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[Quest]Wenn Träume wahr werden...

Verfasst: Samstag 8. Mai 2010, 12:04
von Naxera
Es ist Nacht auf Alathair. Die Welt liegt im Schatten. Zeit zu schlafen... Zeit zu träumen...
Viele liegen noch wach und finden erst spät ihren Schlaf - manche legen sich nieder und schlafen sofort ein. Manche schlafen sehr friedlich, manche unruhig - und manche dösen auch nur dahin. Doch eines haben sie alle gemeinsam, die Schläfer der Nacht...
Sie träumen.
Träume beflügeln uns, sie leiten uns, sagen uns sehr selten die Zukunft voraus - sie gehen ungeahnte Wege, und kaum jemand weiß wirklich, was sie uns sagen - wohin sie uns führen.
Manche behaupten, wenn wir träumen öffnet sich uns das Fenster in eine andere Wirklichkeit, eine Wirklichkeit, in der unsere Fantasien Wirklichkeit werden. Sie sind mehr als Tagträume, sie zeigen uns Bilder - Bilder von Dingen, die wir so noch nie gesehen, ja gar geahnt hätten... Dinge, die so skuril, so schön, so furchterregend sind, dass sie uns Furcht, Freude und Spaß bringen. Manchmal scheinen sie auch einfach nichts zu Sagen zu haben...

Heute Nacht jedoch ist irgendetwas anders. Vielleicht spürt es der Eine oder Andere Magiebegabte. Ein Schleier ist gefallen - aus welchen Gründen auch immer das passiert sein mag - und dieser Schleier öffnet ein Tor, ein Tor, das zuvor nur ein verschlossenes Fenster war. Heute nacht beginnt es, und die Träumer werden mit Unter feststellen, dass alles wahr ird.
Skurilitäten, Monstren ungeahnter Herkunft, Gespinste, Gestalten - sie kommen durch das Tor zu uns.
Der Träumer wird bemerken, dass der Schlaf Folgen haben könnte - Folgen für das, was da noch kommen möge.

Oh ihr nichtsahnenden Träumer! Haltet die Augen offen, denn der Schleier ist gefallen.
Und so fängt es also an...

Verfasst: Samstag 8. Mai 2010, 14:35
von Adrian von Hohenfels
Von Schatten zu Schatten wanderte die Gestalt. Ein eisiges Schmunzeln huschte über die Lippen. Es war seine Stadt, sein Heim.. neues Heim! Er blickte an sich herab. Blaue Haut.. alles hatte sich geändert. Ein Erwählter des wahren und einen Herrn! Er war noch er selbst und doch gesegnet.. endlich gesegnet, durch die Macht und Kraft des Alleinen, der sich seiner angenommen hatte.

Einzig seine silbernen Haare und sein wohlbekanntes Gesicht, wenngleich es nun eine andere Farbe innehatte, zeugten davon, wen man vor sich hatte. Er blickte in die Tasche an seiner Seite. Äpfel.. wie widerlich er sie doch gefunden hatte. Und doch waren sie Teil seines jetzigen Werkes. Wie amüsant und wie passend, sein neues Ich zu präsentieren. Das Gift, dass diese Äpfel tränkte, würde sein Werk tun. Einzig mussten sie unter die Leute verbracht werden. Sollten sie dies geniessen, ihr letzter Genuss in diesem Dasein!


Schweissgebadet wachte er an diesem Morgen auf. Darna lag noch schlafend neben ihm. Er schnaufte einige male tief durch und blickte gen Tür. Es war noch früh. Es war schon früh als sie endlich zu Bett gehen konnten. Viel Schlaf konnte er nicht hinter sich haben. Entsprechend fühlte er sich auch. Und dann dieser Traum.. was für ein Traum..! Aber war er wirklich verwunderlich nach dieser Nacht, der Begegnung mit dieser Letharin, die ihnen so gewitzt entronnen war? Er schlich hinaus, kaum mehr wirklich an Schlaf zu denken, nach diesem Traum. Eine kurze Morgenwäsche gönnte er sich, verdrängte den Traum bereits über das kühle Wasser wieder. Nein er würde nicht darüber reden, man musste ihn ja für verrückt halten.

Verfasst: Samstag 8. Mai 2010, 16:22
von Rafael von Arganta
Mit einem Kuss verabschiedete er sich von Rahel, Rhys und Alestea, die beiden Zwillinge hätten ihn am liebsten begleitet.
Mit einem sachten Lächen zog er sich die Plattenhandschuhe über die Finger, deren Farbe ein tiefes Schwarz zeigte.
Schwarz wie die Rüstung die er Trug.
Nur für den Moment fragte er sich wem er diente.
Alatar?
Nein ... es war Temora und doch die Rüstung schwarz.
Nur kurz runzelte er die Stirn über diesen Umstand, doch kümmerte es ihn auch nicht weiter.

