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Ein unerwarteter Traum der viele Fragen hinterlässt
Verfasst: Dienstag 8. Dezember 2009, 21:20
von Sarah Schwarzmourne
Seit langem war es wieder ein relativ ruhiger Tag und ein schöner Abend, Perrin kam auch etwas früher heim und so hatten die beiden wieder einmal etwas Zeit zu zweit verbringen können. Zufrieden und Glücklich schlief sie in seinen Armen ein, doch auch wenn sie jeden Tag an ihrer Konzentration übte und sich bemühte ihren Bruder und Träume abzublocken war sie scheinbar im Tiefschlaf noch nicht dazu bereit.
Sie hockte wie in letzter Zeit jeden Morgen vor dem Kamin und ging sich, kontrollierte ob sie etwas neues spürte, dafür brauchte sie normalerweise nicht wirklich allzulange mehr und anschliessend übte sie gleich wieder alles abzublocken, ja sie hoffte Selina hatte recht und es klappt zumindest solange wie sie brauchte um ihr Versteck aufzusuchen und es hinter sich zu bringen, doch in ihrem Traum eben ging sie nicht zur Übung über, nein immer wieder ging sie in sich und blickte kurz Entsetzt zum schlafenden Perrin. Leise suchte sie ihre Kleidung aus dem Schrank und huschte zur Bank wo sie Ihren Trank und ein Stück Pergament aus ihrem Fach rausholte. Auf dem Blatt war nur eine Zeichnung, ein Haus ohne Türe und mitten im Haus stand ein riesiger Baum, das Blatt war zwei mal gefalten und am weg zu eben jenem Haus gab sie dieses Blatt einem Jungen am Hafen mit einigen Münzen und dem Auftrag dieses Blatt ins Hause Talmar nach Bajard zu bringen. Er kannte das Haus und nachdem sie ihm nochmals eindringend erklärte dass er es nur Selina oder Arsen geben durfte ging er auch gleich aufs nächste Schiff.
Sarah ritt auf Marroo so rasch sie konnte zu dem Ort der auf der Zeichnung abgebildet war, sie wusste dass die beiden das Haus kannten, war es doch am Weg zu ihrem alten Haus, auch wenn sie eigentlich niemandem bescheid geben wollte hatte sie es damit doch getan, wenn auch nur in ihrem Traum.
Sie hockte sich an den Baum gelehnt hin, ihren Rucksack neben sich blickte sie eine weile auf die kleine Flasche in ihrer Hand. Nein sie war sich ganz und gar nicht sicher und auch keineswegs Wohl dabei, aber sie hatte ein Versprechen gegeben und ein Versprechen muss man halten. Sie konnte und wollte Perrin nicht unglücklich machen und das wäre er wenn Sie es nicht tat, davon war sie überzeugt und so öffnete sie vorsichtig das Fläschchen und schnupperte daran. Ein süsslicher Duft kam ihr entgegen der sie an den leckeren Tee erinnerte den Arsen ihr machte mit viel Honig drin und frischen Früchten. Sie hoerte Pferdehufe die sich näherten, ja sie waren bald hier und so streifte sie alle Bedenken beiseite und trank rasch die Flasche leer. Rasch begann sie danach sich wieder zu konzentrieren, wenn Selina recht hatte kamen bald die Schmerzen, ähnlich wie sie sie bei ihr damals vernahm und sie musste Mala noch eine weile Blocken können. Auch wenn sie jeden Tag hoffte es nie anwenden zu müssen, hat sie doch täglich dafür trainiert.
Es dauerte eine kleine Weile, aber es trat nicht das ein was sie erwartet hatte, lediglich eine starke Müdigkeit überfiel sie, so stark dass sie sich kaum noch in der Hocke halten konnte und als sie aufblickte als das Licht durch die eintretenden kurz weg war konnte sie es kaum fassen. Arsen war da aber nicht mit Selina wie erwartet sondern mit Malachai an seiner Seite, beide blickten sie lachend und kopfschüttelnd an. Sie konnte sich nicht mehr auf den Beinen halten und lies sich schwer auf ihre Knie fallen und setzte sich auf ihre Beine, lediglich der Baum an dem sie lehnte hinderte sie noch daran nach hinten umzukippen. Fragend und Enttäuscht blickte sie zu Arsen der wie ihr Bruder immer noch lachte. Dieses Lachen, wie damals als sie dachte Perrin wäre wirklich durch die Hand ihres Bruder gestorben. Ja diese Bilder und dieses Lachen wird sie niemals vergessen, war es doch das erste mal dass sie das Blut in sich spürte, wie es brodelte wie es versuchte sich den weg zu Bahnen ihrem Zorn freien Lauf zu lassen.
Arsen sah sie an und sagte immer noch laut Lachend: Denkst du wirklich ich lasse es zu dass du diese Dummheit tust, dass du Dich in Gefahr begibst? Niemals könnte ich das tun, aber du wirst gut schlafen. Immer noch Lachend sah er dann zu Malachai der eben auch zu sprechen begann, doch seine Worte hörte sie nicht mehr, der Trank siegte und sie fiel in einen schweren Schlaf.
Schweißgebadet wachte sie auf, ein kurzer Blick zu Perrin der sie selbst im Schlaf fest umarmt hielt bevor sie leise das Bett verlies. Rasch waren ihre Kleider zusammengesucht und sie ging hinunter ins Bad. Rasch gewaschen war sie nun gänzlich wach und langsam fragte sie sich ob den Traum auch andere sehen konnten? So lange übte sie noch nicht und Malas Traum war noch nicht so lange her. So viele Gedanken kreisten auf einmal in ihrem Kopf und sie blickte an sich hinab, unsicher in sich gehend atmete sie erleichtert auf. Nein es war nichts, zumindest hatte Sie noch Zeit sich besser darauf vorzubereiten, und dass dieses Nötig war zeigte ihr der Traum. Langsam zog sie sich an und fing an für Perrin Frühstück zuzubereiten sich immer wieder die Fragen stellend: War der Trank vielleicht wirklich nur ein Schlaftrank? Würden die beiden wirklich Mala informieren? War sie wirklich bereit dazu den Schritt zu gehen wenn es soweit kommen würde?
Verfasst: Mittwoch 9. Dezember 2009, 03:00
von Malachai Schwarzmourne
Schlief er?
Oder war er doch noch wach?
Die Müdigkeit raubte ihm die Sinne, er konnte schwer klar denken, war sich nicht sicher, ob das erlebte wirklich passierte, oder ob es gleich zerplatzen würde, wie eine Seifenblase.
Er wollte sich erwehren, nicht in die Träume eindringen. Doch er war zu schwach, er war zu gebeutelt von seinen eigenen Träumen, denen er versuchte zu entfliehen.
Wie durch ewige leere ging er durch den Nebel, leise Stimmen drangen an sein Ohr, die Türen zu den Menschen...zu den Schatten.
Das schwarze Blut verband Sie alle miteinander, mit viel geistiger Kontrolle war es möglich, die Träume jener, die einem nahe standen, aufzusuchen. Doch es war eine stetige Gefahr, man könne seiner Selbst in einem fremden Traume verlieren, nie wieder zum eigentlichen zurückkehren.
Ja, diese Macht, oblag nur den wahren Traumwandlern der Schatten, er, war nur jemand, der es sich beibrachte, das dürftigste Verstand und viel seiner letzten Kraft dafür opfern musste.
Vorsichtig legte sich der Nebel und vor ihm offenbarte sich das Schauspiel, wie eine Bühne aufgebaut, sah er, was jemand träumte.
Sarah...seine Schwester...
Wieder die quälenden Fragen, wieder dieses ungute Gefühl, sie hasste ihn, sie wollte fern von ihm, mied ihn, seine Blicke, seine Nähe.
Er sah ihre Bewegungen, ihre Hektik, die Angst und die Eile, die sie verspürte. Wie Sie etwas tat, zu etwas ging, etwas nahm und etwas abschickte.
Wie Sie von dannen ritt, nur Schemenhaft konnte er die Orte erkennen, die auf der Insel Lameriast vorhanden waren, bis zu jenen alten Orte.
Langsam trat Malachai näher, nur wenige Zentimeter vor dem Traumbeginn stehend, darauf bedacht, nicht einzutreten und sich einzumischen.
Er kniete sich hin, beobachtete das Szenario.
War er es wieder? Das Unheil? Oder wo war die angst hier, die Bedeutung des erlebten?
Eine Flasche, welch merkwürdige Tinktur, sie glänzte, sie schien das einzig wirklich farbige in dieser tristen Welt zu sein und Sie trank.
Er wollte innerlich schreien, doch seine Stimme würden Sie erreichen, zu ihr dringen und das Erlebte verfäschen.
Nein, er musste ruhig bleiben, er wollte Sie nicht verletzen, er wollte all das nicht sehen. Er wollte NIE in ihre Träume, NIE...er hatte keine Macht, er wurde hergebracht, hineingezogen...doch von wem?
War es möglich, dass es seine Schwester selbst tat, die ihn zu sich riss? War es etwas, dass SIE ihn zeigen wollte? Ihre Ängste, ihr Gewissen?
Sie erschrickt, sie tat einen Fehler. Zwei Gestalten betreten die Bühne aus dem Nebel heraus. Sie hämisch angrinsend. Malachai musste selber genauer hinblicken, bis er den Schattenmeister und den Lord...ja sich selber erkannte.
Denkst du wirklich ich lasse es zu dass du diese Dummheit tust, dass du Dich in Gefahr begibst? Niemals könnte ich das tun, aber du wirst gut schlafen.
Gefahr? Welche Gefahr? Wovon sprach er, sein treuer Berater? Was meinte er mit Gefahr...was meinte er mit Dummheit?
