Von der Wildkatze zur Wölfin?

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Marye Larou
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Von der Wildkatze zur Wölfin?

Beitrag von Marye Larou »

Schon viel zu lange war Marye wieder allein gewesen. Nach einem recht verheißungsvollen Beginn war es wieder still geworden um Neu Sturmwipfel und sie traf keine der Schwestern mehr dort an. Auch im Nordwald im geheimen Unterschlupf der Waldgeister traf sie höchstens ihre tierischen Freunde an. Lamiro, Sio, Simon und auch Eldir hatte sie lange nicht mehr dort gesehen. Die einzigen mit denen sie noch regen Kontakt hatte, waren die Bunjams. Runa war inzwischen ihre beste Freundin, zu Systra hatte sie auch ein sehr gutes Verhältnis, auch wenn sie sehr großen Respekt vor ihr hatte. Die Dinger die sie tat verstand sie einfach nicht. Die Fähigkeiten der Shamanin waren ihr nie so ganz geheuer, dennoch vertraute sie ihr. Oft genug schon hatten sie zusammen gekämpft und sie wußte daß sie Systra ihr Leben anvertrauen konnte, sollte es nötig sein.

Vor einigen Tagen traf sie dann das Mädchen im Wald, Feyja war ihr Name. Vom ersten Moment an, kam sie ihr so sehr vertraut vor. Als würde sie sie schon ewig kennen. Die Kleine war halb verhungert und ihre Sachen waren sehr heruntergekommen. Als sie sich das zweite mal trafen, kam zufällig?.. eigentlich glaube sie ja nicht mehr an Zufälle.. jedenfalls kam Systra vorbei und lud sie beide ein. So machten sie sich auf den Weg zum Clan, wo sie herzlich begrüßt wurden, ein deftiges Mahl, von Systra selbst zubereitet, einnahmen. Anschließend ging es ins Bad wo sie Feyja erst mal zeigen mußte wie man sich richtig wäscht.
Nach dem ausgiebigen Bad, in dem durch die Druidin erwärmtes Wasser, dass Marye sehr genoss, nahm Systra Feyja mit und erst nach einer Weile kehrten sie zurück. Feyja war komplett neu eingekleidet, sogar eine Rüstung aus Ogerleder hatte sie. Zu Marye's großen Erstaunen erfuhr sie, daß Systra diese selber geschneidert hatte. Die Talente und Fähigkeiten der Shamanin erstaunten sie immer wieder. Systra lud sie und Feyja ein für ein paar Tage Gast in Wulfgard zu sein, was Marye dankend annahm.

Die Thyren entstammten zwar einer gänzlich anderen Zivilisation, es gab viele Dinge die für Marye fremd waren und vieles was sie nicht verstand, doch fühlte sie sich ihnen näher, als jedem Städter.
Das Alleinsein war sie satt, sie war einfach kein Mensch, der lange allein sein konnte und so keimte der Gedanke in ihr auf, sich wie Kanubio dem Clan anzuschließen. Doch vorher wollte sie alle besser kennen lernen und auch mehr darüber lernen, wie sie lebten.

So blieb sie die nächsten Tage mit Feyja dort, begleite die Bunjams auch so auf manch einer Jagd, half mit auf dem Bauernhof und machte sich überall nützlich, wo sie konnte. Daneben verbrachte sie viel Zeit mit Feyja, ihr wollte sie alles beibringen, was man wissen mußte um im Wald überleben zu können. Sie hatte versprochen sich um Feyja zu kümmern und irgendwie hatte sie die Kleine auch lieb gewonnen, fast so wie eine kleine Schwester.
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Marye Larou
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Beitrag von Marye Larou »

