Wirklich geworden, was Traum geglaubt war
Verfasst: Sonntag 5. September 2010, 13:41
Eine regennasse Ankunft - und doch.. Ankunft
Mit den ersten Schritten war er also auf dem matschigen Boden, der die gesamte moderige Holzplanke bedenkte, beinahe ausgerutscht und in den klaffenden Spalt zwischen Schiffsbug und Pier gefallen - was für eine Ankunft. Es hatte einges Armgeruder benötigt und schließlich den errettenden Grief zur Reeling, als der Körper schon vollends aus der Balance geraten war, um die Gestalt des Jünglings vor dem brackigen Hafenwasser zu bewahren.
Mit einigen kurzen stossweisen Atemzügen hatte er sich wieder gefestigt, richtete die grobgewebte, braune Mönchskutte, als sei sie irgendein Stück feiner Stoff, das zu richten sich lohnte, weil jede noch so kleine Falte das Stück Stoff um einen gehörigen Teil seines Wertes betrügen könnte, und hatte mit einigen, nun sicheren, Schritten den Pier verlassen.
Das Dorf war von dem geschäftigen Treiben jener Sorte erfüllt, wie es oft bei kleinen vermeindlich verschlafenen Hafendörfern der Fall war, die aber ob ihrer Lage und ihres Geringen Einflusses auf Zölle und Handelseinfuhrbeschränkungen ein beliebtes Ziel für Händler aller Welt waren, die dort hofften, ihre - zum Teil zweifelhaften - Angebote in Bare Münze verwandeln zu können. Die Taverne gut besucht, direkt am Hafen einige Buden und Krämerlädchen, ein Gasthaus - was braucht ein kleines Dörfchen nebst seiner geschäftigen Bevölkerung noch?
Obgleich er schon einige Schritte vom Schiff entfernt war, den Pier bereits verlassen hatte, hörte er hinter sich, zwischen den tosenden Wellen in dem stürmischen Nachmittag, noch die Stimme des Kapitäns durchgellen.
"Heda! Ob Ihr mir wohl einen Gefallen tut?
Die Händler drängen darauf, dass ich sofort wieder auslaufe, durch den Sturm haben wir einiges an Zeit verloren. Ihr seid sicher so gut und bringt einen Brief für mich an die Bajarder Bürgerwehr?
Sie werden euch sicher gut entlohnen!"
Unschlüssig ergreift der Bursche also die versiegelte Pergamentrolle, nickt dann aber eifrig:
"Es ist mir eine Freude Euch zu helfen, guter Bootsmann. Möge die Lichtherrin Eure Reise segnen!
Und schon hatte sich der Bootsmann auch wieder seine Aufgaben zugewandt, die offenbar einiges Geschick mit Armesdicken Täuen und schweren Planken erforderten.
Mit einigen weiteren Schritten hat er also den noch etwas matschigeren Trampelpfad unter den Füßen, der sich durch das geschäftige Dörfchen windet. Nach der Auskunft eines eher trunkenen Mannes, auf dessen Wort Aedan nicht allzuviel Wert geben wollte, tragen die Schritte ihn auch schon aus dem Dorfeingang heraus. Der Brief in seiner Hand würde seine Bestimmung erreichen, aber es war spät und dunkel und Aedan hatte noch immer keine Herberge für die Nacht gefunden. Da das Kloster aber ohnehin nicht weit von dem Dörfchen weg seien sollte, machte er sich auf den schon beinahe stockfinsteren Pfad.
Nicht wenig Erleichterung drohnte ihn zu übermannen, als er die erleuchteten Klostermauern erblicken konnte.
An der massiven Eisenpforte klopfend, trat wenig später ein Novize herbei. Leicht rundlich, aber mit einem freundlichen Gesichtsausdruck öffnet er ihm die Tore, nachdem er vernommen hatte, das Aedan aus einem befreundeten Mönchsorden stamme.
