Ein Schreiben an den Emir
Verfasst: Samstag 19. November 2005, 18:08
Das Schreiben wird von einem Boten im Palast des Emirs abgegeben. Der Umschlag selbst ist hierzu eigentlich viel zu schlicht gehalten und die Anschrift "Said Omar aus dem Hause Omar, Emir Menek'Urs, Palast Menek'Ur Stadt" wirkt eher sonderbar oder wie ein schlechter Scherz. Das Schreiben ist mit rotem Wachs versiegelt. Das Siegel zeigt im Vordergrund eine Laute, gekreuzt mit einem Federkiel im Hintergrund. Beide werden mittig von einem Spielball gekrönt.
Als Absender ist in kleinen Lettern "Die Spielmannszunft, Varuna" angegeben.
Öffnet man den Umschlag findet man darin zwei Schreiben.
Das erste lautet schlicht:
Salam Euer Erhabenheit.
Die Spielmannszunft und ganz besonders meine Person möchten mit diesem Schreiben unseren Dank dafür zum Ausdruck bringen, daß wir zum Anlaß der Geburtstagsfeierlichkeiten der Königin auch vor Euch aufspielen durfen und wir möchten unser Bedauern dafür ausdrücken, daß man uns nicht über die Gunst Eurer Anwesenheit zu diesem Feste in Kenntnis setzte, so daß es uns umöglich war, den Abend mit Liedgut aus oder über Eure Heimat zu bereichern.
Als Ausdruck unseres Bedauerns für dieses kleine Mißgeschick sei diesen Zeilen hierfür ein neues, Eure angestammte Heimat beinhaltendes Lied angefügt, von dem wir hoffen, daß es Euren Gefallen finden möge, auch wenn wir uns außerstande sahen, es in Eurer Muttersprache zu verfassen.
Aber doch sollte der Glanz und der Stolz des menek'ur'schen Reiches nicht an den Grenzen des Meeres verblassen, so daß uns nach reiflicher Überlegung die Handelssprache angemessen erschien um das Lied, sollte es denn Euren Gefallen finden, auch in entlegenere Winkel Alathairs verbreiten zu können.
Im Auftrage der Spielmannszunft
*schwungvoll* Die Lautenspielerin
Auf dem zweiten Zettel findet man Noten, auf mittelreichische Art notiert und darunter einen Text in der Handelssprache. Die Kopfzeile lautet "Jenseits des Meeres", in der rechten, unteren Ecke befindet sich die Unterschrift der Lautenspielerin in einer Art, wie wohl ein Maler ein Bild signieren würde.
Spielt man die Noten an, welche scheinbar vornehmlich für eine Laute gedacht sind, so besteht die Einleitung fast ausschließlich aus dicht aneinandergereihten Klängen der tieferen Lautensaiten, die in Verbindung an den Klang der dunklen, menekanischen Flöten erinnern mögen.
Nach der Einleitung wird die Melodie aber heller und auch energischer, bis auf die letzte Strophe, welche nahezu tonlos untermalt ist und wohl mehr gesprochen denn gesungen wird. Die Melodie auf endophalischen Instrumenten zu spielen sollte nahezu unmöglich sein, zumindest sind Flöte, Trommel und Schellen hierfür kaum ausgelegt, allenfalls eine helle Flöte vermag jene noch zu spielen.
Der Text unter den Notenzeilen liest sich wie folgt:
Es hob an der Götter Klage, es wankten alle Sphären,
Ein Krieg zog auf, die Anhänger Eluives, in der Minderzahl sie wären.
Welch´ Anblick, den sie dort erspäht', die Welt benetzt von Tränen,
Ein Zeichen, an fernem Ort gesetzt, als Omen sollt' mans wähnen.
So schickt sich an die Pilgerschar, zum Geschehen auf zu brechen,
So zog man zu den Küsten hin, ins Meere hinaus zu stechen.
Ob jung, ob Greis, ob Mann, ob Frau, auf dies' Zeichen wartete man lang
Seit man die Brücken daheim abgebrochen, von zuhause fort gegang'.
