Einsamkeit
Am nächsten Morgen wachte Simoen auf. Der Morgen war dieses Mal schön und sonnig, nicht so wie die letzten Tage wo der Frost um sich griff und selbst die Luft innerhalb weniger Sekunden gefror.
Doch irgendetwas stimmte nicht. Das Bett war neben ihr Leer. Anveena ist die Nacht über nicht erschienen. Simoen durchzog sich ein Schmerz in ihrem Herzen wie ein Dolchstoß. Sie sehnte sich auf einmal so sehr nach ihrer Halbschwester, am liebsten würde sie sie an sich drücken, umarmen und ihre Sanfte Haut berühren. Den Duft von Lavendel einatmen und den Schlag ihres Herzens spüren. Irgendetwas ist nicht in Ordnung, sie wusste es.
Anveena war immerhin ein Teil von ihr, nicht so wie sich das andere Denken würden; Anveena’s Körper wurde aus dem Lebenskraft Simoens geformt und wieder zum Leben erweckt. Eine Prozedur, die sie sehr schwer war und nicht einfach so wiederholt werden konnte, wenn man auf sein eigenes Leben bedacht ist.
Dieses Gefühl, das sich immer weiter in ihrem Körper ausbreitete, war so schwer zu beschreiben. Anveena lebt, aber irgendwie war sie gefangen. An einem Ort, der Dunkler nicht sein kann, wie in einer Stasis gefangen.
Schnell zog sie sich an, sie hat sich nicht einmal die Zeit genommen ihre Haare richtig zu machen und stürmte aus der Türe.
Vielleicht gibt es irgendwelche öffentlichen Nachrichten? Vielleicht haben sie Magier gefangen genommen oder vielleicht andere Feinde? Nein… nichts. Keine Briefkorrespondenz, keine öffentlichen Anschläge. Selbst ihre Informanten wussten nichts. Simoen wurde immer unruhiger, sie musste doch irgendetwas machen können.
Kra’thor hat ihr nicht ohne Gründe so viel Macht zugestanden. Doch selbst in dieser Situation fühlt sie sich wie ein armes verängstigtes Mädchen, dass Angst vor dem allein sein hat und ja, noch dazu ihre wichtigsten Angehörigen nicht einmal beschützen konnte.
Das atmen tut ihr immer schwerer, sie musste sich erst einmal auf die Treppe setzen. Wieder dieser Schmerz und die Gewissheit, dass sie Anveena nicht mehr so schnell sehen wird. Sie fasst sich an ihre Brust und blickt starr auf den Boden. Naestra betritt kurz darauf das Haus und blickt sie unbekümmert an – sie wusste ja noch nicht einmal, was Simoen schon weiß.
Simoen erzählte es ihr und versuchte sie irgendwie aufzumuntern, ja davon abzuhalten etwas Dummes zu machen und ihr die Möglichkeit zu bieten für sie da zu sein… doch konnte sie so etwas überhaupt versprechen? Selbst sie weiß nicht einmal, was sie überhaupt anfangen soll, geschweige denn zu wissen, was das Leben für einen Sinn überhaupt noch hat? Ohne Anveena… ohne eine einzige Person auf dieser verdammten Welt, die überhaupt noch ein Interesse für sie hegt. Heute fühlte sie sich sehr einsam. Allein bleibt die Hoffnung, dass Anveena wieder kehren wird, sie hofft, dass es nicht lange dauern wird…
Wo ist Anveena?
-
Simoen De Vyr
Dummheiten
Stunden vergingen. Aus Stunden wurden Tage… aus Tage wurden Wochen. Simoen hörte immer noch nichts von Anveena. Sie fühlte sich innerlich wie gestorben. Das, was sie in letzter Zeit wieder so sehr von Anveena gelernt hat, Menschlichkeit zu zeigen verlor sie Stunde um Stunde wo Anveena nicht mehr anwesend war. Ja, natürlich zeigte sie sich anderen Menschen gegenüber unbekümmert und spielte ihnen das vor, was diese Menschen sehen wollten.
Doch nichts scheint sie mehr zu beleben. Selbst die wechselnden Partner, mit denen sie ihr Bett teilte konnten ihr keine Gefühle mehr geben. Sie sind doch alle nur Marionetten, keine Spieler, wie sie es ist und Anveena es war.
