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Ich liebe dich... nein ich hasse dich

Verfasst: Samstag 29. August 2009, 14:28
von Anetta von Reensdorf
Seit Tagen hört man es immer mal wieder aus dem Stadthaus der Familie Reensdorf schreien. Laut und penetrant ist es und dazu noch immer von langer dauer. Geschätz sicher ein paar Stunden am Stück welches wohl nur aussetzt, wenn das Kind vor lauter Schreien keine Luft mehr bekommt.
Gleichzeitig mit dem Schreien fängt meist auch das Harfenspiel im unteren Teil des Hauses an. Deutlich nicht laut genug um das Schreien zu übertönen aber doch unterschwellig heraushörbar.

Auch kurz bevor Andreas, der Knappe des Grafen, angeklopft hatte, war eine laute Schreiatacke gerade zu ende gegangen. Und durchatment sah Anetta nochmals nach oben, bevor sie zur Tür ging.
Hoffentlich würde Marie ruhig bleiben, sie hatte keine Lust auf unangenehme Fragen und erst recht nicht, dass er hinauf gehen würde in das Zimmer der Kleinen.
Unangenehm dachte sie einen Moment an die unzähligen Stoffwindeln die im Zimmer rumlagen, der unangenehme Geruch der dazu im Raum schwebte.
Und vorallem nicht an DAS KIND, welches nackt im Bett lag.
Sie hatte seit Tagen auf eine Windel verzichtet, es macht doch nur Arbeit und so musste sie nicht so oft hinaufgehen.
Es reichte ihr schon, wenn sie das kleine Etwas zwei drei mal am Tag zum füttern sehen musste.
Schon einige male hatte sie deshalb zwanghaft darüber nachgedacht eine Amme einzustellen, doch nie hatte sie sich dazu überwinden können einen solchen Gesuch zu schreiben. Denn einerseits liebte sie ihre kleine Tochter über alles, immerhin war es Thelors Kind.
Aber andererseits, hasste sie es dafür was es ihr antat. Das ständige Schreien nach etwas, die ständigen dreckigen Windeln und vorallem die Tatsache, dass der Vater jenes Kindes ihr bei nichts half.

Wie auch, er war nicht da... nach ihrer vermalledeiten Geburt war er einfach verschwunden.
Dienste für das Reich... und wer diente ihr?
Wer vergötterte sie?

Verfasst: Dienstag 1. September 2009, 12:59
von Anetta von Reensdorf
Die großen offenen Kofferschränke standen noch mitten im Raum herum und hier und da wurde noch etwas hineingeräumt.
Der Großteil der Möbel war schon mit weisen Tüchern abgedeckt und die rasch angeheuerten Dienstleute räumten gerade die letzten Spielsachen und Kleidungsstücke von Marie Elisabeth in einen Koffer.
Eine Hals über Kopf Entscheidung...
dafür war sie wohl schon immer bekannt gewesen und sie konnte nur hoffen, dass es diesmal keine Dummheit war.

An Thelor war ein Brief an die Grenze geschrieben worden mit dem Inhalt, wo sie sich nun aufhalten würde und vorallem, dass sie ihn liebte.

Marie selbst bekam am wenigsten mit und allem, sie schlief ruhig in dem Armen ihrer Mutter die mit Adeleraugen alles überwachte.

Stunden später wurden nur Boten losgeschickt.

Einer zum Gefolge, der die Botschaft übermittelte,dass die Edle mit ihrer Tochter zu einem Aufenthalt nach Wellenberg aufgebrochen ist.

Ein Bote suchte Rafael auf und richtete ihm aus, dass das Herz der Edlen zwar schwer wäre, aber dass es für Marie und sie das Beste sei erst einmal eine Weile in der Heimat zu sein.
Dass sie ihn aber vermissen würde und man beide doch besuchen sollte.
Darüber hinaus die Besten wünsche an seinen Knappen und seine Frau mit einem Dank.

Ein dritter Bote macht sich auf zur Stadtverwaltung und überbringt dort die mündliche Nachricht, dass das Haus von Reensdorf bis auf weiteres unbewohnt sei, aber man die Miete aus dem zurück gelassen Vermögen entnehmen soll und das Haus nach der Rückkehr aus Wellenberg wieder bewohnt werden würde.

Der letzte Bote wirft nur eine kleine Karte in den Briefkasten des Herzogs ein wo in einfachen kunstvollen Lettern steht:

Ich danke euch aus tiefsten Herzen, dass ihr mich wachgerüttelt habt.

Anetta van Reensdorf


Nachdem alles erfüllt war und alles so war wie sie sich es vorgestellt hatte, stief sie seufzent in die Kutsche ein.
Eine Heimat auf Zeit...aber noch war die Zeit nicht zuende, sie würde wiederkehren, wenn sie alles geregelt hatte.

Verfasst: Freitag 4. September 2009, 10:03
von Marie Elisabeth von Reens
Marie lief mit wackeligen pummeligen Beinchen durch die große Aufenthalts Halle. Die kleinen goldenen Löckchen, welche auf ihrem Kopf sich tummelten, sprangen beim laufen hin und her. „ Mamá!.. Mama!! „ schrie sie mit ihrer piepsigen Stimme durch den Raum und blickte sich mit grünen Augen um. Als sie ihre Mutter am Kamin mit einem Buch erblickte rannte sie noch schneller hin und stolperte abermals auf dem Weg zu ihr.
„ Mama, Lala mag was süßes“ Und streckte ihrer Mutter die kleine Stoffpuppe entgegen.
Die zwischen den kleinen molligen Fingern festgehalten wurde…

Marie tat es sehr gut in Wellenburg aufzuwachsen. Ihre Entwicklung in diesen fast drei Jahren wahren rasant. Sie schien im Schlaf zu wachsen und jeden Tag erlernte sie etwas Neues. Mit einem Jahr machte sie ihre Ersten Schritte auf das kleine Püppchen Lala zu, die ihre Mutter ihr zu Winterfest schenkte.
Seid dem lies sie auch das Püppchen nicht mehr aus den Augen. Und wenn kleine Marie was süßes wollte, was nicht grad selten vorkam. So wurde es in Lalas Namen gewollt.

