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Arkanum Nocturnus - Tagebuch eines Schwarzmagiers
Verfasst: Mittwoch 15. Juli 2009, 02:04
von Constantin Kel´serant
*Die Aufzeichnungen beginnen prompt und unverhofft, offenkundig wurde das Buch wirklich nur für sich selbst geschrieben und sollte wohl nie von jemand anderem als dem Verfasser selbst gelesen werden...*
14. Cirmiasum 252
... es ist mir gelungen, endlich ... ist es mir gelungen. Ich habe Kontakt zu einem Mitglied des Ordens hergestellt, der in vielen Geschichten gänzlich verschiedener Lokalitäten als Vernichtet und Zerstört galt. Nur vage Gerüchte die hier und dort auftauchten, liessen mich meinen Glauben und meine Hoffnung auf jenen geheimnisumwitterten Orden aufrecht erhalten. Tirell ... der so mächtige Orden verschiedenster Magister, welchem die Zerstörung des Arkorither Ordens zugeschrieben wird, habe ich bei meiner Ankunft in Trümmern vorgefunden, zumindest der Ort von denen die Einheimischen erzählen, dass sie studiert haben. Es hat mich mit Erstaunen und Skepsis gegenüber den weitverbreiteten Geschichten erfüllt, ganz zu schweigen von der Ironie, die in der Erkenntnis mitschwang, nicht die Überreste der Arkoritherburg vorzufinden, sondern die des hochbejubelten und "heldenhaften" Ordens der Magier zu Tirell. Wieder einmal zeigt sich, wie leicht die Geister der Menschen mit wenigen gewählten Worten zu beeinflussen sind, wie leicht man ihnen glaubhaft machen kann, was sie glauben wollen, so man es versteht die treffenden Worte zu finden.
Nunja, gänzlich erfunden scheinen die Geschichten nicht zu sein, wie ich von jener Gestalt erfuhr, mit der ich heute sprach. Wie sagte sie so schön, "Was unbekannt ist, ist die Geschichte nach der 'Vernichtung' " ?
In jedemfall scheint man in Gerimor schon unlängst darüber bescheid zu wissen, dass der Orden keinesweg in die Annalen der Geschichte eingegangen ist. Selbst kleine Kinder, wie dieses Mädchen das ich in diesem Dorf Bajard getroffen habe, scheinen die Arkorither zu kennen und zu verachten.
Arme Unwissende. Die Arkorither sind wahrscheinlich der Einzige Orden von Magiern die meine Studien nicht mit lästigen Regeln von Moral und Ethik oder Rechtschaffenheit und Gesetzestreue behindern. Sie erlauben es, sich das anzueignen, wonach es einem Strebt, das Wissen um die mystische Kraft der Magie.
Das Gespräch mit jener Unbekannten, verlief so denke ich ganz gut. Sie wollte sich ganz offensichtlich ersteinmal ein Bild von mir machen und offenkundig schien es Zweitrangig zu sein, wieviel ich schon über Magie zu wissen glaubte. Sie interessierte es eher wie man zu ihnen gefunden hatte und was für eine Art von Person man wohl sei. Ich mutmaße dass man in einem solchen Orden vermutlich nicht die angenehmsten Zeitgenossen findet, denn so wie man wohl mein aufrichtiges Interesse an dem, worum es uns geht, die Magie, wohl schätzte, so denke ich währe nur eine gehörige Portion Machtgier ebenso willkommen.
Aber ich trete diesen Orden auch nicht bei, weil ich hoffe im angeregten Plausch mit Kollegen der selben Fachrichtung zu geraten, was ich will ist das Wissen um die Vorgänge und Abläufe der Welt ... sie verstehen lernen, verstehen wieso etwas passiert und wie es von statten geht und damit einhergehend das Wissen, wie man es beeinflussen oder vorhersagen kann. Ja ... dies ist es wonach es mich so tief in meinem Innersten verlangt, dass ich alles dafür tun würde.... einfach alles.
Ich hoffe, sie melden sich wirklich alsbald. Ich kann es nicht erwarten meine Studien zu beginnen und die Geheimnisse jener Macht zu ergründen, die ich noch nichtmal im Ansatz begreife, selbst jetzt wo ich begonnen habe sie wahr zu nehmen.
Ein wirklich seltsamer Moment, als hätte man erst jetzt die Augen vollends aufgeschlagen, aber so langsam gewöhne ich mich daran, die Dinge auf einer höheren und sehr viel genaueren Weise wahrzunehmen als mit meinen restlichen Sinnen. Allein die Vorstellung, all die Eigenschaften der Dinge und Lebewesen zu verändern, diese .. Klänge, Farben oder auch Energien zu verändern die ich wahrnehme nur um zu schauen was passiert, lässt mein Herz vor Vorfreude begierig schlagen.
Ich kann es kaum erwarten ...
Verfasst: Freitag 17. Juli 2009, 03:58
von Constantin Kel´serant
16. Cirmiasum 252
Heute war es soweit, der Tag den ich mir schon vor Monden herbeigesehnt und in unzähligen farbigen Szenerien ausgemalt hatte war heute endlich gekommen. Und obwohl ich gewiss so einiges an Phantasie mein Eigen nenne hätte mich wohl nichts, auf das vor mir liegende Vorbereiten können. Dinge die man für unmöglich hielt, Dinge die einem vermutlich kaum jemand glauben würde, wenn man ihnen davon erzählte und so will ich sie lediglich hier in diesem Buch niederschreiben.
Die Ruinen von Tirell ... wenn sie nicht so sonderlich gefährlichst währen würde ich sie mir einmal genauer ansehen, scheint das Schicksal sein ironisches Spielt mit uns zu treiben, dass die Taverne nahe jenes verwunschenen Ortes, der Ausgangspunkt für das neue Leben sein sollte, dessen ich mich und 2 von 3 erwarteten weiteren verschrieben habe.
Man hatte uns dorthin geladen und obwohl es mich zuerst verwunderte, noch mehr Menschen zu jenem Zeitpunkt dort auftauchen zu sehen, vor allem jene welche nicht in der Ordenstracht gehüllt waren, so wurde der Zweck einem nur all zu schnell klar. Bis zu jenem Moment dachte ich, dass es kein Wunder währe, weitere Seelen an die Arkorither herantreten zu sehen, Macht war schliesslich eine starke Verlockung für jedes Herz. Und im ersten Augenblick denke ich, dass es wohl genau das ist, was sie herführt. Bisher fehlte mir auch die Zeit und der Willen mich auch zum späteren Zeitpunkt mit meinen Mitschülern zu befassen, aber auch dafür wird es wohl noch den richtigen Anlass geben.
Ich hatte auch keine Zeit mir weiter Gedanken darüber zu machen, vernahm ich doch erneut diesen ... merkwürdigen Schmerz. Ein Schmerz der unglaublich schwer zu begreifen ist und mir doch in aller Deutlichkeit zeigt was gerade geschieht. Eine der Magistra öffnete mit nur einem Handwink eine seltsame Sphäre, einem Portal gleich. Der blosse Anblick liess einem schon glauben machen, sie würde Raum und Zeit selbst beeinflussen, sah man doch tiefe Dunkelheit dahinter wo eben noch der Blick auf die Häuserwand besagter Taverne fiehl. Doch wahr es noch nicht das beeindruckendste an diesem Sphärenportal. Denn dies waren die ... Klänge die es machte ... nicht für die Ohren sondern viel tiefer in mir, Klänge die einem in die Seele dringen wollen, Klänge die ich vernehme wenn Magie am wirken ist. Dieses Portal sprudelte davon als hätte man gewaltsam ein Melodie über das Werk eines Anderen gelegt und übertöne diese nur laut genug. Was in mir blankes Erstaunen auslöste schien jenen drei dunkelgekleideten Gestalten, weiblicher Statur, nichtmal mehr ein kurzes zögern abzuringen. Und so stiegen wir alle durch diesen Riss in die Dunkelheit ...
Erstaunen, Entsetzen, Neugier ... Angst? Ich weiss nicht was genau alles durch mein Leib und Herz raste als ich mich auf der anderen Seite einer unbekannten Welt, getaucht in Finsternis wiederfand. vermutlich ein wenig von allem. Ich könnte vermutlich Seite um Seite schreiben, ohne dass ich auch nur annähernd all die Eindrücke verarbeitet hätte die sich mir auf der anderen Seite, für die wenigen Augenblicke offenbarten, als wir an jenem mystisch Ort verweilten. Gewaltige Schemen bewegten sich in absoluter Finsternis, vor mir nur ein seltsames kleines Labyrinth aus Pfaden, welche allesamt zu seltsamen Toren führten. Dahinter, konnte man Landstriche sehen, manchmal nur grüne Wiesen, manchmal große Berge, bei einem glaubte ich sogar das Meer zu erkennen. Zielstrebig jedoch führten uns, unsere dunkelgewandeten Führerinnen auf ein Tor zu, dass auf einer weiten Wiese mündete und kaum als wir es durchschritten hatten, befanden wir uns ebenso dort. Keine Spur mehr von der merkwürdigen Welt, voller Klänge und Tore zu der uns der Riss, der Magistra geführt hatte. Es war befremdlich ... und faszinierend.
Beängstigend war der Gedanke, dass ich meine Orientierung völlig verloren hatte und mich nun den drei Schwarzgewandeten völlig ausgeliefert sah, wollte ich mich nicht hoffnungslos verirren. Den anderen beiden schien es wohl genauso zu gehen und so hielt man sich dich, an derer Seite, selbst als man modrige Sümpfe durchlief und durch brackiges Wasser watete. Und gerade als ich mich fragte, ob man uns nicht vielleicht doch vor hatte eher an diesem gottverlassenen Ort, wer weiss was anzutun, erreichten wir unser scheinbares Ziel, eine kleine unscheinbare Hütte inmitten dieser Sümpfe.
Erleichterung wenngleich neue Fragen taten sich in mir auf. Gewiss, ich hatte keinen Grund an den Worten jener Frau zu zweifeln, welche vor 2 Tagen mit mir sprach und mir offerierte das der Orden wohl wirklich, wenn auch nicht gänzlich, vernichtet wurde. Aber auch mit der Präsenz der drei dunkelgewandeten, hatte ich vermutlich mehr erwartet als eine Hütte in einem stinkenden Sumpf.
Doch wiedereinmal zeigte sich einmal mehr, dass auf dem Pfad auf dem ich mich nun bewege, vieles nicht so ist wie es scheint. Geheime Zeichen auf die Türe malend, gab diese uns eine Luke in einem kleinen Keller frei und kaum das jene geöffnet wurde, konnte ich erneut merkwürdige ... ich kann es nicht anders als Laute oder Klänge beschreiben, die ich vernahm und welche mir ohne hinzusehen offerierten das Magie am Werk war.
Es scheint als währe dies, diese Gabe welche sich so plötzlich mir erschloss schon gut genug entwickelt, dass ich Magie zumindest wahrnehmen kann, wenngleich meine eigenen Versuche mehr zum scheitern verurteilt sind als alles andere. Zum Beispiel als ich heute unbeholfen versuchte, die Größe eines Kleidungstückes zu verändern um es den sommerlichen Temperaturen anzupassen. Verändert hat es sich wohl, als jenes nach kräftezehrender Konzentration in Flammen aufging und zu einem kleinen Häufchen Asche verbrannte. Aber diese Lektion vermittelte mir schnell, die Weisheit vielleicht doch bis zum ersten Unterricht abzuwarten bevor ich weitere Versuche unternehme ... wie dem auch sei ...
Die Energie und Kraft jenes gänzlich schwarzen Portals, dass trotz der Dunkelheit im Keller erstaunlich gut zu sehen war, schien gänzlich anders zu sein, als jene impulsiven des Risses den eine der Magistra beschworen hatte. Sie schienen ... geordneter, stabiler zu verlaufen aber genaueres werde ich wohl erst dazu sagen können, wenn ich es mir mal genauer angesehen habe.
Wohin uns das Portal jedoch führte, verschlug mir die Sprache. Eine Insel auf der einem sofort salzige Seeluft entgegenschlug. Großes Schwarzes Mauerwerk umragte jenen Eingang und ein Mann in schwarzer Kutte, beäugte uns sechs, jeden einzelnen sehr wachsam. Unsere Führerinnen brachten uns zu einem kleinen Ort, auf dem 2 steinerne Thröne vor einem Podest aufgestellt wahren, auf dem ein seltsam geformter Dolch lag. Sie nahmen Aufstellung und erzählten uns, dass wir noch die Möglichkeit hätten umzukehren.
Umkehren, ich war an dem Ort an dem ich mich seit Monden hinwünschte und bereit diesen Menschen, diesem Orden zu folgen, selbst wenn sich die Hölle über uns ergiessen sollte. Sie ... und vor allem die Lehren ... die Magie ist es ... die mir den Schlüssel der Welt in die Hände legen wird. Nie wieder wird man über die Wahrheiten Lachen, nie wieder werden nur gut genug erforschte Vorhersagen scheitern, zumindest nicht ohne dass ich weiss woran es gelegen haben könnte. Alles wonach es mich verlangt liegt hier an diesem Ort begraben, wie könnte ich nun noch umkehren.
Abgesehen davon, glaubte ich nicht, dass man jemanden der dies alles hier gesehen hatte nocheinmal lebend von dieser Insel lassen würde.
Gerade als ich dachte, es hätten sich genug 'Wunder' für einen Tag ereignet, wurde ich jedoch eines besseren belehrt.
Nachdem keiner der Neulinge die Dummheit besass nun noch umkehren zu wollen, schritt eine der Magistra um uns herum, stellte sich gegenüber des Podestes, mit dem Dolch und tat etwas ... das mir vermutlich noch so manche Nacht einen unruhigen Schlaf bescheren wird.
Ich war nie ein besonders religiöser Mann. Gewiss die Existenz der Götter ist unumstritten und täglich erhalte ich neue Beweise für die Schöpfungsgeschichte unserer Welt, aber Götter sind Wesen, für die wir nur Werkzeuge ihrer Interessen sind. Und genauso wie Werkzeuge pflegt man sie wenn sie nützlich sind und wirft sie weg, wenn sie es nicht mehr sind. Ich habe es immer für Verschwendung gehalten, meinen Nutzen für einen Gott dessen Wille mein Verstand garnicht ausreicht auch nur erahnen zu können, zu beweisen. Zu Wankelmütig erscheint es mir, mich lieb Kind bei einem Wesen zu machen, dessen Launen einem heute das Paradies und Morgen die Hölle bringen können, besser ist es garkeine Aufmerksamkeit von einem von ihnen zu erhalten. Sollen sie sich um ihre Schäfchen kümmern und ihren Krieg führen, ich führe meinen mit der Erlangung des Wissens, nachdem jede Faser meines Seins trachtet.
Nichts desto trotz bin ich mir seit dem heutigen Tage sicher, dass sollte ich jemals eine Seele besessen haben, sie heute unumstösslich diesen Magiern, dem Orden ... und ... vor allem diesem Buch gehört.
Die Schmerzen die ich in meiner Brust vernahm, als würde man mir mein Innerstes und meine Gedärme nach aussen reissen wollen, als jene Magistra mit ihrer seltsamen Beschwörung begann, werden mich noch lange verfolgen. Finstere Schatten zogen sich von allen Ecken des Raumes zu ihr hin während mich nur der Gedanke auf den Beinen hielt, mir nicht die Blöße zu geben, als einziger auf die Knie zu fallen. Die anderen beiden standen es trotz ihrer hageren Staturen durch und so wollte, konnte und durfte ich nicht scheitern und mir diese Schwäche geben. Es sollte sich auszahlen, denn Schwäche ist etwas, dass auf den Weg den ich von nunan beschreite, leichter zum Tode führen kann, als sich von einer Klippe zu stürzen.
Unendliche Erleichterung durchfloss mich, als jenes merkwürdige und reich verzierte Buch vor der Magistra Gestalt gewann, in der sie uns aufforderte unsere Namen einzutragen. Der uns begleitene Herr, schritt als erstes voran. Er schien sehr erpicht darauf zu sein unter all den Blicken der Magister seine Furchtlosigkeit unter Beweis zu stellen auch wenn ich glaube, dass das erlebte auch an ihm nicht spurlos vorrüber gegangen war. Sollte er nur, zwar hätte auch ich nicht gezögert vorzutreten, aber so gab er mir die Gelegenheit zu lernen und mir alles anzusehen. Seine Fehler würden nicht die meinen sein.
Nach all dem erlebten wunderte es mich wenig, dass in diesem Buch nicht mit Tinte unterschrieben wurde. Es scheint als währen nicht alle Schauergeschichten über Dämonenpakte die mit Blut unterzeichnet wurden erfunden und endlich bekam auch der Dolch einen ihm angemessenen und sinnvollen Verwendungszweck in jenem Ritual zugewiesen.
Orakan hatte er als seinen Ordensnamen erwählt, ein Name der unser neues Leben einläuten und unsere Identität vor der Aussenwelt verbergen sollte.
Als nächste schritt die junge Dame voran. Auch an ihr ging das gesehene nicht spurlos vorrüber, doch wirkte sie dennoch souverän in ihren Bewegungen. Nur von Medizin schien sie nicht viel zu verstehen, mit dem selben Dolch an dessen Klinge das Blut jenes Mannes klebte, sich auch noch eine Wunde zuzufügen. Es würde mich nicht wundern, wenn ihre Hand eine schöne eitrige Wunde davontragen sollte.
Nichts desto trotz unterzeichnete auch sie ohne zu zögern und erwählte sich ihren Ordensnamen ... Filora.
Nun war es an mir und so souverän wie mir möglich Schritt ich voran. Der Schrecken ob dieser ... merkwürdigen Anrufung liess mir ein gehörigen Respekt vor diesem Buch in die Glieder fahren, aber ich würde nicht scheitern, hier nicht und auch in Zukunft nicht. Ich bin bereit alles zu tun und alles zu geben, solang ich das von mir angestrebte Wissen erlange und wenn es meine Seele kostet, dann soll es so sein.
So schnitt ich, nachdem ich die Klinge zumindest provisorisch an meiner Robe gesäubert, oder besser zumindest von dem Blut meiner beiden Mitschüler befreit hatte, mir den Zeigefinger meiner rechten Hand auf, um mein Namen in dieses Buch zu tragen. Verwunderlich war, dass es erst leer schien und erst als mein Blut die leeren Seiten tränkte, kurz weitere Namen aufleuchteten, der meinige als letzter Eintrag ganz unten, obwohl ich ihn oben hinschrieb. Währe mir nicht schon unlängst klar gewesen, was dieses Buch bedeutete, währe es mir mit Sicherheit danach umso erschreckender klar geworden. Doch damit war es überstanden ... und ich ... Tamael ... ein Mitglied jenes Ordens.
Die folgende Prozedur war dann doch, befremdlich und entwürdigend. Nackt hatten wir uns auszuziehen, all unsere Kleider wurden zum Zeichen des alten Lebens, dass wir nun hinter uns lassen würden verbrannt. Wie Vieh, dass man vor der Schlachtung betrachtete waren wir den Blicken jener Führerinnen und eines weiteren dunklen Magiers, der noch in dem Ritual dazu stiess, ausgesetzt. Alleinig die Tatsache, dass man uns wohl wesentlich leichter hätte schon viel früher etwas antun können, liess mich in jenem demütigenden Augenblick die Ruhe bewahren und so zog ich meine einzige mir noch verbliebende Waffe ... meinen Stolz. Erhobenen Hauptes, sollte keiner von ihnen die Genugtuung erfahren, Scham oder ähnliche Anzeichen für jene Erniedrigung an mir zu erblicken.
Ihr Antlitz hinter den Masken und Kaputzen versteckt, war es unmöglich herauszufinden, was sie wohl bei unserem Anblick empfanden und ich bin nicht dumm genug, nachzufragen ob sie sich daran ergötzten.
In jedemfall schien jene Behandlung nicht gänzlich niederer Gelüste zu dienen, wurden unsere Körper kurz daraufhin in ähnliche Schatten gehüllt, die jenes Buch beschworen hatte. Ich vermochte mir in diesem Augenblick alle möglichen Dinge vorstellen, die diese unheimlichen Schattenschlieren mit unseren Körpern wohl anstellen mochten, aber sie wandelten sich rasch zu einer kompletten schwarzen Tracht. Jene welche die Ordensmitglieder so einzigartig und vor allem auch sehr leicht erkennbar macht. Schwarz, wie die Schatten aus denen sie entsprangen und doch fühlen sie sich, fast normal an zumindest auf der Haut. Denn meine ... andere ... Wahrnehung offenbart mir, dass was ich eh schon wusste, da ich es mit eigenen Augen gesehen habe ... nämlich dass dies alles andere als gewöhnlicher Stoff ist.
Doch damit war es endlich vorbei, vorerst zumindest mit der Zauberei und finsteren Schmerzen die ich empfand. Man führte uns noch in die Burg und zeigte uns den Ort, der von nun an ersteinmal unser neues Zuhause werden sollte.
Obwohl das Gemeinschaftszimmer das ich mit Orakan bewohnen werde, schlampig aufgeräumt schien und das obwohl man uns deutlich machte, dass wir für die Ordnung zuständig währen, ist es alle mal besser als das schäbige Zimmer in dem Fischerdorf.