Doch heute fasste sie ihren Mut. Sie wollte nicht mehr warten. Es gab noch einen Weg, den sie nicht beschritten hat und wenn ihr Meister so gnädig war, dann muss er ihr auch helfen können, genau, wie sie es von ihm verlangte.
Kaum war sie in den Wäldern, nutze sie die heiligen Worte und verhüllte sich in vollkommener Dunkelheit, kaum trat sie hervor, war sie in den heiligen Kleidern der Diener Kra’thors gekleidet. Diese Graue Kutte, mit den ganzen Knochen von Menschen, deren Seelen einzigartig waren. Man trug deren Gebeine mit sich, um deren Macht für sich zu nutzen um stärker zu werden.
Simoen betrat dann die Grabkammer. Ein riesiges Grab, das als Grabstätte eines mächtigen Diener Kra’thors aufgebaut wurde. In der Mitte dieser Grabkammer steht ein Stein, der Grün leuchtet. Die meisten der Diener nennen ihn Seelenstein, nicht viele wissen, woher er stammt und wie er zu gebrauchen ist – sollten sie auch nicht, denn dann wären sie zu Gefährlich für Simoen geworden.
Doch dieses Mal interessiert sie sich nicht für diesen Stein, sie geht die staubige Treppe hinab zum Altar und Pentagramm jener alten Gruft. Die Gebeine zweier Diener liegen unter den Steinsärgen begraben. Selbst wenn Diener sterben, strahlen sie noch immer eine Macht aus, die die Erde und die Natur vollkommen zerstören kann.
Simoen stellt sich in die Mitte des Pentagramms und zog ihre Kutte aus. Sie wollte Kra’thor beschwören, er soll ihr sagen, wo sie Anveena finden kann. Und so beschwor sie die heiligen Formeln und Worte hervor, die sie schon vor so langer Zeit gelernt hatte. Bisher waren immer mehre Diener anwesend, um ihre Kraft zu bündeln. Doch Simoen wollte niemanden um sich haben. Sie ist eine Meisterin ihres Faches und nutze die Macht, die in ihr schlummerte und konzentrierte sich auf das Pentagramm. Die Kerzen flammten an den Spitzen der 5 Ecken auf und die Luft flimmerte direkt, Die Luft kühlte immer weiter herab. Schließlich schnitt sie mit dem Ring der die Form einer Kralle innehatte und somit ihren rechten Zeigefinger vollkommen einschloss ihre Pulsadern auf um den Schwur, den sie Kra’thor machte noch einmal zu erneuern, um ihn zu sich zu rufen.
Und dann spürte sie seine Anwesenheit. Seine Aura war plötzlich ganz nah und das erste was sie empfand war Schmerz und dann Glückseeligkeit.
„Meister, bitte. Ich rufe dich. Sag mir, wo ist meine Schwester, eine deiner höchsten Dienerinnen, Anveena?“
- Stille
„Ich bitte dich, Meister. Ich brauche sie und du brauchst sie auch. Hilf mir, sie zu finden“
Simoen wurde immer panischer, wie konnte er einfach so Still sein, nichts sagen? Ist das ihr Meister, dem sie ihre Treue schwor, an dem sie glaubte und immer nach seinem Gutdünken gehandelt hat?
- Stille
„Mein Herr und Gebieter. Ich gebe dir alles was du willst… bloß. Hilf mir!“
- Stille
Tränen rannen ihrem Gesicht herab. Wie konnte er bloß grausig sein? Wie konnte er ihr nicht helfen. Sie hat so viel für ihn getan und das ist der Dank für alles? Sie empfand es wie einen tiefen Verrat. Ja, so wollte sie nicht einmal mehr weiter machen.
„So kann ich nicht mehr weiter Leben, mein Meister. Bitte nimm mich zu dir, ich will nicht mehr auf dieser Welt verweilen.“
Und so nahm sie ihr Dolch und stieß ihn in ihr Bauch, dann drehte sie ihn noch einmal um und zog ihn heraus. Sie holte noch zwei Mal aus, bis sie den Schmerz und die Wunden verspürte. Das ganze Blut floss aus den Wunden hervor und ihre Innereien versagten nach und nach. So flog sie auf den Boden, mit einem erlösten lächeln auf ihrem Gesicht. Endlich muss sie dieses Gewicht nicht mehr tragen, endlich konnte sie einfach in Ruhe einschlafen um diese Welt nicht mehr verspüren zu müssen.
