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Der neue Lebensweg..

Verfasst: Dienstag 24. November 2009, 14:26
von Linnet Rysk
In den Mantel gekuschelt, die Hände tief in die Taschen vergraben, stand sie eine Weile unter dem Schutz des Daches der Taverne und betrachtete das Unwetter. Der früher so schöne Garten des Lammes, bestand nun aus verwaisten laubbedeckten Tischen und einem schlammartigen Boden.
Überall hatte die Veränderung Einzug gehalten, nicht nur in der Taverne, sondern auch in ihrem eigenen Leben.

Linnet schlug die Kapuze des Mantels hoch und machte sich auf den Weg in den Tavernenkeller, stets darauf bedacht, auf dem Matsch nicht den Halt zu verlieren. Momentan war alles ein Akt der Balance in ihrem Leben, nicht nur der Weg zum Tavernenkeller gestaltete sich schwierig.

Bisher hatte sie die Entscheidung dem Regiment beizutreten noch nicht bereut, auch wenn das hin und wieder schwieriger mit der Arbeit im Lamm zu vereinbaren war, wie sie zuvor dachte.
Sie hatte auch zuvor damit gerechnet, dass es dort nicht einfach werden würde. Mit zweierlei Dingen hatte sie jedoch ganz und gar nicht gerechnet:

Zunächst hatte sie überrascht festgestellt wie man über ihren Arbeitsplatz dachte, allerdings hatte sie recht schnell einen Weg gefunden damit umzugehen und würde diesen auch weiterhin beibehalten. Die Zweite Sache mit der sie nicht gerechnet hatte, war kniffliger und sie hatte schlichtweg noch keine Ahnung wie sie damit umgehen sollte.

Im Keller angekommen entledigte sie sich ihres Mantels und lies ihn einfach zu Boden fallen.
Wie gerne wäre sie diese zweite Sache auch so einfach los geworden, wie ihren Mantel.

Seufzend machte sie sich daran eine Kanne mit Wasser zu befüllen und auf der Feuerstelle abzustellen. Sicher würde die Zukunft einen Weg zeigen damit umzugehen, das hoffte sie zumindest.
Im goldenen Lamm sollte es auch weiterhin genug Arbeit geben, die sie von diesen Dingen ablenkte. Immerhin stand eine Hochzeit an, für die es noch aller Hand zu tun gab. Der Maskenball war ebenso noch nicht vollends vorbereitet und außer der eigentlichen Arbeit, warteten eine Menge Probleme auf eine Lösung.
Da waren die Menekaner, welche Linnet jedes Mal einen eiskalten Schauer über den Rücken laufen ließen wenn sie das Lamm betraten. Hatte sie die letzten Erfahrungen doch gelehrt ihre Meinung über das Volk der Wüste zu ändern.

Das Wasser in der Kanne begann zu dampfen und Linnet stellte sich auf die Zehenspitzen um ein Glas aus dem Regal zu holen.
Leider war der Versuch sich vollends in der Arbeit zu vergraben und damit die anderen Probleme los zu werden kläglich gescheitert. Während sie die Kräuter für den Tee zusammen suchte musste sie sich eingestehen, das sie es sich nur schwieriger gemacht hatte, keineswegs leichter.
Es hatte eine Aussprache gegeben, von der sie bisher noch nicht wusste was sie davon halten sollte. Sie bemühte sich einfach, so wenig wie möglich darüber nachzudenken.

Ebenso hatten zwei Menschen, welche ihr sehr nahe standen ein Geständnis abgelegt. Linnet hatte versucht so diplomatisch wie möglich ihren Standpunkt zu vertreten und doch blieb das Gefühl kein Stück weiter gekommen zu sein.

Und dann war da noch etwas das ihr selbst auf dem Herzen lag. Aber das würde sie wohl am Besten ebenso ertränken, wie die Kräuter, die im Kochenden Wasser langsam untergingen…