Als er die Tür zu seinem Anwesen schloss und hinausschritt zu der Armee die bereits auf ihn wartete, war dieser Gedanke bereits Vergangenheit.
Das Banner das von Sir Cedric, dem Heermeister, getragen wurde, zeigte einen roten Drachen auf schwarzen Grund vor gekreuzten Schwertern.
Ein Wappen wie ihn jeder der Streiter auf der Rüstung trug.
Sein Wappen.

Erwartungsvoll war die Stimmung die ihm entgegenschlug,
Ein großes Heer, und doch war die Ruhe schon bereits unheimlich die es umgab.
Einzig das Schnauben der Pferde aus dessen Nüstern der warme Atem wie Rauch emporstieg durchbrach jene.
Rafael schritt durch die Reihen der Streiter.
Cedric, Akarius, Selissa... und doch war es als suche er wen.
Vorne die Reiter, die Ritter, dann einiges an Fußvolk, Bogenschützen, danach Magier ... Untote, und Hundeführer die an jeder Hand einen Höllenhund führten. Danach folgten Gestalten, den Zyklopen nicht unähnlich und doch mit Schuppen auf der Haut, und über allen schwebte der Drache Kryndlagor.
Roter Drache auf schwarzem Grund ...
Diente er ihm?
Kaum merklich schüttelte er den Kopf und erschrak als sein Vater zu ihm trat und ihm auf die Schulter klopfte. Der Blick mit dem er ihn ansah war voller Stolz.
„Vorgestern nahmen wir Rahal und zerstörten es.
Heute ist es Adoran! Sie fürchten uns Rafael. So sehr sie auch feierten das die Pantherstadt zerstört wurde, wissen sie doch das sie nun an der Reihe sind. Reiten wir!“
Rafael sah seinem Vater nach, bevor der Blick auf die Reihen der Streiter stieß.
War dieses wirklich Temoras Willen?
Unsicher für den Moment stieg er auf sein Pferd, hob das Schwert und tausendfach erscholl sein Name.
Wie ein Siegeszug, trunken vor Kampfeslust und voller Tatendrang rückte man vor, gen Adoran. Wo dessen Streiter bereits vor den Toren standen.
Allen voran Mariella, dahinter ... Adrian, Darna... vor dem Heer des Reiches.

Adrian, Darna ... Rafael.
Zu dritt waren sie einst unschlagbar, oder hielten sich zumindest dafür und jetzt?
Das ganze war ein Alptraum. Sein Alptraum.
Gegen seine Freunde zu streiten. Doch die Entschlossenheit in ihm ließ keinen Zweifel zu.
Um zu siegen musst er an ihnen vorbei.
Mariellas Worte hörte er kaum, Sein Vater sprach mit ihr und als sie aus dem Wege trat, wusste er was zu tun war.
Das Visier des Helmes schließend, fasste er das Schwert fester.
„ ZUM ANGRIFF!“ brüllend galoppierte er vorwärts, Adrian direkt auf ihn zu, der Blick beider Kämpfenden Entschlossen. Und schon prallten überall Schwerter auf Schwerter. Bruder gegen Bruder.
Kampfeslärm um sie herum und dumpf drang ein pochen ein Hämmern an seine Ohren.
Jemand hämmerte an die Tür, riss ihn somit aus diesem Alptraum heraus, und wirr, fast erleichtert fuhr er auf, für den Moment nicht wissend wo er war.
Das Rathaus von Berchgard.
Er war wohl in der Nacht am Schreibtisch eingeschlafen und hatte diesen dummen Alptraum gehabt.
„Ich mach wohl ersteinmal Tee?“ hörte er Rahel wie aus der Ferne sagen, und war für den Moment dankbar dafür.
Jedenfalls nahm er sich vor nie wieder an diesem Schreibtisch zu schlafen.
Die Träume die hier hervorgebracht wurden waren nicht gerade förderlich für sein Gemüt.

Verfasst: Samstag 8. Mai 2010, 20:41
von Nalock Maron
*Er schlief fest in dieser Nacht im dreckigen Tavernenzimmer, seine Träume waren fast wie jede Nacht, jeder anders doch immer kehrte eines zurück, seine Iriel*

