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Ein unvergeßlicher Abend im goldenen Lamm...

Verfasst: Samstag 11. Juli 2009, 10:01
von Linnet Rysk
Als die Sonne schon hoch am Himmel stand und in das Fenster ihres Zimmers schien, schlug sie die Augen auf.
Sofort zog sie die Decke über den Kopf, um die Sonne nicht mehr sehen zu müssen. Die Geschehnisse des gestrigen Abends hatten sie sofort wieder eingeholt. Sie wollte nicht aufstehen.
Das Licht schmerzte in ihren Augen, ihr Kopf dröhnte, ihr war übel .. Ihre Gedanken kreisten um den vergangenen Abend. Immer und immer wieder. Sie bemühte sich an etwas anderes zu denken, den Abend aus ihren Gedanken zu streichen. Aber die Schmerzen in ihrem Kopf, die Übelkeit… Alles Beweise dafür, dass es kein Traum gewesen war. Sie erinnerte sich nicht mehr an alles in voller Klarheit, es waren eher Bruchstücke des Abends, aber es schien genug zu sein den Abend in seinem Ablauf zusammen setzten zu können.
Es war Sinnlos liegen zu bleiben, sie würde nicht mehr einschlafen können…. Vorsichtig machte sie einen Versuch sich im Bett aufzusetzen. Ihr wurde schwindelig, die Welt begann sich vor ihren Augen zu drehen. Trotzdem bemühte sie sich in dieser Position zu verharren, bis das Bild vor ihren Augen sich endlich aufhörte zu drehen. Ob wohl noch jemand außer ihr gerade im Haus war? Bei dem Gedanken jetzt jemanden über den Weg zu laufen, schoss ihr die Röte in die Wangen. Sie wusste nicht, wie sie einen von ihnen jemals wieder in die Augen blicken sollte. Sie lauschte angestrengt.
Im Haus schien sich nichts zu regen. Linnet atmete erleichtert auf. Wenigstens blieb ihr vorerst ein Zusammentreffen erspart.
Langsam schlurfte sie zu dem Stuhl über den sie gestern achtlos ihre Kleider geworfen hatte. Sie musste nachdenken…
Auf leisen Sohlen schlich sie sich aus dem Haus. So schnell wie möglich lies sie Berchgard hinter sich um in den Wald zu gehen. Hier würde sie Niemanden begegnen. Keiner würde sie stören..
Lange saß sie auf einem umgestürzten Baum ohne sich zu rühren. Die Beine hatte sie angezogen, die arme darum geschlungen und den Kopf auf ihre Knie gelegt.
In ihren Überlegungen war sie immer noch nicht weiter gekommen. Sie verstand einfach nicht, wie etwas das sich so gut anfühlte falsch sein konnte.

War es denn überhaupt falsch? Könnte es ihr nicht egal sein, so lange es ihr dabei gut ging?

Erst als die Sonne längst nicht mehr zu sehen war, bemerkte Linnet, dass sie frohr.
Es war schon soo spät? Erst jetzt nahm sie wahr das ihr Magen knurrte und sie einen unendlichen durst hatte. Sie seufzte auf. Ihr blieb nichts anderes übrig als zurück zu gehen. Hoffentlich schlief der Rest bereits und sie käme erneut ohne ein aufeinander treffen davon ..
Mit schnellen Schritten machte sie sich auf den Heimweg..

Verfasst: Freitag 17. Juli 2009, 16:27
von Linnet Rysk
Mit geschlossenen Augen, an einen Baumstamm gelehnt, holte sie noch einmal tief Luft. Ein glückliches Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus und ein leises Seufzen entfuhr ihr.

Auf einmal sah sie die Welt mit ganz anderen Augen. Der Duft des Waldes, das Licht der Sonne, einfach alles war für sie weitaus schöner als zuvor.

Langsam rutschte sie mit dem Rücken den Stamm hinab, bis sie im feuchten Gras saß. Den Kopf gegen den Stamm gelehnt, begannen ihre Finger mit den Grashalmen zu spielen.

Ihr Leben hatte sich verändert, oder vielleicht hatte sie sich verändert?

Sie zupfte einen der Grashalme aus und lies ihn durch ihre Finger gleiten.

Es war egal was von Beidem sich genau verändert hatte. Sie hatte sich niemals zuvor besser gefühlt.
Morgens hüpfte sie vor Freude aus dem Bett, in der Hoffnung möglichst bald ihre Arbeit in der Taverne aufnehmen zu können. Es war nicht die Arbeit auf die sie sich freute, auch wenn sie diese wirklich gerne mochte, nein… Es war die Spannung, die in der Luft lag, fast so als wäre sie etwas Greifbares. Es war die Erwartung auf jenen Glückseeligen Moment….
In dem ihr neu gefundenes Glück die Taverne betrat.
Es war ihr gleich das sie fast gar nichts über sie wusste. In diesen Augenblicken zählte nur das sie da war.

Sie ließ den Grashalm achtlos fallen, öffnete die Augen und betrachtete einen Moment lang ihre Handflächen. Auf ihrer Stirn bildete sich eine kleine Falte. Dann sah sie zum Blätterdach auf, wohl in der Hoffnung festzustellen wie viel Zeit vergangen war. Sie beeilte sich wieder auf die Füße zu kommen und eilte eine kleine Melodie summend davon.

