Erster Unterricht oder wo liegt der Kern
Verfasst: Freitag 18. Februar 2005, 13:00
Gelangweilt schlendert Sarina am Ufer entlang in Richtung Akademie, sie hatte noch Zeit bis zur ersten Stunde und sie war viel zu früh aufgebrochen. Seit dem Zweikampf mit diesem Menekaner und dem beinahe schon zu einfachen Sieg beim Kampf mit dem Dolch, fehlte es an befriedigender Freude am simplen Tag.
Irgendwann hatte sie begonnen interessante Pilze und Kräuter zu sammeln, im Haus des Grafen lebte auch eine Alchemistin die sich exzellent auf die Zubereitung von Heiltränken verstand, wohl aber auch auf Gifte und dergleichen. Grübelnd darüber was ein vergifteter Dolch wohl für eine zusätzliche Wirkung bringen würde ließ sie sich also einige der Pilze und Kräuter erklären und begann damit schönere Exemplare am Wegesrand abzuschneiden.
Missmutig kickt sie am Sumpf angekommen einen etwas größeren Kiesel in die grüne Kloake, woraufhin sich an dieser Stelle riesige Blubberblasen wie ein platzendes Eitergeschwür über die erst ruhige Oberfäche übergeben. Stirnrunzelnd aber deshalb nicht weniger neugierig betrachtet sie das abgrundtief hässliche Schauspiel und erschrickt im ersten Moment als eine gar riesenhafte Kröte aus dem Schlamm auf sie zuspringt. Wie im jahrelangen Training gelernt reißt sie ihren Dolch aus der Scheide und hält ihn schützend vor ihren Körper, schnell genug um die Kröte auch direkt zu treffen. Grünlicher Schleim befleckt sie als sie rückwärts stolpernd schließlich hinfällt und die Kröte sie vollends umreißt.
Jetzt wird sie richtig böse, das dieser Schleim kribbelt ist nur ein Ansporn diesen grünen Mist alsbald wieder abzuwaschen aber vorerst würde sie diesem überdimensionalen Frosch mal zeigen was man in hohen Häusern zu essen pflegte. Böse knurrend entsinnt sie sich ihrer Ausbildung und setzt gezielte Stiche in den Leib des Angreifers, und wenige Augenblicke später wuchtet sie den schleimigen Körper von ihren Beinen.
Erst einmal waschen, rasch hastet sie ans Ufer, sanfte Wellen rollen hier nur langsam an den irdenen Strand so das man nicht allzu nass wurde wenn man sich an den Rand der Flut stellte. Die Robe war im Eimer und missmutig darüber streift sie jene über den Kopf und wirft sie vorerst achtlos fort. Von den robusten aus glattem Leder gefertigten Stiefeln ist der Dreck alsbald abgewaschen und jegliches Stückerl Haut das in Berührung mit der Kröte kam wird extra gründlich noch mit feinem Sand abgerieben.
Ein paar Holzscheite sind schnell entzündet und die verdreckte Robe geht im züngelnden Feuer unter, aber Halt, grünlicher Schimmer im Feuer, hmm...
Zurück bei der Kröte lehnt sich Sarina so weit vor wie es nur geht, der Schleim hat gejuckt, das Feuer war grün, vielleicht ließ sich ja von dem Vieh etwas verwerten, ein schneller Schnitt öffnete den Bauch des toten Frosches und die junge Frau sieht sich neugierig um ob sie in der Masse irgendwas erkennt das sie in den vielen Tiegeln und Gläsern der Alchemistin zu Varuna schon einmal sah. Tatsächlich da war etwas, mit vor Ekel verzogener Nase birgt Sarina wenig später eine Handvoll Reagenzien um einen gewiss effektvollen Trank zu brauen. Vermutlich müsste die Zutat noch getrocknet und behandelt werden, aber immerhin sollte sie selten genug sein als das sie einfach zu besorgen wäre. Immer noch angeekelt steckt sie die gallertartige Masse in ein verschließbares Fläschchen das sie bei sich trug und geht wieder zurück ans Meeresufer um sich und ihren Dolch abermals zu waschen.
Nun aber auf, wenige Minuten später tritt sie an die Akademie, eine ganze Horde Studios und Scolar wuselte durch die Gänge und entlockt Sarina gelegentlich ein hochmütiges Seufzen, jedoch gebietet es ihre Höflichkeit einen jeden zu Grüßen und endlich das Unterrichtszimmer im oberen Stockwerk der Akademie zu erreichen. Larion war schon zugegen und erwartete seine Schüler mit gewohnt kühler Miene. Drei Mitstudios hatte sie also, und im Laufe des Unterrichts fanden sich alle von ruhigen musternden Augen abgeschätzt und eingeprägt und nach einer Unterbrechung durch einige Schüler aus der Illusionistenklasse konnte der Unterricht beginnen.