Verfasst: Samstag 28. November 2009, 10:22
von Linnet Rysk
Ein leises Seufzen entfuhr ihr. Endlich zu Hause sein und ein paar Stunden Schlaf bekommen…
Mit kalten Händen fischte sie in ihrer Manteltasche nach dem Schlüsselbund und hielt dann überrascht inne.
Was war denn das..?
Aufmerksam lies sie ihren Blick über die nähere Umgebung schweifen, konnte jedoch weiter nichts Ungewöhnliches erkennen und nahm mit der freien Hand das kleine Päckchen vor der Tür auf. Drinnen angekommen, schlüpfte sie aus ihren Stiefeln und polterte die Treppe zu ihrem Zimmer hinauf. Alles andere würde auch später noch Zeit haben.
Sie saß noch nicht richtig, da machte sie sich schon daran das Geheimnis zu lüften. Überrascht betrachtete sie den Inhalt des Päckchens und überflog den beiliegenden Brief. Lange saß sie einfach nur da, den Brief auf dem Schoß, die grünen Augen auf den schimmernden Inhalt gerichtet.
Und wir hatten noch nicht einmal Zeit uns Lebe wohl zu sagen..
Sie wusste, sie würde den Schatz in ehren halten und die Hoffnung nicht aufgeben, das die Besitzerin dazu, vielleicht eines Tages zurückkehren würde, um wieder selbst auf ihn zu achten.

Betrübt legte Sie den Brief, wie auch das kleine Päckchen auf ihren Nachtisch und begann aus dem Mantel zu schlüpfen.
Ihre Gedanken schweiften ab zum morgigen Tag und sie ging noch einmal ihre Liste durch. Den ganzen Tag über hatte sie schon das Gefühl gehabt, etwas sehr wichtiges vergessen zu haben…
Das Festplatz war bereit für die Gäste, das Essen vorbereitet, die letzten Proben waren durch gestanden – es würde schon schief gehen -, die Geschenke … Linnet biss sich auf die Lippe.
Die Geschenke!!
Wie hatte sie nur so etwas Offensichtliches und wichtiges, vergessen können?!? Eilends griff sie nach ihrem Mantel und begann nach ihren Stiefeln zu suchen. An Schlaf war nicht mehr zu denken.
Sie würde ohnehin kein Auge zu bekommen, bevor nicht die letzte Kleinigkeit erledigt war. Und das war wahrlich keine Kleinigkeit, das war eine ausgewachsene Katastrophe!
Kaum hatte sie ihre Stiefel entdeckt, fiel ihr noch etwas ein. Wenn sie sowieso zurück zum Lamm musste, könnte sie auch gleich dort bleiben, wo hatte sie nur .. Die Tasche mit den Dingen für die Hochzeit müsste doch.. ?
Wieder eilte sie die Treppe hinauf und jagte durch ihren kleinen Raum, grabschte nach der gesuchten Tasche und verlies eilends das Haus.

Im stock dunklen kam sie nur langsam voran und musste über sich selbst lächeln. Sie war unendlich aufgeregt, fast als würde sie selbst vor den Altar treten. Sie hoffte inständig, dass alles gut laufen würde.
Sie hatten sich soviel Mühe bei den Vorbereitungen gegeben und den kleinen Details, sogar an Wachen hatten sie dieses Mal gedacht.
Trotz der stichelnden Bemerkung einer Freundin, dass die Wachen noch nicht einmal merken würden, wenn der Hochzeitsgesellschaft die Torte entwendet werden würde, war sie zuversichtlich.

Endlich konnte sie in der Dunkelheit den Lichtschein des Lammes erkennen. Amary war also auch noch auf den Beinen. Wahrscheinlich ging es ihrer Freundin ähnlich. Schmunzelnd berichtigte sie sich selbst.
Nein, eigentlich war Amary noch die Steigerung zu Linnet.
Wer wusste schon, was sie im goldenen Lamm erwarten würde, auf welche Ideen ihre Freundin im letzten Augenblick gekommen war.

Im Garten des Lammes blieb sie kurz stehen und holte tief Luft.
Während sie sich bemühte selbst wieder etwas ruhiger zu werden, schweifte ihr Blick in Richtung der Stadtmauer. Sie war im Dunkeln nur zu erahnen und doch erinnerte es Linnet an den letzten Vorfall.
Die Erinnerung an den toten Wachmann lies sie frösteln.
‚Hör auf dir selbst das Schlimmste einzureden, es wird alles gut gehen.’

