Meine Männer, meine Flucht und ich.
Verfasst: Sonntag 19. September 2010, 21:39
Lauf, Philo, Lauf!
Man, ihr glaubt gar nicht, wie froh ich war, als ich das Schiff verlassen konnte. Endlich wieder festen Boden unter den Füßen und meine Freiheit wieder. Das Kribbeln in meinen Armen ließ kaum nach, das Adrenalin, welches sich ständig in mir ausgebreitet hatte, war noch immer zu spüren. Es gab nichts schlimmeres für mich als Schifffahren. Naja, doch. Enge Räume. Und beides in Kombination konnte eine echte Furie aus mir machen.
Ich schaffte es in den ersten Momenten nicht einmal, nach Luft zu schnappen. Als die frische Luft dann doch in meine Lungen strömte, merkte ich, dass es doch etwas kühler war mittlerweile. Genau jetzt ärgerte ich mich darüber, dass ich meine Kleidung auf dem Schiff zurück gelassen hatte. Aber jetzt war ich hier in einem Fischerdorf namens Bajard. Das hatte mir der Kapitän des Schiffes zumindest gesagt.
Nachdem ich mich meiner Euphorie hingegeben hatte und endlich wieder zur Ruhe kommen konnte, ließ ich es mir nicht nehmen, das Dörfchen zu erkunden. Es gab wenige kleine, aber feine Häuschen. Eine Bank, eine Taverne, Bauernhöfe und einen Leuchtturm. Mehrere Stände mit Händlern, die ihre Waren anpreisen wollten.
Ich steuerte jedoch auf die Bank zu, dort erhoffte ich mir eine kompetente Hilfe. Ich wollte mir neue Kleidung zulegen und hoffte, dass sie mir weiterhelfen konnte. Ich verstaute einige meiner verbliebenen Utensilien in meiner Truhe (unter anderem ein Buch über meine Verflossenen) und ließ diese einlagern. Und wie in jeder Erzählung kommt hier nun die dramatische Wendung...
Vielleicht sollte ich als Vorgeschichte kurz erzählen, dass ich meine Jugendliebe mit 14 Jahren verloren hatte. Meine Eltern hatten nach dem Fauxpas des Erwischens einer angehenden leidenschaftlichen Nacht alle Hebel in Bewegung gesetzt, dass ich ihn nie wieder sehen sollte. Ich konnte mich nicht einmal verabschieden und habe ihn natürlich nie wieder gesehen. Das allein sorgte dafür, dass mein kleines, zartes und unschuldiges Herz zerbrochen wurde. Ich wurde verstoßen, von einer Familie erzogen, mit denen ich nicht klar kam und überhaupt wurde ich nur deswegen zu dem, was ich bin: Eine verlogene, kleine, miese Ratte, die nichts anderes in ihrem Leben vor hatte, als arme unschuldige Männer auszubeuten. Ich musste schmunzeln, immerhin hatte ich mir fest vorgenommen, dass ab jetzt alles anders werden würde. Mal sehen, wie lange mein Vorsatz andauert.
Aber zurück zur dramatischen Wendung: Ich stand dort also in der Bank, als ich die Türe aufgehen hörte und ein Volltrunkener etwas vor sich her murmelte. Ich kümmerte mich erst um meine Truhe und sah dann zurück. Man kann sich ja in etwa vorstellen, was nun passiert ist. Ich habe in seine Augen gesehen. Ich dachte zuerst, ich hätte Halluziinationen von der langen Schifffahrt. Aber ich stand tatsächlich neben ihm. Kaum zu glauben. Nach so langer Zeit. Aber wie hieß es so schön: Man sieht sich immer zweimal im Leben. Aber sein Gesichtsausdruck war auch nicht ohne. Es schien wirklich alles perfekt zu laufen ... und das war schön.
[img]http://www.marlies-glase.de/Bilder/steg.jpg[/img]
Man, ihr glaubt gar nicht, wie froh ich war, als ich das Schiff verlassen konnte. Endlich wieder festen Boden unter den Füßen und meine Freiheit wieder. Das Kribbeln in meinen Armen ließ kaum nach, das Adrenalin, welches sich ständig in mir ausgebreitet hatte, war noch immer zu spüren. Es gab nichts schlimmeres für mich als Schifffahren. Naja, doch. Enge Räume. Und beides in Kombination konnte eine echte Furie aus mir machen.
Ich schaffte es in den ersten Momenten nicht einmal, nach Luft zu schnappen. Als die frische Luft dann doch in meine Lungen strömte, merkte ich, dass es doch etwas kühler war mittlerweile. Genau jetzt ärgerte ich mich darüber, dass ich meine Kleidung auf dem Schiff zurück gelassen hatte. Aber jetzt war ich hier in einem Fischerdorf namens Bajard. Das hatte mir der Kapitän des Schiffes zumindest gesagt.
Nachdem ich mich meiner Euphorie hingegeben hatte und endlich wieder zur Ruhe kommen konnte, ließ ich es mir nicht nehmen, das Dörfchen zu erkunden. Es gab wenige kleine, aber feine Häuschen. Eine Bank, eine Taverne, Bauernhöfe und einen Leuchtturm. Mehrere Stände mit Händlern, die ihre Waren anpreisen wollten.
Ich steuerte jedoch auf die Bank zu, dort erhoffte ich mir eine kompetente Hilfe. Ich wollte mir neue Kleidung zulegen und hoffte, dass sie mir weiterhelfen konnte. Ich verstaute einige meiner verbliebenen Utensilien in meiner Truhe (unter anderem ein Buch über meine Verflossenen) und ließ diese einlagern. Und wie in jeder Erzählung kommt hier nun die dramatische Wendung...
Vielleicht sollte ich als Vorgeschichte kurz erzählen, dass ich meine Jugendliebe mit 14 Jahren verloren hatte. Meine Eltern hatten nach dem Fauxpas des Erwischens einer angehenden leidenschaftlichen Nacht alle Hebel in Bewegung gesetzt, dass ich ihn nie wieder sehen sollte. Ich konnte mich nicht einmal verabschieden und habe ihn natürlich nie wieder gesehen. Das allein sorgte dafür, dass mein kleines, zartes und unschuldiges Herz zerbrochen wurde. Ich wurde verstoßen, von einer Familie erzogen, mit denen ich nicht klar kam und überhaupt wurde ich nur deswegen zu dem, was ich bin: Eine verlogene, kleine, miese Ratte, die nichts anderes in ihrem Leben vor hatte, als arme unschuldige Männer auszubeuten. Ich musste schmunzeln, immerhin hatte ich mir fest vorgenommen, dass ab jetzt alles anders werden würde. Mal sehen, wie lange mein Vorsatz andauert.
Aber zurück zur dramatischen Wendung: Ich stand dort also in der Bank, als ich die Türe aufgehen hörte und ein Volltrunkener etwas vor sich her murmelte. Ich kümmerte mich erst um meine Truhe und sah dann zurück. Man kann sich ja in etwa vorstellen, was nun passiert ist. Ich habe in seine Augen gesehen. Ich dachte zuerst, ich hätte Halluziinationen von der langen Schifffahrt. Aber ich stand tatsächlich neben ihm. Kaum zu glauben. Nach so langer Zeit. Aber wie hieß es so schön: Man sieht sich immer zweimal im Leben. Aber sein Gesichtsausdruck war auch nicht ohne. Es schien wirklich alles perfekt zu laufen ... und das war schön.
[img]http://www.marlies-glase.de/Bilder/steg.jpg[/img]