Ich denke um die Ordnung jenes Zimmers werde ich mich sofort morgen kümmern müssen, denn irgendwie bezweifle ich, dass mein Zimmergenosse einen Sinn dafür hat und ich will nicht, dass die Maestra gleich bei ihrem ersten Besuch feststellen muss, dass in ihrer stolzen Burg anscheinend zwei Barbaren eingezogen sind, die es nicht verstehen ein Zimmer ordentlich zu halten. Disziplin und Ordnung so hatte man uns gesagt, seien hier große Tugenden .... und alles andere würde ... 'Konsequenzen' nach sich ziehen.
Die Geschichten und beiläufigen Erwähnungen vieler Namen, welche wohl den Weg in diese Burg fanden und ganz offensichtlich, mit diesem einhergehend auch ein schnelles Ende, verdeutlichem einen sehr ... eindrucksvoll ... welches Schicksal einem erwartet, wenn man sich nicht an die Regeln dieses Ortes hält. Dazu hätte es garnicht der Führung in die Kerkerräumlichkeiten oder der Folterkammer bedurft, wo meiner, frischen Innerein, vermutlich keinem Tiere gehörend, angesichtig wurde.
Die Eindrücke welche ich von den Magistra und Magi habe, welche sich uns alle vorstellten, sind vielfältig. Nehmen wir Magistra Cecile zum Beispiel. In ihren Ausführungen und Bewegungen schien sie stets streng, fast schon Dominant, offensichtlich war sie es gewöhnt, dass man ihr gehorchte und vermutlich würde man mit ihr auskommen solange man dies auch strikt tat. Hinter jener Erscheinung verbirgt sich jedoch eine Menge Wissen und ganz offenkundig hat sie die Regeln und Gewohnheiten dieses Ortes genaustens verstanden, wohl auch einer der Gründe weshalb sie eine Art Führungsposition unter den gleichrangigen einnahm, zumindest erschien es mir so.
Was mich jedoch schaudern macht, ist ihr Blick gewesen als wir auf den Weg in die Folterkammer waren. Auch wenn sie sonst sehr beherrscht und souverän wirkte, sah man auf den Weg in diese Räumlichkeiten eine Freude in ihrem Blick, welche ich nur als perverse sadistische Neigung definieren kann, einem Hobby dessen hier so mancher verfallen scheint.
Währe ich nicht eh gewillt, hier nicht unnötig aufzufallen, so währe es wohl jener Blick gewesen, der mir so deutlich machte, dass man besser nicht den Unmut jener Frau erregte. So hübsch ihr Äußeres auch sein mag, so finster ist vermutlich dass was sich hinter ihren Augen verbirgt.
Ihre Blutsverwandte, Magistra Mylien ist hingegen schwer zu durchschauen. Auch sie scheint durchaus, die grausame sadistische Ader ihrer Verwandten zu teilen, wenngleich ich vermute, dass sie bei ihr nicht ganz so ausgeprägt ist. Überhaupt schien sie mir noch eine der ... vernünftigeren Gestalten jenes Ortes zu sein. Machtgier, scheint einer der Gründe zu sein, weshalb sie hier ist, aber ich vermute noch viel mehr dahinter, sie ist zu beherscht und scheint viel zu klug um sich allein von solch niederen Gelüsten treiben zu lassen. Mit ihr kam ich am heutigen Tage am längsten ins Gespräch und doch gab es wohl am wenigsten Aufschluss. Aber auch hier bin ich nicht Narr genug weiter zu bohren, sie alle haben vermutlich ihre dunklen Geheimnisse und keiner von ihnen wird diese bereitwillig teilen, warum auch ... und ich bin mir sicher ... viele dieser Geheimnisse WILL ich auch garnicht wissen ...
Wenngleich auch hier einem das hübsche Gesicht locken zu wollen scheint, mehr über jene Gestalt herauszufinden.
Dann haben wir noch Magus Cetus ... ein Mann und Magier vor dem ich mich in Acht nehmen werden muss. Bei ihm scheint es weniger eine Lust am Sadismus als eher die Lust an der Grausamkeit perse zu sein, die ihn veranlasst mir 'anzubieten' den Folterkeller doch einmal genauer kennen zu lernen. Ein Angebot dass ich natürlich so höflich wie mir möglich ablehnte. Hinter den bohrenden Blickes jenes Mannes, scheint ein durchweg gerissener wie bösartiger Geist zu stecken. Jemand der es versteht, einem nötigen Respekt abzuverlangen, allein weil die Vorstellung in einem, was sonst mit einem selbst passiert sollte man es nicht tun, so deutlich und offenkundig vor dem geistigen Auge abläuft, dass es nichtmal großer Gebärden oder Worte braucht. Ich bin froh, dass er nicht zu jenen gehört die ich zwangsläufig öfter sehen muss, denn wie mir Magistra Mylien offerierte und wie sein Titel offenbart gehört Magus Cetus nicht zum Lehrpersonal.
Zuletzt währe noch die Adeptin Yara, eine junge Frau, welche offenkundig schon eine Weile, wenngleich nicht so lange wie die Magi hier lebt und lernt. Sie zeichnet vor allem aus, dass sie die einzige überlebende ihres kompletten Jahrgangs ist. Bisher kam ich nicht die Gelegenheit mich eingehender mit ihr zu befassen und das Interesse dass Magus Cetus an ihrer Person zu haben scheint, lässt mir auch deutlich werden, dass es besser so ist, wenn dies so bleibt.
Ich habe heute Nacht in der Bibleothek ihre Abhandlung über die Sumpftentakeln gelesen. Offenkundig muss sie Mut besitzen um solchen Wesen so nahe zu kommen, dass sie jene so ausgiebig studieren kann. Aber das ist auch nicht verwunderlich in Anbetracht der Dinge, die wir als Studiosi heute erlebten. Wer keinen Mut hat, der wird hier nichts finden ... ausser den Tod.
Die Bibleothek ist im übrigen überwältigend. Schon jetzt hat sie es geschafft zu meinem Lieblingsplatz in der Burg zu avancieren. Hier fühle ich mich meinem Ziel förlich allein durch die Präsenz dieser Bücher und ihres unendlichen Wissensreichtumes, näher als jemals zuvor.
Ich habe heute neben der Abhandlung der Adeptin Yara noch ein Werk über Illusionsmagie, als auch Mentalmagie gelesen und eine kurze Abhandlung über magische Kreise studiert. Ich bin mir sicher, dass dieses Wissen sehr bald ... sehr nützlich sein wird.
Anbei einige Notizen die nocheinmal wichtig für mich werden könnten:
* magische Kreise dienen zum Schutz oder Bannen. Sie werden stehts nur rechts herum gezogen und verlieren ihre Wirkung wenn beigefügte Symbole oder der Kreis selbst beschädigt oder nicht vollständig ausgefüllt wurde
* Ordensregeln:
- Es herrscht eine klare Sturktur mit der Maestra an der Spitze, gefolgt von dem Elegido. Zusätzlich zur Nennung des Titels und Ordensnamens, habe ich mich vor ihnen zu verneigen.
Ihnen folgen die Arcomagi, dann die Magi, die Adepti und schliesslich wir die Studiosi. Gleichrangige werden mit Bruder/Schwester angesprochen höherrangige stets mit dem Titel. Ferner werden Magi noch in einfache Magi und Magister unterteilt, welche Lehraufgaben übernehmen.
- Ich habe Briefe verschlüsselt zu verschicken, zu diesem Zwecke setze ich den Familienname Kerben ein, den ich mir selbst gebe und jedem Bruder oder jeden Schwester an die ich schreibe.
- Unsere Zimmer als auch Kleidung sind stets in tadellosem Zustand zu halten und ich habe mich bis zur Prüfung zum Adept stets zur Nächtigung in die Burg zu begeben
- sowohl auf dem Burggelände als vor allem beim Unterricht, habe ich die Ordenstracht zu tragen, wobei ich darauf zu achten habe unverhüllt zu sein, Pünktlichkeit wird ebenso im Unterricht erwartet wie eine ausreichende Vorbereitung
- Das Oberste Stockwerk der Burg, dass die Zimmer der Maestra beherbergt, ist nur nach Einladung und Aufforderung von ihr zu betreten, ansonsten habe man sich strikt fern zu halten.
Verfasst: Samstag 18. Juli 2009, 03:42
von Constantin Kel´serant
17. Cirmiasum 252
Der heutige Tag verlief sehr ruhig. Ich habe die Zeit genutzt um erstmal unser Zimmer aufzuräumen. Viele der Bücher habe ich wieder in die Bibleothek gebracht, andere wieder in die Regale geräumt. Wie ich es mir gedacht habe, scheint mein Zimmergenosse wenig Blicke dafür zu haben. Aber so uns eine Bestrafung durch die Maestra oder einen anderen Magister ersparrt bleibt, haben sich meine investierten Stunden gelohnt. Es dürfte kein Grund mehr geben etwas in diesem Zimmer zu bestanden ... zumindest ... nicht wenn man nicht nach einem sucht. Bei einigen könnte ich mir durchaus vorstellen, dass dies ein kleiner Höhepunkt eines sonst wenig humorvollen Tages sein könnte.
Der Nachteil war, das es mich Stunden gekostet hat, die ich zum lernen hätte aufbringen können um dem Ziel, jenen bedauernswerten Rang des 'niedrigsten in der Nahrungskette' wie man es so treffend formulierte, zu verlassen. Aber zumindest blieb dafür den Rest des Tages, dann Zeit die Bibleothek und ihre Werke eingehender zu untersuchen. Leider jedoch war dies auch durchaus etwas ernüchternd, verstand ich von den vielen der hochkomplexen Themenschaft, mit denen sich die meisten der Bücher befassten nur Bruchstücke, wenn überhaupt. Ich fürchte wirklich, ich werde den ersten Unterricht abwarten müssen um langsam in diese hochkomplexe Themenschaft einzutauchen. Aber die Zeit wird kommen, ich bin gespannt was die nächsten Tage bringen werden...
Verfasst: Sonntag 19. Juli 2009, 17:30
von Constantin Kel´serant
18. Cirmiasum 252
Am heutigen Tage habe ich mir zum ersten mal ein Bild von der 'heiligen Stadt' Rahals gemacht. Ich hatte gehofft, dort vielleicht noch ein weiteren Wissenschatz und vielleicht auch einige Aufzeichnungen über poltische und geographische Gegebenheiten zu finden, wurde jedoch enttäuscht da ich keine öffentlich zugängliche Bibleothek fand. Vermutlich befinden sich alle jene Aufzeichnungen im Rathaus und sind nur einem ausgewählten Klientel verfügbar. Nichts desto trotz, war jener Ausflug nicht verschwendet gewesen. Ich traf heute zum ersten mal auf das Volk, dass sich selbst als 'heiliges Volk Alatars' betitelt, die Letharen. Ein schlanke Gestalt, mit Haut so blau wie die Tiefe der Sees, hoch erhoben auf einer sinisteren Kreatur, welche wie eine zu groß geratene Echse wirkte. Ein Biest, dass er vor der Taverne abstellte in welcher er offensichtlich ein Mahl zu sich zu nehmen gedachte. Es war erstaunlich, wie der vermutlich nicht sehr hochentwickelte raubtierhafte Verstand dieses Wesens, die Befehle seines Herrens gehorchte obwohl der Instinkt in ihm anderes riet.
Die gierigen mordlustigen Augen, welche nach Fleisch verlangten richteten sich auf jeden vorbeiziehenden Passanten, besonders jedoch auf mich, da ich mich so nah an der Taverne aufhielt und dennoch, obwohl man sich selbst schon als Beute in den Augen des Tieres wiederfinden konnte, machte es keine Anstalten auf mich loszugehen. Eine, erstaunliche Disziplin für ein Wesen und eine Gattung von Tier, das für ihr ungezügeltes und schwer zu zügelndes Temperament bekannt ist. Es hatte mich fasziniert und so erkundigte ich mich bei dem Letharen nach der Ausbildung jener Tiere. Kurzzeitig keimte in mir die Idee, dass man mithilfe der Magie eine so effiziente Ausbildung oder aber zumindest die Effekte die eine solche Ausbildung in diesem Tier erzeugte, simulieren und mithilfe der Magie, selbst wenn es nur über ein begrenzten Zeitraum währe, herstellen könnte. Es währe ein durchaus interessantes Forschungsgebiet geworden, deren Anwendungsgebiete vielfältig gewesen währen. Ich habe daran gedacht, eigentlich friedfertige Tiere in Bestien zu verwandeln oder umgekehrt, wilde Bestien zu zähmen um sie kurzzeitig in den Diensten des Meisters zu stellen. Es währe sicher interessant geworden, Belagerungsgerät von einfältigen Trollen und Ogern ziehen zu lassen anstatt von einer Pferdeherde. Zumal mal diese dann auch noch als Kannonenfutter in die Schlacht hätte werfen können.
Leider jedoch, scheint es bei der Ausbildung jener bösartigen Echsenwesen, keine Allgemeingültigkeit zu geben. Es scheint, dass ein jeder Lethar sich sein Wesen selbst ausbildet, in einer Art die ihm angemessen scheint. Es gibt also keine Meister und dementsprechend wohl auch keine Muster die man mithilfe eines Magiekundigen simulieren könnte. Auch wenn mir diese Idee immernoch sehr gut gefällt und ich sie mal im Hinterkopf behalten werde ... vielleicht gibt es ja andere Mittel und Wege.
Wie dem auch sei, neben dem Letharen habe ich heute die Bürgermeisterin Rahals kennen gelernt. Eine gewisse Anatevka Hennethal. So schön und wohl blendend ihre sterbliche Hülle so kalt und verkümmert scheint wohl das Herz, dass diese Person in sich trägt.
Oder wenn nicht kalt, dann zumindest vollstens verblendet von blindem Fanatismus gegenüber dem Einen. Auf ein angedeutetes Blutbad, dass diese Riesenechsen in Rahal anrichten könnten, zuckte sie nur die Schulter und sprach davon dass es dem Einen wohl gefallen würde.
Auch wenn ich mich gewiss nicht anmaßen will theologisch viel zu wissen, bezweifel ich doch, dass eine Reduzierung der Werkzeuge durch sinnloses Morden der Bestien im Sinne des Panthers steht, selbst wenn er an einem Blutbad gewisslich eine große Freude hat. Aber mir solls egal sein. Es hat mir viel über jene Frau verraten. Auch die Kontrolle meiner Zugehörigkeit, obwohl die Farben meines Ordens bekannt sein sollten, sprach für sich. Vermutlich wusste sie unlängst zu wem ich gehöhre, genoss es aber ihre Macht auszuspielen und sie mich spühren zu lassen. Vielleicht hoffte sie auch nur ich würde dumm genug sein, ein unbekanntes Gesicht respektlos zu behandeln um dann noch viel mehr ... Spass ... mit mir und dem kleinen Berg von Macht zu haben, auf dem sie nun sitzt. Nun wie dem auch sei, ich hoffe ich habe einen höflichen und dienstbaren Eindruck hinterlassen. Meiner Erfahrung nach kommt man damit bei solchen Leuten sehr viel weiter. Vielleicht wird diese Bekanntschaft auch noch einmal nützlich werden. Ich sollte mir vielleicht überlegen, ihr einige kleinere Gefallen zu erweisen, man weiss ja schliesslich nie, wann einem selbst ein kleiner Gefallen mal ein großen Dienst erweisen kann. Andererseits, scheint die Führungsebene Rahals alles andere als Stabil zu sein, wie auch erst der wohl kürzlich stattgefundene Umschwung zeigt. Wenn dies so ist, sind investierte Mühen und Zeit reine Verschwendung, da der dem man heute hilft, morgen schon wertlos für einen Selbst sein könnte.
Nunja, ansonsten habe ich heute einen der männlichen Magister kennengelernt, auch wenn mir sein Name noch verborgen blieb. Ich kam so wenig mit ihm ins Gespräch, dass es mir schwer fällt ihn überhaupt irgendwie einzuschätzen. Wie wohl von einem jeden Arkorither erwartet schien er diszipliniert zu sein und sein Interesse an den Büchern zeugt von Wissensbegierde, die ich ebenso teile. Auch schien er zufrieden zu sein, mich zu später Stunde noch lernend in der Bibleothek anzutreffen und nur all zu deutlich ist es wohl, dass er seinen Unterricht durchaus mit einer gewissen Strenge durchziehen wird, die hier wohl aber Gang und Gebe ist. Dennoch bin ich gespannt.
Heute hatte ich auch etwas mehr Zeit mich mit der Adeptin Yara zu unterhalten. Auch wenn ich erfahren habe, wieso sie zur Akademie gestoßen ist und dass sie wohl vor allem nach Macht strebt und diese combativ gegen ihre Feinde einzusetzen gedenkt, glaube ich nicht, dass dies gänzlich alles ist. Sie war zu reserviert, als halte sie noch einiges in der Hinterhand und erzähle selbst ersteinmal nur das nötigste. Eine defensive Geisthaltung, offenkundig ersteinmal einen jeden Menschen als potenziellen Gegner oder Feind ansehend, den man besser nicht mit Informationen versorgt, die er einmal gegen einen verwenden könnte. Ich frage mich ob sie schon immer so wahr, oder erst das Leben hier sie diese Haltung hat einnehmen lassen.
In jedemfall war es durchaus erfrischend, bisher keine sadistischen Neigungen an jemanden festzustellen. Gleichwohl bedeutet dies nicht, dass sie diese nicht hat, aber offenkundig nehmen jene (noch?) keinen hohen Stellenwert in ihrem Leben ein, ganz im Gegensatz vieler Magister und vor allem Magistra die ich bisher kennen lernte.
Apropos Magistra ... Mylien hat mir aufgetragen mich mit einem weiteren Helfer darum zu kümmern, dass die Bibleothek mal wieder abgestaubt wird. So sehr mich die Stunden reuen, die ich morgen dafür aufwenden muss, so durchaus wichtig ist die Aufgabe. Schliesslich habe auch ich vor, die Bücher noch in vielen Jahren gut erhalten dort zu wissen, um Nachschlagen und studieren zu können. Diese Bibleothek ist ein Schatz unvergleichlichen Ausmaßes, allein das gehortete Wissen in ihr ... Also werde ich mich gleich morgen an die Arbeit machen. Es ist sowieso klüger, genau das zu tun, was die Magister und Magistra von uns verlangen, Beweise was mit denen passiert, die es nicht tun, habe ich schon genügend erhalten ...
Notiz für mich:
* Ich sollte das Buch über Tirell vor der ersten Unterrichtsstunde genau lesen und verstanden haben, der Magister könnte vorhaben mich zu prüfen.
Verfasst: Montag 20. Juli 2009, 20:05
von Constantin Kel´serant
19. Cirmiasum 252
Was für ein Tag. man könnte ihm glatt die Überschrift geben: 'Was lange währt wird endlich gut' oder 'Der den längsten Atem hat, macht das Rennen' denn so bescheiden er anfing, in so beeindruckenderer Weise hatte er sich gewandelt und mir zum ersten mal, den ersten Einblick in das gewährt, dass ich einmal zu meistern gedenke ... die Magie.
Dafür lohnte es sich auch stundenlang die Bibleothek allein abzustauben, wie es mir die Magistra aufgetragen hat, selbst wenn sie mich anwies mir einen Helfer zu suchen und ich deshalb noch von Magus Cetus gerügt wurde. Aber es scheint so zu sein, wie Schwester Yara gesagt hat, die Sache mit dem Zeitgefühl genau dann nicht da zu sein, wenn solche Aufgaben ausgegeben werden, haben mir meine jungen Kollegen wohl wirklich voraus. So blieb es bei mir mich dieser elenden, wenngleich wichtigen Aufgabe anzunehmen, auch wenn ich befürchte, dass meine Lunge früher oder später zu einem Dreckpfuhl verkommt, wenn ich mich dem noch öfter widmen muss.
Dennoch, es trug sich zu das es mir gewährt wurde Magus Cetus und Adetpa Yara als auch Magistra Milyen auf einer nicht ganz ungefährlichen Exkursion in irgendwelche Ogerhöhlen, zu begleiten. Um mich auf das vor mir liegende vorzubereiten, hat mich Magus Cetus den ersten Eingriff in das Wirken mit jener mystischen Macht vorbereitet. Auch wenn ich noch nicht genau weiss, wie es funktioniert und was ich tue, so war es mir möglich mithilfe meiner Konzentration und dem Willen, den ich auf eine entfachte Fackel fokussierte, die Wärme und das Licht von dem offenen Feuer abzuschöpfen und in meiner Hand zu einer feurigen Kugel zu pressen.
