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Böses Blut
Verfasst: Samstag 4. September 2010, 11:31
von Ceylin'Tyrs
Als der Ala’Thraxor den Mann unsanft auf den Boden absetzte, gab dieser ein erbärmliches Bild ab. Zwar hatte ihn der Clericus von der Seuche befreit; deren Zeichen waren jedoch nicht zu übersehen. Ein fahles Antlitz und tief eingefallene Augen deuteten davon, wie schwer er befallen gewesen war.
Man hatte so lange gewartet, bis man die Seuche an ihrem Hohepunkt vermutete. Erst dann öffneten sie ihm die Vene und ließen ihn zur Ader. Sie brauchten viel von seinem Blut – krankem Blut.
Die Lethoryxae hätte ihn anschließend lieber an eine der hungrigen Echsen verfüttert, um herauszufinden, wie schnell sich diese anstecken konnten. Doch der Einwand des Ala’thraxors, der Mann sei im Dienste Rahals, brachte die voreilige Priesterin wieder zur Raison.
Das rettete ihm in diesem Moment sein Leben.
Und so gab das kleine Grüppchen vor der ‚feuchten Meerjungfrau‘ ein seltsames Bild ab. Am Boden ein Mensch in zerschundenen Kleidern und offensichtlich in sehr schlechter körperlicher Verfassung. Umringt von zwei Priestern des Allmächtigen, sowie einem Ala’thraxor.
Man schien sich kurz zu beratschlagen, wie weiter zu verfahren sei.
An diesem Ort erregten sie viel Aufmerksamkeit und so wollte ein jeder schnellmöglich von hier verschwinden. Langsam erlangte der Mann wieder das Bewusstsein und blickte sich hilfesuchend um. Es schien offensichtlich, dass ihm keine Erinnerungen an jene qualvollen Stunden in den Höhlen tief unterhalb Rahals geblieben waren.
Und so war es letztendlich die Lethoryxae, die sich über ihn beugte und mit herrischer Stimme anfuhr: „Trunkenheit im Dienst und vor den Stufen des Tempels aufgefunden. Man sollte euch die Gliedmaßen einzeln abschlagen und…“ Mit zusammengekniffenen Augen ließ sie ihn den Zorn spüren, der in ihr aufloderte. „… doch es scheint, als habe man für euch noch Verwendung. Und so sollt ihr leben – für den Augenblick.“
Sie machte sich erst gar nicht die Mühe, den Ausdruck des Bedauerns in ihrer Stimme zu kaschieren. Es war jedoch für alle Beteiligten das Beste, wenn niemand nach ihm suchen würde oder er sich daran erinnerte, was tatsächlich mit ihm geschehen war.
Der erste Schritt auf einem langen Weg war getan. Zu einem späteren Zeitpunkt würde die Lethoryxae den erhabenen Syrr’ael aufsuchen müssen. Ihm allein wollte sie anvertrauen, das Blut des Menschen seiner wahren Bestimmung zuzuführen. Doch bevor es soweit war, gab es andere Dinge zu tun. Sie mussten viele Details beachten und ständig die Augen offen halten, wollen sie den rechten Augenblick nicht verpassen.
Die Menschen mussten langsam in Position gebracht und auf ihr Schicksal vorbereitet werden. Das würde Zeit in Anspruch nehmen und Ressourcen verbrauchen. Dieses Mal hatten sie beides.
Ein Problem gab es jedoch noch zu lösen. Da vieles von dem, was in naher Zukunft geschehen würde, für sie zu riskant war und bei einem Misslingen für alle viel auf dem Spiel stand, mussten sie sich auf die Arbeit Anderer verlassen. Die Lethoryxae wusste, dass ihr Plan immer noch an seinem schwächsten Glied scheitern konnte. Und so wollte sie bei der Auswahl der Handlanger besondere Vorsicht walten lassen. Nichts von Alldem durfte auf sie zurück fallen oder je mit ihnen in Verbindung gebracht werden.
