Rückkehr aus dem Winterschlaf - Eine vergessene Welt
Verfasst: Samstag 19. Dezember 2009, 11:07
Die Augen brannten unter dem Flackern der Kerze, als sie zum ersten Mal geöffnet wurden. Das Gefühl, den ersten Atemzug des Lebens wieder in den Lungen zu spüren war eher eine Mischung aus Schmerz und dem unterbewussten erhabenen Gefühl, dass sich etwas regte.
Der Tisch war kalt, auf dem ich lag und an irgendwas erinnerte mich das. Ich versuchte mich darin, die schweren Augenlider zu öffnen. Allerdings scheiterte dies beim mehrmaligen Versuch immer wieder. Es fühlte sich an, als habe sich tonnenschweres Eisen auf meine Lider gelegt und wollten sie geschlossen halten.
Ich spürte, wie mein Körper zum Leben erwachte und der Lebenshauch sich meiner an nahm. Mein Körper erzitterte unter der ansteigenden Macht und ich schlug endgültig meine Augen auf. Die Dunkelheit um mich herum beruhigte mich, auch wenn jegliche weitere Lichtquelle in meinen Augen schmerzte.
Ich versuchte mich aufzusetzen, allerdings konnte ich meinen Körper noch nicht so kontrollieren, wie ich es mir gewünscht hatte. Zu stark war mein Geist noch geschwächt. Ich spürte die Hilfe, die ich bekam und konzentrierte mich auf das Lied. Kopfschmerzen. Zerreißende Kopfschmerzen, die mir die Konzentration immer und immer wieder nahmen. Ich musste mir den Kopf wohl sehr angestoßen haben.
Mein Körper fühlte sich, als hätte ich einen langen Winterschlaf getätigt. Als wäre ich aus monatelangem Schlaf erwacht und auch mein Geist lies mich, selbst nach einer ganzen Weile, immer noch im Stich. Ich wäre nicht Tarja Thyrmon gewesen, wenn ich nicht versucht hätte, meinen Geist Stück für Stück weiter zu schulen und wieder zu stärken. Ich wäre nicht Tarja Thyrmon, hätte ich mich nicht sofort daran gemacht, meinen Körper und Geist wieder in das zu verwandeln, was er einmal war. Und hier sah man es deutlich wieder: Faulheit wurde immer wieder bestraft.
Nachdem ich mich zurückgezogen hatte und mich erst einmal im Bad eingeschlossen hatte trat ich auf das Wasser zu. Ich sehnte mich so sehr danach, in dem warmen Wasser zu liegen, dass ich mir die Kleider vom Leib riss. Ich sah an mir herab. Ein makelloser Körper. Ein Zucken in meinen Mundwinkeln. Was war schon ein makelloser Körper? Er war nicht geprägt von Geschichten und Erlebnissen, wenn dort keinerlei Narben waren. Mit einem dämonischen Lächeln auf den Lippen legte ich die linke Hand auf meine rechte Schulter und tastete diese suchend ab. Als ich nichts dort fand, keine einzige der drei Narben die ich dort hatte, froren meine Gesichtszüge förmlich ein. Wie konnte das sein? Wo waren sie? Ich schloss die Augen und versuchte mich zu konzentrieren. Mich zu erinnern. Aber im Moment fehlte mir jegliche Erinnerung. Ich wusste wo ich war und wer sich um mich herum befand. Warum ich hier war und was meine Gesinnung war. Aber was war zuvor? Ich schauderte. Zuvor? Was interessierte mich schon „zuvor“.
Nachdem ich mich eine Nacht lang ausgeruht hatte konnte ich zumindest eine Verbesserung ausmachen. Meine Augen schmerzten nicht bei jedem Fackelschlag und auch mein Geist schien sich ein wenig eingewöhnt zu haben. Ich musste mich umsehen, musste meinen Körper bewegen. Als ich die Treppen hinunter stieg verharrte ich neben Adavens Statue, um kurz in das Lehrerzimmer zu sehen. Ich sah Schüler vor meinen Augen in dem Raum sitzen und lernen, alles eine Illusion, wie es sich dann herausstellte. Ich schüttelte hastig meinen Kopf, um die Bilder aus den Gedanken zu bekommen.
Gerade, als ich voranschreiten wollte sah ich einen meiner Ordensgeschwister. Recht schnell entpuppte sich die Gestalt als Cordan. Ich erinnertee mich an ihn. Ein mächtiger Magier und ein guter Lehrer. Er lächelte, als er auf mich zu kam. Ein Lächeln? Es freute ihn so sehr mich zu sehen? Ich verstand das nicht und konnte diese Geste auch nicht erwidern, als wären meine Gesichtszüge eingefroren. Stattdessen fühlte ich mich Fehl am Platz und konnte die Anwesenheit von anderen Personen gerade nicht ertragen. Er ging auf mich zu und grüßte mich. Ich erwiderte seinen Gruß und verfolgte ihn auf Schritt und Tritt. Als er vor mir zur Ruhe kam sah ich, wie mir seine Hand langsam entgegen kam. Was hatte das nur zu bedeuten? Ich wich zurück und auch auf seine Frage hin, wer er sei und ob ich mich an ihn erinnern könne antwortete ich, dass er Magister des Ordens sei, teilte ihm seinen Namen sowie seinen Ordensnamen mit. Ich bekam das Gefühl, dass ihm das nicht genügte. Vermutlich hatte ich mich in einem Rausch meiner Begierde hingegeben, andernfalls konnte ich mir sein Verhalten nicht erklären, selbst wenn ich all meine Gehirnwindungen durchforstete. Ich sah nichts, was sonst in meinen Erinnerungen sein sollte. Und so setzte ich meinen Weg letztendlich auch fort, ohne mir bewusst darüber zu sein, dass dort mein Mann stand, mit dem ich vor meinen Tod verheiratet war.
