Eine letzte, verregnete Nacht des Heldenmuts
Verfasst: Montag 2. August 2010, 00:57
Die Nacht ist düster und schwer von dicken Regentropfen, die unablässig auf die gepflasterten Straßen Adorans prasseln. Vereinzelt flackert freundliches Kerzenlicht in den Fenstern einiger Häuser, begleitet vom hellen Klang wohlgelaunter Menschenstimmen. Der Regen hat die Straßen wie leergewaschen hinterlassen, kaum jemand, der noch frohen Mutes durch die Straßen wandelt. Vereinzelt erblickt man die unglücklichsten der Gardisten, die ihren Dienst schieben und mißmutig, wachsam die Straßen entlang blicken. Im Westen der Stadt klatschen die bestiefelten Füße eines jungen Mannes über die Wolfsbrücke, die zum Inneren der Stadt führt. Kaum dass er sie hinter sich gelassen hat, vergewissert sich der Bursche nach dem Halt der Beutel an seinem Gürtel. Unter dem wachsamen Blick einer skeptischen Wache verlangsamt er seinen Schritt und nähert sich dem Botschaftsgebäude der Khaz-Aduir in Adoran. Die Stufen zur Pforte überspringt er, die Hand zur Faust geballt und zu einem kräftigen Anklopfen erhoben. Doch statt seinen Wunsch nach Einlass der hölzernen Tür anzutragen, wendet er sich mit würdevollem Gesichtsausdruck einer nahestehenden Truhe zu. Lautlos murmelt er einige Worte zu sich selbst, ehe er den ersten Beutel an seinem Gürtel dort hieinwirft. Mit einem Rumpeln, Klirren und Scheppern entschwindet er in den Tiefen der Kiste, in seinem Inneren einige Reagenzien und eine Nachricht, auf einem winzigen Stück Papier, mit kleiner, sauber Schrift:
"Kunna und Balir - möget Ihr diese Eurem Heilkundigen zukommigen lassen. Habet Dank für euren Handel und eure Geschenke. Wenn Ihr bald von meinen Taten höret, habe ich guten Nutzen aus Ihnen im Kampf gegen die gottlosen Menschenfresser aus Rahal gezogen.
"
Nach einem kurzen innehalten wendet er sich um, eilig die Straßen durch Adoran hinunterhaschend. Die dunklen Wolken über Adoran weinen unablässig ihre nassen Tränen auf die Stadt herab und wohlan, bald hätten sie guten Grund zu weinen: Sei es aus Freude, weil ein Feind den rechten Zorn der Götter erspürte oder aus Trauer um einen verloren Kämpfer, dem stets die rechte Sache am Herzen lag. Doch bevor diese Entscheidung sein wird, gibt es noch einiges zu tun..
Im Briefkasten der Liliana von Drachenfels, am Haus der Heiler in Südadoran, lässt sich am nächsten Morgen ebenfalls ein Beutel finden. In diesem befindet sich klingende Münze und ebenfalls eine kleine, säuberlich gefertigte Notiz.
"Gebet den Bedürftigen und Schwachen, den Geschassenen und Vertriebenen, helfet den Kranken und Lahmen, den Blinden und Trauernden. So war es immer meine Absicht, so werde ich vor meine Göttin treten.
Der treue Diener seiner Göttin,
der ewige Untertan seines Herzogs,
der sich gegen die Spinnenplage von Bajard stemmte,
"
Eine Stunde später sieht ein Wachposten, hoch auf den Türmen, die das Stadttor in Richtung Westen bewachen, einen einsamen, völlig durchnässten Mann mit gelbem Hemd die Tore passieren. Über seiner Schulter ein schwerer Beutel, in seinem Gesicht ein entschlossener Ausdruck.
Auf seinen Lippen ein Gebet.
"Kunna und Balir - möget Ihr diese Eurem Heilkundigen zukommigen lassen. Habet Dank für euren Handel und eure Geschenke. Wenn Ihr bald von meinen Taten höret, habe ich guten Nutzen aus Ihnen im Kampf gegen die gottlosen Menschenfresser aus Rahal gezogen.
Nach einem kurzen innehalten wendet er sich um, eilig die Straßen durch Adoran hinunterhaschend. Die dunklen Wolken über Adoran weinen unablässig ihre nassen Tränen auf die Stadt herab und wohlan, bald hätten sie guten Grund zu weinen: Sei es aus Freude, weil ein Feind den rechten Zorn der Götter erspürte oder aus Trauer um einen verloren Kämpfer, dem stets die rechte Sache am Herzen lag. Doch bevor diese Entscheidung sein wird, gibt es noch einiges zu tun..
Im Briefkasten der Liliana von Drachenfels, am Haus der Heiler in Südadoran, lässt sich am nächsten Morgen ebenfalls ein Beutel finden. In diesem befindet sich klingende Münze und ebenfalls eine kleine, säuberlich gefertigte Notiz.
"Gebet den Bedürftigen und Schwachen, den Geschassenen und Vertriebenen, helfet den Kranken und Lahmen, den Blinden und Trauernden. So war es immer meine Absicht, so werde ich vor meine Göttin treten.
Der treue Diener seiner Göttin,
der ewige Untertan seines Herzogs,
der sich gegen die Spinnenplage von Bajard stemmte,
Eine Stunde später sieht ein Wachposten, hoch auf den Türmen, die das Stadttor in Richtung Westen bewachen, einen einsamen, völlig durchnässten Mann mit gelbem Hemd die Tore passieren. Über seiner Schulter ein schwerer Beutel, in seinem Gesicht ein entschlossener Ausdruck.
Auf seinen Lippen ein Gebet.