Ihre Mutter lächelte sanft hinab und gab ihr einen Kuss auf die kleine Stirn.
„ Du darfst ein Bonbon in der Kutsche haben, versprochen“
„Aber, aber, ich will gar nicht weg von hier“ schniefte Marie schmollend auf.
„ Da gibt es kein aber Marie! Wir fahren zurück zum Papa. Das haben wir lang genug schon besprochen.“
Marie war weniger davon begeistert, von Wellenburg wegzureisen. Denn so lang sie denken konnte, war das hier ihr zuhause. Und Papa? Den kannte sie nicht mal und wusste nicht so recht was sie mit diesem Wort anfangen sollte.
Artig wie sie jedoch war, knickste sie vor ihrer Mutter mit gesenktem Kopf.

Die Bediensten liefen wieder durch die Räume und packten hier und da die Truhen.
Es ging zurück zum Reensdorfanwesen. Und Marie wusste gar nicht so recht was sie da erwarten sollte.
Ihre Amme Natalie liebevoll Nani genannt kleidete Marie noch vor der Abreise um.
Ein Kleidchen aus Spitze in sanftem hellblauem Stoff, dazu ein passendes Haarschleifchen welches ihre wilden kleinen Löckchen zusammen hielt.
Wenn Nani sie einkleidete sah sie aus wie ein kleines Porzellan Püppchen.
Lockiges Goldenes Haar, dass zu ihren Schultern hinab viel. Die kleinen noch kindlichen Arme und das runde Gesicht mit zwei Grüppchen in den Wangen wenn sie lachte.
„ Nani, Nani schläfst du bei mir wenn wir im neuem zuhause sind?“
Nani schüttelte ihren Kopf und lächelte Traurig. „ Ich werde da bleiben kleine Marie, du und deine Mama reist ohne mich ab. „

Tränen sammelten sich in ihren kleinen Augen als sie Nani noch vor der abreisefertigen Kutsche umarmte. Dann stieg sie nach ihrer Mutter ein und vergrub ihr weinendes Gesicht in dessen Schoss. Schluchzend und Jammernd verlies sie Wellenburg und weinte sich in den Schlaf.
Die Kutsche fuhr noch lange Zeit zum Reensdorferanwesen. Ab und zu blickte Marie aus dem Kutschenfenster und musterte Interessiert die Umgebung. Wenn nicht gleich das wippen der Kutsche sie schläfrig machte.


„ Wir sind bald da kleine Marie….“

Verfasst: Freitag 4. September 2009, 12:36
von Anetta von Reensdorf
Zwei lange Jahre hatte sie es geschafft ihre kleine Tochter in einer heilen perfekten Welt aufwachsen zu lassen.
Miracell hatte sie herzlich aufgenommen, auch als sie unangekündigt vor dem Burgtor standen. Er hatte sich gefreut seine Nichte und auch seine kleine Prinzessin zu sehen, die damals noch in den Windeln in ihrem Arm lag.
Doch heute, war der Tag gekommen, wo sie Wellenberg wieder verlassen mussten.
Der Ort der Heimat für ihre Tochter, den Ort wo sie laufen gelernt hatte.
Der Ort wo sie ihr erstes Wort gesagt hatte und der Ort wo sie alles bekam was sie wollte.

Doch ihr Onkel hatte ihr in den langen Gesprächen der letzten Wochen oft genug klar gemacht, wie wichtig es war, dass Marie Elisabeth ihre eigentliche Heimat kennen lernte. Das Gefolge ihres Vaters kennen lernte, dessen Freunde und vielleicht auch einmal mit anderen Kindern spielen konnte.
Jegliche Argumentation von Anetta war an dem alten Rittersmann abgeprallt wie an einem Fenster der Regen und auch der Wutanfall der Edlen war laut ihrem Onkel aufgrund ihres alters doch eher Lächerlich. Mit Ende Zwanzig und vor allem als Mutter dürfte man sich nicht schlimmer benehmen wie seine eigene Tochter.

Natürlich hatte Miracell Recht, aber jene leere die sie in der Heimat erwartete machte ihr angst.
Sie glaubte nicht daran, dass Thelor, ihr Thelor, dort auf sie wartete. Sie liebte ihn und er liebte sicherlich auch immer noch sie. Aber zwei Jahre hatten die Zeit verändert und sicher war er nun immer noch auf einem Gefecht an den Grenzen des Reiches und sein Gefolge würden sie nun genauso wenig akzeptieren wie sie es zuvor taten.
Aber sie hatte ja immer noch ihr Haus… ihr Kleinod in der Stadt Adoran. Mit etwas Arbeit würde es sicher auch in Stand gesetzt sein.

…………………

Kurz lies sie die Kutsche vor dem Anwesen halten, Marie sollte sehen wo ihr Vater lebte und auch wo sie ‚Zu Hause’ war, dann erst lies sie die Kutsche weiterfahren gen das Stadthaus, die große Stadt hatte sich kaum verändert in ihrer Abwesenheit und seufzend lauschte sie dem Lärm der Straßen als sie hindurch fuhren.

Verfasst: Dienstag 15. September 2009, 08:33
von Anetta von Reensdorf
Nachdem sie Marie abgeholt hatte nach jener kurzen Nacht beschloss die Edlen mit ihr einen Ausflug zu machen.
Das kleine Häusschen an der Brücke in Adoran war ihr Ziel.
Die Blümchenwiese davor würde Marie begeistern, da war sie sich sicher.
Außerdem musste auch sie sich entspannen, die Gedanken des Vorabends quälten sie mehr, als sie sich selbst eingestehen wollte.
Die Worte der Gräfin, die Gewissheit, dass sie in einer gewissen weise recht hatte und vorallem die Tatsache, dass sie frei war in ihrem tun, quälten sie bis aufs Mark.
Die Herren würden sich um sie streiten, da hatte der Herzog nicht unrecht und sie beneidete sie auch darum. Die Gräfin konnte sich nun entscheiden, würde sie ihren Leben eine neue Wendung geben, oder würde sie bei jenem alten bleiben, was sie kannte und was ihr vertraut war.

