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Der Hochzeitstag

Verfasst: Mittwoch 16. November 2005, 14:37
von Angelina de Arganta
Gleich nachdem sie erwacht war, schoss ihr der Gedanke durch den Kopf „Heute heiraten wir“… und er verursachte ihr sofort heftiges Herzklopfen. Sie stand nicht gern im Mittelpunkt, daher hatte sie Rafael um eine stille Trauung gebeten. Doch es bleib trotzdem ein einmaliger Tag.

Aufgeregt ging sie beim Frühstück die Liste durch, was noch alles erledigt werden musste. Hoffentlich brachte die Schneiderin das Kleid rechtzeitig… ach ja.. und die Haare wollte sie sich noch frisieren lassen.
Angelina zählte noch einmal durch, was an Getränken im Hause war und deckte dann gegen Mittag den Tisch ein. Es sollte ja nur eine ganz kleine, bescheidene Feier werden, doch sollte der Tisch dennoch hübsch gedeckt sein.

Arton hatte so Andeutungen gemacht…
Hoffentlich kommen die Allianzler zur Trauung, überlegte Angelina und rückte eine Gabel noch einmal zurecht. Ihre Freunde würde sie schon gern dabei haben...
Sie freute sich und sie fürchtete sich… ein merkwürdiges Gefühl.
Wenn sie heute abend vor der Heiligkeit „ja“ gesagt hatte, dann war sie für ein Leben lang mit Rafael verbunden. Würden sie wohl alle Zeit glücklich miteinander sein?
Angelina ging in die Küche.
Sie wollte noch Kuchen backen.
Natürlich würden sie glücklich! Daran glaubte sie ganz fest.
Rafael war ein liebevoller Mann. Und er war herzensgut zu Antares.
Sie würde ihn immer lieben.
Angelina seufzte leise, während sie den Teig in der Schüssel rührte.
Ihre Gedanken schweiften ab zu Kelan. Zu dem Mann, den sie einst auch über alles liebte, von dem sie ihren Sohn hatte, und den sie sicher nie vergessen können würde. Kelan… Angelina spürte, wie ihr Tränen in die Augen steigen wollten und strich energisch den Teich auf das Backblech. Nein.. bloss jetzt nicht weinen! Von Kelan hatte sie den kleinen Tari, ein Vermächtnis, das ihn nie in Vergessenheit geraten lassen würde. Immer würde ihm ein Teil ihres Herzens gehören… zumindest in Erinnerung. Wenn er nicht gemeuchelt worden wäre, dann wäre sie jetzt seine Gattin…
Angelina schüttelte die Gedanken ab.
Jetzt und heute war wichtig!
Heute würde sie mit Rafael den Bund fürs Leben eingehen und ihn liebte sie von ganzem Herzen. Er lebte. Er war bei ihr. Er schenkte ihr Liebe und Nähe… er würde ihr Schutz sein.

Sie würde ihm eine gute Gemahlin sein… das nahm Angelina sich ganz fest vor.

Verfasst: Mittwoch 16. November 2005, 18:17
von Rafael de Arganta
Er hatte die Nacht kaum geschlafen.
Immer wieder wachte er auf, schaute auf die schlafende Frau neben sich und hätte sich am liebsten gekniffen um sicher zu gehen das er das alles nicht träumte.
Angelina, die Frau seiner Träume lag neben ihm, und würde am nächsten Tage seine Frau werden.
Seine Frau ... wie das Klang.
Ein stilles Lächeln zog über seine Züge. Voller Liebe, sehnsuchtsvoll blickte er sie an, als wolle er sich ihr Gesicht einprägen, für immer in sich behalten, und zog er mit den Fingern die Konturen ihrer Lippen nach.
„Du bist mein Leben.“ Wisperte er leise und eindringlich, ihr einen Kuss auf die Stirn hauchend. Dann stand er auf, zog sich an und ging hinab in die Küche um das Frühstück vor zu bereiten.
Lächelnd dachte er daran wie er den Ring in die Brötchen hineingebacken hatte, und wie tapfer Angelina und Antares die verkohlten Teile gegessen hatte.

Schmunzelnd goss er Milch in die Krüge.
Nein, heute würde es keine selbstgebackenen Brötchen geben.
Brötchen... Milch... Honig, Gebäck ... Honig ... ihm kam ein Gedanke an ein Versprechen das Angelina i hm mal gegeben hatte, und er wollte sie am nächsten Tag ganz sicher noch einmal darauf aufmerksam machen.
Als er alles auf ein Tablett gestellt hatte, nahm er noch ein Pergament, dazu Tinte und schrieb ein paar Zeilen.

Dies soll der Anfang eines schönen Tages sein. Ein Tag für dich und für mich der uns die Zukunft bereiten wird. Du bist das Glück für mich und ich freue mich darauf mit dir gemeinsam durchs Leben zu gehen. Mit dir und Tari eine Familie zu sein, die ich lieben und Schützen werde mit aller Macht.
Ich möchte das glitzern in deine Augen bringen, durch Freud und Glück. Dir Freund, Geliebter und Ehemann in einem Sein.
So wie du für mich der Fels bist, an dem ich mich halten kann. Jene die in mir mein Herz zum Überschlagen bringt.
Ich danke dir für deine Liebe. Das du mich erwählt hast und ich es bin der an deiner Seite sein darf.
Ich liebe dich Angelina Hill.


