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Das Ende einer Ära
Verfasst: Freitag 4. Dezember 2009, 01:09
von Raakin Yazir
Nach diesem letzten Gespräch im Palast fühlte sich der Großwesir erschöpft und ausgelaugt. Die Offenkundige Unzufriedenheit der Minister konnte nicht ignoriert werden. Raakin gab sich alle Mühe die Gemüter zu besänftigen und machte sich nach einigen Stunden auf den Weg zum Berg Cantar. Ein wenig Meditation würde ihm schon einen Ausweg aufzeigen.
Erstaunt blickte er auf als er dort bereits den Emir, seinen alten Freund aus frühester Kindheit, am Rande einer Klippe stehen sah. Auch Aasim sah nervlich angespannt aus auch wenn er ihn nur von hinten sehen konnte. die Art wie er die sonst so mächtigen Schultern hängen liess konnte für ihn keinen anderen Anlass vermuten als das er genauso entmutigt war wie Raakin sich fühlte.
"Sei Stark für deinen Emir" dachte sich Raakin "du wirst ihn schon wieder aufmuntern.
Raakin schlich sich von hinten an ihn heran und machte sich bereit von Ihm frühzeitig erkannt zu werden. Nur ein einziges Mal ist ihm diese Finte gelungen und da waren sie noch Kinder gewesen, jung unerfahren und sich nicht der schweren bewusst welche das Leben noch für sie bereithalten würde.
er würde Ihn von hinten überraschen und ihm die Augen zuhalten, anschliessend könnte er ihn für seine Unachtsamkeit schelten.
Doch aus irgendeinem Grund war Aasim Omar nicht sehr wachsam zu diesem Zeitpunkt und bemerkte seinen Großwesir nicht. Er bemerkte nicht wie jener begann zu stolpern weil er sich den Zeh an einem Stein gestoßen hatte.
Unglücklicherweise hielt sich Raakin in Todesangst an dem Band des goldenen Turbans fest, den Aasim stets zu tragen pflegte.
Der letzte Blick des Erhabenen auf seinen alten Freund war ein verstörter, aggressiv wütender und hasserfüllter der eine Ewigkeit zu dauern schien bis das Begreifen überhand nahm und beide sich eng umschlungen aneinanderkrallten und in den höchsten Tönen die ihre breiten Brüstkörbe hergaben zu schreien begannen während Beide in die Tiefe fielen.
Wachen die den Eingang zum salzberg bewachten berichteten später das 2 kleinen mädchen ein schreckliches Unglück wiederfahren sein mussten, aufgrund der schrecklichen Schreie die sie gehört hatten.
Doch als die beiden ineinander Zerschmetterten Körper am Fuße Cantars gefunden wurden gab es keinen Zweifel mehr: Die Obersten des Reiches sind verunglückt, Wehe dem Reich! Das goldene Zeitalter Menekùrs hat seinen letzten Tag erlebt
Re: Das Ende einer Ära
Verfasst: Freitag 4. Dezember 2009, 07:50
von Sayid Ifrey
Als die Nachricht in die Akademie und auch an seine Ohren getragen wurde, wünschte sich der Überbringer an anderer stellt zu sein.
Wutentbrannt zuckten Blitze durch die Akademie, wurden Bücher von A nach B geworfen, sogar Seiten rissen aus dem Einband.
Wie konnte soetwas nur passieren. Vor drei Tagen war er noch im Palast, Aasim entspannt, aufgeschlossen und für ihn der Rettende Anker in dem Chaos des Wüstenstaates.
Was ist nun bloß mit dem armen Rashad? Ganz ohne Vater in diesen Jungen Jahren, er selbst musste das schon durchstehen, und so er sich Beruhigt hatte und einige Schüler so Angeschriehen hatten, dass sie glaubten die Sauerei wäre von ihnen gewesen und folgsam Aufräumten, machte er sich erneut auf den Weg in den Palast.
