Gestutzte Flügel
Verfasst: Samstag 31. Juli 2010, 21:49
Stunde um Stunde verstrich während er reglos vor dem hoch emporragenden Runenstein verweilte. Gleich einer Statue stand er da, geißelte sich mit den grausamen Schmerzen die seinen Köper durchfuhren, wenn er sich in der Nähe des Steines aufhielt und ihn angespannt zittern ließen. Doch es lenkte ihn ab, von der fehlenden Präsenz seines Herren.
“Sehen und strafen..”, drang die weibliche, leise Stimme von Zeit zu Zeit an sein Ohr. Wie konnte es sein, dass er selbst hier, in einer der heiligsten Stätten des Seelenfressers, nur diese eine, fremde Stimme vernehmen konnte und nicht das vertraute, leitende Wispern seines Herren. Von Zeit zu Zeit schloss er die Augen, begann zu beten doch eine Antwort blieb aus, nur diese drohenden Worte, wieder und wieder. Eine quälende, ja lähmende Leere ergriff von ihm besitz, eine Leere geschaffen durch die Abwesenheit seines Herren, kaum etwas hätte ihn schlimmer treffen können.
Er war allein, irgend jemand oder irgend etwas hatte seine Verbindung zum Seelenfresser unterbrochen, weshalb und warum würde sich früh genug zeigen, er würde nur warten müssen.
Er war verwundbar, wie ein Löwe seine Beute vom Rudel isoliert ehe er zuschlägt hatte man auch ihn isoliert.
"Du spielst ein gefährliches Spiel Rafael…”, presste er zwischen den schmalen Lippen hervor. Er wusste nur allzu gut um die Macht, welche einem persönlichen Gegenstand inne wohnte, den Einfluss den man damit auf seinen Besitzer ausüben konnte. Nie hätte er geglaubt selbst Opfer eines solchen Fluchs zu werden, doch nun musste er schmerzlich einsehen das er seinen Hochmut teuer bezahlen wird wenn er nicht bald handeln würde.
Nur mühsam konnte er dem Drang widerstehen ein ums andere mal über die Schulter zu blicken, ausgelöst von dieses ständige, unangenehme Kribbeln im Nacken, der Gewissheit beobachtet zu werden ohne den Beobachter selbst wahrnehmen zu können, nur das unbestreitbare Wissen, dass er da war.
“Die Lichtbringerin sieht und straft…”, so steht es in brennenden Lettern auf dem Runenstein, so fürchterlich diese Erkenntnis war, zeigte es doch wie weit er es gebracht hatte, wenn die Seerin selbst die Jagd auf ihn zu eröffnet hatte.
Am gefährlichsten ist die Beute… die man in die Enge getrieben hat,
und schließlich wand er dem Keller den Rücken zu und setzte sich in Bewegung. Er spürte das Temoras Blick wachsam auf dem Lager der Rabenkinder lag. Würde er bleiben, würde sie ihn bald aufgespürt haben, wenn sie es nicht schon getan hatte.
Ein letztes mal sah er zurück, ehe er den Keller verließ ohne zu wissen ob er je zurückkehren würde.
“Sehen und strafen..”, drang die weibliche, leise Stimme von Zeit zu Zeit an sein Ohr. Wie konnte es sein, dass er selbst hier, in einer der heiligsten Stätten des Seelenfressers, nur diese eine, fremde Stimme vernehmen konnte und nicht das vertraute, leitende Wispern seines Herren. Von Zeit zu Zeit schloss er die Augen, begann zu beten doch eine Antwort blieb aus, nur diese drohenden Worte, wieder und wieder. Eine quälende, ja lähmende Leere ergriff von ihm besitz, eine Leere geschaffen durch die Abwesenheit seines Herren, kaum etwas hätte ihn schlimmer treffen können.
Er war allein, irgend jemand oder irgend etwas hatte seine Verbindung zum Seelenfresser unterbrochen, weshalb und warum würde sich früh genug zeigen, er würde nur warten müssen.
Er war verwundbar, wie ein Löwe seine Beute vom Rudel isoliert ehe er zuschlägt hatte man auch ihn isoliert.
"Du spielst ein gefährliches Spiel Rafael…”, presste er zwischen den schmalen Lippen hervor. Er wusste nur allzu gut um die Macht, welche einem persönlichen Gegenstand inne wohnte, den Einfluss den man damit auf seinen Besitzer ausüben konnte. Nie hätte er geglaubt selbst Opfer eines solchen Fluchs zu werden, doch nun musste er schmerzlich einsehen das er seinen Hochmut teuer bezahlen wird wenn er nicht bald handeln würde.
Nur mühsam konnte er dem Drang widerstehen ein ums andere mal über die Schulter zu blicken, ausgelöst von dieses ständige, unangenehme Kribbeln im Nacken, der Gewissheit beobachtet zu werden ohne den Beobachter selbst wahrnehmen zu können, nur das unbestreitbare Wissen, dass er da war.
“Die Lichtbringerin sieht und straft…”, so steht es in brennenden Lettern auf dem Runenstein, so fürchterlich diese Erkenntnis war, zeigte es doch wie weit er es gebracht hatte, wenn die Seerin selbst die Jagd auf ihn zu eröffnet hatte.
Am gefährlichsten ist die Beute… die man in die Enge getrieben hat,
und schließlich wand er dem Keller den Rücken zu und setzte sich in Bewegung. Er spürte das Temoras Blick wachsam auf dem Lager der Rabenkinder lag. Würde er bleiben, würde sie ihn bald aufgespürt haben, wenn sie es nicht schon getan hatte.
Ein letztes mal sah er zurück, ehe er den Keller verließ ohne zu wissen ob er je zurückkehren würde.