Willkommen zuhause!
Verfasst: Montag 5. Dezember 2005, 03:56
Irgendetwas stimmte nicht mit ihr. Den ganzen Tag schon verspürte sie einen leichte Druck in ihrem Unterleib, der sie fast wahnsinnig machte. Vielleicht war sie gerade deshalb nicht lange auf dem Markt und kehrte dann wieder zurück nach Rahal, zurück in den Unterschlupf. Es war auch eher dieses mulmige Gefühl, welches sie dann in die Taverne zu Rahal gehen ließ, wo sie nun auf einem Stuhl saß und dem Gespräch der Anwesenden lauschte. Kerenes Kadogan, Rosella, Cathleen Veldiss, Arthos Amarth und sie selbst saßen um einen Tisch, einige fachsimpelten über die Kunst des Kampfes. Shyija stand auf, schob den Stuhl zurück. "Ich geh raus, ich brauche frische Luft, es geht mir nicht gut!" Mit diesen Worten verließ sie die Taverne und setzte sich an die Wand, legte eine Hand auf ihren Bauch. Ihre Brut schien heute unruhiger als sonst, sie wusste nicht warum. Doch war dem so. Spürte es die Unruhen im Land?
Shyija schloß die Augen für einen Moment, bis die Tür aufgestoßen wurde und Rosella nach draußen stürmte. "Geht es dir gut, Shyija?" Ihre Stimme klang besorgt. Shyija wollte doch nur allein sein. "Ja, mir geht es gut, es ist alles in Ordnung!" Ein Stechen fuhr in ihren Bauch. Ihr Gesicht war schmerzverzerrt. War das schon wieder eine Strafe dafür, dass sie das Nest verlassen hatte? Oder war es womöglich doch zu Schaden gekommen, damals, in Bajard? Immer wieder ließ sie ihre Hand über ihren Bauch gleiten, fast als wolle sie die Brut dadurch beruhigen. Rosella lehnte sich an das Geländer der Veranda der Taverne, nicht davon überzeugt oder gewillt, sie alleine zu lassen. Vielleicht war das in diesem Zustand auch alles andere als gut, wenn sie allein war. Immerhin wusste sie nicht, was mit ihr los war. Ihre Gedanken drehten sich im Kreis, weit entfernt hörte sie Rosella zu sich sprechen, sie antwortete auf all ihre Fragen, doch bekam sie wenig mit. Auch begann sie nach einiger Zeit zu zittern, Rosella ging kurz in die Taverne zurück um ihr ein Glas Wasser zu bringen. Auf dem Boden sitzend und die Hände auf ihre Knie stützend saß sie da, abwartend, was passieren würde. Hatte sie Angst? Angst konnte man nicht sagen, sie hatte selten Angst vor etwas und wenn, würde sie das sicher nicht zeigen. Nicht hier, nicht jetzt, nicht heute. Rosella kam, gab ihr das Wasser, doch es schien sich nicht zu bessern, so brachte Rosella auf nach der Suche um einen Heiler. Wer wusste schon, was mit ihr passiert war? Ob es nicht etwas gefährliches wäre? Sie hörte es in der Taverne reden, alle quasselten durcheinander. Sie versuchte sich darauf zu konzentrieren, doch waren ihre Schmerzen stärker. Ein lauter Schrei durchschnitt die Nacht, ließ die Redenden in der Taverne verstummen. Sie hörte das Quietschen eines Stuhls auf dem Tavernenboden, dann hastige Schritte. Kerenes schritt durch die Tür. "Shyija, was ist los?" Er kniete sich neben sie auf den Boden, doch brachte sie keinerlei Wort hervor. Ihr war schlecht, ihr Bauch schmerzte, ihr Kind rumohrte im Inneren, als würde es sich im nächsten Moment nach aussen treten wollen. Sie versuchte aufzustehen, doch war sie zu schwach und tat ihr Unterleib zu weh. "Woher kommt dieses verdammte ziehen?" brach sie heraus, Kerenes zuckte mit den Achseln, nur Cathleen sprach. "Ich vermute, es kommt!" Shyija sah zu ihr auf. "Bloß nicht, nicht heute, nicht... unter diesen Umständen!!" Doch das schien sich niemand aussuchen zu können. Ein zweiter Schrei durchbohrte die Nacht. "Shyija, du gehst sofort mit rein! Hier draußen ist es eindeutig zu kalt!" Cathleen und Kerenes halfen