Der Tisch war kalt, auf dem ich lag und an irgendwas erinnerte mich das. Ich versuchte mich darin, die schweren Augenlider zu öffnen. Allerdings scheiterte dies beim mehrmaligen Versuch immer wieder. Es fühlte sich an, als habe sich tonnenschweres Eisen auf meine Lider gelegt und wollten sie geschlossen halten.
Ich spürte, wie mein Körper zum Leben erwachte und der Lebenshauch sich meiner an nahm. Mein Körper erzitterte unter der ansteigenden Macht und ich schlug endgültig meine Augen auf. Die Dunkelheit um mich herum beruhigte mich, auch wenn jegliche weitere Lichtquelle in meinen Augen schmerzte.
Ich versuchte mich aufzusetzen, allerdings konnte ich meinen Körper noch nicht so kontrollieren, wie ich es mir gewünscht hatte. Zu stark war mein Geist noch geschwächt. Ich spürte die Hilfe, die ich bekam und konzentrierte mich auf das Lied. Kopfschmerzen. Zerreißende Kopfschmerzen, die mir die Konzentration immer und immer wieder nahmen. Ich musste mir den Kopf wohl sehr angestoßen haben.
Mein Körper fühlte sich, als hätte ich einen langen Winterschlaf getätigt. Als wäre ich aus monatelangem Schlaf erwacht und auch mein Geist lies mich, selbst nach einer ganzen Weile, immer noch im Stich. Ich wäre nicht Tarja Thyrmon gewesen, wenn ich nicht versucht hätte, meinen Geist Stück für Stück weiter zu schulen und wieder zu stärken. Ich wäre nicht Tarja Thyrmon, hätte ich mich nicht sofort daran gemacht, meinen Körper und Geist wieder in das zu verwandeln, was er einmal war. Und hier sah man es deutlich wieder: Faulheit wurde immer wieder bestraft.
Nachdem ich mich zurückgezogen hatte und mich erst einmal im Bad eingeschlossen hatte trat ich auf das Wasser zu. Ich sehnte mich so sehr danach, in dem warmen Wasser zu liegen, dass ich mir die Kleider vom Leib riss. Ich sah an mir herab. Ein makelloser Körper. Ein Zucken in meinen Mundwinkeln. Was war schon ein makelloser Körper? Er war nicht geprägt von Geschichten und Erlebnissen, wenn dort keinerlei Narben waren. Mit einem dämonischen Lächeln auf den Lippen legte ich die linke Hand auf meine rechte Schulter und tastete diese suchend ab. Als ich nichts dort fand, keine einzige der drei Narben die ich dort hatte, froren meine Gesichtszüge förmlich ein. Wie konnte das sein? Wo waren sie? Ich schloss die Augen und versuchte mich zu konzentrieren. Mich zu erinnern. Aber im Moment fehlte mir jegliche Erinnerung. Ich wusste wo ich war und wer sich um mich herum befand. Warum ich hier war und was meine Gesinnung war. Aber was war zuvor? Ich schauderte. Zuvor? Was interessierte mich schon „zuvor“.
Nachdem ich mich eine Nacht lang ausgeruht hatte konnte ich zumindest eine Verbesserung ausmachen. Meine Augen schmerzten nicht bei jedem Fackelschlag und auch mein Geist schien sich ein wenig eingewöhnt zu haben. Ich musste mich umsehen, musste meinen Körper bewegen. Als ich die Treppen hinunter stieg verharrte ich neben Adavens Statue, um kurz in das Lehrerzimmer zu sehen. Ich sah Schüler vor meinen Augen in dem Raum sitzen und lernen, alles eine Illusion, wie es sich dann herausstellte. Ich schüttelte hastig meinen Kopf, um die Bilder aus den Gedanken zu bekommen.
Gerade, als ich voranschreiten wollte sah ich einen meiner Ordensgeschwister. Recht schnell entpuppte sich die Gestalt als Cordan. Ich erinnertee mich an ihn. Ein mächtiger Magier und ein guter Lehrer. Er lächelte, als er auf mich zu kam. Ein Lächeln? Es freute ihn so sehr mich zu sehen? Ich verstand das nicht und konnte diese Geste auch nicht erwidern, als wären meine Gesichtszüge eingefroren. Stattdessen fühlte ich mich Fehl am Platz und konnte die Anwesenheit von anderen Personen gerade nicht ertragen. Er ging auf mich zu und grüßte mich. Ich erwiderte seinen Gruß und verfolgte ihn auf Schritt und Tritt. Als er vor mir zur Ruhe kam sah ich, wie mir seine Hand langsam entgegen kam. Was hatte das nur zu bedeuten? Ich wich zurück und auch auf seine Frage hin, wer er sei und ob ich mich an ihn erinnern könne antwortete ich, dass er Magister des Ordens sei, teilte ihm seinen Namen sowie seinen Ordensnamen mit. Ich bekam das Gefühl, dass ihm das nicht genügte. Vermutlich hatte ich mich in einem Rausch meiner Begierde hingegeben, andernfalls konnte ich mir sein Verhalten nicht erklären, selbst wenn ich all meine Gehirnwindungen durchforstete. Ich sah nichts, was sonst in meinen Erinnerungen sein sollte. Und so setzte ich meinen Weg letztendlich auch fort, ohne mir bewusst darüber zu sein, dass dort mein Mann stand, mit dem ich vor meinen Tod verheiratet war.