Sie hatte die Wahl nicht, jeden Tag mit Marie waren von neuem von jenem Scherz erfüllt, wenn sie nach ihrem Vater fragte, wenn sie mit seinem Hut auf dem Kopf durchs Haus tanzte und vorallem wenn sie lächelte wie er.
Als einsame Ehefrau, hatte man keine Auswahl zumindest nicht jene die man sich wünschte.

Aber immerhin hatte sie die Nächte, jenes kleine Ritual was sich jeden Tag von neuem vollzog und doch jede Nacht so anderst war...

...der Heimweg...

Lachend lief Marie über die Wiese auf sie zu und mit einem Lachen fing Anetta sie auf.

"Nun meine Kleine... wir werden einen Ball ausrichten. Einen schönen Ball nicht so groß wie daheim aber noch prunkvoller und mit viel Musik. Und ich werde Tanzen... einen einen Tanz wo ich ganz Frau sein darf."

Und sie nahm ihre krähende Tochter und drehte sich lachnd mit ihr im Kreis wie als würde sie Walzer mit ihr tanzen und dabei sang sie aus vollem Hals. Ihre Tochter liebevoll an sich drücken.

Und ich würde alles für Liebe tun
Ich würde direkt in die Hölle laufen und zurück
Ich würde alles für Liebe tun
Ich werde dich nie belügen und das ist Fakt

Aber ich werde nie vergessen
wie du dich jetzt gerade fühlst
Oh nein? keine Chance
Ich würde alles für Liebe tun
aber das werde ich nicht tun
nein das werde ich nicht tun

Und manche Tage kommt es nicht einfach
und manche Tage kommt es nicht schwer
manche Tage kommt es gar nicht
und diese sind die Tage die nie enden

Und manche Nächte spuckst du Feuer
und manche Tage bist du in Eis eingekerbt
In manchen Nächten bist du wie nichts was ich je zuvor
gesehen habe oder wieder sehen werde

Und vielleicht bin ich verrückt
oh es ist verrückt und es ist wahr
Ich weißt du kannst mich retten
kein anderer kann mich jetzt noch retten nur du

Solange die Planeten sich drehen
solange die Sterne strahlen
Solange deine Träume wahr werden
solltest du mir besser glauben

Dass ich alles für Liebe tun würde
dass ich da sein werde bis zum letzten Akt
und ich würde alles für Liebe tun
und ich schwöre die Treue und versiegle einen Pakt
Aber ich werde mir nie verzeihen falls wir
nicht den ganzen weg heute Nacht gehen
und ich würde alles für Liebe tun
oh ich würde alles für Liebe tun
oh ich würde alles für Liebe tun
aber das werde ich nicht tun
nein das werde ich nicht tun

Ich würde alles für Liebe tun
alles von dem du träumst
aber ich werde genau das nicht tun
Ich würde alles für Liebe tun
alles von dem du träumst
aber ich werde genau das nicht tun

Und manche Nächte verliere ich das Gefühl
und manche Nächte verliere ich die Kontrolle
manche Nächte verliere ich alles
wenn ich dich tanzen sehe und der Donner rollt

Und vielleicht bin ich allein
das ist alles was man mir zugedacht hat
Aber nur ein einziger
nur der eine der verspricht, dass ich es schaffen kann

Solange die Räder sich drehen
solange die Feuer brennen
solange deine Gebete wahr werden
glaube es besser

Dass ich alles für Liebe tun würde
und du weißt es ist wahr und es ist ein Fakt
Ich würde alles für Liebe tun
und da wird nie ein Wendepunkt sein

Verfasst: Mittwoch 16. September 2009, 14:04
von Anetta von Reensdorf
Die Worte des Grafen gingen ihr nicht aus dem Kopf. Er selbst würde seine Gesundheit aufs Spiel setzen um die Familie seines Freundes zu schützen.
Sie war sich nicht bewusst, wie sehr Thelor und Rafael verbunden waren.
So gute Freunde und dies selbst wenn Wochen und Monate sie trennten. Aber es schien so eine innige Freundschaft zu sein, dass sie einmal mehr feststellte wie wenig sie den Mann kannte den sie geheiratet hatte.
Sie wusste zwar immer, dass seine Freunde vor ihr kamen, aber das seine Freunde sogar so viel aufs spiel setzten um eine Familie zu schützen, die keine mehr war, war ihr irgendwie fremd.
Meist war doch jeder sich der Nächste, aber hier schien es anders zu sein, der Graf war so voller liebe zu ihrem Mann so voller Herzlichkeit, dass der Funke sogar sie einschloss, oder viel mehr Marie.
Eigentlich konnte sie sich glücklich schätzen, dass so viele hohe Würdenträger Marie ihr Leben lang beschützen würden. Sie würde dadurch eine schöne Kindheit haben behütet und sicher in den Armen der Stadt Adoran und deren Macht.
Daher konnte die Edle nur hoffen, dass es sich nie ändern würde, dass sie ihrer Tochter dadurch irgendwann mal etwas bieten könnte und wenn es nur Beziehungen waren die sie irgendwo als Haus oder Hofdame aufnehmen würden oder ein Rittersmann der sich in ihr sie verliebte, dass sie jenen Stand nie verlieren musste. Denn sie war sich sicher, ihre Tochter würde es als arme Frau des Volkes nicht schaffen, dazu wusste sie nun als kleines Kind schon viel zu sehr den Luxus des Adels zu genießen.