Verfasst: Freitag 4. Dezember 2009, 12:07
von Nazeeya Rafa Masari
Einen Moment lang überlegte sie, ob sie die Wache erschlagen sollte, die es gewagt hatte, ihr diese Nachricht zu überbringen. Jedoch entschied sie sich anderst und schloss einfach die Türe.
Es konnte nicht sein... Der Emir und der Großwesir. Beide Gleichzeitig.
Eine schreckliche Nachricht, ein Schreiben für die Stadt und das Volk Menek'Urs. Das Land ohne einen Emir, verloren und Schutzlos.
Zwar konnten die Diplomaten und der Statthalter lange Zeit viel aufrecht erhalten und auch ihr baldiger Mann würde sein bestes tun um das Land nicht im Chaos versinken zu lassen.
Doch der lauf der Dinge, sah einen Emir vor, der an der Spitze stand.
Und sie konnte nur vom Herzen hoffen, dass es nicht der kleine Rashad sein würde. Denn jener hatte noch so viel zu lernen und war noch so jung.
Seine Mutter war kaum bis garnicht für ihn da und nun hatte man ihm auch noch den Vater genommen.
Mit einem tiefen Schnauben begann sie einen Korb zu packen mit allerlei Süßigkeiten die ihr in die Hände vielen.
Bevor sie sich schlussendlich umzog und weise Kleidung anlegte. Rein wies wie das Salz ihres Landes. Die Trauerfarbe...
So gekleidet machte sie sich auf den Weg zum Palast. Sie würde nun für Rashad da sein, als Dienerin wie auch als gute Freundin.
Verfasst: Freitag 4. Dezember 2009, 14:18
von Ali
Hier etwas Sand verschwinden lassen…
Dort ein wenig Staub von einem Buchrücken entfernen…
So sahen Alis Vormittage aus. Früher sogar auch die Nachmittage, jedoch seit sich seine „Zauberkünste“ verbesserten, wurde er mit seiner täglichen Arbeit immer schneller fertig. Die Nachmittage verbrachte er meistens in irgendwelchen Stollen um dort nach Erzen zu schürfen. Für Ali eine unerlässliche Übung um Erzmagier zu werden. Auch wenn sich viele der anderen Magier über ihn lustig machten, er ging unbeirrt seinen Weg und putzte Tag für Tag die Akademie.
Schließlich wollte er Fadi und Raakin nicht enttäuschen, die hatten ihn ja als Zauberer angestellt.
Und so putzte er auch an diesem Morgen eifrig die Akademie, als plötzlich ein Donnern erklang, begleitet von einem Poltern und dem aufblitzen von Lichtern.
„Ohje, da ist bestimmt schon wieder der verrückte Saajid am Werk…“, murmelte Ali leise vor sich hin. Ängstlich versuchte Ali von den Blitzen und dem Gepolter wegzulaufen, doch als er mitten über den Hof schlich, lief er geradewegs Sayid über den Weg.
„Sehr gut, der wird mich bestimmt vor dem irren Saajid beschützen!“, dachte sich Ali und atmete erleichtert auf. Fröhlich lächelte er Sayid an und fragte: „Sayid, kannst du mich vor Saajid beschützen?“. Doch Sayid sah ihn nur mit einer Mischung aus Wut, Trauer und Verzweiflung an und begann loszubrüllen.
Ali erschrack bis ins Mark. So kannte er Sayid gar nicht. War er doch sonst immer freundlich und hilfsbereit. Bestimmt hatte Ali irgendetwas falsch gemacht, wie damals als er alle alten Bücher in der Bibliothek wegwerfen wollte, weil er dachte, dass diese alten Schinken doch eh nicht mehr gelesen werden. Oder damals, als er fast die Akademie in die Luft gesprengt hatte und Raakin ihn fast davon gejagt hat. So wütend hatte er Raakin nur einmal zuvor gesehen, nämlich an seiner Hochzeit, als Ali Raakins frisch angetrauter Frau Aalina versprochen hatte, sich darum zu kümmern, dass sie kleine Kinder bekäme.
