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Wüstenwind..

Verfasst: Dienstag 26. Oktober 2010, 10:54
von Yaamal
Aufgewühlt voller Emotionen wie Trauer, Wut, Hass schrieb Yaamal hastig einige Briefe, die später vor den Briefkästen oder auf den Schreibtischen der Adressaten flattern sollten. Das Unheil war unversehens auf die Familie Ifrey herabgestoßen. Erst Saajid, der von Jaabar wegen seiner Untaten aus der Familie verstoßen wurde.. Das Ansehen der Familie würde sehr leiden darunter, das wußte Yaamal. Er wußte auch daß sein Schritt, den er sich in einer endlos langen, schlaflosen Nacht überlegt hatte, seine Familie weiter belasten würde. Doch hatte er sich entschieden. Das Leben war zu kostbar um es zu verplempern und ihm war klar geworden, was ihm das wichtigste war. Nicht die Academie wo er lange Jahre eifrig und zielstrebig gelernt hatte, wo er zu nächst Hadri, dann später Shojen und gar Leiter der Academie wurde. Nein dies bedeutete ihm nichts mehr. Zumal dort auch Saajid sein würde. Verächtlich verzog sich seine Miene als er an ihn dachte. Niemals würde er ihn je wieder akzeptieren können. Weder als Lehrer an der Akademie, noch als Statthalter. Doch hielt er solche Gedanken geheim, verriet sie niemanden.

Er traf einige Vorbereitungen, Briefchen würden bei einigen Adressaten auf den Schreibtischen oder den Briefkästen flattern und sich nur dem jeweiligen Empfänger öffnen. Auch einige Sachen, die er nicht mehr brauchen würde, verteilte er großzügig. Dort wo er hingehen würde und in dem Zustand in dem er sich befinden würde, benötigte er solch irdischen Güter nicht mehr.

Und so ging er los zum Südtor der Stadt hinein in die Wüste. Dort angekommen griff er in seine Liedstruktur ein. Sand wurde aufgewirbelt, ein Sturm zog auf. Der Körper des Magiers löste sich in seine elementaren Bestandteile auf, er wurde Teil des Sturmwindes der von nun an auf der Suche nach ihr, die Wüste durchstreifen wurde. Laut und durchdringend waren die Rufe, die die Wüstenbewohner erschreckte, doch dann zog der Sturm weiter. Ziellos und planlos würde er nun in Zukunft als Wüstensturm durch die Wüste ziehen immer auf der Suche nach einem zweiten Sturmwind.

Raaaaaaaaaaaaaaaasheeeeeeeeeeeeedaaaaaaaaaaaaaaaaa?

so mochten sich die Rufe in der Wüste anhören, grausig anzuhören vieleicht für so manch einen Wüstenbewohner. Tag für Tag, Woche für Woche durchstreifte er so die Wüste. Mit der Zeit vergass er, wie es ihr einst Rasheeda gelehrt hatte, daß er einen menschlichen Körper besessen hatte. Daß er eine Familie hatte, die sicher sehnsüchtig auf seine Rückkehr wartete. Auch seine Schülerinnen an der Academie, die er sicher sehr entäuscht hatte. Eigentlich vergass er fast alles, noch noch sie beherschte sein Denken, sein Empfinden Und so würde sich, falls er sie jemals finden würde einem zufälligen Betrachter eine merkwürdige Szenerie offenbaren:

Zwei Wirbelstürme die über die Wüste rasten, fast schon mochte man meinen sie hätten Spaß dabei. An ausgelassene Kinder würde das Spiel der beiden Naturgewalten erinnern, doch wer genau hinsah würde vieleicht auf die Idee kommen daß noch mehr dahinter steckte. Immer wieder würden sie Kontakt zu einander suchen, fast schon liebevolle Umarmungen würden ehr wie das Werben eines Mannes um eine Frau anmuten.. Im Sand würde man anmutige, teils filigrane Spuren finden, so diese nicht gleich wieder vom Wind und den Sandkörnern verwischt würden. Sprechende Bilder, die von Glück, Liebe und Zweisamkeit sprechen würden.. Doch würde er sie je finden?