Der Weg nach Hause war diesen Abend einsam gewesen, wieso auch immer fühlte sie sich einsamer wenn ihr niemand vor der Türe gute Nacht sagte, aber auf der anderen Seite tat ihr die Einsamkeit auch gut. Sie hatte mehr Zeit nachzudenken. Darüber nachzudenken, an welche Küste sie ihr Leben nun treiben würde.
Thelor war fort… das Gefolge lies sie in Ruhe, denn dort war sie nicht willkommen und nun noch die Anstellung als Hofdame der Gräfin und des Herzogs. Sie… die noch nie eigenständig härter gearbeitet hatte als das Personal rumzuscheuchen.
Im Notfall müsste sie wohl lernen, wie man Betten machte und Abspülte… was für ein Graus, aber sie wusste wofür sie Das alles tat.
Für ihre kleine Tochter… für Marie Elisabeth

Verfasst: Donnerstag 17. September 2009, 15:59
von Thelor von Reensdorf
Schwerfällig setzte sich der Zweimaster von Berchgard aus in Bewegung der einige Soldaten und Sir Thelor in den Hohen Norden bringen sollte, um die Truppen, im dort wütenden Krieg, zu unterstützen.
Das kleine Schiff war schon lange außerhalb der sichtweite das Landes, als Thelor noch immer Regungslos auf dem Achterdeck stand und zurück gen Süden, in die Heimat blickte.
Fragen über Fragen drangen durch sein Kopf…..
Was tat er hier……, Sein Herz war doch im Süden,…… seine Tochter, seine Frau, seine Freunde .
Alles wofür er Gelebt und Gekämpft hatte, alles was er Liebte lag genau in die andere Richtung als ihre Fahrtrichtung.

Das Schiff Steuerte mehrere Häfen an und jedes mal war das Verlangen stärker, auszusteigen und zurück in die Arme seiner Familie zu fahren.
Marie Elisabeth ….. er seufzte….. Er wusste noch genau wie das Gefühl war als sie auf die Welt kam.
So lange hatte er seine Familie nicht gesehen und nun wo sie zurück zu ihm kamen wurde er versetzt.
Aber anstatt auszusteigen stiegen mehr und mehr Männer dazu auf den Weg gen Norden.

So setzte das Schiff langsam seinen Weg fort und Thelor saß in einer der Kabinen Unterdeck und kummervoll wirkte er auf jene die den Ritter so sahen.
Selbst als es zu einem Handgemenge kam, als Piraten dachten sie machen mit dem Kleinen Schiff leichte Beute, beteiligte er sich nicht sonderlich an der Verteidigung, was aber auch nicht weiter nötig war, denn mit einem bis an die Zähne besetzten und Bewaffnetem Schiff hatten die Seeräuber kaum gerechnet.

So erreichte das Schiff nach 2 Wochen Seereise endlich wieder Festland und als die Gruppe Soldaten ausstieg und die Ladung an Bord Gebracht wurde stellte man entsetzt fest, dass der Piratenangriff zwei tage zuvor doch ein ernstes Opfer gefordert hatte und so brachte man nur noch die Kadaver der Reit und Zugtiere aus dem Laderaum.

Ein Schicksalsschlag traf nun tiefer als der vorherige, nicht nur das Thelor nicht bei seinen Geliebten verweilen konnte, nun lag hier der Leblose Körper seines ihm letzten verbliebenen Treuen Begleiters vor ihm.
Argoner, sein Pferd welches er vom Fohlen an aufzog hat so wie all die anderen Tiere den Kampf im Rauch unter Deck nicht überstanden und endlich wachgerüttelt Platzten die Trüben Gedanken in seinem Kopf wie eine Seifenblase an einer Nadelspitze.
Wütend Marschierte er Richtung Kabine des Kapitäns , wo die Tür mit einem Lauten Krachen aufgestoßen wurde, während der Kapitän recht erschrocken aufblickte.
Laut brüllte Thelor den Kapitän an, warum, wieso, was geschehen war, warum niemand eher etwas bemerkt hatte, wurde sich nicht ausreichend um die Tiere gekümmert.
In ausreden verstrickt ergab es einen Recht dumpfen Ton als der Kopf des Kapitäns unsanfte Bekanntschaft mit dem Massiven Kartentisch machte.
Den recht besinnungslosen Kapitän ließ Thelor so zurück und machte sich mit den anderen also zu Fuß auf den Weg.

Das erste Dorf erreichten sie schon Stunden Später als geplant aber das war nun nicht zu ändern.
Die Reichsten unter ihnen Kauften sich dort von den Bauern Pferde andere Kümmerten sich um bessere Ausrüstung oder Informationen, Thelor jedoch suchte zu allererst das Postamt auf und verfasste einen Brief an Anetta.


Geliebte Anetta,

Lang waren die Tage in denen ich dich und unsere Tochter misste während du in Wellenberg die Wege unserer Tochter bereitetest und noch länger wird unsere Geduldprobe nun auf die Probe gestellt.
Ein schwerer Abschied liegt hinter mir und nur die Zeit wird zeigen was vor uns Liegen mag, doch bin ich mir ganz sicher das ich zu dir und Marie Elisabeth Zurückkehren werde.

Ich vermisse euch beiden so Schrecklich doll und hoffe das ich das Verpasste nachholen kann, sobald ich zurück bin.

Der erste Teil der Reise Liegt hinter uns und das Meer wurde bezwungen, der weitere Weg vor uns liegt auf Festem Boden.

Du weist gar nicht wie die Sehnsucht nach euch mein Herz verdunkelt, doch seid euch gewiss, welche Wege ihr auch einschlagen mögt, meine Gedanken, meine Liebe und mein Herz wird stets bei euch sein.

Sobald wie Möglich werde ich euch erneut Schreiben.