Verfasst: Samstag 4. September 2010, 11:59
von Ceylin'Tyrs
Der Letharf sah die Priesterin mit großen Augen an.
Nicht, dass er es gewagt hätte ihren Anweisungen zu widersprechen; so dumm war selbst er nicht. Dennoch kam die sachlich vorgetragene Aufforderung, eine der entbehrlichen Gefangenen zu schlachten, für ihn mehr als überraschend.
Es war lange her, dass die Kinder des Einen Kriegsgefangene mit nach Leth’Axorn gebracht hatten und so war die Zahl der menschlichen Sklaven klein geworden. Zu klein, um die Experimentierfreude aller Junglethyren gleichermaßen befriedigen zu können.
Somit befand er sich in einem Gewissenskonflikt: Wollte er sich in Zukunft den Zorn eines ambitionierten Junglethyren einhandeln oder eben diese Priesterin enttäuschen, die da fordernd vor ihm stand.
“Reicht denn nicht ein Ork…“ wagte er anzumerken, handelte sich die Antwort jedoch prompt in Form eines vernichtenden Blickes der Lethoryxae ein.
So schmächtig gebaut und wenig furchteinflößend sie auf den ersten Blick wirken mochte, er hatte sie bereits vor Jahren mit dem gefürchteten Ala’Thraxor Q’in im Ring stehen sehen und wollte daher erst gar nicht näher herausfinden, was dieser ihr beigebracht haben mochte.
Und so beeilte er sich, ein passendes Exemplar zu wählen. Alt wurden die Menschen hier unten alle nicht und für viele von ihnen konnte der Tot sicher nicht früh genug kommen.
Den Anweisungen folgend wählte er eine möglichst kleine Frau, schließlich sollten ihre Körperteile einzeln und möglichst unauffällig transportiert werden können.
Als er, nach vollbrachter Arbeit, der Priesterin die ersten zwei Beutel reichte, erntete er zumindest ein zufrieden wirkendes Kopfnicken.
Er wischte sich noch die blutigen Hände an seiner Schürze ab und ging wortlos wieder zurück an seine Arbeit.
Verfasst: Samstag 4. September 2010, 16:03
von Bandic
Schleichend bewegt sich die maskierte Person duch Bajard, prüfende und suchende Blicke werden stetig zu den Seiten und über die Schulter geworfen. Ein blutiger Sack, getarnt mit Stroh, wird hinterhergezogen.
Vor der Taverne zum tockelnden Oger kommt sie dann schließlich zum Stehen. Erneut werden prüfende Blicke in alle Richtungen getätigt, bis der richtige Zeitpunkt gekommen zu sein scheint. Der Sack wird schnell geöffnet, die Beine an den Zaun gelegt und die langen Nägel mit dem mächtigen Kriegshammer durch Fleisch und Holz getrieben. Kurz blickt die Gestalt um sich, scheinbar hat der Krach niemanden Aufmerksam gemacht.
Einige, von Blut durchzogene, Adlerfedern werden um die abgetrennten Körperteile verteilt. Etwaiges Beweismaterial wird in einem kleinen Feuer außerhalb Bajards verbrannt und die Gestalt verschwindet wieder so schnell im Schatten, wie sie erschienen ist.
Verfasst: Samstag 4. September 2010, 23:11
von Anele Namok
Sie lief den Weg an der Taverne vorbei. Dann stockte sie abrupt. Ihr Blick fiel auf den Zaun und ein angewiderter Ausdruck trat auf ihre Miene. Leichenteile hingen dort, Federn darum verstreut.
"Warum hängt das hier?" schoß es ihr als erstes durch den Kopf.
"Wer macht so etwas?"
Dann lief sie los, Hilfe zu holen. Doch von der Bajarder Wehr war nichts zu sehen. Nur am Dorfeingang standen ein Mann und eine Frau, aber auch diese schienen nicht helfen zu wollen. Zum Glück kam Selene den Weg entlang und ein neu dazugekommener Mann - der sich später als Silor Kronos vorstellte - bot auch spontan an, ihr zu helfen, diesen grausigen Fund zu beseitigen.