Sarah...sie wird schwach...sie...beginnt zu schlafen...im Traume...Malachai erkannte es....der Traum würde Enden...er musste raus.
Nur noch nebenbei bemerkt er, wie sein Traum-Ich den Mund öffnet, etwas sagen will...doch er musste fort, er dürfte nicht da sein, wenn es Endet.
Mit einem Male schrickt er auf, schwer atmend. Wielang schlief er wohl? Eine Minute? Eine Stunde? Er konnte sich nicht orientieren, er wischte sich den Schweiß von der Stirn. Sie lag da, in seinen Arme, langsam, kommt er wieder zur Besinnung...ja...es war ein Traum...und dennoch...es war nicht sein Traum...irgendetwas...oder irgendwer zerrte ihn von dannen, nutze seinen geschwächten Geist, um ihn anzugreifen, fern von seinen eigenen Träumen zu bringen und dies zu offenbaren.
Und die ganze Nacht noch ging er das Schauspiel durch den Kopf, die gesprochenen Worte, während leise seine Lippen whisperten: "Es tut mir leid Schwesterchen, ich wollte das nicht."
Verfasst: Mittwoch 9. Dezember 2009, 10:57
von Selina Talmar
Nachdenklich saß sie am Kamin und beobachtete wie langsam graues Morgenlicht durch die Vorhänge fiel. Sie hatte die Nacht damit verbracht über ihre Tochter zu wachen und sie wenn es erforderlich war direkt zu wecken. Aber die Kleine schlief ruhig und fest. Endlich wieder. In den letzten Nächten war sie immer wieder aufgewacht, weil ein Traum sie nicht los lies und der ihr Angst vor ihrem Onkel bescherte. Sicher sie konnten ihr glaubhaft versichern, dass es nur ein Traum war und so etwas nie eintreten würde, aber dennoch hatte sie auf einmal Angst vor Malachai und die sollte er ihr selber nehmen, aber ihr Gefühl sagte ihr, dass das die einzige Bedingung war an der er sich halten würd, um wieder frei für Inara zu sein. Denn sie glaubte nicht so recht daran, dass er sich wirklich eine Woche von ihr fernhalten würde um zu beweisen, dass es ihm diesmal wirklich ernst war.
Und Sarah? Was war mit ihr? Würde er sich zumindest noch daran halten, dass er sich nicht mehr in ihre Beziehung einmischte. Ihre Angst war spürbar gewesen, als sie letztens zusammen saßen. Und doch war sie sich so sicher.
Und dann hatte sich das Bild auf einmal verändert. Nicht mehr ihre schlafende Tochter sondern Sarah. Sie sah sie schlafend vor sich und dann auf einmal ihren Traum.
Selina wusste später nicht ob sie eingenickt war, oder ob sie den Traum einfach nur gesehen hatte, weil sie in dem Moment an Sarah gedacht hatte.
Aber es war auch egal gewesen. Den Rest der Nacht hatte sie darüber nachgedacht und war sich nun sicher, dass dieser Traum Folgen haben würde.
Arme Sarah, doch mehr als ihr Wort konnte sie ihr nicht geben. Nur eines war nun sicherer als zu vor. Sarah sollte unter keinen Umständen diesen Ort wählen. Und noch sicherer war sie, dass Sarah in diesem Fall am besten bei ihnen aufgehoben war.
Sie hoffte trotz allem, dass der Traum verborgen geblieben war, aber überzeugt war sie nicht davon.
Sie seufzte und erhob sich um Arsen zu wecken. Es galt nun Sarah ihre Angst zu nehmen und Schlimmeres zu verhindern. So das noch ging.
Verfasst: Freitag 11. Dezember 2009, 04:20
von Malachai Schwarzmourne
Ruhig starrte Malachai die bläuliche Flasche in seiner Hand an. Das Kaminfeuer brodelte hoch und die Schatten durch seines tanzes gleiteten durch den Raum.
Nur mit mühen konnte er die Augen offen halten, ja, es war erreicht, seine Bewusstseinsgrenze wurde bis zum Anschlag überschritten und nun wäre es nur noch schädlich, sich dagegen zu erwähren.
Wie Bücher, die er einzeln aufschlug, gleiteten seine Gedanken durch den Kopf. Geordnet, strukturiert und verstehend.
Ja...er Begriff endlich, er war in der Lage, sich nun zu wehren, wenn es kommen mag, wenn er kommen mag.
Er war aus dem Ursprung, aus dem auch Malachai war, er musste es können, was andere auch konnten und so offen...so leicht wollte er es ihm dann doch nicht machen.
Er öffnete die Flasche und roch dran.
Selina...seine gute Schattenwirkerin...welch Zutaten mag Sie dazu gemischt haben, welches Serum, dass ihn in den Schlaf wiegen sollte?
Ja, er kannte Sie...doch er würde nicht im Traume daran denken, sich gegen Sie, ihrer Meinung oder ihrem Befehl zu stellen.
Er musste leicht schmunzeln.
Ihre Bedingungen, sie waren zu seinem besten, dessen war er sich bewusst, selbst wenn er es gerne vermeiden würde.
Inara...ja...Inara...
Er hoffte innerlich, dass diese Bedingung nicht sofort geschehen sollte, nein, denn er suchte Sie noch einmal auf. Auch ihr gab er ein Versprechen, jenes Versprechen, nicht einfach zu verschwinden, fern zu sein, ohne ein Wort. Er suchte Sie auf, sie genossen eine letzte Nacht, ehe er am morgen, ehe Sie erwachen würde, aus ihren Armen glitt und im frischen Morgentau durch den Nebel heim reiste.
Sie Verstand, ihre Sorgen waren wohl ebenso groß, wie die der anderen.
Abermals seufzte er.
Sarah...seine geliebte Schwester. Noch immer konnte er nicht glauben, was geschehen war. All diese wörter die fielen, all das gesagte. Ja, er mischte sich wieder ein, ungewollt...hatte er nicht immer gesagt zu ihr, ihm würde es nicht interessieren?
Und dennoch, beichtete Sie es ihm.
Eine Abtreibung? Und dann noch mit einem Serum aus seinem schwarzen Blute?
Wusste Sie denn nicht, als die, die uns alle erfühlt, dass es ihren Tod bedeuten könnte, einen Schatten, so nah an sich, sterben zu fühlen, in ihr drinnen...und dann noch genau mit ihrem Blute.
Er seufzte, doch, sie verstand.
Er würde sich weiterhin nicht einmischen, er versprach es. Er würde Perrin nichts sagen, er würde Sie vor einer Abtreibung nicht aufhalten, nur eines, musste er sich gewiss sein:
Wenn es soweit war, solle Sie zu ihnen kommen, zu ihrer Familie und Sie würden gemeinsam dafür Sorge tragen, dass diese Abtreibung so ungefährlich wie nur möglich geschehen mag.
Und dennoch...
Diese Flasche...für einen Augenblick zweifelte er, war er von Wut zerfressen. Könnte es sein, dass sein Schattenmeister den größten aller Fehler begann? Das schwarze Blut zu missbrauchen, für andere, entfremdende Zwecke zu benutzen? Keiner könnte je sagen, was passiert, wenn Sarah diesen Trank getrunken hätte...jenes...mit seinem Blute. Und doch nein...er verlor diesen Gedanken, wie er kam. Er vertraute seinem Schattenmeister. Selbst, wenn die Person hinter jenen Malachai hassen würde, so war er als Schattenmeister professionell und verlässlich. Er hat ihr keinen wirklichen Trank gegeben...soetwas närrisches, würde er nie tun.
Malachai war schockiert, als Sarah den Trank ins Feuer schmeissen wollte. In der Luft griff er ihn heraus, begutachtete ihn und...verstand. Sarah´s Angst, die Konsequenzen, die Arsen tragen würde. Er...er tat ihr den Gefallen, und warf jenes hexerische Elixier, egal, ob es das ist, was es sein sollte oder nicht, ins Feuer.
Und dennoch, zersplittete all diese Ereignisse die Gemeinschaft, die Familie und nicht nur einer war daran Schuld, nein alle.
Malachai, der nun begann, menschlich und für seinem Wohle zu handeln.
Arsen, dessen gutes Recht der Wut als Bruder Sienaras den Menschen Malachai am liebsten erdolcht hätte.
Selina, als sorgende Mutter, als klar denkende, kühle, unberechenbare Frau, die manchmal härter durchgreift, als es von Nöten wäre.
Sienara, die einfach fort ging, ohne ein Wort, ohne ein Schreiben und Sarah, die ein Versprechen gab, aus Angst, ihre Liebe zu verlieren und dadurch sogar den Tod in kauf nehmen würde.
Ja, der Tod.
Würde Malachai nicht so gegen den Schlaf ankämpfen, würde er sich nicht zum extremsten Leiden lassen, auf das er gestärkt aus seinem inneren Kampfe hervorginge, hätte er es früher gemerkt, die Art, wie seine Schwester sich verabschiedete.
"Lebe wohl."
Er ritt ihr sofort nach, er fragte sich rum, weckte die Menschen zu jener späten, nächtigen Stunde, bis er am Süden Lameriasts ankam, zum Strand, wo Sie stand.
Zwei Flaschen in ihren Händen, in eine stopfte Sie einige Kräuter und füllte den Schnaps der anderen rein.
Was war aus ihm geworden? War es gerechtfertigt, für die Stärke, so naiv zu sein?
Er sprach auf Sie behutsam ein. Innerlich zitterte er, Angst erfüllt, stetig die Gedanken, seine Schwester würde sterben. Wieder...würde eine Schwester sterben und es wäre seine Schuld. Er hat Sie hinfortgeschickt, ohne sich richtig zu erklären.