Oft würde er auch noch bis an den Rand der Stadt kommen, sich dort zunächst als drohender Sandsturm abzeichnen, der dann aber urplötzlich abflaut zu einer Windhose, die vor allem in der Nähe der Häuser von Sabeena, Nazeeya, Jumanah, Shaymaa und Delilah solche Zeichen und Bilder in den Sand malen würde. So daß diese erkennen würde, daß es ihn noch gab, daß er sie nicht ganz vergessen hatte...

Verfasst: Dienstag 26. Oktober 2010, 12:56
von Delilah Janaan Masari
Der heiße und trockene Mittagswind fegt Delilah um die Ohren, als sie durch das mächtige Stadttor hindurch geht und die endlosen Weiten der Wüste betritt. In ihren Händen hält sie einen kleinen ledernen Beutel, schützend liegend die Finger in festem Griff um ihn herum, als wolle sie vermeiden, dass er ihr vom Wind weggenommen wird.

„Yaamal“, flüstert sie leise und sinkt in die Knie hinab in den weichen Sand hinein. Eine einzelne glitzernde Träne bahnt sich ihren Weg aus ihren Augenwinkeln heraus, doch Delilah macht keine Anstalten sie fortzuwischen. Sie ist für ihn.

Durch sein Schreiben an der Akademie hat sie erfahren, dass er seine Ämter niederlegt und die Stadt verlässt. Er, ihr Lehrer. Der so unendliche Geduld mit ihr bewiesen und einen erheblichen Teil dazu beigetragen hat sie auf den richtigen Weg zurückzuführen. Er, zu dem sie nach etlichen Hürden Vertrauen aufgebaut hat, der sie mit zu dem formte, was sie nun ist und noch werden würde.

Delilah öffnet den kleinen Beutel, greift hinein und holt eine handvoll weißer Kakteenblüten heraus. Mit der nächsten aufkommenden Böe schickt sie sie auf die Reise, gemeinsam mit ihre Stimme: „Auf Wiedersehen, Yaamal. Ich danke Dir!“

[img]http://img233.imageshack.us/img233/6002/footprintsinthesandbytf.jpg[/img]

Verfasst: Dienstag 26. Oktober 2010, 15:17
von Nazeeya Rafa Masari
Sie betrachtete den Brief von allen Seiten, drehte und wendete ihn herum.
Es war ein trauriges Schicksal und traurige Tage für die Familie Ifrey. Die Göttin stellte das Haus auf eine schwere Probe und nicht nur das Haus, das ganze Land wurde einer schweren Prüfung unterstellt.

Sie hatte am Morgen erst den Körper von Shirin im Tempel gewaschen und gesalbt und danach in das heilige weise Gewand gekleidet. Sie sah wunder schön aus, wie sie dort lag, die Haare umspielten ihr Gesicht. Die Hände die ineinander gegriffen auf ihrer Brust lagen. Auch als Säbelschwingerin war Shirin immer eine Schönheit gewesen.
Sie würde nach der Woche der Trauer in die Arme der Wüste übergehen so wie es ihr Wunsch war, als Kriegerin, Mutter und geliebte würde man sie in einem heiligen Feuer auf dem Berg beisetzen.

Nazeeya konnte nur hoffen, dass der kleine Junge wohl auf werden würde, ihre Gebete galten ihm, immerhin schwamm auch ihr Blut in seinen Adern, das Blut der Familie Ifrey. Und obwohl sie bald die Familie verlassen würde, würde sie den Schwur nie brechen, denn sie still in die wärme Eluive gelegt hatte, als Shirin den letzten Atemzug tat. Sie würde den kleinen Jungen immer und ewig wie ihr Leben behüten und beschützen.