Immernoch fasziniert mich diese simple Tatsache so sehr, dass sich meine Gedanken überschlagen und wilde Theorien meinen Geist fluten. Jeder der alten Narren die sich in Kalika Gelehrte schimpften, würden mir sagen dass dies 'nicht natürlich' oder gar 'unmöglich' währe, aber ich habe es einfach getan. Es war auch garnicht so schwer wie ich es mir vorgestellt habe, zu meiner großen Überraschung. Magus Cetus wies mich an, mich auf die Hitze des Feuer zu konzentrieren, es zu spühren und dann meinen Willen zu bündeln. Bei den vielen Versuchen, die es mich gekostet hat, seine Anweisung richtig umzusetzen ist mir aufgefallen, dass es nicht die Hitze ist, zumindest nicht dieses Gefühl von Hitze. Viel mehr habe ich, mit meiner ... Begabung ... das Feuer in seiner Gänze wahrgenommen und versucht dieses aus seiner Umgebung herauszubrechen. Es war, als hätte man ein paar Notenzeilen vor sich von dem Lied 'Feuer'. Und mithilfe des eigenen Willens, währe man fähig dieses Lied um einige Strophen zu erleichtern, sie aus dem Notenblatt einfach herauszulösen und diese kleinen Strophen neu hinzusetzen, da wo 'freies' Papier vorrätig war und kaum, dass man dies getan hatte, erklinge auch da jenes Lied. Etwas gedämpfter, da die Lieder die vorher eins wahren nun zu zweit erklangen, aber sie wahren da und tatsächlich brannte das Feuer auf meiner Hand. Und mit einer schieren Entladung eines starken Wunsches, konnte ich es als Waffe benutzen und auf die Bestien schleudern, die wir in diesen Höhlen trafen.
Allein die Vorstellung, Dinge abschöpfen und neu ordnen zu können, erfüllte mich mit neuer Ehrfurcht vor und weiterer Wissbegierde über diese mir so unbekannten Macht.
Selbst noch mit diesem mir immernoch unerklärlichen Phänomen beschäftigt, sah und vielmehr, spürte ich dann jedoch was wahre Macht und wahres Wissen in diesem Bereich sein musste. Ich sah den Magus und die Magistra, Wesen beschwören aus reinen Flammen oder schierer Erde, sah sie ihre menschlichen Hüllen ablegen, zu dem sogar die Adepta schon befähigt schien und ihre Gestalt selbst zu Bestien werden, ich spührte merkwürdige Eingriffe, die die Gegner träger machten, so hatte es den Anschein oder die völlig unverhofft Schmerzen und Wunden erzeugten bis hin zu spektakulären Blitzen die auf die Gegner geschleudert wurden. Es geschah alles so schnell, so unverhofft hintereinander, wie ein gut einstudiertes Werk geübter Musikanten. Kaum hatte ich den Schmerz, des letzten gewaltsamen Eingriffs überwunden, durchfuhr meinem Herzen ein neuer, mal intensiver, mal gemässigter und überall konnte ich sehen wie Zauber an Macht und Gestalt gewannen und sich ihre Energie auf die Feinde entlud. Was für ein Anblick .. was für eine beeindruckende Sinphonie der Zerstörung. Wahrlich, nach dieser Demonstration, kann ich durchaus verstehen, weshalb viele nach der Macht die sich Magie nennt gieren. Auch wenn es mir wohl immer befremdlich scheinen wird, wie dieses Bestreben, einen so hohen Geist, der nötig ist die Magie zu beherschen und zu verstehen, zufrieden stellen kann. Dennoch, diese Macht so zu beherschen wie der Magus und die Magistra es taten und sie auch gezielt einzusetzen, könnte selbst für mich nützlich sein. Hindernisse einfacher weltlicher Art, könnten so schnell überwunden sein, dass man vermutlich kaum merkte dass sie da waren.
Gewalt ... ist eine Sprache welche selbst die primitivsten Geister verstehen und auch wenn ich es nicht drauf anlege, werde ich vermutlich in die Verlegenheit kommen, mich einmal ihrer bedienen zu müssen.
Der restliche Abend verlief wieder ... gesitteter und auch mehr in Bahnen die ich kennenlernte. Magus Cetus, schien ein Gespräch zwischen mir und der Adetpa Yara zu belauschen. Ich weiss nicht, ob er Order von den Magistern bekommen hat uns Neulinge im Auge zu behalten, oder ob es nur simples Revierverhalten eines Ranghöheren 'Männchens' in einem 'Rudel' ist, dass scheinbar mehr 'Weibchen' zu beherbergen schien. Ich bezweifel dass ich ihn in naher Zukunft verstehen werde, ebenso ob ich überhaupt genug Interesse aufbringe diesen Menschen verstehen zu wollen. Der Eindruck, dass ich vor ihm jedoch auf der Hut sein sollte, ist jedoch nicht gewichen im Gegenteil. Er geniesst es offensichtlich in seiner erworbenen Macht zu schwelgen und zögert keine Sekunde, allen denen er sie zeigen und demonstrieren kann, auch in penetranter Weise unter die Nase zu reiben. Sei es durch eine spitzwindige Bemerkung oder aber durch eine niedere Aufgabe, die er einem Rangniederen zu teil werden lassen kann ... ich bin mir sicher er ist sehr kreativ was das anbelangt.
Von meinen Kollegen, fehlt auch weiterhin jede Spur. Seit dem Ritual habe ich keinen von ihnen wieder getroffen, was jedoch vermutlich auch besser so ist. Ich nehme an sie würden mich bei meinem Bestreben diese jene Macht zu enträtseln und die Sturktur der Welt zu entschlüsseln, nur behindern und aufhalten.
Was ich vermisse und wovon ich hoffe sowohl auf sozialer als auch wissenschaftlicher Ebene, neues zu entdecken ist ein weiteres Gespräch mit Magistra Milyen. Sie scheint auch nicht sonderlich viel von Magus Cetus, zu halten zumindest lassen es die beiden an keiner Gelegenheit mangeln, den anderen mit spöttischer Freundlichkeit zu provozieren die ihren Höhepunkt in schon so manch kreativen Wortkonstrukt fand, das man inmitten der schwarzen dunklen Festung, an dem die Reste jener in einem Turmzimmer ausgestellt waren, die hier versagten, wohl nicht erwarten würde. Umso mehr unterstreicht gerade jene atmossphäre den wohl intentionierten Klang einer jeden neuen 'Freundlichkeit'.
Wie dem auch sei, bald würde gewiss der Unterricht beginnen und damit ein weiterer Schritt für mein Ziel gestalt annehmen ...
Notiz an mich selbst:
* Habe die Vorräte in der Küche aufgefüllt wie Magus Cetus es mir gesagt hat. 6 Gold- und 5 Silberstücke waren für meine Kasse zwar eine hohe Ausgabe, aber ich hoffe doch das mir jene Investition ein wenig mehr Freiraum und Abstand von Magus Cetus geltungsdrang, erkauft hat. Vielleicht sucht er sich ja ein anderes Opfer.
Verfasst: Dienstag 21. Juli 2009, 21:31
von Constantin Kel´serant
20. Cirmiasum 252
Der heutige Tag, war ein Tag mit vielen interessanten Wendungen. Nachdem am morgen durch einen Aushang verkündet wurde, das wohl am ersten Tag der nächsten Woche der Unterricht beginnen würde, befand ich mich in einer kleinen Hochstimmung. Es steht zwar nur Geschichte des Ordens auf dem Plan und wird vermutlich auch nur genau dies beinhalten, aber zumindest würde es vorangehen und man selbst einen weiteren Schritt auf dessen zugehen, weshalb man den Weg hierher und das Ritual auf sich genommen hat. Ich bin mir sicher, dass die Stunden nach jener sehr viel interessanter sein werden, dennoch gilt es schon in dieser sich vollends am Geschehen zu beteiligen und soweit Aufmerksamkeit zu zeigen, dass man nicht zu jenen gezählt wird, die eventuelle Ausfallkandidaten sein werden. Wie uns eindringlich klar gemacht wurde, gibt es nur noch einen Weg den wir beschreiten werden und jedes Abweichen zieht das gleiche, unterschiedlich grausame Schicksal nach sich.
Es war sogar ein Tag, an dem ich von niederen Arbeiten verschont blieb und mich ausgiebiger der Lektüre widmen konnte. Vor allem das Buch über Tirell und die Geschichte des Ordens bis zu seiner Vernichtung habe ich mir ein weiteres mal sehr aufmerksam durchgelesen. Besonders die Aufzeichnungen über den Mann Adaven oder seinerseits besser bekannt unter Korow haben ihren Platz in meinem Geist gefunden. Abseits der Darstellung des offensichtlichen Fürsprechers für die Tireller Magier, der jenes Buch verfasst hat, wär ich sehr gespannt, was jener Korow wirklich für ein Manne gewesen ist. Als 'Bösartigster Mensch seiner Zeit' beschrieben, scheint er von vielen seiner Feinde gefürchtet geworden zu sein. Aber was gut und was Böse ist, dass entscheiden die Sieger und der Feind ist natürlich immer die Verkörperung aller Schlechtigkeit die unter dem Himmel zu finden ist. Derlei Berichte sind daher eh immer mit zweierlei Maß zu bewerten, vor allem wenn man eher ein Fürsprecher der feindlichen Partei ist. Manchmal ist es schon erstaunlich, wie simple Wahrheit verbogen und verlogen werden kann, bis sie sich als neue Wahrheit in den Köpfen der Menschen festgesetzt hat. Besonders intensiv kann man jenes im Themenbereich der Theologie beobachten, wo selbst simple Sachverhalte so hingedreht werden, dass der eigene angebete Gott oder die Göttin möglichst gut und unfehlbar erscheint.
Unfehlbarkeit ... ob dies ein Markenzeichen von Göttlichkeit ist? Haben die Götter nicht schon gefehlt als man uns niedere Wesen erschuf? Hm ... es ist das erste mal seit vielen Tagen, dass ich meinen Geist freien Lauf lasse, auch wenn ich mich wirklich nicht zum Philosophen eigne, ist es dennoch ein durchaus befreiendes Gefühl. Ich frage mich ob die Ursache für jene Befreiung im langen Gespräch mit Magistra Milyen zu finden ist, dass man am späten Abend führte. Sie schien interessiert an meiner Einschätzung der einzelnen Charaktäre, welche sich hier in der Festung unseres Ordens zusammengefunden hatten und obwohl mein Verstand mir riet, jenes Wissen besser für mich zu behalten und das Gespräch höflich aber dezent fort von jenen Gedanken zu lenken, habe ich mich dazu hinreissen lassen, meine Gedanken zu teilen. Ich weiss selbst nicht genau weshalb, rein logisch betrachtet, war dies ein großer Fehler. Immerhin kennt sie nun viele meiner anfänglichen Gedanken über einige der hier Anwesenden und könnte dies gewiss in niederträchtiger Weise gegen mich und für sich selbst verwenden. Aber ... irgendetwas sagt mir, dass sie dies nicht tun wird, solange sie sich nicht wirklich einen großen Vorteil davon verspricht. Ich habe ... nein ich pokere immernoch ziemlich hoch, oder zumindest sind es die Einsätze ohne dass man den anderen seine Karten völlig offenbart hätte, auch wenn meine schon fast gänzlich auf dem Tisch liegen. Aber was währe ich für ein Heuchler, mit ihr darüber zu sprechen das Menschsein nicht zu verlieren und Dinge wie Vertraun nicht aufzugeben, wenn ich selbst damit nicht anfangen würde.
Die Struktur des Ordens ist ziemlich komplex. Es scheint hier eine, durch den geförderten Konkurenzkampf untereinander, Atmossphäre des Misstrauns und der Missgunst vorzuherschen, die lediglich vom gemeinsamen Bedürfnis nach Macht und Sicherheit im Schutzmantel des Ordens, überschattet wird. Ich denke in einer solchen Atmossphäre gibt es nur 2 Wege zu bestehen.
1 und die wohl favorisierte Methode aller Magister und Magistra die ich kennengelernt habe: Offenbare so wenig wie möglich von dir, zeige niemanden deine Schwächen, vertraue niemanden und strebe mit all deinem Sein nach der Macht und Stärke die du benötigst sie notfalls auch gegen deine Feinde innerhalb des Ordens anzuwenden.
Eine Methode, die einem sugeriert in alles in jedem einen möglichen Feind zu sehen und einem völlig für die normale Welt entfremdet.
Obwohl favorisiert, weil sicherlich der einfachere und ungefährlichere Weg, denke ich wird man früher oder später entweder dem Wahnsinn anheim fallen, oder sich mit jener Art soviele Feinde gemacht haben, dass einer einem früher oder später in die Vergessenheit schickt. Es ist ein einsamer, verlorener Kampf, den man nicht gewinnen kann.
Die zweite Methode besteht darin, jene in diesem tückischen Geflecht auszumachen und zu beobachten, welche ähnliche und gleiche Interessen haben und sich mit ihnen zusammen zu tun. Verbündete die auch zu Freunden werden können, sind eine starke Kraft und ein Urinstinkt unserer Spezies. Wenn man aufrichtige, soweit man dies an einem Ort wie diesen überhaupt finden kann, Verbündete findet und jene die Hilfe die ihnen wiederum zu teil wird zu schätzen lernen, kann es zu einer starken Verbindung kommen die weit aus potenter und effektiver gegen feindseelige Kräfte vorgehen kann, als man allein dazu im Stande währe. Obwohl die Vorteile von Verbündeten und Freunden auf der Hand liegen, müssen gewisse Grundvoraussetzungen stimmen und man selbst den Mut aufbringen zu vertraun, denn nur wer selbst vertraut kann auch vertraun ernten. Die Gefahr Verrat zu erliegen, ist dabei natürlich nicht zu verleugnen. Es bedarf sehr viel Fingerspitzengefühl und Einsatzwillen, ebenso wie Ausdauer bis in einer so vergifteten Atmossphäre soetwas wie Vertraun wachsen kann, aber wie bei allem im Leben, wird auch dieses Pflänzchen stärker umso öfter es erfolgreich geprüft wird und wo wenn nicht hier, würde etwas wie Vertraun öfter geprüft werden.
Vermutlich war dies auch der Grund, weshalb ich mit Magistra Milyen jene Gedanken geteilt habe. Von allen Magistern die ich bisher an diesem dunklen Ort kennenlernte und obwohl für mich selbst immernoch ein geheimnisvoller Charakter, schien sie die am ehesten geeignete für ein solch gefährliches Vorhaben. Magus Cetus, scheint zwar ebenso von Tag zu Tag mehr die Anwesenheit der Studiosi zu akzeptieren und eine durchaus akzeptable Haltung an den Tag zu legen, doch bin ich mir nicht sicher, ob hinter der Fassade welche er uns nun zur Einsicht gewährt, nicht eine neue grausame Idee schlummert oder nur der grausame Geist, der auf seine Gelegenheit wartet.
Bei Magistra Cecile bin ich mir nichteinmal sicher, ob sie überhaupt noch soviel Menschlichkeit in sich trägt um überhaupt noch Vertraun zu irgendjemanden oder irgendetwas aufzubauen. Die Bereitschaft zum Verrat, sehe ich bereits in jedem Blick von ihr, der ihre äußere makellose Schönheit zu einer verlockenden Falle macht. Einer Verlockung, welcher der erste Narr scheinbar auch schon erlegen ist. Armer Teufel. Einer meiner Kollegen und jungen Mitstudiosi, welche ich heute seit der Aufnahme wiedersah, kam nicht umhin sich wie ein läufiger Hund vor der Magistra Cecile zu präsentieren und ein abgeschmacktes Kompliment nach dem anderen der Magistra um ihren Mund zu schmieren, sodass man sich selbst schon fragen musste, ob er nicht jeden Moment zu einer Dörrfrucht zu vertrocknen anfing, wo er all seinen Schleim besagter Magistra vor die Füße spuckte. Dass jene nicht ausrutsche und sich den Steiss brach mag nur an der guten Qualität des Teppichs gelegen haben.
Wirklich sorgen machte mir nur, das geheuchelte Interesse an jenen profahnen Worten. Sorgen nicht um sie, sondern vielmehr um Orakan wobei ... nein auch nicht um ihn. Was mich wirklich sorgt ist mein Schlaf und ob ich überhaupt noch zu jenem finden werden kann, wenn unser junger Freund das wahre Gesicht jener eiskalten Schönheit kennen lernt und ihre perfide Freude an sadistischer Qual. Das mein Schlafquarrtier gleich neben dem "Lieblingsspielplatz" jener Magistra liegt, der Folterkammer, verstärkt diese Sorge nur noch.
Aber es wird gewiss interessant werden, herauszufinden wie lang es dauert, bis er verstanden hat, dass er die Fliege ist die einer sehr tödlichen Spinnenkönigin ins Netz gegangen ist.
Das er es lernt, darauf geh ich jede Wette ein.
Ein anderes Thema ist Schwester Filora. Von ihr weiss ich immernoch nicht, wieviel man von ihr zu halten habe oder halten kann. Außerlich machte sie gestern einen schwächlichen und zerbrechlichen Eindruck. Jemand, der bei einem halbwegs ehrenhaft gesinnten Manne Beschützerinstinkte weckt. Jemand, den man wohl nicht erwarten würde an einem gnadenlosen und durchaus auch grausamen Ort wie diesen zu finden. Aber vieles ist nicht so wie es scheint und ich bin nicht narr genug darauf zu vertraun, dass jenes Gesicht auch das wahre ist. Wenn sie klug ist, ist jenes nur eine Fassade für träumerisch junge Narren, eine auf die unser Bruder Orakan vielleicht hereinfallen würde. Hierbei gilt es vorsichtig zu sein. Dennoch schien sie einen durchaus ausgeprägten Wissensdurst zu besitzen, eine Eigenschaft die man zumindest respektieren konnte. Es wird sich zeigen, wie stark ihr Wille und ihr Körper sein wird, wenn die Ausbildung weiter voranschreitet und die Tage in dieser sinisteren Burg zu Wochen und Monden werden.
Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit den Dingen wie sie zur Zeit laufen. Ich denke ich habe mich den Umständen entsprechend gut an die neue Situation angepasst und so langsam geraten die Mühlen des Fortschritts ins Rollen und mit jedem weiteren Tag, sehe ich mich meinem Ziel ein Stück näher kommen ...
Notizen an mich selbst:
*Der Unterricht beginnt am ersten Tag der neuen Woche pünktlich zur 8ten Stunde. Ich habe dort pünktlichst und in gepflegter Ordenskleidung zu erscheinen.
*Ich habe mich über den Magierorden zu Tirell zu informieren um bei der ersten Unterrichtsstunde wohl eine kleine Präsentation darüber zu halten. Ich sollte mich beizeiten und ausgiebig um dieses Gebiet kümmern um einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen
*ich sollte vielleicht einmal nachsehen ob sich irgendetwas interessantes im Besitz von Bruder Orakan befindet. Immerhin besteht die Möglichkeit dass jenes grausame Erwachen, dass er sehr wahrscheinlich haben wird, sein letztes Erwachen sein wird.
Verfasst: Freitag 24. Juli 2009, 19:32
von Constantin Kel´serant
23. Cirmiasum 252
Die letzen Tage waren ereignisreich, mal freudiger und mal weniger freudiger Natur. Am prägsamsten war wohl das kurze Geplänkel am gestrigen Tage, dass mich vermutlich beinah mein Leben gekostet hätte. Was als Überfall auf einen Spähtrupp des Feindes geplant war, schien ein wenig ... ausser Kontrolle geraten zu sein, da besagter Spähtrupp eher ein ganzes Regiment feindlicher Soldaten gewesen war. Wer auch immer diesen Informationen aufgesessen ist, sollte man Magistra Cecile zum 'studieren' geben. Obwohl es mir gelang dabei zu helfen einige der Feinde niederzuringen, zwang mich ein gezielter Hieb in meinem Rücken schliesslich zu Boden. Ich hatte Glück im Unglück, dass er keine Organe verletzte und ich die starke Blutung des tiefen Schnittes mit einem Zauber fast zum erliegen bringen konnte, auch wenn die Schmerzen der wirklichen Heilung, durch Magistra Milyen, vermutlich noch eine ganze Weile lang im Kopf rumgeistern werden. Alles in allem, war die ganze Operation wohl eine große Verschwendung von Zeit und Resourcen, allein das Verbot Gefangene zu machen, liess schon bevor die Schlacht begann, jedwede Hoffnung auf irgendein Nutzen für die Studien im Keim ersticken. Man blieb also zu Präsentations- und Hilfszwecken, wobei die Hilfe die ich mit meiner bescheidenen Fertigkeit leisten konnte, sich arg in Grenzen hielt. Seis drum, ich lebe und das ist es was zählt auch wenn ich mir insgeheim geschworen habe, es diesen Ordensfanatikern und Weisskitteln eines Tages gehörig heim zu zahlen, aber dafür lassen sich alsbald nötige Mittel finden denke ich, Mittel die mich in meinen Studien gleichzeitig noch voranbringen können.
