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Ein Brief von draußen
Verfasst: Montag 19. Juli 2010, 13:42
von Kimroth Gruenfels
Als das Schiff ankam, und ein Matrose auf Landgang war, um dem Don ein Schreiben zukommen zu lassen, da war sich der matrose vermutlich sicherer, als er selbst, dass Kimroth großzügig wär. Ein Brief gegen eine Dirne für einen ganzen nachmittag. Hoch spekuliert, aber immerhin war das Schreiben gesiegelt, und ein Verbrecher war ein Verbrecher.
Kimroth willigte auch tatsächlich ein. Was war schon eine Dirne zum halben Preis für ihn? Gewinn machte er ja genug. So oder so.
Er öffnete das Schreiben, las es akribisch durch - seine Augen weiteten sich.
Bester Kim von allen!
Ich, Arelius, brauche deine Hilfe, im Eingedenk an alte Freundschaften von früher. Du erinnerst dich sicher daran, was ich dir zuvorderst sagte? Nämlich, dass ich selbst ein Unternehmen führe? Ich habe den kapitän bestochen, er wird dich kostenlos zu mir bringen. Nimm ruhig ein paar deiner leute mit. Wir haben Probleme mit aufständischen Konkurrenten, die ich, bei Gelegenheit, raschestmöglich vernichten will. Bitte komm innerhalb der nächsten sieben Tage, und ich verspreche dir, ich werd dich entlohnen.
Beste Grüße von "draußen"
Arelius
Ein stirnrunzeln folgte. Kimroth müsste ein paar Tage verreisen, so wie es aussah, und er wäre kein Ehrenmann, würde er nicht einem persönlichen Freund helfen. Er würde also zunächst seine Sachen packen und hoffte, zum eigenen Spaß wegen, die Dirne war ansteckend. Auf der Rückfahrt gabs dann immerhin etwas Unterhaltung.
Verfasst: Mittwoch 28. Juli 2010, 11:04
von Kimroth Gruenfels
Ein Bote erreicht die Schenke "zur feuchten Meerjungfrau" am achten Tag nach Kims Abreise, adressiert an seine Leute steht folgendes zu Lesen darin.
Meine lieben Freunde, Kumpanen, Untertanen, Sklaven, Lustdienerinnen und Kriechgesindel!
Ich bin wohlbehalten auf Beregach angekommen und habe dabei unsere Rabenspionin mitgenommen. Wir trafen meinen Kumpel Arelius, der dort ebenfalls ein ähnliches Unternehmen führt. Besonders verstanden hat er sich auf das Fälschen von Münzen und Brandeisen für Rindvieh - sollten wir auch mal in Betracht ziehen.
Ein Konkurrenzunternehmen setzt ihm zu, und da er mir danach was schuldig sein wird, helf ich Arelius natürlich gern, versteht sich von selbst. Unsere Spionin ist gut. Sie hat sich bereits dort eingeschlichen und verfolgt die Pläne, Arelius zu stürzen. Ich hab mich dort ebenfalls als Geschäftspartner eingeschlichen und wir verfolgen einen richtig hinterhältigen Plan. Wir werden in den nächsten Tagen etwas sehr gemeines durchziehen.
Ich hoffe, die Taverne steht noch, wenn ich zurückkomme. Vertretet mich würdig. Sobald ich zurück bin, wird mal wieder ordentlich auf den Putz gehauen. Ich freu mich auf euch.
Bis bald
Euer Don
PS: Richtet Maria bitte aus, dass ich mir im Gedenken an sie auf meiner langen reise ihren Unterrock ausgeliehen habe.
Verfasst: Donnerstag 12. August 2010, 04:00
von Jonathan
...seine schönste Sonntagsschrift benutzend verfasste er eine Nachricht für den verreisten Don... nachdem dann ein Botenjunge recht großzügig entlohnt wurde, war er sich sicher, dass der Brief auch ankommen würde...
Datum: Heute, der Tag nach Gestern
Temoras Barte zum Gruße, allmaechtiger Anfuehrer!
Hoffentlich erreicht Dich dieser Brief noch vor deiner Abreise, sonst war mein großzuegiges Botengeld umsonst.
Selbstverstaendlich werden Deine autoritaere Herrschaft und Deine grandios-genialen Einfaelle vermisst.
Allerdings brauchst Du dir keine Sorgen um Dein Imperium zu machen, die Geschaefte laufen gut.
Nun, was gibt es zu berichten?
Nicht viel. Die neuesten Familienmitglieder sind manchmal mehr, manchmal weniger fleißig. Sie sind gerade dabei zu lernen, daß das Leben bei uns kein Zuckerschlecken ist. Aber wir versuchen uns natuerlich so gut wie moeglich um sie zu kuemmern. So große Dummheiten wie zum Beispiel Nalock, hat gluecklicher Weise noch keiner angestellt.
Insgesamt kann man also sehr mit ihnen zufrieden sein.
Beruhigend zu hoeren wird für Dich sein, daß die Fuechsin wieder aufgetaucht ist, und das Zepter der Macht sehr souveraen und professionell schwingt.
Die Ente war leider schon eine Weile nicht mehr zu sehen (ich glaube er hat Krach mit seiner Alten), aber sein Bruder, der Wolf, wollte ihn mal wieder ausgraben.
Ich selbst werde mich wohl schon bald als "Bezwinger des Totenreiches" bruesten und unheilvoll aus meinem Grab kriechen.
Außerdem habe ich einen nicht gerade leicht zu nennenden Auftrag erhalten, fuer den es aber sehr viele Lapislazuli als Belohnung gibt.
Weltpolitisch gibt es glaube ich nicht sehr viel zu erzaehlen:
Das Berchgarder Tor wurde wieder aufgebaut - wir koennen es also wieder einreißen.
Den Krieg zwischen Rahal und Menek'ur koennte man als ziehmlich kalt bezeichnen - Mal sehen wann Rahal uns, ihre Elite, zum Kampf ruft. Und ob man wieder etwas leichter an das Salz der Menekaner kommt.
In Bajard geht mal wieder eine Krankheit um - sie genießen nun mal nicht den Vorteil eines durch das Hafenviertel abgehaerteten Koerpers.
Das erhabene Volk der Lichtbringerin feiert wie immer wilde Orgien - aber greift auch naturgemaeß schnell an, wenn es jemanden mit unseren friedvollen Zeichen sieht.
Wir hoffen alle, daß unser geliebter Don schnell und unbeschadet wiederkehrt.
Sich im Geiste tief vor Dir verneigend,