So sprach er mit ihr, in Ruhe...und offenbarte seine dunkelsten Geheimnisse.
Er stellte sich ganz nah an die Klippen und auf einmal, wurde er seines Geistes Herr. Auf einmal, war das Wirrwarr durch den Schlafmangel verschwunden und er wusste, was er zu tun hatte, wie die Fehler wieder gut gemacht werden könnten.
Selina sprach davon, dass es immer einen Grund gäbe, wenn der Abtrünnige erscheint. Diesen gab es auch, denn jener glaubt, die Schatten wären zerrissen. Jener denkt, sie wären nun schwach. Doch ER irrt sich.
Mit einem letzten Worte, mit dem letzten Satz der liebe, lächelte Malachai Sarah an, ehe er nach vorne die Klippen hinabstürzte.
Ab dort ging alles schnell.
Seine Waffen und sein schwerer Brustpanzer zogen ihn hinab in die Tiefe. Er schloss nur die Augen und genoss die Stille, die Ruhe, die ihn umgab, der innerliche Drang zu schlafen.
Er merkte nur noch, wie etwas seinen Umhang packte, dann jemand draußen seinen Arm hochzog und jemand vom Wasser aus ihn hochstemme. Seufzen, Tränen...dann ein Tritt auf seinen Brustkorb und mit einem Male riss er die Augen auf und spuckte beinahe das ganze Meer aus seinem Körper raus.
Sie saß da, seine Schwester, ängstlich, nass, zitternd, weinend.
Er nahm Sie sofort in den Arm und hielt Sie nur fest.
Nun würde Sie verstehen, was ein Mensch alles tun würde, um den liebsten zu retten. Nun verstand Sie um die Angst jenes, dass er sterben könnte.
Sie sprachen noch einige Zeit, Malachai entschuldigte sich oft und machte ihr klar, dass keiner und doch jeder Fehler begann und das man aus jenen Fehlern wachsen muss.
Er brachte Sie heim, sie redeten weiter und eine letzte Bitte überbrachte der Schattenlord seiner kleinen Schwester:
"Bitte, komm mit Perrin nach Bajard, bewohnt Sienaras und mein altes Haus, ich bleibe in der kleinen Hütte. Gerade jetzt, bei jener Gefahr, ist es wichtig, dass wir alle zusammen sind."
Es war kein Befehl, kein Einmischen in deren Leben, nein, es war die bitte eines sorgenden Lords...und eines sorgenden Bruders. Sie würde mit Perrin darüber reden und ehe Malachai das Schiff ansteuerte, redete er Sarah zu, dass all jenes unausgesprochen bleibt, er nicht Arsen wegen des Trankes aufsuchen wird und keiner etwas vom unfreiwilligen Baden erfährt. Denn eines war nun wichtig...der Zusammenhalt und das Vertrauen unter den letzten ihrer Art...den Schatten.
Und so nahm Malachai die Flasche an seinem Mund und genehmigte sich einen riesigen Schluck. Er schmeckte schon den Schlaftrank, der seiner Kehle hinabgleitet und hörte nicht auf, bis die Müdigkeit siegte.
Mit einem lächeln legte er den Kopf auf den Tisch, die Flasche aus der Hand zu Boden gleiten lassend und letzte Sätze murmelnd:
"Ich bin bereit...und...Elira...ich schütze dich...vor diesem Traume."
bitte löschen
Verfasst: Freitag 11. Dezember 2009, 19:05
von Samantha Quaas
bitte löschen
Verfasst: Freitag 11. Dezember 2009, 19:08
von Sarah Schwarzmourne
Lange ritt sie durch die Wälder, lies Schattenwind einfach loslaufen, ihn die Wege finde wovon sie einige noch nicht kannte. Egal wo sie Anfing an eine Lösung zu denken, egal was sie versuchte sie kam immer wieder zum gleichen Ergebnis. Sie musste einen Weg finden wenn es wirklich soweit kommen sollte, auch wenn dies ganz und gar nicht ihr Wunsch war und sie sich innerlich dagegen sträubte, aber das konnte und wollte sie ihm nicht antun. Sie hat ihm versprochen nie wieder davon zu sprechen, nie wieder davon zu beginnen bis er irgendwann vielleicht doch dazu bereit war, und daran musste sie sich halten.
Still hielt sie immer wieder Ausschau nach neuen Verstecken, neuen Plätzen wo sie halbwegs sicher war und weit genug weg dass ihr Bruder sie nicht gleich spüren würde. Ihr Bruder, ja sie hatte es geschafft ihn damit nicht auch noch zu belasten, so müde sah er letztens bei Selina aus und auch seine Sorge um seinen Traum. Ja er würde wieder kommen, doch weshalb diesmal? Selina sagte es gibt immer einen Grund wenn er kam, doch sie wusste auch nicht woran es diesmal lag. Ob Mala es wusste? Sie blickt hoch und bemerkt dass Schattenwind sie in den Garten führte. Ja er war daheim Schattenhuf stand brav an seinem Platz. Kurz nur überlegte sie ob sie weiterreiten sollte, doch sie stellte das treue Pferd neben seinem ab und ging zum Haus.
Eine weile stand sie am Fenster und beobachtete ihn, er hat immer noch nicht geschlafen und die Flasche von Selina stand noch immer verschlossen am Tisch, dafür umsomehr leere Flaschen in denen bestimmt keine Milch war. Kurz blickte sie wieder zu den Tieren, es wäre leicht einfach weiterzureiten, aber weshalb brauchte Sie sie hier her? Ja die Tiere waren immer schlauer und irgendwann musste sie mit ihm sprechen, nein es lies auch ihr keine Ruhe, er kam wieder und Mala fand es noch nicht mal der Mühe wert ihr es in Ruhe zu erzählen, nein zufällig erfuhr sie davon bei Selina. Kurz geklopft ging auch schon die Türe auf.
Störe ich? Fragte sie leise und setzte sich zu ihm nachdem er dies verneinte.
Vieles wurde gesagt und ein Wort ergab das andere, und nachdem er ihren Traum ansprach und Fragen stellte konnte sie einfach nicht mehr anders als es ihm zu sagen, auch wenn sie genau das so lange versuchte zu vermeiden, wusste sie doch ganz genau was kommen würde. Doch selbst als er den Trank endlich hatte wollte er nicht davon ab Perrin alles zu sagen aber was noch viel schlimmer war er wollte Arsen Vorwürfe deshalb machen.
Egal was sie sagte, und auch tat er hörte nicht mehr zu, er wollte einfach nicht verstehen dass sie ihm das Versprechen nicht geben konnte welches er wollte, und so ergab ein Wort das andere bis er sie schliesslich rauswarf. Ja sie hatte es diesmal wirklich geschafft alles aber wirklich alles falsch zu machen. Und es gab auch niemanden den sie nicht verletzt und betrogen hatte. Arsen und Selina denen sie versprach Mala nichts zu sagen und die Ihr Vertrauten, nie hätte sie um den Trank bitten dürfen, egal was auch wirklich drin war. Malachai der so viele andere Sorgen hatte, die Sorgen um Siena, Inara die er immer noch liebte und Arsen der es ihm nicht leicht machte und viele Bedingungen stellte. Keiner von ihnen hätte ihr Vertrauen dürfen und nichts konnte sie wirklich wieder gut machen.
Aber am schlimmsten für sie war dass ihr Bruder erneut mit Perrin reden wollte, noch so ein Gespräch wäre ihm auf jeden Fall zu viel, zumindest das konnte sie deutlich erkennen und so blieb ihr nur noch: Leb wohl. zu sagen.
Rasch trieb sie Schattenwind an, rasch Heim ein paar der giftigen Kräuter zusammensuchend die sie draussen in ihrer Truhe verstaute. Perrin schlief tief und fest und bemerkte nicht dass sie ihn noch kurz im schlaf beobachtete und leise "verzeih" murmelte bevor sie ohne Pferd weiterlief. Die Kutsche war nicht weit vom Haus und rasch war sie am Strand, zwei Flaschen Schnaps verlangte sie vom Wirten, reichte ihm eine Handvoll Münzen und eilte hinaus zum Strand. Hier war alles so ruhig, so still und auch wenn es zu kalt war diesen Anblick zu geniessen, so hielt sie doch kurz inne. Langsam lies sie sich auf ihre Knie und blickte aufs Wasser. Die erste Flasche war leer und zeigte deutlich ihre Wirkung, doch entweder lag es am der Kälte oder auch an ihrer Müdigkeit, irgendwie wusste sie nur zu genau was sie vorhatte. Vorsichtig zerrieb sie die Kräuter welche eine Menge an Gift in sich hatten welche für eine ganze Garde reichen sollte und lies sie langsam in die leere Flasche hinein. Nur kurz blickte sie auf als Mala sich ihr näherte und vorsichtig goss sie etwas Schnaps von der zweiten Flasche dazu ehe sie ihn dann erneut kurz ansieht.
Du solltest nicht hier sein, geh wieder heim. Meinte sie nur trocken zu ihm. Doch dieser sprach von Fiona, und dass er nicht noch eine Schwester verlieren würde, vom Abtrünnigen und noch einiges das nicht mehr wirklich an sie drang, doch bevor sie Flasche ansetzen konnte stand er an der Klippe und lies sich einfach hineinfallen...
Weshalb sie nachsprang oder woher die kraft kam mit ihm am im Schlepptau das Netz des Fischers zu erreichen mochte wohl niemand mehr zu sagen und am wenigstens sie selbst, zum einen weil sie immer noch nicht schwimmen konnte zum anderen weil es nichts mehr gab als Wasser das sie verabscheute, doch sie schaffte es und mit hilfe des Fischers auch dass beide wieder wieder oben am trockenen waren. So sehr sie sich auch bemühte sie schaffte es nicht den Brustpanzer von ihm hinabzudrücken. Aber der Fischer schob sie zur Seite und sprang ein Bein anhebend mit voller kraft auf Malas Brust dass dieser eine reichliche Menge an Wasser spuckte und aushustete. Zitternd, das alles noch gar nicht wirklich realiesierend hockte Sarah an der Seite und beobachtete das Geschehen. Kaum war ihr Bruder halbwegs wieder bei sich zog er sie zu sich und hielt sie fest.
