Ein neuer Weg...
Verfasst: Mittwoch 2. September 2009, 23:34
Wie immer war Andre auf der Jagd. Es war nichts Außergewöhnliches einem Wolf nachgeschickt zu werden. Die Tiere bedrohten Schäfer und damit verbunden auch einige der wohlhabenden Händler. Am Nachtlager schliff Andre in aller Ruhe eine der Pfeilspitzen zurecht. Dieses Handwerk war das einzige was er jemals wirklich gelernt hatte. Sicher, es gab eine Zeit in der er sich sein Geld auf andere Weise verdient hatte doch daran mochte er nicht mehr denken. Er verstand sich ausgezeichnet darauf Tiere so zu Ködern, dass sie seinem Gedanken folgten. Alles war wie es schon immer war, nur ein weiterer kleiner Fang der ihm wohl um die zweihundert Münzen bescheren sollte. Alles war wie es immer war, nur mit einem kleinen Unterschied, dieses mal ging etwas schief....
Nach einer Weile kam er wieder zu sich. Der Arm war völlig von Bisswunden zerfressen. Müde und erschöpft schleppte er sich in Richtung Straße. Nur noch dunkel hatte er diese Grenze zur Zivilisation im Kopf. Mittlerweile tanzten verschieden bunte Bilder vor seinem inneren Auge. Er wusste, dass alles nur Illusionen waren und daher hatte er auch keinerlei Angst, bis er jenes Bild sah. Ein großer Vogel mit menschlichem Gesicht näherte sich ihm. Lachend dachte Andre, dass er dem Wahnsinn gänzlich verfallen sei in den letzten Stunden. Er hatte bereits viele Opfer von Wundbrand erlebt, nie war es ein schöner Anblick gewesen und nie war es angenehm sich ihrer zu entledigen. Er wusste wie unangenehm das werden konnte, doch dieses mal lag es an anderen ihm diesen letzten Gnadenstoß zu geben sollte er nicht bei Sinnen aus dem Wald gelangen. Sein Leben schwebte vor ihm in Gedanken daher. Alle die Leute die er in den letzten Jahren besucht, mit denen er Freundschaft geschlossen hatte, alle tauchten vor seinem Auge auf.
Tief im Inneren wusste er, dass das das Ende sein würde. Der Wundbrand war zu tief vorgedrungen, er hatte Dinge gesehen, die lange vergessen waren, es konnte kaum mehr rückgängig gemacht werden....
Zu seinem erstaunen erblickte Andre eine Illusion, derer er schon vorher gewahr, aber jetzt erst richtig bewusst wurde. Ohne Zweifel, es war Getares, so wie er ihn sich immer vorgestellt hatte, seit den Erzählungen in seiner tiefsten Jugend...
Lange nagte an ihm schon die Schuld und er wusste, dass er sich ewig wohl kaum entziehen könnte.
Doch das war anders, anders als alles was er bisher erlebt hatte. Das seltsame Wesen berührte ihn nur einen winzigen Augenblick und doch ronnen ihm die Tränen herunter, als würde es kein Morgen für die Menschen geben. Die Kreatur konfrontierte ihn mit allem, was er so gut und gern begraben hatte. Auf einmal prasselten zwanzig vergessene Jahre auf ihn herab. Unter wehklagenden Schreien bat Andre darum, die Erinnerung stoppen zu lassen. Es waren keine angenehmen Bilder die sich da auf ihn herablegten, im Gegenteil. Er hatte gut daran gearbeitet nichts von Alledem jemals wieder zu sehen, er hatte wirklich fest daran gearbeitet.
Doch auf einmal kam es über ihr, als hätte der Wundbrand des Wolfes sein Nötiges getan damit es so weit kommen konnte. Doch das allein konnte es nicht sein....
Mit schmerzverzerrtem Gesicht lag Andre auf der Lichtung. Die Wunde in seinem Arm schien zu eitern aber das war ihm beinahe willkommen, er wollte die Qual beenden, er wollte, dass die Bilder aufhörten. Bevor Andre jedoch das Messer zurecht rücken konnte schlief er wieder ein und entschwand in die Traumwelt. Alles nur um dort wieder mit seinen alten Schulden konfrontiert zu werden, nur um den Tod seiner Kameraden wieder und wieder zu erleben. Nach Wehklagen und schreien befand er sich auf einmal in einem völlig leeren Raum. Vor ihm lagen Knochen, äußerst ungewöhnliche Knochen. Nach dem Studieren der Überreste konnte er immer noch nicht sagen um welches Tier es sich handelte was Andre als erfahrenen Jäger sehr beunruhigte. Doch da trat ihm eine Stimme schmerzend wie reine Säure in den Kopf...