In ewiger Liebe und Verbundenheit

Euer  Thelor


Nachdem Thelor den Brief abgeschickt hatte, machte auch er sich auf die suche nach einem Reittier und fand auch Bald ein Pferd welches zum verkauf stand, jedoch war es schon alt und eigentlich viel zu Teuer aber er hatte keine Wahl so er möglichst Pünktlich den Aufruf des Kronrates noch folgen wollte.
Von da an bildeten sich Zwei Gruppen.
Ein etwa 20 Mann Hauptsächlich aus Rittern und ihren Knappen bestehenden Reitertrupp dem sich auch Thelor anschloss und ein etwa gleichgroßer Trupp Fußsoldaten vom Bauern bis zum Steinmetz.

Am Abend des folgenden Tages Ritt der Trupp müde die Hauptstraße entlang als vor ihnen ein Roter Schimmer den Waldsaum erleuchtete.
Als sie die Kleine Stadt erreichten stand in Flammen und kaum ein Gebäude der Stadt schien unbeschädigt.

So erreichten sie das Gebiet um welches sie Kämpfen sollen und so beginnt ein Krieg fern ab von der Heimat.


To bei continue…..

Verfasst: Montag 12. Oktober 2009, 11:01
von Anetta von Reensdorf
Welch überraschung, man konnte sich mit einem Tiefländer wirklich kultiviert unterhalten. Zwar nicht die Themen der Welt, sondern eher belanglose Sachen. Aber man konnte es durchaus zu den netten Gesprächen zählen.
Und sogar den Glauben, schätze er auf gewisse weise, er sah es als etwas an, was jeder für sich entscheiden musste.
Eine gute Einstellung in ihren Augen und auf eine Art und Weise sehr klug.

Jenen Gedanken für sich selbst abschließen richtet sie ihre Aufmerksamkeit wieder zurück in den Ring. Die Kämpfe waren nichts, was ihre Aufmerksamkeit groß auf sich zog, aber dennoch gebührte es der Höflichkeit zu zu schauen.
Erst als sie Rehya auf der Tribüne gegenüber erblickt zogen sich ihre Brauen zusammen, was war das denn bitteschön in ihren Kinderfingern.
Ein Krug mit Schaum oben drauf und ein Zwerg saß neben ihr, das roch förmlich nach Zwergenbier. Sie schnaubte tief durch, sie war es Rafa schuldig, auch ein Auge auf seine Tochter zu haben.
Es war nur eine kurze Diskussion, aber sie war eindringlich, mit dem Bier in der Hand machte sie sich auf den Weg das Bier im Gras zu entsorgen.
Kinder und Bier... wo jene Zwerge nur herkamen, wo man so jungen Frauen Bier gab, damit sie Bärte bekamen. Was für ein Unsinn...

Nach dem Tunier ging es hinüber in den Pavillion der für den Ball aufgestellt war.
Das Orchester war bereits da, das Essen war soweit angerichtet.
Alles nochmals abschreiten, konnte Anetta nur zu sich selbst nicken. Perfekt... wie sie es mochte.
Die Hausdame der Freiin wurde ihr zur Seite gestellt, ein Segen, die Dame wusste was sie zu tun hatte.
Nun konnte der zeremonielle Teil beginnen.
Die Ehrung der Bürgermeisterin von Berchgard zur Vogtin. Eine wahrlich zurechte Ehrung, da konnte man nur hoffen, dass Berchgard es gut tat nun eine Vogtin zu haben anstatts eine gewählte Bürgermeisterin.

Im Anschluss schon alleine als der Name von Arenvir fiel wurde ihr klar, dass es nun dazu kommen würde, was sich viele für das Märchenpaar der Stadt wünschten. Die Erhebung des Magus in den Adel. Wie ein Bauer der zu einem Prinz wurde um seine Prinzessin zu heiraten. Eine schöne plastische Geschichte und hier in Adoran wurde sie wahr.
So würde sicher rasch eine Hochzeit stattfinden und sie liebte Hochzeiten.

Freiherr von Goldenfall

klangvoll und ein Name der zu ihm passte.

Marie an ihren Rockzipfel wurde jedoch von Ernennung zu Ernennung unruhiger. Sie hatte Hunger und wohl nicht nur sie, auch Rehya auf der anderen Seite tobte vor Rafael herum. Zwei kleine Mäuse... hoffentlich störten sie nicht zu viel die Ehrungen. So schickte sie Marie bewaffnet mit Keksen hinüber zu Rehya sie sollten sich gegenseitig beschäftigen und damit ruhig sein. So hoffte Anetta zumindest.

Erst als Rafael vor gerufen wurde musste sie schmunzeln, er hatte sicher genauso wenig damit gerechnet nach vorn gerufen zu werden wie der neue Freiherr. Aber für Anetta war es nicht erstaunlich. Rafael glaubte zwar immer, der Herzog würde ihn nicht ernst nehmen, aber diese Gefühl konnte die junge Mutter nicht teilen. Es war eben eher eine Distanz zwischen zwei sehr klugen Männern die zwischen ihm und dem Herzog schwebte.
So war es nicht verwunderlich, dass sie die Mark in Hohenfels als Graf zugesprochen bekam. Denn nur so konnte er den Traum erfüllen, den er hatte, die Verteidigung von Hohenfels mit der Allianz gegen den Panter. Und in ihrem Hinterkopf wusste sie, dass er sich über noch etwas freute, ein eigener Landstrich bedeutet für ihn, seinem Vater zu zeigen, wieviel er wert war in diesem Reich, wie sehr man ihm vertraute und er nicht jener Taugenichts war der ihm keinen Erben schenkte.

Sie musste selbst nun auflachen, als der Herzog den Herr Björn ehrte, jener Tiefländer hatte es wirklich verdient. Sie erinnerte sich heute noch daran, wie er die schweren Steine wie Fliegen aus dem Weg scheuchte um die Bergmänner zu befreien. Eine Ehrung hatte er voll und ganz verdient und es würde die Freundschaft zwischen ihrem Clan und dem Reich fördern.

Doch dann nachdem sie dachte, der Herzog hätte nun beendet und der musische Teil des Ballen konnte beginnen...

fiel ihr Name....

