Seite 1 von 1

Ein schwerer... schicksalhafter Tag

Verfasst: Montag 18. Mai 2009, 08:36
von Rafael von Arganta
Die Schlacht um Varuna war verloren noch bevor sie begonnen hatte.
Richard Tarids Brief, hatte ihn aufgeschreckt.
Der Pass war versperrt.
Er hatte diese Benachrichtigung gerade erst sinken lassen als einer der Gardisten abgehetzt hereingestürmt kam.
„Berchard wird angegriffen, das Regiment ist schon ausgerückt.“ Keuchte er, und schon war Rafael auf. „Rahal?!“ mutmaßte er doch der Mann schüttelte den Kopf.
„Drachlinge, Echsen ...“
„Wie damals... als Kryndlagor ...“ er dachte den Gedanken nicht zu Ende.
Vielleicht war nun auch der Drache nicht mehr weit entfernt.
„ich komme!“ Meinte er nur lapidar, und ließ schon einmal sein Pferd satteln während er sich rüstete, um dann flugs gen Berchgard zu reiten.
Der Pass war zu, also ritt er direkt zum andren Eingang und gab sein Pferd vorsichtshalber beim Stallmeister ab bevor er vor ging um sich einen Überblick zu leisten.
Das sicherste würde sein erst einmal die Tor zu verschließen und einen Plan zu fassen.

Gerade als er ankam wurden erneut Rufe laut das draußen vor dem Tor erneut Soldaten, Menschen ankamen die direkt in die Drachlinge gerieten.
Und schon hatte man das Tor kurz geöffnet um hinaus zu schlupfen und jenen Bei zu stehen das sie hineinkonnten...
Rafael ging mit hinaus, einen ersten Blick auf die Angreifer werfend.
Schwer kämpften alle, Allen voran die Bruderschaft, und man leitete die Ankommenden in die Stadt.
Gerade als er einen der Drachlinge gemeinsam mit Andreas niederstreckte, erblickte er einen Ritter am Boden...
Nein.. nicht einen Ritter... unverkennbar durch das tobende Pferd um ihn herum... Adrian!
Heiss brannte die Furcht in ihm.
Sein Freund und Bruder lag am Boden während ein um sich schlagender Garvagh wiehernd vor ihm stand, wild entschlossen wohl seinen Besitzer zu verteidigen.
Rafael stieß Andreas an, und deutet auf den Ritter. „Der Graf!!!!“ rief er ihn zu und gemeinsam hetzten sie auf ihn zu.
Der bemitleidenswerte Gardist der mit ihnen rannte um das Pferd einzufangen, bekam von diesem einen Schlag ab der ihn taumeln ließ.
Garvagh ließ sich nicht beruhigen, und Rafael hatte Mühe an Adrian überhaupt heran zu kommen.
„Garvagh... ssssh... Ruhig!“ Versuchte er es, doch das Pferd schlug wild wiehernd nach ihm aus.
„GARVAGH, VERDAMMT! DU LANDEST IN DER WURST!!“ brüllte er nun. Als hätten sie nichts anderes zu tun als ein Pferd zu beruhigen, während wild um sie herum die Kämpfe tobten.
„RÜCKZUG!!!“ Hörte er ein Brüllen und fluchte leise.
Genau das... und nichts anders hatte er vor.
Andreas warf sich todesmutig auf die Zügel des tobenden Pferdes und Rafael sprang zu seinem Freund der Temora zum Glück noch am Leben, aber in tiefer Bewusstlosigkeit schien.
Ihn jetzt und hier zu Untersuchen war ein Unding, so fasst er den Freund einfach unter den Armen und zerrte ihn gen Berchgard.
Garvagh folgte sofort mit Andreas an den Zügeln, und sein Knappe war wohl froh als drinnen einer der Stallmeister ihm das tobende Pferd abnahm
Am Tor angekommen, waren es sofort viele Hände die ihm halfen Adrian hinein zu bringen, und Rafael beobachtete beunruhigt dessen flachen Atem.
Er winkte Andreas erneut zu sich.
„Eine Trage!! Dann bring ihn hier fort, nach Adoran in die Heilerstube dort, und kehre dann zurück.“
Befahl er seinem Knappen, bevor er sich besorgt, neben den Bewusstlosen kniete.
„Mach bloß keinen Mist, hörst du?“ wisperte er ihm zu. „Darna und dein Kind brauchen dich.“
Dann wandte er sich ab. Es gab noch zuviel zu tun.