Doch nun wo auch Yaamal ging um seine Liebe zu finden, machte es ihr Herz schwer, sie wusste er würde Jahre oder noch länger weg sein, denn das Lied von der die er Liebte war nicht mehr zu hören in der Wüste und ob er dies verkraften würde, war so ungewiss wie jeder neue Morgen.

Den Mantel fest um sich binden, ging sie hinauf auf den Balkon. Die Sonne stand schon hoch am Himmel, doch irgendwie schien sie die Stadt nicht zu erhellen.
Es wirkte dunkel kalt und leer... Die alten Zeiten gingen und das neue was vor ihnen lag war ungewiss.

[img]http://fc05.deviantart.net/fs29/i/2008/143/4/4/Revelation_16_8_by_photodream.jpg[/img]

Verfasst: Donnerstag 28. Oktober 2010, 20:40
von Saajid Tamam
Lange saß er an seinem breiten steinernen Schreibtisch... der samt überzogene Ohrensessel gab ihm die nötige Wärme in den kühlen Tagen. Der Blick richtete sich auf eine Abschrift einer der Briefe - Shirin und Yaamal? Er schüttelt sanft sein Haupt und seufzt tief in die Nacht hinein. Es erklang wie ein grollendes Donnern - kein aufgewühltes - zur Abwechslung mal war es ein leises Herbstgrollen das aus der Kehle drang. Das es hart werden würde dachte er sich, das fernab von all den Aufgaben und der Verantwortung jedoch so viel Verachtung auf ihn warten sollte hätte er nicht geglaubt. Seit jeher war er dazu erzogen seinem Volk, seinem Haus und vorallem dem Erhabenen die nötige Ehre zu erbringen. Mit Stock und Padel wurde er dazu geprügelt. Es war keine Kindheit, vielmehr war es eine Ausbildung - doch er genoss es, er genoss es das zu sein was seine Eltern für ihn vorsahen - was das Volk von ihm verlangte.

Einst war er ein eifriger zurückhaltender Tranam gewesen....
....später ein Eigenbrödler, ein Einzelkämpfer - ein Schüler, ein Hadri.

Die Ernennung zum Shojen - dem zeitweise einzigen der Akademie und damit dem Leiter, zeigte ihm eines....

"Oh Eluive, welchen Weg hast du für mich vorgesehen? Was auch immer du mir gibst, ich werde es genießen. Jeden Atemzug den ich tue, tue ich für dich und mein Reich. Wenn du oder dein Nächster aus dem Hause der Omar verlangt das ich mir ein Messer in den Bauch ramme - Bei deinem Namen ich würde es tun. Ich sehe das es eine weitere Prüfung ist, ich sehe das es ein weiterer Stein auf meinem Weg zu einem erfüllten Leben ist - ich akzeptiere es.

Mein Emir, Mein Land, Mein Volk - Menek'Ur ich liebe dich."

Aiwa er musste sich ändern - Spielereien und Kindereien durften trotz des jungen Alters nichtmehr sein. Weich zu sein bedeutete eine Angriffsfläche zu bieten. Stark und hart zu sein bedeutete Autorität.
Er musste hart sein, um jeden Preis.

Tag für Tag durfte er als Schüler miterleben wie das Reich sich nunmehr auf Sockeln trug, die aus blindem unbegründetem Eitel gebaut waren. Menek'Ur war nichtmehr das was es einst war...

eine Großmacht die vor der Eisenwart knieen musste?
eine Großmacht die von den Letharen in Rahal geschlachtet wurde?
eine Großmacht die von der vermeindlich verbündeten Seite mit Zoll und Forderungen für ihren Handelssinn gestraft wurde?
eine Großmacht die sich der Hilfe fremder Völker bedienen musste um Katastrophen zu überstehen....

Neda lieber würde er sterben als niemals versucht zu haben das Reich zu einstiger Größe zurückzuführen. Die Ernennung seines Bruders zum Hauptmann war der erste Schritt. Den Zorn anderer Menekaner zu spüren war sein Schicksal. Statthalter, Oberhaupt und Akademieleiter.

