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Die Suche nach den Blauen
Verfasst: Montag 31. Mai 2010, 10:25
von Shirin Ifrey
Die Sitzung neigte sich dem Ende zu, da stellte der Kalif noch eine entscheidende Frage. „Gibt es Freiwillige die sich auf der Suche nach dem Unterschlupf der Blauen begeben?" Keiner meldete sich. Die junge Maartifeh atmete kurz auf, vielleicht tat ihr das ganz gut. Im Krieg nicht direkt neben Majdy zu stehen. Langsam hatte sie genug von ihm, Monate hatte er nun Zeit den Brautpreis aufzutreiben. Sie empfand Wut und eine solche Aufgabe könnte sie sicherlich ablenken. Da meldete sie sich auch schon. Zufrieden war der Kalif ob der Meldung und beauftragte sie dann nochmals genauer mit dieser wichtigen Aufgabe. Es würde noch ein paar Sitzungen mit den wichtigsten Kriegsführern geben, doch heute brach Shirin schon nach Bajard auf.
„Und denkt daran, wenn ihr euch auf dem Festland aufhaltet, versucht euch wie sie zu kleiden.“
Ein schlichtes grünes Kleid und ein paar Schuhe, war alles was sie trug. Sie verzichtete auf Waffen. Aber auch auf ihren Schleier und Kopfbedeckung. Schon auf dem Schiff bemerkte sie, dass sie nicht auffiel. Nichts unterscheidete sie mehr von den normalen Festländerinnen, nur etwas brauner war sie.. doch das gab es bei den Festländern mittlerweile auch. In Bajard angekommen führte ihr Weg in die kleine Bibliothek. Sie erhoffte sich keine wirklichen Anhaltspunkte. Der Sajneen erzählte ihr, sie solle an der Westküste Rahals suchen, dort hätte er einen Letharen verfolgt.. der dann spurlos verschwand. Doch die komplette Westküste Rahals absuchen? Und nach was sollte sie suchen? Löcher im Boden? Sie schüttelte bei den Gedanken den Kopf und schlug ein kleines Buch auf.. wieder nur Schund. Das Buch fand seinen Weg zurück in das Bücherregal. In Bajard gab es keine brauchbaren Informationen. Die Nacht nahm sie die letzte Kutsche nach Rahal. Noch ein ganzes Stück vor den Toren atmete Shirin tief durch. Warum sollte sie nervös sein? Keiner kannte sie dort. Sie sah aus wie eine Festländerin. Auch wenn es für eine Menekanerin unehrenhaft war, ihr Gesicht Menschen zu zeigen, sie wollte ihre Augabe erfüllen. In Rahal jedoch fand sie keine brauchbare Bibliothek, als sie sich in den Hallen des Stadthalters wiederfand ging sie eine Treppe hoch, doch hier hatte sie wieder kein Glück. Eine Wache stand im Gang und würde sie sicherlich nach einem Bürgerbrief fragen, sollte sie versuchen in die Stadtarchive zu kommen. Verdammt, sie musste sich etwas einfallen lassen..
[img]http://th02.deviantart.net/fs70/150/i/2010/118/4/1/Waiting_for_paladin_____by_Winerla.jpg[/img]
Verfasst: Montag 31. Mai 2010, 22:13
von Shirin Ifrey
Ihr Weg führte sie erst einmal wieder zurück nach Menek'Ur. Hier kam schon an den Stadttoren eine Wache auf sie zu. "Maartifeh Shirin, du sollst im Palast erscheinen." Sofort machte sie sich auf den Weg, im Palast angekommen fand gerade ein kleiner Empfang für die Vorboten der Tiefländer statt. Als die Esra Shirin sah nahm sie jene sofort beiseite.