Die Lehrstunde umfasste einige Informationen über den Kodex, dass man ihn zu Verinnerlichen hatte und sich daran zu Halten ebenso. Auf Wunsch des Akademieleiters hin tat dies Hoechstgelehrter La Fei auch, wobei ein gewisser Unmut dabei wohl kaum von der Hand zu weisen war und so war jener Teil des Unterrichts schnell wieder abgefertigt.
Nun ging es um das allgemeine Begreifen der Magie, dem Umstand und der primären Existenz der Fragmente des Liedes, oder der Energie aus der die Magie zu gewinnen war.
„Denk über die Regeln der Physik hinaus, brecht sie.“
Leichter gesagt als getan, es war die Übung ein Tintenfass zu bewegen, am Tisch zu verrücken und die Reaktionen waren verschieden wie die vier jungen ungeformten Geister hier.
Erst als Sarina aufhörte es zu versuchen und begann es zu wollen tat sich etwas, das begreifen in einem für ein Tintenfässchen ausreichenden Umfang schlich sich langsam wie zäher Sirup in ihre Gedanken und suchte das Gefäß zu bersten, stattdessen zitterte es nur und wurde schließlich um zwei Finger breit verschoben. Ihre Mitschüler erreichten alle mehr oder weniger ihr Ziel und jeder auf seine eigene Weise. Wie eben jeder sein verstehen erlebt und genauso unterschiedlich erfolgten die Wirkungen auf weitere Übungen welche auf den Körper bezogen und von Höchstgelehrtem Larion la Fei eindrucksvoll demonstriert wurden.
Einer Übung der bewussten Steigerung der Stärke mit Hilfe der Magie folgte ein Zweikampf zwischen den Studiosi. Das Sarina dabei in der Verteidigungsposition war gefiel ihr nicht, nur zu gerne würde sie diesem Grinsenden Kerl vor sich zeigen das sie durchaus in der Lage war wie ein Mann zu kämpfen. Als er sie Angriff versuchte er auch eine plumpe Täuschung und einen Schultergriff, er bekam wohl ihre Schulter mit einem festen Griff zu fassen, die Halbe Drehung, ein Stück in die Knie gesunken und das vorschnellen ihrer zur Faust geballten Hand aus dieser Bewegung versetzte ihm jedoch einen bestimmt nicht angenehmen Schlag direkt in seine Nieren. Das Glücksgefühl in Sarina fand befriedigende Nahrung in einem überraschten aufstöhnen ihres Gegners und beinahe hätte sie auf ihre Anweisung vergessen und ihr Knie als nächstes hochgezogen um dem vorhin so abfällig grinsendem Mitschüler ordentlich das Lächeln aus dem Gesicht zu prügeln.
Aber der gestrenge Blick und das darauf folgende Wort des Höchstgelehrten, die Übung zu beenden, erstickten diesen Plan im Keim, einige Sekunden fand er sich mit einem herausfordernden Lächeln bedacht bevor sie, nun ihrerseits abfällig auf ihren Mitschüler herunterlächelnd, wieder Platz nimmt. Larion bemerkte daraufhin das er demjenigen der seinen Körper perfekt beherrschte irgendwann einen Zweikampf gewähren würde. Doch vorerst galt es die wichtigste Waffe eines Magus zu schärfen, Geist und Verstand. Unter wohlweislicher Führung erlernten die von da an Scolar genannten Lernbegiereigen dann wie man seinen Körper zum eigenen Willen beeinflusst, ihm Stärke oder Beweglichkeit gibt, über dem gewohnten Maß mehr als man mit körperlichem Training an Leistung jemals im Stande ist zu Leisten.
Sarina konnte das pulsieren der Kraft regelrecht in sich spüren, hätte sie dieses Wissen vorher im Zweikampf schon gehabt hätte sie dem guten Collega wohl eine Rippe gebrochen, bemerkte sie mit einem erregten Lächeln auf ihre unverändert anmutenden Hände und als sie sich schließlich zur Verabschiedung erheben wollte schnellte sie so schnell hoch, dass sie sich erstmal ordentlich das Knie am Steintisch anstieß.
Mit kurz eng zusammengekniffenen Augen begrüßte sie den Schmerz der wie Nadelstiche ihren Körper flutete und deutet wortlos eine Verbeugung gen den Höchstgelehrten an.
Sie alle sollten fortan als Scolar der comabtiven Magie bekannt sein, und es wurde ihnen nahe gelegt jegliche Aufzeichnungen wohl zu hüten und weder Wort noch Schrift aus diesen Räumen zu tragen.
