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Anaan’s Durah
Verfasst: Sonntag 23. August 2009, 17:03
von Shirin Ifrey
Und da saß sie.
Yamons Berührung ihrer Hand war gerade Sekunden her. An der Bar saß Aarif. Yamonerzählte ihr etwas, es ging um Zeichen - Signale die ein Mann einer Frau machte um anzudeuten das er um sie wirbt. Shirin war so blind. So lange hatte sie sich nicht mehr um die Suche nach einem eventuellen Ehemann beschäftigt, wieso auch? Fuad sollte ihr ja sagen wen sie heiraten sollte. Doch er war nicht da. Und nun saß sie da. Aarif stürmte kurz vorher wütend aus der Taverne, weil YamonShirin sein Glas anbot. „Wenn man aus dem Glas eines Mannes trinkt, zeigt das dass man ihn mag.“ Super, niemals musste sie sich Gedanken über Signale machen. Und nun? Ihr Blick glitt zur Bar. Yamon stand auf und lies Shirin mit Aarif zurück. Der eifersüchtige Aarif trank seinen Wein wie Wasser hinunter. Shirin ging zu ihm hinüber, sie redeten, dann brachte er sie nach Hause. Er empfand etwas für sie und sie hatte das Gefühl als wolle er gleich heute Nacht eine Entscheidung von ihr. Doch noch mehr als diese plötzliche Zuneigung, verwirrte sie Yamons Aussage: „Es werben mehrere um dich.“ Sie, eine Säbelschwingerin, sie war jung doch hatte sie schon zwei Narben von ihren Kämpfen. Narben, etwas was Wüstenblumen entstellte. Ihre Haare reichten ihr gerade bis über die Schulterblätter. Schönheiten des Landes trugen ihre Haare oft bis zum Po hinab. Sie war nicht im Harem. Sie konnte nicht einmal kochen. Und dann sollten mehrere um sie werben? Shirin fühlte sich veralbert.
Einige Tage später traf sie auf Aarif. Er reichte ihr ein Pergament, er war nervös und zurückhaltend – wie immer. Aarif war ein intelligenter Mann, er lernte auf der Akademie. Er war durchaus attraktiv, mittelmäßig gewachsen und eine kräftige Statur vermutete Shirin unter seiner Akademierobe. Er hatte hübsche Gesichtszüge und war wirklich ansehnlich. So versuchte Shirin tiefer in sich zu gehen, warum lies sie Aarif nicht an sich heran, vielleicht war er das Beste was ihr passieren könnte? Warum versuchte sie es nicht einfach. Es muss ja nichts verpflichtendes dahinter sein sich öfter mit ihm an öffentlichen Orten zu treffen? Da sah er kurz auf und senkte seinen Blick gleich wieder ab, als hätte er sich an ihren dunklen Augen verbrannt. Nun wusste sie es, woran es lag. Es war nicht das Yazir in seinem Namen, gut, sie wollte immer einen Ifrey heiraten um eine Ifrey bleiben zu können, da ihr Herz für das Haus schlug, doch sie war eine Frau und sie wuchs mit der Lehre auf, das Frauen nichts standhaftes für das Haus seien. Nein, es war nicht der Name von Aarif, es war seine Scheu. Shirin tötete täglich. Zwar keine Menschen, aber Monster, sie war oft schon an die Grenze ihres Könnens gegangen, hatte Blut und Schweiß in den Behausungen der Monster gelassen und erlebte ihre erste Bittere Niederlage gegenüber einen Letharen in Rahal. Aarif war ein anderer Menschenschlag, er steckte seine Nase in Bücher, und wenn er jagen ging, musste er sich nicht so die Finger schmutzig machen wie Shirin. Sie brauchte einen Mann, welcher sie führte, welcher ihr zeigte wer das sagen hatte. Doch Aarif gegenüber, kam sie sich überlegen vor, weit überlegen. Dies war das Einzige was regelmäßigen Treffen im Weg stand.
[img]http://videra.vi.funpic.de/Shirin%20Ifrey/taverne08.jpg[/img]
Shirin las das Pergament, darin entschuldigte er sich für sein aufbrausendes Verhalten in der Taverne und offenbarte ihr, was sie schon längst wusste, das er mehr für sie Empfand als Freunschaft. Shirin konnte seine Gefühle nicht erwidern, nahm ihm jedoch die Angst, dass es einen anderen Mann gab: „Es gibt keinen Mann, für den mehr empfinde als Freundschaft.“ Diese Aussage genügte ihm, er sprach direkt zu ihr: „Jeder Mann der dir Näher kommt, wird an mir vorbei müssen.“ Super, nun hatte sie einen Schutzhund. Sie seufzte aus und betrachtete Aarif nachdenklich. Wieso konnte sie ihn nicht ernstnehmen? Wieder das Problem: Seine Schüchternheit, Zückhaltung, Scham und Verunsicherung.
Aarif brachte sie nach Hause und Shirin verabschiedete ihn an der Tür. Eine schlaflose Nacht kam auf sie zu, so viele Gedanken schwirrten in ihrem Kopf umher. Sie war doch nichts Besonderes..