Als er aufwachte war Andre zwar vom Äußerlichen her noch derselbe, doch er wirkte irgendwie verändert. Er begann seltsame Dinge zu verkünden und mit anderen zu teilen. Im allgemeinen Auge hin schien er einfach gläubig geworden zu sein, bei näherem Hinsehen jedoch schien er neben Wahnsinn und Angst kaum mehr seiner selbst zu sein. An dem Tag begann die Rote Gestalt ihre Wege durch die Tavernen zu gehen und ihre eigenen Lehren zu verbreiten...
Nach einer Weile kam er wieder zu sich. Der Arm war völlig von Bisswunden zerfressen. Müde und erschöpft schleppte er sich in Richtung Straße. Nur noch dunkel hatte er diese Grenze zur Zivilisation im Kopf. Mittlerweile tanzten verschieden bunte Bilder vor seinem inneren Auge. Er wusste, dass alles nur Illusionen waren und daher hatte er auch keinerlei Angst, bis er jenes Bild sah. Ein großer Vogel mit menschlichem Gesicht näherte sich ihm. Lachend dachte Andre, dass er dem Wahnsinn gänzlich verfallen sei in den letzten Stunden. Er hatte bereits viele Opfer von Wundbrand erlebt, nie war es ein schöner Anblick gewesen und nie war es angenehm sich ihrer zu entledigen. Er wusste wie unangenehm das werden konnte, doch dieses mal lag es an anderen ihm diesen letzten Gnadenstoß zu geben sollte er nicht bei Sinnen aus dem Wald gelangen. Sein Leben schwebte vor ihm in Gedanken daher. Alle die Leute die er in den letzten Jahren besucht, mit denen er Freundschaft geschlossen hatte, alle tauchten vor seinem Auge auf.
Tief im Inneren wusste er, dass das das Ende sein würde. Der Wundbrand war zu tief vorgedrungen, er hatte Dinge gesehen, die lange vergessen waren, es konnte kaum mehr rückgängig gemacht werden....
Zu seinem erstaunen erblickte Andre eine Illusion, derer er schon vorher gewahr, aber jetzt erst richtig bewusst wurde. Ohne Zweifel, es war Getares, so wie er ihn sich immer vorgestellt hatte, seit den Erzählungen in seiner tiefsten Jugend...
Lange nagte an ihm schon die Schuld und er wusste, dass er sich ewig wohl kaum entziehen könnte.
Doch das war anders, anders als alles was er bisher erlebt hatte. Das seltsame Wesen berührte ihn nur einen winzigen Augenblick und doch ronnen ihm die Tränen herunter, als würde es kein Morgen für die Menschen geben. Die Kreatur konfrontierte ihn mit allem, was er so gut und gern begraben hatte. Auf einmal prasselten zwanzig vergessene Jahre auf ihn herab. Unter wehklagenden Schreien bat Andre darum, die Erinnerung stoppen zu lassen. Es waren keine angenehmen Bilder die sich da auf ihn herablegten, im Gegenteil. Er hatte gut daran gearbeitet nichts von Alledem jemals wieder zu sehen, er hatte wirklich fest daran gearbeitet.
Doch auf einmal kam es über ihr, als hätte der Wundbrand des Wolfes sein Nötiges getan damit es so weit kommen konnte. Doch das allein konnte es nicht sein....
Mit schmerzverzerrtem Gesicht lag Andre auf der Lichtung. Die Wunde in seinem Arm schien zu eitern aber das war ihm beinahe willkommen, er wollte die Qual beenden, er wollte, dass die Bilder aufhörten. Bevor Andre jedoch das Messer zurecht rücken konnte schlief er wieder ein und entschwand in die Traumwelt. Alles nur um dort wieder mit seinen alten Schulden konfrontiert zu werden, nur um den Tod seiner Kameraden wieder und wieder zu erleben. Nach Wehklagen und schreien befand er sich auf einmal in einem völlig leeren Raum. Vor ihm lagen Knochen, äußerst ungewöhnliche Knochen. Nach dem Studieren der Überreste konnte er immer noch nicht sagen um welches Tier es sich handelte was Andre als erfahrenen Jäger sehr beunruhigte. Doch da trat ihm eine Stimme schmerzend wie reine Säure in den Kopf...
Als er aufwachte war Andre zwar vom Äußerlichen her noch derselbe, doch er wirkte irgendwie verändert. Er begann seltsame Dinge zu verkünden und mit anderen zu teilen. Im allgemeinen Auge hin schien er einfach gläubig geworden zu sein, bei näherem Hinsehen jedoch schien er neben Wahnsinn und Angst kaum mehr seiner selbst zu sein. An dem Tag begann die Rote Gestalt ihre Wege durch die Tavernen zu gehen und ihre eigenen Lehren zu verbreiten...