Mit dem ersten Schritt durch die Klosterpforte hatte nunmehr der nächste große Schritt begonnen.
Mit den ersten Schritten war er also auf dem matschigen Boden, der die gesamte moderige Holzplanke bedenkte, beinahe ausgerutscht und in den klaffenden Spalt zwischen Schiffsbug und Pier gefallen - was für eine Ankunft. Es hatte einges Armgeruder benötigt und schließlich den errettenden Grief zur Reeling, als der Körper schon vollends aus der Balance geraten war, um die Gestalt des Jünglings vor dem brackigen Hafenwasser zu bewahren.
Mit einigen kurzen stossweisen Atemzügen hatte er sich wieder gefestigt, richtete die grobgewebte, braune Mönchskutte, als sei sie irgendein Stück feiner Stoff, das zu richten sich lohnte, weil jede noch so kleine Falte das Stück Stoff um einen gehörigen Teil seines Wertes betrügen könnte, und hatte mit einigen, nun sicheren, Schritten den Pier verlassen.
Das Dorf war von dem geschäftigen Treiben jener Sorte erfüllt, wie es oft bei kleinen vermeindlich verschlafenen Hafendörfern der Fall war, die aber ob ihrer Lage und ihres Geringen Einflusses auf Zölle und Handelseinfuhrbeschränkungen ein beliebtes Ziel für Händler aller Welt waren, die dort hofften, ihre - zum Teil zweifelhaften - Angebote in Bare Münze verwandeln zu können. Die Taverne gut besucht, direkt am Hafen einige Buden und Krämerlädchen, ein Gasthaus - was braucht ein kleines Dörfchen nebst seiner geschäftigen Bevölkerung noch?
Obgleich er schon einige Schritte vom Schiff entfernt war, den Pier bereits verlassen hatte, hörte er hinter sich, zwischen den tosenden Wellen in dem stürmischen Nachmittag, noch die Stimme des Kapitäns durchgellen.
"Heda! Ob Ihr mir wohl einen Gefallen tut?
Die Händler drängen darauf, dass ich sofort wieder auslaufe, durch den Sturm haben wir einiges an Zeit verloren. Ihr seid sicher so gut und bringt einen Brief für mich an die Bajarder Bürgerwehr?
Sie werden euch sicher gut entlohnen!"
Unschlüssig ergreift der Bursche also die versiegelte Pergamentrolle, nickt dann aber eifrig:
"Es ist mir eine Freude Euch zu helfen, guter Bootsmann. Möge die Lichtherrin Eure Reise segnen!
Und schon hatte sich der Bootsmann auch wieder seine Aufgaben zugewandt, die offenbar einiges Geschick mit Armesdicken Täuen und schweren Planken erforderten.
Mit einigen weiteren Schritten hat er also den noch etwas matschigeren Trampelpfad unter den Füßen, der sich durch das geschäftige Dörfchen windet. Nach der Auskunft eines eher trunkenen Mannes, auf dessen Wort Aedan nicht allzuviel Wert geben wollte, tragen die Schritte ihn auch schon aus dem Dorfeingang heraus. Der Brief in seiner Hand würde seine Bestimmung erreichen, aber es war spät und dunkel und Aedan hatte noch immer keine Herberge für die Nacht gefunden. Da das Kloster aber ohnehin nicht weit von dem Dörfchen weg seien sollte, machte er sich auf den schon beinahe stockfinsteren Pfad.
Nicht wenig Erleichterung drohnte ihn zu übermannen, als er die erleuchteten Klostermauern erblicken konnte.
An der massiven Eisenpforte klopfend, trat wenig später ein Novize herbei. Leicht rundlich, aber mit einem freundlichen Gesichtsausdruck öffnet er ihm die Tore, nachdem er vernommen hatte, das Aedan aus einem befreundeten Mönchsorden stamme.
Mit dem ersten Schritt durch die Klosterpforte hatte nunmehr der nächste große Schritt begonnen.