Sie redeten die ganze Zeit wärend Mala sie heimbrachte und nachdem er ihr versprach dass niemand davon erfahren würde und er auch die Sache mit dem Trank und alles andere vergessen würde willigte sie auch ein mit Perrin zu reden dass sie in sein Haus kommen bis die Gefahr abgewandt ist. Er wollte partout nicht bei ihnen übernachten, er meinte es ist soweit dass er Selinas Trank nehmen konnte und so verabschiedeten sie sich und Sarah ging hinein.
Müde hockte sie sich mit den immer noch nassen Kleidern vor den Kamin im Schankraum, nein umziehen war viel zu mühsam nur heissen Tee machte sie sich noch bevor sie es sich halbwegs auf den fellen bequem machte, bemüht nicht einzuschlafen. Zum einen hatte sie Angst sie würde wieder einen Traum losschicken, zum anderen wusste sie dass Mala den Trank nehmen wird und seinen Traum mochte sie auch nicht sehen. Das Wasser machte sie wohl wieder halbwegs klar im Kopf und auch wenn sie noch keine Ahnung hatte wie sie all das Geschehene je wieder gut machen konnte wollte sie nicht so rasch wieder aufgeben es doch zumindest zu versuchen. Doch erstmal diese Nacht wach bleiben und gleich mit Perrin reden wenn er runterkam. Hoffentlich konnte sie sich wachhalten...
Verfasst: Sonntag 13. Dezember 2009, 16:25
von Perrin Catheres
Er zog den Umhang enger um seine Schultern, als der eisige Wind an seinen Kleidern zog. Vereinzelte Schneeflocken verfingen sich in seine nachtschwarze Robe, während die Sonne langsam unterging und einen kalten Herbstabend versprachen. Der Winter naht, dachte Perrin bei sich und ging schnellen Schrittes weiter. Alsbald kam auch schon das Haus in Sicht. Das obere Stockwerk war dunkel, doch aus dem unteren schien flackerndes Licht aus den Fenstern, das eine wohlige Wärme versprach. Sarah war da und der Gedanke beflügelte ihn. Schnell schloss er die Türe auf und zog sie noch schneller hinter sich zu, keine Kälte hineinlassen wollend.
Sein Blick richtete sich gleich auf Sarah, die vor dem Kamin auf den Fellen lag und wohl eingenickt zu sein schien. Er lächelte warm und legte den nassen Umhang und die Robe schnell ab, sie an einen Haken nahe des Kamins zum Trocknen aufhängend.
Langsam setzte er sich neben Sarah hin und streichelte ihr durch das Haar. Verwundert stellte er fest, dass es noch feucht war und ihre Kleidung war auch nass. Halb getrocknet von der Wärme des Feuers, aber noch immer feucht.
Erschrocken schaute Sarah zu ihm auf, als er sie sanft durch das Haar streichelte und ihr eine n zärtlichen Kuss auf den Kopf gab. Augenscheinlich hatte sie seine Ankunft garnicht bemerkt und er lächelte amüsiert darüber und nahm sie in den Arm. Sie war müde, völlig erschöpft und nass. Irgendetwas war geschehen, dessen war sich Perrin bewusst. Er betrachtete ihr schlaftrunkenes Gesicht, indem es irgendwie arbeitete. Sie sprach davon, dass vieles in ihrer Familie, in der Welt der Schatten, schiefgelaufen sei. Es herrschte kaum Vertrauen und dass sich diese Familie entzweite. Irgendwie erschreckte er sich bei diesen Worten, hatte doch bislang immer viel Harmonie zwischen diesen Menschen geherrscht. Es gab Streitereien, natürlich, aber als so schwerwiegend hatte er es nicht eingeschätzt.
Er saß da am Feuer, Sarah in den Armen, während er sich die Erklärungen von ihr aufmerksam anhörte und genoss derweil die Wärme des Feuers und das Gefühl der Geborgenheit. Der Wind pfiff und heulte draußen vor den Fenstern, doch hier drinnen konnte er ihn nicht erreichen.
Doch es fröstelte ihn dennoch kurz. Der Abtrünnige der Schatten würde bald wieder erscheinen. Wohl durch die Uneinigkeit der Familie hervorgerufen. Was das auch für eine Kreatur sein mag, die Schatten scheinen sich vor ihr zu fürchten. Es gibt einen Plan, ein Trank, den Malachai, Marick oder Sarah trinken muss, soll ihn endgültig bannen können. Doch gibt es Risiken und Gefahren bei der Einnahme. Das schwarze Blut würde vernichtet werden, doch was noch? Er widersprach, nein, er verbot es Sarah sogar, dass sie diesen Trank nehmen würde. Sie sollte sich nicht dieser Gefahr aussetzen. Er konnte sie nicht vor Tränken schützen und wer weiß, was passieren könnte, wenn sie ihn nahm. Nein, dieser Vorstellung wollte er sich nicht hingeben und er würde es verhindern. Er würde gegen den Abtrünnigen kämpfen. Er würde ihm die Stirn bieten. Denn er hatte einen Vorteil, den die anderen nicht hatte. Einen Vorteil, der ihn resistenter gegen die Macht des Abtrünnigen machen würde. Er war kein Schatten. Er konnte nicht durch das schwarze Blut manipuliert werden und er würde ihn einfach mit dem Schwert besiegen.
Sie bat ihn, mit ihr in das Haus von Malachai zu ziehen, bis diese Sache erledigt sei. Der Zusammenhalt sei jetzt wichtig, erklärte sie ihm. Zwiespältig nahm er diese Bitte auf. Er hasste Malachai irgendwo in sich, doch andererseits sehnte er sich auch immer nach Anerkennung durch ihn. Er war sein Lehrer, er war derjenige, der ihn führte. Das war einerseits sein Wunsch, andererseits auch genau das, was er verabscheute. Mit Malachai würde er nie normal umgehen können. Aber vielleicht machte es das auch aus. Er stimmte also zu, auch wenn er jeden Tag nach Lameriast fahren würde. Zuviel Arbeit harrte hier seiner, als dass er sie vertrödeln könnte.
Die Wärme des Feuers tat gut und ihm behagte der Gedanke überhaupt nicht, dass sie bald packen würden und nach Gerimor übersetzen würden. Wenn er Sarah betrachtete, wusste er auch nicht, ob er ihr das zumuten konnte und dann kam ihm eine Idee und er lächelte verschmitzt. Er drückte sie sanft an sich und sprach mit ruhiger und besänftigender Stimme. Er lullte sie ein, auch wenn sie sich gegen den Schlaf wehrte. Sie wollte keinen Traum von Malachai erhalten, sie wollte nicht, dass er ihren Traum sah. Er versprach ihr mit tiefer, langsamer Stimme, dass er auf sie achten und keinen Traum durchkommen lassen würde. Sie schlief dann auch in seinen Armen ein und er lächelte zufrieden. Heute würden sie nicht umziehen und noch eine ruhige, gemeinsame Nacht in ihrem trauten und warmen Heim verbringen. Der Wind heulte auf, wohl um seine Beute betrogen.
Doch seine Gedanken kreisten dann um Sarah, er selber konnte noch keine Ruhe finden. Warum war sie so nass und übermüdet? Die Müdigkeit kam wohl daher, dass sie sich imme wach hielt, um sicher vor den Träumen zu sein. Doch das war noch nicht alles. Sie hatte sich versprochen gehabt. Sie sprach davon, dass auch Perrin jeden schützen würde, und sie auch. Genau wie Malachai, der von den Klippen... ja, was hatte er getan? Es blieb nicht viel übrig, es gab nicht viel, was man dort hineindeuten konnte. Er sprang von den Klippen. Weil sie irgendeinen Trank nehmen wollte, der gefährlich war? Irgendetwas wollte er damit wohl erreichen. Selbstmord hätte er angesichts dieser drohenden Gefahr des Abtrünnigen niemals begangen, dessen war sich Perrin sicher.
Sarah hatte ihn gerettet, ihn aus den Fluten gefischt. Das erklärte wohl auch ihr plötzliches Ansinnen, Schwimmen lernen zu wollen.
Er grübelte lange darüber nach, aber er konnte sich nicht wirklich einen Reim darauf machen, was wirklich geschehen war, bis Sarah im Schlaf redete. "Nein, Mala, du darfst nicht hier sein", sprach sie unruhig im Schlaf. Perrin beugte sich vor und flüsterte ihr beruhigend ins Ohr:"Malachai ist nicht hier. Ich bin bei dir und beschütze dich." Sie wurde dadurch nurnoch unruhiger und sprach flehentlich, schon etwas ängstlich: "Perrin darf davon nichts erfahren, Mala!" Auf diese Worte hin runzelte er verwirrt die Stirn. Was durfte er nicht erfahren. Was verheimlichten sie vor ihm? War es nicht das Vertrauen, was sie wieder aufbauen wollten? Er war versucht, ihr das Geheimnis im Schlaf zu entlocken, doch er besann sich noch rechtzeitig, seine Lippen kurz vor ihrem Ohr. Er musste selbst Vertrauen können und wenn sie es ihm nicht sagen wollte, musste er es so hinnehmen. Es war sicherlich eine törichte Dummheit gewesen, die durch Malachai vereitelt wurde und so musste er sich damit zufrieden geben.