Ihre Macht löste sich auf und sie entschwand aus dem Reich der lebenden…
Stunden vergingen. Aus Stunden wurden Tage… aus Tage wurden Wochen. Simoen hörte immer noch nichts von Anveena. Sie fühlte sich innerlich wie gestorben. Das, was sie in letzter Zeit wieder so sehr von Anveena gelernt hat, Menschlichkeit zu zeigen verlor sie Stunde um Stunde wo Anveena nicht mehr anwesend war. Ja, natürlich zeigte sie sich anderen Menschen gegenüber unbekümmert und spielte ihnen das vor, was diese Menschen sehen wollten.
Doch nichts scheint sie mehr zu beleben. Selbst die wechselnden Partner, mit denen sie ihr Bett teilte konnten ihr keine Gefühle mehr geben. Sie sind doch alle nur Marionetten, keine Spieler, wie sie es ist und Anveena es war.
Doch heute fasste sie ihren Mut. Sie wollte nicht mehr warten. Es gab noch einen Weg, den sie nicht beschritten hat und wenn ihr Meister so gnädig war, dann muss er ihr auch helfen können, genau, wie sie es von ihm verlangte.
Kaum war sie in den Wäldern, nutze sie die heiligen Worte und verhüllte sich in vollkommener Dunkelheit, kaum trat sie hervor, war sie in den heiligen Kleidern der Diener Kra’thors gekleidet. Diese Graue Kutte, mit den ganzen Knochen von Menschen, deren Seelen einzigartig waren. Man trug deren Gebeine mit sich, um deren Macht für sich zu nutzen um stärker zu werden.
Simoen betrat dann die Grabkammer. Ein riesiges Grab, das als Grabstätte eines mächtigen Diener Kra’thors aufgebaut wurde. In der Mitte dieser Grabkammer steht ein Stein, der Grün leuchtet. Die meisten der Diener nennen ihn Seelenstein, nicht viele wissen, woher er stammt und wie er zu gebrauchen ist – sollten sie auch nicht, denn dann wären sie zu Gefährlich für Simoen geworden.
Doch dieses Mal interessiert sie sich nicht für diesen Stein, sie geht die staubige Treppe hinab zum Altar und Pentagramm jener alten Gruft. Die Gebeine zweier Diener liegen unter den Steinsärgen begraben. Selbst wenn Diener sterben, strahlen sie noch immer eine Macht aus, die die Erde und die Natur vollkommen zerstören kann.
Simoen stellt sich in die Mitte des Pentagramms und zog ihre Kutte aus. Sie wollte Kra’thor beschwören, er soll ihr sagen, wo sie Anveena finden kann. Und so beschwor sie die heiligen Formeln und Worte hervor, die sie schon vor so langer Zeit gelernt hatte. Bisher waren immer mehre Diener anwesend, um ihre Kraft zu bündeln. Doch Simoen wollte niemanden um sich haben. Sie ist eine Meisterin ihres Faches und nutze die Macht, die in ihr schlummerte und konzentrierte sich auf das Pentagramm. Die Kerzen flammten an den Spitzen der 5 Ecken auf und die Luft flimmerte direkt, Die Luft kühlte immer weiter herab. Schließlich schnitt sie mit dem Ring der die Form einer Kralle innehatte und somit ihren rechten Zeigefinger vollkommen einschloss ihre Pulsadern auf um den Schwur, den sie Kra’thor machte noch einmal zu erneuern, um ihn zu sich zu rufen.
Und dann spürte sie seine Anwesenheit. Seine Aura war plötzlich ganz nah und das erste was sie empfand war Schmerz und dann Glückseeligkeit.
„Meister, bitte. Ich rufe dich. Sag mir, wo ist meine Schwester, eine deiner höchsten Dienerinnen, Anveena?“
- Stille
„Ich bitte dich, Meister. Ich brauche sie und du brauchst sie auch. Hilf mir, sie zu finden“
Simoen wurde immer panischer, wie konnte er einfach so Still sein, nichts sagen? Ist das ihr Meister, dem sie ihre Treue schwor, an dem sie glaubte und immer nach seinem Gutdünken gehandelt hat?
- Stille
„Mein Herr und Gebieter. Ich gebe dir alles was du willst… bloß. Hilf mir!“
- Stille
Tränen rannen ihrem Gesicht herab. Wie konnte er bloß grausig sein? Wie konnte er ihr nicht helfen. Sie hat so viel für ihn getan und das ist der Dank für alles? Sie empfand es wie einen tiefen Verrat. Ja, so wollte sie nicht einmal mehr weiter machen.