Verfasst: Montag 20. Juli 2009, 14:27
von Linnet Rysk
Ihre grünen Augen ruhten auf einem Vogel, welcher nicht weit von ihr entfernt durchs Gras wanderte. Sie bewegte sich so wenig wie möglich, um das Tier nicht zu verschrecken. Linnet hatte sich von der Arbeit davon gestohlen um ein paar Augenblicke allein zu sein. In ihren Händen hielt sie einen Ring, den sie zwischen ihren Fingern drehte.

Zur Zeit schien sich ihr Leben täglich zu verändern, auf eine durchaus positive Art und Weise.

Ein Lächeln huschte über ihre Lippen.

Sie fühlte sich fast wie der Vogel im Gras, als könne sie jeden Moment ihre Flügel ausbreiten und sich hoch in die Wolken erheben.

Ein leises Lachen entfuhr ihr bei dem Gedanken, das Treiben im goldenen Lamm aus der Luft zu beobachten und sich dem einen oder anderen Gast in die Haare zu setzen und diese zu zerzausen.

Eine harte und anstrengende Woche lag vor ihr, aber das machte ihr reichlich wenig aus. Mit dem Gefühl alles was kommt schaffen zu können, lies sie den Ring wieder auf ihren Finger gleiten.

Als sie sich aufrappelte, breitete der Vogel seine Flügel aus und flog davon…..



[img]http://tonwerte.files.wordpress.com/2008/02/img_4452-small.jpg[/img]

Verfasst: Montag 27. Juli 2009, 15:18
von Linnet Rysk
Linnet saß mit ihrem Rücken an die kühle Steinmauer gelehnt, die Beine ausgestreckt. Sie starrte auf einen Punkt irgendwo in der Ferne.

Das Glück mit dem sie die Woche begonnen hatte, hatte an Sirans Hochzeit ein frühes Ende gefunden.

Ein gequältes Lächeln huschte über ihre Lippen.

Es war ein schöner, aber auch anstregender Tag gewesen. Am Ende des Abends hatte sie sich einen – wie sie meinte – wohlverdienten Schnaps gegönnt. Und damit begann sie ihr zuvor gefundenes Glück aufs Spiel zu setzen. Es war nicht bei einem Schnaps geblieben. Sie verzog das Gesicht bei dem Gedanken daran, wieviel sie an dem Abend wirklich getrunken hatte. Es war selbst für sie eine ordentliche Menge gewesen. Sie hatte begonnen drei Menschen ins Unglück zu stürzen und wußte nun nicht mehr wie es weitergehen sollte. Sie wollte niemanden verletzen, sie hatte es nie vor gehabt.

Sie biß mit ihren Zähnen unaufhörlich auf ihrer Unterlippe herum.

Wie sie die Sache auch wendete, es würde verletzte Menschen geben. Zur Zeit wußte sie weder ein noch aus. Eines jedoch war ihr klar: hätte sie an dem Abend nicht soviel getrunken… Wäre sie vielleicht nie in diese Situation gekommen..

Langsam rappelte sie sich auf und lief durchs Gras auf das Haus zu.

Es war ihr nicht aufgefallen wieviel sie in letzter Zeit trank. Bis jetzt.. Sie hatte immer einen Anlass dafür gefunden und wenn er noch so klein war. Meißt torkelte sie mehr in ihr Bett, als das sie lief. Sie mußte etwas ändern. Das war ihr nun klar.

Sie begab sich in ihr Zimmer, wo sie vor dem Kleiderschrank stehen blieb. Dort begann sie wahrlos Sachen in eine Tasche zu stopfen.

Sie würde eine Weile fort gehen. An einem Ort, an dem sie keinen verletzen konnte. Sie hoffte sie würde stark genug sein keinen Alkohol anzurühren. Und wenn doch.. würd sie dort wo sie hinging wenigstens niemanden verletzen.
Das letzte Kleidungsstück war in die Tasche geworfen. Sie verschloß den Schrank und schnürrte ihre Tasche. In der Türe warf sie einen letzten Blick auf ihr Zimmer. Dann schulterte sie ihre Tasche und verließ auf leisen Sohlen das Haus.
Sie wollte niemanden begegnen…
Aber einen Umweg würde sie noch machen..

Sie ging den Weg entlang und blieb in einiger Entfernung zum goldenen Lamm stehen.

Rogan huschte zwischen den Tischen hin und her, bemüht es allen Recht zu machen. Während Amary ihn beobachtete und hin und wieder Anweisungen gab. Das goldene Lamm war in besten Händen. Rogan würde sie zuverlässig vertreten. Sie würden klar kommen.

Sie näherte sich dem Stadttoren Berchgards, nachdem sie hindurchgegangen war, bemühte sie sich nicht zurück zu sehen. Ein schrecklicher Schmerz überkam sie und mehrere Tränen bahnten sich ihren Weg…

[img]http://hitparade.ch/mypage/sele/traenen_von_liebesschmerz.jpg[/img]

Verfasst: Mittwoch 29. Juli 2009, 10:17
von Linnet Rysk
Die Sonne begann sie in der Nase zu kitzeln und Linnet verzog das Gesicht. Die Kopfschmerzen waren kaum zu ertragen, ihr Magen rebelierte und sie hatte unendlichen Durst. Langsam mit zugekniffenen Augen setzte sie sich auf.
Um sie herum lagen mehrere leere Flaschen. Leise stöhnte sie auf. Sie hätte nicht zurück kommen dürfen. Überhaupt wenn sie vielleicht länger weg geblieben wäre… Aber vielleicht wäre ihre Wiederkehr so oder so zur Katastrophe geworden. Vorsichtig streckte sie ihre Füße aus dem Bett. Immerhin hatte sie es bis hier her geschafft. Einen Augenblick blieb sie sitzen und betrachtete die Anzahl der leeren Flaschen.
Sie war völlig aus der Bahn geworfen worden… Langsam tastete sie sich in Richtung der Küche. Vor einem der Schränke blieb sie stehen. Es hieß doch immer man sollte den Tag beginnen, wie man den Abend beendet hatte. So oder so ähnlich war es doch, oder? Sie öffnete den Schrank und angelte gezielt nach einer Flasche. Dann setzte sie sich an den Tisch.