Konrad C.D. vom Greifenhain: So würden wir gern die edle Dame van Reensdorf als nächsten vor uns bitten

Sie konnte nicht anderst als die Stirn in tiefe Falten legen, der Herzog konnte doch nicht sie meinen oder? Einen Moment schaute sie sich um ob Marie nach vorne schnellte und sie vielleicht gemeint war, aber eigentlich war das Hirnrissig, er würde sicher nicht ihre Tochter meinen.
So setzte sie sich mit einem flauen Gefühl im Magen in Bewegung.

Erst als sie mittig vor dem Herzog und seiner Tochter stand, knickste sie tief vor beiden den Kopf senken in der Hoffnung man würde ihr die Unruhe nicht ansehen.
Von dem Gerangel der Kinder hinter ihr, in welches auch der Graf verwickelt war bekam sie garnichts mit.

Konrad C.D. vom Greifenhain: Edle Dame...
...entbehrungen sind etwas..was den hohen Stand ausmacht der Adel stellt seine Interesse hinter die Interesse des Reiches.
Euren Mann gehen zu lassen...


Das Gefühl in ihrem Magen wurde zu einem Anker, der sie tief nach unten zog, doch sie lies sich nichts anmerken und jenes Lächeln auf ihren Zügen blick unsicher erhalten.
Auch als sie die Worte Boot und Mami in ihren Ohren schallen hörte. Genau jetzt in diesem Moment müsste Marie einmal kurz hinten anstehen. Dafür würde sie ihr nachher ein paar Leckerein zustecken.

Konrad C.D. vom Greifenhain: nicht an den Hof..nein an die Front ist wohl die grösste Entbehrung die eine junge Ehefrau und Mutter aufbringen kann

Sie konnte nicht anderst als für einen Wimpernschlag die Lippen fest aufeinander zu pressen. Auf was wollte der Herzog hinaus?

Konrad C.D. vom Greifenhain: Aber dennoch habt ihr euch nicht der Trauer ergeben sondern euch für das Leben entschlossen so wollen wir euren Entschluss ehren indem wir euch die Überfällige erhebung zu Edelfrau zuteil werden lassen.
Auf dass ihr und die Euren für heute und allezeit Teil des Reiches seid


Jener riesige Stein in ihrem Magen löste sich auf einen Schlag hin auf und ihr Hirn begann zu arbeiten, es konnte nicht sein ernst sein. Wie Wie bei allem und das nun und genau jetzt.
Sie konnte nicht anderst als zu Marie zu sehen die vergnügt mit einem Boot spielte.
Es war das was sie sich für ihre Familie gewünscht hatte, dass was sie sich für Marie von ganzem Herzen gewünscht hatte.
Nur schwer konnte sie in jenem Moment die Tränen verbergen und die Fassung bewahren.

Der Ring, vom Herzog angereicht, er fühlte sich so gut an ihrem Finger an und erst auf dem zweiten Blick sah sie, dass es nicht der Siegelring von Reensdorf war.
Nein der Herzog hatte das Siegel von Wellenberg für sie ausgewählt.
Ihre Heimat... ihr Sein und ihr ganzer Stolz... von Wellenberg.

Sie war nun Edelfrau Anetta von Reensdorf zu Wellenberg und es tat so gut.

Verfasst: Dienstag 15. Dezember 2009, 20:50
von Thelor von Reensdorf
Der Weg eines Streiters Alumenas

Die Streitmacht die nach Wochen und Monaten des Kampfes noch übrig war Lagerte nun in einem kleinem Dorf namens Kammsdorf auf einem Hügel.
Es war der letzte Punkt der noch nicht Verloren war durch die heftigen Vorstöße des Feindes.
Von den Anfänglichen Truppen waren weniger als ein Viertel nicht Tod, Gefangen, Vermisst oder zu schwer Verletzt.

Seit der Ankunft an dem Brennenden Dorf, stand ihre Fahrt unter keinem guten Stern.
Die Kämpfe wahren eher Wildes unorganisiertes Geraufe und die Rückzüge waren ungeordnet und Wild.

Der eigentliche Heerführer war schon früh vom Feind erschlagen worden und die Restliche Armee zog sich auf eigene Faust zurück oder Teilte sich in Uneinige Grüppchen auf die nicht fähig wahren einen Starken Heerführer zu bestimmen.
Thelor hatte es mittlerweile aufgegeben sich um derlei Sorgen zu machen.
Des Kampfes Müde , Verwundet und auch Hoffnungslos kauerte er sich mit einigen der letzten verblieben um eines der Wachfeuer.
Der Krieg war nicht Spurlos an ihm Vorübergegangen und so hat er es mehr als einmal der Ausrüstung zu verdanken gehabt, das er nun noch Lebte.
Das Linke Ohrläppchen hatte er eingebüßt, seine Wange zeichnete nun eine Breite, schlecht verarztete Narbe und seit ein Bolzen sein Rechten Oberschenkel durchbohrte was ebenfalls nur Feldmäßig Versorgt wurde Hinkte er zu Fuß etwas, aber er hatte vielen anderen gegenüber immer noch sein Leben.

Doch was hielt ihm wirklich am Leben, all zu oft wünschte er sich das endlich das erlösende Ende käme , doch auch immer war da noch sein Wort , welches er gegeben hatte, auf dass er in das Land seines Herzens und zur Frau die er Liebte zurückkehre.

Vielen der übrig gebliebenen ging es ähnlich, etwa 400 waren sie noch und weniger würden sie werden doch war dass Dorf schon seit Tagen eingeschlossen in einem Ring aus Feinden.