Noch einmal atmete sie tief durch, dann betrat sie das goldene Lamm und stürzte in Amarys ganz eigene Vorbereitungen für den nächsten Tag.
Es würde wohl eine Nacht, mit sehr wenig Schlaf und viel Arbeit werden. Mit einem Lächeln galten ihre letzten Gedanken ihren Freunden, der Braut und dem Bräutigam, denen sie eine erholsamere Nacht als die ihre wünschte.
Damit schloss die Tür und verschwand in den letzten hektischen Vorbereitungen…

Verfasst: Mittwoch 9. Dezember 2009, 04:10
von Amu Kanok
Der Vorabend war schlimm.
Es gab nur ein Wort dafür - Anveena - zur Zeit ein Inbegriff alles Übels was momentan ihm im Weg stand.
So verabschiedete er sich am Mittag schon von Inara und packte am Abend, ohne das er mit Linnet sprechen konnte, seine Sachen für eine kleine Reise. Spät in der Nacht lud er im Handelshaus noch ein paar Werkzeuge auf und wurde von seinem Meister in ein Gespräch verwickelt, als er ihm auftragen wollte Linnet von seinem Weggang zu informieren.
Er riet ihm seine Waffen und Rüstzeug mit einzupacken und Linnet zu fragen ob sie ihn nicht begleiten wolle, denn sie hätte seiner Meinung nach bestimmt auch etwas Ruhe verdient.
Seinen Einwand, er würde doch einer Frau nie seinen Willen aufzwingen und er könne Linnet doch nicht einfach damit überfallen, entkräftigte Thancred einfach damit das er sie einfach fragen sollte, ob sie möchte.
Alles weitere würde sich dann schon von allein regeln. So hätte er die Change es ihr selbst zu erklären und sich nicht einfach davon zu schleichen.

So machte er sich wieder auf den Weg zum Haus, setzte sich an den Tisch, legte die Kopf auf die Arme und wartet bis sie zum nächsten Morgen. Schlaftrunken erwachte er, als die Tür zu ihrer Kammer aufging, straffte sich und erhob seine Stimme.
Rotbäckchen, ich werde ein paar Tage weg sein und mich von allem Übel der letzten Zeit hier erholen. Möchtest du mich begleiten und mit mir die Sonne Menekurs geniessen ?
Erwartungsvoll sah er sie an.

Verfasst: Mittwoch 9. Dezember 2009, 09:13
von Linnet Rysk
Sie war eigentlich der Meinung gewesen sie wüsste was sie wollte. Sie war sich sogar recht sicher gewesen. Bis zu diesem verhängnisvollen Abend…

Der Abend an dem sie sich auf einmal, wie aus dem nichts, an die Vergangenheit erinnerte.
Daran wie alles war, bevor ihr Leben von einem gewissen Misstrauen bestimmt wurde, die Stunden zu zweit..

Immer wieder bemühte sie sich die Gedanken los zu werden, aber als würde ihr Jemand die Kontrolle entziehen, kehrten sie stetig zurück und quälten sie.
Während sie einen Tee zubereitete, versuchte sie daran zu denken was sie wollte, was sie bisher gewollt hatte. Es fiel ihr immer schwerer sich darauf zu konzentrieren, was hatte sie denn gewollt?
Könnte wirklich alles einfach so sein wie zuvor?
Könnte man denn einen weiteren Versuch vagen?
Glücklich war sie gewesen.

Sie musste raus, sie brauchte frische Luft, sie konnte nicht ganz klar sein auch nur an so etwas zu denken!
Kaum draußen angekommen, wurde sie aus ihren Gedanken geschreckt und nahm zum ersten Mal wahr, das Aveena und Amu in einen Streit geraten waren.

Ärger stieg in ihr auf, was war denn nun schon wieder los? Sie fühlte sich gefangen, bedrängt. Sie musste einfach nur weg, allein sein, Ruhe haben.

Aufatmend stellte Linnet fest, dass mit der Entfernung zu den Streitenden, auch ihre wirren Gedanken verschwanden.
Langsam beruhigte sie sich.
In der kommenden Nacht fand sie keinen Schlaf.
Immer wieder drehte sie sich von einer Seite auf die Andere, während ihr noch einmal die wirren Gedanken durch den Kopf spukten.
Man konnte nicht einfach von Vorne anfangen.
Was hatte sie zuvor nur gewollt?
Da war doch etwas gewesen, dessen sie sich völlig sicher war, oder?

Als die ersten Strahlen der Sonne das Land berührten, war Linnet endlich völlig erschöpft in den Schlaf gefallen.

Der folgende Tag sollte den Rest dazu beitragen eine Entscheidung zu fällen…

Entgegen ihrer Vorsätze hatte sie ihr Heil in der Flucht gesucht. Es war eine verlockender Gedanke, wieder einmal einfach zu gehen. Aber sie hatte es versprochen, sie würde nicht mehr weglaufen.