"Wie geht es voran?" Shirin erzählte ihr von ihrer erfolglosen Suche nach Informationen. Dann setzte Safiya an und erzählte ihr etwas was die Paladina von Hohenfels ihr berichtete. "Der Eingang muss an der Westküste Rahals liegen, um genau zu sein Nord-Westen. Noch in der Sichtweite der Stadtmauern Rahals. Man sollte wohl nach einem Höhleneingang ausschau halten." - "Ich mache mich gleich auf den Weg." Da hielt die Esra sie noch mit ihren Worten auf. "Pass auf, nicht dass die Wachen dich sehen und schicke jeden Tag einen Boten, dass es dir gut geht. Vielleicht sollte man noch die Elfen aufsuchen." - "Aiwa, dies wollte ich auch, doch die Elfen haben die Angewohnheit sich viel Zeit zu lassen.." Die Esra nickte darauf.
Überraschend war die plötzliche Wende, wo sie zuvor mit nichts da stand, wusste sie nun schon den Ort. Soweit sie sich erinnerte war in dieser Küstengegend ein kleines Wäldchen und weiter dahinter einen Sumpf, dies fande sie gestern auf einem kurzen Spaziergang bei Rahal schon heraus.
Und wenn jemand wusste, wo in Wäldern und Sumpfen Höhlen sind.. sind es die Waldelfen.
Und sie machte sich auf den Weg zum Nebelwald..
[img]http://th08.deviantart.net/fs14/150/i/2007/098/c/f/gilford_wood_in_the_fog_by_nightwing1975.jpg[/img]
Verfasst: Dienstag 1. Juni 2010, 17:59
von Shirin Ifrey
Shirin kam zu der Ruine nahe des Nebelwaldes. Sie würde hier auf die Elfe, Anor'iell Cenedril warten. Sicherlich wird sie Shirin hier finden. Es dauerte nicht lange da hörte sie wie sich jemand näherte. Es war die besagte Elfe. Sie begrüßten ich und als Shirin sah wie skeptisch sie gemustert wurde - Shirin trug ein grünes Kleid und einen Strohhut um ihr Haupt wenigstens irgendwie zu bedecken - erklärte sie der Elfe was der Kalif ihnen auf den Weg mitgab: "Denkt daran, kleidet euch wie Festländer." Sie kamen ins Gespräch und Shirin kam sofort zu den Fragen, welche sie am meisten interessierte. Doch Anor'iell konnte ihr nicht genau sagen wo der Eingang zum Unterschlupf der gefallenen Brüder war. Sie bestätigte den Eingang ebenfalls auf die Nord-Westküste. Also musste sich Shirin wohl oder übel auf eigene Suche machen.
"Vielleicht könnt ihr mir sagen, ob es am Eingang oder tiefer, Fallen oder dergleichen gibt?", fragte Shirin. Anor'iell antwortete ihr mit melodischer Stimme, "Ich könnte mir gut vorstellen, das der Zugang eine Magie birgt, die vond en Magiern und Priestern ihres Volkes aufrecht erhalten wird. Sozusagen eine Art Schutzzauber, ähnlich dem von Ered Luin. Jedoch - und das möchte ich hinzufügen - unterscheidet sie die unsere Magie von Ihren sodass etwaige Abfolgen gewiss erkannt, aber nicht nachvollzogen werden können. Ihr müsst stets daran denken: Sie sind das Gift Alatars. Wenn sie keine Fallen haben, würde ich mich schwer wundern." Nun hob Shirin skeptisch die Brauen, ihre Suche würde wirklich gefährlich werden. "Wie kommen wir dann hinein? Durch Priester?" - "Nun das bereits Personen verschleppt wurden, und somit ungeschadet hinein kamen udn gewiss auch weider hinaus, wird es wohl keinen Priester gebrauchen um einen Zugang zu finden. Gerade wenn ihr Schutz Magischer Natur ist, wird ein Priester wenig helfen können. Jedoch ist es ratsam und gleichsam sinnvoll einen der euren Preister mitzunehmen. Immerhin bergen sie die Kraft Eluives.
Ihre Sprache, so sagt es, sei das Gift Alatars. Beherrschend, brechend, blendend, als auch gespalten. Traut nie ihrer Worte - es wäre einer Vergiftung gleich."