Als Sayid immer weiter brüllte und tobte sank Ali nur in sich zusammen und entschuldigte sich mehrmals. Und als Sayid dann in Richtung Stadt verschwandt, machte sich Ali daran das Tohuwabohu aufzuräumen. Wenigstens etwas… so konnte er im Bereich der Reinigungsmagie wieder etwas üben, und zerfetzte und von Blitzen getroffene Bücher waren ja eher selten.
Aber weshalb sich Sayid so aufregte, das blieb Ali (zumindest vorerst) ein Geheimnis.
Verfasst: Freitag 4. Dezember 2009, 14:44
von Sayid Ifrey
Der arme Ali. Warum musste dieser Kerl auch ausgerechnet in diesem jenen Moment ihm über den Weg laufen. Doch war er in diesem moment wohl eine Gelungene Abwechslnug seiner Laune auch mal Verbal Luft zu machen.
Er wusste das grade Ali, jemand war, welcher mit den Neuhigkeiten schwer umgehen konnte. Kannte er Aasim ähnlich lange wie er selbst. Und war ebenso wie er bereit sich für den Emir zu Opfern. Es lagen schwere Zeiten vor den Menekanern, welche Aasim nicht nur als Emir kennen durften.
In seinem Kopf schossen die Bilder Kreuz und Quer durcheinander. Und die Palastwachen, schauten wohl Seufzend und Kopfschüttelnd hinter dem nicht mehr nur innerlich qualmenden Magier hinterher. Zumindest fast alle Palastwachen, die eine welche sich ihm in den Wegstellte und ihm den Zugang zum Palast verwehrte, dürfte wohl erstmal nicht so schnell wieder aufgestanden sein.
Wie in einem Film rannten die Bilder um Aasim und Raakin in seinem Kopf herum. Aus der Jugend in welcher er Raakin nach den Unterrichten in der Akademie immer nochmals den Stoff erklärte. Und doch die meiste Zeit damit verbrachte über die Illusions und Beschwörungsmagier zu Lästern. Welche sich Feige hinter Kreaturen oder Halluzinationen versteckten..
Wäre Aasim nur einen Hauch Magisch begabt gewesen, wäre er sicher einer von ihnen geworden.
Ein kurzes Schmunzeln ziehrte dabei seine Zornige Mimik. Der kleine Aasim, welcher einen Balron doch Wirklich tod reden konnte, doch bei dem geringsten Muskelzucken des Tieres hinter dem Rücken von Sayid oder dem von Raakin stand.
Wie konnte das nur passieren? Aasim war als er ihn das letze mal sah, voller Energie und Aufgabentrang? War es ein Unfall? Raakin war ein Cleverer Kerl, doch um es mit Aasims Worten zu sagen, leicht Körperlich Behindert...oder war es gar ein Anschlag ein Mord??
Sein weg führte ihn wie so oft in solchen Situationen auf den Heiligen Berg, er wusste dass Eluive ihn hier besonderst gut Verstand.
Als er einen Platz gefunden hatte zog er die kleine Traumkugel des Emirs aus der Tasche und drehte sie Nachdenklich in der Hand.
Was er den in der kleinen Kugel finden würde?
War es Wirklich der Schlüssel zu einer Übermenschlichen Waffen? Sollte er seinen Aufgaben nun nachgehen, welche ihm Aasim erteilte?
Am besten wäre es wenn man einfach auf das Festland reisen würde und die erst besten Menschen einfach in der Luft zu zerreissen um die Wut und die Trauer zu Verarbeiten.
Aber mehr den Je würde er wohl auf seiner Insel gebraucht..denn den zweiten Emir den er gehen sah, war nicht nur ein Emir..sondern auch ein Freund.
Verfasst: Freitag 4. Dezember 2009, 20:03
von Rashad Ameer Omar
Ein goldener Stoff. Ein schmutziger, goldener Stoff, der vor einiger Zeit noch zu einem Turban gebunden war. Mehr war ihm in diesen Momenten nicht geblieben von seinem Vater, dem Emir.