Jenseits des Meeres, wo die Reise ihr Ende fand,
Jenseits des Meeres, wohin die Flotte übergesetzt,
Jenseits des Meeres, ist der Boden bedeckt von hellem Sand,
Jenseits des Meeres, ward das Land von Tränen benetzt.
So begab man sich an Deck, der Eifer war kaum zu zügeln.
Der Traum von Hoffnung, Schicksal, Glück vermochte zu beflügeln.
Die Schiffe stachen aus in See, dem Tränenmeer entgegen,
Segelten durchs tiefste Unwetter hinein in den Salzregen.
Es waren keine Steppen die man fand, das Land war ganz verdorrt,
Mit Sand bedeckt die weiten Ebenen, ein ungastlicher Ort,
Doch was ihr Anführer von seiner Suche in den Bergen mitbrachte
War was alles Leben verdorren ließ und doch so wertvoll machte.
Jenseits des Meeres, wo die Reise ihr Ende fand,
Jenseits des Meeres, wohin die Flotte übergesetzt,
Jenseits des Meeres, ist der Boden bedeckt von hellem Sand,
Jenseits des Meeres, ward das Land von Tränen benetzt.
Es wurd' so manches Opfer erbracht, so manche Schlacht die tobte,
Es wurden Hunger und Durst ertragen, denn das Land, das gelobte,
Es bot nur ein Leben, das Tag um Tag hart und schwer,
Doch Heimat bleibt Heimat und die gibt man nimmer her...
Jenseits des Meeres, wo die Reise ihr Ende fand,
Jenseits des Meeres, wohin die Flotte übergesetzt,
Jenseits des Meeres, ist der Boden bedeckt von hellem Sand,
Jenseits des Meeres, ward das Land von Tränen benetzt.
Jenseits des Meeres, wo die Reise ihr Ende fand,
Jenseits des Meeres, wohin die Flotte übergesetzt,
Jenseits des Meeres, ist der Boden bedeckt von hellem Sand,
Jenseits des Meeres, ward das Land von Tränen benetzt.
[OOC: Falls sich unter der musikalischen Untermalung jemand nicht so recht was vorstellen kann, die Einleitung ist der Mittelteil von "Danza Mora", der Hauptteil ist "Sichelmond" in der Liveversion.]
Als Absender ist in kleinen Lettern "Die Spielmannszunft, Varuna" angegeben.
Öffnet man den Umschlag findet man darin zwei Schreiben.
Das erste lautet schlicht:
Salam Euer Erhabenheit.
Die Spielmannszunft und ganz besonders meine Person möchten mit diesem Schreiben unseren Dank dafür zum Ausdruck bringen, daß wir zum Anlaß der Geburtstagsfeierlichkeiten der Königin auch vor Euch aufspielen durfen und wir möchten unser Bedauern dafür ausdrücken, daß man uns nicht über die Gunst Eurer Anwesenheit zu diesem Feste in Kenntnis setzte, so daß es uns umöglich war, den Abend mit Liedgut aus oder über Eure Heimat zu bereichern.
Als Ausdruck unseres Bedauerns für dieses kleine Mißgeschick sei diesen Zeilen hierfür ein neues, Eure angestammte Heimat beinhaltendes Lied angefügt, von dem wir hoffen, daß es Euren Gefallen finden möge, auch wenn wir uns außerstande sahen, es in Eurer Muttersprache zu verfassen.
Aber doch sollte der Glanz und der Stolz des menek'ur'schen Reiches nicht an den Grenzen des Meeres verblassen, so daß uns nach reiflicher Überlegung die Handelssprache angemessen erschien um das Lied, sollte es denn Euren Gefallen finden, auch in entlegenere Winkel Alathairs verbreiten zu können.