Ein durchaus erfreulicheres Ereignis war der Besuch bei einigen Bauern gestern Abend. Ich finde es schon erstaunlich, wie dieses einfache Volk im Angesicht der Magistra noch den Mut aufbringen konnte, ihr zu widersprechen. Mutig ... aber auch sehr dumm. Es würde der Magistra vermutlich nichtmal ein Augenzwinkern kosten ihre Leben, oder den von ihnen so hochverehrten winzigen Besitz zu nehmen. Etwas dass zumindest einer der Handwerker wohl gemerkt hat, als die Geduld der Magistra überstrapaziert wurde und sie schliesslich einmal durchblicken liess, wer da vor ihnen stand. Dieser Zauber war zudem höchst interessant, konnte ich ihn obwohl ich in letzer Zeit schon so mancher Macht angesichtig wurde, bisher noch nicht beobachten. Es war ein gezielter Eingriff, das habe ich gespührt und kurz darauf schien es als würde die Kehle des Mannes von einer unsichtbaren Macht oder der Luft selbst abgeschnürt werden, bis er mit Schreckensgeweiteten Augen auf die Knie fiehl und Magistra Milyen die Kontrolle über diesen Zauber aufgab. Höchst beeindruckend, vor allem das Maß an schlichter Effizienz. Dies schien zumindest jenem Manne die Augen geöffnet zu haben und er, überdachte, seine Position gegenüber Magistra Milyens ... Bitte.
Wir konnten zwar nicht erlangen weshalb wir gekommen waren, aber das lieferte uns nur noch einen Grund, erneut dort aufzutauchen. Man wird sehen ob das Bauersvolk langsam versteht und lernt, dass sie sich mit dem Orden besser nicht anlegen, auch wenn ich Zweifel habe, dass diese Lektion bereits angekommen ist. Aber das bleibt abzuwarten.
Interessant war auch das folgende Gespräch mit der Statthalterin Eliza, welches Magistra Milyen führte. Nicht aufgrund des Inhaltes, nein es schien als würde ich so langsam an dem dicken Panzer kratzen, den die schöne Magistra um sich selbst gelegt hat, erhiehlt ich doch den ersten kleinen Vertraunsbeweis in der schlichten Tatsache, dass ich bei jenem Gespräch, dass mich offensichtlich auch in keinster Weise etwas anging, nicht den Raum verlassen sollte. Ein kostbares Geschenk, ein kleines Pflänzen dass zum ersten mal seine Blätter in die kalte grausame Welt dort draussen streckte. Dies gilt es nun zu pflegen und zu hegen, bis eine starke Pflanze daraus erwachsen ist.
Überhaupt ertappe ich mich dabei, dass meine Gedanken erstaunlich oft um jene Frau kreisen, selbst wenn ich in der Bibleothek über ein Buch sitze oder durch die finsteren Gänge der Burg wandere und mich frage an welchen Studien jene Magistra wohl in diesen Augenblick arbeitet.
Das sollte mir Anlass zur Sorge geben, ich kann es mir weder leisten noch in irgendeiner Weise gebrauchen emotional zu werden, wo der Unterricht alsbald beginnt. Ich sollte wirklich vorsichtig sein um nicht selbst als gelocktes Tier in der Falle des Jägers zu enden, auch wenn sich meine Überlegung mein Vertraun und meine Hoffnung auf einen Verbündeten innerhalb dieser Mauern weiterhin auf Magistra Milyen konzentrieren und sogar verstärkt haben.
Was mir ein wenig Sorgen bereitet oder sollte ich viel mehr sagen, was mich etwas überraschte waren die Gespräche mit Magistra Cecile die ich in den letzten Tagen geführt habe. So schnell ich ihren Blick und ihr gebaren als sadistische Ader ausgelegt habe, die sie zweifelsohne auch besitzt, so deutlicher wurde mein Fehler ihr das als stärksten Charackterzug zuzuschreiben. Ich war erstaunt, überrascht gar, als ich an ihr eine sehr umgängliche und wohlerzogene Haltung feststellte. Selbst als wir über jene perfide Neigung sprachen, es zu geniessen wie Menschen in Folterkellern gequält werden, einfach nur um der Qual selbst willen, war sie sehr ruhig und erklärte mir, dass jenes sich wohl über die Zeit einstellte. Am Anfang so sagte sie mir, haben die Schreie auch ihr in den Ohren weh getan, doch schliesslich gewöhnte sie sich daran und es war ihr eine Zeit lang schlicht egal, bis man es eines Tages vielleicht sogar zu geniessen begann. Die Vorstellung, dass ich mich selbst verlieren und zu jemanden werden könnte, der solche Neigungen entwickelt, ist ein wenig erschreckend. Ich bin mir zwar sicher, einen starken Willen zu haben, aber noch weiss ich nicht welche Schrecken mich auf diesem Weg erwarten werden, sondern nur dass sie da sind und kommen werden, zweifelsohne so sicher wie Magie in unserer Welt exestiert. In jedemfall habe ich nicht vor, mich diesen Perfiden Gelüsten vor die Füße zu werfen und mich ihnen zu ergeben. Ich werde mein Ziel weiter vor Augen behalten, denn dies ist nur der Weg den ich dahin beschreite und solange ich mir dessen sicher bin, solange wird mein Geist auch klar genug sein, um nicht in Bahnen verdreht zu werden, deren Ausmaß man nichteinmal selbst begreift.
Und wo wir schon beim begreifen sind, muss ich unweigerlich an unsere kurze Exkursion nach Tirell denken. Oder besser dem, was von diesem Orden noch übrig ist. Obwohl ich schon viele Orte in dieser Welt gesehen habe auf meinen Reisen und auch so mancher Gefahr mich gegenübersah muss ich gestehen, dass jener Ort wahrlich einzigartig und einfach nur Phänomenal war. Es fällt mir schwer in Worte zu fassen, was ich auf dieser kurzen Exkursion erlebt und wahrgenommen habe. Obwohl der Ort zweifelsohne die meiste Magie verloren hatte. die er wohl einmal beherbergt haben musste, war noch genügend davon vorhanden um für einige erstaunliche Phänomene verantwortlich zu sein.
Sich in den Tirellruinen zu befinden ist ... als würde man mitten in dem Lavasee eines bereits ausgebrochenen Vulkans stehen und dies liegt nicht an der Hitze, jenes Ortes den die Flammen und seine merkwürdigen Bewohner abstrahlen. Es ist wegen der Magie, den chaotischen Klängen die jenen Ort umgeben, ihn durchziehen, durcheinander fliessen um sich mit sich selbst zu bizarren Konstrukten zu formen. Es kommt mir so vor, als währe die Magie, die Klänge jenes Ortes dort gefangen. Sie bilden die Lava aus dem der See besteht. Heiss, chaotisch ungeordnet und allgegenwärtig. Doch sie befinden sich in Bewegung und wenn sie auf andere chaotische Klänge treffen, verschmelzen sie zu einem seltsamen Gebilde, einer seltsamen Strophe und wie in einem Lavasee sich eine Blase bildet formt sich in Tirell das seltsame Konstrukt in Form eines Feuerwesens, das wohl die weithin geläufige Bezeichnung Feuerelementar trägt. Oder aber es entsteht einer jener merkwürdigen Beobachter kraturen, magisch begabten Wesen, die die Magie jenes Ortes, selbst dort gefangen hält. Chaotische tiefe Klänge in einem See des puren Chaos. Und wann immer man eines jener Wesen 'vernichtet' zerplatzt das Konstrukt, die Blase nur und fliesst zurück zu jenem Ort, darauf wartend sich von neuem mit einem anderen Klang zu vereinen. Ein ewiger Kreislauf, des entstehens und vergehens, der nur aufgehoben und gebannt werden könnte, wenn man wohl den gesamten 'see' trocken legt, die chaotische Magie abfliessen lässt, wie auch immer man soetwas anstellen will. Vermutlich ist es nicht besonders leicht, oder zu Risikobehaftet, als dass man zu versuchen wage und so hat man diesen Ort einfach sich selbst überlassen in der Hoffnung das die dort gefangene Magie niemals aus ihrem Kreislauf entfleuche und auf alle Ewigkeit vor sich hinzündle und niemandem Leid zufügt, der nicht wagemutig genug ist, sich diesem Ort zu nähern.
Es hat mich mit einer stillen Faszination und Neugierde erfüllt und ich kann es wirklich kaum erwarten, endlich diese Macht verstehen und begreifen und auch beeinflussen zu lernen. Soviele Ideen, sovieles das es herauszufinden und zu erforschen gilt, schwirren in meinem Geist und werden von meinem eigenen Unvermögen zurückgehalten und der sicherlich weisen Erkenntnis, dass es nicht sehr klug währe, irgendetwas in meinem Zustand der Unwissenheit auszuprobieren.
So bleibt mir nur mich in Geduld zu üben und zu warten, bis mein Geist etwas von dem versteht, wass ich wahrnehmen kann um dann zu neuen Erkenntnissen zu gelangen...
Notiz an mich selbst:
Forschungsobjekt Tirell - Herausfinden was diesen Quell der chaotischen Magie verursacht. Nähere Nachforschungen über die Art und Beschaffenheit jener Magie anstellen und eine Möglichkeit finden sie zu beeinflussen.
Vielleicht gelingt es mir, die Magie in dieses Fischerdorf Bajard abzuleiten. Ich währe sehr gespannt, was dieses Chaos an einem Ort mit solchen Klängen anrichten würde und bin mir ziemlich sicher, dass es eine Beobachtung mehr als wert währe.
Verfasst: Dienstag 28. Juli 2009, 01:10
von Constantin Kel´serant
27. Cirmiasum
Ein Tag wo ich nicht recht weiss, wo ich anfangen soll. Vor wenigen Tagen hätte ich vermutet, dass hier und jetzt ein Eintrag über den ersten erhaltenen Unterricht stehen würde, ein Eintrag der vermutlich eher knapp gehalten worden währe, da es nicht all zu viel Neues zu erfahren gab, was ich nicht bereits in der mir gestellten Aufgabe erfahren hätte. Aber zum Glück bin ich auch nicht hier, um mich über Geschehnisse vergangener Zeiten zu belesen. Doch der von mir sehnlichst erwartete Unterricht, rückt selbst jetzt noch in den Hintergrund angesichts der Ereignisse die sich in unserem Domizil, in den letzten beiden Tagen zugetragen haben.
Wenn ich bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Vorstellung oder auch nur eine entfernte Ahnung von der Macht gehabt hätte, der ich mein Leben verschrieben habe, dann währe es wohl der gestrige Tag gewesen, an dem sie sich mit aller grausamer Härte mir offenbart hätte.
Das letzte woran ich mich von gestern erinnere, bevor mich eine seelige Ohnmacht in meinem Zimmer erfasste, waren unglaubliche Schmerzen in meiner Brust, Schmerzen und eine ungeheure Anzahl an dunklen, chaotischen Klängen von gewirkter Magie, welche durch unsere Burg zu vernehmen waren, als würde man in einer Tropfsteinhöhle einmal laut rufen. Ungeheure Kräfte, so nah, so erdrückend real, dass sie mir die Luft zum atmen abschnürten, während ich mich gepeinigt in meinem Bett hin und her warf. In diesem Moment, diesem Chaos der dissonanten Klänge mischten sich immer wieder explosionen, lautes Zischen und Brüllen als auch Erdbeben, die den Putz von der Decke rieseln liessen. Für einen Moment beschlich mich das Gefühl, dass die Welt selbst, sich gegen uns Gewand hatte und uns nun zu vernichten drohte.
Aber es war nicht die Welt, die sich gegen uns wandte, es waren die Magi und Magister die sich gegen etwas gewand haben und die ganze Hässlichkeit der giftigen Atmossphäre dieses Ortes nach aussen kehrten, für jeden sichtbar und unmissverständlich deutlich. Das ganze Ausmaß und die Tragweite, der gestrigen Ereignisse wurde mir heute erst bei den Aufräumarbeiten bewusst, als zwei frische Köpfe aufgespiesst neben der Statue des Korow prangten, Köpfe die ich noch nicht gesehen habe und mir dennoch mit schauriger Deutlichkeit bewusst wurde, wer diese Personen waren.
Die Maestra und der Egelido ... beide von ihren ehemaligen Schülern verraten und gestürz, in einem Kampf bezwungen der seines Gleichen suchte.
Es hatte mich zugegebener Maßen im ersten Moment, ein wenig überrascht. Weniger die Tatsache an sich, als eher der Zeitpunkt des Sturzes, aber vielleicht gab es auch keinen besseren um den neuen Studiosi klar zu machen, wie die Dinge an diesem Ort hier geregelt werden können und ihnen genug Respekt einzuflößen, es nichtmal im Ansatz zu wagen die neuen Verhältnisse in Frage zu stellen. Zu Teilen ging dieser Plan wohl auch auf.
In jedemfall trat das Gewitter oder nein, viel besser die hässliche Fratze, das Spukgespenst das durch die Hallen unserer Burg streift, unsichtbar und doch spürbar mit jedem Atemzug den man nimmt und dessen Name Verrat ist, deutlich in Erscheinung. Es ist ... wie ich es mir gedacht habe, ein allgegenwärtiges Problem, hervorgerufen durch zuviel Machtgier, gepaart mit Misstrauen und Furcht vor den anderen.
Ich frage mich wieviele, der alten Maestro und Maestra auf diese oder ähnliche Weise ihre Führung im Orden verloren haben und ob dies der normale Lauf der Dinge ist. Vermutlich jedoch ist es kein Einzelfall, wie könnte es das an diesem Ort, wo Dolche hinter jedem Lächeln warten.
Nichts desto trotz ist diese neue Situation, Vorteil und Nachteil in einem.
Aus der Riege der Magister haben sich Magister Rilan und Magistra Milyen hervorgetan und die Herrschaft an sich gerissen. Rilan erlangte den Titel des Maestro und Milyen den der Elegida. Ein Umstand den ich durchaus sehr positiv entgegen sehe, nicht weil ich so dumm bin anzunehmen, dass es für mich irgendeinen Vorteil aus Ereignissen jüngstgeschehener Vergangenheit mit sich bringen würde, nein sondern vielmehr hilft dieser Umstand der Zukunft im Orden. Macht ... macht immer sehr einsam, denn die Anzahl der Neider und Feinde wächst. Vermutlich wird die hübsche Elegida sehr bald, von den Ereignissen ihres Aufstieges selbst immer wieder gemahnt, hinter jeder Gestalt einen Dolch vermuten, der bereit ist ihr in den Rücken zu fahren. Sogar ich selbst, werde beständig gegen dieses Misstrauen kämpfen müssen, was es zugegebener Maßen nicht ganz einfach machen wird. Dennoch, wird es keine bessere Chance geben, das zarte Pflänzchen zu hegen und zu pflegen und ihr meine Loyalität beweisen zu können. Es schien als hätte ich mit der Wahl von Magistra Milyen durchaus richtig gelegen, was das anbelangt. Sie selbst wird mir, reichlich Gelegenheit geben mich zu beweisen, wie sie auch schon heute andeutete.
Ich bin gespannt ob und wenn, wieviele von den beteiligten Magistern die Lektion die hinter ihrem eigenen Verrat stand, gelernt haben. Der Elegido und die Maestra waren begnadete Magier, ein jeder den anderen Magistern bei weitem überlegen, sowohl in Macht als auch Wissen und Übung, dennoch unterlagen sie der vereinten Kraft die sich jenen entgegenstellte, so vernahm ich es von Isabella der Bibleothekarin.
Ein kleiner, aber wichtiger Beweis und eine wichtige Lektion, das Macht allein, einem vor garnichts beschützt. Eine Herrschaft die sich alleinig auf Macht begründet ist schon verloren, wenn sie dies als alleinige Legitimation für den Herrschaftsanspruch benutzt, auch wenn dieser Irrglaube gerade in den Reihen der Anhänger Alatars weit verbreitet scheint. Eine gute und vor allem beständige Herrschaft legitimiert sich nicht, durch die eigene Macht sondern den Möglichkeiten und Nutzbeziehungen, die die Beherrschten aus jener Herrschaft ziehen. Ein guter Herrscher sollte also stets bemüht sein, durch ein ausgeklügeltes Netz aus vertrauenswürdigen Freunden, welche konstant durch gerade soviel Zuwendung bei Laune gehalten werden, dass sie keinen besseren Nutzen durch ein Machtwechsel erlangen können und einer großen Anzahl von Nutzniessern, welche in dem Dienst in dieser Herrschaft genug Potenzial sehen, ihre Situation verbessern zu können, seine Herrschaft auszuüben. Gewiss spricht nichts dagegen, einen gewissen Teil, mittels Drohgebärden oder tatsächlichen Übergriffen, daran zu erinnern, wer die Zügel in der Hand hält, doch muss man sich stets seiner Basis versichern können.
Was sehr kompliziert und umfassend für Reiche wie Rahal oder Hohenfels zu realisieren ist, mag hier in unserem Orden sehr viel offensichtlicher zu Tage treten.
Was währe zum Beispiel geschehen, wenn nur einer, ein Magus wie Cetus seine Chance gewittert hätte in der Gunst der Maestra weiter aufzusteigen und die anderen Magi im entscheidenden Moment verraten hätte? Wie währe wohl dann jener Putsch verlaufen? Vermutlich nichteinmal halb so erfolgreich.
Darum ist es dumm anzunehmen, Macht allein würde einem Sicherheit geben, würde einem helfen seine Ziele zu erreichen, besonders wenn sie ambitioniert sind. Es ist die urtümlichste Entdeckung unserer Rasse, nämlich dass die eigene Stärke sich in einer Gruppe gleichgesinnter potenziert, welche einen an einem Ort wie diesen bestehen lässt. Wieviel Unrecht, wieviel Verrat und wieviele Machtwechsel hätten wohl durch ein rechtzeitiges Wort der Warnung oder nur eine treue Seele verhindert werden können?
Doch so offensichtlich dies für mich scheint, ich gehe jede Wette, dass es noch sehr viel Unterredungen braucht, bis meine potenzielle Verbündete jene Erkenntnis zuteil wird und noch mehr, bis sie in ihrer jetzigen Position mich wirklich als ihren Verbündeten betrachten wird und nicht hinter jedem Wort und Dienst meinerseits Verrat wittert. Im Moment, vermutlich noch weniger aus der schlichten Tatsache heraus, dass sich meine Gefährlichkeit durch mein Wissen um die arkane Macht auf dem gleichen Niveau befindet, das eine Kartoffel inne hat, aber mit zunehmender Zeit und zunehmendem Wissen das ich erlange, wird dies zunehmends ein Problem werden. Wenn ich es bis dahin nicht geschafft habe, in ihr eine Verbündete, einen Freund zu finden, werde ich niemals über den Status eines Werkzeuges, dass sich einmal selbst gegen ein wenden könnte, hinauskommen und alle Chancen und Mühen die man bis dahin investiert hätte, währen verloren. Vom heutigen Tage an, läuft also die Zeit.
Der große Nachteil an den Geschehnissen der letzten Tage ist die stattgefundene Spaltung des Ordens. Vielleicht nur eine vorrübergehende Nebenerscheinung, wenn es dem neuen Maestro gelingt seine Herrschaft wirklich zu festigen, was die nächsten Tage zweifelsohne gefährlicher macht, als alle bisher vorangegangenen, aber ich glaube, dass die Spaltung viel tieferer Natur ist, wie eine giftige Wunde die man in ein Wesen schlägt, dass nicht daran stirbt. Jene Wunde wird verheilen, neues Fleisch wird darüber wachsen, aber darunter hat sich das Gift gesetzt, was schmerzt, was fühlbar da sein wird, bis es eines Tages wohl genauso unvorbereitet zu wirken beginnt. Die Leichtsinnige Aktion der Schwester Yara, welche heute schon viel zu früh offenbarte, auf welcher Seite jener Spalte sie stehen wird und dafür beinah den Tod fand, war ein bestechendes Zeichen für die verdorbene Saat die mit diesem Putsch ausgebracht wurde und welche in der Zukunft einmal grausige Früchte tragen wird.
Jedem der Magi wird am gestrigen Tage klar geworden sein, dass die Herrschaft etwas ist, dass man an sich reissen kann, selbst in unserem Orden, der soviele finstere Geheimnisse und Mächte kennt.
2 aus ihrer Mitte nutzten die Gunst der Stunde, 2 von ihnen hatten genug Mut und Kraft jene Herrschaft an sich zu reissen, aber keiner der Magi wird vergessen wie jene beiden diese Herrschaft erlangten und dass jene einmal aus ihrer Mitte hervorgingen und damit, mit ihnen einmal auf einer Stufe standen. Es ist eine Sache, einen Maestro oder eine Maestra kennen zu lernen, welche man seit dem man in dem Orden trat, nur als übermächtigen Geist, der zweifelsohne das eigene Leben zu jederzeit mit einem Augenzwinkern beenden könnte, kennen zu lernen oder aber mit ihm hier zu lernen und zu leben, seinen Aufstieg, seine Stärken aber auch seine Schwächen kennengelernt zu haben. Ein weiser Herrscher, der über mehr ... Personal verfügt, hätte vermutlich eben jene Mitwisser beseitigt. Keinem von ihnen, werden die Elegida und der Maestro jemals noch das Vertraun schenken können, wenn sie klug genug sind und am Leben bleiben wollen. Aber in unserem, kleinen Orden, indem die Macht des Ordens in Händen einzelner Personen gebündelt wird und nicht wie in der Herrschaft eines Barons, Herzogs oder gar Königs, auf den Schultern vieler vieler Hunderte oder gar Tausende ruht, währe die Beseitigung jener, gleichzusetzen mit der Entmilitarisierung ganzer Landstriche. Es ist, als würde man vor den Feinden in der Aussenwelt, sämtliche Wehr ablegen und seine Kehle entblößen.
