Seite 1 von 1

Der des Nachts um's Haus schlich...

Verfasst: Sonntag 26. September 2010, 16:55
von Tristan Wulfram
Es war ein verdammt schlechter Tag für Tristan, nicht nur, dass er die ganzen Leichen in Bajard beseitigen musste, sondern auch weil der Markt spontan abgesagt wurde.
Das Kohlenfeuer im Werkeller knistert leise vor sich hin, als der Blonde Wehrsoldat sich seinem Kargen Morgenmahl widmet.
Etwas Fisch der noch vom Vorabend übrig blieb sowie das Übliche Trockene Wehrbrot lies sich mit einem Mund voll Zitronenmilch gut verspeisen, da jene das Brot aufweichte und den Fisch nur halb so grausam Schmecken lies.

Ein Kurzer Blick schweifte über die Soldkisten bis zur Uhr.
Scheiße..., fluchte er ganz Un-Tristanhaft als ihm die Realität wieder ins Gesicht schlug. Er musste wieder den Dienst antreten.
Leicht genervt spuckte er eine Fischgrete in den Raum und schritt die Steinernden Stufen herauf, dabei schon den Waffengurt festziehend.
Oben angelangt wurde der Hocker als Stufe missbraucht um so über den Tresen im Vorraum zu klettern.
Seine Schritte wanderten auch vergleichsweise Rasch bis zu seinem Ross, auf welches er ohne zu Zögern stieg um die Übliche Pattroullie durch das Dorf sowie das Einzugsgebiet zu führen, welches eigentlich nicht mehr zu Bajard gehört.

Etwas druck in die Flanke des Pferdes und es setzte sich in Bewegung, zu erst an der Bank vorbei, dann auch den Hafensteg entlang, bis herab zum Anwesen der Scherenbruecks.
Kurz darauf trabbte das Ross ruhigen Schrittes an der noch Leeren Taverne vorbei. Die Schankmaid entsorgte das Erbrochene vom Vorabend sowie auch die ganzen Flaschenreste. Meistens fanden jene ihren Weg in den kleinen Teich, welcher nicht anders Aussah als der Mageninhalt eines Thyren nach einem Polterabend.

Nun ritt er zu allererst die Handwerksalee bis zum Gasthaus von Tirell ab um dort nach dem Rechten zu Sehen. Stille.
Auch am Anwesen der baldigen Familie Quaas kam er vorbei und zog die Zügel zu seiner Linken um in die Gasse dort einzureiten, was ihm nach wenigen Momenten auch einen Ausschlaggebenden Ausblickt schenkte.

Banditen. Zwei.
Sie schlichen um das Haus herum und suchten wahrscheinlich ihn, was aber im Ersten Moment gar nicht von Relevanz war.
Viel eher sah er die Sicherheit von Selene bedroht und trat dem Pferd förmlich in die Seite, woraufhin es hervorschnellte.
Ehe sich der erste Bandit versah wurde er einfach niedergeritten und lag bewusstlos am Boden, der zweite Stürmte dann mit einer Keule bewaffnet um die Ecke, wohl seinem Kameraden helfen wollend, doch vergebens.

Tristan riss den Richten Fuß aus dem Steigbügel und trat ihm einfach "die Zähne in den Hals". Sein Fuß traf nicht den Kiefer, dafür aber die Strirn und er knallte nach hinten. Selbstverständlich blieb der Lärm nicht unbemerkt und Selene stürmte aus dem Haus.
Nach einer kurzen Erklärung nahm sie dann einen Glückspilz mit in das Heilerhaus, der andere wurde von Tristan den Weg entlanggeschliffen, bis nach Bajard.

Dort brachte ein Kamerad den Gast in Bravan's Besonderen Befragungsraum und erhielt von Tristan eine Liste von Dingen die er herausfinden sollte, einige Wichtig, andere doch vollkommen Sinnlos.
Was wollt ihr? Wo ist euer Anführer? Wer bezahlt euch? Wo sind die gefangenen Frauen? Was wollt ihr damit erreichen? und viele andere Fragen.

Der Raum wirkt beängstigend und düster, auf Tischen liegen verschiedene Folterinstrumente, aber auch an Ameisen und einigen Bienen im Leinensack wird es sicher nicht mangeln...