Sir Cathal hatte die bisherige Lage soweit im Griff.
Auf Rafaels Nachfragen bejahte er das er die Bürger schon in seine Burg hatte Evakuieren lassen.
„Jedenfalls jene die es wollten, andere blieben in ihren Häusern,“ hatte Arenvir eingeworfen und Rafael hatte nur genickt.
Mit Sir Cathal, Sir Nevyn un dem Oberst beratschlagten sie was man nun tun konnte, und so ward ein Plan bald gefasst.

Der Eingang der Höhle musste verschlossen werden, da war man sich einig.
Sir Cathal vermutete leise gen ihm das dies hier einfach nur dazu diente sie hier fest zu halten... das Varuna das Ziel wäre, und Rafael stimmte ihm bedenklich zu.
Varuna jedoch war Stein ohne Bewohner, hier jedoch , gab es zuviel zu verlieren, und so sammelte man sich.

Sir Nevyn führte einen Trupp in die Schlacht, Rafael mit Sir Thelor einen Anderen,
um eine
Bresche für die begleitenden Magier zu schlagen damit jene den Eingang verschließen konnten.
Und so warf man sich in die Schlacht.
Sir Cathal sorgte indess für die Sicherheit Berchgards und beaufsichtigte das Tor und dessen weitere Verteidigung.

Die Schlacht war ziemlich schwer. Die Kreaturen stark und zahlreich.
Doch man schaffte es schließlich die Magier bis zum Eingang zu schleusen und jene verschlossen das Tor magisch.
Nachschub gab es nun nicht mehr, doch dauerte es seine Zeit bis man die Lage vollends unter Kontrolle, die Kreaturen vor der Stadt erschlagen hatte, während die Magier den Einfang der Höhle gänzlich verschütteten, zur Sicherheit. .
Sir Thelor sorgte dafür das die Verletzten in die Stube zur Heilerin von Drachenfels gebracht wurde, die nun wohl mehr als alle Hände voll zu tun hatte.
Rafael befahl weitere Heiler an ihre Seite ihr zu helfen, doch war der Befehl schon gar nicht mehr nötig gewesen, die Heiler hatten schon gehandelt und waren ihr zur Hand.
Kaum konnte man aufatmen, da kam die nächste Hiobsbotschaft.

Varuna war in der Hand Rahals.

Voller Zorn wäre Rafael am liebsten sofort aufgebrochen, sich Rahal entgegenwerfend, oder direkt nach Rahal zu reisen während diese hier waren, doch hielten ihn Arenvir, Sir Thelor und Sir Cathal davon ab.
Sie hatten auch Recht. Es war Unsinnig, Berchgard nun galt es zu schützen und Adoran zu benachrichtigen.
So befahl er das das Regiment die Tore Berchgards sichern sollten und begab sich selber zur Heilerstube um nach den Verletzten zu sehen... gleichsam seine Wurt, seinen Zorn zu unterdrücken darüber das man Varuna an Rahal verloren hatte.
Es war nur eine Stadt ... Steine ... und dennoch ...
Er war durch die Reihen gegangen, froh das es nur wenig wirklich schwere Verluste gab.
Viele Verletzte, wenig Tote...
Wie es wohl Adrian ging?
Er trat hinaus.
Nur um zu erfahren das Rahal in ihre Richtung unterwegs war und Sir Thelor mit einem Trupp unterwegs sie ab zu fangen.
Rahal würde bluten! Schwor er sich, und ließ sich sein Pferd bringen. Um dem Trupp hinterher zu stürmen.
Doch geriet er von der falschen Seite heran. Im Bestreben einen Bogen zu reiten geriet er mitten zwischen die Rahaler.
Einen von ihnen vermochte er noch zu Boden zu strecken, dann jedoch strauchelte sein Pferd, tödlich getroffen und wer wurde aus dem Sattel geschleudert. Nur einmal noch kam er wider hoch, bevor ihn erneut ein schwerer Schlag gegen den Kopf traf und er bewusstlos zu Boden ging.