Eine ganze Weile war Marye mit Filija bei den Bunjams zu Gast, doch sie konnte ihre Gastfreundschaft auch nicht über Gebühr ausnutzen so zog sie mit Filija nach einer Weile zum Lager ihrer Schwestern. Sie stellte Feyja Tajara, Xin und Torina vor und diese akzeptierten, daß Marye Feyja sozusagen adoptiert hatte. Sie bekam einen Schlüssel, so daß sie ein und ausgehen konnte und unternahm viel zusamen mit Marye. Oft waren sie bei ihren Freunden den Bunjams. Sie half auf dem Feld oder ging mit ihnen in den Wald um Holz zu schlagen, oft waren sie auch zusammen jagen und so wuchs die Verbundenheit sie sie mit ihnen spürte. Immer weniger Verbundendenheit verspürte sie allerdings zu den Waldgeistern. Sie hatte schon wochen, nein monatelang keinen der anderen mehr gesehen und wann auch immer sie zum Lager der Waldgeister kam, war es verwaist. Sie kam so oft her wie es ihr möglich war, seit sie mit Kanubio am Ahnenbaum der Hinrahs war und ihr Kanubio erzählt hatte, was beide Bäume auf sich hatten. Sie hatte ihm versprochen so oft wie möglich nach dem Baum zu schauen und dieses Versprechen hielt sie auch ein.

Immer stärker wurde ihr Wunsch sich den Thyren anzuschließen, wie es Kanubio getan hatte und eines Tages, als sie wieder ein mal ein verwaistes Lager der Waldgeister vorfand ging sie zum Stein der Gemeinschaft, entfernte ihren Namen vom Stein und legte ihr Waldgeisterarmband ab. Was für einen Sinn machte es schon einer Gemeinschaft anzuhören, von dem eh nie jemand da war, seufzte sie leise. Dennoch fiel ihr dieser Schritt nicht leicht.. er mußte aber sein um den nächsten Schritt machen zu können.
Zuletzt geändert von Marye Larou am Donnerstag 25. Juni 2009, 17:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Marye Larou
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Beitrag von Marye Larou »

Dann kam es zu dem Konflikt mit Spjall. Spjall war früher ein guter Freund gewesen, noch bevor sie die Bunjams kennen gelernt hatte. Gerne hätte sie in dem Konflikt vermittelt, doch zu verbittert waren die Parteien, Spjall war ausgestoßen, sie konnte nichts für ihn tuen. So kam der Abend wo Spjall nach einigen Streitereien abends in die Halle der Bunjams kam. Erstaunt blickten alle zu ihm als er sein Anliegen vortrug. Anschließend kam es zu einem Kampf um Leben und Tod mit Asleif. Sollte Spjall gewinnen wäre seine Ehre wiederhergestellt ansonsten würde er sterben. Nur mit Kilts bekleidet stellten sie sich in einen Ring aus den Clansmitgliedern und ihr. Jeder feuerte lautstark einen der beiden Gegner an. Marye stampfe mit ihrem Speer rhytmisch auf ein Stück Holz, andere schlugen mit ihren Waffen auf ihre Schilder und der Kampf begann. Marye sah sogleich daß Spjall mit seiner Kriegsaxt keine Chance haben würde gegen Asleif, der ein mächtiges Zweihandschwert führte. Und so kam es wie es kommen mußte, Spjall ging nach einigen Treffern zu Boden, hatte also das Ahnenduell verloren. Daß Asleif ihm den Todesstreich versetzte sah Marye nicht, denn sie hatte sich abgewandt um es nicht mit zu bekommen. Anschließend wurde der Leichnams Spjalls aufgebahrt. Man zog ihm saubere Sachen an und schichtete einen großen Haufen Brennholz unter einem Holzgestell auf. Auf diesem bahrte man ihn auf und ließ ihn dort drei Tage liegen.
Dann versammtelte sich der Clan mit Marye und Luca, der sich als Spjall's Sohn ausgab. Man stellte sich im Halbkreis auf, jeder mit einer Fackel in der Hand. Dann lauschte man Systra's Worten.
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Marye Larou
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Beitrag von Marye Larou »