Im Auftrage der Spielmannszunft
*schwungvoll* Die Lautenspielerin
Auf dem zweiten Zettel findet man Noten, auf mittelreichische Art notiert und darunter einen Text in der Handelssprache. Die Kopfzeile lautet "Jenseits des Meeres", in der rechten, unteren Ecke befindet sich die Unterschrift der Lautenspielerin in einer Art, wie wohl ein Maler ein Bild signieren würde.
Spielt man die Noten an, welche scheinbar vornehmlich für eine Laute gedacht sind, so besteht die Einleitung fast ausschließlich aus dicht aneinandergereihten Klängen der tieferen Lautensaiten, die in Verbindung an den Klang der dunklen, menekanischen Flöten erinnern mögen.
Nach der Einleitung wird die Melodie aber heller und auch energischer, bis auf die letzte Strophe, welche nahezu tonlos untermalt ist und wohl mehr gesprochen denn gesungen wird. Die Melodie auf endophalischen Instrumenten zu spielen sollte nahezu unmöglich sein, zumindest sind Flöte, Trommel und Schellen hierfür kaum ausgelegt, allenfalls eine helle Flöte vermag jene noch zu spielen.
Der Text unter den Notenzeilen liest sich wie folgt:
Es hob an der Götter Klage, es wankten alle Sphären,
Ein Krieg zog auf, die Anhänger Eluives, in der Minderzahl sie wären.
Welch´ Anblick, den sie dort erspäht', die Welt benetzt von Tränen,
Ein Zeichen, an fernem Ort gesetzt, als Omen sollt' mans wähnen.
So schickt sich an die Pilgerschar, zum Geschehen auf zu brechen,
So zog man zu den Küsten hin, ins Meere hinaus zu stechen.
Ob jung, ob Greis, ob Mann, ob Frau, auf dies' Zeichen wartete man lang
Seit man die Brücken daheim abgebrochen, von zuhause fort gegang'.
Jenseits des Meeres, wo die Reise ihr Ende fand,
Jenseits des Meeres, wohin die Flotte übergesetzt,
Jenseits des Meeres, ist der Boden bedeckt von hellem Sand,
Jenseits des Meeres, ward das Land von Tränen benetzt.
So begab man sich an Deck, der Eifer war kaum zu zügeln.
Der Traum von Hoffnung, Schicksal, Glück vermochte zu beflügeln.
Die Schiffe stachen aus in See, dem Tränenmeer entgegen,
Segelten durchs tiefste Unwetter hinein in den Salzregen.
Es waren keine Steppen die man fand, das Land war ganz verdorrt,
Mit Sand bedeckt die weiten Ebenen, ein ungastlicher Ort,
Doch was ihr Anführer von seiner Suche in den Bergen mitbrachte
War was alles Leben verdorren ließ und doch so wertvoll machte.
Jenseits des Meeres, wo die Reise ihr Ende fand,
Jenseits des Meeres, wohin die Flotte übergesetzt,
Jenseits des Meeres, ist der Boden bedeckt von hellem Sand,
Jenseits des Meeres, ward das Land von Tränen benetzt.
Es wurd' so manches Opfer erbracht, so manche Schlacht die tobte,
Es wurden Hunger und Durst ertragen, denn das Land, das gelobte,
Es bot nur ein Leben, das Tag um Tag hart und schwer,
Doch Heimat bleibt Heimat und die gibt man nimmer her...
Jenseits des Meeres, wo die Reise ihr Ende fand,
Jenseits des Meeres, wohin die Flotte übergesetzt,
Jenseits des Meeres, ist der Boden bedeckt von hellem Sand,
Jenseits des Meeres, ward das Land von Tränen benetzt.
Jenseits des Meeres, wo die Reise ihr Ende fand,
Jenseits des Meeres, wohin die Flotte übergesetzt,
Jenseits des Meeres, ist der Boden bedeckt von hellem Sand,
Jenseits des Meeres, ward das Land von Tränen benetzt.
[OOC: Falls sich unter der musikalischen Untermalung jemand nicht so recht was vorstellen kann, die Einleitung ist der Mittelteil von "Danza Mora", der Hauptteil ist "Sichelmond" in der Liveversion.]