Er musste hart sein - Sayid machte die Akademie zur Elite.
"Der Unterschied zwischen einem Magier und einem Fuchtler... Magier lernen an der Akademie Leviathan"

....Neda - er würde es nie gegenüber einem Festländer sagen, doch es musste den Schülern gelehrt werden - sie müssen die Ausbildung und die Akademie verehren, seit Generationen lernten und lehrten dort die großen und noch größeren.....

Er musste hart sein - Statthalter, der Gesetze zu jedem Preis durchsetzen musste, wirkten sie noch so hart - sie waren der Grundbaustein der Hirarchie die für das Land so wichtig war.

....Als sein Volk den Weg in die Wüste nahm trafen sie auf widerstand und unwegsames erbarmungsloses Gelände. Nur mit eiserner Disziplin und härte konnten sie eine Oase in die Wüste stampfen die einst die prachtvolle Stadt mit dem Namen Menek'Ur tragen würde.....

Wie konnte man diesen Mann mögen? Wie konnte man ihn lieben? Doch es war ihm egal, es musste sein.

Die Brauen verkeilten sich unter dem eisigen Blick welcher sich nur durch die stechenden Augen des Magiers zwischen den sanften Wogen des Turbans erkenntlich machte. Wie konnte ein - für lange Zeit - unbekannter Ifrey als Oberhaupt gewählt werden, in seiner Abwesenheit? Wie konnte dieser Ifrey, welcher sich niemals bewiesen hatte in Saajids Augen, ihn aus der Familie verbannen für etwas, das eine Bashir ihm sagte? Die selbe Bashir, welche den Tratsch über das Privatleben des jungen Paares über ganz Menek'Ur verbreitete?

Wie hätte er sie jemals wieder lieben können, eine Ehrlose. Wie hätte er seine Familie jemals wieder achten können, diese Ehrlosen.

Voller Zorn schlug die Faust des Menekaners die Kerze von dem feinen Tuch welches über die Tischkante gelegt worden war. Die Augen brannten hell auf, die Luft um ihn herum begann zu flimmern - die Abschrift des Briefes verglühte vor ihm und man konnte das Zähneknirschen noch bis in die Krankenbetten der Heilanstalt hören.

Und wenn sie alle ihn hassen würden - er war MENEKANER. Und wenn sie alle versuchen würden ihn aus dem Kreis der Ehrbaren zu bannen - er war MENEKANER. Und wenn alle ihn ignorieren würden - die einzige Resonanz die von ernsthafter Relevanz war, soll auf ewig des Emirs Wort sein.


[URL=http://www.directupload.net][img]http://s10.directupload.net/images/101028/t3mzuxfc.jpg[/img][/URL]



"Ich schütze mein Land, meine Leute, meinen Emir, meinen Sultan. Ich habe den Erhabenen meine Treue geschworen, habe mein Herz an mein Land verloren. Ich habe die Sonne beobachtet, mit ihr hat mein Leben begonnen."

"Und so gilt es, der Wind trennt zart von hart."


...dachte sich der junge Menekaner als er vor dem Sarkophag Shirin's stand.

Verfasst: Mittwoch 15. Dezember 2010, 19:43
von Yaamal
Lange war er durch die Wüste gezogen, die er nun kannte wie seine Westentasche. Waren Wochen vergangen, Monate oder gar Jahre? Er hatte überhaupt kein Zeitgefühl mehr. Auch verblassten viele Erinnerungen zunehmend. Er fühlte sich nun als ein Wüstenwind.. ein Elementar daß durch die Wüste streifte und anderen Lebewesen Unheil bringen konnte, so sein Zorn erregt wurde

[img]http://w2.kunstnet.org/14284/sandsturm.jpg[/img]

Daß er mal ein Mensch aus Fleich und Blut war, hatte er irgendwie vollkommen vergessen oder verdrängt. Nur morgens wenn er in diesem ihm fremd gewordenen Körper wieder aufwachte, schaut er verwundert zu dieser ausgemergelten Gestalt. Abgemagert war er und schien fast nur noch aus Haut und Knochen zu bestehen.