Systra kniete vor dem aufgebahrtem Spjall, schien in sich zusammen zufallen und plötzlich sah es für einen Moment aus als hätte sie einen Wolfskopf. Sie heulte schaurig, woraufhin zwei Wölfe erschienen und sich neben ihr niederließen.
Dann erhob sie ihre Stimme:
Meyne Freunde...Claner...Brottr....Systr....
Nur selten mssen wir Rabe anhren..nur selten mssen wir seyn Werk mit eygenem Aug betrachten und in schaurigem staunen bewundern.
Der Tod...ist etwas das uns alle ständig begleytet.
Das ist der Zoll den das Lebn eynes Kriegers..eynes Thyren von uns allen unerbittley fordert!
Wir alle wissen um den Tod der uns wie eyn Vertrauter im Nacken sitzt..er wartet und lauert.
Doch manche..von uns holt er lange vor ihrer Zeyt
Manche von uns knnen ihren Weg nuad mehr gehn..ihr Schicksal nuad erfylln...
Aber trotz alledem...scheynt es der Willen der Ahnen zu seyn das wir hier stehen!
Ehre den Siegreychen Toten!
Nun da wir die Ahnen willkommen geheyssn habn..sie ehren mit unserem Ruf werden sie dieser Stunde beywohnen..
*schwungvoll deutet sie nun hinter sich auf die totenbahre*
Raben sind hier...sie sind die Diener unseres großen Totems Rabe selbst!
Aber..zuerst...lasst uns erzhlen wer dort liegt...
Dort liegt Spjall, Sohn des Grimkell, Ausgestoener der Hinrah
*lsst sie ihre stimme laut und deutlich hallen*
Doch bevor ich euch und den Ahnen...den Dienern Rabe`s erzhle warum er dort liegt..
will ich von euch..mey Systr..mey Brottr...meyne Freunde hören wer er war. Wie er uns allen im Gedchniss bleybn wird.
*Sie wendet sich nun langsam und blickt zuerst zu kanubio und der Reihe nach sagte jeder ein paar Worte über Spjall, so wie sie ihn gekannt hatten. Sie selber sagte über ihn:



Ich werde ihn als Freund in Erinnerung behalten. Ein guter Freund, der immer für einen da war, wenn man ihn brauchte. Den ich schon kannte, bevor ich die meisten von euch kennen lernte.
Stolz und Ehre Spjal!
Zuletzt geändert von Marye Larou am Freitag 26. Juni 2009, 10:06, insgesamt 3-mal geändert.
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Marye Larou
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Beitrag von Marye Larou »

Nachdem man zurück in die Halle von Wulfgart gegangen war, bekam jeder von Runa Met eingeschenkt. Marye spritzte schon ganz gewohnheitsmäßig etwas davon in die Flammen, wo es zischend verbrannte. Nach einer Weile stand sie auf, ging nach vorne, wo Trystjarn und Systra in ihrem wolfsfellbesetzem Thron saßen und erhob ihre Stimme.

Jarl ihr habt ein Schwert verloren, ich bin nun schon lange bei euch, kämpfe mit euch.
Trystjarn warf ein, daß es nicht sein Schwert sei und man ihn schon vor langer Zeit verloren habe.
Ich würde gern ein Schwert werden *verkündete sie dann*
Marye Larou: Nicht nur ein Freund und Gast, ich bin kein Waldgeist mehr
Trystjarn blickte fragend zu ihr:
Mhhhhmmm .... *brummt er langsam und langgezogen* dey trittst also vor mey ... damit dey von uns die alten Weje lernen kannst?
Aye das möchte ich
Trystjan fragte sie daraufhin ob sie wüßte was das bedeutet, ob sie eine Ahnung hätte was auf sie zukäme?
Ich weiss da ich noch viel lernen muss und dass es hart und schwer werden wird. Was genau auf mich zukommt, Nein das wei ich nicht.
Trystjarn stimmte zu und erwähnte daß hier von thyrischer Härte die Rede sei. vieles würde sie nie begreifen und es würde ihr wie Unrecht vorkommen und grausam.

Sie müse all ihr Denken, ihre Angewohnheiten die man den Städtern beibrachte ändern. "Vielet wat die Städter für wahr erachten ist bey uns falsch und unjekehrt ...Et wird Monde vielleycht sojar Jahretlufe dauern ... dies allet willst dey uff dey nehmen um die alten Weje zu lernen und eyn Teyl det Clans zu werden?"