Er lief über eine Sommerwiese, die Blumen gingen ihm bis zum Bauch, neben ihm stand sie und er blickt an ihr hoch wofür er sich setzen musste.
Dann beugte sie sich runter und streichelte ihn, ihr kleines Hündchen welches er im Traum ganz und gar war.Er hatte langes, nicht gerade glattes braunes Haar, und ging ihr mit dem Kopf bis zur Hüfte.
Plötzlich warf sie ein Stöckchen er wusste nicht woher sie es hatte doch er ließ sich auf das Spiel ein und holte es zurück, wobei er dem Stück Holz mit unglaublicher Geschwindigkeit hinterherjagte.
Als er weiterrannte sah er wieder Iriel, die im gras gehockt war, und er sprang auf sie zu, und wurde aufgefangen, denn er war nichtmehr groß sondern ein kleiner Welpe, mit runden schwarzen Augen und kurzen Fell.
Und sie streichelte ihn, kraulte den Bauch und nach und nach veränderte sich die Umgebung ohne das er es merkte, erst als sie sich erhob erkannte er den Keller wieder indem er gefangen gewesen war.
Doch er saß nicht im Kerker sondern sah, immernoch als Welpe durchs Gitter in die Zelle hinein, wo er gerade mit tränken malträtiert wurde. Ein sanfter griff am Halsband der leicht nach hinten zog und er wendete sich um, dort war sie wieder und der Kerker war plötzlich weit weit weg, erneut war er auf der Blumenwiese und wurde von ihr gestreichelt, er wusste nicht wie lange aber er wünschte es würde immer so weitergehen.

Verfasst: Samstag 8. Mai 2010, 21:45
von Selast Silbergras
Mist! Irgendetwas muss ich bei diesem wirren Frühlingswetter erwischt haben...

Äußerlich abwechselnd fiebernd und fröstlend, innerlich kochend und tobend vergrub sich Iriel unter ihrer Gänsefederdecke, nachdem sie einen "Kräutertee" ihrer Zwillingsschwester halb hinuntergewürgt hatte.
Bah, Io will mich nur vergiften!! Grausig!
In schierer Verzweiflung schlug sie schlapp eine Beule in ihr Kissen. Diese Krankheit war ätzend.. Sie musste sie loswerden! Gehetzt wanderte ihr Blick herum, ehe eine Welle der Schwäche sie wieder erfasste.

Ich.. bin.. soooo.. müde...
Ihre Augenlider flirrten, Schwärze umgab sie.
...

Langsam formierten sich Farben erneut vor ihren Augen. Iriel stand in einem grauen Meer, dessen Wasser eher die Konsistenz von Nebel hatte, über ihr zog eine Wolkenformation auf... Ein Kreischen wollte aus ihr bersten, als sie erkannte, dass sich die zuerst flauschigen Wolken zu hohlen Schädeln zusammenzogen! Doch sie brachte keinen Laut hervor... Iriel griff sich an die Kehle und zuckt wieder zurück - auch ihre Hände waren nur blanker, dürrer Knochen. Entsetzt stürtze sie rückwärts in das Nebelmeer.
Wieder Schwärze.
Dann ein farbiger Kleks in der Ferne, der zu einem hechelnden Hündchen heranwuchs - Nalock! Zögerlich kitzelte ein Glücksgefühl an ihrem Herzen. Das Tierchen warf einen Dackelblick zu ihr hinauf - in seinen Augen leuchtete unendliche Trauer auf, die Gestalt schien wieder zu schmelzen.
Da explodierte es in der Nähe und ein Farbstrudel gab einen riesigen Drachen frei, glänzend schwarze Schuppen, Fangzähne, enorme Krallen... Ein Feuerball schoß auf das Hündchen zu, es rettete sich in Iriels Arme. Sie wurde durch die Wucht, die Schwere des kleinen Tieres schier nach hinten geworfen.
Das Nächste, was sie sah, war eine Drachenkralle, die drohend nach beiden griff! Als sie sich zu Tode geängstigt umwandte, um wegzulaufen, hing die Schädelwolke vor ihr und bildete sich rauschend zu einer berobten Gestalt, die den Dolch anhob, um ihn in ihr Herz zu rammen. Ein Schrei bahnte sich den Weg aus ihrer Kehle...!



Qualvoll aufschreiend erwachte Iriel wieder schweißgebadet in ihrem Bett - der Kräutertee ronn auf dem Boden entlang, wie sich reckende Arme. Ihre Brust hob und senkte sich, wie sie aufgerichtet im Bett saß und einfach nur schluchzend japste.
Als die Spannung wieder nachließ, sank sie mit beiden Händen ihr blasses Gesicht bedeckend zurück aufs Bett.
Ihr Götter! Wenn es euch gibt, steht mir bei! Ich muss.. leben!

Bald sank sie wieder in einen fiebernden Schlaf, doch diesmal verschonten die bösen Träume sie. Sie konnte sich auskurieren.

