Schlachtpläne
Verfasst: Montag 1. März 2010, 14:33
Nach einer verwirrenden Unterhaltung mit Ahad Crain schien es sinniger, sich wieder nach Rahal aufzumachen. Die Übernachtung im Düstersee’er Gasthaus hatte ihre Laune nicht gerade verbessert. Die Blutkobolde, die sich daraufhin der Ritterin auf dem Rückweg nach Rahal in den Weg stellten, hätten vielleicht lieber darauf verzichtet. Auch wenn ihr ihre Laune auf die Stirn geschrieben stand, schien das für die Wesen keinerlei Hindernis. Wie die Ritterin selber dann kein Hindernis sah, mit wogendem Zorn und düsterer Befriedigung einen nach dem anderen niederzumähen. Am liebsten hätte sie sie anschließend auch noch zerhackt, doch das elendige Verpuffen machte jene Möglichkeit des Abreagierens zunichte.
Selbstbeherrschung – eine Tugend der Ritter Alatars. Das Besinnen darauf ließ sie ruhig in die Stadt hineinreiten. Auch wenn sie innerlich immer noch nicht wusste, was eigentlich so recht Auslöser für den kleinen Anfall bei den Kobolden gewesen war. Auf dem Marktplatz traf sie mit Ahad Lessard zusammen. In Erinnerung an die vorherigen Worte des Ahad Crain fragte sie Sharay über die Neuigkeiten in Sachen Blutkobolde aus. Es gab einiges zu berichten und so zog sich der Nachmittag allmählich in die Länge. Das Ende jener Schilderungen läutete jedoch nur eine weitere Befragung ein, die man wohl schlicht als persönlich hätte bezeichnen können.
In umgekehrter Form versuchte sie die Aussagen des einen Ahad dem anderen unterzuschieben um zu sehen was dabei herauskam. Dass es zu völlig gegensätzlichen Aussagen kommen würde, hätte sie nicht angenommen. Noch verwirrter als zuvor, versuchte sie es mit einigem Nachbohren, und fand am Ende nur heraus, dass sie das Ganze irgendwie nicht verstand. Leider hatte sie nicht mit dem Scharfsinn von Sharay gerechnet und musste anschließend leidgeplagt einen kleinen Teil (gut, vielleicht war es auch etwas mehr gewesen) der Geschichte offenlegen. Schweigend nahm Sharay diese zur Kenntnis, ehe sie kurz darauf einen Schlachtplan offerierte. Fünf klare Punkte zum Abarbeiten quasi. Fünf schienen gar nicht so umfangreich, nein, sogar zu schaffen. Bis zu Punkt zwei, der weiteres Unverständnis auslöste. Punkt 2 – ein Kleid tragen – führte zu einer längeren Diskussion über Sinn und Widersinn dessen. Besonders der Vorschlag eines hebenden Brusttuches löste bei der Ritterin einen Anfall von Empörung aus. Der allerdings vollkommen ungerührt an der Ahad abprallte. Mit dem Eindruck nicht wirklich eine Wahl zu haben, fügte sie sich seufzend.