Dann legte er noch eine Rose auf das Tablett und stieg damit die Treppe wieder hinauf.
Das Tablett stellte er dann auf dem kleinen Tisch ab, setzte sich dann auf das Bett und begann sie zu wecken, in dem er begann sie sanft mit der Rose zu streicheln.
Den Blick nicht von ihr wendend um, jede noch so kleine Regung in sich auf zu nehmen, und ihr dann einen guten Morgen zu wünschen.

Verfasst: Donnerstag 17. November 2005, 10:06
von Rafael de Arganta
Sein Traum ... war wahr geworden.
Die Heiligkeit hatte ihn und Angelina in der Kathedrale zu Varuna getraut und der Schwur Angelinas, ihre Worte klangen in seinem Kopf nach und würden für immer bei ihm sein.
Niemals zuvor hatte er solch Glück gespürt.
Niemals zuvor jemanden so geliebt wie jene Frau.
Die Trauung hatte ihn bewegt, und er war so stolz darauf das sein Vater an wesend gewesen war. Das er die Hochzeit mit Angelina nun billigte.
Das Mons dann noch kurz vor der endgültigen Zeremonie mit zwei Katzen den heiligen Ort betreten hatte, hatte ihn sichtlich zum Schmunzeln gebracht. Ein Geschenk für Angelina und ihn.
Noch mehr geührt hatte ihn aber die Tatsache, das die Heiligkeit Antares nach Vorne bat, ihn bat zu erzählen was er von dieser Verbindung erwarte, erhoffte, und die Worte des Jungen hatte es geschafft, Rafaels Augen verräterisch glänzen zu lassen.
Ja, er hatte jetzt einen Sohn. 8 Jahre alt, und mit seinem Wesen ein Junge der sich in die Herzen eines jeden zu setzen vermochte. Kelans Sohn... aber Kelan, war tot.

Was wäre wohl gewesen wenn Kelan noch da gewesen wäre? Hätte Angelina ihm wohl je einen Blick geschenkt? Gar ihre Gunst?
Wohl nicht. Wie auch er sich niemals gestattet hätte, sich ihr zu nähern.

Aber es war alles anders gekommen. Es war nun an ihm sie glücklich zu machen, und er würde mit all seiner Kraft es versuchen.
Er lächelte als sie sich in seinen Armen zu regen begann, und als sie die Augen aufschlug, gab er ihr einen Zärtlichen Kuss. „Guten Morgen Angelina de Arganta.“ Meinte er neckend, und zog sie wieder an sich.
Ihr Lächeln mit dem sie ihn ansah, bewegte ihn. Traf ihn tief in seinem Inneren, und so küsste er sie erneut voller Zärtlichkeit. „Ich wäre so gerne des Nachts in deinen Träumen, damit ich, wenn du aufwachst sie weiß, und sie dir erfüllen kann.“ Meinte er ernst, seine Lippen an den ihren belassend, ihren Kuss dann erwidernd. Angelina strich ihm eine verwegene Locke aus der Stirn, lächelte ihn an. „Einen dieser Träume hast du doch erfüllt, gestern.“ Meinte sie sich an ihn schmiegend und ihn liebevoll ansehend.
Sie sanft streichelnd nickte er. „Ja, unser Traum. Ich glaube das ich glücklicher wie jetzt niemals sein werde. Aber vielleicht kann ich weitere Träume von dir erfüllen... mir fällt da gerade etwas ein.“ Meint er schelmisch, doch bevor er Angelina auch nur küssen konnte, flog die Tür im hohen Bogen auf und Antares kam hereingestürmt.
„Guten Mooooooooooooooooooooorgen.“ Brüllte er schon und war dann mit einem Satz bei ihnen auf dem Bett, sie beide angrinsend,. Woraufhin sich Rafael stöhnend in die Kissen zurücksinken ließ und Angelina leise lachte. „Ja ja das hast du nun davon. Du hast mich halt mit allem geheiratet was ich habe.“ Meinte sie amüsiert blickend.
„Aber doch nicht heute Morgen.“ Brummelte er und fuhr Tari mit der Hand durch sein Haar.
Der Kleine gab Angelina einen Schmatzer und sprang wieder auf, winkte dann ab.
„Keine Angst.“ Meinte er fast altklug. „Ich lass euch schon alleine. Onkel Arthur ist unten und will mit mir ausreiten! Er meinte das man Eltern an so einem Tage alleine lassen sollte.
Er winkte den Beiden und schon war er wieder aus der Tür.
Man hörte ihn noch die Treppe herabstürmen dann ging die Haustür, und das Haus war wieder still.
„Nanu?“ fragte Rafael nun sichtlich verwundert, noch immer auf die Tür starrend.
Angelina lachte nun amüsiert und streckte sich wieder aus.
„Du hast es doch gehört.“ Meinte sie. „Eltern, sollte man an so einem Tage alleine lassen. Und? Was fangen wir mit dem Tage nun an?“

„Ooooch ich wüsste da schon was.“ Meinte er mit einer versucht gelangweilten Betonung, und als er sich ihr wieder zuwendete, sagte ihr sein Blick alles... vor allem woran er gerade dachte, und das war nun sicherlich nicht... auf zu stehen.