Erst einmal Frühstücken und dann weiter sehen…

Verfasst: Freitag 31. Juli 2009, 13:47
von Linnet Rysk
Linnet kauerte auf ihrem Bett, die Beine hatte sie eng an den Körper gezogen und die Arme darum gelegt.
Ihre grünen Augen wanderten in Richtung der Türe. In der Küche stand sie, die verbotene Flasche. Den ganzen Tag
hatte sie das Haus nicht verlassen, immer wieder war sie um den Tisch geschlichen, auf dem sie zuvor die
Flasche abgestellt hatte. Sie hatte ein Versprechen gegeben, auch wenn es ihr schwer fiel, sie würde versuchen
stark zu sein, koste es was es wolle. Sie fühlte sich hundeelend und legte den Kopf auf ihre Kniee.
Wenn sie doch nur irgendeine Ablenkung hätte.. Die Flasche in der Küche schien fast eine magische Anziehungskraft
auf sie zu haben. Linnet biß sich auf die Lippe. Sie wollte wieder die Alte sein.. und sie würde es schaffen
- oder ? -

Verfasst: Samstag 8. August 2009, 12:05
von Linnet Rysk
Linnet lag auf einem umgekippten Baumstamm, die Arme lies sie an den Seiten zu Boden baumeln, die Beine hatte sie angezogen. Ihre grünen Augen waren auf das Blätterdach des Waldes gerichtet.

Die letzten Tage waren Ereignisreich gewesen, sie war kaum zum Verschnaufen gekommen. Zunächst war die Ablenkung willkommen gewesen, schließlich hatte sie dies eine Weile von der Versuchung abgehalten. An irgendeinem Punkt jedoch hatte sie dann die Kontrolle verloren.

Auf ihrer Stirn bildeten sich mehrere kleine Falten.

Sie konnte sich nicht mehr genau daran erinnern wann sie der Versuchung nachgegeben hatte .. Aber es war wieder geschehen.. Ein leises Seufzen entfuhr ihr. Niemals hätte sie gedacht, dass sie so schwach sein würde. Vor allem nicht wenn es darum ging ein Versprechen, das man einem geliebten Menschen gegeben hatte, einzuhalten.

Langsam richtete sie sich auf, aufmerksam suchte sie eine Weile die Umgebung ab. Dann atmete sie tief ein. Sie war alleine… Mit der Rechten angelte sie nach ihrer Tasche, die sie neben dem Stamm abgelegt hatte. Leise klimperten die Flaschen, als sie diese zu sich hoch zog. Noch einmal lies sie ihren Blick über die nähere Umgebung schweifen. Schließlich zog sie eine der Flaschen hervor. Schnell hatte sie die Flasche entkorkt, den Korken warf sie achtlos hinter sich.

Nur noch diese eine…

Verfasst: Dienstag 18. August 2009, 09:18
von Linnet Rysk
Sie legte die Stirn auf den kühlen Steinboden und lauschte dem leisen Atmen ganz in ihrer Nähe.

Ab jetzt würde sie sein Schatten sein, er würde sie nicht mehr los werden. Während er scheinbar tief und fest in seinem Bett den Rausch ausschlief, hatte Linnet sich auf dem kalten Boden vor seinem Bett zusammen gerollt. Falls sie einschlafen sollte, würde sie wach werden sobald er aufstand. Auch wenn sie sich gestern mit Thancred unterhalten hatte, hatte sie durchaus die Unterhaltung von Alexia und ihm mitbekommen. Sie machte sich Sorgen um ihn und sie würde ihn schützen. Notfalls auch vor sich selbst. Wenn er sie los werden wollte, müsste er es schon mit Gewalt versuchen….

Sie hob noch einmal den Kopf um ihn besorgt zu betrachten. Dann streckte sie sich auf den kühlen Steinboden aus und schloss die Augen.

Keiner würde sie von ihrer neuen Aufgabe abhalten…

Verfasst: Freitag 21. August 2009, 15:26
von Linnet Rysk
Mit geschlossenen Augen lauschte sie dem Rauschen des Windes in den Blättern des Waldes hinter sich. Sie hatte sich in das noch feuchte Gras gelegt, die Arme hinter dem Kopf verschränkt.

Sollte das was sie gehörte hatte wirklich wahr sein? War sie wirklich nicht mehr wert als ein Spielzeug, das nur so lange interessant blieb wie es neu war?
Ist es möglich das sie sich so täuschen lies?

Eine unendliche Wut überkam sie. Linnet setzte sich auf, ihr Blick wanderte zu der Tasche, die neben ihr im Gras lag. Sie zog die Flasche Schnaps, welche sie am Vortag eingepackt hatte, hervor. Voller Wut starrte sie auf die klare Flüssigkeit, ihre Hände verkrampften sich.