Wieder wollte sie einfach keinen Schlaf finden und so entschloss sie sich am frühen Morgen ihr Zimmer zu verlassen, ein Tee würde ihr nun gut tun. Völlig überrascht traf sie auf Amu.

‚Rotbäckchen, ich werde ein paar Tage weg sein und mich von allem Übel der letzten Zeit hier erholen. Möchtest du mich begleiten und mit mir die Sonne Menekurs geniessen ? ‘

Darüber musste sie nicht lange nachdenken. So etwas zählte doch nicht als weglaufen, oder?
Also konnte sie ..
Schnell waren ein paar Dinge zusammen gepackt, sie konnte gar nicht früh genug Berchgard verlassen.

Nur eines war noch zu tun: Wenigstens eine Nachricht an ihre Freunde zu hinterlassen.

Als auch dies vollbracht war, dachte sie flüchtig daran ob sie vielleicht ihm dort begegnen würde.. ?

So schnell wie der Gedanke gekommen war, war er auch wieder verschwunden. Und damit verlies sie Seite an Seite mit Amu Berchgard …

Verfasst: Donnerstag 10. Dezember 2009, 16:43
von Linnet Rysk
Während der Reise begann das schlechte Gewissen an ihr zu nagen…
Amary würde Feuer spucken und ihr wahrscheinlich den Kopf abreißen, wenn sie zurück käme.
Und nicht nur sie würde über die ungeplante Reise erbost sein.
Ob es ein Fehler gewesen war?
Vielleicht hätte sie bleiben sollen?
Ein leiser Seufzer entfuhr ihr, doch jetzt gab es kein Zurück mehr. Während sie sich ausmalte was sie alles bei ihrer Rückkehr erwarten würde, sank ihr Kopf auf Amus Schulter, das stetige Schaukeln des Schiffes hatte sie endlich den fehlenden Schlaf finden lassen. ..

… Kaum am Ziel ihrer Reise angekommen, waren die Vorbehalte auch schon vergessen.
Linnet holte tief Luft und betrachtete den weitläufigen Sandstrand.
Nur selten war sie bisher zur Insel gekommen und jedes Mal staunte sie wieder über die Schönheit des Landes. Bisher waren ihre Aufenthalte immer von kurzer Dauer gewesen und noch nie hatte sie die Zeit gehabt, alles in Ruhe zu erkunden.

Sofort schlüpfte sie aus ihren Stiefeln und lief barfuß über den Sand. Grinsend sah sie zu Amu zurück, sie fand es war Zeit für eine Pause.
Das sie seitdem sie das Schiff verlassen hatten noch keine zehn Schritte getan hatte, zählte nicht. Glücklich stellt sie fest, dass er dagegen keine Einwände zu haben schien.
Überhaupt war sie froh, dass er sie gefragt hatte, ob sie ihn begleiten wollte. Sie liebte es in seiner Nähe zu sein, mit ihm war alles so wunderbar einfach. Bei ihm konnte sie einfach sie selbst sein und alles andere vergessen.

Lächelnd setzte sie sich beide in den Sand. Linnet griff in den Sand, lies die feinen Körner durch ihre Hände gleiten und sah dabei zu wie der Wind sie ein Stück mit sich fort trug.
Ein paar von ihnen landeten auf seiner Hose und kichernd kam ihr eine Idee. Sie waren nicht in Eile und so begann sie ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen..

Verfasst: Donnerstag 10. Dezember 2009, 17:14
von Amu Kanok
Die Schifffahrt war ein Grauss. Nur wenige wussten von seiner Abneigung gegen Holz, welches auf Wasser fuhr.
Für ihn ging nichts über Metalle, ihnen galt sein ganzes Vertrauen. Doch in diesem Moment konnte er sich nicht am Mittenmast festhalten, denn sie lehnte an ihm und hatte den Kopf voller Vertrauen an einen Kerl stark und kräftig wie ein Baum gelehnt.
Nur nicht zittern, nur nicht an ihr festhalten, hämmerte es in seinem Kopf, immer schön ruhig.
Er wusste nicht woher diese Angst ihr gegenüber kam und warum er in ihrer Nähe fast lammfromm schien. So legte er vorsichtig seinen Kopf an ihren und atmete den Geruch ihrer Haare duch die Hase ein.
Geschrei an Deck, riss ihn aus seinem Dusel und so begaben sich beide nach oben. Dort warteten sie voller Spannung darauf, das das Schiff endlich anlegte.
Linnet ein Energiebündel, was ein leichtes Schmunzeln in seinem Gesicht erzeugte, strahlte förmlich und hüpfte kaum zu folgen zum Strand.
Leise seufzte er und ging ihr nach bis Sand seine Stiefel berührte.
Sie hüpfte schon weiter über den Sand, lachte und breitete die Arme aus. Sie lies sich einfach fallen und spielte mit dem Sand in ihrer Hand.
Er stellte das Gepäck ab, schob sic eine kleine Kuhle und zog sich bis auf die Hose alles aus. Dann legt er sich hinein, kurz zu ihr blinzelnd.
Ruhe, Sonne, er war froh auf seinen meister gehört zu haben und nicht allein gereist zu sein.
Etwas argwöhnisch schaute er auf den Sand, der auf seine Hose rieselt