ihr auf, während ein weiterer Schrei aus ihrem Mund drang. "Sie muss liegen, ansonsten werden die Wehen nur bekräftigt!" Cathleen stützte ihren Rücken, sie schoben sie zurück in die Taverne. Kerenes zog seine Robe aus, legte sie auf den Boden. Danach betteten sie Shyija darauf, stützten ihren Nacken mit dem zusammengerollten Hemd Kerenes'. "Der Heiler wird gleich da sein!" Cathleen setzte sich hinter sie, wischte ihr den Schweiß von der Stirn. Shyija konnte nichts sagen, doch deutete sie immer wieder Richtung Norden. Sie wollte ihr Kind nicht hier bekommen, sie wollte im Unterschlupf sein. Und immer wieder flüsterte sie einen Namen vor sich hin: Mory. Doch sie wusste, er war nicht da, er würde nicht da sein. Würde sie ihr Kind im Unterschlupf gebären, wo niemand war, nicht ein einziger, wusste sie nicht, ob es das Kind überleben würde. Ob sie überleben würde. Sie würde den Weg nicht mehr schaffen. Sie wollte keine Schwäche zeigen, doch sie merkte deutlich: Bald würde sie ihr Kind gebären. Ihr ganzer Körper zitterte, die Zeit schlich vor sich hin bis die Tür aufgestoßen wurde. Rosella stürmte herein, hinter sich zog sie Minor mit sich. "Dort.. Dort ist sie!" Minor rannte zu ihr, ging vor ihr auf den Boden. "Es ist soweit..." flüsterte er den anderen zu. Shyija verkrampfte sich abermals, stieß einen nächsten Schrei aus. "Wieviele Wehen waren es?" Sie hörte nur noch unterbewusst zu, konzentrierte sich kaum noch auf das, was um sie geschah. Ihr Unterleib schmerzte, doch empfand sie die Schmerzen nicht als negativ, sie wusste nun, es war alles in Ordnung. Doch immer wieder flüsterte sie Morys Namen.
"Weiß jemand, ob der Erzeuger im Land ist?" Minor sah fragend von dem einen zum anderen. Shyija schüttelte den Kopf. "Er ist nicht da...!" Minor neigte seinen Kopf, sah sich um. "Wir brauchen baldig Tücher und warmes Wasser!" Shyija deutete weiterhin immer Richtung Norden. "Wir sollten ihr den Wunsch nicht abschlagen, dass sie ihr Kind in dem Unterschlupf bekommt... doch Shyija, ist dort jemand anwesend?" Es war niemand dort, zumindest nicht, als sie es vor ein paar Stunden verlassen hatte. Wer sollte auch dort sein? Und sie wusste nicht, was sie tun sollte. Mory legte ihr nahe, das er nicht wolle, dass sie es mit menschlicher Hilfe zur Welt brachte. Doch allein...? Sie konnte nicht einmal mehr allein stehen vor Schmerz. Ein weiterer Schrei ging durch die Taverne.
"Seit wann regnet es hier rein? Oder hat jemand etwas verschüttet?!" Shyija schien nun ein wenig klarer, nachdem die letzte Wehe eine Weile zurücklag. "Wie bitte? Oh nein..!" Minor sah sich hastig um. "Tücher, Tücher..! Schnell! Rosella!" ... "Die Fruchtblase..!" Shyija sah auf. "Die... Fru... WAAAAAAS?" doch da spürte sie die nächste Wehe, gewaltiger als die Wehe zuvor. Cathleen stützte sie weiterhin, Shyija's Atem wurde panischer, schneller. "Ruhig atmen!" Sie hörte nur noch Stimmen und Gemurmel um sich herum, es schien, als stünde sie neben sich umhüllt von den Schmerzen. "Und auf drei ... pressen!" ... "Nochmal!"... Shyija spürte, wie ihr die Kraft immer mehr ausging. Es war die letzte Wehe, die sie vollkommen schwächen lies, doch begann sie zu lächeln, als sie alle um sich herum freudig strahlend sah. Es war auf der Welt. Minor beugte sich auf, sah Shyija an, reichte ihr etwas. Sie sah die Schere in ihrer Hand an, setzte sie an und schnitt die Nabelschnur durch. Erschöpft sank sie dann zu Boden, ihr Kind in der Hand haltend. "Es ist ein Junge!" Shyija vernahm die Worte nur noch verschleiert, so sehr faszinierte sie ihr Sohn. "Zeriyon... mein kleiner Zeriyon! Willkommen zuhause...!"
