Rauhe Länder rauhe Sitten
Verfasst: Montag 6. Dezember 2010, 11:34
Am Abend des 5. Alatnar läuft ein Schiff in den Hafen Berchgards ein. Eigentlich kein besonders aufregendes Ereigniss, eine Alltäglichkeit sogar. Nur dieses mal scheint die Besatzung eine Reihe zwielichter Gestalten an Bord zu haben. Als die meisten bereits von Bord sind und der Kapitän sich auf die Reling lehnt um verträumt auf die weite See hinauszublicken wird er von einer kräftigen Hand gepackt und zur Seite gezogen.
Einer der Passagiere blickt ihn an, das Gesicht förmlich zur Faust geballt vermag der Kapitän sofort zu sehen, das könnte übel ausgehen...
"Soso, meine Ausrüstung hast du also verloren? Setzt mich auch noch an einem anderen Hafen ab als Rell? Wir haben dir eine unverschämte Summe bezahlt dass du uns rausbringst und das reicht dir jetzt nicht sodass du auch noch meine Ausrüstung stiehlst was?"
Der arme Kapitän versucht jede nur mögliche Ausrede die ihm auf die schnelle einfällt, doch offenbar hat der Mann jegliches Interesse daran verloren ihn glimpflich davonkommen zu lassen. So wächst sich das kleine Streitgespräch zu einer handfesten Keilerei aus an deren Ende schließlich beide auf dem Deck sitzen und Schnaufen. Der alte Seebär ist es, der als erster wieder das Wort erhebt nachdem er laut lacht.
"Ha, so hat den alten Bjorn schon lange keiner mehr angefasst Jüngelchen. Gefällt mir, guter Mann, sicher dass ihr nicht Seemann werden wollt? Hm... dacht ich mir schon fast aber gut. Wie wärs damit, ich gebe euch das hier mit, eine Lagerliste oder so etwas. Ein kleiner Nebenauftrag um die Reise mit zu finanzieren. Soll zu einer 'Allianz des Lichtes'" daraufhin verfallen sie beide wieder in Gelächter "... komische Leute gibts schon ja. Wurde aber gesagt die zahlen gut und warten schon eine Weile darauf. Also hier, hol dir die Belohnung ab Junge, sicher nicht soviel Wert wie deine Ausrüstung aber sollte riechen für den Anfang."
Dabei schenkt ihm der Seebär ein Grinsen, in dem nur nicht mehr ganz jeder Zahn sitzt. Nachdem er kurz überlegt hat meint der jüngere Mann zu ihm.
"Halsabschneider, aber gut. Soll mir recht sein, findet sich schon neues Zeug hier."
Der Mann richtet sich auf und reicht dem Kapitän den Arm runter auf dass dieser sich mit seiner Hilfe hochziehen kann. Nachdem er den Brief bekommen hat, ebenso wie eine einzige lumpige Robe, macht er sich auf den Weg zum besagten Gebäude der Allianz. Dort angekommen muss er feststellen, dass keiner da ist. Kurzerhand entschließt er sich einen Gang durch die Umgebung zu unternehmen. Hunger allein war es, der ihn dazu ermutigt denn von dem bisschen Gold was er bei sich trug war nichts mehr übrig nachdem er sich einen alten, fast schon zerborstenen Bogen, eine Hand voll schlecht gefertigter Pfeile und eine schartige Axt besorgt hatte.
Im Wald angekommen verfolgt er eine Hasenspur, gut erkennbar im Schnee und für jemanden wie ihn, der sein Leben lang mehr oder weniger ein Nomade war, nicht besonders schweirig zu verfolgen. Nach nur wenigen Minuten jedoch hält er inne und lugt durch das Dickicht. Eine Gruppe von Gestalten befindet sich vor ihm auf einer Lichtung und unterhält sich so lautstark, dass er selbst aus einer guten Entfernung noch ganz gut versteht.
Bandit 1:"Habt ihr das Geischt von dem gesehen? Ha dieser dumme Tropf, sicher wird er jetzt zu Hause hocken eingerollt in eine Decke und seine Wunden lecken."
Bandit 2:"Musstest du ihn auch so zurichten? Der arme Kerl versucht auch nur um die Runden zu kommen wie wir."
daraufhin fängt sich der zweite Redner eine schallende Ohrfeige ein
Bandit 3:"Pah, hätte Achim das nicht gemacht würde er sicherlich zur Dorfwache rennen. War schon recht so."
Die kleine Gruppe spricht noch weiter aber die Aufmerksamkeit des Mannes gilt nicht mehr ihnen sondern dem klapprigen Bogen.
'Mal sehen ob man damit noch einen Pfeil über eine kurze Strecke halbwegs gerade bekommen kann...' sind seine Gedanken als er vorsichtig den Bogen spannt.