Sollte der Alkohol ihre Sinne so benebelt haben, dass sie das Offensichtliche nicht wahr genommen hatte?

Ihr Magen verkrampfte sich. Geschickt entkorkte sie die Flasche.

Das würde jetzt vorbei sein. Ab jetzt würde sie die Welt klar betrachten. Nichts würde mehr ihre Sinne vernebeln.

Linnet drückte sich aus dem Gras hoch und ging mit schnellen Schritten auf den vor ihr liegenden See zu. Dann sah sie dabei zu wie der letzte Tropfen des Alkohols im See verschwand.

Sie würde nie wieder auch nur einen Tropfen dieser teuflischen Flüssigkeit trinken.

Sie holte weit aus und feuerte die Flasche mit aller Kraft in den See.

Ihre grünen Augen loderten vor Wut und Schmerz.

Und nun versuch noch einmal mich zu täuschen….

Dann warf sie einen letzten Blick auf den See, griff nach ihrer Tasche und verschwand im Wald.

Verfasst: Montag 7. September 2009, 14:50
von Linnet Rysk
Mit geschlossenen Augen lauschte sie seinen regelmäßigen Atemzügen.

Endlich schien er in den Schlaf gefallen zu sein. Das war ihr leider bisher nicht vergönnt… Sie hatte sich auf dem kalten Steinboden vor seiner Tür zusammengerollt und sich darum bemüht eine einigermaßen erträgliche Position zu finden. Im Augenblick hätte sie vieles für das Bärenfell, welches sie stets auf der Reise begleitet hatte, gegeben. Aber sie traute sich nicht ihren Posten zu verlassen, falls er aufwachen würde, oder nur so tat als würde er schlafen, würde er den unbewachten Moment sofort nutzen und sich aus dem Staub machen.

Es war ein langer, mühsamer Abend gewesen und darauf schien eine unendlich lange Nacht zu folgen.
Linnet hoffte, dass sie alle nach den vergangenen Stunden wenigstens wieder miteinander reden würden. Vielleicht würde es ja doch wieder so wie zuvor zwischen ihnen werden…

Wieder lauschte sie dem, ihr inzwischen sehr vertrauten Schnarchen. Schmunzelnd stellte sie fest, dass er nun wohl wirklich schlief, so ein Geräusch konnte man schlecht vortäuschen. Sie streckte sich einmal und lehnte sich dann mit dem Rücken an die Holztür.

So war es schon viel besser auszuhalten. Linnet zog die Beine an den Körper und schlang die Arme darum.

In letzter Zeit war viel Geschehen und sie hatte stets Ablenkung, auch wenn es nicht immer die schönste war, hatte es doch ihre Gedanken beschäftigt und sie davon abgelenkt an etwas anderes zu denken. Aber nach dem heutigen Gespräch mit Natalia war sie aufgewühlt und kam nicht daran vorbei an das bisher tief vergrabene zu denken.

Eine einsame Träne bahnte sich ihren Weg und lief ihre Wange hinab.

Vielleicht hatte sie ja die falschen Schlüsse gezogen, vielleicht war sie zu voreilig gewesen. Mit einem Mal fühlte sie sich unheimlich einsam. Sie hatte nie die Chance zu einem klärenden Gespräch gehabt,… Vielleicht würde sie nie eines bekommen.
Mit einer Hand wischte sie sich verärgert über die Wange. Sie dachte an das was sie Natalia gesagt hatte .

Wenn sich die anderen Beiden wieder zusammen raufen, hatte sie doch ihre kleine Familie. Mehr brauchte sie nicht, galt nur zu hoffen, dass es wieder so werden würde…

Verfasst: Donnerstag 17. September 2009, 09:53
von Linnet Rysk
Immer wieder drehte sie sich von der einen auf die andere Seite. Linnet fand einfach keinen Schlaf.Ihr war unheimlich schlecht. Mehrmals in der Nacht kroch sie aus dem Bett und übergab sich.
Danach fühlte sie sich immer noch elender als zuvor. In der Hoffnung doch noch Schlaf zu finden, bevor der Morgen graute, kroch sie jedes Mal zurück ins Bett. Immer wieder gingen ihr die Geschehnisse des Abends durch den Kopf…


Sie hatte damit begonnen noch ein paar letzte Handgriffe für die Lammschlacht zu machen. Ein Tisch wurde für die Wettannahme aufgestellt, ein Buch bereit gelegt, sowie eine Truhe für die Wetteinnahmen.
Schließlich hatte sie eigens für Ingosch eine Glocke gekauft, ab jetzt würde sie jeden Abend auf ihn warten. Heute war er nicht aufgetaucht ..

Es war alles völlig anders gekommen..