Er sprach dann wieder mit sanfter und beruhigender Stimme: "Habe keine Sorge, meine Liebe. Ich werde dein Geheimnis nie erfahren. Es ist sicher." Worauf sie sich dann wieder beruhigte und friedlich weiter schlief.
Er lag dann noch lange schweigend neben ihr, sie betrachtend. Der Wind ließ etwas nach und pfiff nicht mehr ganz stark. Aber an den Fenstern bildeten sich Eisblumen und Reif. Es wurde immer kälter und immer gefährlicher. Eine dunkle Zeit hatte begonnen und Perrin wusste nicht, was alles passieren würde.
Der Winter naht, war sein letzter Gedanke, bevor er dann auch in einen friedlichen Sclaf vor dem prasselnden Kaminfeuer fiel.
Verfasst: Donnerstag 17. Dezember 2009, 01:50
von Malachai Schwarzmourne
Beherzt und ruhig öffnet er die Flasche, kurz daran richend und einmal den Blick über die Schulter wagend. Von seinem Fenster aus sah er die schwarzen Sillhouetten des großen Anwesens, angegrenzt an sein altes, kleines Haus. Es brannten noch Lichter, Sie waren wohl noch auf und unterhielten sich. Er war froh, Sie da zu haben...in seiner Nähe...er war froh, Sarah in Sicherheit zu wissen.
Mit einem schnellen Satz setzte er die Flasche an den Mund und began zu trinken. Während der Absynth mit Selis geheimer Zutat seiner Kehle hinabrang, began er zu denken. So klar diese Gedanken, so sortiert, so strukturiert. Er beherschte Sie, in seinem Kopf...konnte vergessen und erinnern. Er konnte analysieren und kapieren.
Als der letzte Schluck in diesem Zuge die Flasche leerte, rollte Sie ihm auch schon aus der Hand und er brach auf dem Bett zusammen, schlafend...so lange blieb er wach, so müde seine Augen. Er hätte es wohl nicht einmal trinken müssen...doch er hatte es vergessen, das schlafen...und Angst, er könne es nicht mehr.
Langsam ging er über die Wiese. Die Sonne scheinte und obwohl er wusste, es war Winter, war es gemütlich warm hier.
Man sah Hoppelhäschen über das Gras wandern, sie waren nicht scheu, sondern kamen und in der Entfernung ein Gallopieren. Er ging zum nahenden Baum, der allerlei süßer Leckereien an seinen Ästen hingen hatte, als das Pferd näher kam und stehen blieb.
Dort sah er Sie, seine kleine Königin, wie Sie vergnügt auf dem Pferde reitete, sich absetzen liess und die Kaninchen streichelte, ehe Sie sich den Baum näherte. Er kam aus dem Schatten zusammen und erschrack.
Sie wollte wohl etwas sagen, doch er schloss Sie direkt in den Arm und unterbrach Sie.
"Es tut mir leid meine kleine Elira, es tut mir leid, dass du einen bösen Traum sahest von einem bösen Mann. Doch es war nur ein Traum, nicht die Wirklichkeit. Ich tat dies nie...ich würde soetwas nie tun und ich hoffe das weißt du."
Er streichelte ihr über den Kopf und gab ihr einen Kuss auf die Wange.
"Ich passe nun auf...ich gebe darauf acht, dass du vor solcherlei Alpträumen geschützt bist. Dass NIE wieder jemand Böses in deine Träume kommt und dir schreckliche Bilder zeigt, dass Verspreche ich dir."
Er lächelte Sie an, sie starrte ihn mit ihren großen Augen nur an, ehe Er Sie absetzte.
"Nun träume meine Liebe, träume deinen schönen Traum und geniesse ihn. Wissend, ich wache über dich und beschütze dich...auch in deinen Träumen."
Dann ging er hinfort. Die weite Welt, die sich ihm in Elira Traum offenbarte, verschwand vor seinem Füßen und wie von einer Bühne stieg er aus diesem Traum hinab zu einer Tür.
Er durchschritt Sie, und verschloss Sie, kurz seine Hand auf jene legend und seufzend.
"Ich lasse nicht mehr zu, dass jemand in deine unschuldigen Träume eindringt und davor Sorge trägt, dass du dich vor mir fürchtest."
Kurz die Augen schliessend, scheinbar konzentrierend, dann verschwand die Tür, wie weggezogen.
Er stand nun in einer riesigen Halle. Große Marmorblöcke waren in dieser Verteilt und steinerne Säulen ragten bis zu einem pechschwarzen Himmel, wo Sie von dieser Dunkelheit förmlich verschluckt worden.
Es war trist, Farbarm, nein...alles Grau und Schwarz untermalt.
Er ging ruhigen Schrittes durch die Hallen, bog hier und da ab und es mochte wirken, als würde er ziellos da hindurch streifen, doch war sein Gang so fest, so voller Überzeugung, dass er Wissen mochte, wohin sein Weg ihn führte.
Ja, Elira war nun sicher vor den Träumen. Er hatte ihren verschlossen, kein noch so starker Traumwandler würde in ihn eindringen können...nicht...solange er schlief und über Sie wachte.
Mit einem male hörte man etwas die Luft zerschneiden, wie Schlangen flogen diese schwarzen Wesen in der Luft auf ihn zu, umkreisten eine Steinsäule, die Sie in ihrer Wucht zermalmen und packen ihn am Körper, ihn anhebend und gegen einen Haushohen Marmorblock warfen, welcher unter der Wucht des Körpers zerbrach.
Ein höhnisches Lachen durchdrang den Raum, vom Echo getragen, als wäre eine ganze Armee ihren Spaß hinausrufen.
Langsam erhob sich der Schattenlord aus den Trümmern, die schwarzen Schlangen...jene Tentakel des Einen zogen sich nur wenige Meter zurück...zu ihren Meister.
Dort stand er, in seiner vollen Pracht. Jener Körper, überzogen ganz und gar mit dem schwarzen Blute, was wie eine lebendige, pochende Haut auf ihn lag und wie Arme und Beine bewegbar war.
Malachai wollte nur einen Schritt nach vorne wagen, als der Abtrünnige im Bruchteil einer Sekunde ihn am Hals packt und mit einer Drehung auf die andere Seite gegen eine Steinsäule warf, die förmlich hindurchbrach, wie eine Feder, die man zu stark gegen ein Pergament drückte und in sich zusammen berste.
Wieder dieses lachen. Ja, der Abtrünnige genoss es. Diese Macht zu haben, diese Stärke...diese Überlegenheit. Ja, diesmal kam Malachai nicht mehr dazu aufzustehen, als er wieder genommen und geworfen wurde. Sein Kopf war mit Blut übersät, die schwarzen Tentakel peitschen ihn im Flug hinterher, zerrissen seine Rüstung und zerschneideten sein Fleisch.
Der Abtrünnige klatschte, unter dem Schattenlord merkte er den feuchten Untergrund seiner eigenen Blutlache und dann begann die zermalmende, gequälte Stimme zu sprechen.
"Oh Schattenlord...wie lange habe ich dich gesucht...und hier bist du nun...schwach...erbärmlich...verlassen."
Seine Hand schoss nach vorne, ihn am Bein packend und wie einen Kieselstein wieder auf die andere Seite werfend, gebremst nur durch die Wand, die große Risse in seiner Marmorstruktur hinterliess und eine Blutsspur, die hinabgleitet auf jenen, der davor liegt.
"Oh...du wunderst dich? Du denkst du schläfst? Ja das tust du...und ich bin nun hier, um deine Seele auf ewig zu vernichten. Und wenn ich mit dir Fertig bin, dann kann mich keiner mehr aufhalten."
Mit einem schnellen Tempo kam er angelaufen, streckte dann das rechte Bein nach hinten aus und trat ihn gut 10 Meter weg von ihm. Über den Boden schleifend und wieder bei einem Marmorblock zum stehen kommen.
Ehe Malachai sich auch nur halbwegs aufraffen konnte, packt ihn die schwarze Hand und umschlingt seinen Hals. Ihn wenige Zentimeter über den Boden haltend.
"Du bist allein...alle haben dich verlassen...die letzten Schatten sind gesprengt...und Sie werden sterben."
Und wieder durchdringen die Hallen ein lachen...doch...
es ist nicht die Armee...nicht dieses zerrütelte Lachen.
Nein höhnisch grinst er ihn an, der Schattenlord, hinabblickend auf jenen, der seinen Hals so fest in der Hand hielt.
"Oh Abtrünniger...du wirst es nie lernen."
Als ob seine Kehle nicht zugeschnürrt ist, als ob er keine Wunden hätte, sprach er mit ihm, ehe seine rechte Handfläche sich nur auf den Bauch des Abtrünnigen legt und dieser wie von einem Katapult geworfen zurück fliegt.
Langsam trat der Schattenlord näher, im Blicke jene schwarze Gestalt, die sich aus den eigenen Trümmern empor hebt und versucht, in seinen stammelnden Worten, etwas zu sagen.
"Wir sind nicht gesprengt...die Schatten sind einst...meine Schatten...meine Familie...und meine Freunde stehen weiter an meiner Seite...so wie ich an ihrer Seite stehe. Sie sind mächtiger, als du es dir ausmalen kann...sie haben Stärken, die meine bei weitem übertreffen mögen. Ja...sie sind bereit für dein kommen...und werden beenden, was unsere Väter nicht schafften."
Wieder holte der Abtrünnige aus, die Faust flog auf Malachai´s Gesicht, doch bremste seine eigene Hand die des Feindes ohne Probleme und umgriff die Faust mit seinen Fingern.
Wieder nur ein unverständliches Stammeln in seiner Ratlosigkeit. War der Plan denn nicht perfekt? Hatte er nicht das Traumwandeln erlernen wollen, um Sie so zu schwächen?
