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Eine weiße Feder...

Verfasst: Sonntag 11. Dezember 2005, 16:47
von Kayleigh Reingond
Diese Augen... Soeben wollte sie die Taverne zu Bajard nach genossenem Mahl zusammen mit Louis verlassen. Als sie die Hand an die Klinke legte wurde die Tür von aussen geöffnet und sie trat einen Schritt zurück. Der Blick der sie von eben Eingetroffenen fixierte ließ sie erstarren. Leuchten blitzte unter der tief ins Gesicht gezogenen Kapuze hervor. In schrecklicher Faszination starrte sie ihn an, nicht fähig den Blick abzuwenden. Auch als Louis aus der Ferne ihrer Wahrnehmung zu ihr sprach, sie aufforderte mit hinaus zu kommen, vermochte sich nicht sich von dem Mann abzuwenden. Alles andere um sie schien nicht existent.

Eine grüne Maske konnte sie erkennen, als der Mann sich von ihr abwandte und auf einer der Bänke Platz nahm. Sehr langsam waren seine Bewegungen, als er seinen Stab an den Tisch lehnte und den Kopf langsam wieder in ihre Richtung drehte. Wieder sah er zu ihr. Fixierte sie mit unter der Kapuze hervorblitzenden Augen. Mit der rechten Hand nach der Türklinke suchend starrte sie ihn an. Erneute Aufforderungen Louis'. Sich der Tür zuwendend sah sie sich noch immer nicht in der Lage den Blick von ihm abzuwenden... Irgendetwas schien er unter seiner Robe zu verbergen, auf dem Rücken war sie unnatürlich ausgebeult. Doch zu näherer Betrachtung kam es nicht, Louis zog sie sanft am Ärmel aus der Taverne.

Louis sprach zu ihr, doch auch draußen meinte sie den Blick des Mannes zu spüren und starrte zur geschlossenen Tür. Plötzlich wurde sie aufgestossen und der Mann trat hinaus. Sie wich ein paar Schritte rückwärts als er die Stufen hinabkam. Langsam und bedrohlich wirkten seine Bewegungen als er sich zwischen ihr und Louis hindurchschob.

Sie sah ihm nach, als er an einem der Tische die draussen standen stehen blieb und einen kleinen Gegenstand darauf legte. Kay versuchte zu erkennen was es war, der Mann drehte kurz den Kopf zur Seite und sie sah erneut ein merkwürdiges verschiedenfarbiges Leuchten unter der Kapuze. Kurz darauf verschwand er und Kay ging näher an den Tisch. Was war das? Eine Feder? Sie nahm sie zwischen Zeigefinger und Daumen und drehte sie darin. Nicht verstehend sah sie in die Richtung in die der Mann verschwunden war, achtete nicht auf Louis der von einer Frau aufgehalten wurde die ihn ansprach. Sie ging am Friedhof vorbei auf die Straße zu und sah sich um, die Feder fest in der Hand haltend.

Nichts war von dem Mann zu sehen. Die Blicke auf die Feder gerichtet, dreht sie sich ratlosen Gesichtsausdruckes wieder um, den gespannten Bogen mit einem Pfeil auf der Sehne und auf sie gerichtet nicht wahrnehmend. Als sie das Zischen vernahm war es bereits zu spät. Das bekannte Geräusch des Pfeils der durch die Luft saust zwar erkennend und sich instinktiv fallen lassend erwischte sie der Pfeil trotz allem hart in der Schulter und schmetterte sie zurück. Ein überraschter dumpfer Schrei, dann ging sie hart zu Boden. Nicht verstehend was da soeben passierte, den Schmerz ignorierend rappelt sie sich auf und taumelt einige Schritte in die Richtung in die der Mann lief nachdem er den Schuß auf sie abgab. Er verschwand von seiner Position neben dem Heilerhaus in Richtung der Stadttore und sie krallte sich in die Hecke des Friedhofes, taumelnd und mit schmerzverzerrtem Gesicht. Da war er! Auf der anderen Seite des Friedhofs sah sie ihn stehen!

