Glaubensfindung
Verfasst: Montag 14. November 2005, 02:22
Es waren nun schon einige Wochen vergangen, seitdem er seine Heimat verließ, um in ferne Länder aufzubrechen. Er stieg in das nächste Schiff das aus dem Hafen auslief, ohne zu wissen wohin ihn seine Reise bringen würde. Nach einigen, ihm endlos erscheinenden Tagen auf See, erreichte das Schiff ein Fischerdorf namens Bajard. In den folgenden Tagen schloß er einige Bekanntschaften, schaute sich ein wenig um und erkundete die weitere Umgebung. So kam er nach Rahal. Er fühlte sich hier wohl. Die Stadt erschien ihm ruhig und geordnet und nach wenigen Tagen kannte er sich recht gut aus und fand sich zurecht.
Langsam aber sicher gingen ihm seine Mittel aus und so hörte er sich ein wenig um in der Stadt. Für einen Streiter und sein Schwert würde es doch Möglichkeiten geben sich einige Goldstücke zu verdienen. So trat er der hiesigen Garde bei, in welcher er willkommen geheißen wurde. Seine Vorgesetzten waren streng aber doch von freundlicher Natur, so dass er zufrieden seinen Pflichten nachging. Die Menschen hier waren eher sehr gläubig, etwas was er in seiner Heimat in dieser Form nie erlebt hatte. Gewiss auch dort glaubten die Menschen, doch eher jeder was er wolle oder sie zeigten es einfach nicht in der Form.
Er tollerierte den vorherrschenden Glauben, ohne sich seiner tieferen Bedeutung bewusst zu werden. Das musste er auch nicht. Er hatte Ziele und das Erreichen der eigenen Ziele war für ihn eine Art Glauben. So bewunderte er die Menschen, die ihre Ziele erreicht hatten oder ihnen nahe waren und sie hatten seine Loyalität.
Doch der Alltag holte ihn ein. In seinen Wirrungen kamen in ihm Fragen hoch. Für wen streite ich? Gegen wen streite ich? Fragen, denen er sich bisher so nicht stellte. Die Fragen fingen an ihn stärker zu beschäftigen, schwirrten auch während seines Dienstes durch seinen Kopf und ließen seine Ziele und den Weg den er beschreiten wollte sie zu erreichen verblassen.
Er brauchte dringend Rat. So beschloss er jemanden zu bitten, der ausserhalb Rahals stand, es mit anderen Augen sah. So suchte er eine Bekannte aus seiner Zeit in Bajard auf, die er kürzlich auf dem Markt getroffen hatte und ihm so ihr Aufenthalt wieder bekannt wurde. Er schätze Ihre unkomplizierte und direkte Art Dinge anzusprechen und beim Namen zu nennen und da er von ihr schon damals angetan war, würde der Besuch in jedem Falle lohnen.
Obwohl er selbst nicht wusste woran er zu leiden hatte, blieb es ihrem wachen Geiste nicht lange verborgen. Bei einigen Bechern Wein sprach er über Dieses und Jenes bis sie es auf den Punkt traf. Er müsse seinen Glauben erkunden. Ein Jeder der streitet muss an etwas Glauben und seine Zweifel waren aus seinem oberflächlichen Verhältnis zum Glauben entsprungen. Die Konversation hielt noch etwas an bevor sie wieder auseinandergingen.
Auf dem Rückweg überlegte er lange über das was er hörte. Er würde sich tiefer mit dem Glauben beschäftigen, bis er auch einen tiefen Glauben gefunden hatte oder feststellen müsse, dass er nicht den Glauben teilen könne. So besuchte er die Messe am übernächsten Tage.
Die Worte des Predigenden waren eindringlich und durchströmten ihn in ihrer Kraft. Er fühlte einen Hauch von Wärme und Klarheit, die Einzug in das Chaos seiner Gedanken hielten. Als ihm gegen Ende der Messe der Segen erteilt wurde, durchfuhr es ihn regelrecht als könne er den einkehrenden Glauben und seine Kraft fühlen. Er fühlte sich zufriedener und beruhigter und war bestärkt in seiner neuen Aufgabe, seines Ziels, Glauben zu finden.
Sehr spät am Abend traf er in der Taverne jemanden, von dem er meinte, dass er derjenige sei, der ihm einen vertieften Einblick in den Glauben geben könnte. Er würde ihm helfen den Glauben zu finden und ihm die nötige innere Ruhe und Klarheit zu geben, die er brauchen würde, um ein wirklich guter Streiter der Sache des Einen zu werden. Zu seiner Überraschung wurde ihm tatsächlich seine Bitte gewährt und ihm würde, zu gegebener Zeit, geholfen werden. Fast euphorisch setzte er seinen Rundgang fort und konnte es kaum erwarten, den Mann wieder zu treffen. Es würde sich zeigen, ob er seinen Frieden finden könne, doch er war sich, bestärkt durch die kleinen Erfolge, fast ganz sicher, dass es gelingen möge.