Aus diesem Grunde, werden sich die Hinrichtungen auf die Allernötigsten und Allerdümmsten beschränken. Ein Umstand der uns Studiosi, welche weder lange hier leben, noch viel Einblick in die Geschehnisse haben, zu Gute kommt. Wir haben vermutlich noch eine der besten Ausgangspositionen, als unbeschriebene Blätter, deren Loyalität und Nutzen sich erst in einiger Zukunft herausstellen wird. Zumindest wenn man nun klug genug ist, seinen Kopf unten zu behalten und der neuen Führung keine Zweifel an der Unterwürfigkeit und Akzeptanz ihrer Herrschaft aufkommen zu lassen.
Dennoch blicke ich mit ein wenig Sorge in die Zukunft.
Aufgrund der Umstände, dass man eben jene Mitverschwörer, welche aus welchen Gründen auch immer, nicht die Gunst genutzt haben um sich selbst an die Macht zu bringen, nicht beseitigen lassen kann, keimt und schwelt in dem vergangenen Verrat schon wieder die Glut des Neuen.
Cetus ... und vermutlich Yara ... werden diesen Keim in sich tragen und mit jedem Tag der verstreift, wird er wachsen bis die Mauern des Ordens erneut von solchem Spektakel erschüttert werden, oder man andere Wege wagt, sich selbst an die Macht zu bringen. Einmal mehr hat sich bewiesen, wie unglaublich gefährlich jener Mann ist. Im Gegensatz zu der Adepta wusste er die Zeichen der Zeit richtig zu deuten und das einzig Vernünftige zu tun, indem er dem Maestro seine 'Loyalität' bewies und nicht so dumm war, ihm einen Grund zu geben einen der Mitverschwörer doch noch auf ganz 'legale' Weise verschwinden zu lassen. Eine Weisheit oder besser Verschlagenheit, die die Adepta Yara nicht teilte, als sie sich heute um Kopf und kragen redete. Doch nicht allein die Worte, es war ihr gebaren, ihre Gestiken, mit jeder Faser ihres Körpers verriet sie nur all zu deutlich, auf welcher Seite sie stand und wie tief der Riss ist, der dem Orden zugefügt wurde. Vermutlich kann sie von Glück reden, dass nach dem jüngsten Blutvergiessen, die Führung wohl kein Interesse an weiteren ... Unanehmlichkeiten ... diesbezüglich hat, weshalb ihr Leben geschont blieb.
Nichts desto trotz wird dieses Ereignis dem Maestro im Gedächtnis bleiben ... und mir wird es dass auch. Ich muss kein Hellseher sein um voraussagen zu können, dass die Adepta und Magus Cetus, 2 jener sein werden, die eines Tages die Ernte der gepflanzten Saat einfordern werden.
Ein Umstand der mir Sorge bereitet, da ich im Gegensatz zu den anderen beiden meiner Mitstudiosi kein unbeschriebenes Blatt mehr bin, wie vielleicht weitläufig noch angenommen wird. Auch ich habe meine Seite schon gewählt, auch wenn ich nicht so dumm sein werde, dies auch nur eine Sekunde früher als wirklich nötig zu offenbaren. Zumindest nicht jenen gegenüber, auf die meine Wahl nicht gefallen ist.
Es wird eine dunkle Zeit, eine Zeit in der jenes benannte Schreckgespenst noch viel deutlicher, viel greifbarer durch unsere leerer gewordenden Mauern ziehen wird. Ein Ereigniss wie dieses nun vorangegangene wird ganz zweifelsohne wieder stattfinden, vielleicht nicht im selben Umfang, sehr wahrscheinlich nicht auf einer ähnlichen Weise, aber es wird passieren. Die Frage die sich mir nun stellt, ist lediglich eine der Konstellationen und selbst diese sind absehbar.
Yara und Cetus, gegen Milyen und Rilan und meine Wenigkeit,
Yara, Cetus, Milyen und meine Wenigkeit gegen Rilan oder
Yara, Cetus und Rilan gegen Milyen und meine Wenigkeit?
Nur wenige, welche sie hier momentan aufhalten, kann man nocht nicht mit Sicherheit eine der zukünftigen Seiten zuordnen.
Wie werden sich Magistra Cecile und der mir noch unbekannte Magus entscheiden? Blut sei dicker als Wasser sagt man, aber es gibt wohl nichts auf der Welt das mehr Eide hat brechen lassen, mehr Blutverwandschaften schwinden und mehr Freundschaften verraten hat, als diese Macht um die es auch hier geht und wo ich wohl der Einzige bin, der nicht an ihr interessiert ist.
Dazu kommen dann meine beiden Mitstudiosi, welche bisher vermutlich sich wenig Gedanken um die Geschehnisse gemacht haben oder noch zu betäubt von jenen sind. Vielleicht fehlt ihnen auch nur der nötige Weitblick. In jedemfall denke ich, ist ihre Loyalität noch offen und erst die nahe Zukunft wird erahnen lassen können, auf welcher Seite des geschaffenen Grabens sie sich stellen werden ... wobei man sich da nie zu sicher sein sollte, selbst wenn man glaubt es zu wissen ...
Notizen für mich:
* Jago di Trequona und Argham Vindor
Beide von Krathor und Gabriel wieder zum Leben erweckt worden.
Begründeten mit Gabriel den neuen Orden der Arkorither im Jahr 236.
* Der neue Maestro verlangt, dass ich die Robe im Unterricht zu tragen habe. Ich sollte ihm besser keinen Anlass zum Unmut in diesen schwierigen Zeiten geben
* Cetus und Yara im Auge behalten. Die Gefahr, dass der neue Verrat von ihnen ausgehen wird, ist meines erachtens am größten, wenngleich ich noch nichts über Magistra Ceciles Position in Erfahrung bringen konnte. Auch hier gilt es ein Auge offen zu haben.
Verfasst: Mittwoch 29. Juli 2009, 19:45
von Constantin Kel´serant
28. Cirmiasum 252
Es ist immer wieder erstaunlich, welch merkwürdige Characktäre man in Alatargeführten Reichen auf einflussreichen Positionen findet. Ich erinnere mich da gern, an die Stadt Windfeld, in der der dortig regierende Baron die Staatsgeschäfte zwar mit strenger Hand gewissenhaft führte, jedoch noch genügend Zeit fand sein extravagantes Hobby, der Bauernjagd, zu frönen. Es war keine Notwendingkeit, keine Durchsetzung von exekutiver Gewalt, sondern die eigene perfide Lust am Morden und Blutvergiessen, denen die Schutzlosen zum Opfer fiehlen. Unter dem Vorwand die Schwachen auszusieben um Platz für die starken zu machen, fanden unzählige einen brutalen und sinnlosen Tod, bis der gute Baron eines Morgens nicht mehr von seinem seidenen Bette aufstand, da jemand ihm ein zweites Grinsen ins Gesicht geschnitten hatte, meiner Meinung nach sehr trefflich war es doch ein ebensolches Grinsen, mit dem er immer auf seine Opfer hinab sah.
Was der Baron von Windfeld für jene Stadt war, scheint Fräulein Eliza Tautropfen für Rahal zu sein. Es begab sich, dass die neue Elegida mein Geleit wünschte um verschiedenste Dinge in Rahal und Umgebung zu erledigen, ein Umstand der mich weiter darin bestärkt, dass zumindest die Bereitschaft zum Vertraun wächst. Nach einem durchaus interessanten Treffen mit der Erhabenen des Letharenvolkes, welche eine ausgesprochen interessante Art haben die ihren zu behandeln, traf man am späteren Abend auf eben jene besagte Frau und Statthalterin jener stolzen Festungsstadt, welche im ganzen Land Alumena von sich reden macht. Der Abend verlief ruhig eigentlich nichts besonderes, höfliches Gerede über belanglose Dinge und Ereignisse an die man sich gern zurückerinnert. Es ist schon eine merkwürdige Eigenheit von uns Menschen, selbst nach Monden oder Jahren uns in erlebten Genuss zu baden, selbst wenn davon nichts mehr übrig ist, als ein paar schwammige Erinnerungen. Doch gerade jene sind es, die diesen Moment unvergänglich für uns machen und wir bekommen einen kleinen Einblick davon was die Ewigkeit wohl bedeutet, doch ich schweife ab ...
In jedemfall fiehl das Thema dann auf eine scheinbar weit verbreitete Lieblingsbeschäftigung, Folter. Offenkundig hatte jene Frau deren Geist in einem Zustand zu schweben scheint, den ich der Einfachhalt halber als völliger Wahnsinn deklariere, scheinbar eine helle Freude daran uns sehr bildlich zu berichten, wie sie eine unbekannte Frau dazu gebracht hat ein glühendes Stück Kohle einzuatmen, bis sie sehr qualvoll daran starb. Auch wenn sie es uns als 'Untersuchung' verkaufen wollte, hatte ich nicht den Eindruck, als hätte sie irgendetwas daraus gelernt, noch es in irgendeiner Weise vorgehabt.
Soweit ich weiss ist sie eine 'Heilerin', wobei ich es wohl eher als Metzgerin deklarieren würde und gewiss, hätte ich durchaus weniger Abscheu empfunden, wenn sie nicht mit solcher Leidenschaft von den Qualen der Frau, als eher über die Ergebnisse jener 'untersuchung' gesprochen hätte. Es brachte mich zu der Frage, die ich mir nun selbst stelle: Wo ist die Grenze? Befinde ich mich auch auf den Weg meiner Selbst zu verraten, nun wo ich meine Seele schon verkauft habe? Wann wird es bei mir soweit sein, dass ich zum Genuss experimentiere und nicht wegen der Ergebnisse und Forschung? Ich hoffe nie ...
Zweifelsohne musste ich mir eingestehen, dass ich wohl ebenso bereit bin, einem Menschen eine solch grausame Tortur durchleben zu lassen und sein Leben auf diese Weise zu verlieren und doch befinde ich mich als nicht Gleichzusetzen mit den perfiden Wahnsinnigen, welche eigene Befriedigung scheinbar nur noch in der Qual von anderen finden.
Was für mich zählt sind Ergebnisse. Das Resultat ist es was ich zu erreichen und zu verstehen Suche, selbst wenn der Weg dahin mir egal ist. Vermutlich macht mich das gewiss zu keinem besseren Menschen, vermutlich bin ich ebenso 'Monster' wie jene Bestie die sich Heilerin schimpft und doch ... obwohl mein Körper nichteinmal mehr von einer Seele bewohnt wird, ist es mein Geist, der uns unterscheidet. Die Frage die sich mir jedoch stellt ist, ob ich nun klarer bin, ein entferntes durchklingen des Menschen den ich immernoch glaube zu verkörpern, in all seiner Niedertracht aber auch seinen Emotionen und 'guten' Dingen ... oder ob ich nicht eigentlich noch viel wahnsinniger als all die Verrückten dort draussen bin, deren Antrieb nur ihre niederen tierischen Instinkte zu sein scheinen.
Vermutlich, sollte ich mir weniger Gedanken darum machen und mich mehr um die Magie kümmern, welche ich zu verstehen und zu beherrschen trachte, denn vielleicht finde ich einmal die Antwort auf eben jene Frage, wenn ich den Platz des Menschen im Gefüge der Welt kenne, so wie seine Aufgabe für das große Ganze.
In jedemfalle ist eben jener Statthalterin in keinster Weise über den Weg zu trauen und so ich einmal Verwendung für einen Heiler habe, soll mich ein Balrog hohlen, wenn ich mich jener Frau anvertraue.
Wie erwartet war es ansonsten sehr ruhig auf der Burg. Die Wunde die geschlagen wurde wird langsam verheilen und vermutlich wird es auch noch eine ganze Weile lang still bleiben. Wenn es weiter nach Plan verläuft, werden sowohl der Maestro als auch die Elegida ihre Macht alsbald soweit gefestigt haben, dass niemand ihnen mehr öffentlich widerspricht und alle augenscheinlich das tun, was sie verlangen. Das Gift der Missgunst und Machtgier wird unterschwellig köcheln, wie ein Raubtier, dass auf die passende Gelegenheit wartet. Die Frage die sich mir stellt, ist ob es nicht vorher schon genauso war und alles wieder eine gewisse 'Normalität' annimmt. Gewiss habe ich die vergiftete Atmossphäre auch vorher schon gespührt, aber ich habe nicht gedacht, dass sie sich selbst gegen die Ordensführung richten könnte, vielleicht war alleinig dies mein Fehler in meiner Beobachtung, ein Fehler aus dem ich in jedemfall eine Menge gelernt habe und von nun an noch mehr auf der Hut sein werde, für mich und Elegida Milyen.
Jene Frau ist mir, obwohl ich in den Genuss kam, mehr Zeit mit ihr verbringen zu dürfen, immernoch ein Rätsel oder sagen wir, sie selbst sorgt gut dafür, dass es so bleibt. Es ist sehr schwer, den angeschnittenen Themen die Oberflächlichkeit zu nehmen um mehr von ihrer Person nach aussen zu kehren, auch wenn ich glaube dass es mir langsam gelingt zumindest ein wenig zu ihr durchzudringen. Vermutlich ist es die, in diesen Hallen durchaus sehr riskante, fast schon leichtsinnige, ehrliche und offene Art, die man hier in unserer dunklen Festung, wo jeder damit beschäftigt scheint sich selbst und vor allem seine Schwächen voreinander zu verbergen, einfach nicht erwarten würde, was mir in dieser Hinsicht ein wenig Erfolg beschert. Es gelang mir zum ersten mal, das Gespräch auf eine persönliche Ebene zu ziehen, eine Ebene die eine gewisse Bereitschaft zum Vertraun voraussetzt. Ein kleiner Einblick in das unbekannte, mysteriöse Wesen, welches sich um die Elegida rankt.
Aber jene Erfolge werden teuer oder sagen wir besser gefährlich erkauft. Ich muss selbst sehr auf der Hut sein, um zu verhindern, dass all jene Offenbarungen in destruktiver Weise gegen mich verwendet werden. Ebenso muss ich stets die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass sie eine andere Begebenheit für lohnenswerter hält und schnell das Interesse verliert auch wenn es momentan eher danach aussieht, als hätte sie wirklich Verwendung für eine treue Seele und weiss um ihre Position innerhalb des Ordens, mit den Gefahren und Möglichkeiten.
Ich hoffe nur mein Plan geht auf und ich habe richtig gewählt, sodass ich in Zukunft ungestört meine Studien betreiben kann ohne mich ständig um irgendwelche ... Störungen ... kümmern zu müssen. Auch wenn bis dahin, noch sehr viel mehr Gespräche und Handlungen erfolgen müssen ...
Notizen für mich selbst:
* Jedwede Tränke welche aus der Hand der Statthalterin stammen könnten, überprüfen lassen, es währe wirklich bedauerlich einem der ... seltsamen experimente zum Opfer zu fallen.
* Die Elegida betrachtet die Burg als ihr "Zuhause", ich werde ihr die wahre Bedeutung jenes Wortes wohl irgendwie verdeutlichen müssen, wenn ich ihren Geist bewahren möchte.
* ich habe in der Bibleothek eine interessante Abhandlung über Elementarmagie gefunden mit dem Titel "brennende Steine - Grundlagen der Elementarmagie", das sollte ich mir mal genauer ansehen.
Verfasst: Donnerstag 30. Juli 2009, 02:48
von Constantin Kel´serant
29. Cirmiasum 252
Erneut wurde offensichtlich dass sich der Orden oder besser die Struktur des Ordens in Bewegung befindet. Erneut musste man sich mit jener Wunde befassen, die ihm geschlagen wurde und wenn man dieser schwelenden Aggression, dieser von Machtgier getriebenen Atmossphäre des Verrats und des Misstrauns, der Spaltung des Ordens in einige wenige Lager, ein Gesicht geben wollte, so währe es Zweifelsohne das von Adepta Yara.
Ich frage mich ernsthaft wie jemand es mit ihrer beschränkten Weitsicht und offen konfrontierenden Art, bis zur Adepta gebracht hat. Ob die alte Maestra nachsichtiger war? Vielleicht stand sie auch hoch in ihrer Gunst? Ich weiss es nicht, doch den neuen Maestro immer wieder herauszufordern und sich von dem Rest des Ordens zu isolieren und abzugrenzen ist, meines Erachtens nach das absolut Falscheste und Dümmste, dass man zur Zeit tun kann. So dumm dass mir nur festzustellen bleibt, dass jene Adepta einen ausgeprägten Todeswunsch zu haben scheint, oder in selbstmörderischer Manier einen Bluff wagt, bei dem sie ebenso alles auf eine Karte setzt, die Magus Cetus heisst.
Im Orden selbst, scheint es eher ein offenes Geheimnis zu sein, dass besagter Magus eine offene Schwäche für hübsche Frauen zu haben scheint und unansehlich ist unsere Adepta in keinem Fall. Gepaart mit dem eigenen Verlangen nach Macht unseres Magus, eine gewiss gefährliche Kombination... eine die vielleicht sogar doch schon sehr viel früher als angenommen aufgehen oder viel mehr ... explodieren könnte.
Und erneut war Adepta Yara der Anlass. Das Interesse das Magus Cetus jener Adepta entgegenbringt, ist selbst mir aufgefallen und ich denke auch Maestro Rilan weiss sehr wohl darüber bescheid. Vielleicht ist es gerade deshalb, weshalb sie sich erneut, wenngleich in indirekter Weise, dem Maestro widersetzt hat. Mir wurde heute die Aufgabe zugetragen, mich von der Adepta zu ihrer gestellten Aufgabe unterweisen zu lassen, wohl um sie ein wenig im Auge zu behalten, da Hilfe kaum von Nöten war. Doch obwohl ich ihr erklärte, dass ich auf Anweisung des Maestro handelte, verweigerte sie die Kooperation. Sehr töricht ... oder unglaublich berechnend. Ich hatte nicht vor gehabt die Geschichte, Cetus und dem Maestro auf die Nase zu binden, ich hatte meine eigenen Ideen diese Aufgabe abzuschliessen. Vermutlich hätte es dazu eines starken Betäubungs- und Rauschmittels bedurft um an die nötigen Informationen heranzukommen, aber nachdem wohl beide Magier nicht umhin kamen, zu bemerken, dass etwas im Busch war und sie mich schliesslich direkt fragten, wie es mit meiner Aufgabe aussah, hatte ich keine Wahl mehr als ihnen von der Weigerung der Adepta zu berichten.
Vor allem Cetus, sprach die Fragen aus, die offen im Raum standen und wohl vor allem dem Maestro interessierten, obwohl er sich eine Antwort darauf vermutlich schon denken konnte und bewies dadurch einmal mehr sein schauspielerisches Talent und seinen scharfen Verstand. Ein unbedarfter Studiosi hätte ihm dem treuen Diener vermutlich abgekauft, der offenkundig so unbequeme Fragen gegenüber einer Adepta stellte, welche für ihn auch nur eine solche zu sein schien. Das ist zumindest, was er einem glauben machen will, weil es das ist, was von ihm verlangt wird, dass er allen glauben macht. Ich frage mich, ob es in seinem Innern brodelt, wann immer er handelt, wie er handeln muss oder ob er kühl mit dem Verstand jenes hin nimmt. Hmm ... nein kühl und emotionslos bestimmt nicht. Vermutlich wird er zwar nicht um ihretwillen emotionsbehaftet sein, sondern eher um seiner selbst willen aber ich nehme stark an, dass Zorn und Wut in solchen Momenten in seinem Innern vorherrschen.
Wie dem auch sei, erneut befand sich Yaras Schicksal auf Messers schneide und dies wusste auch Cetus. Auch seinem Schutz sind noch Grenzen gesetzt, Grenzen welche er offenkundig noch nicht zu überschreiten gedenkt. Doch was sich heute, darauf folgend an dem Tisch des Aufenthaltsraumes abspielte, zwischen Maestro Rilan und Magus Cetus, war nichts weiter als ein stiller Machtkampf. Maestro Cetus, hatte gewiss nicht umsonst die meiste Zeit jener Unterredung, seine Hand unterhalb der Tischkante und dem aufmerksamen Beobachter fiehl die Entschlossenheit in den Blicken des Magus auf. Elegida Milyen war gegangen, der Maestro allein und am dem Tisch sass nur ein Studioso, welcher ausser Feuerbällen werfen nichts konnte und bei dem fraglich war ob er sich in einem drohenden Konflikt überhaupt einmischen würde. Magus Cetus, stand die Adepta Yara zur Seite bei der keinerlei Zweifel bestand, auf wessen Seite sie sich einmischen würde. Ich denke, dies wird es gewesen sein, was Maestro Rilan dazu veranlasste kleinbei zu geben. Erneut kam die Adepta ungeschoren davon, erneut wurde nur die Warnung ausgesprochen, dass eine andere Ordensführung sie für derlei Ungehorsam schon den Tod hätte finden lassen. Eine Niederlage für den neuen Maestro, eine die er sich nicht nochmal erlauben können wird wenn er die Mühlen des Verrats nicht doch noch beschleunigen möchte.