Sie wollte hinterher, wollte ihn erwischen, doch ihre Beine versagten ihr den Dienst, sie rutschte an der Hecke hinab zu Boden, kämpfte gegen die Ohnmacht an, die sie in ihre schwarze kalte Umklammerung ziehen wollte. Aus der Ferne nahm sie dumpfe Worte wahr, ein Mann stand plötzlich neben ihr, sie sah wie seine Lippen sich bewegten doch hörte sie nicht was er sagte. Dann drehte sie den Kopf wieder in Richtung der gegenübeliegenden Seite, doch der Mann war nicht mehr zu sehen. Verschwunden. Sich mühsam in einer aufrechten Position haltend redete sie auf den Mann neben ihr ein. Er wollte ihr scheinbar helfen, stützte sie. Aber sie konnte doch nicht zulassen daß der Attentäter entkam. "Ich muß hinterher!" Der Mann hielt sie an der gesunden Schulter zurück, Kay versuchte sich gegen die HIlfe zu wehren, doch ob der erneuten Kraftanstrengung begann sich der schwarze Vorhang vor ihren Augen zu schließen...

Bewußtlos sank sie zu Boden...

Verfasst: Sonntag 11. Dezember 2005, 18:29
von Elathalion
Langsam ging ein dunkel gekleideter fremder in Richtung der Taverne in seiner linken fest im griff einen Schwarzen Stab. Als der fremde dem ersten Tisch draußen an der Taverne näherte, schaute er sich langsam um. Seine Bewegung schienen langsam und vorsichtig zu sein. Keine Lebewesen erblickte er gleich darauf senkte er seine freie hand, die geschützt durch einen Lederhandschuh war auf die Holz Bank. Mit einer ziehenden Bewegung streift er über die ecke der Holz Bank und vernimmt leicht die Einkerbung des Pfeils das die spitze hinterlassen hatte als sie sich tief hinein grub. Leicht Amüsiert grinste er unter seiner Mundmaske und wendete sich der Tavernen Türen.

Mit einen kräftigen griff umschlingt er die Türgriff und begann es aufzureißen, eine fremde Frau schreckte zurück. Seine beiden Augenbrauen des Fremden senkten sich und blickt kurz schweift hinein in die Taverne, dabei blickte er schweifend zu der Frau und wendete langsam sein kopf zu seiner rechten. Wo der fremde Mann stand, auch ihn blickte er nur kurz schweifend an. Als der fremde ein leichten überblick verschafft hatte blickte er sich nun der Frau zu, musternd blickte er aus dem schatten seiner Kapuze sie an. Als seine Augen zu ihren hellen grünen Augen erblickte scheint er zu versuchen in ihre Seele zu blicken zu ausgiebig blickte er in ihre leicht zaubernden grünen Augen. Durch die Kerzen in der Taverne schien man manchmal zwei unterschiedliche Farben unter dem Schatten der Kapuze zu erblicken das linke schien grün das rechte blau zu sein. Eine Ewigkeit schien zu verweilen, doch war die Begegnung nur wenige Wimpern schlage lang. Langsam wendete der dunkel gekleideter sich zur sitz Bank an der ecke der Taverne, bevor er sich langsam hinab setzte begann er sein Stab gegen den holz Tisch anzulehnen und schaute herab zu Boden. Nach einiger Zeit wendete er sein blick zu seiner linken und erblickt dort immer noch die Frau. Wie in ein bann gezogen blickt sie zu ihn herüber, langsam hebt er sein kopf an, so das sie leichter in seinen Gesicht vermag zu blicken. Doch wirbelnd schien das Licht gegen die Dunkelheit anzukämpfen und vermag den Schatten unter der Kapuze nicht richtig verbannen zu können, jedoch vermag das kerzenlicht der Taverne ab und zumal seine Augen aufblitzen zu lassen. So sah sie trotz dem schatten der sein Gesicht verbarg denoch in seine seltsamen Augen. Langsam bewegte der fremde erneut schleifend über den Rand des Holztisches, bis er zu sein angelehnten Stab gelangte. Langsam hebt er sich mit der Hilfe des Stabes als stütze von der Bank sein blick scheint immer noch an ihr Gesicht zu verweilen. Als der fremde stand, begann der Herr der die Frau begleitet, zwischen den beiden zu gehen. Wie eine schere die ein band zerschnitten hatte wirkte seine Bewegung zwischen den beiden. Mit einen leicht erhöhten ton sprach sie zu der Frau das sie nun gehen wollen. Leicht erhebt er seine hand und wollte versuchen ihn daran zu hindern zu gehen doch seine Bewegungen wirkten langsam so das es zu spät wahr und die beiden gingen raus und Schlossen hinter sich die Türen.

