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Wo sind nur alle?

Verfasst: Sonntag 29. August 2010, 19:59
von Sarah Schwarzmourne
Nun sind es nur noch drei Mondläufe wenn sie halbwegs richtig lag, aber wegen ihrer doch sehr zierlichen Figur passten ihr fast bis heute noch alle Sachen. Gut einiges wurde schon sehr eng, aber das hielt sie nicht davon ab das zu tun was sie immer tat.
Zumindest war ihr nicht mehr so oft uebel wie die ersten Mondläufe, dafür verbrachte sie nun doppelt so viel zeit alles möglich in sich hineinzuschlingen.
Aber was sie wirklich nicht erwartet hatte war diese Müdigkeit und das schnelle ausser Atem kommen wenn sie etwas tat. Es war nicht immer einfach dies vor Perrin zu verstecken. Er hatte schon genug mit ihren immer schlimmer werdenden Launen zu kämpfen, da wollte sie ihn nicht auch noch damit sorgen. War das wirklich normal? Alles was ihr jetzt noch blieb war fischen zu gehen. Doch selbst das längere stehen spürte sie immer mehr, in ihre Stiefel kommt sie ohnehin nicht mehr, aber wer braucht schon Schuhe bei dem schönen Wetter?

Wieder war sie recht frueh wach, schlafen war momentan ohnehin ein heikles Thema, auch wenn Perrin alles versuchte dass sie es bequem hatte und Kissen von einem Ende zum anderen schon und sich selbst teilweise verrenkte dabei, es dauerte immer Ewig bis sie halbwegs bequem lag und endlich einschlafen konnte.
Früh wach tapste sie wie gewohnt hinunter ins bad, immer mehr genoss sie dieses, auch wenn Wasser so gar nicht ihres war, aber im Wasser fühlte sie sich momentan recht wohl und sie konnte ein wenig entspannen und machte teilweise auch ihre Übungen im Wasser.
Ja sie musste eine menge Üben, alleine wenn sie dran dachte wie es ihr bei Selinas Geburt ging verkrampfte sie sich wieder, daher übte sie jeden Tag ein paar Stunden, immer wieder hockte sie sich zwischendurch irgendwo hin und trainierte ein wenig.

Nach dem Bad ging es direkt in die Küche, so gross wie ihr Appetit momentan war, vor allem so häufig konnte man direkt denken sie isst nicht nur für zwei sondern gleich für eine ganze Familie. Nicht einmal passierte es in letzter zeit dass sie auch Perrins Frühstueck mitverputzte und wenn er dann runterkam spielten ihre Gefühle wieder verrückte und sie wankte zwischen heulattacken weil sie ihm alles wegass und zorn weil sie es tat, gleichzeitig schrie sie ihn an dass er sich auch selbst was machen kann wenn er so lange schläft was ihr im nächsten Augenblick natürlich auch wieder leid tat.
Perrin ahnte sowas wohl auch diesen Morgen, vorsichtig linste er hinunter, schien wohl zu ueberlegen ob er ueberhaupt zu ihr gehen sollte oder sich lieber gleich aus dem Staub zu machen. Zum Glück sass sie mit dem Rücken zu ihm, sie spürte ihn war aber sah nicht sein Gesicht, so begrüsste sie ihn ungesehen und er kam hinunter. Ein blick ueber den Tisch reichte schon bevor er direkt zum Schrank ging und sich eine kleinigkeit nahm sowie eine Tasse Tee und sich zu ihr setzte.
*Du brauchst eh nicht fragen ob ich auch noch Tee will oder ein stück von dem Kuchen!* maulte sie ihn dann direkt wieder an, doch noch ehe er aufstehen konnte fügte sie rasch nach *nein bleib sitzen, ich bin eigentlich eh schon fertig* damit trabte sie auch schon nach oben und nahm ihre Kleider hinaus die sie anziehen wollte.
Brummend und fauchend warf sie die Hose in eine Ecke, sie wollte einfach nicht mehr zu gehen, doch egal welche Hosen sie auch herausfischte, alle fanden ihren weg irgendwo am Boden, selbst Perrins Übungshose aus Leder bekam sie nicht zu, wie sollte sie auch so gut trainiert wie er war und auch seine Hose landete wie vieles andere am Boden.

Was sollte sie nur anziehen, sie mochte partout keine Kleider anziehen und alles was ihr sonst noch passte war ein Rock und ihr Bustier, wobei das auch schon sehr knapp sass, denn seltsamer weise wuchs ihre Brust schneller als ihr Bauch es anscheinend tat, zugegeben, verstecken konnte sie ihn eine weile schon nicht, aber zumindest darunter brachte sie die Hosen bislang immer zu.
So hockte sie erneut heulend zwischen all den Hosen und anderen Kleidern, müde, entäuscht und alleine.
So laut sie nach Perrin auch rief, er kam nicht hoch, vielleicht hoerte er sie im Keller wirklich nicht oder wollte sie nur nicht hoeren, vielleicht war er aber auch wie schon oefter in letzter Zeit einfach aus dem Haus.

Ja sie war alleine, zumidnest fühlte sie sich so, nach Bajard mochte sie nicht mehr, die Schiffsreisen waren jedes mal eine Qual für Sie, die Übelkeit die in ihr jedes mal hochkam war einfach zu viel für sie, danach brauchte sie erstmal einige Zeit um wieder kraft zu sammeln und so sehr sie ihre Familie auch vermisste, das wollte oder konnte sie einfach nicht mehr. Selina, Arsen und die kleine Elira, sie kam nicht zu ihnen durch, konnte nicht sagen ob es ihnen gut geht. Sie vermisste sie so sehr. Selbst Cyrion der wenigstens ab und zu bei Malas Haus vorbeikam vermisste sie, er brachte zumindest ab und an neuigkeiten.
Aber am meisten vermisste sie ihren Bruder, aber Mala war bei seiner Familie, bei Marick und Inara...
Inara, wenn sie in letzter Zeit an sie dachte verkrampfte sie sich, Sie hat schmerzen, Sarah konnte nicht sagen woher sie kamen, denn rasch versuchte sie sich immer wieder abzuschotten. Ihr ungeborener Sohn machte es ihr nicht einfach, im Gegenteil er verstärkte das Gefühl, er spürte wie sie dass Inara hilfe brauchte.
Was sollte sie nur tun, warum half Mala ihr nicht? Sarah war zerrissen, auf der einen Seite wollte sie zu Ihnen, wollte sehen ob sie helfen kann, aber auf der anderen wusste sie nicht ob sie sich dem Erwähren konnte wenn sie direkt bei ihr war.
Perrin! Perrin! rief sie erneut, vielleicht konnte er zumindest nachsehen was los war, er musste Mala sagen was sie spürte Perrin!!

Wo waren alle nur, war sie wirklich durch ihren Rückzug in ihr eigenes Heim von allen vergessen? Sie musste sich vorbereiten und gleich morgen wollte sie damit beginnen die Kissen und Lederlagen aufzubauen in einer Ecke. Ja sie würde es auch alleine schaffen, alleine so fühlte sie sich, doch erst ein wenig ausruhen, noch ehe die letzten tränen versiegten fiel sie in einen leichten Dämmerschlaf.