"Du begreifst es einfach nicht...und ich fühle Mitleid mit deiner Naivität. Du kannst mich nicht in dieser Welt besiegen, weil ich hier mächtiger bin als du. Ich habe trainiert. So geübt, was du nie kannst. Ich habe mich bis an meine Grenzen gebracht, um nun meine geistige Kontrolle auch sogar bis in den Schlaf zu behalten. Dein wenig umherwandeln, deine Manipulationen, die Schmerz und Leid in den Köpfen hervorbringen, funktionieren bei mir nicht, denn sie dringen nicht soweit durch. Ich wusste, dass du kommst...und ich wusste auch wie...daher habe ich mich vorberreitet."
Sein Arm macht einen Ruck, der Abtrünnige wurde abermals gewurfen, langsam schlenderte Malachai zu ihm, als die Stimme in der Schwärze zu ihm sprach.
"Was....Elender...solltest du können, was ich nicht kann...warum denkst du, du bist stärker? Lügen sind es...die du dir selbst einredest. Doch du bist hier gefangen, in deinem eigenen Traume...ich kam zu dir...und ich werde deinen Geist nun brechen, auf dass dein Körper nur noch eine willenlose Marrionette ist."
Die Tentakel schossen aus ihm heraus, wollten Malachai umgreifen, als jener Sie packte und den Körper, der an ihnen hing, wieder durch den Raum schmiss, ihm direkt hinterherfolgend, am Halse packend und zu Boden drückte.
"Ich, kann Schmerz fühlen und ihn ertragen. Ich übe, ich lerne und ich werde stärker, indem ich Leide. Ich lasse den Turm in mich zusammenstürzen, um ihn danach geordnet neu aufzubauen und das Chaos, was dadurch entstand, beseitigen zu können. Du hast dich selber Verraten...mit deinem Traum...den du träumtest. Ja...ich weiß, dass es deiner war, in welchen du mich hineingezogen hast, in welchen du diese Gräueltat träumtest...welche Menschen sahen, die mir wichtig sind...welche unter diesem Traum litten...doch...dieses abgeharkte, diese Bruchstücke...mir war klar, dass es nicht mein Traum war...und ich sah hinter dieser ganzen Fassade dich...ja...du hast dich verraten, mir offenbart, dass du wieder da bist, dass du das Traumwandeln beherscht."
Mit einem Ruck warf er den Abtrünnigen hoch, als jener fiel, tritt er ihn gegen eine Steinsäule, die aber, im Gegensatz zu der anderen, nicht zerbrach, sondern ohne einen Riss den Abtrünnigen in sich prallen und zu Boden fallen lässt.
"Ich...ich bin hier...bei die Schattenlord...und ich werde dich vernichten. Ich habe die Kontrolle über deinen Traum...und ich lasse deinen Geiste unter meiner Macht zerbersten."
Kopfschüttelnd, doch mit einem leichten Lächeln trat Malachai näher.
"Verstehst du es immer noch nicht Abtrünniger...dies hier...", er deutet einmal herum. "Ist nicht mein Traum...es ist deiner. Und wir Schatten sind nicht alleine, nein, ein jeder sieht sich, beobachtet dich, am Boden zerstört...die Ahnen...und die Zukünftigen. Ich bin zu dir gekommen, ich bin in deinem Traume gegangen und manipuliere deinen Geist, auf dass du unter Schmerz zusammenbrichst. So lerne die Lektion, du meidest den Schmerz...du bist zu egoistisch auf deine Macht...du kannst nicht glauben, ich würde zulassen, dass du nur einen Schaden zufügst, indem du in ihren Traum wandelst. So sperre ich dich ein...setze eine Blockade, die für deine Fähigkeiten unüberwindbar sind. Jeder einzelne Schatten, wird sich im Geiste vor dir abschirmen können und nie in der Zeit der Ruhe deine Präsenz wahr nehmen. Du hast verloren Abtrünniger."
Langsam dreht er sich um, eine Tür erscheint, dunkel Silber glänzend und er öffnet Sie.
"SCHATTENLORD...DU LÜGST...ICH WERDE DICH VERNICHTEN. HÄTTEST DU WIRKLICH DIESE MACHT...WÜRDEST DU MICH TÖTEN...ABER DAS TUST DU NICHT...FEIGLING...BASTARD..."
Langsam dreht sich Malachai um, die Augen geschlossen, als er Sie öffnet, sieht er ihn vor sich. Vor ihm offenbarte sich der wahre Mensch, der einst der Abtrünnige war. Tevodar...klein, schmächtig...kein Kämpfer...ein denker. Mit müden Augen blickte er ihn an, wie ein kleines, trotziges Kind, das nach einem Lutscher schreit und nicht glauben will, dass es keinen kriegt.
"Tevodar...nicht ich werde die Macht haben, dich zu besiegen. Dafür sind wir zu gleich. Nein, meine Schatten sind es, die die Kraft alleine dafür besitzen. Ich bin der Schattenlord, mein oberstes Ziel ist es, meine Schatten zu beschützen. Daher, werde ich dich nicht vernichten...du bist ein Schatten, du warst es immer und durch unser aller Schuld, bist du nun verflucht. Ja Tevodar, ich habe Mitleid mit dir...und ich trage die Buße der Schuld meines Vaters für all das...und kann nur dankbar dafür sein, Schatten um mich zu haben, die für mich die Schuld ablegen und unseren Fehler korrigieren werden."
Er blickte sich noch einmal um, die Hand hebend und sie leicht anwinkelnd. Wie Geister schwirrten einige, schwarze Gestalten aus dem nichts hervor und gleiteten durch die Tür hinaus. Jene verdeckten Zuschauer, die vor einer Bühne standen und es wie ein Theaterstück das Geschehen betrachten konnten. Seine Schatten...seine Freunde...seine Familie. Für jeden stand das gesehene offen, ein jedes Mitglied konnte sehen und hören, so vielleicht verstehen, was geschehen war.
Mit einem markerschütternden Schrei im Hintergrund, welches mit dem schliessen der Tür versiebte, trat der Schattenlord hinaus, wissend, Elira beschützt zu haben, und seinen Schatten alles offen legte, für jeden, der von seinem eigenen Traume aus, der Spur aus Brotkrümmeln folgte und in des Abtrünnigen Traumes wanderte.
Noch sehr viele Stunden schlief Malachai, fast 2 Tage durch, doch er schlief ruhig, ohne Störungen, ohne falsche Gedanken...ohne Alpträume.
Der Abtrünnige würde nun wissen, was ihn erwartet...und mit Glück, würde er vielleicht erkennen, dass er niemals gewinnen wird.
Verfasst: Freitag 18. Dezember 2009, 04:27
von Perrin Catheres
Er entledigte sich seiner Kleider und legte sich wieder zu Sarah, die sich gleich an ihn drängte, als habe sie irgendwie gespürt, dass er gegangen war, nachdem sie eingeschlafen war. Er betrachtete sie und lächelte ihr einen Kuss gebend.
Er atmete tief ein und aus und versuchte einen ruhigen Schlaf zu finden. Malachai hatte ihn wieder zurückgeschickt, nachdem Perrin ihn in der Nacht besuchte. So richtig konnte er sich auch nicht erklären, warum er nocheinmal aufstand und gerade ihn aufsuchte, doch das Gespräch, das folgte, war sogar recht angenehm und gab einige Aufschlüsse. Über Sarah, über Malachais Leben und sogar über ihn selbst, Perrin.
Malachai wollte ihm mehr über die Schatten beibringen und verkündete, dass es durch bloße Erzählungen nicht ausreiche, das ganze Ausmaß rüberzubringen. So wollte er ihm im Traum zeigen, was der Abtrünnige wirklich war und warnte Perrin davor, dass ihn schreckliche Bilder erwarten konnten.
Doch Perrin fasste sich ein Herz, auch wenn ihm etwas mulmig dabei war, und stimmte zu. Er zweifelte etwas daran, als Malachai bis gleich zum Abschied sagte, doch würde jener sicher keine Witze drüber machen oder es wäre ein sehr schlechter.
Doch die Wärme des Kamins und des nackten Körpers von Sarah lullten ihn bald ein und trotz all seiner Bedenken fiel er in einen Schlaf, indem ein Traum ziemlich bald folgte.
Er sah sich um. Er befand sich in einer grauen und tristen Welt, der jegliche Farbe fehlte. Alles war in verschiedenen Schattierungen und Stufen von Grau, weiß und schwarz und er war allein. Schnee fiel und es war kalt, doch spürte er die Kälte nicht. Leicht war sein Körper und die Robe wehte um seinen dürren, klapprigen Körper, obwohl kein Wind wehte.
Wo war er? Der Traum war beängstigend, doch hatte er keine Angst. Er wusste dass es ein Traum war, doch wusste er auch, dass es real war. Er war wirklich hier. Doch wo war er?
Er tat einige Schritte. Waren es wirklich Schritte oder schwebte er? Es war egal. Er durchkämmte einen Wald, tot und ohne Leben. Die Bäume nurnoch dürre Skelette ihrer einstigen Pracht. Das Laub abgefallen und die Äste trocken.
Doch eine Veränderung trat plötzlich ein, auf einmal war sie da, sodass er sie nicht registrierte, obwohl sie so auffällig war.
Eine Spur von versprenkelten Blut war im Boden zu erkennen und sie leuchtete rot, dunkelrot. Ein Kontrast zu der Farblosigkeit der Umgebung, dass es in den Augen schmerzte.
Er folgte dieser Spur, folgte ihr wie ein Raubtier, das eine Witterung aufgenommen hatte. Endlos schien es zu sein, doch am Ende fand er seine Beute. Eine junge Frau kniete im Schnee, neben ihr ein toter Wolf, von einigen Pfeilen gespickt und einige Wunden von einer spitzen Klinge klafften in seinem Fell.
