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An Wesir Fadi Yazir oder Vertreter im Amt

Verfasst: Donnerstag 15. Oktober 2009, 21:03
von Arenvir von Goldenfall
Eine Botschaft wird von einem Boten in der Livree der Freiherrschaft von Goldenfall an den Wesir überbracht. Verziert mit den Wappenbändern des Freiherrn und auf edlem Pergament gezeichnet, entbietet sich, so er das Siegel bricht, folgender Inhalt:



Unter dem wachsamen Blick Phanodains,
unter dem Schwert der Hohen Tugenbringerin Temora,
unter Cirmias kunstvollem Hammer,

entbietet der Freiherr von Goldenfall dem Wesir Fadi aus dem Hause Yazir seinen Gruß.

Ad Primum ist es dem Freiherrn ein Anliegen, den Wesir an ein Schreiben zu erinnern, das er unlängst nach Hohenfels entsandt hat. Dies Schreiben war die Antwort auf ein Ehrenersuchen an den Erhabenen Aasim Omar, seines Zeichens Oberhaupt des Wüstenvolkes der Menekaner.


Ohne dem Freiherren Gelegenheit zu geben, sich zu erklären, wie ein Mann von Ehre und Weisheit es tun würde, wurde er auf das schärfste beleidigt und gar als ungebildeter Bauer bezeichnet. Dieser Bauer, der für die damals noch guten Beziehungen zwischen Menek Ur und Hohenfels Sorge getragen hat und dafür Auszeichnung vom menekanischen Volke und der Familie des Emirs erhielt, erkundigt sich nun nach dem vermeintlichen Recht der menekanischen Rechtssprechung.

Einen Offizier des Königs auf neutralem Boden zu verhaften, Königliches Recht zu brechen und die Grenzen Seiner Majestät zu verletzen, ist ein äußerst schweres wie leichtfertiges Vergehen. Ihm den Prozess zu machen, ihn zu diffamieren und keine Gelegenheit auf Aufklärung zu lassen, mag dagegen noch schwerer wiegen und zeugt weder von Großmut noch Weitblick.

Ad Secundam möchte der Freiherr sich erkundigen, wann der schon seit Monaten ausstehende Prozess, der auf keiner Jurisdikation beruht, denn nun stattfinden soll. Hat Menek Ur gar den heimlichen Gedanken, jene Farce totzuschweigen? Offenbar war es nicht ausreichend, über des Freiherrn damaligen Vorgesetzten den Versuch anzustreben, ihn mundtot zu machen. Denn schweigen wird er nicht, noch Ungerechtigkeit dulden.

Ad Tertiam fordert der Freiherr Euch, Wesir Fadi Yazir auf, den Fortschritt eines ordentlichen Prozesses auf fundierten Grundlagen endlich anzutreiben und Euren Aufgaben so nachzukommen, wie man es von Euch erwarten kann und auch wird. Solltet Ihr dazu nicht in der Lage sein, besteht der Freiherr auf eine öffentliche Entschuldigung des Wesirs vor Zeugen und die Negierung der gesprochenen Worte durch eine öffentliche Amnestie.


Es nützt nichts, den Verfasser jener Zeilen bei seiner Herzoglichen Hoheit oder Oberst Kabo mundtot machen zu wollen. Ersterer ist nicht gut auf das Wüstenvolk zu sprechen und wird etwaigen Ansinnen kaum stattgeben, zwoterer nicht mehr Kommandeur des Regimentes. Jener korrespondiert in eben diesem Moment mit Euch.


Gesetzt und gesiegelt am Fünfzehnten Goldblatt des Jahres 252 nach den Bruderkriegen in Adoran, Grafschaft von Adoran.


Gezeichnet

Mag. Arenvir v. Goldenfall
Freiherr von Goldenfall


Postskriptum:

An die mittlerweile zur Baronin erhobene Mariella von Dornwald herantreten zu wollen, um es über den Treueeid zu versuchen, ist diesmal ebenfalls nicht von Erfolg krönbar, da der Lehnseid des Freiherren gegenüber dem Freiherren von Dragenfurt mit Erhebung in den Adelsstand erloschen ist.

Verfasst: Sonntag 18. Oktober 2009, 14:08
von Raniya Sahar
Das Schreiben vom Festland, findet etwas später seinen endgültigen Platz auf dem Schreibtisch Raniyas. Kurz wird der Absender des Schreibens ausfindig gemacht, um sich schlussendlich dem wichtigen, als auch interessanteren Teil des Inhaltes zu befassen.
Nach abschließender Reflektion wird das Schreiben beiseite gelegt.

