Von Schlüsselkindern und anderen Wundern
Verfasst: Mittwoch 1. September 2010, 03:52
Sie hielt das Glitzerdings in den Pfoten und konnte ihr Glück noch immer nicht fassen. Ach, was war ein Rattenleben verwirrend! Mal spielte das Leben einen garstigen Streich mit solch unwichtigen Tierchen und dann wiederum passierten regelrechte Wunder. Heute zumindest war die Ratte fast soweit an Wunder auch bedingungslos zu glauben und das obwohl sie ein nachdenkliches, gewitztes Wesen war, das sich nicht so schnell von Zauberei und Wunderdingen überzeugen ließ.
"Schuld am Hinterfragen war auch das ewige Misstrauen", sinnierte die Ratte so für sich und die dunklen, großen Augen des Wesens huschten nochmals über diesen wundersamen Schatz, während das Hirn den abenteuerlichen Tag Revue passieren ließ.
Neugierde war seit Anbeginn ihres Lebens als huschender, kleiner Schatten im Zwielicht die größte Tugend, als auch Verhängnis der Ratte gewesen. so viel gab es zu entdecken und doch wartenden Fallen bei fast jeder Entdeckung noch und nöcher - es grenzte auch hier an das vermalledeite Wunder, dass bisher keine heftig genug zuschnappte, um der Ratte das Genick zu brechen, denn ausgelöst wurden wohl doch so einige. Jedes Mal versprach die Ratte sich selbst nun aber achtsamer zu leben und Vorsicht walten zu lassen, doch am Ende triumphierte sie doch wieder: die flirrende Neugierde.
Auch hatte sie diesmal ihre trippelnden Huscheschrittchen gelenkt, während die Nase dem Duft nach Abenteuern gefolgt war, als gelte es einen würzigen Käsehauch zu verfolgen. Durch ein Meer an wahren Fallen hatte sie diesmal der Geruch aber sehr sicher gelenkt, nur um sie am Ende der eigentlichen Gefahr auszuliefern?
Oder nicht?
War das Wesen, mit dem sie den schattenhaften Pakt geschlossen hatte nicht gefährlich? Wenn nicht, so war es zumindest der verdammte Auftrag! Doch eine Ratte wie sie war leicht zu locken und die Glitzerchens wollte sie unbedingt haben... warum also nicht gegen andere Glitzerdingse tauschen?
Schlüssel also, ja die sollte er bekommen.
Das "Rattengenie" begann zu planen und heckte die tollkühnsten Ideen aus, nur um unbefriedigt festzustellen, dass keine davon nicht doch einen Haken beinhalteten. Vorwitz ist seine Sache, Tollkühnheit eine weitere aber so viel Selbstüberschätzung, dass man aussichtslose Sachen begann, trug nicht einmal die Ratte in sich.
"Von Anfang an schon zum scheitern verurteilt!", quiekte die Ratte verärgert zu sich und als diese Erkenntnis sie nur weiter rastlos werden ließ, da war sie aus dem Rattenloch gekrochen und ohne Ziel wieder drauflos gelaufen.
Dann erst war das "Wunder" geschehen.
So einfach, so darbietend, so mühelos und einfach wunderbar.
Sicher, irgendwie hatte sie nun doch schon mit dem Gedanken gespielt den Auftrag einfach Auftrag sein zu lassen und entmutigt den Rattenschwanz einzuziehen - doch nun....
Sie hielt das Glitzerdings in den Pfoten und konnte ihr Glück tatsächlich noch immer nicht recht fassen. Eine kleine Gravur über dem kupfernen Bart verriet den Namen der Kostbarkeit:
"Konzil des Phönix - Schülerschlüssel"
.... und das Rattengesicht wirkte mit einem Male sehr zufrieden.
"Schuld am Hinterfragen war auch das ewige Misstrauen", sinnierte die Ratte so für sich und die dunklen, großen Augen des Wesens huschten nochmals über diesen wundersamen Schatz, während das Hirn den abenteuerlichen Tag Revue passieren ließ.
Neugierde war seit Anbeginn ihres Lebens als huschender, kleiner Schatten im Zwielicht die größte Tugend, als auch Verhängnis der Ratte gewesen. so viel gab es zu entdecken und doch wartenden Fallen bei fast jeder Entdeckung noch und nöcher - es grenzte auch hier an das vermalledeite Wunder, dass bisher keine heftig genug zuschnappte, um der Ratte das Genick zu brechen, denn ausgelöst wurden wohl doch so einige. Jedes Mal versprach die Ratte sich selbst nun aber achtsamer zu leben und Vorsicht walten zu lassen, doch am Ende triumphierte sie doch wieder: die flirrende Neugierde.
Auch hatte sie diesmal ihre trippelnden Huscheschrittchen gelenkt, während die Nase dem Duft nach Abenteuern gefolgt war, als gelte es einen würzigen Käsehauch zu verfolgen. Durch ein Meer an wahren Fallen hatte sie diesmal der Geruch aber sehr sicher gelenkt, nur um sie am Ende der eigentlichen Gefahr auszuliefern?
Oder nicht?
War das Wesen, mit dem sie den schattenhaften Pakt geschlossen hatte nicht gefährlich? Wenn nicht, so war es zumindest der verdammte Auftrag! Doch eine Ratte wie sie war leicht zu locken und die Glitzerchens wollte sie unbedingt haben... warum also nicht gegen andere Glitzerdingse tauschen?
Schlüssel also, ja die sollte er bekommen.
Das "Rattengenie" begann zu planen und heckte die tollkühnsten Ideen aus, nur um unbefriedigt festzustellen, dass keine davon nicht doch einen Haken beinhalteten. Vorwitz ist seine Sache, Tollkühnheit eine weitere aber so viel Selbstüberschätzung, dass man aussichtslose Sachen begann, trug nicht einmal die Ratte in sich.
"Von Anfang an schon zum scheitern verurteilt!", quiekte die Ratte verärgert zu sich und als diese Erkenntnis sie nur weiter rastlos werden ließ, da war sie aus dem Rattenloch gekrochen und ohne Ziel wieder drauflos gelaufen.
Dann erst war das "Wunder" geschehen.
So einfach, so darbietend, so mühelos und einfach wunderbar.
Sicher, irgendwie hatte sie nun doch schon mit dem Gedanken gespielt den Auftrag einfach Auftrag sein zu lassen und entmutigt den Rattenschwanz einzuziehen - doch nun....
Sie hielt das Glitzerdings in den Pfoten und konnte ihr Glück tatsächlich noch immer nicht recht fassen. Eine kleine Gravur über dem kupfernen Bart verriet den Namen der Kostbarkeit:
"Konzil des Phönix - Schülerschlüssel"
.... und das Rattengesicht wirkte mit einem Male sehr zufrieden.