Die ganze Zeit hatte er immer gefühlt daß sie da war, er wußte auch instinktiv wo sie war und eilte sogleich zu ihr. Immer wieder mögen Reisende in der Wüste das Bild der zwei Sandstürme gesehen haben. Zwei Windhosen , die sich so merkwürdig verhielten, die um ein ander umhertanzten, sich vereinigten und wieder aus einander gingen. Es war eine sehr intensive Verbindung, wie sie wohl ein normaler Mensch nachvollziehen nie je nachvollziehen könnte. Es war eine Vereinigung von Körper und Seele doch schlagartig von einem Tag auf den Anderen war sie fort! Keine Spur mehr von ihr zu sehen, nur noch das Gefühl der Leere daß sie hinterlassen hatte. Er suchte überall nach ihr, gegen besseren Wissens, denn er wüßte daß es sie nicht mehr gab. Sonst hätte er sie gar nicht erst suchen müssen. Doch wollte er sich dies nicht eingestehen und so ging die Suche weiter.. Langsam wurde er müde, die Kräfte gingen zu Ende.

So suchte er eines Tages die Ruinen des alten Palastes auf um dort ein wenig Ruhe zu finden. Die Räuber dort verdrückten sich gleich als sie merkten was da auf sie zu kam und so war er allein dort. Nach einem Weilchen schlief er ein, wurde jedoch unsanft geweckt. Eine Gruppe Räuber stand um den nackt auf einem abgewetzten Teppich liegenden herum. Sie verhöhnten ihn, wollten Gold von ihm, als er ihnen nichts geben konnte, weil er wirklich nichts aber auch gar nichts bei sich hatte, fingen sie an auf ihn einzuschlagen. Er versuchte sich zu konzentrieren, Sand wirbelte auf, er wollte sich wieder in einen Sandsturm verwandeln um die Räuber so in die Flucht zu schlagen. Doch einige der Schützen, zogen gleich ihre Bögen und Armbrüste als die erste Brise aufkam und unter dem Beschuß gelang es ihm einfach nicht sich zu konzentrieren, so daß er stöhnend und aus einigen Wunden blutend mit einem lauten Schrei zu boden ging...

Verfasst: Donnerstag 16. Dezember 2010, 16:46
von Cetem Falah
Cet'em freute sich wie immer als er Jumanah sah. Seine Verlobte schien im Aufbruch und so fragter
er sie wohin sie wolle, er hatte gerade seinen Dienst beendet und gedachte einige Stunden
mit ihr zu verbringen.
"Kakteen sammeln." antwortete sie und sah ihn keck an. "und wohin gehst du?"
"Dahin wo du hingehst." hatte er lachend geantwortet und seine Augen hatten amüsiert aufgeblitzt, als
er sie ansah.
Natürlich würde er sie nicht alleine in die Wüste gehen lassen, und wenn sie Kakteen brauchte,
sollte sie Kakteen sammeln.

Gemeinsam verliesen sie also die goldene Stadt, und Jumanah begann bereits damit die Stacheligen
Pflanzen an zu steuern und einige Triebe davon ab zu schneiden.
Mürrisch irgendwie stapfte er ihr nach. So hatte er sich den gemeinsamen Abend nicht wirklich vorgestellt gehabt.
Er wollte gerade etwas sagen als ein Schrei die Stille der Wüste durchbrach.
Jumanah hielt inne und sah ihn alarmiert an während er seinen Wüstenskorpion langsam zog.
"Hast du das auch gehört?" wisperte Jumanah unnötiger weise, denn sein gezogenes Schwert war
Antwort genug gewesen, und so ersparte er sich jene auch ersteinmal.
Langsam gingen sie weiter, der Richtugn des Schreis folgend, ohne weiter auf Kakteen zu achten die
ihren Weg säumten.
So kamen sie den Ruinen näher, und wurden sofort angegriffen.
Die unausgebildeten Strauchdiebe machten Cet'em keine Mühe und so erschlug er jene die sie Angriffen,
Jumanah in seinem Rücken haltend.
Zu seinem Glück taten die Männer sich auch nicht zusammen sondern griffen ihn fast einzelnd an.
Am liebsten hätte er über diese Dummheit gelacht, wäre er nicht froh darüber.
Ihm war wichtig das Jumanah nichts geschah, so versucht er immer sich zwischen sie und den Angreifern
zu schieben.