Man ging zur Bank, um Masken, Handschuhe und alte Kleidung zu holen, als nun doch noch ein Mitglied der Wehr auftauchte - Tristan Wulfram. Selene, die den Ort wohl begutachtet hatte, war ebenfalls kurz zuvor eingetroffen. Sie sagte, dass dieser Anschlag wohl ihr gegolten habe. Ein Rabendiener habe ihr genau dies prophezeit. Eine angenagelte Leiche mit Federn darum verstreut.
Der Wehrler Wulfram schien indess nicht sonderlich beeindruckt von dem Geschehen. Er habe Bravan informiert (der sich jedoch auf Reisen befindet) und sein Kamerad Ulbora habe "Anweisung" gegeben, die Leiche zu entfernen.
So bestand also keine Not es selbst zu tun. Die Wehr war informiert und würde sich gewiss rasch darum kümmern. Nachdem Herr Wulfram und die Heilerin turtelnd ihres Wegs gegangen waren, saß sie noch eine ganze Weile vor dem Wehrhaus und plauderte mit dem Herrn Kronos.
Doch als man sich schließlich trennte und sie sich auf den Weg nach Hause machte, bot sich das selbe grausige Bild, wie schon zuvor.
Vielleicht wusste der Friedensrichter, was mit der Leiche geschehen sollte, also machte sie sich zu dessen Haus auf. Doch leider konnte man ihr auch dort keinen Rat geben. Ein etwas ungeduldiger Menekaner veranlasste sie schließlich, nicht weiter nach Hilfe zu suchen, oder um Rat zu fragen, sondern die Sache selbst in die Hand zu nehmen.
So kleidete sie sich in Robe, Maske, Handschuhe und Kopftuch und marschierte mit einer Hacke bewaffnet an den Dorfrand von Bajard. Dort hob sie ein Loch aus, das groß genug war, die Teile aufzunehmen. Unter allergrößter Anstrengung, sich nicht zu übergeben, schaffte sie die Teile des armen Menschen zu dem Loch, warf sie hinein und bedeckte das Ganze schließlich mit Erde. Sie trampelte sie fest und warf ihre Handschuhe darauf. Dann neigte sie noch respektvoll ihr Haupt und murmelte ein paar Worte, bevor sie sich abwandte und zum Wasser lief, um sich dort von dem Schmutz und dem Ekel, der in ihr aufgestiegen war, zu reinigen.
Verfasst: Sonntag 5. September 2010, 11:43
von Katarn Rysk
Noch in der selben Nacht bot sich am anderen Ende des kleinen Fischerdorfes ein recht ähnliches Schauspiel.
Im schutze der Nacht eilte die Gestalt durch die Gassen Bajards. Im Gepäck ein vor nässe nur so triefender Sack dessen Gestank man schon von weitem vernehmen konnte. Das Ziel, die Übungspuppen auf dem Dache der Bajarder Bank.
Immer wieder huschten die Blicke der Gestalt durch die Straßen um sicher zu gehen das niemand zugegen war. Am Ziel angekommen wird der Sack geöffnet und ein beissender Geruch von halb verfaulten Eingeweiden machte sich in der Umgebung breit. Mit Ästen von einer nahegelegenen Pflanze werden die Gedärme an den beiden Puppen befestigt. Zusätzlich werden die diese noch mit großen Adlerfeder bespickt.
Nocheinmal warf die Gestalt einen prüfenden Blick vom Dach des Gebäudes die Straße entlang bevor sie den leeren Sack krallt und schnellen Schrittes dieses wieder verlässt.
Verfasst: Sonntag 5. September 2010, 22:40
von Bandic
Ein neuer Tag, eine neue Nacht. Abermals schleicht sich die Gestalt durch die Straßen Bajards, eine Holzkeule in der linken, eine Sichel in der rechten.
