten Person gebracht werden müssen . Leider hat dein Vater den Namen vergessen, was die Sache für dich natürlich nicht gerade leichter macht .
Doch sei auf der Hut, dort draußen wirst du von keiner Gefahr mehr beschützt werden . Wenn es Hart auf Hart kommt, nutze deine Waffe und zögere nicht sie
einzusetzen . "
Endlich ! Endlich würde Ramur die Welt kennen lernen und erforschen . Schon immer war es sein Traum gewesen eines Tages von hier abzulegen und in andere
Ländereien zu gelangen . Doch nun würde es ihn an den Ursprungsort der Götter bringen . Dort konnte er sich ein Eigenes Bild von dem machen was ihn erwarten würde .
Am nächsten Tag legte Ramur pünktlich zum 10 Glockenschlag am Morgen mit dem Schiff ab . Sarmon Lichtenstein, der Priester welcher Ramur die letzten 9 Jahre
groß gezogen hat, stand am Hafen und winkte ihm ein letztes mal zu . Irgendwie wusste er das Ramur so schnell nicht zurück kehren würde, doch wollte er keinen
großen abschied .
Auf dem Schiff wurde Ramur von einigen Piraten begutachtet welche sich sogleich zu ihm an den Tisch setzten .
" Naaa du Landratte ? Siehst so aus als wärest du noch nie übers Meer geschifft wa ! ? "
In der tat war Ramur begeistert von dem Schiff und erkundete es sehr neugierig . Als er sich nieder ließ und angesprochen wurde nahm auch Ramur die Piraten in Augenschein
doch war ihm die Sache nicht ganz geheuer.
" In der tat, ihr habt recht Herr . Ich bin noch nie mit einem Schiff gereist . "
Die Piraten erkannten ihre Chance auf Anhieb, und einer der Männer schrie los
" Heeey Borgmann du Penna ! Der Jung hat bestimmt Durst auf seiner ersten Schiff reise ! Bring dem mo was zu Trinken ! Das was wir auch haben ! "
Borgmann einer der Kellner des Schiffes brachte Ramur sodann eine Flasche mit Rum . Nichts ahnend schüttete er sich etwas in den Becher ehe
er sich den Rum in die Kehle schüttete . Der erste Schluck Alkohol in dem Leben von Ramur, doch schien es hinunter zu gehen . Es dauerte
nicht lange und der Junge war total betrunken . Als er mit dem Kopf auf den Armen an dem Tisch lag , machten sich die Piraten an seinem Gepäck zu schaffen . Alles was
sich in den Taschen befand wurde gnadenlos entwendet . Lediglich der Ring seiner Mutter war in seiner Brusttasche verstaut .
Als Ramur aufwachte lehnte er mit Brummenden Kopf an einer Hauswand, und der Geruch von Fisch und Abfällen machte sich um ihn breit .
Seine Robe wurde ihm genommen sein Gepäck war nicht mehr da und seine Kleidung Zerfetzt . Wohl mussten sie ihn vom Schiff gezogen und an das Haus geschmissen
haben. Es sah zumindest Stark danach aus .
Ramur hielt sich den Kopf und fragte den Nächst besten Mann nach seinem Standort .
" Na du hast wohl zu tief ins Glas geschaut was ? Du bist in Bajard ! "
Er rieb sich kurz durchs Gesicht ehe er knapp nickte .
" Na dann hab ich ja wenigstens mein Ziel erreicht . . . "
Sagte er eher zu sich selbst bevor er sich dann auf den Weg machte, um erst einmal etwas mehr von dem Dorf kennen zu lernen .