Verfasst: Donnerstag 10. Dezember 2009, 17:48
von Linnet Rysk
Bei seinem argwöhnischen Blick musste sie sich auf die Lippen beißen um nicht laut los zu lachen.
Vergnügt griff sie wieder in den Sand und lies, diesmal beabsichtigt, Sand auf seine Hose rieseln.
Ungeduldig sah sie auf die kleine Menge Sandkörner, die auf der Hose zurück blieb. So würde ihr Vorhaben eine Ewigkeit dauern. Es musste doch einen Weg geben schneller damit fertig zu werden. Amu bekam die Anweisung sich nicht zu rühren, während sie sich auf dem Weg zum Gepäck machte.
Sie hatte hastig alles verpackt, was ihr in die Hände gefallen war und etwas nützliches müsste doch dabei sein ..
Gerade als sie aufgeben wollte, fiel ihr Blick auf ein Trinkhorn.
Das würde gehen!
Eilig machte sie sich zurück auf den Weg zu ihm.
Grinsend stellte sie fest, dass er sich wirklich nicht gerührt hatte.
Sofort kniete sie sich nieder und begann mit dem Horn den Sand auf seine Hose zu schaufeln.
Zufrieden bemerkte sie, dass es tatsächlich wesentlich schneller von statten ging. Bald verschwand die Hose unter einem Berg von Sand, ebenso wie seine Beine.
Kichernd lies sie das Horn sinken und setzte sich wieder neben ihn.

Jetzt musst du für immer hier sitzen bleiben…‘

Verfasst: Freitag 11. Dezember 2009, 15:34
von Siran van Zac
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Verfasst: Freitag 11. Dezember 2009, 15:49
von Amu Kanok
Erstaunt sah er ihr zu, wie sie mit einem Trinkhorn Sand auf ihn schaufelte. Was würde er geben um einmal etwas von ihre Gedanken zu erfahren. Ihre Augen glänzten und ihr kichern holte ihn zurück aus seinen Träumereien als die Worte „Jetzt musst du für immer hier sitzen bleiben…“ in sein Bewusstsein drangen.
Er musste sie wohl zu blöd angesehen haben, denn ihr kichern lies nicht nach. Etwas verlegen schaut er sie an. "Für immer und ewig? Willst du mich hier zurücklassen?" Stöhnend blickte er auf in die Sonne, schüttelte seine Haare, die der seichte Wind ergriff und wehen lies. Er erhob seine Arme und stilisierte einen Baum.
"So werde ich hier verweilen und meine Wurzeln im Sand vergraben, auf der Suche nach Halt, Wasser und Nährstoffen.“ Suchend schaute er sich um - Sand, auf die andere Seite – Sand, wieder nach hinten den Blick wendend – Sand.
Angst ergriff ihn als er sein Blick wieder zu ihr wandte. Erwartungsvoll starrte sie ihn an und er lies sie etwas zappeln, denn er wusste das würde sie kribblig machen. Dabei kam ihm die Zahl 7 in den Kopf. Oh je, nur noch 7, die Hälfte war schon weg. Er grübelte, wie er das wieder auf ein unfassbares Ende ausdehnen könnte, als sie ihn anstubste.
"He!" Hörte er sie. "Was ist mit dir! Angst ?"
Er brummte "Oh ja, ich werde hier darben und vertrocknen, vielleicht werde ich sterben. Es sei denn, es findet sich ein Jungfräulein, welches Mitleid mit mir hat."
Eine kleine Pause folgt, sein Blick richtet sich auf ihre Augen.
"Bitte errette mich und schenk mir deine ..." ein kleines Husten schüttelte ihn und er legte den Kopf zurück.
"Wasser" schnauft er "Wasser".