Es vergehen einige Tage, als ein Bote nach Adoran einkehrt um die Pergamentrolle an Arenvir von Goldenfall auszuhändigen.
Wird das Schreiben entrollt, wird der Leser zwar in einer schlichten, jedoch ordentlichen Schrift einige Zeilen aus Menek'Ur erblicken.


Salam und den Segen Eluives Herr von Goldenfall,

in meiner Tätigkeit für das Reich, als auch als Ansprechpartner in Vertretung des ehrenwerten Wesirs Fadi aus dem ehrenvollen Haus der Yazir, zu fungieren, fanden Eure Zeilen den Weg in meine Hände.

Um das freundschaftliche Band wieder zu glätten, möchte ich Euch bitten, den Sachverhalt, der in Eurem Schreiben nur bedingt zu erlesen ist, ausführlich und präzise nieder zuschreiben, auf das ich mir ein Urteil, minder noch eine Meinung dazu bilden kann, um schlussendlich, wie einige Zeilen vorweg erwähnt, dafür Sorge zu tragen, das Gerechtigkeit auch für eine Person, wie die Eure, erfahrbar gemacht wird und das Band der Freundschaft, neu geknüpft werden kann.

Bis dahin verbleibe ich mit den besten Wünschen und Grüßen aus dem Reich der Sonne, in der jede Stimme vernommen wird und Stille keinen Platz findet.

Zuletzt möchte ich Euch darauf aufmerksam machen, das Titel und Positionen, in einem Land, in der die Güte und die Liebe Eluives Einzug hält, mit nichts im Einklang steht und jeder Bürger des Festlandes, als Geschöpf Eluives in unseren Augen gesehen wird. Somit möchte ich Euch ans Herz legen, Forderungen, gar Befehle an ein Kind der Wüste zu unterlassen, sind wir nicht eine von euren Bediensteten, die ob jenes Tones sofort springen.
Geduld und die Freundlichkeit sind die Schlüssel zur Erkenntnis.

Eluive schütze uns alle und möge stets für Wasser und Schatten sorgen!

Raniya Sahar, aus dem Hause der Bashir
Diplomatin des Reiches Menek'Ur, im Auftrag des ehrenwerten Wesirs Fadi aus dem Hause der Yazir, ernannt durch den erhaben und weisen Emirs Aasim, aus dem der eluive-erhobenen Omar


Das Schreiben trägt das Siegel des Reiches Menek'Urs.

Verfasst: Samstag 24. Oktober 2009, 18:13
von Carivius Sorothel
*bitte löschen*

Verfasst: Samstag 24. Oktober 2009, 18:16
von Arenvir von Goldenfall


Unter des Phönix silberner Feder richte ich meinen Gruß an Euch, Ranya Sahar, aus dem Hause der Bashir, Diplomatin des Wüstenreiches.


Eure Worte erreichten mich sicher auf dem Festland. Selbstverständlich bin ich geneigt, Euch Rede und Antwort zu stehen, damit diese unrühmliche Geschichte irgendwann ad acta gelegt werden kann.

Doch eines vorweg. Ich begegne Höflichkeit mit Höflichkeit, Beleidigung mit gerechtem Zorn und Unhöflichkeit mit Verachtung. Es war Wesir Fadi aus dem Hause der Yazir, der Beleidigung und schmähliche Rede an meinen Vorgesetzten herantrug, etwas, wovon ich nur über diesen früheren Vorgesetzten Wind bekam. Desweiteren richtete er ähnliche Worte an die Schwester meines einstmaligen Lehnsherren. Und so waren Wortwahl und Forderung gleichsam mein völliger Ernst. Es obliegt keinem Menekaner, wider besseres Wissen und ohne die gesamte Wahrheit zu kennen, solch politische Winkelzüge bei mir zu versuchen. Solltet ihr es wünschen, übersende ich Euch beide Abschriften des Wesirs. Ich gehe ansonsten davon aus, das mein Wort nicht angezweifelt wird, dazu bestand in der Vergangenheit nie Anlass.

Den Sachverhalt des damaligen Vorfalls habe ich in meinem Schreiben an den Erhabenen selbst recht deutlich dargelegt. Aus ihm werdet ihr alles weitere herausfiltern können.
Gleichwohl man sich darüber aufgeregt hatte, wie vertraulich ich den Emir in meinem Schrieb duzte -es darüberhinaus in keinster Weise an Respekt ihm gegenüber mangeln ließ- sei gesagt: Ich entsinne mich an eine Situation im Astralraum, wo er mich auf vertraute und freundschaftliche Art und Weise ansprach und duzte. Das er für sein Volk Position beziehen muss, stimmt mich zwar traurig, stößt jedoch auf mein Verständnis. Es gilt nur, nun nicht die falschen Schlüsse aus der Wortwahl in folgender Abschrift zu ziehen.