Verfasst: Sonntag 23. August 2009, 18:37
von Yamon Masari
Es war für Yamon ein gewohnter Tag, wenn er seine Rüstung nicht trug verpönte man ihn wegen seiner schlichten Stoffkleidung. Ein Krieger und Kämpfer der sich in schlichten, lockeren Stoffgewändern hüllt. Für die Tapferen Magier und Krieger ein gefundenes Ziel für ihre Spielchen. Eine ganze Zeit des Hohnes musste Yamon über sich ergehen lassen bis die gezielten und verletztenden Worte Yamons fielen um sich seiner Gegner zu erwehren. Eine recht neue "Taktik" des Wüstensohnes, kennt man ihn doch eher als recht forschen und direkten Mann.
Es war der Abend an dem Yamon seinen ersten Dienst nach seiner Rückkehr antrat. Eine ruhige Reise mit der Karawane seines Vaters hatte er hinter sich, eine Karawane die Wasser für die Wüstenperle transportierte.
Der Abend an dem Yamon seinen Sajneen wiedertraf, ein Abend an dem Yamon wie gewohnt in die Taverne schaute und sich einem Kaktusschnaps nicht nehmen lassen wollte. Ein grinsen lag der Wache auf dem Gesicht, saß sein Hauptmann doch direkt neben ihm und konnte nichts unternehmen als selnerseits das Glas zu heben. Die Taverne füllte sich nach und nach mit Leben, ein geheim tuschelndes Pärchen kam hinzu und sorgten für die ein oder andere kleine Diskussion an den Nachbartischen.
Der Abend schritt vorran und die Taverne lichtete sich wieder, Kemail und Saajid mussten mitmal dringend weg und so saß Yamon für eine Weile allein mit den Natifah am Tisch bis ein Schrei durch die Taverne hallte. "Schlange! Schlange, hier ist eine Schlange!" Verschreckt von dem getobe in der Küche sprangen die verbliebenen auf, die Schlange lauerte am Nachbartisch und sah direkt zu den Dreien. Es wurde eine Weile Katz und Maus gespielt bis Raniya die Chance ergriff die Schlange am Schwanz zu packen, Yamon seiner seits versuchte den Kopf fest zu halten was ihm zum verhängnis wurde. Mit dem Biss in die Hand wurde die Schlange auch schon aus dem Raum gezogen.
Und nun geschah etwas das Yamon beinahe mehr in unruhe versetze als der Schlangenbiss selbst, Shirin reagierte sofort und fasste Yamons Hand, legte ihre Lippen auf die Bissstelle und begann damit das Blut aus der blutenden Stelle zu saugen um das vermeidliche Gift wieder aus der Wunde zu bekommen. Schmerzen verursachte jener Moment genug, doch musste Yamon sich zusammenreissen, war es doch eine Natifah die sich gerade um ihn kümmerte, da dürfe er keine Schwäche zeigen.
Die Wunde war nicht vergiftet und doch schien es Yamon als würde ihm warm werden. Es war ein gewisser Scharm der in dem Menekaner aufkam, es war eine Frau die ihm half, eine Frau die keinen Mann hatte, eine Frau die Yamon kaum kannte und trotzdem war sie bereit die Wunde des Menekaners zu versorgen.
Es kam Yamon wie eine kleine Ewigkeit vor doch waren es tatsächlich nur Momente in denen Aarif, ein Menekaner der Yamon nicht einmal bekannt war, in die Taverne platzte und den Stolz eines Menekaners wiederspiegelte. Ein Moment in dem Yamon nichtmehr wusste was er tun sollte, es war ihm klar das Shirin und Aarif etwas verband doch war nun auch Yamon ein Punkt in dieser Verbindung geworden.
Er gab Shirin einige Andeutungen die ihn verraten könnten, Andeutungen das ihn doch ein gewisses Gefühl plagt. Es waren kaum ein paar Stunden in denen Shirin ihm näher bekannt wurde und doch war sie eine Säbelschwingerin die er sehr mochte. Sie hätte es sicher erraten, wäre sie nicht so blind in jenen Abend gegangen wie sie Aarif entgegen sah.
Ein Abend in denen Yamon sich in Trug und Schein hüllte, nur um sich selbst nicht schwach wirken zu lassen.
Verfasst: Montag 24. August 2009, 13:20
von Aarif Yazir
Es war gegen Abend, als sich Aarif doch entschied, die Taverne aufzusuchen. Er war schon recht müde, weil er zuvor noch auf dem Festland verweilte. Wie gewohnt streifte er sich seine Schuhe ab und trat in die Taverne ein...als er auch schon auf Raniya, Shirin und Yamon sties. Die Verwirrung machte sich in sekundenschnellen in Aarif breit, als er sah, wie hektisch die anderen am Werkeln waren. Nachdem Aarif sich einen genaueren Eindruck der Situation bekam, fühlte er sich überflüssig...er sah wie Shirin Yamon half...''zumindest mehr oder weniger'' dachte sich Aarif in jenem Moment. Kurz darauf wollte er sich auch wieder umdrehen und gehen, da er sich wie das fünfte Rad am Wagen fühlte.
Während der Blick gegen der Tür gerichtet war, schossen Aarif 1001 Überlegungen durch den Kopf, doch wollte der stolze Menekaner auf nichts hindeuten und somit nichts preisgeben....
Zur späteren Stund saßen Yamon, Shirin und Aarif in der Taverne, die Konversation zwischen den dreien begann...
Aarif war mehr der Beobachter und der zuhörer, während die beiden anderen sich unterhielten..Sein Augenpaar war gen Tisch gesenkt, seine Hände hatte er in den Schoss gelegt.