Vermutlich war es Glück, das weder andere Magi, noch weitere Studiosi anwesend wahren, welche dies als Zeichen der Schwäche hätten auslegen können und sich daran erinnern würden. Ein Ordensführer der im Ruf stand, schwach zu sein, würde sich nicht lange auf den Thron unseres Ordens behaupten können. Ich bin mir sicher, dessen ist sich Rilan durchaus bewusst, ein Grund mehr, weshalb erneuter Ungehorsam der Schwester Yara zweifelsohne zum ausbrechen eines neuen offenen Machtkampfes führen wird oder den Untergang der kurzen Herrschaft von Rilan besiegelt. Eine gefährliche und sehr verworrene Situation. Fast schon zu verworren um alleinig Zufall zu sein. Die Frage ist, wer hinter einem solch wirklich ausgeklügelten und zutiefst hinterhältigen Plan stecken könnte und wer wen benutzt. Im Grunde gibt es da nicht viele Möglichkeiten.
Entweder Yara ist wirklich dumm genug, ihr ganzes Vertraun in Cetus zu setzen und zu glauben, dass sein Einfluss es ihr erlauben wird ihre kindischen Trotzreaktionen beibehalten zu können, um ihren glimmenden Hass auf die Ordensführung zumindest ein wenig befriedigen zu können ... ein äußerst naiver und wirklich widerlich primitiver Gedanke ... oder aber ... sie ist die gerissenste und durchtriebenste Person der ich bis hierhin begegnet bin und stellt damit selbst die Magistra in den Schatten.
Denn dann ergäbe, dieses unweigerlich selbstzerstörerische Verhalten durchaus einen Sinn.
Angenommen, sie hätte es wirklich geschafft, Cetus an seiner Schwäche zu packen und ihn um den Finger zu wickeln, jenen durchschaut und verstanden wie er denkt und genug Verstand und Menschenkenntnis, seine Handlungen nicht nur vorherzusehen, sondern auch beeinflussen zu können, dann gäbe das diesem Chaos eine ganz neue, ungeheuerlich perfide Note. Denn dann, weiss sie was sie tut, weiss sie, dass das Spiel was sie spielt, der stetige Ungehorsam unweigerlich zum großen Eklat führen wird. Diesen zu erreichen währe dann sogar ihr Ziel. Vielleicht hat sie Cetus durchschaut und pokert hoch, wenn sie den Zorn des Maestro auf sich lenkt und Cetus so zum handeln zwingt. Vielleicht will sie, dass der Maestro von Cetus die Entscheidung abverlangt, sich zwischen seiner zweifellos geringen Loyalität auf der einen und seiner eigenen Machtgier und ihren Schenkeln auf der anderen Seite, zu entscheiden. Ein widerliches Spiel, aber bei einem Mann wie Cetus, durchaus eines das vermeintlich Erfolg verspricht. Die Quote dass sich Cetus für die letzte der beiden Optionen entscheiden würde, ist vermutlich schlechtestens 2:3 dafür dass er es tut. Und 60% währen einer so durchtriebenen Frau vermutlich Chance genug darauf zu setzen, um zu bekommen was sie will. Bestenfalls tötet Cerus, Rilan und vielleicht noch Milyen und ergreift dann selbst die Macht im Orden und bestellt Yara zur Elegida, wenn sie ihre Prüfung zur Maga bestanden hat.
In jedemfall, eignet sich wohl niemand besser zum Werkzeug für einen solchen Plan als Cetus. Er hat die nötige Stärke und Macht um es mit den derzeitigen Magi aufzunehmen, solange er sie einzeln erwischt und genug nur all zu menschliche Schwächen, um diese zur Manipulation zu nutzen.
Gefährlich wird es nur, wenn sich Cetus seiner Rolle in diesem Spiel bewusst wird oder schon bewusst ist. Das würde eine neue sehr interessante Variante dieses Meisterstücks menschlicher Abartigkeit eröffnen. Nunja, wie dem auch sei, ich bin mir sicher, wenn es weiterhin so läuft, wird es nichtmehr lange dauern, bis der Vorhang entgültig fällt und man gespannt das Ende jenes Possenspiels erwarten darf.
Nichts desto trotz ... hat mich die heutige Situation doch für einen Moment vor die Frage gestellt, wo ich meinen Platz, meine Rolle sehe.
Wie hätte ich reagiert, hätte Cetus Maestro Rilan heute wirklich angegriffen? Ein weiterer Verbündeter im Orden, währe gewiss nützlich, auch wenn ich bisher nicht und wohl auch in naher Zukunft noch weniger dazu komme, mir ein genaues Bild von Maestro Rilan zu machen, um nur eine ungefähre Vorstellung davon zu haben, was er wohl für ein Mensch ist.
Mich auf seine Seite zu stellen und gegen Cetus und Yara gekämpft zu haben, hätte vermutlich ausgereicht im Falle eines Sieges ungestört meine Studien fortsetzen zu können. Doch die Aussicht auf einen Sieg gegen Cetus und Yara, waren bestenfalls als gering zu beschreiben. Cetus und Yara zu helfen und mich bei einem solchen Kampf auf ihre Seite zu schlagen, währe vermutlich am aussichtsreichsten auf Erfolg gewesen, ebenso darauf vielleicht noch einen Tag länger zu leben, allerdings hätte es mir wenig genutzt. Ich weiss, das Cetus mich nicht leiden kann und daran wird sich vermutlich nie etwas ändern. Ich bin vermutlich genau jene Art von Mann, die er nicht ausstehen kann, auf jedenfall aber jene Art von Mann, denen er niemals auch nur ein Fünkchen aufrichtiges Vertrauen schenken würde. Dessen wurde ich mir schon in den wenigen Augenblicken unserer ersten Begegnungen bewusst und er zögert keinen Moment, mich es stetig neu spüren zu lassen.
Die Warnungen, welche er mir heute zuteil werden liess, sind sehr deutlich angekommen, auch wenn sie rhetorisch einwandfrei verpackt waren, sodass nur wir beide wussten, was er damit ausdrücken wollte. "Haltet eure Klinge immer scharf, man weiss nie wann der Orden sie einmal benötigt" ? Was er mir doch eigentlich damit sagen wollte, war nichts weiter als: sei auf der Hut bei allem was du tust, und vor allem: stell dich mir niemals in den Weg. "Die meisten jener sogenannten Magier müssen in einem Kampf erstmal nachdenken, wie sie einen Zauber richtig abblocken können. Bis sie darüber nachgedacht haben, hab ich sie schon getötet weil ich darüber nicht mehr nachdenken muss. " ... Wiederum ein Satz, der meine eigene Unzulänglichkeit als unwissender Magiewirker herauskristallisiert, gleichsam mit der dezenten Drohung, dass es mir nicht anders ergehen würde und es ihn vermutlich noch weniger nachdenken kostet, mich umzubringen.
Nein, selbst wenn ich mich in solch einem Fall auf ihre Seite geschlagen hätte, gäbe es dort nie eine Zukunft für mich. Jene würde spätestens dann enden, wenn es wieder gegen die Elegida, gegen Milyen gegangen währe. Aber zu einem solchen Zeitpunkt, hätte es schon unlängst kein Unterschied mehr gemacht ob ich mich dort dann, auf ihre Seite gestellt hätte oder nicht.
Die dritte Möglichkeit währe gewesen schlicht abzuwarten, wer der Gewinner jenes Kampfes geworden währe und mich garnicht einzumischen. Eine Möglichkeit die ich, auch wenn ich nie ein großer Kämpfer war, schlichtweg als ziemlich feige ansehe und die nur Kurzsichtige als die weiseste Möglichkeit titulieren würden. Denn egal, wer aus diesem Kampf als Sieger hervorgegangen währe, jeder hätte sich daran auf seine Weise erinnert. Für Cetus währe es vermutlich der willkommene Anlass gewesen, mich eines Tages oder auch gleich im Anschluss oder nach seiner Machtergreifung aus dem Weg räumen zu lassen und für Rilan währe es Grund genug gewesen, mir offen zu misstrauen. Wenn ich mich raushalten würde, kann ich nur verlieren, egal wie dieser Machtkampf endet. Ferner gilt es Milyens Position zu berücksichtigen und das zu tun, was das Beste für die Elegida ist, wenn ich weiterhin glaube, dass sie in ferner Zukunft am ehesten geneigt sein wird, meine Forschung zu unterstützen. All dies, macht das Leben hier nicht gerade leichter und nimmt viel zu viel meiner Gedanken ein. Doch nun wo ich mich dem Orden angeschlossen habe, gibt es kein Zurück mehr. Ich kann nicht in eine andere Stadt ziehen, ich kann mir nicht einfach einen anderen Ort suchen, falls es schief geht und die gewirkten Änderungen für mich unhaltbar werden. Ich bin nun hier, an dieses Land und diesen Orden gebunden und werde es für immer sein. Es reicht daher nicht aus, sich rauszuhalten und die Vorgänge zu nihilieren und so zu tun, als ginge mich das alles nichts an. Meine Zukunft ist unweigerlich mit den Vorgängen in diesem Orden verbunden. Viele Wege führen zu tödlichen Sackgassen und nur wenige zu meinem angestrebten Ziel und dennoch ist es vermutlich die einzige Chance die ich habe.
Es hilft also nichts, ausser mit aller zur Verfügung stehenden Kraft mitzuwirken, selbst wenn diese kaum ausreicht, die Veränderungen welche unaufhaltsam wie ein ganzer Steinschlag auf einen zurollen, zu beinflussen oder aufzuhalten. Aber vielleicht, schaffe ich es zumindest jene in eine nicht nachteilige Richtung zu lenken, damit währe schon viel erreicht und meine erste wirkliche Prüfung, ob ich hier an diesem Ort bestehen werde, bestanden ...
Notiz für mich:
* Ich sollte schnellstmöglich Kontakt zur Elegida suchen um abzuklären, wie sie zum Maestro steht, auch wenn ich glaube, dass sie ihn, Cetus zweifelsohne vorzieht und sich ebenso bewusst ist, dass der Maestro eine wertvolle Unterstützung ist, um Cetus im Zaum zu halten.
* Wenn dem wirklich so ist, werde ich wohl selbst ein wenig Glücksspiel betreiben müssen und mit dem Maestro reden. Ich habe zwar nicht den leisesten Hauch, wie er reagieren wird, wenn ich ihm meine Sicht der Dinge schilder und auch ihm treuen Dienst in dieser schweren Zeit zur Verfügung stellen möchte, aber ein zu langes abwägen und zögern, kann einem in diesen Zeiten die wenigen Möglichkeiten die man hat, nur verbaun.
Verfasst: Mittwoch 12. August 2009, 18:54
von Constantin Kel´serant
11. Ashatar 252
Einige Zeit ist ins Land gezogen, Zeit die ich vor allem mit meinen Studien verbrachte. Die Anweisung des Maestro, dass sich alle Mitglieder des Ordens mit der Erforschung und Findung von Schutzzaubern zu beschäftigen hätten, kam überraschend. Zuerst dachte ich, dass es sich dabei um die Vorbereitung zu einer erneuten Auseinandersetzung mit den Feinden Rahals oder besser gesagt um eine Verteidigung von strategisch wichtigen Stellen handeln müsse, weshalb wir unsere Zeit und Resourcen dafür aufbringen sollten, aber der wahre Grund war weitaus unerfreulicher als das. Einer oder mehrere Magier, vielleicht ein ganzer Orden mit unvorstellbarem Wissen um die arkanen Mächte. Wir haben Berichte bekommen, wonach es zumindest jenem einen Magier, der auch unsere Schutzzauber durchbrochen hat, die unsere Ordensburg umgeben, fähig sein soll, anderen Liedkundigen ihre Befähigung und damit ihre Macht zu nehmen. Kein Wunder also, das selbst die Elegida und der Maestro diesem Thema soviel Priorität beimessen. Ihre magischen Fähigkeiten zu verlieren, das fürchtet wohl jeder Magieanwender und besonders ein jeder Arkorither. Besonders jene in hoher Position, denn sollte dergleichen bekannt werden, könnte ein Bruder oder eine Schwester auf die Idee kommen, den Platz jener verfluchten Seele einnehmen zu wollen. Gerade nachdem unser Orden eine kleine Umstrukturierung durchgemacht hat, währe ein solcher Fluch also äußerst .. ungünstig ... für viele Beteiligte. Was mich dazu bringt, festzustellen, dass es wie erwartet oberflächlich zumindest etwas ruhiger geworden ist. Auch wenn Schwester Yara immernoch mit sich und der Situation zu kämpfen scheint. Besonders der Elegida gegenüber scheint sie es noch schwer zu haben, benötigten Respekt zu erbringen, was zu einigen kleineren Auseinandersetzungen führte. Alles in allem kann man aber sagen, dass der große Feuersturm vorerst vorrüber scheint und die Wunde langsam verheilt, auch wenn niemand vergessen wird, wie Maestro und Elegida an die Macht gekommen sind.
Ich hoffe, dass es den beiden gelingt die Machtverhältnisse weiter zu stabilisieren, die internen Machtkämpfe und Verratsbefürchtungen zerren an den Gemütern vieler hier.
Gut ... wenn man dann entgegen der Stimme seines eigenen Ehrgeizes, ob nun Ehrgeiz für die Erlangung von Wissen oder simpler Macht, weiss dass man es nicht übertreiben sollte und seinen Körper und Geist ab und an etwas Ruhe gönnt. Oder noch besser Aufgaben erhält, die ein wenig ... Entspannung und Ruhe beinhalten können. Manchmal scheint es mir fast, als währe die Welt da draussen, mit all ihren Feinden für einen angehörigen des Ordens, dennoch weitaus friedlicher als die eigene Burg und auch weitaus sicherer. Als Argument für diese These könnte der Ausflug mit der Elegida Milyen nach Menek'ur herhalten. Denn obwohl jenes Volk uns und Rahal nicht wohlgesonnen ist, konnten einige seiner Vertreter mit findigen Wort und kaltem Kalkül von unseren "ehrbaren" Absichten überzeugt werden und tätigten Geschäfte obwohl wir keine Nachweise irgendwelcher Bürgerschaften vorzuweisen hatten. Ein Umstand, den ich vielleicht einmal ändern sollte.
Doch nicht der Erfolg jener Aufgabe war es, was mich in einigen meiner Ansichten bestärkte und mir den Ausflug als sehr angenehm in Gedächtnis halten wird, sondern der Anblick und die Rolle die Elegida Milyen spielte. Allein als sie in dem weissen Kleid die Treppen unserer dunklen Festung hinunterschritt, wie ein Funke Licht inmitten einer großen Finsternis. Auch wenn ich weiss, dass es nur dazu diente unseren Feind zu täuschen und mein Funke Licht, vermutlich eher einem Irrlicht gleicht, dass verführerisch, ahnungslose Wanderer ins Verderben lockt, so war es doch ein sehr überraschender Anblick.
Den Menekanern gegenüber gaben wir uns als ... nun es fällt mir selber schwer es zu katalogisieren, ob es ein Liebespaar oder nur recht intime Freunde wahren, ich denke jeder hätte etwas anderes sehen können. Dennoch war es eine amüsante und irgendwie sogar sehr angenehme Vorstellung die wir dem Wüstenvolk lieferten. Selbst ich hatte an manchen Stellen Mühe nicht aus der Rolle zu fallen, weil mich eine Geste oder ein perfekt gespielter Blick, beinah aus meinem Konszept gebracht hätte. Ich hätte nie gedacht, dass die Elegida eine wirklich so gute Schauspielerin ist. In der Tat sogut, dass ich selbst mit dem Wissen, dass es nur gespielt war, Mühe hatte es nicht selbst zu glauben. Die Blicke der klaren sonst aber eher leer wirkenden graublauen Augen, das verführerisch sanfte Lächeln ihrer blassen Lippen, die sanften und unschuldigen Berührungen der Hände ... es passte alles. Eine gefährliche Seite, eine sehr gefährliche Maske die sie offenkundig zu führen weiss. Wie das schon erwähnte Irrlicht, strahlend schön und rein für unbedachte Blicke, all die Dunkelheit und dunklen Intentionen hinter jener Maske verbergend. Ein Gesicht, ein Anblick und mit ihrer sanften Stimme und dem gespielten Lächeln und ihrem sanften Wesen eine gefährliche Kombination, bei der junge Männer schnell ihr Herz verlieren könnten.
Es ist wirklich beeindruckend, bis zu welchem Grad wir uns verstellen können. So gesehen, hatten die Menekaner garkeine andere Wahl als uns das junge Wanderspäärchen von dem ich mich als Pflanzenforscher ausgab, abzukaufen. Erst als wir wieder in die Burg zurückkehrten, kehrte auch der kühle und berechnende Blick auf dem schönen Gesicht der Elegida, mit solcher unaufhaltsamkeit zurück, als könnte man einer schönen Blume beim verwelken zusehen. Ich ertappte mich dabei, mir zu wünschen sie einmal wirklich so strahlen und Lächeln zu sehen, ehrlich und offen ohne Falschheit darin aber ich denke das es fast ein Ding der Unmöglichkeit ist.
In jedemfall fiehl es mir dadurch nur leichter, selbst in meiner Rolle zu bleiben. Noch immer sehe ich keine Notwendigkeit darin mich mehr zu verstellen als es nötig ist, schliesslich heisst es auch nicht umsonst, dass die glaubhaftesten Lügen jene sind, die ein Fünkchen Wahrheit enthalten. Es war gar befreiend, jenes Spiel für die Menekaner aufführen zu dürfen und der Erfolg unserer Aufgabe, war das Tüpfelchen, das fehlte um diesen Tag, perfekt zu machen. Auch die Elegida schien zufrieden zu sein.
Vielleicht war dies der Grund für unser recht offenes Gespräch am heutigen Abend.
Wie dem auch sei, wir hatten heute auch den ersten richtigen Unterricht und haben unsere Reise in die weiten und komplizierten Welt der Magie begonnen. Auch wenn die zweite Stunde wohl dazu diente, uns erstmal einen groben Überblick zu geben und wir immernoch nicht erfahren haben, wie wir unsere Begabung für etwas praktisches Nutzen können, so haben wir doch einige interessante Dinge erfahren. Besonders die Ausführungen über die Primär und Sekundär Energien haben mein Interesse erweckt. Als Magier beeinflussen wir vor allem die Sekundären Ausformungen zu denen auch die Elemente gehören. Jene Manipulation verfestigt sich dann in den magischen Applikationen die Gegenstand unzähliger Tavernengeschichten über die Fähigkeiten von Magiern, welche Feuerbälle vom Himmel regnen lassen oder einem Blitze um die Ohren werfen, selbst zur heutigen Zeit noch sind. Durchaus interessant, aber was mich wirklich interessiert ist die Primärenergie. Der Maestro beschrieb diese als "Grundgerüst des Liedes", jenes Liedes das alles und jeden durchdringt und durch das alles und jeder ist. Wenn das Lied die Schöpfung symbolisiert, dann ist diese unendliche Primärenergie der Schlüssel, die Basis dafür. Sie könnte ... genau dass sein wonach ich mein Leben lang gesucht habe. Der Schlüssel zur Welt. Wenn es mir gelingen könnte, die Geheimnisse um eben jene Kraft zu entschlüsseln, sie zu enträtseln und verstehen zu lernen, die Basis der Schöpfung ... dann könnte ich meinem Ziel einen gewaltigen Schritt näher kommen. Der Maestro sprach davon, dass es für einen einzelnen Magier unglaublich schwierig und auch gefährlich ist, diese Art der Energie zu manipulieren aber er sprach nicht davon, dass es unmöglich währe. Er meinte sogar, dass eine Manipulation nachhaltige Effekte haben könnte. Nachhaltige Effekte ... ja .. wenn sie das ist wofür wir sie halten, dann könnte sie tatsächlich der von mir gesuchte Schlüssel für viele Vorgänge in der Welt sein. Auch wenn ich noch Jahre davon entfernt bin, mich ihrer Erforschung widmen zu können, so denke ich, bin ich dennoch auf eine Spur gestoßen. Nein nicht nur eine Spur sondern ein ganzer Komplex von Spuren, ein Gebiet das noch unerforscht und unentdeckt ist. Ein Gebiet, dass unserem Orden und den Liedkundigen eine ganze Reihe von Möglichkeiten eröffnen wird, unzählige ungeahnte Möglichkeiten.
Aber vorerst, habe ich kleine bedächtige Schritte zu machen. Auch die Sekundärenergie und das Wirken von Magie im allgemeinen will vorerst verstanden werden und damit werde ich schon genug zu tun haben.
Ich hoffe in der nächsten Stunde, werden wir endlich einmal tiefer in die Materie eintauchen. Nach den Ausführungen des Maestros währe wohl Elementarmagie perfekt dafür geeignet, soll jene doch den einfachsten der 4 Bereiche unserer gewirkter Magie darstellen.
Nunja, man wird es sehen. In jedem Fall beginnen wir unsere ersten Schritte zu machen und endlich unseren selbst gestellten Zielen näher zu kommen ...
Notizen für mich selbst:
* Ich werd weiterhin ein Auge auf Milyen haben, die ganze Situation scheint ihr ein wenig mehr zuzusetzen als sie zeigt, es könnte sein, dass sie alsbald einen Freund gebrauchen können wird.