Als sie später am Abend alleine über den ‚Schlachtplan‘ nachdachte, kamen ihr Zweifel. Während die Ahad ihr die Punkte erklärte, schien sich das alles noch recht vernünftig anzuhören. Jetzt jedoch in Vorbereitung für Punkt 2 in der Übungsphase gefangen, klang das alles schon gar nicht mehr so einleuchtend. Dieses schwingende Ungetüm aus Stoff blieb einfach überall hängen! Sie hatte es bereits geschafft ihre halbe Kücheneinrichtung vom Tresen zu reißen, nur weil sie sich einen Krug Wasser holen wollte. In düsterer Vorahnung eines solchen Verlaufs hatte sie sich ein ‚Übungs‘-Kleid angezogen. Vom Schnitt her entsprach es etwa dem Original, das für den ‚Plan‘ gebraucht wurde, war jedoch bei weitem nicht so edel. Dennoch, den Rock hatte sie sich schon eingerissen, als sie ihre Klinge polierte und sich daraufhin mit dem Saft von Nachtschatten bekleckert. Kleider machten überhaupt keinen Sinn, nicht den geringsten! Damit konnte man nicht klettern, nicht schnell laufen und schon gar nicht kämpfen. Aber nein, ein Kleid war ja unbedingt erforderlich. Während sie versuchte, den Ärmel vom Tisch zu lösen, vernahm man ein klägliches Schimpfen auf Ahads und ihre Pläne…
Selbstbeherrschung – eine Tugend der Ritter Alatars. Das Besinnen darauf ließ sie ruhig in die Stadt hineinreiten. Auch wenn sie innerlich immer noch nicht wusste, was eigentlich so recht Auslöser für den kleinen Anfall bei den Kobolden gewesen war. Auf dem Marktplatz traf sie mit Ahad Lessard zusammen. In Erinnerung an die vorherigen Worte des Ahad Crain fragte sie Sharay über die Neuigkeiten in Sachen Blutkobolde aus. Es gab einiges zu berichten und so zog sich der Nachmittag allmählich in die Länge. Das Ende jener Schilderungen läutete jedoch nur eine weitere Befragung ein, die man wohl schlicht als persönlich hätte bezeichnen können.
In umgekehrter Form versuchte sie die Aussagen des einen Ahad dem anderen unterzuschieben um zu sehen was dabei herauskam. Dass es zu völlig gegensätzlichen Aussagen kommen würde, hätte sie nicht angenommen. Noch verwirrter als zuvor, versuchte sie es mit einigem Nachbohren, und fand am Ende nur heraus, dass sie das Ganze irgendwie nicht verstand. Leider hatte sie nicht mit dem Scharfsinn von Sharay gerechnet und musste anschließend leidgeplagt einen kleinen Teil (gut, vielleicht war es auch etwas mehr gewesen) der Geschichte offenlegen. Schweigend nahm Sharay diese zur Kenntnis, ehe sie kurz darauf einen Schlachtplan offerierte. Fünf klare Punkte zum Abarbeiten quasi. Fünf schienen gar nicht so umfangreich, nein, sogar zu schaffen. Bis zu Punkt zwei, der weiteres Unverständnis auslöste. Punkt 2 – ein Kleid tragen – führte zu einer längeren Diskussion über Sinn und Widersinn dessen. Besonders der Vorschlag eines hebenden Brusttuches löste bei der Ritterin einen Anfall von Empörung aus. Der allerdings vollkommen ungerührt an der Ahad abprallte. Mit dem Eindruck nicht wirklich eine Wahl zu haben, fügte sie sich seufzend.
Als sie später am Abend alleine über den ‚Schlachtplan‘ nachdachte, kamen ihr Zweifel. Während die Ahad ihr die Punkte erklärte, schien sich das alles noch recht vernünftig anzuhören. Jetzt jedoch in Vorbereitung für Punkt 2 in der Übungsphase gefangen, klang das alles schon gar nicht mehr so einleuchtend. Dieses schwingende Ungetüm aus Stoff blieb einfach überall hängen! Sie hatte es bereits geschafft ihre halbe Kücheneinrichtung vom Tresen zu reißen, nur weil sie sich einen Krug Wasser holen wollte. In düsterer Vorahnung eines solchen Verlaufs hatte sie sich ein ‚Übungs‘-Kleid angezogen. Vom Schnitt her entsprach es etwa dem Original, das für den ‚Plan‘ gebraucht wurde, war jedoch bei weitem nicht so edel. Dennoch, den Rock hatte sie sich schon eingerissen, als sie ihre Klinge polierte und sich daraufhin mit dem Saft von Nachtschatten bekleckert. Kleider machten überhaupt keinen Sinn, nicht den geringsten! Damit konnte man nicht klettern, nicht schnell laufen und schon gar nicht kämpfen. Aber nein, ein Kleid war ja unbedingt erforderlich. Während sie versuchte, den Ärmel vom Tisch zu lösen, vernahm man ein klägliches Schimpfen auf Ahads und ihre Pläne…