Shyija schloß die Augen für einen Moment, bis die Tür aufgestoßen wurde und Rosella nach draußen stürmte. "Geht es dir gut, Shyija?" Ihre Stimme klang besorgt. Shyija wollte doch nur allein sein. "Ja, mir geht es gut, es ist alles in Ordnung!" Ein Stechen fuhr in ihren Bauch. Ihr Gesicht war schmerzverzerrt. War das schon wieder eine Strafe dafür, dass sie das Nest verlassen hatte? Oder war es womöglich doch zu Schaden gekommen, damals, in Bajard? Immer wieder ließ sie ihre Hand über ihren Bauch gleiten, fast als wolle sie die Brut dadurch beruhigen. Rosella lehnte sich an das Geländer der Veranda der Taverne, nicht davon überzeugt oder gewillt, sie alleine zu lassen. Vielleicht war das in diesem Zustand auch alles andere als gut, wenn sie allein war. Immerhin wusste sie nicht, was mit ihr los war. Ihre Gedanken drehten sich im Kreis, weit entfernt hörte sie Rosella zu sich sprechen, sie antwortete auf all ihre Fragen, doch bekam sie wenig mit. Auch begann sie nach einiger Zeit zu zittern, Rosella ging kurz in die Taverne zurück um ihr ein Glas Wasser zu bringen. Auf dem Boden sitzend und die Hände auf ihre Knie stützend saß sie da, abwartend, was passieren würde. Hatte sie Angst? Angst konnte man nicht sagen, sie hatte selten Angst vor etwas und wenn, würde sie das sicher nicht zeigen. Nicht hier, nicht jetzt, nicht heute. Rosella kam, gab ihr das Wasser, doch es schien sich nicht zu bessern, so brachte Rosella auf nach der Suche um einen Heiler. Wer wusste schon, was mit ihr passiert war? Ob es nicht etwas gefährliches wäre? Sie hörte es in der Taverne reden, alle quasselten durcheinander. Sie versuchte sich darauf zu konzentrieren, doch waren ihre Schmerzen stärker. Ein lauter Schrei durchschnitt die Nacht, ließ die Redenden in der Taverne verstummen. Sie hörte das Quietschen eines Stuhls auf dem Tavernenboden, dann hastige Schritte. Kerenes schritt durch die Tür. "Shyija, was ist los?" Er kniete sich neben sie auf den Boden, doch brachte sie keinerlei Wort hervor. Ihr war schlecht, ihr Bauch schmerzte, ihr Kind rumohrte im Inneren, als würde es sich im nächsten Moment nach aussen treten wollen. Sie versuchte aufzustehen, doch war sie zu schwach und tat ihr Unterleib zu weh. "Woher kommt dieses verdammte ziehen?" brach sie heraus, Kerenes zuckte mit den Achseln, nur Cathleen sprach. "Ich vermute, es kommt!" Shyija sah zu ihr auf. "Bloß nicht, nicht heute, nicht... unter diesen Umständen!!" Doch das schien sich niemand aussuchen zu können. Ein zweiter Schrei durchbohrte die Nacht. "Shyija, du gehst sofort mit rein! Hier draußen ist es eindeutig zu kalt!" Cathleen und Kerenes halfen ihr auf, während ein weiterer Schrei aus ihrem Mund drang. "Sie muss liegen, ansonsten werden die Wehen nur bekräftigt!" Cathleen stützte ihren Rücken, sie schoben sie zurück in die Taverne. Kerenes zog seine Robe aus, legte sie auf den Boden. Danach betteten sie Shyija darauf, stützten ihren Nacken mit dem zusammengerollten Hemd Kerenes'. "Der Heiler wird gleich da sein!" Cathleen setzte sich hinter sie, wischte ihr den Schweiß von der Stirn. Shyija konnte nichts sagen, doch deutete