Mit schnellen schritten folgte er sie und riss erneut die Türen auf dort standen die zwei in seinen blick. Langsam drängelte er sich zwischen den beiden hindurch und griff dabei in seine Tasche und legte eine weiße Pfeder auf den holz Tisch wo sein erstes Opfer siezte und ging langsam den weg hinauf. Als er zu dem Teich angekommen wahr versuchte er sich hinter den Baum zu verbergen, und blickte wie ein Jäger der seine Beute gefunden hatte in Richtung der zwei fremden. Einige Wimpern schlage erblickte er das die Frau alleine in den Seiten gasen der Häusern ging, mit ein leichten nicken ging er aus sein versteck hinaus und folgte ihr kurz. Als sie inne hielt schaute er sich an der ecke des hause noch mal sorgfältig um wo der Begleiter wahr und ob noch weiter zu erblicken wahren. Als er jedoch nichts erblickte begann er seine Robe über sein kopf zu ziehen und legte es auf den Boden. Langsam blickte er aufmerksam zu der Frau in den Seitengassen herüber und nahm sein Bogen zur hand den er an der rücken befestigt hatte. Langsam spannte er seinen Dunklen Schwarzen Pfeil den er aus der Tasche nahm, sowie die Nacht schien die Farbe des Pfeiles zu haben und spannte es langsam um so keine größeren gerausche zu verursachen. Mit Zuversicht begann er sein Auge zu Schließen und zielte. Doch plötzlich wendete die Frau sich und blickte ihn an. In seinen kopf schossen einige Gedanken doch wahren es nur ein Wimpern schlag vergangen bevor er die sehne des Bogens losgelassen hat und es mit ein zischenden gerausche bekleidet wurde. Die Pfeilspitze grub sich in die Schulter der Frau, ohne jeglichen weiteren blicken nahm er die Robe und den Stab wieder zur hand und schulterte davor sein bogen. Mit schnellen schritte begann er um den Friedhof zu laufen und blickte sich nochmals hektisch um ob jemand ihn dabei erblickt. Als er auf der anderen Seite des Friedhofes angekommen war blickte er noch einmal zurück und sah die Frau wie sie sich an der Hecke klammerte. Mit einer kurzen Umdrehung verschwand der fremde vor ihren blicken und streifte die Robe schnell über und ging aus Bajard hinaus. Nur noch ein leichtes murmmel wahr von ihn zu vernehmen was jedoch nicht zu verstehen wahr, es schien als würde er mit sich selber reden nur ein wort wahr immer zu vernehmen in seinen schnellen worten zu sich selbst. "Chaos"

Verfasst: Montag 12. Dezember 2005, 12:45
von Kayleigh Reingond
Dumpfe Stimmen um sie herum, jemand der ihren Mantel öffnet, stechende Schmerzen. Diese Augen…

Kayleigh öffnet die Augen, blinzelt. Versucht ihre Umgebung wahrzunehmen, kein leichtes Vorhaben, denn alles scheint Verschwommen um sie zu tanzen. Sie will sich mit der linken Hand an die Stirn fassen, doch der stechende Schmerz, der daraufhin aus dem Zentrum der Wunde in ihrer Schulter prescht, hindert sie daran. Sie stöhnt auf, verzieht das Gesicht und dreht den Kopf nach links, richtet den Blick auf den dicken Verband, der mit einem Gürtel fixiert ist. Blut drückt sich schon durch die obere Schicht, scheinbar sollte er gewechselt werden. Stöhnend wendet sie den Kopf auf die andere Seite, sieht an sich hinunter, das hellblaue Hemd voll von getrocknetem Blut.

Langsam rollt sie sich nun auf die rechte Seite, schiebt die Beine über die Bettkante und stellt die Füsse auf den Boden, wonach sie sich schwerfällig in eine aufrechte Position schiebt. Leicht taumelnd sieht sie sich erneut um, nun die Umgebung besser wahrnehmen könnend. Zuhause… Sie lag in ihrem eigenen Bett. Bildfetzen rasen durch ihren Kopf, der Pfeil der auf sie zusaust, der Mann, seine seltsamen Augen, ihre Ohnmacht, dann wie sie in ein Haus getragen wird, von Menschen die sie nicht kannte, dann wieder Ohnmacht, Rafael, wie er neben ihrem Bett steht, ihr die Strähne aus dem Gesicht streicht, dann aus dem Haus getragen wird, der Mustang auf dem sie an Rafe gelehnt nach Hause gebracht wurde, Louis, der die ganze Zeit bei ihr blieb.

Ihrer Sinne noch nicht wieder mächtig rutscht sie ein Stück nach vorn, auf die Kante des Bettes. „Raus… Frische Luft…“ Sie erhebt sich, schwankt, stützt sich an der Wand. Hebt den Mantel auf und schlüpft umständlich mit dem rechten Arm hinein, legt sich den linken Teil des Mantels auf die verletzte Schulter. Sie öffnet die Tür, stolpert fast die Treppen hinunter und lässt sich neben dem Haus auf die Bank fallen. Lehnt sich an die Hauswand und verharrt so eine ganze Weile. Angestrengt versucht sie Ordnung in die ihr durch den Kopf huschenden Bilder zu bekommen. Wieder sieht sie seine Augen vor sich… Sie atmet ein paarmal tief durch, erhebt sich dann wieder und geht den Weg an Rafaels und Linas Haus vorbei, Richtung der Stadttore Varunas.