Noch während sie dabei war Dinge für den morgigen Tag zu richten, waren die ersten Stammgäste aufgetaucht. Nachdem alle ihr erstes Getränk erhalten hatten, wollte sie sich eigentlich davon stehlen. Sie dachte an einen freien Abend vorm Fest und musste schmunzeln. Mit Amary hatten sie es auch immer so gehalten, noch einmal ausruhen eh man alle Kräfte brauchte.
Auf dem Heimweg fiel ihr auf das ihr Magen knurrte. Umdrehen um etwas zu essen kam nicht in Frage. Sie wusste, dass sie dann den restlichen Abend im Lamm verbringen würde, wie so oft.
Vor einem Apfelbaum blieb sie stehen. Wie schön, wenn sich Probleme so leicht lösten. Auf Zehenspitzen bemühte sie sich einen Apfel zu ergattern. So sehr sie sich auch streckte, berührten lediglich ihre Fingerspitzen das gewünschte Objekt. So leicht wollte sie nicht aufgeben. Zurück gehen würd sie jetzt nicht. Obwohl sie nicht am Baum gerüttelt hatte, fielen auf einmal mehrere Äpfel zu Boden. Erstaunt sah sie zu den Äpfeln, ein flimmern lag in der Luft. Linnet schüttelte den Kopf. Sie arbeitete einfach zu viel. Sobald Amary da war, würde sie etwas kürzer treten. Gerade als sie sich nach einem der Äpfel bücken wollte, erklang hinter ihr eine vertraute Stimme. Das hatte ihr jetzt gerade noch gefehlt..
Freundlich bemühte sie sich den Elfen abzuwimmeln, ihm klar zu machen dass das Lamm geschlossen hatte. Das Amary nicht da war und sie nicht vor hatte, auch nicht für ihn, zurück zu gehen um ihm etwas ‚süßes‘ zu reichen. Nach einer Weile gab sie dann seufzend nach. Amary mochte ihn schließlich und es war gewiss eine Ehre ihn als Gast zu haben. Wer brauch schon einen freien Abend? Sie nicht..

So hatte die Wendung das Abends begonnen. Der Elf war an allem Schuld ! Wieder musste sie das Bett verlassen. Wie sollte sie bloß den morgigen Tag überstehen?

Sie hatte den Elf zufrieden gestellt, auch Rogan war inzwischen zurück gekehrt und hatte sich um die restlichen Gäste gekümmert. Wenn sie nun schon hier war, konnte sie sich ja auch kurz setzen, das hatte sie zumindest gedacht. Kurz darauf betrat einen fremde Dame die Taverne, auch wenn sie Linnet doch irgendwie bekannt vorkam, konnte sie sie nicht einordnen.
Die Taverne begann sich zu leeren und sie dachte daran einfach früh ins Bett zu gehen. Sie wollte nur noch auf Thancred warten, der ihr versprochen hatte einen schönen Pokal aus Gold für die morgige Feier zu fertigen. Wäre sie doch nur ins Bett gegangen..

Linnet setzte sich im Bett auf. Nicht schon wieder !

Die Fremde hatte erstaunlich schnell ihr Mahl beendet und wollte auch sogleich zahlen. Die Münzen landeten statt in Linnets Hand im Gras. Heute war wirklich nicht ihr Tag.. Als Linnet sich bückte um die Münzen einzusammeln, stieß sie mit der Fremden zusammen und fiel nach hinten. Was für ein Tag, hatte sie da noch gedacht. Linnet rappelte sich auf die Kniee und sammelte schnell die Münzen aus dem Gras, während die Fremde sich schon zum Gehen wendete. Als sie wieder auf den Füßen stand, hielt sie die Münzen noch in der Hand. Die Fremde hatte schon fast den Weg erreicht, als Linnet die Münzen verstauen wollte und fest stellte das ihr Beutel verschwunden war. Auch im Gras lag er nicht.. Die Fremde hatte doch nicht…? Natürlich blieb die Dame nicht stehen, Cedric und Berthold versuchten sie einzuholen. Sie hatten wirklich Glück, zumindest hatte Linnet das zu diesem Zeitpunkt geglaubt, die Fremde stolperte und landete langgestreckt auf der Straße.
Zu früh hatten sie alle gedacht, sie hätten sie. Linnet streckte zögernd die Hand nach ihrem Beutel aus, so schnell wie die Fremde einen Dolch zog und ihn an ihre Kehle hielt, hatte sie gar nicht gucken können. Sie erstarrte sofort. Die Diebin verlangte mit Linnet zur Kutsche zu gehen, dann würde niemanden etwas geschehen. Sie hatten die Kutsche fast erreicht, als Cedric sich gegen die Frau warf um sie von den Füßen zu reißen. Der Dolch schnitt Linnet in den Hals, die Fremde wich aus, gab Linnet einen Stoß und war verschwunden. Sie fiel in Cedrics Arme, unfähig sich zu rühren. Im Lamm trafen sie dann auf Thancred, der Pokal war fertig gestellt. Cedric verband Linnets kleinen Schnitt am Hals und sie konzentrierte sich erst einmal aufs Atmen, während die Männer Pläne schmiedeten wie die Diebin wohl zu fassen sei.
Sie war nicht mehr fähig dem Gespräch zu folgen, sie braucht erst einmal etwas zu Trinken.. Mit wackligen Beinen füllte sie ein Tablett mit dem neusten Schnaps des Lammes. Zurück am Tisch machte sie sich daran eines nach dem Anderen langsam zu leeren, während es wohl immer noch um die Diebin ging. Sie hatte nichts mehr mitbekommen. Allerdings waren zehn Gläser wohl zu viel des Guten. Noch nicht beim letzten angelangt, hatte sie aufgeben müssen. Thancred hatte sie irgendwann ins Bett verfrachtet, an wann genau konnte sie sich nicht erinnern. Es war auch völlig gleich, immerhin war sie hier angelangt.