Sie nickte gen Trystjarn und fuhr fort:
"Allerdings muss ich eines gleich zu vor sagen, falls ihr mich berhaupt wollt. Nun wenn ich ein Schwert von euch werde, wenn ihr dies wollt. ich werde den selben Schwur leisten wie ich ihn meinen Schwestern gab
Ich werde mein Leben jederzeit für jeden von euch geben, so es erforderlich ist, doch werde ich nie gegen eine Schwester kämpfen, deren Blut auch in mir fließt ."

Einen Moment war Stille...

Dann begann Systra zu sprechen:

"Dey muss klar seyn Marye.. solltest dey eyn Teyl von uns werdn..eyn Teyl des Clans.. so gilt deyne loyalitt erstmal deyner Familie..also dem Clan. Du wirst hinter dey lassn mssn was du vorher warst.Du sollst es nuad vergessen. Aber du wirst lernen mssn das es anders seyn wird. Eyn Wolf zu seyn ist ganz anders.. und wenn der Jarl eynen Angriff befiehlt hrt das Rudel. verstehst dey was ich sagn will?"

Marye nickte und sagte leise "Aye ich verstehe" und Systra fuhr fort
"Wir können dir das nuad versprechen das es niemals passieren wird, auch wenn ich persönley das als extrem unwahrscheynley betrachte.
Trystjarn fügte hinzu:
"Wenn du die alten Weje jehen willst ... dann musst dey alle Bande hinter dey lassen ...die dey mit deynem städter seyn verbinden..
Mey sacht dir nuad deysollst die Freundschaften aufjeben die du jeknüpft hast... aber als Schwert ist det deyne Aufjabe den Clan zu beschützen ... jejen ALLET und JEDEN ...
Marye nickte seufzend und sprach leise, ein letzter schwacher Versuch von ihr doch noch das wohl unabänderliche zu ändern.
"Doch wie solltet ihr mir je vertrauen können, wenn ich meinen Blutsschwur meinen Schwestern gegenüber wiederrufen würde. Wie sollte mir je wieder vertrauen können. Ich könnte euch genauso verraten wie die Schwestern."

Doch den Clan interessierte nicht was sie ihren Schwestern geschworen hatte, Systra meinte noch daß sie ihre Schwestern bitten müsse, sie aus dem Schwur zu entlassen, doch dies ging nicht und so sprach sie leise, recht geknickt und entäuscht aber mit stolz erhobenen Haupt:

"Nun dann werde ich wohl immer nur ein Freund und Gast bleiben, der Bluteid bindet mich bis zu meinen Tod. und ließ seufzend die Schultern hängen.

Systra ergriff seuzend das Wort: "Ich verstehe marye, dennoch ehrt dey dey mut und deyne verbundenheyt zu uns, aber jeder claner muss dem Rudel gegenber vollkommen verpflichtet seyn..sey als teyl dessen fühlen. Ohne wenn und aber.
Trytjarn fügte noch hinzu:
Dann musst du riskieren eydbrchey zu werden oder dey bleybst eyn Freund aye

Sie blickte zu Systra und Trystjarn hoch

"Aye ich verstehe Systra, aber versteht auch mich
Systra warf ein, daß sie sie verstehen würde und Marye fuhr fort.
"Was wäre mein Eid wert, wenn ich den Blutseid breche, der mich mit meinen Schwestern verbindet?
Nichts.. Nur der Tod kann mich davon entbinden."


Trystjarn fügte, für Marye fast schon unerbittlich wirkend hinzu
" Eyde Marye ... Eyde knnen brechen ... so ist dat eben ... niemand der von uns die alten Weje lernen will wird jezwunjen irjendeynen Eyd aufzusajen ... wenn man in den Clan kommt, dann ist man sey bewusst, als Teyl dieser Jemeynschaft zu leben. Man trennt alle Bande die eynem vorher oder in die andere Welt ziehen und verbinden. Dat die Schwestern deynem Wort dann ney mehr viel Jewicht jeben ist eyner von vielen Preysen den man bezahlen muss um dat zu erlanjen wat du offenkundey suchst und wenn du feststellst das du es nuad kannst dann kannst dey och vom Clan entlassen werden ...