Doch es war nicht das Blut des Wolfes, ws rot leuchtete, nein es war das Blut der jungen Frau. Sie hatte einen üblen Biss am Bein davongetragen und sich immer weiter geschleppt im Kamp gegen den Wolf, bis sie ihn besiegte.
Als er näher kam, bemerkte er, wie sie versuchte die Wunde zu verschließen. Sie registrierte ihn nicht, er war lautlos und sie verletzt und so kam er immer näher. Bis er vor ihr stand, noch immer schien sie ihn nicht zu bemerken, als sei er nicht da.
Er atmete langsam aus, doch kein Atemnebel war zu sehen und er streckte langsam seinen Arm nach der junge Frau aus. Er registrierte am Rand, dass seine Hand wie Knochen aussahen, ohne Fleisch und Haut und auf seiner Robe sah er eine merkwürdige zeichnung. Vertraut und so zufriedenstellend. Kurz bevor er seine Hand vor dem Kopf der jungen frau hatte, hebte sie dann doch endlich den Blick und plötzlich packte ihn entsetzen. Er erkannte was er war, er erkannte, was er vorhatte und er erkannte sie. Doch er so sehr er sich auch wehrte, er konnte seinen Köprer nicht aufhalten. Seinen Körper? Nein, es war nicht seiner. Diese kreatur war nicht er. Er konnte es nur fertigbringen, das Gesicht zu einem Entsetzen zu verziehen, als die Hand des Rabendieners, seine Hand, weiter nach Sarah griff.
Verfasst: Freitag 18. Dezember 2009, 17:21
von Malachai Schwarzmourne
Ehe die Hand des Dieners Sarah ergriff, ertönte laut aus dem Hintergrund ein strenges "Stop"...
Wie, als würde die Zeit stillstehen, rührte sich nichts mehr in diesem tristen, farblosen Traum, einzig ein Schatten, der aus dem nichts immer näher kommt, bis er neben dem eingefrorenen Rabendiener und Sarah stand.
"Es reicht, wir müssen arbeiten."
Malachai machte einen Handwink, Sarah verschwand und auch Perrin verlor das Aussehen eines Diener Krathors.
Die Welt zerfloss in sich hinein, bis nur noch grenzenlose Leere vorhanden war.
"Komm mit.", sagte der Schattenlord ruhig und bestimmend, während er in die Schwärze hineingeht.
"Ich denke, damit du einen Ansatz hast, was zuletzt geschah und warum dies alles möglich ist, offenbare ich dir den letzten Traum, von dem Sarah und ich sprachen."
Er achtete nicht darauf, was Perrin wohl denken oder deuten mochte. Er blickte ihn nicht an, einfach nur weiter durch die Schwärze wandelnd bis zu einer Art Bühne, wie in großen Theatern bekannt.
"Dort...schau es dir an, präge dir jeden Satz und jedes Bild ein. Wenn du es gesehen hast, wirst du erwachen, denn du hast viele Stunden geruht und wir reden morgen in meinem Haus über diese Dinge."
Vor ihm began, die Bühne zu erhellen und langsam formten sich Figuren und ein Bühnenbild.
Ein höhnisches Lachen durchdrang den Raum, vom Echo getragen, als wäre eine ganze Armee ihren Spaß hinausrufen.
Langsam erhob sich der Schattenlord aus den Trümmern, die schwarzen Schlangen...jene Tentakel des Einen zogen sich nur wenige Meter zurück...zu ihren Meister.
Dort stand er, in seiner vollen Pracht. Jener Körper, überzogen ganz und gar mit dem schwarzen Blute, was wie eine lebendige, pochende Haut auf ihn lag und wie Arme und Beine bewegbar war.
Malachai wollte nur einen Schritt nach vorne wagen, als der Abtrünnige im Bruchteil einer Sekunde ihn am Hals packt und mit einer Drehung auf die andere Seite gegen eine Steinsäule warf, die förmlich hindurchbrach, wie eine Feder, die man zu stark gegen ein Pergament drückte und in sich zusammen berste.
Wieder dieses lachen. Ja, der Abtrünnige genoss es. Diese Macht zu haben, diese Stärke...diese Überlegenheit. Ja, diesmal kam Malachai nicht mehr dazu aufzustehen, als er wieder genommen und geworfen wurde. Sein Kopf war mit Blut übersät, die schwarzen Tentakel peitschen ihn im Flug hinterher, zerrissen seine Rüstung und zerschneideten sein Fleisch.
Der Abtrünnige klatschte, unter dem Schattenlord merkte er den feuchten Untergrund seiner eigenen Blutlache und dann begann die zermalmende, gequälte Stimme zu sprechen.
"Oh Schattenlord...wie lange habe ich dich gesucht...und hier bist du nun...schwach...erbärmlich...verlassen."
Seine Hand schoss nach vorne, ihn am Bein packend und wie einen Kieselstein wieder auf die andere Seite werfend, gebremst nur durch die Wand, die große Risse in seiner Marmorstruktur hinterliess und eine Blutsspur, die hinabgleitet auf jenen, der davor liegt.
"Oh...du wunderst dich? Du denkst du schläfst? Ja das tust du...und ich bin nun hier, um deine Seele auf ewig zu vernichten. Und wenn ich mit dir Fertig bin, dann kann mich keiner mehr aufhalten."
Mit einem schnellen Tempo kam er angelaufen, streckte dann das rechte Bein nach hinten aus und trat ihn gut 10 Meter weg von ihm. Über den Boden schleifend und wieder bei einem Marmorblock zum stehen kommen.
Ehe Malachai sich auch nur halbwegs aufraffen konnte, packt ihn die schwarze Hand und umschlingt seinen Hals. Ihn wenige Zentimeter über den Boden haltend.
"Du bist allein...alle haben dich verlassen...die letzten Schatten sind gesprengt...und Sie werden sterben."
Und wieder durchdringen die Hallen ein lachen...doch...
es ist nicht die Armee...nicht dieses zerrütelte Lachen.
Nein höhnisch grinst er ihn an, der Schattenlord, hinabblickend auf jenen, der seinen Hals so fest in der Hand hielt.
"Oh Abtrünniger...du wirst es nie lernen."
Als ob seine Kehle nicht zugeschnürrt ist, als ob er keine Wunden hätte, sprach er mit ihm, ehe seine rechte Handfläche sich nur auf den Bauch des Abtrünnigen legt und dieser wie von einem Katapult geworfen zurück fliegt.
Langsam trat der Schattenlord näher, im Blicke jene schwarze Gestalt, die sich aus den eigenen Trümmern empor hebt und versucht, in seinen stammelnden Worten, etwas zu sagen.
"Wir sind nicht gesprengt...die Schatten sind einst...meine Schatten...meine Familie...und meine Freunde stehen weiter an meiner Seite...so wie ich an ihrer Seite stehe. Sie sind mächtiger, als du es dir ausmalen kann...sie haben Stärken, die meine bei weitem übertreffen mögen. Ja...sie sind bereit für dein kommen...und werden beenden, was unsere Väter nicht schafften."
Wieder holte der Abtrünnige aus, die Faust flog auf Malachai´s Gesicht, doch bremste seine eigene Hand die des Feindes ohne Probleme und umgriff die Faust mit seinen Fingern.
Wieder nur ein unverständliches Stammeln in seiner Ratlosigkeit. War der Plan denn nicht perfekt? Hatte er nicht das Traumwandeln erlernen wollen, um Sie so zu schwächen?
"Du begreifst es einfach nicht...und ich fühle Mitleid mit deiner Naivität. Du kannst mich nicht in dieser Welt besiegen, weil ich hier mächtiger bin als du. Ich habe trainiert. So geübt, was du nie kannst. Ich habe mich bis an meine Grenzen gebracht, um nun meine geistige Kontrolle auch sogar bis in den Schlaf zu behalten. Dein wenig umherwandeln, deine Manipulationen, die Schmerz und Leid in den Köpfen hervorbringen, funktionieren bei mir nicht, denn sie dringen nicht soweit durch. Ich wusste, dass du kommst...und ich wusste auch wie...daher habe ich mich vorberreitet."
Sein Arm macht einen Ruck, der Abtrünnige wurde abermals gewurfen, langsam schlenderte Malachai zu ihm, als die Stimme in der Schwärze zu ihm sprach.
"Was....Elender...solltest du können, was ich nicht kann...warum denkst du, du bist stärker? Lügen sind es...die du dir selbst einredest. Doch du bist hier gefangen, in deinem eigenen Traume...ich kam zu dir...und ich werde deinen Geist nun brechen, auf dass dein Körper nur noch eine willenlose Marrionette ist."
Die Tentakel schossen aus ihm heraus, wollten Malachai umgreifen, als jener Sie packte und den Körper, der an ihnen hing, wieder durch den Raum schmiss, ihm direkt hinterherfolgend, am Halse packend und zu Boden drückte.
"Ich, kann Schmerz fühlen und ihn ertragen. Ich übe, ich lerne und ich werde stärker, indem ich Leide. Ich lasse den Turm in mich zusammenstürzen, um ihn danach geordnet neu aufzubauen und das Chaos, was dadurch entstand, beseitigen zu können. Du hast dich selber Verraten...mit deinem Traum...den du träumtest. Ja...ich weiß, dass es deiner war, in welchen du mich hineingezogen hast, in welchen du diese Gräueltat träumtest...welche Menschen sahen, die mir wichtig sind...welche unter diesem Traum litten...doch...dieses abgeharkte, diese Bruchstücke...mir war klar, dass es nicht mein Traum war...und ich sah hinter dieser ganzen Fassade dich...ja...du hast dich verraten, mir offenbart, dass du wieder da bist, dass du das Traumwandeln beherscht."
