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Die Reinigung des verborgenen Tals

Verfasst: Freitag 19. November 2010, 13:46
von Marye Larou
Viel Zeit war vergangen...

(Rückblick)

Ein Dämon hatte ihr Tal heimgesucht in der Gestalt eines harmlos wirkenden Jungen. Doch war dieser mächtiger gewesen als ein Dämonenfürst aus den tiefsten Gewölben oder Höhlen. Ihr Glück war es damals gewesen daß Radulf dabei war. Sie stießen auf eine kleine Höhle und dort waren Hinweise eines wohl verrrückten Magiers verborgen, der diese Kreatur herbeigerufen oder erschaffen hatte? Mit Hilfe von einigen Krümeln Salz, Feyjas Tränen und einer seltenen Blume, die nur im Tal wuchs, gelang es ihnen eine breiartige Paste herzustellen, die dann auf ihren Pfeilspitzen aufgebracht wurden. Diese schwächte den Dämon soweit, daß es ihnen gelang ihn zu töten. Man stieß den leblosen Körper in einen tiefen Schacht und stieß Felsbrocken darüber, daß dieser für immer dort verbleiben würde, zumindest bis er verrottet war. Doch da waren noch die Edelsteine, was tuen mit ihnen?
Einen behielt Feyja und versteckte ihn gut, einen nahm Radulf und wollte ihn zum Hain bringen. Dort sei er in Sicherheit, behauptete er.
Doch irrte er damit und die Folgen waren gravierend. Das Tal selbst war vom Dämon noch vor seinem Tode verflucht worden. Alle Tiere dort kränkelten, selbst die Pflanzen wurden immer blasser, viele starben ab. Noch schlimmer traf es Vermenton, das verborgene Tal der Druiden. Dämonische Kreaturen waren hier eingefallen und haten das schöne Tal verwüstet. Auch einige der Druiden waren vom Bösen, das vom Tal Besitz ergriffen hatte, befallen. Die wenigen Druiden baten die Waldgeister um Hilfe und so wurde zunächst das Tal von den dämonischen Kreaturen gereinigt und anschließend in einem Ritual der Druiden, in das auch die Waldgeister einbezogen wurden, wieder gereinigt. Viel Kraft kostete sie dies alles, doch spürte keiner die Erschöpfung. Das Gefühl bei etwas so großartigem und gewaltigen dabei gewesen zu sein, war unvergleichlich. Das Tal erblühte wieder. Blumen und Gräser sprossen aus dem Boden, dann kleinere Büsche und selbst große Bäume. Staunend schauten die Waldgeister zu wie die Natur sich in Windeseile wieder erholte und das Tal regelrecht aufblühte und das in so kurzer Zeit!

Erst spät ging man aus einander, nachdem die Druiden den Waldgeistern zusicherten, daß sie jederzeit gern gesehene Gäste im Hain wären und man verabredete sich drei Tage auszuruhen um dann ähnliches auch im Tal der Waldläufer zu vollbringen..


Doch aus den drei Tagen wurden drei Wochen.. drei Monate wohl fast

Erst dann traf man sich wieder im Tal. Nur Verdena war gekommen, alle ihre Brüder und Schwestern hatten es wohl nicht geschafft aus welchem Grund auch immer. Doch die Druiden waren endlich da, nachdem man die meisten von ihnen so lange umonst in den Wäldern und auch im Hain gesucht hatte.

Bis auf Radulf waren sie alle da: Farghus, Arulius, Diomedes und Aylen. Wenig später kam auch noch Xardrias und so konnte das Ritual beginnen.

Farghus begann mit einer Räucherpfanne, in der er einige Kräuter verbrannte und sie alle in dem Rauch, einen harzig, erdigen Geruch ausströmte, einer Art rituellen Reinigung unterzog. Hoffnungsvoll verfolgte Marye das Geschehen, wußte sie doch um die Macht der Druiden. Ein Gefühl der Leichtigkeit erfasste sie, als der Rauch sie umgab. Arulius und Diomedes streuten aus einem Säckchen einen Kreis aus Salz um sie herum. Von dem was die Druiden zu dieser zeit bereits im Lied wirkten, bekam sie natürlich nichts mit, doch spürte sie ein Gefühl der Wärme, der Geborgenheit in sich.

Die Druiden fuhren fort mit ihrem Ritual, sie verwendeten Erde aus ihrem Hain, Feuer das sie extra auch aus dem Hain mitgebracht hatten, Marye verstand zwar nicht genau wieso und bekam natürlich auch die Veränderungen des Liedes nicht mit, doch spürte sie genau daß im Kreis ein Gefühl des Friedens entstand, während außerhalb noch das Chaos tobte. Auch Wasser und Luft wurden mit einbezogen, die vier Grundelemente. soviel wußte Marye schon vom letzten Mal.

Jeder der Druiden nahm nun eine bestimmte Position ein, symbolisierte so anscheinend auch je eines der Elemente und die Anrufung begann.

Es vereinten sich die Kräfte im Kreis und jeder, auch die beiden Waldläuferinnen konnte spüren welche Macht nun fast knisternd um sie herum wallte. Eine Art Spannung breitete sich aus - kraftvoll, so als würde etwas darauf drängen gelenkt zu werden. Ein Wirbel, ein Strom, eine Art Sog der sich nach oben in den Sternenhimmel richtet, eine Kuppel bildete ber dem Kreis.

Dann sprach Farghus zu ihr und Verdena: "bettet euch auf die Erde die euer Heim ist, fült ihren Herzschlag der auch der eure ist" und deutet dabei auf das weiche Gras in der Mitte des Kreises. "Vertraut euch den Mchten an die diesen Ort behten"

Marye legte sich mit Verdena in das hohe mit weichem Moos durchsetzte Gras und Marye griff nach Verdenas Hand. Nach einiger Zeit schienen sich beide herzen zu vereinen, sie schlugen regelmäßig und gleich mäßig im Takt.