Verfasst: Samstag 12. Dezember 2009, 09:50
von Linnet Rysk
Immer und immer wieder lies er sich Zeit, diese Pausen waren zum verrückt werden!
Ungeduldig stubste sie ihn an und hoffte ihn damit aus seinen Träumereien zu holen.
‚He! Was ist mit dir! Angst?’
Bei seiner Antwort musste sie erneut herzhaft lachen.
Amu war einfach einmalig.
Immer noch lachend beugte sie sich zu ihm hinab und drückte ihm ein Küsschen auf die Stirn.
‚Das muss erst einmal reichen’, nach einer kurzen Pause fügte sie leiser hinzu: ‚und da blieben noch 6’.
Sie zog die Beine an den Körper, schlang die Arme darum und legt den Kopf auf die Knie. So verharrend, schweifte ihr Blick noch einmal über ihr Werk, dabei fiel ihr das Gepäck im Hintergrund wieder auf und riss sie aus ihren Spielereien.
‚Und nun?’

Verfasst: Samstag 12. Dezember 2009, 18:10
von Amu Kanok
Es durchzuckte ihn leicht und eine Gänsehaut lief ihm den Rücken hinab, als ihre Lippen seine Stirn berührten. Er hatte nach Wasser gebettelt und bekam es so fein verpackt. Ein Schmunzeln stand in seinem Gesicht, denn er hatte eher ein Krug wasser erwartet, der auf ihn gegossen wurde. Als sie die noch verbliebende Schuld ansagte, atmete er etwas tiefer durch.
„Und nun?“ Er folgte Ihrem Blick zum Gepäck.

Es gibt wie immer mehrere Möglichkeiten:

Wir müssten uns eine Unterkunft suchen, von der aus wir diesen Flecken Land erkunden können.
Außerdem sollten wir uns mit den Sitten und Riten vertraut machen, damit wir uns keine Probleme an den Hals holen. Ein Marktbesuch steht auch auf dem Programm, wo ich dir erst mal was luftiges frauliches kaufen werde, stellt er nüchtern fest. Wenn wir hier ein paar Tage bleiben wirst du bei dem was du mitgenommen hast nicht weit kommen.

Oder:

Wir ziehen etwas weiter und bauen uns ein Nachtlager in das wir uns kuscheln, stöbern nach Strandgut, machen ein Lagerfeuer und grillen aus den mitgenommenen Vorräten ein Festmahl welches wir dann genüsslich verspeisen. Und morgen sehen wir dann einfach weiter.

Er versuchte sich zu bewegen, was sich wegen der unheimlichen Menge Sand, mit dem sie Ihn bedeckt hatte, schwierig gestaltete.

„Mrm, aber vielleicht rettest mich erst mal. Was möchtest du denn gern?“

Verfasst: Samstag 12. Dezember 2009, 18:39
von Linnet Rysk
Aufmerksam lauschte sie seinen Worten. Als er das luftige Frauliche erwähnte, bemühte sie sich ein weiteres Lachen zu unterdrücken.

Nachdem er geendet hatte, machte sie sich daran ihn von der Last des Sandes zu befreien.

‚Eine Herberge können wir auch daheim haben‘, wieder schob sie einen kleinen Sandberg zur Seite.
‚Ich bin für das Nachtlager unter dem Sternenhimmel.‘
Lächelnd befreite sie ihn vom restlichen Sand.
‚Jetzt sollte das mit dem Aufstehen klappen.‘
Dabei kam sie auf die Füße und machte sich daran sich soviel wie möglich Gepäck aufzuladen.
‚Lass uns ein schönes Plätzchen suchen, das etwas geschützter ist ..‘

Verfasst: Samstag 12. Dezember 2009, 18:44
von Raniya Sahar
Menek'Ur das Reich der Sonne und der Barmherzigkeit. Ein jeder wusste um die Güte, welches einen jeden Reisenden entgegen schlug, wenn sie die Sitten und Bräuche, vor allen die Gesetze des Reiches beachten.