Zwischen den Gesprächen der beiden, bemerkte Shirin, dass Aarif wohl nicht sehr Wortgewand an jene Abend gewesen war... Nur Aarif sagte jedesmal, es sei nichts was ihn belasten oder gar stören würde.
Er wusste nicht wie er Ihr Herz erobern sollte, er zeigte sich unsicher und ängstlich, was für Aarif wohl nicht normal war...
Als Yamon, Shirin sein Glas anbot, aus welchem er einige Augenblicke vorher noch trank...Das brachte das ''Glas bei Aarif wohl augenblicklich zum Überlaufen'' und er stürmte durch die Vordertüre hinaus...
Einen langen Spaziergang durch Menek'ur setzte der noch junge Menekaner zu dieser Stund an. Ein erneuter trostloser Versuch, seine Gedanken zu sammeln und zu ordnen, schien es. Ein Gedanke folgte dem anderen...
*Habe Ich eben falsch gehandelt? Was denkt Sie wohl von mir? Sie sagte, sie mag mich auch und Ich solle mir über unsere Freundschaft keine Gedanken machen..was meint sie damit? Ich kann die beiden nicht alleine lassen...nicht mit jemanden, der ihre Hand hält und sie mir wegnehmen möchte!*
So begab Aarif sich auch auf den Rückweg zur Taverne...Sein weg führte ihn seltsamer Weise durch den Hintereingang, wo er einige Minuten hinter dem Vorhang verharrte und lauschte, worüber die beiden sprachen.
Schliesslich vernahm er seinen Namen und trat daraufhin wortlos in die Taverne ein. Auf einem der Barhocker fand er Platz und bestellte sich nach und nach immer mehr Kaktusschnaps, welchen er regelrecht wie Wasser trank.
Yamon schien zu merken, wie es um Aarif steht und was er für Sie empfindet, und so liess er die beiden auch allein...
Das Augenpaar war wieder gen des Tisches gerichtet...Tränennah schien er, während Shirin auf ihn zukam...
Ein kurzes Gespräch wohl, welches nichts bewirkte..
So begleitete er die Wüstenblume Shirin nach Hause, verabschiedete sich ganz normal von ihr und trat den Weg selbst zu seiner Behausung an...
Und so begann einer seiner vielen Schlaflosen Nächte...
Verfasst: Dienstag 25. August 2009, 12:30
von Yamon Masari
Es gingen wiedermal Tage ins Land während Yamon seinen gewohnten Dienst antrat. Nach dem Bad am Morgen wurde der Säbel zu einem Schürfer gegeben der sich diesen nur kurze Momente ansehen musste um fest zu stellen das dieser vollkommen ungeschädigt sei. Die Rüstung wurde gereinigt und von jedem einzelnen Sandkorn befreit. Sehr genau und äusserst organisiert fing ein solcher Tag für den Jemaat an. Nur das anziehen der Rüstung fiel ihm nicht so leicht wie sonst, ein Schmerz fuhr ihm immerwieder durch die Hand welche Tage zuvor noch von einer Schlange verletzt wurde. Mühselig wurde die Rüstung also angeleht, nur die Handschuhe trug Yamon nichtmehr. Der Verband welchen Shirin ihm umband war schon abgenommen sodass die Bissspuren nun offen sichtbar waren. Gelächter hagelte es von den Janitsharen, wie doof man nur sein müsste, ein Akemi hätte diese Situation besser gelöst... und so fing ein weiterer schöner Tag in der Wachen Uniform an.
Seltsam war der Gedanke an Shirin, eine stolze Ifrey die ohne zu zögern die Hand eines Mannes hielt obwohl ein Mann im Raume war der offensichtlich um sie werben würde. Seltsam der Gedanke von einer Wache zu einem Spielball geworden zu sein, ein Spielball der Gefühle zweier Menekaner beeinflussen könnte. Doch just in diesem Moment ertönte auch schon das Alarmsignal der Mine, eine Menge Wachen preschte auch direkt auf ihren Reitechsen los um zur Hilfe zu eilen. Scarabäen hatten sich einen Tunnel in unmittelbarer Nähe zu der Mine gegraben und mussten vorerst einmal unter Kontrolle gebracht werden.
So verging auch direckt der Vormittag auf Menek'ur und die Pause zur Mittagsstunde wurde gern entgegen genommen. Ein kühles Getränk in den Hallen der Stadtwache und ein Stück frisches Brot wurden gereicht während der Hauptmann von den Vorkommnissen auf dem Festland erzählte, es wurde vom dem Zoll berichtet und eine höhere anzahl an Wachen gefordert.
Nun wurde klar das Yamon in näherer Zukunft ohnehin mehr Zeit mit Shirin verbringen müsste, sodass er sich weitere Gedanken um Aarif und Shirin sparte. Ihm würde in den nächsten Tagen ohnehin einiges bewusst werden wie es um die Beiden steht.
Verfasst: Donnerstag 27. August 2009, 01:06
von Yamon Masari
Mehr als nur Andeutungen?