Verfasst: Samstag 8. Mai 2010, 23:54
von Tarja Thyrmon
Diese eine Nacht begann für sie anders als jede andere Nacht. Ihr Unterbewusstsein rebellierte und ließ sie schlecht einschlafen. Die hämmernden Kopfschmerzen taten ihren Rest. Diese Nacht fühlte sich anders an, irgendwas stimmte nicht mit den sekundären Energien. Irgendetwas veränderte sich. Kam es ihr nur so vor oder war diese Nacht dunkler als die Nächte zuvor? Sie schüttelte den Kopf und wandte sich vom Fenster ab, um zu Bett zu gehen. Der Tag war anstrengend gewesen und sehr zeitaufwendig. Sie hatte sich ein wenig Ruhe verdient.

Doch die Ruhe sollte ihr nicht so wirklich vergönnt sein..

Es war ein pulsierendes, immer wiederkehrendes sanftes Beben, welches hier und da stärker wurde. Zeitweise so stark, dass es kaum möglich war, sich auf den Füßen zu halten. Sie stand da und versuchte ihr Gleichgewicht zu halten, versuchte, davon zu laufen. Doch sie hatte keine Möglichkeit. Es war, als würde sie auf diesem Fleck stehenbleiben. Sie versuchte den Auslöser für all das zu finden, aber auch das blieb ihr verwehrt. Stattdessen vernahm sie die huschenden Schatten, die sie wie kleine Wirbelwinde umgaben. Leise, irre Stimmen machten sich in ihren Gedanken breit. "Wir kommen, um euch alle zu holen..", und ehe sie sich versah, waren die wirbelnden Schatten verschwunden und hinterließen nichts weiter, als ein irres Kichern. Was um alles in der Welt war hier los?

Schweißperlen standen der Magierin auf der Stirn und sie wälzte sich unruhig in ihrem Laken hin und her. Es gab selten etwas, was sie aus der Ruhe bringen konnte, aber Albträumen konnte kein Mensch wirklich standhalten. Und doch schien es, als würde sie im nächsten Moment absolut ruhig im Bett liegen. Hatten sich die wirren Träume für diesen Abend gelegt?

Ihre Schritte hallten über den Korridor und sie versuchte den Weg zu finden. Sie versuchte voranzukommen und doch schien es so, als würde sie sich kaum vom Fleck bewegen. Sie begann zu rennen. Irgendwie musste sie doch von diesem Ort wegkommen? Sie blickte über die Schulter zurück, als das irre Kichern wieder in ihrem Ohr ertönte. Schnell kniff sie die Augen zusammen und hielt sich die Ohren zu. "Geht weg! Ich will euch nicht mehr hören!". Blindlinks rannte sie weiter und suchte nach einem Ausweg. "Wir kriegen dich.. wir kriegen euch alle!" hörte sie die grelle Stimme wieder in ihren Gedanken. Oder hallten sie wirklich durch diesen Korridor? Panik überkam sie und sie rannte weiter. Weiter und weiter, bis sie fiel.. und sie fiel und fiel immer weiter in die Tiefe.

Japsend wachte Tarja auf und versuchte ihre Umgebung zu lokalisieren. Weit entfernt hörte sie das irre Kichern der Schattenwirbelstimmen. Erst, als sie der Traumwelt entflohen war, wurde ihr bewusst, dass sie sich in ihrem Bett befand. Das Laken war wild um sie gewickelt und durchnässt von ihrem eigenen Schweiß, der ihren Körper benetzte. Ihr Herzschlag raste und der Puls presste das Blut in Windeseile durch die Adern. Sie nahm einen Schluck von dem kühlen Wasser neben ihrem Bett, um ihre Sinne wieder zu klären. Es wirkte. Sie fühlte sich besser. Und dennoch ...

... irgendetwas stimmte nicht. Es dauerte nicht lange, bis sie ihre Augen wieder geschlossen hatte. Die Traumwelt wollte sie nicht loslassen. Nicht jetzt. Noch nicht. Es gab noch so vieles, was über dieses Medium in die Welt gebracht werden musste. Angst, Verwirrung, Panik und Wahnsinn.

"... wir kriegen euch alle!"

Verfasst: Sonntag 9. Mai 2010, 02:41
von Valterian de Valshess
Die wahren Abscheulichkeiten, der Wahre Schrecken auf Erden;

Es war grausam, das schlimmste was man sich nur erdenken konnte. Überall dieses Licht, überall diese frohen Farben. Ein riesiges Gebäude. Oben auf den Hohen Türmen erschallten die hellen Glocken dessen klang einen rechtschaffenen Alatar gläubigen bis aufs Mark erschauern ließ.
Keine Chance auf Flucht, das große Gebäude erschien wie in einem großen Kreis gebaut. Kein Ausgang. Nur Türen, Türen die sich ähnelten, Türen so man Sie öffnete nur dazu führte das Ihre Zahl sich vermehrte. Versenkte man einen in Flammen, kamen dafür zwei neue.