Es dauerte nicht lange bis dann auch hier alles ruhig war.
Dennoch hielt Cet'em die Umgebung im Auge. "Schau dich um vielleicht siehst du was!" meinte er
leise zu Jumanah und begleitete sie langsam, immer sicher gehend das niemand mehr da war der sie
angreifen konnte.
"Cet'em komm schnell her, hier liegt jemand." hörte er Jumanah rufen und war schon bei ihr als sie aus
einem der Zelte stolpert sich die Hand vor den Augen haltend.
Als er ins Zelt trat um nach zu sehen mochte er auch ihre Reaktion verstehen.
Vor ihm im Sand lag ein nackter Menekaner.
Yaamal!
Wie lange hatte Jumanah nach ihm gesucht wieviel Sorgen hatte sie sich um den Freund gemacht, der nun
so verletzt und abgemagert vor ihm lag.
Das der Mann schnellstens zu einem Heiler musste war ihm sofort klar geworden.
Drei Pfeile steckten in dessen Körper, und Cet'em wusste nicht ob er sie rausziehen oder abbrechen sollte.
Er war nun einmal verdammt nochmal kein Heiler.
Aber hatte er nicht mal gesehen wie sie einen Verletzten davontrugen und vorher die Pfeile nur
abbrachen? Dabei konnte er sicherlich nichts falsch machen, außerdem war Yaamal ja auch bewußtlos und würde
nichts davon mitbekommen was Cet mit ihm machte.
So brach er die Schäfte der Pfeile ab, hüllte den Freund in einen Umhang und hiefte ihn auf seine Schulter.
"Schnell wir müssen ihn zu einem Heiler schaffen."
Jumanah sah ihn blass an. "Ist es wirklich Yaamal?"
Es zog ihm das Herz zusammen als er ihren ängstlichen Blick begegnete. "Aiwa es ist Yaamal! Aber jetzt komm
beeilen wir uns!"

Gemeinsam eilten sie zurück zur Stadt und Jumanah besorgte eine Heilerin während Cet den Freund auf einen der
Betten legte und dann erklärte was er an Verwundungen hatte feststellen können.
Als Jumanah sofort heisse Suppe besorgte als er ihr sagte das Yaamal etwas kräftiges zu essen brauchte, frass
sich wieder diese Eifersucht in ihn hinein.
Sie bangte um den Freund, ihre Furcht war ihr an zu sehen und so fasste er sich ein Herz.
"Ich verstehe." hatte er leise gemeint. "Wenn er aufwacht und wieder da ist, werde ich euch nicht mehr im
Wege stehen, ich werde dem Emir das schon erklären."
Mit diesen Worten hatte er die Beiden stehen lassen, und war gegangen, doch Jumanah war ihm sofort
nachgeeilt, stellte ihn zur Rede.
Die Eifersucht zerfraß ihn, trieben ihm die Tränen in die Augen. Begriff sie nicht das er sie einfach nur
Glücklich sehen wollte?
Aber sie war Glücklich.
Glücklich mit ihm.
Das machte sie ihm einmal mehr wieder klar, und als er ihr dieses mal ihre Maske vom Gesicht zog um
sie an zu sehen ließ sie es zu.
Lange sahen sie sich an, versankgen in den Augen des Anderen als er sich dann vor sie hinkniete.
Er Ce’tem ibn Rashid Falah, kniete vor der Frau die sein Herz in den Händen hielt.
Vor der Frau die längst schon seine Verlobte war, aber auch weil es der Sultan befohlen hatte.
Hier und jetzt stellte er ihr zum ersten Mal die Frage, ob sie ihn auch heiraten wolle, und sie
antwortete mit einem Ja.
Überglücklich stand er wieder auf, die Hand fand den Weg zu ihrer Wange und obwohl sie schon so
lange verlobt waren, getraute er sich erst jetzt ihr einen allerersten sehr flüchtigen Kuss zu
stehlen.
Sein Glück war vollkommen, sein Glück war die Frau vor ihm.
So oft sie sich auch stritten, so speziell sie auch war, so war es doch auch genau das was
er an ihr mochte.