Die Alarmglocke Schreckte alle auf, eine erneute Angriffswelle zusammen mit den ersten Sonnenstrahlen begrüßte den Morgen.
Aber noch hielt die Palisade stand, aber dies war nur noch eine Frage der Zeit den bisher waren es nur Fußtruppen aber spätestens wenn die ersten Katapulte dem Feind zu Verfügung stehen würden, würde die Stadt und alle darin verloren sein.
Doch wie immer Diskutierten die Anführer der einzelnen Gruppen gegeneinander, einige wollten den Durchbruch wagen, die anderen die bleibende Zeit nutzen ehe ihr Leben zusammen mit der Stadt unterging.
Wieso auch immer an jenem Tag fand sich Thelor einfach in einer Gruppe wieder, die für einen Durchbruch aufstellten..
Abgekämpft Stieg Thelor in den Sattel und gerade als eine Angriffswelle sich von der Palisade zurückzog wurden die Tore aufgestoßen und eine Gruppe von fast 100 Speeren Drang hinaus.

Aber außer die sich zurückziehenden standen ihnen kaum Feinde entgegen und die Gruppe erreichte mit Wenigen Verlusten den Nahen Grenzwald .
Doch kaum das die Ausfalltruppe jenen Wald erreicht hatte und sich daran machte sich in Jenem zu verbergen, durchdrang die Luft Unmengen an Rauschenden und Pfeifenden Tönen.
Diejenigen die zurückschauten, sahen wie ein Hagel aus Steinbrocken und Brennen Geschoßen von Katapulten sich auf das Dorf ergoss.

Der Letzte Widerstand in den Männern war gebrochen, die einen Starben in den Flammen, unter Felsen oder im Angriff am folgenden Abend, die anderen wandten nun dem Krieg den Rücken und Schlugen sich durch den Wald in die Benachbarte Grafschaft durch.

Auch Thelor war unter jenen annähernd 70 Männern und zusammen mit zwei Weiteren Rittern waren sie nun die Höchstrangigen der Gruppe als sie vor den Ansässigen Grafen gebracht wurden.

Graf Edwin von Steineichental empfing sie als Vertreter der Überlebenden und so berichteten sie über den Verlust der 2 Markschaften den Tod der Heerführer, die Stärke des Feindes und das Zerbrechen der Truppe.
Doch es schien nicht so als überrasche den Graf auch nur eine der Neuigkeiten und zu aller Überraschung trat anschließend ein Mann hinzu, der Ruhig in einer der Ecken gestanden hatte.
Seinen Namen nannte niemand aber es war eindeutig zu sehen das hier ein Kronritter vor ihnen stand und jener sagte das vieles bekannt sei und er hier sei um mit einer Armee die Truppen zu unterstützen aber nun sei der Schutz dieser Grafschaft sein Ziel, da es keine Truppe mehr gäbe die zu unterstützen sei.
Auch sah er, dass die Gesamte Truppe nicht mehr Kampfbereit war und entließ jene nach Hause die gehen wollten.
Nur etwa ein Halbes Dutzend fand sich fähig genug noch zu Kämpfen und auch Thelor währe geblieben so er nicht am 3.ten Tage nach dem eintreffen in den Hofgarten bestellt worden wäre.

Dort fand der Angeschlagene Kriegsmüde und Humpelnde Ritter den Kronritter sitzend vor einer Rosenhecke, die Trotz der Späten Jahreszeit in voller Blüte stand.

>> Viel habt ihr Gesehen, leid Erfahren und Verletzung davon getragen
Ich würde euch Gerne hier behalten ebenso wie die Zwei anderen Ritter aber jene drängt es in die Heimat und auch euch sehe ich dies an, auch wenn ihr es nicht zugeben wollt.
Nun Setzt euch und wir wollen uns eine Weile durch Schönere dinge ablenken vom Krieg ehe ich euch mit einem letzten Auftrag entlasse.<< und so deutete er neben sich auf die Bank und Bald waren sie in einem Gespräch über die Heimatlanden , die Familien und die neuesten Politischen Ereignisse versunken.
Als sich die Sonne dem Abend entgegen neigte, Trat ein Diener hinzu mit Wanderbekleidung.

>> Nun komme ich zu meinem Auftrag Sir Thelor, als mich der Kriegsrat aussandte zu Hilfe zu eilen standen die Dinge noch anders und ich Mag nicht einfache Boten beauftragen oder es Schriftlich auf den Weg geben. Euer Weg führt am nächsten an der Kronstadt vorbei und so erteile ich euch den Befehl euch aufzumachen zur Kronstadt und dem Kriegsrat oder seiner Hoheit das zu Berichten was sich ereignet hat und dass ich nun nicht den Kampf um die Verlorenen Grafschaften aufnehme sondern die Verbleibenden gegen Weiteres vorrücken sichern werde.
Doch trödelt nicht und Eilt euch, ich habe diese einfache Wanderkleidung bringen lassen den in Rüstung seid ihr Langsamer und Auffälliger und sofern ihr keine neuen Aufgaben durch den Kriegsrat erhaltet, seht euch aus dem Kriegsdienst hier entlassen und kehrt zurück wo immer euch euer Herz hinträgt.<<

Thelor verneigte sich abermals und nachdem er eingekleidet und mit seinem erneuertem Schwert, einem frischen Pferd und Proviant ausgerüstet war begab er sich auf die zweiwöchige Reise.

Am Vormittag eines Tages erstreckte sie sich dann vor ihm, das Schloss mit seinen Hohen Türmen ragte wie eine Siluette vor ihm empor.
Sein erster Weg ging jedoch nicht Richtung Schloss sondern Richtung Postamt wo er Folgenden Brief aufgab der kurze Zeit Später am Hause von Anetta abgegeben wurde.

>> Aller Liebste Anetta, Liebe Marie

Lange Schrieb ich euch nicht mehr, aber der Krieg verhindert leider auch so manche Herzenswünsche.
Oft saß ich in aller Stille und habe an euch beide gedacht.
Lange währte die Zeit der Trennung und endlich ist hoffentlich ein baldiges Ende in sicht.
Auch wenn der Kampf wohl Verloren werde ich mein Versprechen halten und mein Herz hofft, das ihr mich nicht Vergessen habt und ich noch immer ein Platz in euren Herzen habe, denn ihr seid in den Meinen auf ewig.