Danach geht alles ganz schnell, der erste Pfeil trifft den Banditen, der sich die Ohrfeige eingehandelt hat in den Rücken und er kippt beinahe sofort um. Die beiden anderen blicken ungläubig auf den leblosen Körper ihres Kameraden, als dann aber ein zweiter Pfeil an ihnen vorbeisaust erwachen sie aus ihrer Starre und stürmen auf den Angreifer zu.
nur wenige Schritte entfernt schafft es dieser noch einen Treffer zu landen der einen der beiden zu boden reißt. Röchelnd liegt er da, und hustet Blut in den Schnee.
Bevor der Angreifer den dritten Banditen auch noch von den Beinen fegen kann ist dieser in Reichweite heran und schwingt eine große Sense nach ihm. Erschrocken lässt der angreifende sich nach hinten fallen und kullert sich zur Seite unter dem Schlag weg.
Im folgenden Handgemenge wird auch der dritte Bandit zu Boden gerungen und während der Mann immer weiter auf ihn eintritt brüllt er ihm wütend entgegen.
"Mich also erschlagen wollen was? Du und deine kleinen Bauernfreunde was? Spielt hier Wegelagerer mit Farmgeräten bestück, ha euch werd ichs zeigen!"
Erst gute fünf Minuten nachdem der Körper am Boden aufgehört hat zu atmen, hört der Mann auch auf nach ihm zu treten. Leise verschnauft er einen Moment ehe er sich daran macht den leblosen drei Körpern alles abzunehmen, ja sie sogar zu entkleiden. Einen Teil der blutigen Kleidung wirft er einfach zur Seite, dann kullert er die Körper eine Böschung herunter.
Jetzt mit einigen neuen Hemden und Farmgeräten bestückt zieht er noch einmal nach Berchgard um sein Glück zu versuchen. Dieses mal hat er dabei mehr Erfolg und bekommt die versprochene Belohnung,
'500 Münzen für einen einfachen Brief, ich glaube hier bin ich wirklich auf Gold gestoßen...' denkt er sich als der Mann, sofort fälschlicherweise als Sekretär eingeordnet, ihm den Goldbeutel reicht.
'Nun also nur noch den Rell finden, dann sehen wir mal weiter.'
Mit diesen Gedanken verlässt er die Stube der Allianz und macht sich auf die Suche.
Erst erheblich später findet der Mann schließlich seinen alten Freund und Waffenbruder. Kurzerhand beschließen die beiden, mal in einem Dorf namens Bajard vorbeizusehen um das erbeutete Farmgerät unter das Volk zu bringen. Dort angekommen fällt ihnen nach der Abwicklung des Handels auf dem Markt ein Ladenschild ins Auge.
Rell:"Hm... sieh mal ein Schneider. Du könntest sicher einige Sachen vertragen oder?"
Egill:"Das kannst du laut sagen, aber du weißt ja, der Kapitän hat mir nicht viel gelassen und die Münzen von dem Sekretär sind auch schon wieder weg."
Die beiden tauschen einen vielsagenden Blick aus und ohne weiter darüber zu sprechen scheint man sich im Geiste einig zu sein, dass Bezahlung eine recht flexible Angelegenheit ist.
So betreten diese zwei den Schneiderladen der jungen Frau. Nichtsahnend versorgt sie die beiden mit allem was sie wollen, Sogar noch mit einigen zusätzlichen Sachen. Egill staunt nicht schlecht als er an sich herabsieht, 'wie ein feiner Herr, ich werd verrückt' denkt er zu sich und auch die Schneiderin hat lobende Worte übrig.
Auch der zweite Mann lässt sich noch einiges fertigen, die junge Schneiderin ist auch hier sehr sorgfältig und erfüllt alle Wünsche. Als sie zur Bezahlung kommt und ihnen den Preis nennt schreitet Rell schließlich zur Tat.
Kurzerhand zückt er seinen Langdolch und bedroht die nun völlig aufgelöste und verzweifelte junge Frau. Tränen rinnen ihr über das ganze Gesicht und sie schluchzt ununterbrochen.
Nach nur einer knappen Stunde verlassen die beiden, jetzt ein völlig anderer Anblick dank der neuen Gaderobe, den Schneiderladen und hinter ihnen fällt die Tür sehr schnell ins Schloss.
Rell:"Nett die Kleine, sollten wir öfters besuchen."
Egill:"Ich sags dir, das ist das Land von Honig und Milch, Bauerntölpel versuchen sich als Banditen, weit und breit keine Wachen hier in diesem Ort, würde mich nicht wundern wenn wir hier bald Könige sind."