Wie ihr an diesem Schreiben sehen könnt, gebe ich auf meinen Titel nicht alles und agiere lieber mit Vernunft und Besonnenheit. Wenn sich eine Einigung erzielen lassen kann, die meine Ehre vor den menekanischen und königlichen Augen wieder herstellt, bin ich bereit, das nötige dafür zu tun.
Möge dem Hause Bashir und Euch stets Wasser und Schatten vergönnt sein.

In Erwartung Eurer Antwort verbleibe ich

Arenvir von Goldenfall
-Magister und Mitglied des Praeceptoriums
des Königlichen Konzils des Phönix
Kommandeur des Hohenfelser Regiments
Freiherr der Handelsstadt Goldenfall-




-Beigefügt ist eine Abschrift des Schreibens an den Erhabenen-



Wasser und Schatten entbiete ich dir
Erhabener Aasim aus dem geschätzten und weisen Hause Omar!
Möge dein Reich wachsen und mögest du, der du von Eluive geküsst, allezeit ein gnädiger und weiser Herrscher sein.

Ich wende mich in dieser meiner finstersten Stunde nur an dich Erhabener Freund, da ich mir nicht mehr ein und auszuhelfen weiss. Solch Behandlung, solch Erniedrigung, ja solch Tiefschlaf habe ich selten erlebt. Viele Höhen und tiefen verbinden deine Familie mit meiner bescheidenen, oftmals stand ich als Bittsteller vor dir um die Schande jener zu bereinigen, die wider besseres Wissen gehandelt haben, doch heute stehe ich als Ankläger vor dir und bitte dich um dein gerechtes Urteil. Ich vermag es deiner erhabenen Person nicht selbst vorzutragen, da mir untersagt ist, dein Land zu betreten.

Doch höre, was ich dir zu sagen habe:

Heute abend war ich auf dem Weg in Richtung des zerstörten Varunas um mir ins Gedächtnis zu rufen, wie schnell das Leben sich kehren kann. Weit jenseits der Kutsche und jenseits des Klosters, also auf dem königlichen Gebiet der Grafschaft von Hohenfels, wo ich Amt und Würden bekleide, traf ich auf eine seltsame Vierergruppe. Zwei Männer, in Roben und bewaffnet, einer davon im Knochenpanzer, hielten zwei Frauen, darunter eine vermutliche Waldläuferin und eine klar zu erkennende Menekanerin zwar nicht in Schach, doch die Situation sah nicht entspannt aus. Ich setzte mich auf meinen beschworenen Schemel um mir ein Bild über die noch nicht eskalierte Situation zu machen und möglichst besonnen reagieren zu können. Desweiteren verlieh ich meinem Habit den offiziellen Glanz des Regimentes um meinen Worten Gewicht zu verleihen.

Währendessen wurden die modalitäten eines nicht gewünschten Kampfes ausgetragen. Als der braunberobte jedoch mitbekam, das ich zauberte um mein Habit zu ändern, paralysierte er mich zur Regungslosigkeit. Wie dir, erhabener Freund nicht engangen ist, ist mein Mundwerk nur dadurch zu schließen, das man mir das Haupt abschlägt, und so verwickelte ich den einen der beiden in ein Gespräch, um über meine Verwundbarkeit hinwegzutäuschen. Die Waldläuferin griff, vermutlich weil sie meine Erstarrtheit bemerkte, den Magier an. Ich verwickelte mein Gegenüber solange in ein Gespräch bis ich den Zauber von mir bannen konnte und legte einen Erstarrungszauber auf ihn. Die Menekanerin sprach mich in dem Moment darauf an, ein Magier müsse doch den Angriff auf eine Frau verhindern, als der Magier wiederkam. Mit sich führte er ein Feuerelement und eines aus Sand. Dies offenbarte ihn mir als Menekaner oder aber jemanden, der von den menekanischen Meistern der Magie unterrichtet wurde und dies entfuhr mir auch.