Es war ein anstrengender Tag, die Sonne stand weit oben und ließ die trockene Wüste heiß werden. So wurden die endlosen Weiten Menek'urs zu einer goldenen Hölle. Goldener Sand, ockern gefärbter Staub der die Sicht erschwerte und dann noch die Hitze ohne auch nur einen einzigen Schatten. Hitze die auch einem Menekaner zu schaffen macht, doch dann auch noch Scarabäen die an die Wasservorräte in der Stadt wollen. Ein bitterer Kampf mit vielen einbußen auf beiden Seiten, Scarabäen deren Panzer brachen und Säbelschwinger denen die Hitze einen Hitzeschlag bescherte.
Es sind nur Momente in denen solche Situationen besänftigt werden, vorallem die starken Mauern halten diese Tiere von der Stadt fern und so kann sich ein jeder Wachmann und eine jede Wachdame nach einer Weile wieder um ihr eigenes Wohl kümmern, ein ausgewogenes Mahl und reichlich Wasser waren für jede Wache bereit gestellt und so wurde die Pause dankend entgegen genommen. Bislang ein Tag wie jeder andere und so sollte es wohl bleiben bis die Sonne sich den Dünen zuwendet um sich selbst in das warme rote Kleid zu hüllen in dem Sie untergehen würde. Dies war die Stunde als Yamon seinen Rundgang began, gerade vorbei am Tempel um langsam aber sicher zum Westtor zu gehen wo der Weg zur Arena führen würde, hier traf Yamon die schmale Janitshar die nicht so recht dorthin gehören wollte. Die Person war auf keinem Posten und war auf keinem Rundgang so fragte Yamon kurzerhand nach, die Frau drehte sich um und entpuppte sich als Shirin die ihren Rundgang beenden wollte. Yamon nickte bloß sachte und folgte ihr einfach zur Mine, dorthin müsste er ohnehin noch. So wurde das angenehme mit der Pflicht verbunden, der Rundgang wurde zur Mine umgelenkt und stoppte dort mitmal als Shirin sich auf die Kisten setzte.
Yamon saß sich vor sie in den Sand und schaute sie interessiert an, Shirin trug Heute kein Kleid das ihre Figur wiederspiegelt, eine Rüstung die an sie angepasst ist doch lange nicht ihren Körper zeigte wie ihr Kleid es tut. Sie sprachen eine Weile über dies und das ehe Aarif mitmal das Thema wurd, sie tauschten sich über Gedanken zu ihm aus. Yamon gab seine Meinung zum Besten, Aarif sei ein Mann der sehr offen um Shirin wirbt und einen etwas gebrechlichen Eindruck auf Yamon macht, ähnlich eines Mannes der sich nicht sicher in seinem tun ist. Shirin nickte und erwiederte ihre Meinung, kurz sprachen sie weiter über das Thema ehe sie auch schon wieder davon abwichen, Shirin selbst wurde nun das Ziel des Gespräches und Yamon offenbarte ihr sein Intresse an ihrer Person. Es kam eher zufällig als er wissen wollte wie sie es sehen würde wenn mehrere Männer um sie werben würden. Sie war geschmeichelt und ein Lächeln zauberte es auf ihre Lippen, so war dies wohl der Moment in dem er Shirin eine Erklärung seines Benehmens schuldig war.
Shirin ließ sich nicht viel anmerken ausser jenen verlegenen Blick der sich direkt auf seinen legte. Wie so gern wurde das Thema nun weitergelenkt und sie sprachen über ihre Herkünfte. Der noch recht junge Janitshar berichtete von den Karawanen, den Aufgaben und den Pflichten die er in der Karawane seines Vaters zu erfüllen hatte. Erzählte von den Frauen in der Nomadengemeinschaft und erntete dafür ein seichtes, offenbar gelangweiltes nicken, was jedoch durch ihren Blick der von neugierde sprach, überspielt wurde. Sie sprach von ihrer Kindheit in der Stadt und ihrer recht frühen Ausbildung, erzählte davon wie sie schon früh mit den Fäusten kämpfen musste und lernte sich durch zu setzen, den Blick auf jemanden fixiert zu haben und keine Scheu vor den Blicken der Männer zu haben. Weiter gingen ihre Erzählungen und wie die Themenwechsel es so wollten kam sie dazu von ihrem schrecklichen Vorfall in Rahal zu erzählen. Shirin als einzigste Wache die eine kleine Gruppe Händler zu schützen hatte. Es lief lange gut bis die dunkle Brut der Letharen sich blicken ließ um der kleinen, zierlichen Wache das fürchten zu lehren. Die Gruppe entkam, nur Shirin wurde in Leidenschaft gezogen. So wie es sich für eine Wache gehört doch war es ein Erlebniss das einer Wache immer verfolgen würde.
Sie beendete ihre Erzählung von der Geschichte und da überkam sie wohl schon das schlechte Gefühl, Yamon fasste ihren Unterarm und sprach beruhigend auf sie ein. Sie fing wieder an zu lächeln und so ließ er auch wieder von Shirin ab. Sie forderte mitmal einen Beweis ein, sie wollte von ihm gezeigt bekommen das er um sie wirbt. Yamon gingen mitmal hunderte Gedanken durch den Kopf, wie sollte er es ihr aus dem Stand heraus zeigen. So wagte er sich schließlich einen Schritt vorraus, wollte sich vorbeugen um ihr einen Kuss auf ihren Schleier zu hauchen. Ihr Grinsen war nicht zu übersehen und so musste Yamon selbst amüsiert, leise auflachen während die Wüstenblume sich schon umwendete und offenbar mit sich selbst zufrieden ihren Weg in die Stadt suchte.