ein gefällter Baum

Verfasst: Montag 18. Mai 2009, 09:01
von Adrian von Hohenfels
Die Antwort ihrer Erlaucht war aufschlußreich und zumindestens im Bezug auf die Tiefländer beruhigend bis angemessen. Nun die Order war klar und natürlich würde er auch auf Reichsseite weiterforschen, welche Vorgänge die Menekaner von ihrer Seite getrieben hatte. Der Weg durch den Pass wäre wohl der Kürzeste gewesen, den Sitz Sir Thelors zu erreichen, dennoch schien ihn dieser bei weitem zu unsicher, besser man reiste über Berchgard.

Den Lärm nahm er schon im Annahen wahr. Etwas schien vor Berchgard geschehen, umso mehr trieb er Garvagh. Kaum um den Berg herum konnte man das Durcheinander schon erblicken. Hatte er bis eben den Weg über Berchgard noch sicher gewähnt, wurde ihm nun allzu deutlich bewusst, wie sehr er irrte. Drachlinge und Echsen.. unwillkürlich ging sein Blick gen Himmel, von jenem Drachen selbst war Temora sei Dank, noch nichts zu erblicken. Ein Durchkommen würde dennoch kaum möglich sein. Vielleicht gelang ihm ein Durchbruch, so er Garvagh nur angemessen antrieb, weit genug, dass man ihn in Berchgard wahrnehmen mochte um sein Durchkommen dort zu unterstützen.

Das Schwert ergreifend, trieb er Garvagh in einen Angriff. Hieb nach allen Seiten um sich, bemüht sich dennoch nicht völlig in die Gegner hineinzubegeben, mehr an deren Rand vorbeizustürmen. Einige Schädel dieser Biester vermochte er noch zu treffen bevor sein rechtes Bein einen schweren Treffer nahm. Zudem war die Verlässlichkeit Garvaghs in diesem Moment einfach nicht mehr als zur Farce verkommen. Garvagh stürmte nicht mehr vorran, stieg um mit seinen Hufen sein übriges zu tun und überraschte ihn hiermit. In einem der Steigbügel hängend wurde er noch eben einige Meter über den Boden geschleift, spürte noch wie sein Bein brach, schon machte sein Schädel unsanfte Bekanntschaft mit einem dreisterweise im Weg liegenden Stein.

Einzig Schwärze um ihn herum. So vermochte er die Geschehnisse um einen wild um sich keilenden Garvagh, welcher seine Rettung unnötig erschwerte, nicht mehr wahrzunehmen.

Verfasst: Montag 18. Mai 2009, 09:22
von Rabeya Travier
Wieso?
Wieso wieso wieso?
Sie schlug mit der Faust fest auf den Boden des Ortes der die Erlösung bringen könnte.
Der Marmor war natürlich härter als ihre Hand und so begann jenen langsam zu pulsieren und zu schmerzen.
Aber es war ihr einerlei, hier war der Ort, wo so viel Macht lag, so viel Hilfe und so viel ersparen von Schmerz.
Und sie konnte es nicht nutzen. Sie war alleine, keiner der anderen war hier gewesen. Ob sie in Berchgard waren?
Nevyn sicher, Sorcha vielleicht auch.
Wo waren die Elfen an jenem Tag der so viel Schrecken birgte.
Darna war irgendwo in Sicherheit, hoffentlich zumindest.

Erneut schlug sie mit der Faust auf den Marmor.

