Neugeboren dem Tode geweiht
Verfasst: Montag 7. November 2005, 13:14
Noch tiefer zog er die Kapuze ins Gesicht. Unter den vielen berobten Menschen Rahals, so hoffte er, würde er nicht auffallen. In dem Geiste des Mannes arbeitete es fieberhaft, sein Körper war in jedem Augenblick gespannt. Bekannte Stimmen um ihn herum, Menschen, die den Namen des Gottes Alatar preisten. Und doch musste er hier sein. obwohl es ihn sein Leben kosten könnte. Nicht oft im Leben des jungen Mannes hatte er jemandem vertrauen müssen. Nun war es jedoch soweit. Seine braunen Augen huschten im tiefen Dunkel der Kapuze hin und her und beobachteten das Geschehen. Dann erblickte er, wonach er suchte. Mehrere Schritte vor ihm erblickte der Mann, wonach er gesucht hatte. Er verharrte, wartete ab, dann sah er seine Chance kommen, lüftete kurz seine Kapuze, gerade lang genug, dass man für den Bruchteil eines Augenblicks seine scharfen braunen Augen sehen konnte. Ein Zeichen des Verstehens gab ihm Hoffnung, jedoch war es noch immer ein weiter Weg, ein Weg durch eine Stadt voller Feinde. Während er, sich stets im Schatten haltend, seiner Hoffnung durch die Stadt folgte, liefen in seinem Kopf bruchstückartig die Bilder der letzten Tage ab:
Wochenlange Ausflüge in die Wälder, hier konnte er wieder sein, was er war. Sein Bruder, tief in seiner Seele hatte vor Freude geschrien, als er wieder seine Kiefer um warmes, lebendiges Fleisch geschlossen hatte. Und wann immer er zurück nach Rahal kam, wusste er, dass er mehr und mehr Menschlichkeit verlor. Sein immer häufigeres und längeres Fehlen leitete dann ein, was ihm hätte bewusst sein müssen. Die Bruderschaft war nicht länger sein Heim und die Brüder und Schwestern mochten ihn nun als Feind, gar als Verräter sehen. Der Gott, den er gefunden glaubte, schien ihn nun verlassen zu haben. Wieder ging der selbsternannte Verräter in die Wälder und wieder sass er einsam am Feuer und wieder redete er mit seinem Seelenbruder. Und schliesslich reichten sich beide die Hände, zwei Seelen in einem Körper mochten nun Frieden gefunden haben, denn in dieser Nacht wurde ein Pakt geschlossen. Ein jeder sollte seinen Teil bekommen: der eine seine Menschlichkeit, der andere seine Grausamkeit.
Noch immer folgte Zator den Gestalten. Sie passierten das Tor Rahals und liefen den Pfad entlang. Angekommen an dem kleinen Häuschen, sah sich Zator noch einmal um und huschte dann mit durch die Türe.
Wochenlange Ausflüge in die Wälder, hier konnte er wieder sein, was er war. Sein Bruder, tief in seiner Seele hatte vor Freude geschrien, als er wieder seine Kiefer um warmes, lebendiges Fleisch geschlossen hatte. Und wann immer er zurück nach Rahal kam, wusste er, dass er mehr und mehr Menschlichkeit verlor. Sein immer häufigeres und längeres Fehlen leitete dann ein, was ihm hätte bewusst sein müssen. Die Bruderschaft war nicht länger sein Heim und die Brüder und Schwestern mochten ihn nun als Feind, gar als Verräter sehen. Der Gott, den er gefunden glaubte, schien ihn nun verlassen zu haben. Wieder ging der selbsternannte Verräter in die Wälder und wieder sass er einsam am Feuer und wieder redete er mit seinem Seelenbruder. Und schliesslich reichten sich beide die Hände, zwei Seelen in einem Körper mochten nun Frieden gefunden haben, denn in dieser Nacht wurde ein Pakt geschlossen. Ein jeder sollte seinen Teil bekommen: der eine seine Menschlichkeit, der andere seine Grausamkeit.
Noch immer folgte Zator den Gestalten. Sie passierten das Tor Rahals und liefen den Pfad entlang. Angekommen an dem kleinen Häuschen, sah sich Zator noch einmal um und huschte dann mit durch die Türe.