[img]http://www.geo-reisecommunity.de/bild/journeyViewBig/29633/Lagerfeuer.jpg[/img]
Zwei gepanzerte Herzen die sich an diesem Abend ihre Geschichten offenbarten, wäre dort nicht Aarif, könnte man meinen es sei die Geschichte aus einem Bilderbuch. Doch hat diese Geschichte wohl das Potential sich für immer in die Zungen der Lagerfeuerstimmen zu legen, mit den Stimmen und Gedanken der Menekaner weiter getragen und damit unvergessen zu bleiben. Die Geschichte würde buchstäblich mit den Funken hinaus in die Wüste getragen zu werden.
Die Geschichte von Säbeln und Büchern, die nur eine Blume begehrten.
Die Geschichte von zwei Menekanern die sich um eine Blume bemühten und ihr Familieoberhaupt so schnell es nur ging überzeugen wollten, zwei Menekaner die um die Gunst einer Dame ringten.
Die Geschichte des gelehrten Aarif, des Karawanensohnes Yamon und der Stadttochter Shirin, welche schon früh die Auseinandersetzung mit Männern gewohnt war.
Verfasst: Donnerstag 27. August 2009, 14:28
von Shirin Ifrey
Gerade schob sich die Sonne über den Horizont um den Mond und dem Sternenhimmel Platz zu machen. Sie hatte ihren Wachgang eigentlich schon seid einer ganzen Weile beendet als sie am Brunnen des Westtores ankam. Ihr Blick senkte sich in den Brunnen hinab, in welchen sich die immer mehr auftauchenden Sterne wiederspiegelten. Die Gedanken schweiften ab, sie dachte wieder an Aarif und sein werben. Und dann dachte sie an Yamon und sein undurchsichtiges Verhalten. Die Beiden könnten unterschiedlicher nicht sein. Dann vernahm sie Schritte und hörte Yamons Stimme, er wusste nicht dass sie mit dem Rücken zu ihm stand und nutzte den Überraschungsmoment um eine Begleitung für den Gang zur Mine zu haben. Dort ließ sie sich auf Kisten nieder, die um ein Lagerfeuer standen. Das Gespräch begann im Plauderton, ehe man ernstere Themen anschlug, wie die Werbung Aarifs. Shirin hielt sich mit ihrer Meinung zurück, sie gestatte sich kein Urteil, weder über Aarif noch über Yamon. Als er sie fragte, ob sie es überhaupt wolle das mehrere um sie warben gab ihm Shirin ein wohlüberlegte antwort: „Mich würde es mit Scham und mit Ehre erfüllen, wenn gar zwei oder drei Anaan’s Durha um mich werben würden. Wo in der goldenen Stadt doch solch Schönheiten umherstreifen.“
Nachdem er sich mit der Antwort zufrieden gab. Wurde sich Shirin bewusst, dass sie so gut wie nichts von Yamon wusste. Ihre Fragen waren bewusst Oberflächlich, sie wollte nicht so arg neugierig wirken. Dann war sie daran seine Frage zu beantworten. Sie erzählte ihm von ihren Kasernenaufenthalt und erklärte weshalb sie so Temperamentvoll war, es lag in ihrer Selbstständigkeit. Denn wenn sie kämpft, kann sie auch keinen Mann um Erlaubnis, Hilfe oder Unterstützung bitten, da war sie auf sich allein gestellt. Erst im Nachhinein bemerkte sie, dass an dieser Selbstständigkeit mehr hang als nur ihr Temperament, auch ihre eigene Wohnung, der direkte Blickkontakt und ihre Selbstverständlichkeit sich in Männergespräche einzuklinken.
Dann kam das unangenehmste Thema des Abends. Ob Shirin vor einem Letharen wegrennen würde, wie alle Natifahs. Unbehagen breitete sich in Shirin aus, als sie an ihre letzte Begegnung mit einem Magier der Letharen dachte. Sie erzählte ihm von dem Vorfall, wo sie nicht einmal die Möglichkeit hatte den Letharen ansatzweise zu verletzen und im Nachhinein auch noch enthüllt und entehrt im Dreck Rahals lag. Schaulustige betrachteten sie damals schamlos. Doch an dem Abend hatte sie sich für die Handwerker eingesetzt und die Natifahs geschützt. Ihr wurde vom Emir versichert, dass sie mit ihrer Tat namentlich in der Geschichte Menek’Urs erwähnt würde. Und das Oberhaupt der Ifreys schenkte ihr einen schon zugerittenen Mustang. Das Gespräch ging dem Ende zu und Shirin wurde immer müder mit der Zeit. Als ihr Yamon aufhalf, sie nahm die Hand nur aus Freundlichkeit an die er ihr reichte, fragte er sie direkt: „Soll ich dich wie ein anständiger Werber bis zu deiner Haustür geleiten?“ Amüsiert schnaubte sie aus und gab zurück: „Ich halte von dieser Tradition nicht viel, ich habe genug Waffen bei mir um mich zu verteidigen falls ein Festländer mich überfällt. Solltest du ernsthaft um mich werben, sage oder zeige es mir so deutlich wie es Tradition, Sitte und Anstand zulassen.“ Sie wollte noch ansetzen das er es deutlich zeigen sollte, weil sie bei so etwas wirklich Blauäugig war und es sonst nicht erkannte, belies es jedoch dabei als sie merkte das Yamon vor sie trat. Gerade hatte sie ihren Schleier zurecht gerückt. Er stand so nah bei ihr, das sie die gleiche Luft atmeten und sie füllte sich plötzlich beklemmt. Sie dachte an Saahir zurück, welcher sie küsste, obwohl sie nur Freundschaft für ihn empfand, er küsste sie.. gegen ihren Willen und als sie Fuad davon berichtete, sie es anständige Natifahs tun sollten, verschwand Saahir. Doch Yamon sah sie nur lange an und säuselte leise: „Dann bleibt uns wohl nur übrig, eine gute Nacht zu wünschen.“ Shirin hatte das Gefühl das er noch ein Stück näher rückte. Innerlich war sie verwirrt und gestand sich ihre Angst vor dem kommenden nicht ein. Äußerlich zeigte sie Gleichgültigkeit und täuschte vor, das sie Herr der Lage war. „Inshallah und gute Nacht, Yamon.“, wisperte sie zurück, wandte sich herum und ging gen Westtor zurück. Doch zuvor blickte sie nochmals über ihre Schulter zu ihm zurück. Sie grinste und war stolz so gehandelt zu haben. Denn Yamon hatte durchaus etwas an sich, was Frauen anzog, er war gutaussehend und zeigte deutlich das er Herr über jede Lage war.