Er befreite seinen Freund aus Erstarrung und beide stritten ab, auf königlichem Gebiet zu sein. Ich überschätze meinen Verantwortungsbereich. Denn dies sei Gebiet Bajards. Als Offizier der Krone forderte ich sie auf, diesen Landstrich zu verlassen und ließ mich auch nicht durch Einschüchterung davon abhalten. Als man mich dafür strafen wollte, das ich einen Menekaner angegriffen hätte (die Ironie, das eine Paralyse auf mich wohl dessen nicht erfüllt, ist dir sicher nicht entgangen) beschwor ich eine Mauer links und rechts von mir, um nur von vorne angegriffen zu werden und trank eine Flasche jenen widerlichen Zeuges, das zu trinken, meine Soldaten mir immer nahe legen. Gestraft durch Bartwuchs aber härtere Haut, erwartete ich also einen Angriff der nicht kam. Die beiden wollten abziehen und einer von ihnen, der Magier, sprach den anderen mit Sajneen an. Nun weiss ich nur zu gut, das Kemail aus dem ehrenwerten Hause Fuad Ifreys der Sajneen zu Menek Ur ist und auch dies entfuhr meinen dreimal verfluchten Lippen.
Mit den Worten, dies habe ein Nachspiel und dem festen Willen dich aufzuscuhen, beschwor ich einen Spährenriss herauf um nach Menek Ur zu eilen, allerdings wurde ich von den beiden gestellt und mitgenommen. Wir sprachen ja über den Kampf in Astralspähren und zwei ausgebildeten menekanischen Soldaten bin ich nimmer gewachsen. Also willigte ich ein.

Ich war außer mir vor Zorn, auf meinem eigenen Grund und Boden bedroht zu werden auf solch ehrlose Weise. Mir dann mit menekanischem Recht zu drohen, wie es kein Edelmann der Wüste je tun würde, brachte mich in beinahe mordlüsterne Raserei und nur die Anwesenheit von menekanischen Damen hinderte mich an selbiger. Vorgeworfen wurden mir die Beleidigung, Herabwürdigung und dergleichen mehr.

Ich habe harte Worte gesprochen und sie ernst gemeint, da ich dies Verhalten inakzeptabel finde. Jemand der sich wie ein ehrloser Hund aufführt, wird wie einer behandelt und angesprochen.

Nicht nur das, während der Anklageschrift warf man mir auch noch versuchte Flucht vor. Das schlägt dem Fass den Boden aus. Ich lasse mein Ehrenwort nicht von Personen wie diesen anzweifeln, hat doch einer nicht einmal den Schneid mir seinen Namen zu nennen bei Eluive!

Erhabener Freund ich verzweifle. Wie soll ein Ehrenmann sich gegen derart Heimtücke erwehren können? Die Wut zerreisst mich schier. Und die Entführung und Verhaftung eines königlichen Offiziers ist ein sehr schweres Vergehen. Bitte nimm dich dieses Falls ab. Bis dahin verspreche ich, mich in der Geduld der Ruhe zu üben und erwarte sehnlichst deine Antwort.

Ma´asalema, deiner Familie nur die besten Wünsche


Verfasst: Donnerstag 29. Oktober 2009, 21:45
von Aasim Omar
Zum Emir ist derzeit keinerlei Botschaft von aussen durchgedrungen.

Verfasst: Dienstag 17. November 2009, 13:36
von Raniya Sahar
Ein junger Bursche wird ein Schreiben mit dem Wachsiegel aus Menek'Ur an Herrn Goldenfall überbringen.
Bricht er das Siegel, wird er in einer schlichten, jedoch ordentlichen Schrift folgendes lesen können.


Salam und den Segen Eluives Herr von Goldenfall,

wie bereits verkündet, erhaltet ihr eine Abschrift des aufgehobenen Bannes und Handelsverbotes zwischen Menek'Ur und Eurer Person.
Mit Freude erfüllt es mein Herz, das die Diskrepanzen beiseite gelegt wurden und das Band der Freundschaft weiterhin bestehen bleibt und standhält.

So verbleibe ich mit den sonnigen Grüßen aus Menek'Ur, mit der Hoffnung Eure Person als bald wieder auf dem Boden des Wüstenreiches erblicken zu können

Eluive schütze uns alle und möge stets für Wasser und Schatten sorgen!

gez.

Raniya Sahar aus dem Hause der Bashir
Diplomatin und Außenministerin des Reiches Menek'Ur, ernannt durch den erhaben und weisen Emirs Aasim, aus dem der eluive-erhobenen Omar

Das Schreiben trägt das Siegel des Reiches Menek'Urs.

Anbei die Abschrift : [url]http://www.alathair.de/forum/viewtopic.php?p=334722#334722[/url]