„So kann ich nicht mehr weiter Leben, mein Meister. Bitte nimm mich zu dir, ich will nicht mehr auf dieser Welt verweilen.“
Und so nahm sie ihr Dolch und stieß ihn in ihr Bauch, dann drehte sie ihn noch einmal um und zog ihn heraus. Sie holte noch zwei Mal aus, bis sie den Schmerz und die Wunden verspürte. Das ganze Blut floss aus den Wunden hervor und ihre Innereien versagten nach und nach. So flog sie auf den Boden, mit einem erlösten lächeln auf ihrem Gesicht. Endlich muss sie dieses Gewicht nicht mehr tragen, endlich konnte sie einfach in Ruhe einschlafen um diese Welt nicht mehr verspüren zu müssen.
Ihre Macht löste sich auf und sie entschwand aus dem Reich der lebenden…
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Naestra Midame
Anveena und weg?
Ihre große Schwester nicht mehr da? Verschwunden, ohne sie? Einfach so? Ja, wohin denn…?
Sie hatte sie schon einmal wieder gefunden, sie könnte sie doch noch einmal… oder nicht?
Alleine mit Simoen?
Herje, das war völlig falsch! Absolut falsch!
Da lief was schief, nicht Anveena sollte ausziehen, Simoen hätte doch gehen sollen. Oder..
Gerade im Moment wäre es ihr auch recht wenn beide hier wären. Sie braucht ihre Schwester doch gar nicht für sich allein. Was für ein dummer Gedanke aber auch - sie konnte teilen!
Ganz bestimmt und sie würde es ihr beweisen, wenn sie nur hier wäre. Wie sollte sie es denn anders beweisen? Das geht ja gar nicht.
Gar nichts geht jetzt mehr..
Überhaupt gar nichts..
Langsam lies sie sich auf die Treppe neben Simoen sinken. Was sollten sie jetzt nur tun?
All ihre Pläne, das wunderbare Leben was gerade erst begonnen hatte, alles war mit einem Schlag vorbei.
Sie war allein, völlig allein.
Ein kurzer Blick zur Seite. Nein, nicht ganz.
Sie hatte Simoen. Aber sie hatte sich doch vorgenommen Simoen innerlich zu hassen. Sie hatte schon immer den Part bei ihrer großen Schwester den sie gerne gehabt hätte… Aber nun hatten sie beide nichts mehr. Also warum Simoen weiter hassen?
Alles fühlte sich falsch an.
Am liebsten wäre sie hoch hätte ihre wenigen Habseeligkeiten gepackt und wäre nach Hause gegangen. Aber das ging ja auch nicht mehr.
Sie saß hier fest. Hier wo sie niemanden mehr hatte und auch noch befürchten musste jetzt wo ihre große Schwester sie nicht mehr beschützen würde, das Simoen sie womöglich einfach vor die Tür setzte! Wer sollte sie denn daran hindern? Und wo sollte sie dann hin?
Oder gar schlimmeres.. Ein weiterer Blick zur Seite. Nett sein, das hatte sie sich schon häufig vorgenommen, nur umgesetzt hatte sie es niemals gut genug. Ob sie einfach davon laufen sollte, nur so zur Sicherheit? Immerhin hatte sie nicht nur Simoen geärgert, sie hatte sich viel zu sicher gefühlt. Aber wohin? Und von was sollte sie leben?
Ihre Arbeit hatte sie noch nicht angetreten und sie zweifelte daran dass man davon leben konnte. Sie hatte ganz anderes damit vor gehabt, es war nie in ihrem Plan vorgekommen davon leben zu müssen.
Ohne nachzudenken lehnte sie sich an Simoen. Ihr blieb nichts anderes als das Beste aus der derzeitigen Situation zu machen. Nie wieder würde sie sich erlauben etwas Böses über Simoen zu denken. Sie brauchte sie nun. Sie hoffte, nicht sofort vor der Tür zu landen. Sie würde lieb sein, sie würde alles tun was sie wollte. Sie würde ihr Schatten sein!
Ihre Dienerin, ganz gleich – dafür hätte sie ein Dach über den Kopf und die Hoffnung ihre Schwester würde hier an diesen Ort zurückkehren. Irgendwann…
Ihre große Schwester nicht mehr da? Verschwunden, ohne sie? Einfach so? Ja, wohin denn…?