Aarif und Yamon. Beide hätten unterschiedlicher nicht sein können. Sie stammten aus zwei unterschiedlichen Häusern. Waren charakterlich wie Tag und Nacht. Und ihr Alltag unterschied sich ebenso der Eine las Bücher und der Andere patrouillierte. Diesen Abend bekam Shirin Kopfschmerzen als sie über die Beiden nachdachte. Dann beherrschte Fuad ihre Gedanken. Er war wie ein Vertrauter für sie geworden, nun hätte sie ihn gebraucht und er war nicht da um ihr zu helfen. Sie entschied sich dafür mit einem anderen Mann des Hauses zu reden und ihr fiel nur einer ein: Saajid. Gleich Morgen würde sie ihn aufsuchen, sie brauchte Rat wie sie sich Verhalten sollte..
Es war fast schwarz, nur das Licht des Mondes erhellte leicht ihr Schlafzimmer. Sie schlug die Augen auf und atmete ruhig, sie war nicht alleine. Eine große Hand legte sich auf ihren Bauch, es war ein Mann. Er streichelte ihr Gesicht. Dann legte er sich auf sie, ihre Nasen berührten sich doch sein Gesicht hüllte sich in Dunkelheit. Vertrautheit herrschte. Liebe erfüllte die Berührung der Beiden.
[img]http://videra.vi.funpic.de/Shirin%20Ifrey/taverne09.jpg[/img]
Sie erwachte, die Sonne ging gerade auf und ihr Blick streifte verwirrt um sich. Sie lag allein in ihrem kleinen Bett und sie spürte, das erstemal schmerzhaft bewusst, wie einsam sie eigentlich war.
Verfasst: Samstag 29. August 2009, 03:49
von Yamon Masari
Es war bereits spät und der Abendliche Rundgang forderte nurnoch die Oase ab zu suchen. Unter dem roten Mantel der untergehenden Sonne wanderte Yamon zur Oase in welcher die ersten Grashalme knackten wie Stroh, erst die nächsten Schritte ließen ein angenehmes Rascheln ertönen. So raschelnd schritt er durch die Oase bis er am Wasser etwas erkannte.
[img]http://www.factbook.org/wikipedia/de/media/b/b5/libyen_oase1.jpg[/img]
Die Hand zum Säbel gleitend schritt er langsam weiter, das rascheln unter seinen Füßen kündigte ihn schon lange an, es galt also nurnoch schneller zu sein. Doch die angespannte Haltung löste sich rasch wieder als er die vertraute Stimme Shirins hörte, ebenso die Stimme eines Menekaners der ihm bislang unbekannt war. Yamon kam hervor und wurde direkt eingeladen sich zu ihnen zu setzen. So tat er es auch nachdem die Ausrüstung abgelegt war, neben Shirin gesetzt erblickte er nun die Schnapsflasche aus der schon ein guter Schluck fehlte der bereits freudig aus den Zungen der Beiden sprach. Es dauerte nicht lange bis Yamon mit den Beiden etwas Schnaps trank und sich lachend mit ihnen unterhielt. Majdy, ein Akemi Janitshar, wurde ihm vorgestellt als Begleitung von Shirin. Ein junger Mann der den Tätigkeiten eines Säbelschwingers nachgeht und offenbar schon recht gut trainiert war. Man sprach eine Weile bis die Schnapsidee aufkam einen Kampf ab zu halten um der Dame zu imponieren, diese zeigte sich begeistert und versprach dem Gewinner einen Kuss auf die Stirn, hatte sie ihren Gewinner wohl schon ausgewählt. Yamon sah sich recht Siegessicher, war er doch ein Jemaat und Majdy nur ein Akemi, zumal er vor Shirins Augen garnicht verlieren dürfte. Alleine das Siegesgeschenk war ein Punkt der Yamon nurnoch daran denken ließ nicht zu verlieren, er dachte so fest daran das der Kampf recht schnell gegen ihn gewendet wurde und der feste Hieb seinen Helm traf. Benommen ging Yamon zu Boden und regte sich für den Moment nicht, Shirin war erschrocken und kümmerte sich um Yamon, zog seinen Helm ab und sorgte dafür das er Atmen konnte, sie brachte ihm Wasser und schenkte ihm das aufmunternde Lächeln. Im gegenzug wurde Majdy ein böser, vernichtender Blick geschenkt. Lief der Kampf wohl für Yamon als auch für Shirin absolut nicht so wie erdacht. Der Ausklang der Wache war damit beendet, die Drei verließen getrennt die Oase und erst in der Stadt fand Yamon sie wieder.