Langsam aber sicher gingen ihm seine Mittel aus und so hörte er sich ein wenig um in der Stadt. Für einen Streiter und sein Schwert würde es doch Möglichkeiten geben sich einige Goldstücke zu verdienen. So trat er der hiesigen Garde bei, in welcher er willkommen geheißen wurde. Seine Vorgesetzten waren streng aber doch von freundlicher Natur, so dass er zufrieden seinen Pflichten nachging. Die Menschen hier waren eher sehr gläubig, etwas was er in seiner Heimat in dieser Form nie erlebt hatte. Gewiss auch dort glaubten die Menschen, doch eher jeder was er wolle oder sie zeigten es einfach nicht in der Form.
Er tollerierte den vorherrschenden Glauben, ohne sich seiner tieferen Bedeutung bewusst zu werden. Das musste er auch nicht. Er hatte Ziele und das Erreichen der eigenen Ziele war für ihn eine Art Glauben. So bewunderte er die Menschen, die ihre Ziele erreicht hatten oder ihnen nahe waren und sie hatten seine Loyalität.
Doch der Alltag holte ihn ein. In seinen Wirrungen kamen in ihm Fragen hoch. Für wen streite ich? Gegen wen streite ich? Fragen, denen er sich bisher so nicht stellte. Die Fragen fingen an ihn stärker zu beschäftigen, schwirrten auch während seines Dienstes durch seinen Kopf und ließen seine Ziele und den Weg den er beschreiten wollte sie zu erreichen verblassen.
Er brauchte dringend Rat. So beschloss er jemanden zu bitten, der ausserhalb Rahals stand, es mit anderen Augen sah. So suchte er eine Bekannte aus seiner Zeit in Bajard auf, die er kürzlich auf dem Markt getroffen hatte und ihm so ihr Aufenthalt wieder bekannt wurde. Er schätze Ihre unkomplizierte und direkte Art Dinge anzusprechen und beim Namen zu nennen und da er von ihr schon damals angetan war, würde der Besuch in jedem Falle lohnen.
Obwohl er selbst nicht wusste woran er zu leiden hatte, blieb es ihrem wachen Geiste nicht lange verborgen. Bei einigen Bechern Wein sprach er über Dieses und Jenes bis sie es auf den Punkt traf. Er müsse seinen Glauben erkunden. Ein Jeder der streitet muss an etwas Glauben und seine Zweifel waren aus seinem oberflächlichen Verhältnis zum Glauben entsprungen. Die Konversation hielt noch etwas an bevor sie wieder auseinandergingen.
Auf dem Rückweg überlegte er lange über das was er hörte. Er würde sich tiefer mit dem Glauben beschäftigen, bis er auch einen tiefen Glauben gefunden hatte oder feststellen müsse, dass er nicht den Glauben teilen könne. So besuchte er die Messe am übernächsten Tage.
Die Worte des Predigenden waren eindringlich und durchströmten ihn in ihrer Kraft. Er fühlte einen Hauch von Wärme und Klarheit, die Einzug in das Chaos seiner Gedanken hielten. Als ihm gegen Ende der Messe der Segen erteilt wurde, durchfuhr es ihn regelrecht als könne er den einkehrenden Glauben und seine Kraft fühlen. Er fühlte sich zufriedener und beruhigter und war bestärkt in seiner neuen Aufgabe, seines Ziels, Glauben zu finden.
Sehr spät am Abend traf er in der Taverne jemanden, von dem er meinte, dass er derjenige sei, der ihm einen vertieften Einblick in den Glauben geben könnte. Er würde ihm helfen den Glauben zu finden und ihm die nötige innere Ruhe und Klarheit zu geben, die er brauchen würde, um ein wirklich guter Streiter der Sache des Einen zu werden. Zu seiner Überraschung wurde ihm tatsächlich seine Bitte gewährt und ihm würde, zu gegebener Zeit, geholfen werden. Fast euphorisch setzte er seinen Rundgang fort und konnte es kaum erwarten, den Mann wieder zu treffen. Es würde sich zeigen, ob er seinen Frieden finden könne, doch er war sich, bestärkt durch die kleinen Erfolge, fast ganz sicher, dass es gelingen möge.