Ihre Stimmen, so widerlich freundlich. Immer wieder einem belehrend. „Ist es das, was dich wirklich erfüllt, schwarzer Magier? Befriedigt dich das Endlose Töten? Du hast doch einen so schönen Garten, willst du das man Ihn dir zerstört so wie du anderer Leben zerstörst?“ Ihrer Worte waren unendlich. Egal was man Antwortete, sie waren Meister der Rhetorik, einem in allen Belangen überlegen. Fand man doch einmal die passenden Worte, verfiel einer von Ihnen in schweigen, doch wo einer besiegt erschien, waren zu viele anderer bereit seinen Platz einzunehmen um der Diskussion fortzuführen. Jedes Wort wurde umgedreht. Dazu dieses Helles Licht das einem unentwegt blendet.

Wieder ein Toter, wieder ein Ziel das mit aller gebotenen Macht in Flammen aufging. Doch sie schreiten nicht! Sie weinten nicht! Sie lächelten im Angesicht des Todes einem nur entgegen. Dankten einem für Ihre Erlösung. Wünschten Glück oder fanden freundliche Worte des Abschiedes. Das Gefühl der Befriedigung blieb aus. „Priester der Lichten Götter“. Grausam, Schrecklich, Schlafraubend, am Tage wie auch in den Nächten. Mal klein, mal Groß, mal mit Spitzenohren. Man dunkelheutig, mal hellheutig.

Valterian war in diesem einem Traum noch Stunden gefangen, es schien fast so als wolle man Ihm einfach nicht gehen lassen. Doch irgendwann näherte sich die erlösende Stunde des Abends die Ihm dem Frieden der Nacht brachte. Denn er war ein Nacht Mensch und schlief am Tage.

Verfasst: Sonntag 9. Mai 2010, 14:45
von Kelzon Tinen
Leises röcheln war zu hören, Staub rieselte von der Kellerdecke und rieselte wie feiner Schnee zu Boden. Der Geruch von Tod war in der Luft deutlich auszumachen und ließ einen schwachen Geist den Mageninhalt auf den Boden entleeren.
Dort lag sie, gerade gestorben, ein noch junges und ausgesprochen hübsches Mädchen. Ihre Seele entflohen in die Klauen des Seelenfressers Krathor, der sie fest umschlang und nie wieder gehen lassen würde. Er alleine ist und bleibt der Herrscher über jede Seele, alle anderen Götter warun nur Werkzeug, Mittel zum Zweck um Konflikte zu fördern und Tod herauf zu beschwören, um an mehr Seelen und Macht heran zu kommen und es war so einfach sie zu manipulieren. Ein lächeln legte sich auf Kelzons Züge und leise konnte man seinen Atem hören. Auf dem Rücken liegend lag er in der Gruft auf seinem Bett.
Der Traum wurde immer intensiver und lies seinen Schlaf unruhiger werden, immer wieder welzte er sich hin und her. Kerzen wurden um die Leiche plaziert, Ein Pentakel aus seinem Eigenen Blut zog er ebenfalls um den leblosen Körper. Dann beugte er sich über die tote junge Frau und begann seine markerschütternden Gebete und Flüche zu brabbeln. Grotesk und eckelerregend würde man es als Dritter empfinden. Einen Kuss auf die tote kalte Stirn, der ihm unbekannten Frau, dann Schlug sie rasch die Augen auf. Seelenlos, ein wandelnder Toter war sie, aber ein hübscher dazu. Er nahm sie an die Hand und zog sie zu sich. Lange würde der Wirt nicht so hübsch bleiben, denn die Fäulniss setzte manchmal schneller ein als es einem lieb war. Der kalte Ausdruck in ihren Augen ließ Kelzon in den siebten Himmel entschweben. Der volle Mund, welcher leicht bläulich erschien und jegliches Blut schon den Körper durch die Stichwunde am Bauch verlassen hatte. Blass, so blass, aber auch so wunderschön untot. Ja er liebte sie schon jetzt abgöttisch.
Plötzlich ein lauter Knall in der realen Welt, ein Aufbeumen des Körpers, dann war sein Traum nur noch eine blasse Erinnerung, oder etwas nicht?
Eine hüsche untote Dienerin,was braucht ein Totbringender Diener Krathors mehr?