Temora wo bist du jene Stunde, bist du bei uns? Sei bei uns denn heute brauchen wir dich so dringend.
Ich bitte dich schütze jene Menschen vor Berchgard die so fest an dich glauben.
Schütze die Unschuldigen und schütze jene die das Schwert für dich heben.
Wo wir deines nicht erheben können und es hier an jenem Ort gefesselt ist.


Laut halte die Stimme in der nahen Umgebung und übertönte das laute schreien des Drachens, was von der ferne bis an jenen Ort vordrang.

Noch nie hatte solche Verzweiflung auf dem Gesicht der jungen Priesterin gestanden.
Sie hatte es so weit in ihrem leben gebracht. Temora behütete sie und sie schenkte ihr Sein Temora.
Aber nun stand sie vor einer Klippe die sie nicht erwartet hätte.
Sie war nicht erschüttert in dem Glauben an Temora, sie war erschüttert in ihrer eigenen Macht, dass sie nun nicht mehr tun konnte als beten und auf ein Wunder hoffen...

Verfasst: Montag 18. Mai 2009, 12:49
von Mira Tireel
Es ging alles so unglaublich schnell... Sie hatte den Lärm von weitem
gehört und einige Passanten berichteten ihr aufgebracht, dass ein Angriff
seitens Rahal stattfand. Die Rüste bereits angelegt eilte sie in Richtung
Osttor. Die Streiterin wollte sich so vorsichtig wie möglich nähern um zu
erfahren wo sich ihre Brüder und Schwestern befänden. Doch konnte sie
sie nicht ausmachen und ehe sie sich versah, war sie umringt von
Elementaren und Eisenwartlern. Das hämische Gelächter eine Streiterin
Temoras aufgegriffen zu haben, war kaum zu ertragen, doch warte sie
Haltung wie auch den kühlen Ausdruck auf ihrem Gesicht.

Jedoch war Mira nicht die einzige, welche festgehalten wurde. Ein Herr
namens Louis Falcone, seines Zeichens Anhänger des Ordens der
Temora, wurde neben sie geführt. Man verband beiden die Arme mit
einem Strick und führte sie vor diesen furchteinflößenden Drachen.
Schnell wurde klar, dass man es als richtig erachte, die beiden
Gefangenen als Futter für dieses Monster zu behalten. Ein kleiner Trupp,
darunter eine Ritterin, führte sie den langen Weg richtung Rahaler
Gefängnis.

Sie machten sich einen Spaß daraus, den beiden die Rüstung
abzunehmen und sie mit einer ausführlichen Prozedur nach weiteren
Waffen wie auch Dietrichen zu durchsuchen.
Nur noch mit einem Hemd und einer Stoffhose bekleidet wurden sie in
getrennte Zellen gesperrt und sich selbst überlassen.
Man würde sie einzeln je nach Fütterungszeit heraus holen.

Lange Zeit formten ihre Lippen gebete gen Temora, welche ihr helfen und
sie schützen möge.

Es muss einen Ausweg geben... Ob die Bruderschaft
ihr Verschwinden überhaupt bemerken wird?... Wenn sie die Gelegenheit
bekommt, wird sie jeden einzelnen dieser Ketzer aufschlitzen... und zu
allererst diesen dreckigen Mistkerl, der die ganze Zeit so dichtgedrängt
hinter ihr verweilte...

Mit diesen Gedanken und vor Wut zusammengebissenen Zähnen saß sie die ganze Nacht hindurch in der Zelle ...

Verfasst: Montag 18. Mai 2009, 15:22
von Liliana van Drachenfels
Was für ein Tag...