Gemeinsam und gefestigter traten sie zurück in das Heilerhaus.
Und Ce’tem war sich ihrer nun so sicher das er gar anbot Yaamal möge in seinem Hause aufgenommen werden
können.
Der gemeinsame Freund würde wieder Gesund werden. Dessen war er sich sicher, auch wenn es Zeit brauchen würde.

Verfasst: Donnerstag 16. Dezember 2010, 20:17
von Yaamal
Daß er von Cet'em zum Lazarett getragen wurde, bekam er gar nicht mit. Er wachte erst dort wieder auf. Cet'em und Jumanah erkannte er gar nicht. Wie immer schaut er nur verwundert auf seinen ausgemergelten Körper, den einige Verbänden zierten. Verwundert ob seiner Gestalt wollte er sogleich in seine eigene Liedstruktur eingreifen. Cet'em und Juman ah merkten wie ein Wind aufkam, einige Sandkörner wehten herbei als er Klänge der Luft und der Erde sammelte und bündelte um seine Gestalt zu verändern. Doch fehlte es ihm an Kraft die Verwandlung zu vollenden und er sackte wieder auf sein Bett zurück. Am Abend geschah dies einige male. auch am nächsten Tag als Nazeeya mit Fareed und Ameena da waren.

Irgendwie mußte ihm jemand wohl klar machen daß es keinen Sinn hatte, daß Rasheeda nicht mehr da war und die Lebenden ihn brauchten.

Verfasst: Donnerstag 16. Dezember 2010, 21:17
von Aalim Taahir Ifrey
Aalim war am vergangenen Tage am Brunnen sitzend, damit beschäftigt gewesen, dem Lied zu lauschen und es hatte nach wie vor keine Veränderungen enthalten. Er lauschte einige Male am Tage dem Lied genauer, schließlich dachte er sich, dass es nicht schlecht wäre, seine Umgebung durch das Lied ebenfalls wahr zu nehmen.

Nach einer Weile erhob er sich von der Bank auf der er saß und marschierte hinüber, direkt an den Brunnen. Er blickte ins Wasser, betrachtete den Menekaner darin, den er sah, er musste nachdenken. Als er sich umdrehen wollte, begrüßten Jumanah und Cet'em ihn freundlich, allerdings bemerkte Aalim einige Besorgnis in ihren Zügen. Sie teilten ihm mit, dass Yaamal im Heilerhaus lag. Aalim dachte zurück an den Tag, an dem er nach Menek'Ur Stadt zurückgekehrt war. Er schien sich an Yaamal, den Shojen zu erinnern, der mit den anderen Menekanern gegen die Froschbestien antrat, ihn aber nie wirklich kennengelernt hatte. Yaamal ist ein Ifrey, dachte er sich und entwickelte urplötzlich Besorgnis. Er muss ihm helfen, seinem Cousin und so kündigte er Cet'em und Jumanah seine Hilfe an.