Ein dreckiges Lachen kommt dazu von den beiden und schon zieht das Gespann weiter. Nächster Anlaufort war die befestigte Stadt Rahal, hier würden sie aber die Ware bezahlen. Zum einen, weil man einen Schmied immer brauchte und es sich nicht mit ihm verscherzen sollte, zum Anderen weil diese Stadt im Gegensatz zu dem Fischerdorf eine große Wachmannschaft zu haben schien...
Einer der Passagiere blickt ihn an, das Gesicht förmlich zur Faust geballt vermag der Kapitän sofort zu sehen, das könnte übel ausgehen...
"Soso, meine Ausrüstung hast du also verloren? Setzt mich auch noch an einem anderen Hafen ab als Rell? Wir haben dir eine unverschämte Summe bezahlt dass du uns rausbringst und das reicht dir jetzt nicht sodass du auch noch meine Ausrüstung stiehlst was?"
Der arme Kapitän versucht jede nur mögliche Ausrede die ihm auf die schnelle einfällt, doch offenbar hat der Mann jegliches Interesse daran verloren ihn glimpflich davonkommen zu lassen. So wächst sich das kleine Streitgespräch zu einer handfesten Keilerei aus an deren Ende schließlich beide auf dem Deck sitzen und Schnaufen. Der alte Seebär ist es, der als erster wieder das Wort erhebt nachdem er laut lacht.
"Ha, so hat den alten Bjorn schon lange keiner mehr angefasst Jüngelchen. Gefällt mir, guter Mann, sicher dass ihr nicht Seemann werden wollt? Hm... dacht ich mir schon fast aber gut. Wie wärs damit, ich gebe euch das hier mit, eine Lagerliste oder so etwas. Ein kleiner Nebenauftrag um die Reise mit zu finanzieren. Soll zu einer 'Allianz des Lichtes'" daraufhin verfallen sie beide wieder in Gelächter "... komische Leute gibts schon ja. Wurde aber gesagt die zahlen gut und warten schon eine Weile darauf. Also hier, hol dir die Belohnung ab Junge, sicher nicht soviel Wert wie deine Ausrüstung aber sollte riechen für den Anfang."
Dabei schenkt ihm der Seebär ein Grinsen, in dem nur nicht mehr ganz jeder Zahn sitzt. Nachdem er kurz überlegt hat meint der jüngere Mann zu ihm.
"Halsabschneider, aber gut. Soll mir recht sein, findet sich schon neues Zeug hier."
Der Mann richtet sich auf und reicht dem Kapitän den Arm runter auf dass dieser sich mit seiner Hilfe hochziehen kann. Nachdem er den Brief bekommen hat, ebenso wie eine einzige lumpige Robe, macht er sich auf den Weg zum besagten Gebäude der Allianz. Dort angekommen muss er feststellen, dass keiner da ist. Kurzerhand entschließt er sich einen Gang durch die Umgebung zu unternehmen. Hunger allein war es, der ihn dazu ermutigt denn von dem bisschen Gold was er bei sich trug war nichts mehr übrig nachdem er sich einen alten, fast schon zerborstenen Bogen, eine Hand voll schlecht gefertigter Pfeile und eine schartige Axt besorgt hatte.
Im Wald angekommen verfolgt er eine Hasenspur, gut erkennbar im Schnee und für jemanden wie ihn, der sein Leben lang mehr oder weniger ein Nomade war, nicht besonders schweirig zu verfolgen. Nach nur wenigen Minuten jedoch hält er inne und lugt durch das Dickicht. Eine Gruppe von Gestalten befindet sich vor ihm auf einer Lichtung und unterhält sich so lautstark, dass er selbst aus einer guten Entfernung noch ganz gut versteht.
Bandit 1:"Habt ihr das Geischt von dem gesehen? Ha dieser dumme Tropf, sicher wird er jetzt zu Hause hocken eingerollt in eine Decke und seine Wunden lecken."
Bandit 2:"Musstest du ihn auch so zurichten? Der arme Kerl versucht auch nur um die Runden zu kommen wie wir."
daraufhin fängt sich der zweite Redner eine schallende Ohrfeige ein
Bandit 3:"Pah, hätte Achim das nicht gemacht würde er sicherlich zur Dorfwache rennen. War schon recht so."
Die kleine Gruppe spricht noch weiter aber die Aufmerksamkeit des Mannes gilt nicht mehr ihnen sondern dem klapprigen Bogen.
'Mal sehen ob man damit noch einen Pfeil über eine kurze Strecke halbwegs gerade bekommen kann...' sind seine Gedanken als er vorsichtig den Bogen spannt.