Farghus sprach weiter "spürt die Macht der Mutter, spürt die Macht der Elemente und spürt den Herzschlag des Tales" "Er lebt in den beiden Waldfrauen stark und ungebrochen"

Plötzlich ging ein Pulsieren durch die Erde - sanft und gleichmssig - dem Herzschlag Maries und Verdenas angepasst, die gemeinsam wie im Takt schlugen. Sie verspürten eine starke Verbundenheit - zueinander und zum Tal das sie umgibt.


eine Einheit - untrennbar - so werden Empfindungen aus allen Winkeln des Tales auf sie einstürmen, einer Vison gleich. Bilder als würden sie durch die Augen der Tiere sehen, als würden sie von den Tiefen des Bächleins hinauf blicken an die Oberflche des plätschernden Wassers. Der Geruch der Blumen die in dem Tal wachsen, das Rauschen der Blätter im Wind, das weiche Gras das sie sanft bettet.

Nach und nach ginen diese Eindrcke wohl auch auf die Druiden über, mit jedem Herzschlag wurden die Bilder klarer. Bilder von einem Tal in dem die Natur eine harmonische Einheit bildet. Die Eindrcke des welken Grases, der verbrannten Bume und der kranken Tiere verblassen.

Marye liess ihren Gedanken einfach freien Lauf.. wer die bilder genau betrachtet wird vieleicht das Talerkennen, so wie es sein sollte.. nicht so wi e es eben noch war. Auch die Gedanken von Verena kreisten um die Schönheit und Reinheit des Tales, so wie es war

Als die Bilder durch die Erinnerungen und die Kraft der Anwesenden klar und deutlich wurden, sprach Farghus mit klarer, kraftvoller Stimme:

"
Wächter des Nordens, des Ostens, des Sdens und des Westens, gebt die Mächte frei... bei Mutters Güte, nichts von der Verderbtheit soll Bestand haben.

Arulius hob daraufhin den krug wasser an und richtete ihn etwas vorran, so daß erstes die Macht des Wassers nach oben wallte - ein Rauschen - der Sog wird stärker und durchbricht die Kuppel - flutet ber das Tal hinweg - einer brandenden Welle gleich.

Die beiden Frauen in der Mitte des Kreises spürten wie auch ein Teil ihrer Kraft mit den Mächten des Wassers hinfort gerissen wird und mit dem Tal selbst verschmilzt.


Als nächstes hob Diomedes die Schüssel mit der Erde aus dem Hain und man spürte wie die Macht der Erde sich ausdehnte - das Pulsieren der Herzensich ausweitet auf das gesamte Tal und den Missklang verdrängte und zu einer harmonischen Einheit wurde.

Die Berge ringsum rumorten leiseund für einen Moment könnte man den Eindruck haben als wrde die Unmenge an Kraft die sich angesammelt hat weiter reichen als nur bis zu den Bergrändern des verborgenen Tals.
Dann hob ein Brausen an in der Luft - ein Wind - ein Wirbel der sich ausbreitet und die Mächte der Luft bemächtigten sich rein und klar wieder des Tales. Kurz schien es Marye und auch Verdena, als würden sie hoch über dem Tal zu schweben - getragen vom Wind - der welkes Laub, verdorrte Zweige hinfort trug.

Dder Ruf eines Steinadlers drang an ihre Ohren - kraftvoll, das Rauschen der Schwingen und dann war erneut der Sog zu spüren - als die Macht des Feuers sich aufmachte. So als wrde eine neuer Tag anbrechen legte sich warmes, freundliches Licht über das gesamte Tal die Wärme des Himmelfeuers, nicht verheerend, sondern reinigend wirkt es. Selbst in die letzten Winkel dringt das Licht - breitet sich gen Westen über das Tal hinaus aus. Es nahm wie die Mächte zuvor, einen winzigen Teil der beiden Frauen in der Kreismitte mit sich und verschmilzt zu einer vollkommenen Harmonie. Und wo man meinen könnte es bliebe Leere zurck, stürmte das volle Leben in die Anwesenden, füllte die Lücken die geschlagen wurden - so als würde nun das Tal selbst etwas zurück geben. ein geschlossener Kreis aus geben und nehmen.


Immer noch mit geschlossenen Augen lächend im Gras liegend.. mit allen anderen Sinnen das Geschehen verfolgend lächelte Marye, bei den Empfindungen die sei durchströmten.. und sie spürte wie Verdena das gleiche empfand, hoffnungsvoll und voller Vertrauen auf die Gabe der Druiden.


Nach einer Weile öffnete sie dann die Augen, liess die Blicke so weit es in ihrer Lage möglich war umher schweifen und strahlt förmlich. Die Tiere wirken frisch und ihrer Natur entsprechend, auch Verdena lächelte, zwar geschwächt doch überglücklich. Sie ah kurz ein Eichhörnchen durch die nahen Baumkronen huschen, das zufriedene Fauchen eines Luches, das brummen eines Bären und all die anderen Stimmen des Tales bildeten eine wundervolle Einheit.

Die Freude aller über das aufblhende Tal war deutlich spürbar und so sprach Marye, sicher auch im Namen Verdenas. Sie dankte ihren Freunden und sagte ihnen, daß sie alle fortan immer herzlich willkommene Gäste seien in ihrem verborgen Tal, daß nun dank ihnen und Eluive neu erblühte. Und mehr über Eluive wolle sie lernen, dann brachen die Druiden auf und Marye brachte Verdena, die sichtlich erschöpft war in das Lager, eine kleine Höhle inmitten des Tals.