Wie sie das Fest überstehen solle wusste sie nicht. Sie wusste nur das sie Glück gehabt hatte, unendliches Glück.. Wäre der Schnitt nur ein Stück tiefer gewesen.. Linnet fuhr sich mit einer Hand an den Verband und strich darüber. Ihre grünen Augen schweiften zum Fenster. Licht fiel ins Zimmer, der Tag hatte wohl schon begonnen..
Seuftzend setzte sie sich auf. Es musste weiter gehen.. Sie hatte so viel zu erledigen und irgendwie würde der Tag sicherlich irgendwann enden…

Verfasst: Donnerstag 24. September 2009, 16:54
von Linnet Rysk
Linnet saß im Garten auf den Stufen der Taverne des goldenen Lammes. Um sie herum war es stock dunkel, in ihren Händen hielt sie die Mütze, welche sie so oft im Dienst trug…

Es war ein langer Abend gewesen… Die Besprechung für das nächste Fest hatte eine gefühlte Ewigkeit gedauert und das anschließende Feiern war auch nicht so gelaufen, wie sie es sich gewünscht hatte. Bei dem Gedanken an die spätere ‚Feier’ schoss ihr die Röte ins Gesicht.

Amary war wirklich gemein gewesen…
Allerdings hatte sie wenig später die Rechnung dafür erhalten.

Ein Grinsen huschte über ihre Lippen.

Bald würde es eine Hochzeit geben, sie würden sicherlich riesig feiern. Linnet biss sich auf die Unterlippe und begann gedanklich die Gäste zu zählen. Mit der Planung sollten sie lieber nicht zu lange warten, war doch ein Haufen zu erledigen. Schmunzelnd dachte sie darüber nach, dass es gut war, dass sie zur Zeit so viele Lehrlinge beschäftigten, so würde die Arbeit nicht liegen bleiben.
Allerdings würde es mit einem aufgebrachten Hausdrachen sicherlich noch ein wenig chaotischer werden, als es sowieso schon im Lamm war.
Amary Ann und Rogan Virr, wer hätte gedacht, dass er eines Tages seinen Willen bekommt?
Sie freute sich jetzt schon auf beide Hochzeiten die anstanden, auch wenn das sicherlich viel Arbeit hieß, würden es zwei wunderbare Feste werden.

Sie warf noch einen letzten Blick auf die Taverne hinter sich, dann ging sie mit einem Lächeln auf den Lippen davon …

Verfasst: Samstag 26. September 2009, 13:48
von Amary Ann Louisan
„Ich heirate dich erst! Wenn meine Schamlippen bis zu den Knien hängen!“


Teil 1.


„Was hatte er nur an meinem Satz nicht verstanden? Es war doch deutlich genug gewesen um zu begreifen, dass ich noch nicht bereit sei!“ Im Gedanken verloren drehte sich Amary im Bett herum und sah in das vor sich schlafende Gesicht. Sie musterte seine Gesichtszüge und runzelte immer mehr die Stirn bei der Erinnerung an die Eigenartige Verlobung;


Regen prasselte auf die Erde hinab und der Tag wirkte grau und trostlos. Zum ersten Mal seit langem wollte sie heute mal nicht Arbeiten oder nur an die Arbeit denken.
Ein heißer Tee und frische Kringelkeckse wären das richtige. Es war ein Kuschelwetter und dazu brauchte sie noch jemanden zum Kuscheln.
„ Rooooooooogannnnnnnn!“ Rief sie durch die ganze kleine Stadt. Irgendwo musste er doch schließlich stecken. Wenige Augenblicke später hörte sie auch schon ihren Namen „Amary?“. Die Unterhaltung über das Wetter war schnell vorbei, sie gingen zurück zum Haus wo sie frischen, heißen Tee eingoss. „ Mir bitte auch einen Becher“ Hörte sie ihn hinter sich sagen. Lächelnd wendete sie sich zu ihm mit einem beladenen Tablett. „ Las uns zu dir gehen dein Bett ist größer.“
Im Zimmer angekommen kuschelten sie sich erst in die Bettdecke hinein. Tranken Tee und aßen Kekse. Nachdenklich blickte Amary zu ihm über den Becherrand. „ Sag mal Rogan, hattest du je eine Andere Frau vor mir? Mit der du deine Ersten richtigen Erfahrungen gemacht hast?“
Verunsichert lag sein Blick auf ihr. Würde sie gleich Explodieren wenn er ihr die Wahrheit erzählt? Wieso fragte sie das alles?
Nach seiner Erzählung erfuhr sie dass er noch nie richtig mit einer Frau geschlafen hatte und das belustigte sie so der maßen das sie für einen Augenblick die Lippen zusammenpresste um nicht laut aufzulachen. Der große Rogan! Unerfahren eine Jungfer!.
Mit ruhigem ernstem Ton erwiderte sie; Dann hast du ja eine Gemeinsamkeit mit Bert…
Er starte sie nur mit einem offenem Mund an….
Wie oft hat er Bert auf den Arm genommen was Frauengeschichten anging dabei war ein kein Stück erfahrener!
Vor Lachen legte sie sich zurück und bekam dabei auch keine Luft. In ihren Augen lagen Tränen. Sie lachte so laut und heiter wie seit Tagen nicht mehr.
Erst wütend musterte er sie dabei doch dann schmunzelte er.
„ Das wird ich heute Abend allen erzählen!!“ Piepste sie unterm Gelächter hervor.
„ Nein, das tust du nicht!“.. „ Oh Rogan das kann ich doch den Freunden nicht vorenthalten! Sie werden sich köstlich Amüsieren!
Er packte ihre Hände und drückte sie gegen die Kissen. „ Ich wäre es gleich ändern das du nichts zu erzählen hast!“. Leidenschaftlich presste er seine Lippen gegen ihre solange sie erstaunt mit aufgerissenen Augen zu ihm blickte.
Nach dem er die Mausefalle aus ihrem Schoss raus genommen hatte. Die aus unerklärlichen Gründen zwischen ihren Schenkeln versteckt war.
Liebten sie sich zum ersten mal voller Leidenschaft…