Geliebte Anetta so Schriebe ich euch folgende Zeilen in der Hoffnung sie euch Baldigst nicht nur durch die Feder sondern durch die Gesprochenen Worte sagen zu können.

Bei einem jeden Herzschlag denk ich an dich,
Solange mein Herz schlägt,
Schlägt es für dich.
Für mich gibt es nur eine und zwar dich,
Ich will damit sagen

ICH LIEBE DICH


Dein Thelor<<


Gegen Abend wurde dann Thelor vom Kriegsrat empfangen wo er seinen Bericht vorbrachte über Krieg Niederlage und die Entscheidung des Kronritters.

Wo nun sein weiter Weg hinführt, ………………..




Der Kriegsrat

Am Abend kam ein Bediensteter und führte Thelor aus dem Örtlichen Hotel in Richtung Ratsgebäude.
Thelor trug Teure Seidernde Kleidung in einem Minsgrünen Farbton die am Nachmittag für die Anhörung von einem Diener gebracht wurde.
Nun befand er sich also auf dem Weg zu jener Anhörung, während ihn der Diener durch unzählige Verwinkelte Gassen und Wege führte.
Schließlich erreichten sie ein Großes Gebäude an der Hauptstraße zum Schloss, welches sie durch ein kleines Tor betraten.
Der Bedienstete führte Thelor in einen Raum welchen er selber Rasch verließ.
Als er sich umsah, befand Thelor sich in einem Hell erleuchteten Kreisrunden Raum wieder.
Die Außenkreise des Raumes lagen in Tiefschwarzen Schatten in dem sich Schemenhaft einige Läute abzeichneten.

>> Setzt euch Sir, wir hörten ihr bringt Berichte aus dem Umkämpften Gebiet.<<
Thelor nahm Platz und begann zu berichten.

>> Ja, dies ist Richtig , ich bringe aber keine gute Botschaft, denn die Grafschaften die umkämpft waren sind nun in der Hand des Feindes und der letzte Widerstand wurde zerschlagen.<<

>> Wir sandten Ersatztruppen, sind keine eingetroffen?<<

>>Schon aber sie erreichten die Nachbargrafschaft zugleich mit den letzten Truppen die sich zurückgezogen haben und bereiten die Verteidigung dieser dritten Grafschaft vor.<<

Noch so manche Frage musste Thelor in diesem mehr Verhör als Bericht beantworten, ehe er bis zum nächsten Morgen entlassen wurde, wo die Fragerei weiterging und erst am Abend dieses Tages zeichnete sich ein Ende ab.
Als alles Berichtet wurde zogen sich alles des Rates für mehrere Stunden zurück und Thelor saß alleine in jenem Raum, ehe ein Mann eintrat welchen er schon zuvor sah und viel über ihn durch Rafael wusste.
Rasch stand er auf und Verneigte sich als Arthur von Arganta auf ihn zu kam.

>> Sir Thelor, eine Freude euch wieder zu sehen, auch wenn der Anlass nicht so erfreulich ist.
Der Kronrat wird nun beraten wie es weiter geht, doch für euch ist der Kriegsdienst beendet, es sei denn ihr wollt von euch aus darum ersuchen zurück zu dürfen.<<

>> meinen Dank Erlaucht, doch mich drängt es nicht nach Krieg wenn Frau und Kind und mein Freund euer Sohn in Hohenfels warten. Doch so ihr den Befehl erteilen wollt, so werde ich folgen.<<

>> Nein geht Ruhig, aber gebt auf euch Acht, denn seit wieder vermehrt Krieg geführt wird fehlen überall Truppen und Angriffe und Überfälle häufen sich auch auf Vermeintlich sicheren Wegen.<<

>> Vielen dank Erlaucht, ich werde als Pilger Reisen in das Land wo die Herrin das Land berührte.<<

Verfasst: Dienstag 15. Dezember 2009, 21:06
von Anetta von Reensdorf
Gerade als sie Marie zu Bett gebracht hatte, klingelte die Glocke. Hoffentlich wachte die Kleine davon nicht erneut auf.
Sie schlief die letzten Nächte so unruhig und selbst der Plüschschneemann von Rafael konnte sie nicht mehr beruhigen.
Aber bisweil blieb es ruhig im oberen Stockwerk. So entschloss sie sich vor einem erneuten Klingeln die Tür zu öffnen.
Der Bote übergab ihr den schlichten Brief und Anetta speiste ihn mit ein paar Münzen ab, bevor er fragen stellen konnte. Die Boten waren immer so neugirig wenn sie Adeligen Briefe überbrachten. Ein Fluch...
Was erhofften sie sich davon, man würde ihnen den Brief sicher nicht laut vorlesen.
Mit dem Umschlag in der Hand zog sie sich ins Kaminzimmer zurück, eindeutig dem schönsten Ort im Haus.
Sich dort niederlassen drehte sie den Brief. Schon als sie die Handschrift auf dem Umschlag erkannte, stockter ihr der Atem.
Soviele Monate hatte sie nichts von ihm gehört... und nun kam ein Brief.
Wollte sie ihn öffnen, wollte sie wissen was darin stand?

Sie drehte den Brief in den Händen hin und her, ihr Herz schmerzte so. Die feste Eiskruste um ihrem Herz begann zu schmelzen und ihre Augen glänzten Nass vor Tränen als sie die Handschrift betrachtete.
Sie traute sich einfach nicht, den Brief zu öffnen.
So legte sie ihn auf den Tisch neben sich fest entschlossen ihn nach einem Glas Wein zu öffnen.

Aber bei einem Glas blieb es nicht, so genemigte sie sich noch eins und noch eins, bis die Flasche leer war und ihren Augen müde und der Puder verwischt von den vielen Tränen.

Drei lange Jahre... drei lange Jahre...es war so schrecklich.