Mit einem Ruck warf er den Abtrünnigen hoch, als jener fiel, tritt er ihn gegen eine Steinsäule, die aber, im Gegensatz zu der anderen, nicht zerbrach, sondern ohne einen Riss den Abtrünnigen in sich prallen und zu Boden fallen lässt.
"Ich...ich bin hier...bei die Schattenlord...und ich werde dich vernichten. Ich habe die Kontrolle über deinen Traum...und ich lasse deinen Geiste unter meiner Macht zerbersten."
Kopfschüttelnd, doch mit einem leichten Lächeln trat Malachai näher.
"Verstehst du es immer noch nicht Abtrünniger...dies hier...", er deutet einmal herum. "Ist nicht mein Traum...es ist deiner. Und wir Schatten sind nicht alleine, nein, ein jeder sieht sich, beobachtet dich, am Boden zerstört...die Ahnen...und die Zukünftigen. Ich bin zu dir gekommen, ich bin in deinem Traume gegangen und manipuliere deinen Geist, auf dass du unter Schmerz zusammenbrichst. So lerne die Lektion, du meidest den Schmerz...du bist zu egoistisch auf deine Macht...du kannst nicht glauben, ich würde zulassen, dass du nur einen Schaden zufügst, indem du in ihren Traum wandelst. So sperre ich dich ein...setze eine Blockade, die für deine Fähigkeiten unüberwindbar sind. Jeder einzelne Schatten, wird sich im Geiste vor dir abschirmen können und nie in der Zeit der Ruhe deine Präsenz wahr nehmen. Du hast verloren Abtrünniger."
Langsam dreht er sich um, eine Tür erscheint, dunkel Silber glänzend und er öffnet Sie.
"SCHATTENLORD...DU LÜGST...ICH WERDE DICH VERNICHTEN. HÄTTEST DU WIRKLICH DIESE MACHT...WÜRDEST DU MICH TÖTEN...ABER DAS TUST DU NICHT...FEIGLING...BASTARD..."
Langsam dreht sich Malachai um, die Augen geschlossen, als er Sie öffnet, sieht er ihn vor sich. Vor ihm offenbarte sich der wahre Mensch, der einst der Abtrünnige war. Tevodar...klein, schmächtig...kein Kämpfer...ein denker. Mit müden Augen blickte er ihn an, wie ein kleines, trotziges Kind, das nach einem Lutscher schreit und nicht glauben will, dass es keinen kriegt.
"Tevodar...nicht ich werde die Macht haben, dich zu besiegen. Dafür sind wir zu gleich. Nein, meine Schatten sind es, die die Kraft alleine dafür besitzen. Ich bin der Schattenlord, mein oberstes Ziel ist es, meine Schatten zu beschützen. Daher, werde ich dich nicht vernichten...du bist ein Schatten, du warst es immer und durch unser aller Schuld, bist du nun verflucht. Ja Tevodar, ich habe Mitleid mit dir...und ich trage die Buße der Schuld meines Vaters für all das...und kann nur dankbar dafür sein, Schatten um mich zu haben, die für mich die Schuld ablegen und unseren Fehler korrigieren werden."
Er blickte sich noch einmal um, die Hand hebend und sie leicht anwinkelnd. Wie Geister schwirrten einige, schwarze Gestalten aus dem nichts hervor und gleiteten durch die Tür hinaus. Jene verdeckten Zuschauer, die vor einer Bühne standen und es wie ein Theaterstück das Geschehen betrachten konnten. Seine Schatten...seine Freunde...seine Familie. Für jeden stand das gesehene offen, ein jedes Mitglied konnte sehen und hören, so vielleicht verstehen, was geschehen war.
Mit einem markerschütternden Schrei im Hintergrund, welches mit dem schliessen der Tür versiebte, trat der Schattenlord hinaus, wissend, Elira beschützt zu haben, und seinen Schatten alles offen legte, für jeden, der von seinem eigenen Traume aus, der Spur aus Brotkrümmeln folgte und in des Abtrünnigen Traumes wanderte.
Malachai drehte sich zu Perrin, ihn kurz musternd, ehe die Bühne wieder Schwarz und Leer wurde.
"Jetzt weißt du, wovon wir sprachen und du konntest einen kleinen Eindruck von der Macht des Abtrünnigen sehen. Sicher, ich hatte keinerlei Mühen, es zu besiegen, aber dies sind auch nur Träume und der geistig Stärkere behält die Macht. Jener, der sich von äusserlichem Wirken schützen kann, ähnlich dem Wirken von Rabendienern, wenn Sie versuchen, deine Gedanken zu manipulieren. Und diese Macht hier, ist nicht die, die in der realen Welt existiert. Dort, würde ich ihm wohl unterlegen sein."
Er ging weg, in die Schwärze und ehe Perrin folgen konnte, war er schon verschwunden.
So würde er bald erwachen und sich dessen besinnen, was er gesehen hat.
Verfasst: Sonntag 20. Dezember 2009, 21:58
von Sarah Schwarzmourne
Erneut versuchte sie sich wach zu halten, der dritte Abend in folge und noch keinen konnte sie es wirklich schaffen. Vielleicht lag es auch wirklich am Tee den Perrin ihr am Abend machte, es war kein starker der ihr helfen sollte, nein er machte ihn mild dass sie wieder einschlafen würde. Er meinte es gut und sie brauchte ihren Schlaf, auch wenn sie Angst hatte wieder zu träumen oder Malachais träume zu sehen. Heute würde er den Trank einnehmen, ja er sagte es ihr und so ging sie nach oben am Balkon wo sie das Licht drüben sah, seinen Schatten am Fenster lange beobachtete. Perrin ging nachdem Mala sich verabschiedete hinunter und legte sich hin und auch wenn die Kälte half sie wach zu halten, sie musste etwas hineingehen sich wärmen am Kamin, kurz glitt ihr Blick nochmal in Maricks Zimmer, es war so suess hergerichtet und doch breitete sich erneut eine Leere und Trauer in ihr aus bei dem Anblick. Ein Buch riss sie aus ihren Gedanken und sie blätterte etwas darin, es waren alle Buchstaben zu sehen und daneben Zeichnungen so wie beim S wie Sarah, ja diesen zeigte ihr Selina damals. Sie musste etwas lächeln und nahm sich fest vor das Buch gleich am nächsten Morgen Perrin zu zeigen, vielleicht konnte er ihr damit das Lesen und Schreiben beibringen.
Sie hockte sich mit dem Buch vor den Kamin und blätterte es noch eine weile durch bevor sie erneut einschlief und sich in dem Traum befand.
Er hält Mala am Hals etwas über dem Boden, sofort wollte Sie den Traum abblocken doch sie hielt inne und lauschte dem was dann folgte. Still blickte sie dem ganzen zu, als ob sie neben einer Bühne stand konnte sie die beiden beobachten und ihnen zuhören. Diese grässlichen Tentakeln, ja sie konnte sie heute noch spüren wenn sie daran dachte. Aber sie konnte sich auch nicht lösen.
"Wir sind nicht gesprengt...die Schatten sind einst...meine Schatten...meine Familie...und meine Freunde stehen weiter an meiner Seite...so wie ich an ihrer Seite stehe. Sie sind mächtiger, als du es dir ausmalen kann...sie haben Stärken, die meine bei weitem übertreffen mögen. Ja...sie sind bereit für dein kommen...und werden beenden, was unsere Väter nicht schafften."
Eine Familie, ja das waren sie wirklich, aber waren sie wirklich bereit dazu? Mala schien sich sehr sicher zu sein, ja er war bereit dazu das zu opfern das sie alle verband und das sie zu einer Familie machten. Wie konnte sie das nur verhindern? Wie konnte sie ihn dazu bringen ihr diesen Trank zu überlassen? Ja diese Gedanken gingen seit längerem schon durch ihren Kopf doch ehe sie ihn weiterdenken konnte war sie wieder bei dem was sich vor ihr offenbarte.
"Ich, kann Schmerz fühlen und ihn ertragen. Ich übe, ich lerne und ich werde stärker, indem ich Leide. Ich lasse den Turm in mich zusammenstürzen, um ihn danach geordnet neu aufzubauen und das Chaos, was dadurch entstand, beseitigen zu können.
Ja sie wusste was er meinte und auch wenn sie den Schmerz ebenso fühlte, sie musste noch so vieles lernen, sie konnte es zwar mitlerweile grossteils unterdrücken aber es kostete sie sehr viel Kraft und Konzentration, wie sollte sie ihnen da helfen wenn nicht dadurch sich zu opfern? Wieder war sie an dem gleichen Punkt angelangt, wieder die gleichen Fragen, dieses Gefühl nichts tun zu können. Sie blickte sich um, wer war noch bei ihnen? Sie konnte es nicht erkennen und auch nicht erfuehlen in dem Traum aber sie war sicher dass sie nicht alleine waren.
Still lauschte sie dem Schauspiel bis zum Ende bevor sie den Traum verlies und wieder erwachte. Eigentlich konnte sie nun auch hinunter zu Perrin gehen, sich zu ihm legen, aber die ersten Sonnenstrahlen kamen schon durch die Fenster und sie wusste dass er bald wach werden würde. So ging sie müde hinunter in die kleine Küche und bereitete ein Frühstück für die beiden vor. Ihre Gedanken blieben weiter bei dem was sie sah und hoerte, bei dem was kommen würde und bei den vielen Fragen ob sie nicht doch ihrem Bruder, ihrem Lord helfen konnte. Sie wollte es einfach nicht zulassen dass er das aufgab das er doch war und lebte.
Ihr aller Schattenlord.