Ganz leise richtete sie sich vom Bett auf um ihn nicht aufzuwecken. Und sammelte seine dreckigen Socken vom Boden auf. Legte es ihm geknüllt vor die Nase. Das höllische Kichern unterdrückend nahm sie ihre Arbeitskleidung und ging auf zehnspitzen hinab die Treppen.
Wenn er meinte sie haben zu wollen, dann bitte schön, aber schon dann mit allem drum und dran! Sie würde ihn weiter ärgern so gut es ging. Wer weis vielleicht würde er dann davonlaufen?

Verfasst: Sonntag 27. September 2009, 00:14
von Rogan Virr
„Ich warne dich Amary, wenn du das tust wirst du es bereuen!“


Teil 2



Rogan saß vor seinem Amboss. Auf diesem lag ein paar Socken welche er unentwegt anstarrte. Als er heute Morgen aufgewacht war, war es nicht das Gesicht von Amary was er erblickte, sondern dieses Paar schmutzige Socken lagen da. Natürlich konnten Socken nicht sprechen, aber irgendwie hatte Rogan das Gefühl das ob sie ihm zuflüsterten „Einen grauenhaften guten Morgen!“. Trotz dieser Geste musste Rogan nun schmunzeln. Ja, er hatte sich da einen echten Drachen angelacht. Doch das wusste er ganz genau. Es würde viel Zeit benötigen, und noch viel mehr Kraft und Nerven, aber er hatte sich geschworen ihn zu bändigen. Er nahm die Socken und warf sie in die Esse in welcher sie sofort Feuer fingen. Kurz darauf war nichts mehr von ihnen zu sehen. Rogan starrte in die Flammen und dachte daran wie der Abend vor 3 Tagen abgelaufen war.

Die achte Stunde war bereits erreicht und alle Mitarbeiter des Lamms warteten. Für heute war eine Besprechung angesetzt, es sollten die letzten Details für das Erntedankfest besprochen werden. Wo war sie nur? Rogan ging zu seinem Haus und trat langsam die Schritte zu seinem Schlafzimmer hinauf. Als er das Bett erreichte sah er sie. Sie war wohl gerade erst aufgestanden. Neben dem Bett stand noch das Tablett mit dem Tee und dem Gebäck vom heutigen Mittag. „Na, du hast aber fest geschlafen, was?“ Er lächelte sie an und bedeutete ihr dass sie sich beeilen sollten. Die Besprechung im Keller der Taverne dauerte gar nicht mal so lange wie er gedacht hatte. Rogan hielt sich mehr oder weniger bei den Diskussionen heraus. Immer wieder sah er zu Amary, unsicher ob sie die Drohung am Nachmittag ernst meinte oder nicht. Als sie dann beschlossen dass alles Wichtige beredet war, wurde die kleine Versammlung aufgelöst. Das ganze Fest war nun genauestens durchgeplant….und er hatte von Amary ausdrücklich verboten bekommen ihr einen Heiratsantrag zu machen an dem Fest :„Und Rogan: Auf dem Sommerfest werden keine Heiratsanträge gemacht!!!“….Nunja, zumindest hatte sie ihre Drohung nicht wahr gemacht….Doch zwei Stunden später sollte sich alles anders entwickeln. Eigentlich wollten sie das Lamm heute geschlossen lassen. Sie wollten selbst einmal Feiern gehen und machten sich auf den Weg in Richtung der Kutsche. Doch es kommt immer anders als man denkt …… Es war Alliestra welche ihnen auf dem Weg begegnete und etwas Wichtiges verkünden wollte. So saß er nun wieder im Keller. Zusammen mit den anderen Mitarbeitern der Taverne, Alliestra, Cedric und ein paar Stammgästen welche immer vorbei sahen, egal ob die Taverne geöffnet war oder nicht. Zu Feiern gab es tatsächlich etwas: Alliestra und Cedric hatten sich verlobt. Rogan musste grinsen als die Neuigkeit verkündet wurde und dachte noch einmal an das „Verbot“ von Amary. Er erhob sein Glas und wollte mit den anderen anstoßen. Anstoßen auf das Wohl des künftigen Ehepaares. Doch es war Amary die dies verhinderte. Sie stand auf und wollte ebenfalls eine Neuigkeit verkünden. Sie wollte einen weiteren Grund nennen warum heute gefeiert werden sollte. Rogan konnte nicht glauben das sie das machen wollte. Sie wollte ihnen tatsächlich von ihrem Gespräch am Nachmittag erzählen. Er warf Amary einen vernichtenden Blick zu und knurrte ein „Ich warne dich Amary, wenn du das tust wirst du es bereuen!“ in ihre Richtung. Doch das schien sie nicht zu stören, anscheinend nahm sie seine Worte nicht ernst. Als sie mit ihrer Schilderung endlich fertig war sah er sie fassungslos an. Nun gut, er hatte sie gewarnt…. Rogan stand auf und ging zu ihr. Es ging alles auf einmal so schnell das er selbst nicht genau wußte wie ihm geschah. Einige Augenblicke später hatte er Sie an der Hand und zog sie zum dem Pfahl im Keller der Taverne. Er hatte sie gewarnt….und er würde sich an ihre Anordnung halten: Er würde ihr keinen Heiratsantrag machen an dem Fest. Er würde es JETZT machen. Amary wehrte sich und wollte sich losreisen, dennoch gelang es ihm sie mit sich zu zerren. Doch Rogan wollte ganz sicher gehen dass sie nicht flüchtete, also band er ihre rechte Hand am Pfahl fest. Schnell ging er von der Bühne und kniete dort vor ihr nieder, während die anderen sich hinter ihm aufreiten. Amary war so impulsiv wie eh und je…doch nachdem er die Frage wiederholte….verließ endlich das ersehnte „ja“ ihre Lippen…..