Es war noch nicht sehr viel Zeit vergangen, seit sich der Erhabene um seinen Sohn so intensiv kümmerte und es war für ihn schön zu sehen, dass dieser sich doch an ihm zu interessieren schien. Und nun war er fort. Ein Turban war alles was er in den Händen hielt. Die Gedanken jedoch waren an einer anderen Stelle geblieben.
Wie sollte die Zukunft aussehen? Schwere Zeiten würden nun auf ihn zukommen. Denn von den Großen Helden, die das Reich beschützten waren nun zwei der Größten gefallen. Es kam der Tag vor dem der Vater ihn noch vor einiger Zeit gewarnt hatte. Der Tag an dem er Freund von Feind, die Treuen von den Machtgierigen unterscheiden mußte. Doch wie sollte er dies tun? Da fielen ihm wieder einige Dinge ein, die er ihm sagte und es wurde beschlossen sich an die weisen Worte zu halten.
Der Tag sollte vergehen und er würde nun im Palast sitzen und nachdenken. Allein der goldgelbe Turban wurde immer wieder betrachtet, während um ihn herum eine große Aufregung herrschte und Bedienstete Dinge herumschleppten und die Reittiere des Emirs bereit gemacht wurden.
Die Liste der Personen, die in diesen Stunden Zugang zum Palast, genauer zu Rashad erhielten, war recht kurz gehalten. Die alten Freunde und Vertrauten des Emirs waren es, die in diesen Stunden zu ihm gelassen werden würden.
Verfasst: Sonntag 6. Dezember 2009, 16:41
von Shirin Ifrey
Mit den letzten Sonnenstrahlen machte sie sich auf den Weg. Ihren Blick stets gesenkt ging sie durch die stillen Straßen. Es wirkte als wäre ein großer Schatten über Menek’Ur gezogen. Ihre Schritte führten sie zum Tempel. Waffen und unnötiges Gepäck lies sie gleich daheim. Sie hatte den Tag noch nichts gegessen um rein in den Tempel zu treten. Sie war allein im Tempel, trat an den Sarkophag ran und lies sich sinken. Ihr Blick senkte sich, stumme Tränen rannen ihr über die Wangen. Leise begann sie zu reden.
„Mein Emir,
ich weis.. wir hatten so unsere Probleme.“
Sie stockte und fuhr sich eine Träne beiseite.
„Wenn zwei sture Köpfe aufeinander treffen kracht es des Öfteren. Ich hatte Zweifel, Zweifel an der Zukunft der goldenen Stadt. Nun, wo Eluive dich so plötzlich nahm, kommt es mir vor als wäre da keine Zukunft mehr. Deiner Gnade ist es zu verdanken dass so ein störrisches und dummes Gör wie ich überhaupt noch hier leben darf. Es tut mir so Leid, ich war so.. ich, es tut mir Leid.“
Ihre Hände krallen sich tief in ihren dunkelblauen Rock.
„Ich habe dich stets geachtet, auch wenn es öfter nicht so wirkte. Ich wäre für dich, wie jeder andere Menekaner, sofort in den Tod gegangen.. mit dem Stolz für dich zu sterben. Wieso musstest du so früh gehen? Es fühlt sich alles so leer an im Moment.
Du sollst alles gute in ihrem Reich finden. So wie es einem großen Herrscher gebührt. Wir werden auf den kleinen Prinz aufpassen, ihn behüten und schützen. Es wird hart sein die Trauer zu überwinden. Du warst ein großartiger Herrscher… ich wünsche dir..“
Sie sah kurz auf und blickte auf den weisen Sarg.
„Ruhe.“
Sie verstummte und blieb noch eine Weile sitzen.. es vergingen Stunden, ab und an kamen andere Menekaner und leisteten ihr Gesellschaft. Ehe sie spät am Abend den Weg nach Hause anging.