Er ärgerte sich das er aus seinem Traum gerissen war. Diese verdammten Zombies waren wohl schon wieder damit beschäftigt einen toten Körper entzwei zu reissen und schlugen ihn solange gegen die Eisentür bis das Gehirn endlich aus der Schädeldecke heraus spritzte. Wie gierige Hyäenen rannten sie den Spritzern nach und prügelten sich um jede Gehirnfaser die sie ergattern und schlürfen konnten, aber was sollte man schon sagen, auch sie waren doch nur hungrig und gingen ihren Trieben nach. Ein Schulterzucken seitens Kelzon tat diese abscheuliche Tat ab, aber aufgekratzt um nocheinmal im Land der Träume entschwinden zu können, setzte er sich auf und stellte sich seine Dienerin nocheinmal vor seinem geistigen Auge vor, ein überaus breites, ja sehr breites lächeln durchzuckte seine sonst militärisch angehauchten Züge und zum ersten mal vergaß er seine bisherige Liebe Mariella von Dornwald. Ja zume rsten male lagen seine Gedanken nicht bei ihr, sondern bei einer fremden Frau. Wirklich groteskt und abartig, aber er schien seit langem mal wieder zu lächeln und innere Zufriedenheit zu verspüren, was ja auch ziemlich viel Wert war, so eempfand er zumindest.

Verfasst: Dienstag 11. Mai 2010, 16:27
von Ira Lisarias
Sie war wieder daheim. Daheim auf der grünen Insel und alles blühte auf, die schlammige Winterszeit war vorbei, welche die Insel immer im Winter mit kaltem Regen überzog und alle Straßen fast unpassierbar machte. Leicht hüpfend bewegte sie sich um eine Kurve, bog an den Äckern die bestellt wurden vorbei ab, ging durch eine kleine Kirschplantage die weiß und rosa blühte auf das Haus ihrer Jugend zu....

Sie kam näher, sah ihren Vater wie er mit einem seiner Groß-Knechte sprach und winkte ihm munter zu bevor sie ins Haus verschwand, dort standen die Mägde ihrer Familie, bereiteten das Essen zu, kümmerten sich um den Haushalt und schnatterten ununterbrochen. Es roch nach Wildschwein in Pfefferminzsoße. Sie war daheim.

Kurzerhand brach sie ein Stück von einem Kartoffelkrustenknoblauchbrot und wandte sich zum Tisch, an dem Savea saß. - "Eh, Savea?" - Die böse garstige Haushexe, die Haushexe die nicht in dieses Haus gehörte. blinzelnd wandte sie sich um und die Mauern und Grundfesten des Hauses schwanden. Sie wichen einigen morschen schwarzen Balken die fahl und einsam in einer rauchenden Umgebung wie stumme Säulen der Finsternis in die Höhe ragten. In der Ecke lagen die verkohlten Reste ihrer Eltern während Savea, die inzwischen einer Harpyie mit Krallen und Federkleid glich kreischend verkündete:

"Du bist schuld!"

Danach ging alles ganz schnell, das Kartoffelkrustenknoblauchbrot erwachte zum Leben, zusammen mit den anderen Kartoffelkrustenknoblauchbroten die rasend schnell an Größe zunahmen und sich auf sie stürzten. Lebensgroß und mit kurzen Stummelärmchen wankten sie näher und fletschten ihre mundartige Kartoffelkrustenknoblauchbrotkruste. "Omnomnomnomnomnom!" - wie ein monotoner garstiger Singsang der Verzweiflung, welcher nur von dem kreischen der Saveaharpyie unterbrochen wurde:

"Tötet sie!"

Wie gelähmt stand sie da als die Brote über sie herein brachen ...

Verfasst: Donnerstag 13. Mai 2010, 12:28
von Tajara Nair
Ein bedrohliches Rumpeln war aus der Ferne zu hören, als Tajara die Augen aufschlug. Von ihrem Hochsitz im Geäst eines sehr alten Baumes konnte sie die Wälder Lameriasts überblicken. Das bedrohliche Rumpeln an sich beunruhigte sie nicht. Vielmehr war sie aus irgendeinem Grund von dem Gedanken beseelt, dass er es mal wieder maßlos übertrieb, als in der Ferne die Bäume einknickten.

Oh nein, nicht schon wieder!

Und dann brach das Ungetüm aus den Wäldern hervor. Es kam in einem weiten Lauf auf sie zu, während der monströse Schweif wieder ein paar Bäume zum Wanken brachte.
Tajara blieb nichts anderes übrig, als sich nach unten zu hangeln. Sie war einigermaßen verärgert. So oft war sie auf seinem Rücken geritten, so oft hatte sie ihm ein mächtiges Stöckchen nach hinten geworfen.
Und da stand er, just, als ihre füße den Boden berührten stand er da und starrte sie aus mächtigen saphirblauen Augen an.
Ein riesiger Drache, mit wedelndem Schwanz, die Geste von Freude über ein Wiedersehen.
Dann stieß er ein mächtig lautes Bellen aus und seine riesige Zunge glitt über ihreen ganzen Oberkörper.
Igitt, immer dasselbe mit diesem .... Hund????
Er richtete seine Vorderbeine auf als sie ein Stück Fleisch aus ihrer Tasche ergriff und zu ihm hinaufschleuderte. Seine mächtigen Kiefer fingen das Fleisch auf und schluckte es rasch nach unten.
Dann beugte er seinen Kopf zu ihr herunter und sie streichelte die mächtigen Nüstern des Tieres.

