Zwischen Kälte und Wärme
Verfasst: Mittwoch 21. Oktober 2009, 01:28
Langsam ging Anveena durch den fast leeren Raum. Die letzte Mietnachzahlung wurde getilgt, der Rest aus ihrem alten Zimmer geräumt. Viel wurde weggeschmissen. Nur die zerbrochenen Scherben des Spiegels lagen verteilt auf dem Boden. Die Schranktüren standen offen und das Bett war nicht mehr bezogen.
Langsam kniete Sie sich hin und holte jenes kleine Kästchen aus ihrem Versteck. Der Staub war Fingerdick geworden, doch ihre Hand streifte mit einem Lächeln herüber.
"Oh, werden wir wieder sentimental?"
"Sei ruhig."
"Wie sollte ich ruhig sein, es ist das, was du denkst, das mich zum sprechen brachte."
Doch ihre Zwiespaltigkeit im Kopfe konnte ihre Gefühle nicht weiter unterdrücken. Sie setzte sich auf das quitschende Bett, das Kästchen auf ihrem Schoss legend und es langsam öffnend.
"Ahja, kramen in der Vergangenheit?"
"Abschliessen damit."
"Du bist so erbärmlich meine Liebe. Lässt das in dir zu, was dich vor Jahren beinahe getötet hätte. Naiv, nicht mehr, nicht weniger. Und dieses mal wirst du nicht so glimpflich davon kommend."
Eher nebensächlich vernahm Sie dir Worte, die ihre zweite Seite ihr als Warnung entgegen drückte.
Dabei war Sie fern von dieser Welt, mit den Gedanken völlig woanders.
Sie erinnerte sich an den Schock, den Sie bekam, als Sie die Worte des Grafen von Arganta vernahm. Eine Intrige, die Sie betreffen sollte. Doch Sie versuchte ruhig zu bleiben, die Tränen, die Sie empfand, waren nicht gespielt...oder doch?
Das Gespräch war klärend, Sie began zu verstehen, Sie zu verstehen. Was Sie empfand, als Sie plötzlich weg war, Anveena Sie alleine liess.
Sie konnte ihr nicht böse sein.
Und es änderte sich. Ein gemeinsames Picknick an einem wunderbaren See. Ja, zu schön schien es ihr alles. Zu gerne erinnerte Sie sich an die Stunden zurück, mit dieser kleinen Überraschung, die ihr Herz wieder aufleben liessen.
"Du dummes Ding. Vergisst du, wer du bist? Vergisst du, was du tust und wem du dein Leben und deine Seele versprochen hast?"
"Nein, natürlich nicht", fauchte es aus ihrem Munde, den Blick auf die Truhe gerichtet.
Langsam öffnete Sie jene und holte eine Rolle alten Pergaments hervor. Wieder ein leises stechen, die schönen Erinnerungen verblassten, wurden verdrängt durch das Übel ihrer Vergangenheit.
Das Siegel war frisch, seit Sie den Brief schrieb und es vor Jahrzehnten versiegelte, hatte Sie ihn nicht mehr gelesen.
Vorsichtig, brach das Wachs vom Pergament, langsam, quälend langsam entrollte Sie das Pergament und entzifferte die teils schon ausgeblichenen, doch gut erkennbaren Worte in feiner Schrift.
[img]http://img14.imageshack.us/img14/1731/pergamenth.gif[/img]
Langsam rollt Sie wieder das Pergament ein, eine Träne rinnt ihrer Wange hinab.
"Erinnerst du dich. Erinnerst du dich, warum du diesen Brief nie abgeschickt hast? Erinnerst du dich, dass er an jenen Abend starb, als du ihn für eure Versöhnung zu ihm bringen wolltest? Erinnerst du dich, dass DU es warst, die ihn getötet hat?"
Langsam, während die Tränen fliessen, nickt Sie, ihrer eigenen Stimme im Kopfe Herr werdend.
"Und nun, beginnst du die selben Fehler. Du wirst SIE töten, nur durch deine Anwesenheit, stürzt du Sie ins Unglück. Also entscheide, entscheide dich für deinen Werdegang. Entscheide dich, wofür du einstehst. Verlasse Sie und schenke ihr ein schönes, sorgenfreies und langes Leben. Oder bleib bei ihr und sehe zu, wie du es nicht verhindern kannst. Wie du schwarze Pest sie infizierst und sie sterben lässt, weil du zu jämmerlich bist, irgendetwas tun zu können. Entscheide dich, Anveena."