Sie hatte sie schon einmal wieder gefunden, sie könnte sie doch noch einmal… oder nicht?
Alleine mit Simoen?
Herje, das war völlig falsch! Absolut falsch!
Da lief was schief, nicht Anveena sollte ausziehen, Simoen hätte doch gehen sollen. Oder..
Gerade im Moment wäre es ihr auch recht wenn beide hier wären. Sie braucht ihre Schwester doch gar nicht für sich allein. Was für ein dummer Gedanke aber auch - sie konnte teilen!
Ganz bestimmt und sie würde es ihr beweisen, wenn sie nur hier wäre. Wie sollte sie es denn anders beweisen? Das geht ja gar nicht.
Gar nichts geht jetzt mehr..
Überhaupt gar nichts..
Langsam lies sie sich auf die Treppe neben Simoen sinken. Was sollten sie jetzt nur tun?
All ihre Pläne, das wunderbare Leben was gerade erst begonnen hatte, alles war mit einem Schlag vorbei.
Sie war allein, völlig allein.
Ein kurzer Blick zur Seite. Nein, nicht ganz.
Sie hatte Simoen. Aber sie hatte sich doch vorgenommen Simoen innerlich zu hassen. Sie hatte schon immer den Part bei ihrer großen Schwester den sie gerne gehabt hätte… Aber nun hatten sie beide nichts mehr. Also warum Simoen weiter hassen?
Alles fühlte sich falsch an.
Am liebsten wäre sie hoch hätte ihre wenigen Habseeligkeiten gepackt und wäre nach Hause gegangen. Aber das ging ja auch nicht mehr.
Sie saß hier fest. Hier wo sie niemanden mehr hatte und auch noch befürchten musste jetzt wo ihre große Schwester sie nicht mehr beschützen würde, das Simoen sie womöglich einfach vor die Tür setzte! Wer sollte sie denn daran hindern? Und wo sollte sie dann hin?
Oder gar schlimmeres.. Ein weiterer Blick zur Seite. Nett sein, das hatte sie sich schon häufig vorgenommen, nur umgesetzt hatte sie es niemals gut genug. Ob sie einfach davon laufen sollte, nur so zur Sicherheit? Immerhin hatte sie nicht nur Simoen geärgert, sie hatte sich viel zu sicher gefühlt. Aber wohin? Und von was sollte sie leben?
Ihre Arbeit hatte sie noch nicht angetreten und sie zweifelte daran dass man davon leben konnte. Sie hatte ganz anderes damit vor gehabt, es war nie in ihrem Plan vorgekommen davon leben zu müssen.
Ohne nachzudenken lehnte sie sich an Simoen. Ihr blieb nichts anderes als das Beste aus der derzeitigen Situation zu machen. Nie wieder würde sie sich erlauben etwas Böses über Simoen zu denken. Sie brauchte sie nun. Sie hoffte, nicht sofort vor der Tür zu landen. Sie würde lieb sein, sie würde alles tun was sie wollte. Sie würde ihr Schatten sein!
Ihre Dienerin, ganz gleich – dafür hätte sie ein Dach über den Kopf und die Hoffnung ihre Schwester würde hier an diesen Ort zurückkehren. Irgendwann…
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Simoen De Vyr
Meisterleistung
Sie öffnete langsam ihre Augen. Ihr mund war so trocken wie noch nie. Doch, die Schmerzen waren weg und sie fühlte sich hellwach. Was war geschehen? Ist das das Totenreich? Langsam erhob sie sich aus dem Pentagramm und blickt sich um. Es sah wie die Grabkammer aus. Ja, das war sogar die Grabkammer. Schnell beugt sie sich herab und berührt mit den Händen ihr Bauch – nichts. Ihre Haut wirkt so fein und sauber wie eh und jäh. Aber sie hatte sich doch umgebracht? Die Wunden waren tödlich gewesen.