Zahlreiche verletzte hatte sie schon versorgt, erst im alten Heilerhaus zwischen Berchgard und Varuna. Als dann der Alarmruf ertönte, daß Varuna angegriffen wird hatte man alle Verwundeten nach Adoran geschafft. Später brachte man den Grafen zu ihr ihr. Sein Bein war gebrochen und verletzt und eine Kopfverletzung hatte er ebenso und war ohne Bewußtsein. Lili versorgte seine Wunden, schiente das Bein und verband es mit mit in Lehm getunkten Bandagen, die rasch trocknen und aushärten würden.
Nachdem er zu Bett gebracht wurde und offensichtlich keine weitere Gefahr mehr bestand, begab sie sich zu Bett und wachte nach wenigen Stunden Schlaf wieder auf. Sogleich ging sie runter um nach ihren Patienten zu schauen. Zunächst ging sie zu Adrian, der wach und ansprechbar war. Zu Lilis großen Erstaunen fragte Adrian sie als erstes gleich nach Eileen aus. Er sprach von ihr, als wäre sie noch am Leben und als Lili ihn beiläufig nach der Jahreszahl fragte, antwortete er prompt "wir haben das Jahr 249, was sollen die dummen Fragen?"

Offensichtlich hatte er eine partielle Gedächtnislücke, die letzten drei Jahre seiner Erinnerungen waren wie ausgelöscht. Lili versuchte behutsam ihm dies beizubringen, doch Adrian hielt dies für eine finstere Intrige der Arkorither oder Letharen. Auch als nach einander Andreas, Estrella und Hudi kamen, glaubte er ihnen kein Wort. Von Andras erfuhr sie weiterhin daß Rafael verschollen und Varuna zerstört worden war. Wie heftige Schläge prasselten diese Informationen auf sie ein.

Rafael tot oder gefangen, Adrian verletzt und aufgrund seiner Erinnerungslücke der Ansicht daß eine finstere Intrige gegen ihn im Gange wäre und feindete jeden ganz offen an, der versuchte ihm die Wahrheit klar zu machen. Sie hoffte Andreas würde Darna finden oder Valentina. Ihr wurde das ganze zu viel.

Verfasst: Dienstag 19. Mai 2009, 21:52
von Yette Symar
Wie ein Häufchen Elend saß sie auf einem Berg von Stein und verbranntem Holz.
Kurz sah sie mit leerem Blick auf das, was von ihrem Hof übrig geblieben war. Russ, Verbranntes und Dreck und ....schrecklicher Gestank.
Man hatte ihr alles genommen, ihr Lebensziel, ihre Heimat, ihre Freunde, einfach alles.
Antonio war schon lange auf Reisen, Natalie war in ihre Heimat zurück gekehrt, Floriane, wer weiß, wohin es sie getrieben hatte, und ihre Nachbarn und Freunde, sie waren schon vor einiger Zeit hier weggezogen. Sie waren vor Kryndlagor geflohen und hatten sich in Adoran etwas Neues geschaffen. Schon vor langer Zeit hatte auch sie ihre Tiere in Sicherheit gebracht.

So viele schöne Erinnerungen hafteten an diesem Platz. Kurz wanderte sie rüber zum Fanrashof, der nun auch nur mehr eine Ruine war, und völlig verlassen da stand. Als sie noch dort als Magd angestellt war, und immer den Nachbarhof so sehr bewunderte. Und als sie den Hof von Lukas damals betreute, als er auf Reisen ging, und er ihr danach anbot, den Hof als Teilhaberin mit zu übernehmen.
Sie hatte es damals schon weit gebracht, wurde doch Köchin seiner Hoheit, Graf Adrian zu Hohenfels, und alles Gemüse und Obst kam hier von diesem Hof. Es war nur beste Qualität, die hier wuchs. Wie sehr sie diesen Platz hier liebte, konnte sich wohl niemand vorstellen.
Sie hat das erste Mal in ihrem Leben das Gefühl von Heimat kennen lernen dürfen.
Ihre Gedanken streiften zurück, als sie die Hochzeit von Corian und Derya Radon ausrichten durfte und alle hier am Hof bis spät in die Nacht fröhlich feierten.
Als sie ein Spinne für Sir Rafael aus Schokolade formen sollte und Floriane und Antonio eine richtige Spinne fingen, die vom Fenstersims hing, um so eine genaue Gussform herstellen zu können.
Sie hatte hier vor dem Haus das erste Mal Antonio geküsst und bald darauf war er zu ihr gezogen. Er hatte seinen Bruder Alessandro da gefunden und sie hatten so viele glückliche Stunden hier erlebt.
Laut seufzte sie auf.
Nun sollte das alles vorbei, vergangen sein?
Sie konnte das alles nicht fassen.