sie immer wieder Richtung Norden. Sie wollte ihr Kind nicht hier bekommen, sie wollte im Unterschlupf sein. Und immer wieder flüsterte sie einen Namen vor sich hin: Mory. Doch sie wusste, er war nicht da, er würde nicht da sein. Würde sie ihr Kind im Unterschlupf gebären, wo niemand war, nicht ein einziger, wusste sie nicht, ob es das Kind überleben würde. Ob sie überleben würde. Sie würde den Weg nicht mehr schaffen. Sie wollte keine Schwäche zeigen, doch sie merkte deutlich: Bald würde sie ihr Kind gebären. Ihr ganzer Körper zitterte, die Zeit schlich vor sich hin bis die Tür aufgestoßen wurde. Rosella stürmte herein, hinter sich zog sie Minor mit sich. "Dort.. Dort ist sie!" Minor rannte zu ihr, ging vor ihr auf den Boden. "Es ist soweit..." flüsterte er den anderen zu. Shyija verkrampfte sich abermals, stieß einen nächsten Schrei aus. "Wieviele Wehen waren es?" Sie hörte nur noch unterbewusst zu, konzentrierte sich kaum noch auf das, was um sie geschah. Ihr Unterleib schmerzte, doch empfand sie die Schmerzen nicht als negativ, sie wusste nun, es war alles in Ordnung. Doch immer wieder flüsterte sie Morys Namen.
"Weiß jemand, ob der Erzeuger im Land ist?" Minor sah fragend von dem einen zum anderen. Shyija schüttelte den Kopf. "Er ist nicht da...!" Minor neigte seinen Kopf, sah sich um. "Wir brauchen baldig Tücher und warmes Wasser!" Shyija deutete weiterhin immer Richtung Norden. "Wir sollten ihr den Wunsch nicht abschlagen, dass sie ihr Kind in dem Unterschlupf bekommt... doch Shyija, ist dort jemand anwesend?" Es war niemand dort, zumindest nicht, als sie es vor ein paar Stunden verlassen hatte. Wer sollte auch dort sein? Und sie wusste nicht, was sie tun sollte. Mory legte ihr nahe, das er nicht wolle, dass sie es mit menschlicher Hilfe zur Welt brachte. Doch allein...? Sie konnte nicht einmal mehr allein stehen vor Schmerz. Ein weiterer Schrei ging durch die Taverne.
"Seit wann regnet es hier rein? Oder hat jemand etwas verschüttet?!" Shyija schien nun ein wenig klarer, nachdem die letzte Wehe eine Weile zurücklag. "Wie bitte? Oh nein..!" Minor sah sich hastig um. "Tücher, Tücher..! Schnell! Rosella!" ... "Die Fruchtblase..!" Shyija sah auf. "Die... Fru... WAAAAAAS?" doch da spürte sie die nächste Wehe, gewaltiger als die Wehe zuvor. Cathleen stützte sie weiterhin, Shyija's Atem wurde panischer, schneller. "Ruhig atmen!" Sie hörte nur noch Stimmen und Gemurmel um sich herum, es schien, als stünde sie neben sich umhüllt von den Schmerzen. "Und auf drei ... pressen!" ... "Nochmal!"... Shyija spürte, wie ihr die Kraft immer mehr ausging. Es war die letzte Wehe, die sie vollkommen schwächen lies, doch begann sie zu lächeln, als sie alle um sich herum freudig strahlend sah. Es war auf der Welt. Minor beugte sich auf, sah Shyija an, reichte ihr etwas. Sie sah die Schere in ihrer Hand an, setzte sie an und schnitt die Nabelschnur durch. Erschöpft sank sie dann zu Boden, ihr Kind in der Hand haltend. "Es ist ein Junge!" Shyija vernahm die Worte nur noch verschleiert, so sehr faszinierte sie ihr Sohn. "Zeriyon... mein kleiner Zeriyon! Willkommen zuhause...!"