Sie nickte schwach, und zog ihre knöchernen Handschuhe aus, hob die Hände, auf denen sich etliche feine waagerechten Narben abzeichnen, deutete auf diese und erwiederte leise:
"Jede Narbe entspricht einer Schwester, deren Blut auch in meinen Adern fliesst.. es tut mir leid. "
Dann setzte sie sich wieder auf ihren Platz. Ihre Träume waren zerplatzt, sie kämpfte mit den Tränen, doch wollte sie diese nicht vor ihren Freunden zeigen. Kurz darauf kam Feijya aus den Fellen und setzte sich zu ihr. Sie spürte gleich daß Marye bedrückt war und nahm sie in den Arm. Kurz darauf verabschiedeten sie sich und gingen zum Lager der Schwestern.
Zuletzt geändert von Marye Larou am Samstag 27. Juni 2009, 13:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Marye Larou
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Beitrag von Marye Larou »

Im Futtertrog war nichts mehr und da auch ihre Fleischvorräte nu Neige gingen, beschloß sie mit Feyja ein wenig Jagen zu gehen. Das würde sie auch auf andere Gedanken bringen. So gingen sie ein Stück weiter nach Norden wo etliche Trolle, Oger und Zweiköpfe hausten. Marye hieb mit der Katana auf jede einzelne Kreatur ein, als wäre diese an allem Schuld. Feyja konnte so ihre Bogenschießkenntnisse verbessern und nach einer Weile als sich nichts mehr rührte dort, kehrten beide schwerbepackt zu ihrem Lager zurück.
Der Bär wurde gefüttert und anschließend kuschelten sich beide in die Felle.

Am nächsten Morgen war die Leere immer noch da, sie empfand einen großen Verlust. Wölfin hatte sie werden wollen doch ihr Bluteid band sie an ihre Schwestern bis zum Tode. Somit würde sie nie zum Clan gehören können, das wußte sie nun. Feyja schlief noch und so ging sie langsam los.. ihr Bär folgte ihr und sie kamen zum Wasserfall. Dort setzte sie sich auf einen Stein, starrte auf einen Punkt irgendwo in der Ferne, ohne diesen allerdings zu fokussieren. Sie saß einfach nur da, regungslos. Ihr Bär spürte wohl was los war und schmiegte sich an sie, wollte sie wohl wärmen. Feyja kam nach einer Weile vorbei, stupste sie an. Doch konnte sie Marye nicht erreichen.. sie war weit weg in Gedanken und bekam nichts mit von dem was in ihrer Umgebung vor sich ging. Feyja verschwand nach einer Weile, kam dann wieder.. setzte sich einfach zu ihr um sie zu bewachen. Doch nach einer Weile wurde sie hungrig und sie zog los um etwas zu Essen besorgen. Zwei Tage lang ging dies so, bis Marye durch einen scharfen Schmerz in die Gegenwart zurück geholt wurde. Adisla stand vor ihr und hatte ihr vors Schienbein getreten. Instinktiv griff sie zu ihrem Speer bis ihr klar wurde daß kein Feind da vor ihr stand.
Runa und Hami waren auch da, sie wollten mit ihr Jagen gehen. Mühselig stand Marye auf, fiel dabei fast ins Wasser. Ihre Glieder waren steif vom langen Sitzen, sie war ausgedörrt und hatte großen Hunger. So ging sie zum Lager, wärmte sich ein wenig am Feuer, trank und und briet sich etwas Fleisch, das sie anschließend verzehrte. Sie brauchte eine ganze Weile bis sie wieder halbwegs bei Kräften war. Dann schwang sie sich auf ihren Mustang und wartete darauf daß die anderen sie abholten. Sie waren ihre Freunde, doch gab es jedesmal wenn sie zu ihnen schaute, einen kleinen Stich in ihrem Herzen. Mehr als Freunde würden sie wohl nie werden und das tat ihr in der Seele weh.
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