"Bist ein braver Drache, Berno, ganz brav. Aber bitte, nächstes Mal nicht so energisch!"

Sie ergriff die große Leine, die um seinen Hals baumelte, und artig trottete der Drache mit ihr mit, während sie die mächtigen Wälder Lameriasts verließ und ins Freie trat.
Dieses Vieh gebärdete sich wie ein treuer Hund - ironischerweise wirkte das bizarre Bild auf sie völlig normal. In dieser Traumwelt hatte sie nicht den gedanken, dass es ein mächtiger Drache wäre, sondern ein liebenswerter Begleiter - und so benahm er sich in dem fall auf.
Am Waldesrand setzte der Drache sich kurz hin und es gab einige unangenehme geräusche. Taja wusste nur, dass er wieder einen mächtigen Haufen machte. Er war so groß wie eine kleine Hütte....


Taja schlug die Augen auf und richtete sich hoch. Ihr lager war geräumig und groß. neben ihr schlummerte der kleine Alexander friedlich und tief - eingemummt in seine Decken.
Sie griff neben sich und nahm einen tiefen Zug aus ihrer Wasserflasche, gefertigt aus Echsenleder.

"Bei den Göttern, was träume ich nur immer für Scheiße zusammen??"

Verfasst: Samstag 15. Mai 2010, 01:30
von Jeanette Mignus
Beängstigende Träume...

Schweißgebadet und schreiend wachte sie wieder mal auf. Es war immer der selbe Traum. Immer das selbe Erlebnis. Schon seit Tagen hatte sie diese furchtbaren Träume nachdem sie zusehen musste, wie ein Mensch vor ihren Augen gefoltert und umgebracht wurde. Es war schon das 4. mal.

Sie schläft ruhig in ihrem Zimmer, die Kerze auf ihrem Nachttisch geht irgendwann von alleine aus. Der Regen schlägt gegen ihr Fenster und es blitzt wie seit Jahren nicht mehr. Von unten hört man den alten Holzboden knirschen. Sie war auf jeden Fall nicht alleine im Haus. Es klang furchtbar. Wieder mal schlug ein Blitz ein und sie riss ihre Augen auf vor Schreck, wobei ihr dann auch sofort diese seltsamen Geräusche auffielen. Sie schließte sofort wieder ihre Augen und wartete ab, aus Angst.
Ihre Türe öffnete sich um einen Spalt, das merkte sie sofort als sie zu quietschen begann. 'Unauffällig' versuchte sie sich im 'Schlaf' umzudrehen und blickte starr zum Fenster. Es wurde auf einmal sehr hell. Sie gerat vollkommen in Vergessenheit und stand auf um aus dem Fenster schauen zu können, was da nun los sei. Das Lodern der Flammen um ihrem Haus spiegelte sich in ihren Augen. Als sie merke, dass sich ihr etwas nähert erstarrte sie wieder. Plötzlich merkte sie wie etwas kaltes und schleimiges ihre rechte Schulter berührte. Sofort drehte sie sich um und vor ihr stand eine seltsame Gestalt, wie man nur aus Gruselgeschichten kennt. Das Gesicht war blutverschmiert, wie des Rest seines Körpers. Viele Narben und Wunden zierten das Gesicht dieser Gestalt. Die Augen waren weiß, so weiß wie Schnee. Wenn nicht noch weißer. Es hatte weder Pupillen, noch Augäpfel. Seine Lippen waren aufgerissen und die Haare gingen bis zum Boden. Das war alles was sie erkennen konnte in der kurzen Zeit. Besser gesagt, mehr wollte sie auch gar nicht sehen. Ihr Blick war auf sein Gesicht gerichtet, jedoch konnte sie durch das helle Feuer aus dem Augenwinkel etwas glänzendes erkennen, dass er anscheinend in der Hand hielt. Sofort beisste sie ihm in den Arm und rannte die Treppen hinab, sie versuchte aus der Eingangstüre zu entkommen. Als sie diese öffnete, kam ihr Feuer entgegen und die Türe löste sich plötzlich auf. Sie rannte zur Küche in der Hoffnung, sie könnte dort aus dem Fenster flüchten, jedoch klemmte das Fenster und lies sich nicht öffnen. Sie nahm sich einige Küchentücher und tränkte sie rasch im Waschbecken ehe sie sich diese an den Mund hielt. Mit hohem Tempo bewegte sie sich zum Hintereingang des Hauses. Doch kurz bevor sie die Türe öffnen konnte, fiel ein brennender Pfosten vor diese und versperrte ihr den Weg. Immer mehr Teile ihres Hauses brachen ein. Alles was ihr jetzt noch blieb war der Keller, wo sie auch hinrannte. Sie versuchte sich dabei am Geländer festzuhalten doch es brach auseinander und sie fiel die Treppen herab. Sofort war sie bewusstlos.
Gerade als sie ihre Augen öffnen wollte, kam blitzartig die Gestalt vor sie und schnitt ihr mit einem Messer, dass sie selbst herstellte, die Kehle auf.