* Ich sollte alles Material was ich über die Primärenergie finden kann, zusammentragen um für einen Grundstock an Material zu haben dem ich mich widmen kann, wenn die Zeit reif dafür ist. "Ut sementem feceris, ita metes" heisst es doch so schön.
Verfasst: Donnerstag 20. August 2009, 23:30
von Constantin Kel´serant
19. Ashatar
Die Zeit vergeht wie im Fluge wenn man sie ausreichend mit sinnvollen Dingen füllen kann. Ich habe mich in den letzten Tagen weiter in den 4 Magiebereichen belesen, auch wenn ich schnell gemerkt habe, dass mein Wissen und mein Verstand gerademal dazu ausreicht an der Oberfläche zu kratzen. Aber auch wenn die Schritte nur klein sind, so geht es doch voran.
Gestern hatte mich die Ankündigung das Magus Cetus nun doch unterrichten wird, ein wenig ... überrascht. Noch dazu Elementarmagie ... das Spezialgebiet der Elegida. Ich hatte mich schon auf die Stunde gefreut, nicht zuletzt um auch einmal zu sehen, wie eiskalt sie diesen Unterricht abhalten wird. Ich habe mir schon ein Bild davon gemacht, wie die Elegida sich wohl als Lehrerin geben würde und war gespannt darauf ob es sich bestätigen würde. Doch scheinbar sind die Nachforschungen, zu denen sie ausgezogen ist, wichtiger und vor allem zeitraubender Natur, weshalb man Cetus diese Aufgabe vermutlich übertragen hat. Es fällt mir nämlich schwer zu glauben, dass er sich sehr darum gerissen hat die Studiosi zu unterrichten.
Nunja wie dem auch sei, ich hatte ein Gespräch mit Schwester Yara. Offenkundig ist es diesen seltsamen Magiern gelungen ihr tatsächlich die Kräfte zu rauben. Die Geschichte klang so abenteuerlich wie sie war, irgendwie plausibel und ich glaube auch nicht, dass einer der unseren mit soetwas scherzen würde. Für die Schwester ist es vermutlich ein Glücksfall, dass Elegida Milyen zu ihren Forschungen aufgebrochen ist, wer weiss, was sonst hier geschehen währe, wenn man einen unliebsamen Suchenden so wehrlos vorgefunden hätte. Das man Schwester Yara nicht aus den Orden warf, lässt mich vermuten, dass man es noch für möglich hält ihre Kräfte wieder herzustellen oder zurückzuerlangen. Ich muss zugeben, diese Fähigkeit, einem Magier diese Gabe zu nehmen hat etwas unaussprechlich faszinierendes.
Wenn es nach mir ginge, sollte man einen von diesen merkwürdigen Magiern fangen und herausfinden, wie sie das anstellen. Leider ist mein Wort nicht gewichtig genug, um so einen Vorschlag zu unterbreiten, auch wenn ich aufschreien könnte, wenn ich daran denke dass man diese Gelegenheit etwas neues unerforschtes zu entdecken, verpasst und aus reiner bequemlichkeit vermutlich nur nach der Trivialen Lösung sucht, wie man sie am ehesten vernichten kann.
Vernichtung ... ja ... Wissen, Forschung und Mühevolle Suche nach Wahrheit und der Wirkungsweise, es scheint, dass jene besonders anfällig für die Vernichtung sind. Wieviel Wissen wurde schon in Kriegen zerstört, die von ignoranten Dummköpfen geführt wurden? Unausprechliche Schätze der Weisheit und Macht, für die ganze Generationen gelebt, geforscht und gelernt haben.
Aber was hilfts, das was der Mensch fürchtet fällt eben seiner Lieblingsmethode, der Vernichtung, zum Opfer.
In jedemfall wird weiter fieberhaft daran gearbeitet etwas gegen diesen unbekannten Orden zu unternehmen. Oder zumindest ihre Herkunft und ihre Motive aufzuklären. Aber ich denke, dass dies vermutlich wenig erfolgversprechend ist, solang sie sich nicht erneut zeigen. In jedemfall zu wenig erfolgversprechend um meine wertvolle Zeit damit zu verschwenden.
Hmm wo ich schon von Zeit verschwenden spreche, ich habe eine ganz nette Taverne gefunden. Es ist wirklich erstaunlich einfach, sich in der Höhle des Löwen aufzuhalten. Gut, nicht dass man einem Eluivegläubigen Pflanzen und Wetterforscher besonders misstrauisch gegenüber sein müsste und doch ist es faszinierend, was sich ereignen kann.
Alleinig heute habe ich mir das Gesicht eines wichtig aussehenden Mannes mit dem Namen Rafael einprägen können. Wer hätte gedacht, dass selbst der Adel, ob nun hoch oder niederadel sei dahingestellt, hier einkehren würde um zusammen mit den gemeinen zu Speisen.
Diesen Mann identifizieren zu können, könnte sich vielleicht in ferner Zukunft einmal als wichtig herausstellen. Ich werde wohl einmal ein paar Nachforschungen diesbezüglich anstellen.
Ansonsten scheint sich alles vorerst ein wenig beruhigt zu haben und 'normale' Wege zu gehen, sofern man das so sagen kann. Ich denke ich beginne mich langsam einzuleben und meinen Platz zu finden. Ich kann förmlich spühren wie die Zukunft in sachten Schritten auf mich niederkommt und spühre eine gewisse vorfreudige Erwartung wenn ich daran denke. Sobald die erste Prüfung geschafft ist und sich mein Wissen um die Magie gefestigt hat, werde ich wohl anfangen sie auf eigene Art und Weise zu erforschen. Ich denke die Zeit dann reif, für ein paar ... Experimente...
Notizen an mich selbst:
* Ich sollte weiter mit den Konzentrationsübungen und der Wahrnehmung des Liedes fortfahren. Es gelingt mir zwar schon relativ gut, das Lied des Feuers oder besser ... die Strophe, zu manipulieren aber dies ist durchaus riskant. Bei einer meiner Übungen habe ich meinen rechten Arm in Brand gesetzt. Zum Glück verhinderte diese merkwürdige Gewandung des Ordens schlimmeres ... ich frage mich woraus sie besteht.
* Ich sollte anfangen nach einigen Orten zu suchen, die besonders stark von dem Lied durchdrungen sind oder sagen wir besser stetiger Änderungen des Liedes unterliegen, ich denke das könnte mir bei meinen Übungen helfen und es würde mir bei späteren Experimenten nützen.
* Die Schneiderware, welche ich aus diesem Handelshaus nahe Bajard bekommen habe, trägt sich ganz angenehm. Wie hiess die Schneiderin nochmal? Samantha Tuch? Vielleicht sollte ich mir den Namen merken.
Verfasst: Dienstag 25. August 2009, 04:47
von Constantin Kel´serant
24. Ashatar 252
Meeresrauschen. Das Geräusch wenn wuchtige Wellen gegen eine starke unbewegliche Klippe prallen und an ihnen gebrochen werden. Egal wie Stürmisch, egal wie sacht, nichts scheint den Steinmassiven etwas anzuhaben. Sie stehen hier, jeden Tag und jede Nacht als währen sie für die Ewigkeit gemacht um sich an diesem Fleck der Brandung des Meeres entgegen zu stellen und ihr Paroli zu bieten, bis ... in alle Ewigkeit. So zumindest glaubt es der einfältige Tor, denn was er nicht sieht und nicht begreift, ist, dass das Wasser Tag ein Tag aus seinen Tribut vom Stein fordert, unbedeutend und klein aber es fordert und in einer Ewigkeit gräbt es sich langsam aber beständig durch die steinernen und ach so unverwundbar scheinenden Hänge bis sie einstürzen.
Wie das Wasser muss mein Geist sein, wenn er hinter die Geheimnisse der Magie schauen will und täglich dem Unbekannten Feld der Magie den Tribut abzufordern. Täglich mehr zu lernen und zu verstehen, bis sich der Berg der "Unbekanntes Wissen" heisst abgetragen ist und in die See meines Geistes gebröckelt ist, wo dieser es umschlungen und verschluckte und für immer behielt ...
Ein treffliches Beispiel, wohl insperiert durch die erste Lektion in Elementarmagie, die man uns am heutigen Tage zuteil werden liess. Elementarteilchen mit Elementarenergien, die man nur zu bündeln und formen braucht um sie in Formen zu pressen, die allgemein hin als Zauber bekannt sind. Wer hätte gedacht, dass man solides Handwerk auch alleinig mit dem Geist und seiner Konzentration betreiben kann. Und wie im soliden Handwerk, erfolgt die Meisterschaft alleinig durch immer und immer wieder sich wiederhohlende Übung. Denn nur so versteht man es, die benötigten Klangstrukturen schnell und Treffsicher zu erkennen, sie mittels seiner Konzentration ebenso schnell und fest in die gewünschte Form zu pressen und schliesslich den Zauber zu wirken.
Soweit ist es verständlich. Ich verstehe wieso man die Elementarmagie als die wohl leichteste unter den Magiearten bezeichnet. Im Grunde braucht es nicht viel Wissen, es braucht vor allem Übung und Erfahrung. Nicht viel verstehen, lediglich ein wenig Zuordnen und lokalisieren können, einen geschulten Geist und schon kann man selbst an Orten an denen die Elementarteilchen von anderen Elementarteilchen eines anderen Elementes überlagert werden, diese finden die man benötigt.
Ich habe mir überlegt meine Übungen, was die Elementarteilchen des Feuers angehen auf Fuachtero zu verlegen. Einen Feuerball herbeizurufen, wenn nur ein Sonnenstrahl auf eine grüne Wiese schimmert, vermag ich wohl, aber wie sieht es an einem Ort aus, an denen kaum Jene Teilchen des Feuers vorhanden sind? Ich werde es herausfinden. Ebenso will ich es für die anderen 4 Elemente halten, auch wenn ich mir vorstellen könnte, dass es schwierig ist jene des Wassers zu finden. Menek'ur währe wie geschaffen, doch ist die Gefahr groß, dass mich einer der ihren, vermutlich noch ein Magier bemerkt und dann könnte ich vermutlich noch froh sein, wenn ich mit dem Leben davon komme.
Nein ich denke ich werde mir einige andere heisse Orte suchen, Lavaseen sind in dieser Gegend keine Seltenheit wie man liesst und auch dort dürfte es schwierig sein Elementarteilchen des Wassers anzuziehen.
Anziehen ... dies bringt mich unweigerlich wieder dazu an diese elenden Magierwesen zu denken, was immer sie sein mögen. Nicht nur Schwester Yara, nun haben sie auch noch Schwester Filora erwischt und ihr die Kraft genommen. Wieder eine Ordensschwester, welche das Lied, das mir in den vergangenen Monden ein so vertrauter Begleiter geworden ist, nichteinmal mehr wahrnehmen können.
2 Opfer in nichteinmal 1 Mondlauf. Wenn das weiter so geht, wird in diesem Tempo alsbald der gesamte Orden vernichtet oder besser: zur Untätigkeit und Gewöhnlichkeit verdammt sein.
"Die Vergewaltigung des Liedes der Mutter muss endlich aufhören" soll derjenige gesprochen haben, der Schwester Filora ihre Kräfte nahm. Hmpf, Vergewaltigung des Liedes. Ich habe damit noch nichteinmal angefangen ...
In jedemfall macht mir jene Ankündigung Sorgen. Auch wenn es ein erster Hinweis auf die Motive unserer Widersacher ist, ist es zugleich eine Kampfansage. Aussagen die normalerweise nur von fanatischen Gläubigen getroffen werden, die in ihrer Ketzerjagd das Allheilmittel für ihren eigenen Glauben suchen. Das Problem an diesen Fanatikern ist, dass sie einfach nicht aufhören oder aufgeben wollen, wie sinnlos ihr Streben auch ist und wie gering die Aussicht auf Erfolg.
Auffällig ist, dass beide unserer Schwestern an Orten aufgesucht wurden, an denen sie ihre Fähigkeiten ... nennen wir es ... exessiver gebrauchen mussten als es im Alltag der Fall ist. Katakomben der Arkorither, Die Goblinverseuchten Sumpfkavernen Bajards. Alles Orte an denen sich Mordlüsterner Kreaturen Abschaum herumtreibt. Orte an denen ein Magieanwender gezwungen ist, sich mittels dieser Magie zu verteidigen und sie somit anzuwenden. Exessiver als gewöhnlich anzuwenden.
Auch wenn der Maestro meine Ansicht nicht teilt, als könnte dies in irgendeinen Zusammenhang stehen, sollte ich vielleicht doch etwas vorsichtiger sein, was meine aktuellen Übungen in der Magie betrifft.
Vielleicht, währe es auch garnicht so dumm, diese Übungen auf einen Zeitpunkt zu verschieben, an dem man sich hinreichend um das Problem dieses lästigen Geschmeisses gekümmert hat. Ich hoffe nur, dass Cetus und Rilans Erfahrung und Beherrschung der Magie als auch ihr Wissen darum ausreichen werden, etwas gegen diese WEsen zu unternehmen.
Ein Magier ... ein Barde ... ein Schütze ... in dieser jener Form sind sie bisher erschienen. Magie ... Musik ... Bogenschiessen ... nicht möglich oder? Mir kommt ein Gedanke, welcher ... wenngleich ein wenig absurd und abstruß scheinend, vielleicht doch nicht soweit hergehohlt scheint.
Ich habe gelesen, dass es hier in Gerimor Elfenvölker geben soll. Elfen, deren Verständnis, Wissen und Beherrschung um die Magie selbst die mächtigsten Magier der Menschen noch in den Schatten stellt. Elfen, angeblich sehr reine und edle Geschöpfe. Geschöpfe die durchaus etwas gegen die Verwendung der Magie durch die Menschen haben könnten.
Es würde zumindest erklären, wie sie durch die so leicht durch die Schutzzauber dringen konnten, es würde erklären, wieso sie heilige Orte des Einen fürchten. Könnte es sein, dass jene magischen Wesen einen Weg gefunden haben, die magischen Kräfte zu versiegeln?
Ohhh wenn diese Vermutung, dieser bloße Verdacht sich auch nur ein Stück weit erhärten sollte, gnade diesen Wesen ihr verfluchter Gott.
Ich denke ich sollte diesen Verdacht einmal mit dem Maestro besprechen, vielleicht ist er ja gewillt, einmal genauere Informationen einzuhohlen. Ich könnte mir vorstellen, dass wir einmal einen der ihren, etwas genauer zu den Vorfällen befragen könnten.
In jedemfall gilt es trotz allem Ruhe zu bewahren. Ich habe keine Lust, der nächste auf der Liste jener Wesen zu sein und nun wo ich endlich den Schlüssel zu meinem Ziel in den Händen halte, ihn mir von diesen Emporkömmlingen wieder entreißen zu lassen.
Nein, niemals. Geduld, so sagt man, sei eine vortreffliche Tugend und wo ich schon so lange durch die Lande gereist bin, soll es auf wenige Monde oder Jahresläufe auch nicht ankommen. Ich gehöre schliesslich zum Orden der Arkorither, also sollte ich die Schatten zu meinen Freunden machen und mich in ihnen verbergen, bis es an der Zeit ist, diese ... Hindernisse ... aus den Weg zu räumen. Ich muss zugeben, sie sind in kurzer Zeit zu einem, gewaltigen Störfaktor angewachsen und Störfaktoren, gehören beseitigt.
Gerade, wenn es zur Zeit ansonsten eher vortrefflich läuft. Ich habe unerwarteter Weise, von Magus Cetus ein neues Rüstwerk bekommen. Auch wenn es eher danach aussieht, als würde man dies in schummrigen Vollmondnächten tragen um damit kleine Kinder auf dunklen Straßen aufzulauern und ihnen den Schreck ihres Lebens einzujagen, sind diese Dämonenknochen erstaunlich robust und leicht. Ein sehr formidables Rüstwerk, das schützt ohne den Geist durch unnötige Strapazen abzulenken, wie es schwerem Rüstwerk innewohnt. Ich schätze, dafür schulde ich ihm etwas, auch wenn ich vorsichtig sein muss, mich nicht durch solcherlei ... Gefallen ... ködern zu lassen. Cetus scheint bemüht, eine Maske aufzusetzen, welche allen ohne Misstrauen zu erwecken, eine gewisse Vertrauenswürdigkeit seiner Person gegenüber, vorgaukeln soll. Ablenken vielleicht, von seinen Zielen, doch sicher bin ich mir nicht. In jedemfall werde ich unsere ersten Begegnungen gut im Gedächtnis behalten und diesen gefährlichen Mann, ganz sicher mit Vorsicht "geniessen" soviel steht fest. Davon abgesehen, ist es in letzter Zeit wieder sehr ruhig im Orden, ich frage mich ob es mit dem gemeinsamen Feind und der Sorge um ihre eigene Macht zusammenhängt, eine Frage ... die wohl alleinig die Zukunft zu beantworten weiss ...
Notizen für mich
*Übungen erstmal auf ein Minimum reduzieren und nach Möglichkeit an möglichst geschützten Orten, vielleicht sollte ich mich öfter im Tempelbezirk von Rahal aufhalten, auch wenn ich befürchte, dass die Tempelwachen sehr wohl etwas gegen unangemeldete stümperhafte Zauberübungen haben werden.
*Ich muss mit Maestro Rilan über den Verdacht sprechen, das die Wesen von den Elfen geschickt worden sein könnten, oder gar selbst welche sind. Auch sollte ich nochmal mit den Opfern sprechen, vor allem Schwester Filora bietet sich da an.
*Die Taverne zum Goldenen Lamm in Berchgard hat zunehmend mein Interesse gewonnen. Der Tee dort ist wirklich ausgezeichnet und die heisse Rumschokolade ist ein Gedicht. Es lässt sich viel angenehmer in solch angenehmen Ambiente lernen. Ich befürchte fast, dass die Gegenwart meiner ahnungslosen Feinde, mir schon bald angenehmer wird als meiner ahnungsvollen "Freunde" des Ordens. Zumindest wenn es um das Lernen geht.
Verfasst: Freitag 28. August 2009, 22:00
von Constantin Kel´serant
28. Ashatar 252
Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie sich Dinge die man selbst als profan und simpel erachtet in nur kürzester Zeit, sich in Gegebenheiten wandeln, deren Ausmaß an manigfaltiger Diffizilität, die eigene Problemlösefähigkeit vor ganz neuen Herausforderungen stellt.
So wurde aus meinen simplen Gedanken, die ich mir zu den Magierproblem machte und Maestro Rilan vortrug, um seine Ansicht und Meinung darüber in Erfahrung zu bringen, zu der von ihm höchstpersönlich gestellten Aufgabe, einen Plan schriftlich auszuarbeiten, bei dem es darum gehen soll, einen Elfen gefangen zu nehmen. Wesenheiten eines Volkes, über dass ich nicht mehr weiss, als was alte Schriften und Bücher hergaben in denen ich mich belesen habe, was eine ganze besondere Herausforderung ist. Es ist hinlänglich bekannt, dass andere Völker andere ... Gedankenstrukturen aufweisen. Einen Elfen also mit etwas zu Ködern, was bei vielen der unseren zu einem sicheren Erfolg führen würde, verspräche in etwa soviel Erfolg, als versuche man Pflanzenfresser mit einem saftigen Stück Fleisch in die gestellte Falle zu locken. Es ist ungemein schwierig eine Falle für die Angehörigen eines Volkes zu stellen, über dass man nur so wenig Informationen besitzt.
Viele Unwägbarkeiten und unvorhersehbares lauern an allen Ecken und Enden dieser Pläne. Niemand vermag zu sagen, ob es alles so geschehen wird, wie man es geplant hat, da niemand die Gedankengänge jener Wesen vorherahnen kann. Nichteinmal Motivationsprädiktion oder einfacher gesagt, Annahmen über Dinge die sie zu bestimmten Taten veranlassen könnten, sind uns leichtfertig vergönnt, weshalb ein Plan unter diesem Umständen ein vollständig theoretisches Konstrukt darstellt ein ... Glücksspiel in dem man hofft, alles mögliche bedacht zu haben.
Es hilft jedoch wenig sich über die Kontras meiner mir gestellten Aufgabe auszulassen, denn nun wo sie mir ... verliehen ... wurde gibt es eh kein Schritt zurück. Fassen wir zusammen, was ich über dieses Volk zu wissen glaube. Faktum ist unumstößlich, dass sie begnadete Magier sind ... Virtuosen ... auch wenn ich ein Kunstbegriff in einer Geisteswissenschaft wie der Magie nur ungern zurate ziehe. Dennoch verstehen sie von der Magie weitaus mehr als ein Mensch wohl je lernen können wird, was sie selbst für unseren Orden zu einem sehr ernst zu nehmenden Gegner macht. In vielen Erzählungen spricht man vom edlen, ehrbaren aber auch streng disziplinierten und entschlossenen Charackter dieses Volkes, das eine Vorliebe für Ästhetik und schönen Künsten zu haben scheint. Es sei hinreichend Stoff in vielen Tavernengesprächen, zu welchen unvorstellbaren Kunstschätzen elfische Handwerkskunst fähig sei. Dies impleziert eine hochentwickelte Kultur und einen gewissen Bildungsstand in ihrem gesamten Volk. Und dort wo Bildung ist, ist Forschung und Entdeckertum nicht weit. Das ist zumindest meine Hypothese auf die ich meinen Plan stütze. Selbst wenn es nicht der Forscherdrang jener Wesen sein sollte, oder nur zu gewissen teilen, so fußt mein Plan auch noch auf etwas weitaus emotionaleres. Denn egal wie hochgebildet und edel die Elfen auch sein mögen, ich wette auch sie haben ein reges Interesse daran, dass ihre Kunstschätze und ihre Werke auch in ihrem Volk bleiben und sich nicht niedere Kreaturen wie die Menschen daran bereichern.