Der Blick schweift prüfend umher, ehe die Keule zum Schlag ausgeholt wird und auf den Schädel des Tieres trifft. Mit der Sichel werden tiefe Schnitte in den Leblosen Körper gekratzt. Einige Adlerfedern werden in dem Blut getränkt und daneben gelegt. Dieses Schauspiel wiederholt sie bei allen Tieren, die ihm über den Weg laufen. Der Blick wandert stets prüfend umher, nach vollbrachter Tat verschwindet die Gestalt wieder so unauffällig, wie sie gekommen ist.
Verfasst: Dienstag 7. September 2010, 11:04
von Ceylin'Tyrs
Die Anweisungen des Erzlethyren waren unmissverständlich gewesen. Um das Pestblut mit dem eines tollwütigen Tieres zu kombinieren, bedurfte es einiges an Arbeit. Man musste ihm zunächst ein lebendes Exemplare – egal welcher Gattung – bringen, das von der Tollwut geplagt wurden. Anschließend würde er eine Kombination beider Seuchen wagen, um sie an gesunden Exemplaren zu erproben. Letzteres schien das geringere Problem zu sein. Wie sollte sich die Lethoryxae aber eines lebenden Wirts der Tollwut bemächtigen? Sie würde abermals Hilfe benötigen. Die Anstrengungen waren es aber wert. Selbst der Erhabene Syrr’ael schien derlei bisher nicht gewagt zu haben, konnte sich die Konsequenzen aber allem Anschein nach gut Vorstellen, denn er wirkte mit einem mal vital und interessiert wie lange nicht mehr.
Verfasst: Montag 13. September 2010, 17:29
von Ceylin'Tyrs
Als das Schiff am Kai festmachte, fiel ihr ein Stein vom Herzen.
Sofort wies sie den Lethrixor an, ihr Gepäck an Land zu bringen. Schnell festen Boden unter den Füßen zu haben war im Augenblick alles, was sie wollte.
Schiffe waren ihr schon immer am liebsten, wenn man sie aus der Entfernung brennen sah oder sie im Trockendock lagen. Das ständige auf und ab, die Rollbewegung – ihr Körper schien nicht für die See bestimmt, da war sie sich sicher. Und so hatte sie den ganzen Tag über auch bewusst darauf verzichtet, Nahrung zu sich zu nehmen.
Doch dieses Mal kam sie nicht umher, eine Passage zu buchen. Das Risiko, am Ende mit leeren Händen da zustehen, war auch auf Lameriast gegeben. Doch, so hatte ihr der Waldläufer versichert, sei hier die Chance am größten, einen tollwütigen Wolf zu fangen. Und so hatte die Priesterin nicht lange gezögert.
Einen Lethrixor hatte sie beauftragt, die restlichen Körperteile der Kriegsgefangenen zusammen zu packen. Vom Lethrusar hatte sie ein starkes Narkotikum erhalten, das selbst einen rasenden Wolf ausschalten würde.
Sie musste unbedingt ein lebendes Exemplar fangen. Der Erzlethyr hatte ihr unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass nur Aussicht auf Erfolg bestand, wenn zumindest ein Träger der Seuche noch am Leben war.
Sie hatte also voreilig gehandelt, als sie den Rahaler Gardisten zurück an die Oberfläche bringen ließ. Jetzt musste sie ihren Fehler wieder gutmachen, wollte sie nicht für das Scheitern verantwortlich sein.
Es galt auf der Hut zu sein. Da sie nur von einem jungen Lethrixor begleitet wurde, wollte sie jeden Kontakt zu Tiefländern vermeiden. Ihr Weg führte sie aber geradewegs nach Südosten, dicht an ihre Siedlung heran.
Entsprechend langsam ging es voran. Immer wieder vergewisserten sie sich, dass ihnen niemand folgte oder sie verräterische Spuren hinterließen. Mit den hünenhaften Gestalten war nicht zu Spaßen. Erst recht nicht, wenn sie die Lethra dabei erwischten, wie sie eines ihrer heiligen Tiere stahl.