Rogan blinzelte. Es mussten einige Stunden vergangen sein, denn das Feuer in der Esse war nahezu erloschen. Er musste an die Tage nach der Verlobung denken. Oh, sie verhielt sich oft wie ein Drache, und auch die Socken, welche ihn heute Morgen wach „küssten“, waren nur der neuste Versuch ihn zu ärgern. Doch waren da auch die anderen Momente….die schönen....und er wußte genau das er sie wollte….Aber wenn sie ihn wirklich testen wollte, dann sollte es so sein. Es war erst gestern Abend als er ihr klar mache das er nicht ihr Schoßhund war, sie über seine Schulter legte und sie trotz aller Gegenwehr nach Bajard schleppte. Und wenn sie meinte dass ihn eine solche Tat wie mit den Socken heute Morgen aus der Haut fahren ließen, so hatte sie sich getäuscht. Sie wollte ihn also ärgern, ja? Rogan erhob sich und ging in Richtung ihres Hauses. Er war gespannt wie sie reagieren würden wenn sie bemerkte dass er die Zuckersäcke gegen Salzsäcke ausgetauscht hatte. Sie hatte heute den ganzen Tag in der Küche gestanden um all die Kuchen für das Fest zu backen, und jetzt war sie voller Erschöpfung ein Bad nehmen. Er ging in ihr Schlafzimmer und stellte einen der Kuchen auf ihr Bett. Er hatte mit Zuckerguss ein „In Liebe“ auf diesen geschrieben, und er wusste dass sie Ihn probieren würde, zumal die den ganzen Tag noch nichts gegessen hatte. Leise schlich er sich wieder aus dem Haus und nahm an einem Tisch in der Taverne platz. Voller Vorfreude zählte er die Minuten bis das vertraute „Roooooooooooggggggggggggggaaaaaaaaaaaaannnnnnnnn!“ an sein Ohr drang.

Verfasst: Sonntag 27. September 2009, 00:46
von Linnet Rysk
"Ich meine es ernst ich werde Kündigen“

Teil 3

Linnet sah sich im Garten der Taverne um. Kein Drachen war zu sehen. Nicht im Garten, nicht im Keller, ins Haus wollte sie nicht gehen. Ob Amary schon zu Bett gegangen war? Linnet atmete erleichtert auf.

Zur Zeit ging sie ihr aus dem Weg. Heute Abend wollten sie den gebackenen Kuchen verteilen und so fürs anstehende Erntedankfest werben. Die Frage war nur, wo er war.. Linnet öffnete eine Truhe nach der Anderen auf der Suche nach dem fertigen Kuchen. Gerade als sie ihn gefunden hatte, lies sie Amarys Schrei zusammen zucken. Was hatte Rogan jetzt schon wieder angestellt? Vielleicht hatte er auch gar nichts getan.. ? So schnell wie möglich verstaute sie den gefundenen Kuchen. Sie wollte sich nicht länger als nötig im Garten aufhalten, vor allem wenn Amary noch nicht schlief.
Seit dem Abend des Heiratsantrages verbrachte Linnet so wenig Zeit wie möglich in der Taverne. Dank Kim konnte sie sich immer wieder davon stehlen und wusste, dass die Gäste gut versorgt waren. Amarys Laune war kaum zu ertragen…

Ein gutes Stück abseits der Taverne wartete sie auf Kim, den Korb mit dem Kuchen hatte sie vor sich auf den Boden gestellt. Hin und wieder blickte sie mit einem unguten Gefühl über die Schulter. Wenn sie noch länger warten musste, würde der Hausdrachen sie vielleicht doch noch erwischen..

Und derzeit spucke Amary wahrlich Feuer. Linnet hoffte inständig, dass Rogans `Zähmung` nicht mehr endlos andauern würde. Denn eines wusste sie: Ewig würde sie das Spiel der Beiden nicht mit machen. Diesmal meinte sie es bitter ernst. Außerdem war es an der Zeit sich der Hochzeitsplanung zu widmen und nicht weiter der Brautzähmung. Kichernd holte Linnet das inzwischen äußerst abgegriffene Buch hervor. Nachdenklich fuhr sie mit dem Finger über die endlosen Namen der Gästeliste. „ Oh, da hab ich tatsächlich noch jemanden vergessen..“