Die Schokoladenkönigin
Verfasst: Montag 20. September 2010, 22:05
Sie kam gerade von einer Jagd zurück und sortierte die verschiedenen Sachen in die Kiste, als sie ein Räuspern hörte, ganz nah, ganz leise. Sie schaute sich um, doch sie wusste sie war hier allein.
Wieder diese Stimme, leise, zärtlich, schmeichelnd. Und sie war in ihrem Kopf! Sie erschrak und auch wieder nicht. Irgendwie kam es ihr vertraut vor und so siegte rasch die Neugier über die aufsteigende Angst. Die Stimme fragte nach ihrem Namen, sie schmeichelte ihr, sie wirkte so verständig, so als verstehe sie alles, was sie bewegte.
"Ich bin Anele. Und wer bist du?"
"Ich bin ein Wanderer", bekam sie als Antwort.
Und dann fragte sie, ob sie sie kosten dürfe. Für einen Moment keimte Misstrauen auf. Kosten von ihrer schokoladenbraunen Haut. Nur einmal hatte Anele ein winziges Schlückchen von einer heißen Schokolade probieren dürfen und so war ihr der Geschmack noch nicht geläufig.
"Wie schmeckt Schokolade?" fragte sie.
"Wenn ich dich Schokolade kosten lasse, darf ich dann von dir kosten?" fragte die Stimme im Gegenzug. Anele stimmte zu, eingelullt von dieser Stimme, war sie sich sicher, dass ihr nichts geschehen würde.
Ein Hauch, eine zärtliche Berührung, dann bemerkte sie etwas in ihrem Schoß. Ein dunkelbraunes Stück. Sie fasste es an, es fühlte sich zart und schmelzend an, etwas davon blieb sogleich auf ihren Fingern zurück. Sie leckte einen Finger ab, lutschte, kostete. Dann biss sie hinein und eine unbekannte Fülle von Aromen überflutete ihren Gaumen. Genüsslich ließ sie dies kleine Stückchen auf Zunge und Gaumen vergehen: Süße, Vanille, Bitterkeit, Zartheit, Schmelz. All dies spürte sie in diesem Moment und war ganz entzückt über diese Erfahrung.
"Darf ich dich nun kosten? Wirst du dein Wort halten?" fragte die Stimme wieder.
Anele nickte: "Ja."
Und dann ein flüchtiger Hauch, eine kurze Berührung ihrer Lippen, kaum wahrnehmbar und doch süßer noch, als die Schokolade, die sie zuvor gekostet hatte. Sie fühlte sich warm, geborgen und glücklich in diesem Moment.
Als dieser kurze Moment vorrüber war, fragte sie: "Woher kommst du? Was machst du? Bist du ein Gott?" Doch ein Kichern nur von der Stimme. Sie sei einst ein Mensch gewesen, den die Neugierde zu weit fortgetrieben hätte und nun wolle sie nochmals spüren, was sie verloren hat, in Einsamkeit und Dunkelheit herumirrend. Und dass sie nun weiter müsse.
"Leb wohl, Schokoladenkönigin", damit verschwand dies Wesen so wie es gekommen war. Die Wärme und Geborgenheit schwanden und sie roch wieder den salzigen Duft des Meeres, der durch die Ritzen ihrer Hütte hereindrang.
Ein merkwürdiges Ereignis und doch hoffte sie auf ein Wiederspüren - eines Tages.
Wieder diese Stimme, leise, zärtlich, schmeichelnd. Und sie war in ihrem Kopf! Sie erschrak und auch wieder nicht. Irgendwie kam es ihr vertraut vor und so siegte rasch die Neugier über die aufsteigende Angst. Die Stimme fragte nach ihrem Namen, sie schmeichelte ihr, sie wirkte so verständig, so als verstehe sie alles, was sie bewegte.
"Ich bin Anele. Und wer bist du?"
"Ich bin ein Wanderer", bekam sie als Antwort.
Und dann fragte sie, ob sie sie kosten dürfe. Für einen Moment keimte Misstrauen auf. Kosten von ihrer schokoladenbraunen Haut. Nur einmal hatte Anele ein winziges Schlückchen von einer heißen Schokolade probieren dürfen und so war ihr der Geschmack noch nicht geläufig.
"Wie schmeckt Schokolade?" fragte sie.
"Wenn ich dich Schokolade kosten lasse, darf ich dann von dir kosten?" fragte die Stimme im Gegenzug. Anele stimmte zu, eingelullt von dieser Stimme, war sie sich sicher, dass ihr nichts geschehen würde.
Ein Hauch, eine zärtliche Berührung, dann bemerkte sie etwas in ihrem Schoß. Ein dunkelbraunes Stück. Sie fasste es an, es fühlte sich zart und schmelzend an, etwas davon blieb sogleich auf ihren Fingern zurück. Sie leckte einen Finger ab, lutschte, kostete. Dann biss sie hinein und eine unbekannte Fülle von Aromen überflutete ihren Gaumen. Genüsslich ließ sie dies kleine Stückchen auf Zunge und Gaumen vergehen: Süße, Vanille, Bitterkeit, Zartheit, Schmelz. All dies spürte sie in diesem Moment und war ganz entzückt über diese Erfahrung.
"Darf ich dich nun kosten? Wirst du dein Wort halten?" fragte die Stimme wieder.
Anele nickte: "Ja."
Und dann ein flüchtiger Hauch, eine kurze Berührung ihrer Lippen, kaum wahrnehmbar und doch süßer noch, als die Schokolade, die sie zuvor gekostet hatte. Sie fühlte sich warm, geborgen und glücklich in diesem Moment.
Als dieser kurze Moment vorrüber war, fragte sie: "Woher kommst du? Was machst du? Bist du ein Gott?" Doch ein Kichern nur von der Stimme. Sie sei einst ein Mensch gewesen, den die Neugierde zu weit fortgetrieben hätte und nun wolle sie nochmals spüren, was sie verloren hat, in Einsamkeit und Dunkelheit herumirrend. Und dass sie nun weiter müsse.
"Leb wohl, Schokoladenkönigin", damit verschwand dies Wesen so wie es gekommen war. Die Wärme und Geborgenheit schwanden und sie roch wieder den salzigen Duft des Meeres, der durch die Ritzen ihrer Hütte hereindrang.
Ein merkwürdiges Ereignis und doch hoffte sie auf ein Wiederspüren - eines Tages.