Ich hoffe diese 2 Gründe sind genug Motivation, für eine kleine Elfendelegation in das Land zu reisen, dass ihnen erstmal offenkundig zu Dank verpflichtet ist, weshalb ihnen dort augenscheinlich keine Gefahr droht.
Ein weiteres Problem, ist die Schaffung oder Aquerierung einer geeigneten Örtlichkeit. Es war ziemlich naiv anzunehmen, dass nach allem was in diesem Lehen Hohenfels schon passierte, Wohnrechte für Gäste einfach so herausgegeben werden. Wie ich hörte bedarf es dazu Bürgerbriefe, die man bei den Bürgermeistern der Städte beantragen muss. An sich, währe dies noch nichteinmal ein Problem, Berchgard gefiehl mir sowieso ganz gut und im Schoss des Löwen zu sitzen, kann unter Umständen die beste Tarnung sein. Das Problem jedoch ist, dass ich keine Möglichkeit sehe, die Vertreter des Elfenvolkes gefangen zu nehmen, ohne ihnen ein Gesicht zu präsentieren, an das man sich nach Abschluss unserer Befragung zweifelsohne erinnern wird. Ebenso wird man zweifelslos die Exekutive in Hohenfels über diesen 'Zwischenfall' in Kenntnis setzen, was dieses Gesicht sehr schnell sehr bekannt und gesucht werden lässt. Ein Umstand den ich eigentlich noch zu vermeiden suche, zumal ich die angenehm ruhigen Abende im Lamm und den guten Tee vermissen werde.
Da sich dies also nicht umgehen lässt, bleibt mir nur jemanden zu finden und zu aquirieren, der sein Gesicht dafür zur Verfügung stellt, am besten jemand unbekanntes, welcher eh nicht vorhat sich viel in Gegenden von Hohenfels herumzurtreiben. Vielleicht währe dies eine geeignete Aufgabe für Schwester Filora. Der Umstand, dass sie ihre Kräfte verloren hat, könnte uns sogar noch zum Vorteil gereichen, da die Elfen so unmöglich ihre Verbundenheit zu unserem Orden feststellen können. Ausserdem hätte sie so noch einen Nutzen für den Orden und könnte den Termin etwas herausschieben, an den man sich nutzloser Altlasten entledigen würde. Ich denke eine solche Begründung, dürfte sogar die Zustimmung von Maestro Rilan finden.
Nungut ... jedoch muss man bei einem Bürgergespräch viele lästige Fragen beantworten. Auch wenn man sicher so man sich nicht all zu dumm anstellt, das blaue vom Himmel herunterlügen könnte, bleiben doch Restrisiken. Ich denke, es wäre einfacher, wenngleich auch mit einem kleinen aber abschätzbaren Risiko verbunden, einfach einen der umliegenden Höfe zu aquirieren. Ich habe bereits einige Bauwerke im näheren Umland ausmachen können, besonders südlich von Berchgard und denke, es dürfte relativ einfach sein, eines davon für eine kurze Weile zu beanspruchen. Solang es nur wenige Tage sind, dürfte eine unzugänglichkeit oder das Verschwinden von einigen Bauern, nicht besonders auffallen.
Alles was es brauch ist der Umstand, die Elfendelegation in das Haus zu locken, wo unsere Brüder und Schwestern bereits auf sie warten. Es dürfte dann ein leichtes sein, sie mit einem Zauber zu belegen, der verhindert dass sie noch eine ... Dummheit ... unternehmen. Der Rückzug währe ebenso, jederzeit durch die Sphärenportale möglich, sodass das Risiko zu einem jeden Zeitpunkt der gesamten Aktion, für alle Beteiligten, auf ein Minimum reduziert ist.
Hmm ... ich denke so könnte es gehen. Lediglich die Schwachstellen bereiten mir etwas sorgen, da es sich um unvorhersehbare Ereignisse handelt. Der Plan steht und fällt, mit dem Erscheinen der Elfen. Es könnte also passieren, dass der Grund nicht gewichtig genug ist, als dass sie jemanden entsenden würden oder aber zuviele oder besser ... zu mächtige Gesandte schicken, was gleichermaßen problematisch wird. Andererseits, werden die Elfen kaum in das Land ihrer ''Freunde'' mit einem Trupp schwerbewaffneter einfallen, wenn sie von jemanden freundlichst eingeladen worden sind ... ich halte dies zumindest für unwahrscheinlich. Ferner ist der Zeitpunkt der Überwältigung, als auch der Zeitpunkt von der Aquirierung des Hofes bis zum Eintreffen der Delegation, Risikobehaftet. Unangemeldeter Besuch, Treffen die vereinbart wurden und nicht ... eingehalten werden können als auch die beständige Bewachung der Hofbesitzer sind Risikopunkte.
Mir fiehlen auch noch einige andere Dinge ein, die sich ereignen könnten, aber viele von diesen besitzen eine unglaublich geringe Wahrscheinlichkeit des Eintretens, sodass ich sie als ... vernachlässigbar einstufe.
Nunja ich denke, dass der Plan funktionieren könnte und sogut ist, wie man eben Pläne unter gegebenen Umständen schmieden kann. Wer weiss, ob der Maestro oder Magus Cetus nicht absichtlich Informationen dieses Volkes betreffend zurückgehalten haben womit sie den Plan im Nachhinein modifizieren. Seis drum, es ist ein solides Konstrukt, dem ich durchaus einen Versuch spendieren würde, was letzendlich der Maestro entscheiden wird obliegt eh ihm selbst.
Ein zweites Beispiel für die Wandelbarkeit von einfachen Sachverhalten ist die uns gestellte Hausarbeit uns über den Fluch zu unterrichten, der wohl bis vor wenigen Jahren noch auf den Orden der Arkorither gelegen haben musste und von dem man sich erst seit kurzem befreien konnte. Die Schwierigkeit in der Aufgabe selbst, besteht alleinig darin, dass unser Wissenskorpendium nicht viel über dieses Thema hergibt. Sich auf dass spärliche zu verlassen, was die Bücher darüber verzeichnet haben, währe töricht. Also liegt es an uns, die Informationen von jenen zu erlangen, die über dieses Wissen verfügen, also in erster Linie unsere Magister und Magi und vielleicht auch Adepti.
Das es nicht der leichteste oder angenehmste Weg sein würde, Magus Cetus nach dieser Begebenheit zu befragen, war mir ohnehin klar, ebenso dass es mich eine Gefälligkeit kosten würde und mich überrascht es garnicht, dass jene auch noch so ein abgeschmacktes und liederliches Wesen beherbergt.
Er trug mir auf, die Informationen die ich brauche gegen ein Gedicht zu tauschen, das er wohl benötigt um irgendeine Buhle oder Metze von ihm zu beeindrucken. Vermutlich mit der Hoffnung im Hintergrund, kunstvoll geformte Verse würden ihm den Weg in den Schoss jenes Weibsbildes ebnen. Allein die Vorstellung, dass ich mein Geist und Intellekt dafür verschwende, diesem Manne den Schoss jener Metze zu öffnen, widert mich mit unvorstellbarer Heftigkeit an. Ich bin in den Orden gekommen, um die Geheimnisse der Magie zu entschlüsseln, den Schlüssel zum Verständnis der Welt und Schöpfung zu erhalten ... und ganz gewiss nicht um mit schlüpfrigen Reimen, unkreativen Köpfen zu Liebesabenteuern zu verhelfen. Pfui über ihn, Pfui über jene Buhle und Pfui über mich wenn ich meine Zeit mit derlei Liederlei verschwende.
Dennoch, blieb mir kaum etwas anderes übrig als diese eklige Aufgabe anzunehmen wenngleich ich sofort Schreiben aufsetzte, um nach einem Dichter in diesem Lehen suchen zu lassen.
Zu meinem ganz besonderen Glück, hat sich tatsächlich jemand gefunden, welcher sich berufen fühlt, ein solches Werk zu verfassen. Ich habe ihn heute in Bajard aufgesucht und zu meinem erstaunen, machte er einen sehr soliden und Hoffnungweckenden Eindruck.
Gut für 15.000 alumenische Dukaten, eine Summe die fast meine ganzen momentanen Ersparnisse umfasst, erwarte ich nicht wenig, aber da ich nicht annehme, dass jemand wie Cetus überhaupt sehr viel Ahnung von der Beschaffenheit und Wirkung ästhetischer Poesie hat und seine Buhle vermutlich ebenso wenig, denke ich wird dass, was der engagierte Dichter mir nach meinem ihm gegebenen Vorgaben zu Papier bringt, hoffentlich ausreichend sein um endlich an meine gewünschten Informationen von Cetus zu gelangen. Ob dieses Werk ihm dann in seinem abgeschmackten Wettstreit um der Buhle heiligstes, einen Schritt weiter bringt oder nicht, ist mir völlig egal.
In jedemfall war es, mit dem beautragen des Dichters leider immernoch nicht getan, benötigt jener noch neue Schreibutensilien, welche ich gebeten worden bin für ihn zu besorgen. Wie hätte ich diesen simplen Wunsch von jenem guten Mann abschlagen können, der mir hilft, mich nicht selbst um diese widerliche Angelegenheit kümmern zu müssen. Ich erwarte lediglich bei meinem Zusammentreffen mit dem Händler, eine weitere Unwägsamkeit die diese einfache Aufgabe weiter problematisiert und noch mehr meiner kostbaren Zeit in Anspruch nimmt.
Fassen wir zusammen, ich wurde beauftragt mich über etwas zu informieren. Für diese Information wurde ich beauftragt ein Gedicht zu besorgen und um dieses Gedicht zu vollenden wurde ich beauftragt Schreibutensilien zu besorgen. Aus einer simplen Sache, wurde ein regelrechter Berg von Arbeit und das obwohl ich jene schon zu delegieren versuchte.
Doch was hilft Jammern und Klagen, es muss dennoch getan werden und so hoffe ich, dass es so langsam sein Ende findet, dass einfache Dinge sich zu immer komplizierteren Sachverhalten auftürmen.
Ich habe wahrlich noch sehr viel zu studieren und zu lernen und diese beständigen Störungen, fangen an mir auf das Gemüt zu schlagen. Ich denke ... es ist Zeit für eine gute Tasse Tee, sofern meine Ersparnisse noch reichen, muss ich schliesslich den Dichter in einer Woche noch bezahlen können. Wahrlich ... ich gehöre nicht zu jenen denen es im Schlaf gegeben wird ...
Notizen für mich:
*Ich habe mit dem Dichter vereinbart ihn am nächsten Freitag wiederzusehen und dort die Schreibutensilien auszuhändigen. Bis dahin sollte ich sie beschafft haben.
*Ich muss den Plan noch schriftlich zu Papier bringen und Maestro Rilan vorlegen. Ich bin wahrlich gespannt, ob er diesen zumindest als hinreichend erachtet.
*Ich muss einen Weg finden, meine Ersparnisse aufzubessern. Auch wenn es mir widerstrebt meine Zeit mit solch kümmerlichen Dingen zu verschwenden, bleibt mir keine andere Wahl. Auch ich muss essen und für eine gute Tasse Tee, sollte es auch immer reichen.
Verfasst: Sonntag 13. September 2009, 03:43
von Constantin Kel´serant
13. Searum 252
Verflixt und zugenäht. Es ist wirklich erstaunlich, wie das innere eines Menschen, das was man in meinen Kreisen gemeinhin als Schwäche verachtet, meiner Meinung nach aber ein Teil ist, den zu verleugnen sinnlos ist, einen dazu verleitet Dummheiten zu machen obwohl man es besser wissen müsste. Gerade jetzt ... gerade jetzt wo ich meinen Verstand in seiner klarsten und schärfsten Form benötige, fängt sich meine Menschlichkeit an zu regenund verwirrt meine Gedanken mit Gefühle.
Ich hab es kommen sehen, ich habe mich selbst gewarnt distanzierter zu bleiben, es nicht soweit kommen zu lassen, aber jedesmal wenn ich in die gequälten Augen schaute und das leise Flehen darin zu erkennen glaubte, konnte ich nicht anders als die Dinge zu tun, die ich getan habe, ihre Dinge zu zeigen die man nicht ewig verdrängen konnte ohne sich selbst endlos zu belügen und irgendwan hart auf den Boden aufzuschlagen. Ein Schicksal, dass ich ihr ersparen wollte.
Überhaupt dreht sich in meinem Kopf viel zu viel um ihr Wohlergehen und seit kurzem auch noch gemischt mit eigenen Wünschen und Wunschvorstellungen ... gefährlichen Wunschvorstellungen. Ich selbst würde mich belügen, wenn ich mir einredete es währe nur alles zum Wohle meiner zukünftigen Forschung. Dies stimmt ... zum Teil ... denn noch immer ist das Wohlwollen der Elegida ein sehr mächtiger Verbündeter in diesen Mauern ... doch das Problem ist, dass mich das wohlwollen der Frau mindestens genauso interessiert.
Dumm ist es ... und gefährlich. Mein Verstand rät mir vorsichtig zu sein, sagt mir dass ich immernoch nicht sicher sein kann, dass sie wirklich aus all dem, dass ich ich ihr zu zeigen versuchte, etwas gelernt hat, etwas .. begriffen hat ... oder ob sie sich weiterhin belügt und allesnur vortäuscht um das Vertraun auszunutzen solang es nützlich ist. Zeit ... wie alles in Leben bedürfen auch diese menschlichen Grundeigenschaften jene um zu reifen oder besser, klarer zu werden.
Andererseits währe ich ein einfältiger Narr wenn ich glauben würde, dass ich mir jemals 100%ig sicher sein kann, selbst wenn noch Jahre oder Jahrzehnte ins Land ziehen sollten. Der Punkt, auf den man alles auf einer Karte setzen muss, das gefährliche Spiel um die Gunst der Frau zu dem großen und Entscheidenden Finale rückt, würde zweifelslos auch dort kommen. Und erst in jenen, diesen einen Moment, wird man die Sicherheit erlangen die man vorher suchte. Gewiss ist es wohl auch richtig, dass etwas zu übereilen und zu überstürzen ebenso ein vernichtender Fehler sein kann, andererseits halte ich die Konsequenzen daraus für ertragbarer, als die ganze Sache noch Wochen weiterziehen zu lassen um dann vor dem selben Problem zu stehen. Egal wie sehr ich mit dem rest klaren und kühlen Verstandes darüber nachdenke, ich komme immer zu dem Entschluss, die Dinge sehr bald klar und unmissverständlich offen zu legen. Ihr zu zeigen, was ich empfinde egal wie die Antwort aussieht. Selbst Ablehnung würde wenigstens radikal und entschlossen Schluss mit den Dingen machen, die momentan meine Gedanken ... trüben. Und vielleicht könnte ich mich dann endlich mehr auf das Wesentliche kontrollieren, denn es ist nötig. Nicht nur Cetus, auch meister Rilan scheint mein Wissensdrang langsam ein Dorn im Auge zu sein. Zumindest beginnen sie damit sich meinen Forschungen in den Weg zu stellen. Cetus, der mir das Studium eines äußerst interessanten Buches verweigerte und Rilan, der uns zwingen wollte zu Fuschen. Päh ... 1 Tag Zeit um die Eigenheiten von 2 Kreaturenarten zu studieren, Stärken, Schwächen, Lebensraum und Anfälligkeiten. Was für eine unglaubliche Farce. Vermutlich würde ich mehr über diese Viecher rausfinden, wenn ich die Zeit nutze ein Buch über sie zu lesen, anstatt meine wertvolle Zeit mit Beobachtungen zu verschwenden, die aufgrund der Kürzeso aussagekräftig sind, wie die Hautfarbe der Menschen ihren Charackter beschreibt. Zudem beschleicht mich die Vermutung, dass Meister Rilan mich in den Tod schicken wollte.
Drachenwesen beobachten ... wenn man sich nicht gerade in der Taverne damit aufhält sich das Maul darüber zu zerreißen, wie gefährlich und absolut tödlich jene Wesen sind, dann spricht man von all den anderen Gefahren die nur auf den WEG zu diesen Wesen liegen. Gewiss haben meine Fähigkeiten in der Magie, durch meine anhaltenden Übungen deutlich zugenommen, aber sie sind noch viel zu Schwach, damit sie auch nur annähernd mit ''Macht'' tituliert werden dürften. Ich kann ein paar Tricks, ein paar hübsche kleine Zaubertricks, die auf einem Jahrmarkt durchaus für ein paar Münzen sorgen würden, wenn ich ein Schausteller währe, aber die mich kaum vor wütenden und vor allem tödlichen Bestien beschützen werden.
Ich weiss nicht, ob er auf mein Ehrgeiz oder auf Naivität spekuliert hat, als er mir diese Aufgabe geben wollte. Zu meinem Glück jedoch, weiss ich beides zu zügeln.
Allein schon die Tatsache das man Filora Untote untersuchen schickt und mich Drachenwesen, würde ich fast schon als mutwilligen Mordversuch beschreiben. Offenkundig, scheine ich also das Missfallen des Meisters auf mich gezogen zu haben, auch wenn mir noch nicht ganz bewusst ist, weshalb. In jedemfall, werde ich sehr vorsichtig sein müssen. Wenn der Maestro wirklich nach Gründen sucht, mich auszubremsen ... und auch mein Tod eine in Betracht zu ziehende Massnahme dafür ist, wird es hier auf dieser Burg bald sehr ungemütlich werden.
Ich hoffe der Unterricht schreitet schnell voran, ich werde wohl soweit möglich im geheimen meine Studien schnell und effizient vorantreiben müssen, um möglichst bald die Prüfung ablegen zu dürfen. Es wird Zeit, dass ich mir die Erlaubnis verdiene, die Burg in der Nacht verlassen und woanders nächtigen zu dürfen, und wenn es nur ein heruntergekommenes dreckiges Zimmer in einer billigen Absteige ist. Alles ist vermutlich sicherer als dieser Ort.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, mich nützlich für den Orden zu machen. Irgendetwas zu tun oder zu haben, was meinen Verlust schmerzen lässt. Leider fällt mir dazu nur wenig ein, wobei jeder Verlust den Orden in seiner derzeitigen Verfassung schmerzt. Der Orden hatte in den wenigen Wochen, die ich ihm nun angehöre schon viel zu viele ...unerfreuliche ''Verluste'' und ist damit wohl so schwach wie schon lange nicht mehr. Zwar haben unsere beiden verfluchten ihre Kräfte wohl zurückerlangen können, aber die Macht die sie besitzen hält sich in Grenzen. Das Potenzial was sie hatten und nun auch wieder haben, ist dass was den Orden geschmerzt hätte. Doch Potenzial besitze auch ich. Die Frage, weshalb man es trotzdem so zu verschwenden gedenkt, beschäftigt mich. Aber vom Grübeln allein werde ich keine Antwort finden, ich denke ich werde Elegida Milyen fragen müssen, weshalb ich den Unmut des Maestro auf mich gezogen habe.
Aus Cetus verhalten werde ich genauso wenig vollends schlau. Vermutlich, ist ihm nichteinmal bewusst, wie sehr ich ihm die Sache mit dem Buch übel nehme, allerdings ... hat er es auch durchaus mehr als wieder wett gemacht. Er hat seinen Teil des Vertrages eingehalten, obwohl ich meinen immernoch nicht erfüllt habe. Dafür schulde ich ihm etwas und ich weiss meine Schulden durchaus zu bezahlen.
Ich werde wohl nochmal versuchen den Dichter ausfindig zu machen und ansonsten ... ich kann nicht glauben das ich dass wirklich denke, aber ansonsten werde ich mich wohl tatsächlich dazu herablassen müssen, selbst zur Tat zu schreiten. Bei den Flammen der 9 Höllen, ich bekomme immer mehr den Eindruck, dass dieser Ort äußerst unversträglich für meine Selbstachtung ist. Ich sollte wahrlich aufpassen, dass ich hier nicht doch noch den Verstand verliere.
Notizen:
*Schuldigkeit gegenüber Cetus abtragen. Himmel oder Hölle hilf, dass ich diesen Dichter ausfindig machen kann.
*Die Sache mit Milyen ein für alle mal unmissverständlich klarstellen, ich muss mir nur noch überlegen wie, auch wenn ich da schon eine Idee habe.
*Unbedingt herausfinden, weshalb ich den Unmut des Maestros auf mich gezogen habe, und eine Möglichkeit finden, die Ursache zu beseitigen oder mich unentbehrlicher für den Orden zu machen.