Shirin? Sie wandte sich um und die Beiden sprachen eine Weile, Shirin legte Yamon ihre Hand auf die Brust und schenkte ihm trotz des verlorenen Kampfes den Kuss auf seine Stirn. Es war lediglich die Berührung ihrer Lippen und ihre Hand die Yamon mit seiner umfasste, es waren zwei Berührungen die Yamon innerlich mit Glück erfüllten. Es war ein Moment der Yamon blind werden ließ, blind vor Liebe.
Yamon suchte nach Kemail, dem Hauptmann der Armee. Kemail war in Yamons Augen schuld an dem verlorenen Kampf. Ein Akemi der besser ausgebildet war als ein Jemaat, ein Akemi der den Namen der Ifrey trug. Schon lange bebte in ihm der Hass gegen das Vorurteil, nur Ifrey Säbelschwinger wären gute Säbelschwinger. Doch nun wurde er selbst davon überzeugt und wollte es nicht fassen, Kemail musste Schuld daran haben, Kemail hatte ihn nicht genug trainiert. Es war Kemails Schuld!
Und dann geschah alles sehr schnell, eine Faust in das Gesicht Kemails, ein Gebrülle und anschließend der Schlag in Yamons Gesicht. Die Aussprache der degradierung, die Aussprache das ihm das Rüstrecht verwehrt bleibt und anschließend die Andeutung an dunkle Tage in Yamons Vergangenheit.
Hass, es war blinder Hass der in Yamon aufkochte und doch war es die Liebe zu Shirin die ihn besänftigte.
Shirins Worte schickten Yamon heim, er solle sich ausschlafen und Morgen weiter sehen.
Es war ein Moment in dem der Körper voller Adrenalin war, aus Liebe zu Shirin wollte Yamon einen Schuldigen finden, wollte sich selbst nicht als Verlierer sehen. Es war ein Schmerz den Yamon nicht ertragen wollte und ihn auf jemanden abwälzen musste, doch traf es den Falschen, Kemail würde es verstehen und würde Yamon vergeben wenn dieser sich einsichtig zeigt und eine Strafe vollzogen hat, doch dieser Moment war noch fern.
Es tat weh, Yamon drehte sich von Kemail und Shirin weg und da verspührte er einen Schmerz der stärker war als ein Schnitt mit einem stumpfen Säbel. Ihm wurde schmerzlich bewusst wieviel ihm Shirin bedeutete, eine Kriegerin die Yamon über sich selbst noch Liebte.
Ein Schreiben wird noch spät Nachts bei Shirin abgegeben
Shirin es tut mir Leid,
heute Abend habe ich einfach etwas verspührt das mich so blind vor Wut werden ließ, dass ich mein Handeln nichtmehr bedachte. Meine Taten wurden gelenkt von dem Gedanken die Niederlage in der Oase zu beschwichtigen. Ich machte Kemail verantwortlich dafür das ich nicht so gut Ausgebildet wurde wie Majdy der sich mir noch als Akemi vorstellte. Das meine Taten und Worte dich so sehr verletzten wurde mir erst bewusst als es zu spät war, als dein trüber Blick mich traf und meine Gefühle zerriss. Ich war enttäuscht von mir selbst und hasste mich desswegen. Ich wollte dir wahrlich nicht so sehr weh tun wie ich es tat. Hudad Shirin verzeih mir meine Worte und meine Taten. Ich werde alles tun um Kemail wieder zu besänftigen und meinen Rang als Jemaat wieder zu erlangen. Das sind Dinge die durch grobe Taten erledigt werden, du hingegen bist für mich ein Punkt dem ich weh tat an dem ich nicht durch den Säbel allein meine Taten wieder gut machen kann.
Shirin ich bitte dich mir meine Taten zu verzeihen, dieser Abend zeigte mir erst wirklich deutlich wie viel mir doch an dir liegt, kleine Natifah.
Aiwa, dein Namen hat Eluive in mein Herz geschrieben und desshalb tat es mir so sehr weh dich so betrübt vor mir stehen zu sehen, verzeih mir.
Eine Unterschrift scheint dem Schreiben erspart, ist es doch sehr offensichtlich für Shirin wer dieses Schreiben verfasst haben wird
Verfasst: Sonntag 30. August 2009, 00:04
von Shirin Ifrey
Der Abend endete nicht so wie es gedacht war. Sie wollte eigentlich nur einen ruhigen Abend verbringen und dann kam die Beleidigung Yamons über das Haus der Ifrey. Als sie zu ihrem Haus zurück kehrte lag der Brief Yamons in ihrem Haus, wohl durch den Türritz durchgeschoben.
Sie las ihn und seufzte aus. Saajid und Kemail verbaten Yamon Shirin zu sehen. Als er gerade gehen wollte drohte Saajid ihm sogar, er würde ihn windelweich schlagen wenn er Shirin nochmal zu nahe käme. Männer.