Sie wollte Lina finden… Der Verband mußte gewechselt werden, außerdem konnte sie nicht einfach im Bett liegenbleiben. Sie mußte mit Rafe reden. Die Blicke der Wachen ignorierend, die mit großen Augen beobachteten wie sie die Treppe wankend empor schlich, sich dabei am Geländer stützend, läuft sie gen Brunnen. Erschöpft lehnt sie sich an einen Laternenpfahl, blickt zum Marktplatz, auf dem reges Treiben herrscht. Erneut ihre Kräfte sammelnd versucht sie in der Menschenmenge ein bekanntes Gesicht auszumachen, doch niemand ihrer Leute ist zu sehen. So lässt sie sich auf die Bank nieder, die dem Markt zugewandt ist. Sie versucht sich gerade auf der Bank zu halten, sinkt immer wieder in sich zusammen.

Dem emsigen Treiben der Marktteilnehmer scheint dies nicht ganz zu entgehen, bleibt doch hin und wieder jemand stehen, ihr besorgte Blicke zuwerfend, oder kopfschüttelnd ob ihrer Haltung, die man sicher bei Betrunkenen so sehen würde, manche flüsterten. Als eine ihr irgendwie bekannt vorkommende Stimme ihren Namen ruft, wandte sie den Kopf in diese Richtung, sieht schräg hinter sich nach oben und lächelt schwach. Darion…

Verfasst: Montag 12. Dezember 2005, 20:53
von Darion Elianor
Nach Tagen des Umherziehens in Einsamkeit entschied sich Darion am letzten Tage der Woche nun doch die Gesellschaft der anderen Bewohner Gerimors zu suchen, auf die er die letzten Tage nur allzugut verzichten konnte. So schlenderte er gemütlich träge ohne Ziel durch die Südtore von Varuna zum Marktplatz hin. Schon auf dem Wege dorthin versuchten einige Wanderhändler ihm ihre Waren anzupreisen, mal blieb er interessiert stehen, mal lief er nach einer kurzen Geste weiter zum Markt. Hektische Betriebsamkeit bei den Händlern und gefeilsche auf der Seite der Käufer prägten das typische Marktbild, umrandet von den farbenfrohen Stoffdächern der Marktsände.

Auf einige Entfernung hin erblickte er die Farben der Allianz und begab sich langsamen Schrittes in Richtung der kleinen Gruppe aus Angurern und Menschen die bei dem Gildenfreund standen. Als er die Größe der Person und die Haare sah, war ihm gleich klar, wen er dort am Brunnen auf der Bank antreffen würde. Frohen Schrittes ging er Richtung Bank, mit einem Lächeln auf den Lippen. Plötzlich blieb er einen Moment stehen. Seltsam erschien ihm die Körperhaltung, Kayleigh hatte er noch nie gebeugt gesehen, stets trug sie ihren Kopf aufrecht auf ihrem kleinen Körper. Schnell lief er auf die Bank zu und als er die Situation erfasste und erkannte, dass Kayleigh wohl verletzt sein musste rief er ihren Namen.

Kraftlos drehte sie ihren Kopf in seine Richtung und setzte ein gezwungenes Lächeln auf, was eigentlich nicht ihrer quirligen Art entsprach. Die wenigen Personen, die sich um ihr Schicksal sorgten, verschwanden sofort, als sie Kayleigh in der Hand eines Allianzbruders wussten. Auf die Frage hin, was denn passiert sei, erzählte sie die Geschehnisse der letzten Stunden. Den Angriff, die Versorgung und den Ausbruch aus ihrem Bett. "Typisch Kayleigh" dachte sich Darion. "Bleib ruhig sitzen, ich hole sofort Hilfe" sagte er zu ihr. "Ich brauche einen Gardisten, die haben sicher irgendwo einen Heilkundigen in der Hinterhand" schoss es ihm durch den Kopf. Sofort machte er sich auf die Suche nach einem Gardisten, der ihm helfen konnte. Keiner der Gardisten wusste ihm zu helfen und einen Offizier konnte er nicht finden. Oder es war keiner da. Was auch immer, das würde nicht funktionieren. Dem sonst so ruhigen jungen Mann war der Stress, in den ihn diese Siutation drückte, deutlich anzusehen. "Ich finde schon einen Heiler, sorge dich nicht" sprach er mit einem Blick auf ihren durchblutenden Verband. Er wusste nicht genau, wen er eher beruhigen wollte, sie oder sich selbst. Aus dem Augenwinkel sah er eine vertraute Person über den Marktplatz reiten. "Rafael ! Rafael hat ein Pferd dabei, er kann sicher einen Heiler finden und ich muss Kayleigh nicht länger alleine lassen" schoss es ihm durch den Kopf.