Alles war anders, alle waren weit weg.
Nur sie war geblieben, hatte sich nun schon tagelang im Keller versteckt. Sie hatte doch Emma versprochen, auf ihren Hof Acht zugeben, nun ja, wohl eher was von ihrem Hof übrig geblieben war.
Als sie an diesem Tage munter geworden war und wieder den Keller verlassen wollte, musste sie erst den Schutt wegräumen, um überhaupt raus zu können, und nun war sie schon seit vielen Stunden dabei, die Reste ihres heiß geliebten Hofes aufzuräumen. So saß sie nun, erschöpft, frustriert, sich völlig einsam und verlassen fühlend da und überlegte, was nun zu tun sei.
Es war nun wohl wirklich Zeit das hier zurück zu lassen, und sie hoffte sehr, man würde sie in Adoran freundlich empfangen.

Verfasst: Mittwoch 20. Mai 2009, 13:54
von Andreas Myrtol
Es wart Krieg.
Während wir uns durch die Reihen der Kreaturen kämpften, das Blut an unseren Gewändern klebten und das Sausen der Klingen im hörbaren Ton die Luft durchschnitten, zog ich schwer keuchend das Schwert aus dem Leib des getöteten Drachlings. Verwundert fuhr ich herum, als mein Sir an mich herantrat und mir zu raunte: „der Graf“. Schock und Tätigkeit erfüllte mich zugleich, als ich seine königliche Hoheit reglos am Boden sah. Ich hastete los und musste das unbändige Tier seiner königlichen Hoheit zähmen, welches völlig die Kontrolle verlor. Der Regimentler, welcher von dem Pferd einfach so weggestoßen wurde, ließ mich erkennen, dass die Dämonen im Vergleich zu diesem Tier ein Witz waren. In einem schwierigen Kampf um die Zügel von Garvagh, versuchte ich es von dem tobenden Platz fort zu bekommen. Im gegenseitigen Ruck, war es vollkommen hoffnungslos das Tier mitten im Kampfe zu beruhigen und es war erstaunlich, wie sehr mich das Tier in der Plattenrüstung zu werfen bewies. Auch als mein Gesicht den dreckigen Boden küsste, ließ ich nicht von den Zügeln ab, auch wenn sie mir einmal entwischen, rappelte ich mich auf und zwang das Tier nach einem leidigen Kampf mir zu folgen. Ich bin kein Narr, denn ich schaffte es nach unglaublicher Anstrengung es fort zu bringen und überließ es dem Stalljungen und versprach ihm 500 Goldmünzen, so er sich darum kümmere. Kurz bevor ich ihm die Zügel in die Hand drückte, während er mich angsterfüllt anschaute, sah ich nur ein Ruck und wie sein Leib durch die Gegend wie eine Feder geschwungen wurde.

Ich eilte zurück, während der Sir mich aufforderte eine Liege zu besorgen. Ich schnappte mir den benommenen Gardisten und besorgte eben jenes Mittel. Ich fühlte mich in großer Hektik, denn es war uns wichtig jedes Leben zu retten, was noch um Atem ring. Wir legten seine Hoheit auf die Liege, und stampften eilig zu der Kutsche. Jener stand noch bereit, worauf wir rasch nach Adoran ritten und ihn ins Heilerhaus brachten. Ich vergaß nicht die Worte meines Sirs, zurück zu kehren, sobald wie möglich. Ich konnte Liliana nicht mal ein Wort geben, ließ Regimentler und die Heilerin zurück und spurtete zurück in die tobende Schlacht..