Mit hoch erhobenem Haupt spaziert Sarina Ferestat später zurück in Richtung Varuna, gelegentlich bleibt sie bei einem Pilz stehen und betrachtet ihn eingehend, aber ein zwei Mal rennt sie auch wie eine von Hummeln gejagte Wilde durch die Wälder nahe der Hauptwege und lacht befreit dabei...
Irgendwann hatte sie begonnen interessante Pilze und Kräuter zu sammeln, im Haus des Grafen lebte auch eine Alchemistin die sich exzellent auf die Zubereitung von Heiltränken verstand, wohl aber auch auf Gifte und dergleichen. Grübelnd darüber was ein vergifteter Dolch wohl für eine zusätzliche Wirkung bringen würde ließ sie sich also einige der Pilze und Kräuter erklären und begann damit schönere Exemplare am Wegesrand abzuschneiden.
Missmutig kickt sie am Sumpf angekommen einen etwas größeren Kiesel in die grüne Kloake, woraufhin sich an dieser Stelle riesige Blubberblasen wie ein platzendes Eitergeschwür über die erst ruhige Oberfäche übergeben. Stirnrunzelnd aber deshalb nicht weniger neugierig betrachtet sie das abgrundtief hässliche Schauspiel und erschrickt im ersten Moment als eine gar riesenhafte Kröte aus dem Schlamm auf sie zuspringt. Wie im jahrelangen Training gelernt reißt sie ihren Dolch aus der Scheide und hält ihn schützend vor ihren Körper, schnell genug um die Kröte auch direkt zu treffen. Grünlicher Schleim befleckt sie als sie rückwärts stolpernd schließlich hinfällt und die Kröte sie vollends umreißt.
Jetzt wird sie richtig böse, das dieser Schleim kribbelt ist nur ein Ansporn diesen grünen Mist alsbald wieder abzuwaschen aber vorerst würde sie diesem überdimensionalen Frosch mal zeigen was man in hohen Häusern zu essen pflegte. Böse knurrend entsinnt sie sich ihrer Ausbildung und setzt gezielte Stiche in den Leib des Angreifers, und wenige Augenblicke später wuchtet sie den schleimigen Körper von ihren Beinen.
Erst einmal waschen, rasch hastet sie ans Ufer, sanfte Wellen rollen hier nur langsam an den irdenen Strand so das man nicht allzu nass wurde wenn man sich an den Rand der Flut stellte. Die Robe war im Eimer und missmutig darüber streift sie jene über den Kopf und wirft sie vorerst achtlos fort. Von den robusten aus glattem Leder gefertigten Stiefeln ist der Dreck alsbald abgewaschen und jegliches Stückerl Haut das in Berührung mit der Kröte kam wird extra gründlich noch mit feinem Sand abgerieben.
Ein paar Holzscheite sind schnell entzündet und die verdreckte Robe geht im züngelnden Feuer unter, aber Halt, grünlicher Schimmer im Feuer, hmm...
Zurück bei der Kröte lehnt sich Sarina so weit vor wie es nur geht, der Schleim hat gejuckt, das Feuer war grün, vielleicht ließ sich ja von dem Vieh etwas verwerten, ein schneller Schnitt öffnete den Bauch des toten Frosches und die junge Frau sieht sich neugierig um ob sie in der Masse irgendwas erkennt das sie in den vielen Tiegeln und Gläsern der Alchemistin zu Varuna schon einmal sah. Tatsächlich da war etwas, mit vor Ekel verzogener Nase birgt Sarina wenig später eine Handvoll Reagenzien um einen gewiss effektvollen Trank zu brauen. Vermutlich müsste die Zutat noch getrocknet und behandelt werden, aber immerhin sollte sie selten genug sein als das sie einfach zu besorgen wäre. Immer noch angeekelt steckt sie die gallertartige Masse in ein verschließbares Fläschchen das sie bei sich trug und geht wieder zurück ans Meeresufer um sich und ihren Dolch abermals zu waschen.
Nun aber auf, wenige Minuten später tritt sie an die Akademie, eine ganze Horde Studios und Scolar wuselte durch die Gänge und entlockt Sarina gelegentlich ein hochmütiges Seufzen, jedoch gebietet es ihre Höflichkeit einen jeden zu Grüßen und endlich das Unterrichtszimmer im oberen Stockwerk der Akademie zu erreichen. Larion war schon zugegen und erwartete seine Schüler mit gewohnt kühler Miene. Drei Mitstudios hatte sie also, und im Laufe des Unterrichts fanden sich alle von ruhigen musternden Augen abgeschätzt und eingeprägt und nach einer Unterbrechung durch einige Schüler aus der Illusionistenklasse konnte der Unterricht beginnen.