Im Heilerhaus angekommen, blickte er auf den abgemagerten Yaamal, der wohl alles andere als ruhig schlafen konnte. Er wälzte sich und wirkte sehr schwach. Aalim trat an Yaamals Bett und betrachtete ihn mit großer Besorgnis. Als Yaamal kurze Zeit später aufwachte, bemerkte Aalim nicht nur Yaamals leere Augen, sondern auch dass sich eine Veränderung im Lied bemerkbar machte. Es kam ein Wind auf, Sand flog durch den Raum, Aalim erschrak, nicht wissend, was auf ihn zukommen mag. Er wandte sich dann an Yaamal und stellte sich ihm vor, versuchte ihn zu beruhigen, aber es klappte nicht. Im nächsten Moment nahmen die Veränderungen im Lied ab und Yaamal legte sich wieder, wie in Trance auf das Bett und sagte sehr schwach und leise "Raaasheeeedaaaa". Aalim wusste, dass es eine Rasheda in Menek'Ur gegeben hatte, doch wusste er nicht, wieso Yaamal sie rief.

Im nächsten Moment holte Aalim frisches kühles Wasser und ein Tuch, welches er Yaamal leicht durchtränkt in die Stirn legte. Yaamal beruhigte sich und sein schlaf wurde ruhiger. Aalims Besorgnis legte sich ein bisschen, ehe sich Jumanah und Cet'em wieder zu ihm gesellten. Aalim erläuterte ihnen was passiert war, auch sie konnten ihm von dem plötzlichen Wind erzählen. Aalim wurde nachdenklich. Er bat ihnen an, auf Yaamal die Nacht über aufzupassen. Nur kurze Zeit später waren Yaamal und Aalim wieder alleine. Aalim musste nachdenken, doch war er immer für seine Familie und in diesem Falle seinem Cousin da, schließlich war es ihm nicht nur wichtig, dass es seiner Familie gut erging, sondern war es auch seine Pflicht als Oberhaupt der Familie Ifrey.

Verfasst: Samstag 13. Oktober 2012, 11:34
von Yaamal Ifrey
Wieder ein mal war er fort gewesen.. Er konnte einfach nicht anders. Er MUSSTE sie Suchen, auch wenn die Hoffnung sie zu finden nur winzig klein war. Dennoch konnte er nicht anders. Und so verliess er seine Familie und sein volk zu einem Zeitpunkt wo sie ihn eigentlich dringend brauchten und zog in die Wüste.
Er dachte diesmal könne er es kontrollieren.. er wollte nur ihre Lieblingsstellen aufsuchen und dann schnell zurück in die Stadt und dort seinen Freunden gegen die merkwürdigen Kreaturen aus dem Meer beistehen..

Doch er hätte es besser wissen müssen und so kam alles ganz anders..
Wie beim letzten mal schon nahm die Zeit einfach einen ganz anderen Verlauf ab dem Moment wo er sich wieder in ein Sandelementar verwandelte und in die Wüste ging. Wobei gehen konnte man dies kaum nennen. er schwebte ehr über dem Boden und bewegte sich mit großer Geschwindigkeit zu einer ihrer Lieblingsoasen. Doch wo auch immer er suchte.. er fand keine Spur von ihr.

So wäre es nun eigentlich an der Zeit gewesen zurück zu kehren zu seinen Freunden und der Familie. Doch wieder war das geschehen was beim letzten Mal geschehen war.. wovor ihn damals Rasheeda eindringlich gewarnt hatte und wovor er selbst seine Schüler eindringlich gewarnt hatte.

Sehr schnell nahm man nicht nur die Gestalt des Elementars ein.. sonder auch sein ganzes Denken und Fühlen ordnete sich dem unter. Er war ein Elementar.. ein Wüstensturm. Der Gedanke an seine ehemals menekanische Gestalt. seine Freunde und Familie war zwar noch irgendwo in den hintersten Winkeln seines Bewußtseins.. doch es war nahezu vollständig verdrängt.

Und so irrte er weiter durch die Wüste.. getrieben von dem Wunsch sie wieder zu finden.. sich mit ihr wieder zu vereinigen. So vergingen Wochen.. Monate.. ja fast anderthalb Jahre..