Eine Schriftrolle ergeht an den Gardehauptmann in Varuna
Verfasst: Montag 21. Februar 2005, 18:46
Sie konnte ihren massigen Körper nicht so schnell nach Hause tragen, wie es ihr lieb gewesen wäre. Während sie auf dem Wege noch einmal Revue passieren läßt, was geschehen war, treibt die neu entflammte Wut, der sonst herzlichen Frau, ihr die Röte ins Gesicht. Dies und das Schnaufen, verursacht durch ihre Eile hätten einen aufmerksamen Beobachter durchaus vermuten lassen, daß die Äderchen an den Schläfen dem Druck nicht mehr lange standhalten könnten.
„Det is mia ja noch nie passiat! So een frechet Luda det!“ So und ähnlich macht sie sich unterwegs Luft, bis sie den Hof erreicht.
Die beiden Türen des Holzgatters fliegen mit Wucht auf, als sie durch diese in Richtung des Hauses stampft.
Drinnen setzt sie sich dann sofort an den Tisch, der alte Strohhut wird durch den Raum gepfeffert. Flugs greift sie nach Pergament und Feder und läßt ihrer Empörung schriftlich freien Lauf.
An det weate Jardistenhoptmann!
Ik bin ja nu schon lange füa det frischn Brötschn füa det Garde da un det jab ja nie och de kleenste Klahge, von det beiden Seiten nich. Ik füül ma ja och imma jut beschüzt von de Jarde.
Aba heute is mia wat widafaaren, det is nu mal det zufiel.
Ik wa uf det Marjt, weil ik ja doch ma de alte Schürzze ma ne neue Faabe jeben mus und den hab ik jedacht, wo ik schon ma da bin, könt det Hemde denn och ne neue Faabe kriejn.
So, nun is uf det Marjt een Zelt jestanden un ik dahin, weil ik ja nich mitten uff det Marjt det Hemde ausziin kann, det wiad dea weate Hoptmann vastehn.
Ik also zu det Zelt un jesacht, det ik det Zelt ma bräucht un det det janz liebensjewürzig wea und eh ik mia det vaseh, füül ik mia jepakkt an meene Haare un fast aus det Zelt jezogen!
Un ik sach noch, det is ja keene Freundlichkeet, ik jeh och oone Jewalt.
Wenn det weate Hoptmann nu glaubt, det wea allet jewesen. Nee, weit jefeelt!
Den musst ik ma och noch beleidjen lassen von det Frau, det freche Luda und jedroot hat se mir och noch.
In de Tonne will se ma prüjeln, wenn ik nich jehe hat se jesacht.
Da ik ja nu aba een friedlicha Mensch bin, bin ik denn zu de Schneiderin zurük jejangen un hab ihr jesacht, det wiad nüscht mit det Hemde.
Nu weata Hoptmann, denk ik mia, det det nich sein kann, det wir uf unsere Marjt und von de fremde Leut de Hahre ausraissen lasen müsen un och nich bedroon.
Deswejen schreib ik jetz wie dea Hearr hies, zu det det Frau jehörte. Die hat det nähmlisch jesacht, det hab ik jehört.
Also det Name von de Mann is Irun und det Frau wa so in schwaazet jekleidet.
Die hatte och Aame wie andre Obaschenkl, aba sicha nich vonne Arbeet, so wie ik.
Ik hoff, det Ia euch det anneem weadet un det Frau sich ma entschuljen muß, denn hab ik det schon jesacht? So jeht det ja nich.
In det Hoffnung, det Ia se bald findet wünsch ik det Hoptmann nen schönen Tach und ik sache Danke für det Umstände
det Irmenlind Auenfeld von det Hof in det Näe Varuna
Nachdem die Tinte getrocknet, das Schriftstück gerollt und gebunden, begibt sie sich höchstselbst auf den Weg nach Varuna, um die Rolle beim Sitz der Gardisten einem von ihnen in die Hand zu drücken, mit den Worten:
„Det muss zu det Hoptmann un zwa schnell!“
„Det is mia ja noch nie passiat! So een frechet Luda det!“ So und ähnlich macht sie sich unterwegs Luft, bis sie den Hof erreicht.
Die beiden Türen des Holzgatters fliegen mit Wucht auf, als sie durch diese in Richtung des Hauses stampft.
Drinnen setzt sie sich dann sofort an den Tisch, der alte Strohhut wird durch den Raum gepfeffert. Flugs greift sie nach Pergament und Feder und läßt ihrer Empörung schriftlich freien Lauf.
An det weate Jardistenhoptmann!
Ik bin ja nu schon lange füa det frischn Brötschn füa det Garde da un det jab ja nie och de kleenste Klahge, von det beiden Seiten nich. Ik füül ma ja och imma jut beschüzt von de Jarde.
Aba heute is mia wat widafaaren, det is nu mal det zufiel.
Ik wa uf det Marjt, weil ik ja doch ma de alte Schürzze ma ne neue Faabe jeben mus und den hab ik jedacht, wo ik schon ma da bin, könt det Hemde denn och ne neue Faabe kriejn.
So, nun is uf det Marjt een Zelt jestanden un ik dahin, weil ik ja nich mitten uff det Marjt det Hemde ausziin kann, det wiad dea weate Hoptmann vastehn.
Ik also zu det Zelt un jesacht, det ik det Zelt ma bräucht un det det janz liebensjewürzig wea und eh ik mia det vaseh, füül ik mia jepakkt an meene Haare un fast aus det Zelt jezogen!
Un ik sach noch, det is ja keene Freundlichkeet, ik jeh och oone Jewalt.
Wenn det weate Hoptmann nu glaubt, det wea allet jewesen. Nee, weit jefeelt!
Den musst ik ma och noch beleidjen lassen von det Frau, det freche Luda und jedroot hat se mir och noch.
In de Tonne will se ma prüjeln, wenn ik nich jehe hat se jesacht.
Da ik ja nu aba een friedlicha Mensch bin, bin ik denn zu de Schneiderin zurük jejangen un hab ihr jesacht, det wiad nüscht mit det Hemde.
Nu weata Hoptmann, denk ik mia, det det nich sein kann, det wir uf unsere Marjt und von de fremde Leut de Hahre ausraissen lasen müsen un och nich bedroon.
Deswejen schreib ik jetz wie dea Hearr hies, zu det det Frau jehörte. Die hat det nähmlisch jesacht, det hab ik jehört.
Also det Name von de Mann is Irun und det Frau wa so in schwaazet jekleidet.
Die hatte och Aame wie andre Obaschenkl, aba sicha nich vonne Arbeet, so wie ik.
Ik hoff, det Ia euch det anneem weadet un det Frau sich ma entschuljen muß, denn hab ik det schon jesacht? So jeht det ja nich.
In det Hoffnung, det Ia se bald findet wünsch ik det Hoptmann nen schönen Tach und ik sache Danke für det Umstände
det Irmenlind Auenfeld von det Hof in det Näe Varuna
Nachdem die Tinte getrocknet, das Schriftstück gerollt und gebunden, begibt sie sich höchstselbst auf den Weg nach Varuna, um die Rolle beim Sitz der Gardisten einem von ihnen in die Hand zu drücken, mit den Worten:
„Det muss zu det Hoptmann un zwa schnell!“