Sie senkt den Kopf, das Pergament fällt hinab, ebenso wie das kleine Kästchen. Eine Entscheidung musste getroffen werden. Doch wer würde diese tun?
Langsam kniete Sie sich hin und holte jenes kleine Kästchen aus ihrem Versteck. Der Staub war Fingerdick geworden, doch ihre Hand streifte mit einem Lächeln herüber.
"Oh, werden wir wieder sentimental?"
"Sei ruhig."
"Wie sollte ich ruhig sein, es ist das, was du denkst, das mich zum sprechen brachte."
Doch ihre Zwiespaltigkeit im Kopfe konnte ihre Gefühle nicht weiter unterdrücken. Sie setzte sich auf das quitschende Bett, das Kästchen auf ihrem Schoss legend und es langsam öffnend.
"Ahja, kramen in der Vergangenheit?"
"Abschliessen damit."
"Du bist so erbärmlich meine Liebe. Lässt das in dir zu, was dich vor Jahren beinahe getötet hätte. Naiv, nicht mehr, nicht weniger. Und dieses mal wirst du nicht so glimpflich davon kommend."
Eher nebensächlich vernahm Sie dir Worte, die ihre zweite Seite ihr als Warnung entgegen drückte.
Dabei war Sie fern von dieser Welt, mit den Gedanken völlig woanders.
Sie erinnerte sich an den Schock, den Sie bekam, als Sie die Worte des Grafen von Arganta vernahm. Eine Intrige, die Sie betreffen sollte. Doch Sie versuchte ruhig zu bleiben, die Tränen, die Sie empfand, waren nicht gespielt...oder doch?
Das Gespräch war klärend, Sie began zu verstehen, Sie zu verstehen. Was Sie empfand, als Sie plötzlich weg war, Anveena Sie alleine liess.
Sie konnte ihr nicht böse sein.
Und es änderte sich. Ein gemeinsames Picknick an einem wunderbaren See. Ja, zu schön schien es ihr alles. Zu gerne erinnerte Sie sich an die Stunden zurück, mit dieser kleinen Überraschung, die ihr Herz wieder aufleben liessen.
"Du dummes Ding. Vergisst du, wer du bist? Vergisst du, was du tust und wem du dein Leben und deine Seele versprochen hast?"
"Nein, natürlich nicht", fauchte es aus ihrem Munde, den Blick auf die Truhe gerichtet.
Langsam öffnete Sie jene und holte eine Rolle alten Pergaments hervor. Wieder ein leises stechen, die schönen Erinnerungen verblassten, wurden verdrängt durch das Übel ihrer Vergangenheit.
Das Siegel war frisch, seit Sie den Brief schrieb und es vor Jahrzehnten versiegelte, hatte Sie ihn nicht mehr gelesen.
Vorsichtig, brach das Wachs vom Pergament, langsam, quälend langsam entrollte Sie das Pergament und entzifferte die teils schon ausgeblichenen, doch gut erkennbaren Worte in feiner Schrift.
[img]http://img14.imageshack.us/img14/1731/pergamenth.gif[/img]
Langsam rollt Sie wieder das Pergament ein, eine Träne rinnt ihrer Wange hinab.
"Erinnerst du dich. Erinnerst du dich, warum du diesen Brief nie abgeschickt hast? Erinnerst du dich, dass er an jenen Abend starb, als du ihn für eure Versöhnung zu ihm bringen wolltest? Erinnerst du dich, dass DU es warst, die ihn getötet hat?"
Langsam, während die Tränen fliessen, nickt Sie, ihrer eigenen Stimme im Kopfe Herr werdend.
"Und nun, beginnst du die selben Fehler. Du wirst SIE töten, nur durch deine Anwesenheit, stürzt du Sie ins Unglück. Also entscheide, entscheide dich für deinen Werdegang. Entscheide dich, wofür du einstehst. Verlasse Sie und schenke ihr ein schönes, sorgenfreies und langes Leben. Oder bleib bei ihr und sehe zu, wie du es nicht verhindern kannst. Wie du schwarze Pest sie infizierst und sie sterben lässt, weil du zu jämmerlich bist, irgendetwas tun zu können. Entscheide dich, Anveena."
Sie senkt den Kopf, das Pergament fällt hinab, ebenso wie das kleine Kästchen. Eine Entscheidung musste getroffen werden. Doch wer würde diese tun?