Am nächsten Abend wollte Shirin gerade zum Basar aufbrechen als es an ihre Tür klopfte. Yamon stand davor. Shirin berichtete ihn, dass er in Gefahr wäre. "
Ich würde für dich sterben. Ich liebe dich." Waren seine Worte und Shirin lies ihn zurück mit der ehrlichen Antwort: "
Ich bin es nicht wert, dein Leben ist wertvoller."
Sie traf Majdy am Basar und die Beiden zogen sich zu einem spontanen Essen in die Kaserne zurück. Wie immer verstanden sie sich super. Sie lachten und plauderten. Als das Thema sich auf die Beiden und ihre Beziehung zueinander richtete wurde Majdy wieder beschämt. Er wusste nicht mit einer Frau umzugehen und versuchte groß zu wirken als er meinte, er könnte jede Natifah haben. Kurzerhand schubste ihn Shirin von der Kasernenmauer, als er unten im Sand lag bewarf sie ihn mit Trauben. Wie konnte dieser Kerl sich nur einbilden so mit ihr umzugehen! Als sie selbst von der Mauer sprang und vor ihm aufkam war die Wut schon wieder vergessen. Majdy war nur unbeholfen, denn er hatte kaum Umgang mit Wüstenblumen gehabt. Shirin war sogar die erste die er ohne Schleier sah. "
Ich habe nur Augen für dich.", war dann das Geständnis das Shirin lächeln lies. "
Und ich werde nur Augen für dich haben.", gab sie ihm das Versprechen. Ihre Hand hob sich an, die Handfläche zu ihm zeigend schwebte sie über seiner Brust, doch berührte sie ihn nicht. Sie spürte die Wärme seiner Brust, er die Nähe ihrer Hand. So standen sie voneinander, gaben sich ein leises Versprechen - sich näher kennen zu lernen. Denn der Funken, wenn er nicht schon den vorherigen Abend übergesprungen ist, entwickelte sich schon zu einer kleinen Flamme..
Yamon Masari wird ein Brief unter die Tür ins Haus geschoben
Ihren Segen, Yamon aus dem Hause Masari.
Die Tage ist einiges Geschehen und ich habe nachgedacht.
Ich werde auf die Männer in meinem Haus hören.
So bitte ich dich, deine Werbung einzustellen. Nicht nur, damit dir nichts zustößt, sondern auch, damit wieder Freundschaft zwischen uns herrschen kann.
Möge Wasser und Schatten stets mir dir sein,

Verfasst: Samstag 3. Juli 2010, 12:37
von Sara Auenstaett
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Verfasst: Samstag 3. Juli 2010, 12:40
von Shirin Ifrey
Mit den Rücken stand sie zu dem Wandspiegel. Eine krallenförmige Narbe breitete sich über den braunen athletischen Rücken aus. Mit der Rechten strich sie eine Salbe auf die Narbe. Es würde zwar nicht helfen, aber das Jucken vielleicht etwas einstellen. Danach schlüpfte sie in ein Hemd und legte sich ihre Rüstung an.
Als sie durch die Stadt streifte um zur Jagd aufzubrechen schweiften ihr Gedanken umher. Nun war sie schon so lange hier.. sie sah Menekaner kommen und gehen. Erlebte das Verschwinden von Familienmitgliedern.. Freunden. Und dann gab es da dieses leidige Thema. Sie hatte noch immer keinen Mann. Viele Werbungen musste sie durch machen. Von den Lustigsten über die Verrücktesten zu den Unverschämtesten. Nachdem Majdy lange um sie warb, zwang sie ihn förmlich in eine Verlobung. Und bis zum heutigen Tage kümmerte er sich nicht mehr um die Hochzeit.
Es war vorbei.
Sie war immerhin eine Maartifeh und würde sich nicht von einem Mann so behandeln lassen. Errschreckend war.. dass sie keine Trauer empfand bei dem Gedanken Majdy nicht zu heiraten. Sie hatte sich schon die letzten Mondläufe darauf eingestellt, nun wo sie sich endgültig dagegen entschied war es erstaunlich leicht.
Vielleicht war es einer Maartifeh einfach nicht bestimmt zu heiraten. Welcher Mann würde auch eine vernarbte Kriegerin zur Frau nehmen.
Die Stadt war angespannt. Die Wachen rannten umher nur um einen womöglichen Falschalarm nachzugehen. Über Rahal wurde mittlerweile schon gespottet. Ob die Blauen Angst vor der Sonne haben? Oder vielleicht zittern ihre Knie einfach schon so sehr vor Angst bei dem Gedanken an die Menekaner, dass sie gar nicht erst aus ihrer Stadt hinaus kommen. Eine Blamage für Rahal, wenn sie wenigstens mal mit vier Mann angreifen würden um zu zeigen dass sie noch Stolz haben. Aber so wie es nun war.. hatte Menek'ur gewonnen, weil die Blauen sich bibbernd aneinander kuschelten. Mh, vielleicht war Alatar selbst ja nur eine Schmusekatze.
Ihre Narbe auf dem Rücken begann zu Schmerzen, als wäre es eine Strafe für ihren spöttischen Gedanken. Sie wartete kurz bis der Schmerz in ein unangenehmes Jucken überging und machte sich dann auf in die Wüste..