Shirin legte ihre Stirn in Falten. Wenn die Letharen soetwas konnten, war eine Menekanerin sicherlich nicht schwer hinter das Licht zu führen. Das erstemal auf ihrer Reise spürte Shirin Zweifel. "Ich weis nicht ob ich stark genug bin, wenn ihre Worte zu brechend sind" Anor'iell sprach ihr nun Mut zu: "Das Volk desr Sonne ist ein starkes Volk, gestählt durch seine Geschichte" Shirin lächelte auf und bedankte sich bei der Elfe für diese Worte. Doch innerlich herrschte noch immer die Unsicherheit. Hoffentlich würde sie keinen Letharen begegnen. Anor'iell sprach dann weiter:
"So es meine Wege zulassen, werde ich vor den Stunden des Krieges eintreffen und euch weitere Kostbarkeiten überreichen. Und euch natürlich im Kampf beiseite stehen." Nun bedankte sich Shirin nochmals für ihr Wissen dass sie mit ihr teilte. Anor'iell gab ihr noch Champignons Ered Luins mit, sie erkläte ihr, dass sie die Weisheit und Weitsichtigkeit Phanodains schenkten. Shirin würde diese Gabe sofort an die Magier ihres Reiches überbringen.
Anor'iell machte ihr nochmals Mut und so ging Shirin wieder los, zurück nach Rahal um den Wald und Sumpf der Nord-Westküste nach Höhleneingängen zu durchforsten.
Verfasst: Freitag 4. Juni 2010, 00:43
von Shirin Ifrey
"bäh", schnaubte sie aus als sie den ersten Schritt in den Sumpf machte. Sie vermied den Weg am Tor entlang. Auch wenn sie als eine Heilerin durchgehen könnte, die nur nach Kräutern sucht - dies war jedenfalls ihre Tarnung - war das entlanglaufen am Tor Rahals zu Kriegszeiten wohl doch etwas auffällig. So kam sie von hinten angeschlichen.. durch den Sumpf. Shirin kannte sich mit diesem weichen und matschigen Boden nicht aus. Sie kannte nur den heißen Boden der Wüste.
Der Abend dämmerte und sie kam näher an die Mauern heran, sie konnte diese schon ausmachen, doch von der Mauer aus konnten die Wachen sie wohl kaum in den dichten Ästen wahrnehmen. Sie atmete tief durch und begann dann langsam aus dem dichten Wald zu gehen.
Sie hatte etwas ins Auge gefasst, die Ruine. Es war vielleicht etwas naiv, aber ein Versuch, den Eingang dort zu suchen war es wert. Sie beugte sich zu einem Kraut hinab dass sie von Saajids Alchemietisch kannte und nahm es mit, nur um den Schein zu wahren, denn jetzt war sie in Sichtweite. Gerade als sie auf die Ruine zusteurn wollte sah sie einen Panther in einem kleinen, wohl damals Nebengäube der Ruine, herumstreunern.
Eine Gänsehaut breitete sich auf ihren Körper aus. Doch zu ihrem Glück interessierte sich der Panther nicht für sie. Wo ein Panther da seine Kinder? Und da konnte sie ihren Augen nicht trauen.. ein Gesteinshaufen am Gebirge, direkt neben den Mauern Rahals, der Höhleneingang war.. ja förmlich riesig. Sie wandte sich herum und verschwand mit den Blick gen Boden wieder im Wald.. sie würde warten bis es dunkel wird..
Als die Sonne schon zwei Stunden untergangen war und die Wachen schon längst ihre Fackeln anmachten - Rahal erhöhte seine Anzahl an Wachen seltsamerweise nicht, Hochnäßigkeit oder Leichtsinn? - kam sie aus ihrem Versteck. Sie wusste von Geschichten, das Panther in der Nacht jagten. Da würde ihnen ja auch ihre Fellfarbe gut nützlich sein.