Danach geht alles ganz schnell, der erste Pfeil trifft den Banditen, der sich die Ohrfeige eingehandelt hat in den Rücken und er kippt beinahe sofort um. Die beiden anderen blicken ungläubig auf den leblosen Körper ihres Kameraden, als dann aber ein zweiter Pfeil an ihnen vorbeisaust erwachen sie aus ihrer Starre und stürmen auf den Angreifer zu.
nur wenige Schritte entfernt schafft es dieser noch einen Treffer zu landen der einen der beiden zu boden reißt. Röchelnd liegt er da, und hustet Blut in den Schnee.
Bevor der Angreifer den dritten Banditen auch noch von den Beinen fegen kann ist dieser in Reichweite heran und schwingt eine große Sense nach ihm. Erschrocken lässt der angreifende sich nach hinten fallen und kullert sich zur Seite unter dem Schlag weg.
Im folgenden Handgemenge wird auch der dritte Bandit zu Boden gerungen und während der Mann immer weiter auf ihn eintritt brüllt er ihm wütend entgegen.
"Mich also erschlagen wollen was? Du und deine kleinen Bauernfreunde was? Spielt hier Wegelagerer mit Farmgeräten bestück, ha euch werd ichs zeigen!"
Erst gute fünf Minuten nachdem der Körper am Boden aufgehört hat zu atmen, hört der Mann auch auf nach ihm zu treten. Leise verschnauft er einen Moment ehe er sich daran macht den leblosen drei Körpern alles abzunehmen, ja sie sogar zu entkleiden. Einen Teil der blutigen Kleidung wirft er einfach zur Seite, dann kullert er die Körper eine Böschung herunter.
Jetzt mit einigen neuen Hemden und Farmgeräten bestückt zieht er noch einmal nach Berchgard um sein Glück zu versuchen. Dieses mal hat er dabei mehr Erfolg und bekommt die versprochene Belohnung,
'500 Münzen für einen einfachen Brief, ich glaube hier bin ich wirklich auf Gold gestoßen...' denkt er sich als der Mann, sofort fälschlicherweise als Sekretär eingeordnet, ihm den Goldbeutel reicht.
'Nun also nur noch den Rell finden, dann sehen wir mal weiter.'
Mit diesen Gedanken verlässt er die Stube der Allianz und macht sich auf die Suche.
Erst erheblich später findet der Mann schließlich seinen alten Freund und Waffenbruder. Kurzerhand beschließen die beiden, mal in einem Dorf namens Bajard vorbeizusehen um das erbeutete Farmgerät unter das Volk zu bringen. Dort angekommen fällt ihnen nach der Abwicklung des Handels auf dem Markt ein Ladenschild ins Auge.
Rell:"Hm... sieh mal ein Schneider. Du könntest sicher einige Sachen vertragen oder?"
Egill:"Das kannst du laut sagen, aber du weißt ja, der Kapitän hat mir nicht viel gelassen und die Münzen von dem Sekretär sind auch schon wieder weg."
Die beiden tauschen einen vielsagenden Blick aus und ohne weiter darüber zu sprechen scheint man sich im Geiste einig zu sein, dass Bezahlung eine recht flexible Angelegenheit ist.
So betreten diese zwei den Schneiderladen der jungen Frau. Nichtsahnend versorgt sie die beiden mit allem was sie wollen, Sogar noch mit einigen zusätzlichen Sachen. Egill staunt nicht schlecht als er an sich herabsieht, 'wie ein feiner Herr, ich werd verrückt' denkt er zu sich und auch die Schneiderin hat lobende Worte übrig.
Auch der zweite Mann lässt sich noch einiges fertigen, die junge Schneiderin ist auch hier sehr sorgfältig und erfüllt alle Wünsche. Als sie zur Bezahlung kommt und ihnen den Preis nennt schreitet Rell schließlich zur Tat.
Kurzerhand zückt er seinen Langdolch und bedroht die nun völlig aufgelöste und verzweifelte junge Frau. Tränen rinnen ihr über das ganze Gesicht und sie schluchzt ununterbrochen.
Nach nur einer knappen Stunde verlassen die beiden, jetzt ein völlig anderer Anblick dank der neuen Gaderobe, den Schneiderladen und hinter ihnen fällt die Tür sehr schnell ins Schloss.
Rell:"Nett die Kleine, sollten wir öfters besuchen."
Egill:"Ich sags dir, das ist das Land von Honig und Milch, Bauerntölpel versuchen sich als Banditen, weit und breit keine Wachen hier in diesem Ort, würde mich nicht wundern wenn wir hier bald Könige sind."
Ein dreckiges Lachen kommt dazu von den beiden und schon zieht das Gespann weiter. Nächster Anlaufort war die befestigte Stadt Rahal, hier würden sie aber die Ware bezahlen. Zum einen, weil man einen Schmied immer brauchte und es sich nicht mit ihm verscherzen sollte, zum Anderen weil diese Stadt im Gegensatz zu dem Fischerdorf eine große Wachmannschaft zu haben schien...