Die beiden Reisenden würden vermutlich schon am Hafen die Wachen erblicken, die sie eingehend betrachten und auf die bindenden Gesetze hinweisen. Der Heiler würde sie kurz besehen, ob diese nicht eine Krankheit in das Reich der Sonne einschleichen würden, aber was die beiden recht schnell feststellen würden, sobald sie den Steg des Hafens passierten und direkt vor den Toren Menek'Urs standen, das es keinen Sandstrand gab den sie bewohnen konnten, geschweige das es eine Leichtigkeit war eine Unterkunft zu finden, ohne sich an den Statthalter zu wenden.

Die Wüste. Aiwa ein Traum von weite und Sand. Ein Hingucker für jeden Festländer, der die Sonneninsel besuchte. So würde es vermutlich kein Festländer wagen einfach Fuß in die Wüste zu setzen, ohne die Ehre zu haben einen Menekaner als Begleitung an seiner Seite zu wissen. Würde jemand dennoch dieses Abenteuer eingehen, sich der Wüste nähern und sie alleine betreten, so konnte man nur zu Eluive beten, das kein Menekaner sie finden würde.

Verfasst: Samstag 12. Dezember 2009, 21:36
von Amu Kanok
So nahm Amu die noch übrig gebliebenen Gepäckstücke auf und sah sich um, Hängematte, Palmen, Wasser, ah da ging es zum Stadttor. Bevor sie es durchschreiten konnten, wurden sie von der Wache auf einige Grundgegebenheiten Menekurs hingewiesen.
"Hrm“ , er kratzte sich am Kinn, als er die Worte vernahm. Dieser Ausflug schien sich nicht so einfach zu gestalten, wie er laut den Beschreibungen des Meisters angenommen hatte.
"Nun gut, meie Name ist Amu Kanok, der Geselle des besten Schmiedes vom Festland mit Namen Thancred. Das hier“ deutet zu Linnet“ ist eine gute Freundin von mir und wir möchten gern hier ein paar Tage verbringen um Land und Leute kennen zu lernen, sowie etwas unseren Fesseln vom Festland entfliehen. Würdet ihr euren Stadthalter informieren, das ich um ein Gespräch diesbezüglich bitte. Sofern es erlaubt ist, schauen wir uns in der Zwischenzeit die Stadt und den Markt an.“
Nach einem erneuten Nicken des Wachmannes begaben sie sich in die Stadt und aus Plan B - Sternenhimmel wurde erst einmal Plan A – feine Sachen für Linnet kaufen.
Ein schelmisches Grinsen schlich sich in sein Gesicht, als sie den Markt näher kamen. Sie trottelte schmollend hinter ihm her, vermied sie es jedoch sich lautstark gegen diese Variante zur Wehr zu setzen. Amu dachte sich, das sie im Laufe des Einkaufs schon Gefallen daran finden würde. Sie war in Wirklichkeit doch auch nur eine Weib.

Verfasst: Sonntag 13. Dezember 2009, 12:30
von Linnet Rysk
Als Amu sie vorstellte, bemühte sie sich um ein freundliches Lächeln, wobei ihr gerade weniger danach war.
Sie hatte gehofft, dass es unkompliziert sein würde, einfach ein wenig Spaß haben. Missmutig stapfte sie hinter ihm her.
Vielleicht hätten sie lieber ein anderes Reiseziel wählen sollen…

Als er den Markt erwähnte, wurde sie jedoch neugierig.
Sie dachte an die verschiedensten Gerüche, die sie das letzte Mal dort vernommen hatte und an die Leckereien, die sie dort kennen gelernt hatte.
Wer brauchte schon neue Kleider?
Aber so etwas Süßes.
Ihre Laune besserte sich augenblicklich, sie würde Amu einfach dazu überreden, statt Kleidung einen kleinen Vorrat an Leckereien zu besorgen.
Immerhin wäre das doch schön, wenn sie ein wenig was davon mit heim nehmen könnten.
Das würde Amary sicherlich ein wenig zähmen – wenn überhaupt etwas bis zum Festland überleben würde. Kichernd dachte sie darüber nach, dass sie die Aufsicht, wenn sie etwas kaufen sollten, wohl lieber Amu überlassen sollte.

‚Amu?‘ Sie blieb unvermittelt stehen und versuchte sich an einem Lächeln, ähnlich wie sie es immer bei Amary sah, wenn sie etwas von Rogan wollte.
Sie hoffte nur, dass sie es ebenso gut konnte.

‚Weißt du, ich finde wir sollten, wenn wir schon einmal hier sind uns einen kleinen Vorrat besorgen…‘