Sie wollte an diesem Tag nicht wieder einschlafen. Ihr Weg führte sie zur Taverne wo sie erstmal etwas zu Essen bekam... Und wäre Arak zu diesem Augenblick nicht bei ihr gewesen, wäre sie wahrscheinlich in der letzen Ecke gesessen, aus Angst.

Verfasst: Sonntag 16. Mai 2010, 16:24
von Darna von Hohenfels
Undarnahaft!

Es klang zu banal, doch sie war zu müde, um diese Nacht den Rat ihrer Eminenz zu bedenken, vor dem Schlafen gehen durch Meditation ihren Geist zu "reinigen", um den Rabendienern weniger Angriffsfläche zu bieten, ihre Träume manipulieren zu können. Die letzten Tage waren anstrengend, nein, nervenaufreibend.
Immernoch kamen sie mit Sir Mandreds Problem und der Dämonin nicht einen Schritt weiter. Hinter Darna selber waren die Rabendiener her und das Kloster befand sich nun in ständiger angespannter, bald überreizter Alarmbereitschaft, weil man einen Angriff der Letharen, Arkorither und weiteren rahalischen Gesocks fürchtete. Die Schlappen der letzten Tage entwürdigend - geflohene Rabendiener, geflohene Letharen, und die innere Zerissenheit: "Schlägst du ihnen das nächste Mal einfach sofort den Kopf ab, bevor die Verstärkung kommt, oder nicht?"
Doch darum kreisten ihre Gedanken gerade nicht - oder nur bedingt. Einzig der innige Wunsch brannte, sich endlich wehren zu können. Diese Schlingen, die sich immer enger zogen, zerreißen zu können.

Doch mit was sollte sie sich wehren? Gegen die Dämonin... mit einem Spiegel. "Spiegel werden auch immer gefährlicher", schwappte einer ihrer Aussprüche die letzten Tage durch die schlaftrunkenen Gedanken. Wann hatte sie das gesagt? Egal. Sie bekam das Bild vor Augen, wie sie sich für Adrian zurecht machte und Savea ihr die mit Spiegelstücken beklebte Maske hin hielt, weil ihr Spiegel noch kaputt war. Spiegel, Kleid...
"Undarnahaft", klang da Shalaryls neues Schlagwort. Sie sah wieder dieses waldelfengrüne Seidenkleid, das Shalaryl ihr entgegen hielt, zusammen mit einer Harfe - nein, einem Handspiegel.
Einem Handspiegel, richtig? Gegen den Dämonen. Und überhaupt, die Letharen würde sie damit auch noch verdreschen, wenn sie sie so sähen. Jawohl, sie würde sie alle verprügeln... "Ich geh sie ein bißchen umbringen", hörte sie Lucas Stimme, und sie sah, wie eine undarnahafte Darna durch die Gegend stöckelte, mit kokettem Hüftschwung und einem hübschen Handspiegel in der Rechten erhoben. Ein empörtes: "Diese Banausen! Hörst du wohl auf, mir die Frisur zu zerzausen! Garstiger Vogel!"
Bampf! Man hörte einen Aufprall und ein erschrockenes Krächzen, und ein vom Handspiegel getroffener Rabe flog nicht durch seine eigenen Flügel getrieben durch die Gegend.
"Das Kleid passt immer noch nicht zu ihrem Teint... äh, meinem." Verwirrung. "Ist das nicht furchtbar?", stimmte ihr falsches Ebenbild ihr zu, "Die Damen beim Stickabend heute werden mich doch auslachen! Wer hat dieses Kleid in Auftrag gegeben?!"
Shalaryl... nein! Nutz die Gelegenheit! "Äh, die Letharen! Und Rabendiener! Deswegen belagern sie das Kloster! Die wollen sich das ansehen!" Darna war selbst im Traum eine lausige Lügnerin, aber die undarnahafte Darna war auch zu blöd, um es zu merken. Mit wallenden Gewändern rauschte sie schimpfend und keifend raus: "Das werden sie büßen! Wo sind diese Flegel? Denen verpass ich eine Lektion!"
Oh ja... bitte... Als Leah an ihr vorbei ging, schien es, die Paladina würde im Schlaf grinsen.