Entgegen seinen gesunden Artgenossen – so vermutete die Lethra – würde ein tollwütiges Tier eher alleine umherstreifen. Sonst pflegten Wölfe im Rudel zu jagen. Einen genauen Anhaltspunkt, wonach sie hätte Ausschau halten können, gab es jedoch nicht.
Und so irrten sie mehrere Stunden glücklos durch den Wald, ohne auch nur ein größeres Tier zu Gesicht zu bekommen. Es schien fast, als würden die Tiere an diesem Ort die letharische Aura noch stärker wahrnehmen und vor ihr Reißaus nehmen.
Es war längst dunkel geworden und die Aussicht, in den nächsten Stunden noch Erfolg zu haben gering. Daher gestattete die Priesterin dem Lethrixor eine Pause einzulegen und etwas zu essen. Sie selbst hatte sich größte Mühe gegeben, ihm gegenüber jede Form von Erschöpfung oder Hunger zu verbergen.
Der Gedanke an die Rückpassage half ihr dabei, jegliche Form aufsteigenden Appetits zu unterdrücken und so ging sie ein paar Schritte alleine, während der Lethrixor eine Kleinigkeit zu sich nahm.
Dabei hätte sie ebenfalls eine Pause gebrauchen können. Die Riemen des schweren Rucksacks hatten ihr längst die Schultern wund gescheuert und ihr leerer Magen trug auch nicht dazu bei, sich besser zu fühlen.
Der Druck der auf ihr lastete – die Erwartungen, die sie an sich selber stellte – war enorm. Dazu kam, dass sie bloß eine Lethra war und jeder zweimal hinsah, ob sie ihren Aufgaben auch gerecht wurde.
Sie verlor sich so sehr in Überlegungen, was hätte sein können und was in Zukunft geschehen würde, dass sie das Tier beinahe übersehen hätte.
Doch nach Jahrhunderten in tiefster Finsternis, hatte sich ihr Volk den äußeren Umständen angepasst. Trotz der mondlosen Nacht konnte sie das schlafende Tier genauestens sehen, als wäre es taghell.
Endlich!
Vorsichtig ging sie noch etwas näher. Sie wollte sicherstellen, dass es sich auch wirklich um ein einzelnes Tier handelte und nicht noch weitere versteckt lagen.
Doch die Sorge war unbegründet. Nirgendwo entdeckte sie Anzeichen weiterer Wölfe und so suchte sie sich eine geeignete Stelle, um den Köder auszulegen. Das Narkotikum war geschmacks- und geruchslos und daher bestens für diesen Zweck geeignet.
In Gedanken nahm sie sich bereits vor, es bei nächster Gelegenheit einmal an einem Junglethyr zu erproben – Jaryq schien dafür prädestiniert.
Als sie den Rucksack abnahm und die präparierten Leichenteile auf dem Boden verteilte, dankten es ihr ihre Schultern mit einer Welle der Erleichterung. Doch noch war es nicht geschafft. Wölfe verschmähten in der Regel Aas. Ein tollwütiges Tier würde aber keinen Unterschied machen – so zumindest ihr Plan.
Nachdem sie alles verteilt hatte holte sie den Lethrixor. Er sollte das Tier von der gegenüberliegenden Seite aus aufschrecken und es geradewegs auf den Köder zu treiben.
Ein durchaus riskantes Unterfangen – tollwütige Tiere waren unberechenbar. Eben darum machte sie es nicht selber, sondern wartete in Sichtweite zum Köder darauf, dass der Lethrixor in Position ging.
Ein Pfeifen ertönte. Das Zeichen dafür, dass er bereit war.
In Gedanken zählte sie von Zehn rückwärts.
Gleich war es soweit. Wenn alles gut ging, würde der Erzlethyr schon am folgenden Tag mit seinem Experiment beginnen können.