Die Lehrstunde umfasste einige Informationen über den Kodex, dass man ihn zu Verinnerlichen hatte und sich daran zu Halten ebenso. Auf Wunsch des Akademieleiters hin tat dies Hoechstgelehrter La Fei auch, wobei ein gewisser Unmut dabei wohl kaum von der Hand zu weisen war und so war jener Teil des Unterrichts schnell wieder abgefertigt.
Nun ging es um das allgemeine Begreifen der Magie, dem Umstand und der primären Existenz der Fragmente des Liedes, oder der Energie aus der die Magie zu gewinnen war.
„Denk über die Regeln der Physik hinaus, brecht sie.“
Leichter gesagt als getan, es war die Übung ein Tintenfass zu bewegen, am Tisch zu verrücken und die Reaktionen waren verschieden wie die vier jungen ungeformten Geister hier.
Erst als Sarina aufhörte es zu versuchen und begann es zu wollen tat sich etwas, das begreifen in einem für ein Tintenfässchen ausreichenden Umfang schlich sich langsam wie zäher Sirup in ihre Gedanken und suchte das Gefäß zu bersten, stattdessen zitterte es nur und wurde schließlich um zwei Finger breit verschoben. Ihre Mitschüler erreichten alle mehr oder weniger ihr Ziel und jeder auf seine eigene Weise. Wie eben jeder sein verstehen erlebt und genauso unterschiedlich erfolgten die Wirkungen auf weitere Übungen welche auf den Körper bezogen und von Höchstgelehrtem Larion la Fei eindrucksvoll demonstriert wurden.
Einer Übung der bewussten Steigerung der Stärke mit Hilfe der Magie folgte ein Zweikampf zwischen den Studiosi. Das Sarina dabei in der Verteidigungsposition war gefiel ihr nicht, nur zu gerne würde sie diesem Grinsenden Kerl vor sich zeigen das sie durchaus in der Lage war wie ein Mann zu kämpfen. Als er sie Angriff versuchte er auch eine plumpe Täuschung und einen Schultergriff, er bekam wohl ihre Schulter mit einem festen Griff zu fassen, die Halbe Drehung, ein Stück in die Knie gesunken und das vorschnellen ihrer zur Faust geballten Hand aus dieser Bewegung versetzte ihm jedoch einen bestimmt nicht angenehmen Schlag direkt in seine Nieren. Das Glücksgefühl in Sarina fand befriedigende Nahrung in einem überraschten aufstöhnen ihres Gegners und beinahe hätte sie auf ihre Anweisung vergessen und ihr Knie als nächstes hochgezogen um dem vorhin so abfällig grinsendem Mitschüler ordentlich das Lächeln aus dem Gesicht zu prügeln.
Aber der gestrenge Blick und das darauf folgende Wort des Höchstgelehrten, die Übung zu beenden, erstickten diesen Plan im Keim, einige Sekunden fand er sich mit einem herausfordernden Lächeln bedacht bevor sie, nun ihrerseits abfällig auf ihren Mitschüler herunterlächelnd, wieder Platz nimmt. Larion bemerkte daraufhin das er demjenigen der seinen Körper perfekt beherrschte irgendwann einen Zweikampf gewähren würde. Doch vorerst galt es die wichtigste Waffe eines Magus zu schärfen, Geist und Verstand. Unter wohlweislicher Führung erlernten die von da an Scolar genannten Lernbegiereigen dann wie man seinen Körper zum eigenen Willen beeinflusst, ihm Stärke oder Beweglichkeit gibt, über dem gewohnten Maß mehr als man mit körperlichem Training an Leistung jemals im Stande ist zu Leisten.
Sarina konnte das pulsieren der Kraft regelrecht in sich spüren, hätte sie dieses Wissen vorher im Zweikampf schon gehabt hätte sie dem guten Collega wohl eine Rippe gebrochen, bemerkte sie mit einem erregten Lächeln auf ihre unverändert anmutenden Hände und als sie sich schließlich zur Verabschiedung erheben wollte schnellte sie so schnell hoch, dass sie sich erstmal ordentlich das Knie am Steintisch anstieß.
Mit kurz eng zusammengekniffenen Augen begrüßte sie den Schmerz der wie Nadelstiche ihren Körper flutete und deutet wortlos eine Verbeugung gen den Höchstgelehrten an.
Sie alle sollten fortan als Scolar der comabtiven Magie bekannt sein, und es wurde ihnen nahe gelegt jegliche Aufzeichnungen wohl zu hüten und weder Wort noch Schrift aus diesen Räumen zu tragen.
Mit hoch erhobenem Haupt spaziert Sarina Ferestat später zurück in Richtung Varuna, gelegentlich bleibt sie bei einem Pilz stehen und betrachtet ihn eingehend, aber ein zwei Mal rennt sie auch wie eine von Hummeln gejagte Wilde durch die Wälder nahe der Hauptwege und lacht befreit dabei...