Und dann wurde es ihr gewahr. Selbst Kra’thor wollte ihr nicht den letzten Ausweg geben. Ihre Seele gehörte ihm und so konnte er auf gut dünken entscheiden ob sie nun weiter leben darf oder nicht. Und so hat er sich für das erstere entschieden. Er hatte ihr eine Aufgabe gegeben und so lange sie diese Aufgabe nicht erfüllt, hat sie gar keine Entscheidungskraft mehr. Sie fiel auf die Knie und versenkte ihr Gesicht in ihre Hände und weinte. Sie ist nicht nur eine Dienerin, sondern auch eine Sklavin ihres Herren, ob sie nun wollte oder nicht. Er hat seine ganze Macht über sie und diesmal hat sie es begriffen. Doch das minderte ihren Schmerz nicht, sie fühlte sich ihm nun vollkommen ausgeliefert und Machtlos. Wenn er will, dann kann sie Mächtig sein und wenn er will, dann wird sie Morgen sterben – oder auch niemals sterben. Ein Teufelskreis, den sie nie entrinnen kann.
Erst als sie so ausgetrocknet war, dass sie nicht einmal mehr Weinen konnte, hörte sie auf. Sie hat eine Aufgabe und sie hat noch eine ganze Gemeinschaft von Dienern, die ihr Untergeben sein können wenn sie es will.
Und vielleicht wird er ihr die Freude bereiten zu verraten, wo Anveena ist und wie sie sie wieder haben kann – sie fehlt ihr so sehr. Wieder muss sie einen Heulanfall unterdrücken.
Sie atmete noch einmal tief durch und eilte daraufhin in die Bibliothek. Eine Aufgabe, immerhin etwas, was sie durchführen kann und was sie von ihrem Schmerz fern hält. Irgendwo in dieser alten Bibliothek soll es eine Schriftrolle geben, in dem geschrieben steht, wie sie einen bestimmten Gegenstand herstellen kann – diesmal mit Hilfe ihrer Brüder und Schwestern. Diesen Gegenstand wird sie dazu nutzen um einige interessante Seelen zu fangen…
Sie öffnete langsam ihre Augen. Ihr mund war so trocken wie noch nie. Doch, die Schmerzen waren weg und sie fühlte sich hellwach. Was war geschehen? Ist das das Totenreich? Langsam erhob sie sich aus dem Pentagramm und blickt sich um. Es sah wie die Grabkammer aus. Ja, das war sogar die Grabkammer. Schnell beugt sie sich herab und berührt mit den Händen ihr Bauch – nichts. Ihre Haut wirkt so fein und sauber wie eh und jäh. Aber sie hatte sich doch umgebracht? Die Wunden waren tödlich gewesen.
Und dann wurde es ihr gewahr. Selbst Kra’thor wollte ihr nicht den letzten Ausweg geben. Ihre Seele gehörte ihm und so konnte er auf gut dünken entscheiden ob sie nun weiter leben darf oder nicht. Und so hat er sich für das erstere entschieden. Er hatte ihr eine Aufgabe gegeben und so lange sie diese Aufgabe nicht erfüllt, hat sie gar keine Entscheidungskraft mehr. Sie fiel auf die Knie und versenkte ihr Gesicht in ihre Hände und weinte. Sie ist nicht nur eine Dienerin, sondern auch eine Sklavin ihres Herren, ob sie nun wollte oder nicht. Er hat seine ganze Macht über sie und diesmal hat sie es begriffen. Doch das minderte ihren Schmerz nicht, sie fühlte sich ihm nun vollkommen ausgeliefert und Machtlos. Wenn er will, dann kann sie Mächtig sein und wenn er will, dann wird sie Morgen sterben – oder auch niemals sterben. Ein Teufelskreis, den sie nie entrinnen kann.
Erst als sie so ausgetrocknet war, dass sie nicht einmal mehr Weinen konnte, hörte sie auf. Sie hat eine Aufgabe und sie hat noch eine ganze Gemeinschaft von Dienern, die ihr Untergeben sein können wenn sie es will.
Und vielleicht wird er ihr die Freude bereiten zu verraten, wo Anveena ist und wie sie sie wieder haben kann – sie fehlt ihr so sehr. Wieder muss sie einen Heulanfall unterdrücken.
Sie atmete noch einmal tief durch und eilte daraufhin in die Bibliothek. Eine Aufgabe, immerhin etwas, was sie durchführen kann und was sie von ihrem Schmerz fern hält. Irgendwo in dieser alten Bibliothek soll es eine Schriftrolle geben, in dem geschrieben steht, wie sie einen bestimmten Gegenstand herstellen kann – diesmal mit Hilfe ihrer Brüder und Schwestern. Diesen Gegenstand wird sie dazu nutzen um einige interessante Seelen zu fangen…