"Eluive hilf', gib mir Kraft." War ihr Stoßgebet, in dem Moment wo die Wache mit der Fackel wieder den Weg gen Osten ansetzte und somit der Weg jedenfalls nicht erhellt war. Sie eilte los, jedoch rannte sie nicht. "Mache das er weg ist, bitte.." Sie lief auf die Mauer zu, welche der Mond ihr erhellte und drückte sich an diese als die Fackel der Wache wieder näher kam. Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals. "Eluive.." Und man sah sie nicht.. Langsam schob sie sich an der Mauer entlang und fand sich vor dem Höhleneingang wieder.
Gänsehaut breitete sich aus als sie nur hinein sah. "Das Volk der Sonne ist stark, gestählt durch seine Geschichte.", klangen die Worte der Elfe in ihren Ohren. Und sie war eine Maartifeh, wenn eine Menekanerin mutig sein musste, dann sie! Sie ging hinein.
Seltsames Blaues Licht kam ihr entgegen. Die Höhle wirkte mystisch. Und sofort begann sie zu zittern. Etwas unheilvolles kam in ihr auf. Sie ging nur ein paar Schritte tiefer bis sie sich sicher war.. würde sie weiter gehen, wäre sie tot. Fallen.. oder gar ein Lethar selbst würde ihr die Kehle aufschlitzen.
Es war der Eingang.
Sie schlich sich hinaus und als sie sich wieder an der Mauer fand ging ihr Herzschlag langsam wieder ruhiger. Da hörte sie es. Ein Fauchen. Oh ja wie dumm von ihr, Alatar würde auf die Jagd gehen, als bräuchte er Futter. Sie hatte eine Waffe dabei, aber der Kampf mit der Raubkatze würde alle Wachen vor die Tore schicken. Wegrennen? Nun ja, vor einer Katze? Ihr blieb keine andere Wahl. Sie rannte...
Hinter ihr hörte sie es, die Tatzen kamen näher.. ihre Schritte wurden jedenfalls nicht von den Wachen vernommen. Sie kam außer Sichtweite der Mauern ehe die erste Pranke über ihren Rücken sich zog. Shirin unterdrückte einen Aufschrei und rollte auf den Boden vorne ab. Die Katze sprang hinterher und verbiss sich in ihrem Oberarm. Nun schrie sie auf als die Fänge sich in ihren Oberarm vergruben. Doch es stieg wieder in ihr auf, der Mut.. sie würde nicht verlieren, sie hatte die Informationg efunden, ihr Auftrag war erfüllt.. sie würde jetzt nicht sterben! Sie nahm ihre Kraft zusammen, auch wenn sie schwere Raubkatze sie zu Boden zwang, und griff an ihre Seite nach dem Pyriandolch. Shirin, ein Stoß, du schaffst das. Und dann sackte der Panther über ihr zusammen.. sie hatte das Herz getroffen.
Nicht liegen bleiben.. weiter weiter.. los.. weg, wenn jemand den Schrei gehört hat? Und du hast einen Panther getötet, auf rahalischen Reich.. weiter los!
Sie richtete sich auf und eilte zurück zur Stadt. Ja es war Irre aber sie musste die Kutschstadion erreichen, sie stellten keine Fragen gegen ein gewisses Entgeld. Den Schrei vernahm scheinbar keiner, oder es war alltäglich das man einen Frauenschrei aus dem Wald hörte.. oder man half einfach nicht? Der Kutscher musterte sie skeptisch, gegen ein paar Goldmünzen brachte er sie nach Bajard. Und gegen eine Krone schwörte er, nichts von ihren Wunden zu erzählen. In der Kutsche schüttete sie einen Heiltrank über die Wunde, es brannte scheußlich und verband sie Wunde. Es würde erst einmal genügen, jedenfalls konnte sie laufen, auch wenn jeder Schritt schmerzte und ihr Rücken fühlte sich an wie Feuer. Den linken Arm konnte sie, als sie in Bajard ankam, gar nicht mehr bewegen. Doch sie ging trotzdem zu einem Schiff um nach Menek'Ur zu fahren, im Gepäck eine Karte...
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