Er rief den Ritter zu sich, der ob der Eregnisse der letzten Stunden bescheid wusste. Auch ihm war das Entsetzen über die Situation, in die Kayleighs Dickkopf sie gebracht hatte, ins Gesicht geschrieben. "Keine Fragen, einen Heiler, schnell" sprach Darion knapp. Rafael hatte die Ernsthaftigkeit der Situation begriffen und entfernte sich eiligen Schrittes um einen Heiler zu finden. Worte des Trostes und der Aufmunterung sprach Darion um die sichtlich gezeichnete Kayleigh etwas aufzubauen. Im inneren machte ihn seine Unfähigkeit ihre Wunden zu versorgen schier verrückt. Als Rafael dann mit der Heilerin zurückkam, machte sich schnell Misstrauen in ihm breit. "Wer ist diese Heilerin ? Ist sie vertrauenswürdig ? Kann ich zulassen, dass sie Hand an Kayleigh anlegt ?" diese Fragen stellten sich ihm schnell und sein Verhalten blieb auch der Heilerin nicht verborgen. Nach einer kurzen Auseinandersetzung begriff Darion, dass er wohl keine andere Wahl hatte, als der Heilerin aus dem Weg zu gehen, auch wenn er dies mit Unbehagen tat. Seine Augen wanderten stets zwischen den Augen von Kayleigh und den Händen der Heilerin, jede ihrer Handgriffe kritisch beäugend, hin und her. Als die Heilerin dann ihre Utensilien zum Nähen der Wunde auspackte, spürte er die Angst, die seine Allianzschwester hatte. Ihre Hand krallte sich in seine Robe und sein Kragen zog sich tief in seinen Nacken unter ihrem Zug. Er nahm ihre Hand und versuchte ihren mittlerweile kraftlosen Körper zu stützen.

Nachdem die Heilerin ihren Dienst vollbracht hatte, half Darion der entkräfteten Kayleigh zu Rafael aufs Pferd zu steigen um zu Angelinas Haus zu reiten und ihr dort ihre Schlafstätte für die Nacht zu bereiten. Schnellen Schrittes lief er neben dem Pferd her, mit einem Auge auf dem mittlerweile dunklen Weg der vor ihm lag, mit dem anderen bei Kayleigh.
Endlich beim Hause von Angelina angekommen, half er ihr beim absteigen, ihr kleiner Körper fiel in seine Arme, kaum noch kräftig genug, sich auf ihren kurzen Beinen zu halten. Rafael öffnete die Türe und klärte Angelina über den Verlauf von Kayleighs Verletzung auf. Gestützt auf Darions Arm hangelte sich Kayleigh an den Briefkästen entlang zur Türe. Er hätte sie gerne getragen, aber er wollte Kayleigh nicht zu nahe treten. Die sonst so kraftvolle Schützin stand immer auf eigenen Beinen, ihr ganzes Leben lang, er zweifelte, ob sie überhaupt getragen werden wollte. So sützte er sie so gut er konnte auf ihrem beschwerlichen Fussweg zum Bett im Haus. Als sich Angelina um Kayleigh kümmerte, wusste er sie in guten Händen und zum ersten mal seit dem Treffen am Brunnen konnte er wieder einen zuverischtlichen Blick aufsetzen.

Bis ihn Angelina aufforderte das Haus nun zu verlassen, so dass Kayleigh einschlafen konnte, hielt er ihre kleine Hand. Wenig Worte wurden gesprochen, da sie kaum ein Wort über die Lippen brachte. Als er das Haus verliess, ordnete er seine Gedanken. Was war passiert ? Was war mit ihm passiert ? In Gedanken ging er die Geschehnisse die ihm wiederfahren waren durch. Als er in den sternenklaren Himmel blickte, bekam er von den Gesprächen um ihn herum nicht viel mit. "Kayleigh ist das wichtigste, ich muss sie beschützen, egal was passiert...." dachte er sich. In diesem Moment entfachte ein kleiner Kampf in seinem Herzen.