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Tod -freunde-
Verfasst: Freitag 1. Mai 2009, 11:04
von Rafael von Arganta
Er fror. Obwohl die Nacht lau war, war ihm kalt. Noch immer musste er an den Abend denken, dann an Valentina und er versuchte die Sehnsucht in sich einfach zu unterdrücken
Sie machte ihn wirr... mal Gräfin mal Frau.
Mal die Sehnsucht das er sie am liebsten Küssen mochte mal Wut das er sie eher übers Knie legen würde.
Langsam glaubte er das es für sie ein wunderbares Spiel war, das sie ganz genau wusste was sie tat.
Ob Eirensee das eingefädelt hatte? Nein er glaubte nicht daran. Er glaubte ihr und das was sie sagte wenn sie wirklich Valentina war.
Dennoch brachte sie ihn um den wohlverdienten Schlaf.
Er hatte sich auf dem Fell herumgeworfen, so viele Gedanken in sich.
Gedanken die gar nicht gut waren und so war er am Ende aufgestanden.
Er zog sich nur die leichte Lederrüstung über bevor er in die Nacht hinaus trat und sich sein Pferd hatte geben lassen um nach Varuna zu reiten.
Varuna, nun tote Stadt. Ehemals Palast und Perle Hohenfels.
Für jene hatten so viele Menschen ihr Leben gelassen und jetzt? Jetzt hatte man es fast kampflos aufgegeben wartete was kommen würde in der Hoffnung noch etwas gewinnen zu können.
Varuna lag bald Dunkel vor ihm.
Nur wenige Wachen waren dort noch im Dienst, und Rafael hatte wenig Lust durch die Geisterstadt zu reiten. Zu viele Erinnerungen lagen in diesen Gemäuern in denen er soviel Zeit gelassen hatte.
Er ließ das Tor hinter sich und ritt einen weiten Bogen. Vorbei an seinem Haus, das von Rahel und weiter gen Friedhof vor dem man immer noch zwei Wachen hatten stehen lassen.
Doch schon als er näher kam vermochte er zu sehen das etwas nicht stimmte.
Einer der Wachleute war fort, der andere kniete zitternd am Boden. Zusammengekrümmt nicht fähig sich zu rühren vor Furcht.
„ Der Drache!“ schoss es ihm durch den Kopf und er blickte sofort hinauf gen Himmel, doch nichts verdeckte das Wolkenlose Firmament, die Sterne konnten ungehindert ihr Licht werfen.
Das Schwert gezogen sprang er schon vom Pferd, leise fluchend das er alleine geritten war und sich sichernd umsehend schritt er eiligst auf den Soldaten zu.
Als er ihm die Hand auf die Schulter legte, zuckte dieser nur noch mehr zusammen, und schrie auf um dann einfach nur noch zu wimmern.
„Der Drache?“ mutmaßte Rafael leise. Doch der Mann schüttelte den Kopf, die Hand deutete gen Friedhof, während er unverständliches schluchzte.
Rafael zerrte den Gardisten am Kragen hoch.
„GEH! HOL VERSTÄRKUNG!“
Befahl er in einem Ton der keinen Widerspruch zuließ, und kümmerte sich nicht weiter darum als der Mann davon stürmte, wohl eher froh seinen Wachplatz verlassen zu können.
Das Schwert fester fassend schritt er nun selber auf den Friedhof zu und betrat ihn leise, wie er meinte.
Das sich ihm die Nackenhaare aufstellten war eine Sache die er nicht abstellen konnte. Immer schon wenn es darum ging, möglicherweise mit Dienern Krathors zu tun zu bekommen, hatte er Probleme ruhig zu bleiben. Ob es Furcht war, oder Hass ... vermochte er nicht mehr zu sagen, doch war es vermutlich ein Gemisch aus Beidem.
Der Tod war niemals gut, und wenn diese Toten auch noch wieder zum Leben gebracht wurden war das schon gar nichts natürliches.
Die Dunkelheit hatte sich über den Platz ausgebreitet. Die aufgestellten Feuer waren gelöscht, so das nur das fahle Mondlicht die Nacht hier erhellte.
Verfasst: Freitag 1. Mai 2009, 11:28
von Chalys Sangares
Schon seit Tagen umschlich sie diese Stadt. Seit Tagen? Nein eher die Nächte waren es die sie genoss. Düsternis, Schattenspiel, zu keiner Stunde vermochte man sich so geschützt zu bewegen. Vor allem wenn man die grauen Töne bevorzugte. Schattenspiel, das war es was seit jeher ihren Weg ausmachte. Und gespielt hatte sie schon viel zu lang nicht mehr. Ihr Lieblingsspielzeug musste sie gar schon vermissen. Und nun, da er seine Bahnen zog, der edle Rote, war diese einst blühende Stadt dem Tode endlich näher als die Pest damals es vermocht hatte. Es gab nur einen Fehler hierbei. Die Lebenden waren nur fortgezogen und nicht bei ihm, dem Herr der Seelen.
Es wurde Zeit, ihm zumindestens diese eine Seele, an der sie immer besonders hohe Freude hatte, wieder ein Stück näher zu bringen. Durchblickte er bereits ihr Spiel? Vermutlich nicht, er hatte es nie, war stets so eifrig darauf eingestiegen, nicht einmal auch nur erahnend, dass ein jeder seiner Schritte, ihrem Plan zugute kam. Der Tag würde kommen, da würde er töten. Er würde es im Glauben tun sich zu befreien, und doch damit entgültig in ihrem Netz versinken. Und sie würde ihm eröffnen was er getan hatte, ihm offenbaren, wer er wirklich geworden war, unter ihrem steten Wirken. Das es kein Zurück mehr geben würde, sollte er an jenem Tag erkennen. Und dann würde sie ihm die Wahl lassen. Mit seiner Schuld weiterleben oder die Befreiung erbitten, die ihm zu schenken ihr damals verwehrt blieb, durch seine sinnlose Flucht und seinen Glauben ihr damit entronnen zu sein. Ihr entrinnen würde er niemals, einzig das Spielchen, das seine Seele zum Herrn trieb, dauerte etwas länger als ursprünglich beabsichtigt. Doch wie der Herr selbst, hatte sie Zeit und nutzte sie für sich.
So viele Male hatte er vor ihr gestanden. Stets von sich steigerndem Hass getrieben, so dass selbst Alatar gewiss mit der Zeit in ihm Gefallen finden mochte. Alatar jedoch war nicht das Ziel.. gut vielleicht mochte der Narr ihm im Leben sogar einige Dienste erweisen. Dies war ihr gleich. Sie war an jenem interessiert, was ihm zu entreissen war, mit seinem Tode. Dies gehörte dem Herrn, so war er geschaffen.
Weiter schlich sie, die Todesacker, welche die Stadt umgaben, waren ihr Ziel. Er.. der Narr, würde schon kommen, wenn man ihm ein weiteres Mal ein Zeichen gab, dass die Spielrunde wieder eröffnet war. Die Toten zu rufen, gepaart mit beängstigenden Stimmen, welche dem Wächter schmerzvoll im Kopf erklangen, als dies war längst geübt. Längst ein Teil von ihr, der nicht einmal mehr wirklich schwer fiel. Es waren nicht diese nichtsnutzigen Magier, die es vermochten, sich gegen ihr Wirken zu sträuben. Viel zu leicht schon wurden diese Wächter Opfer ihres Wirkens.... und sie hatte nicht geirrt. Sie spürte ihn, er nahte einmal mehr. Ihre Nachricht hatte ihn schneller erreicht, als sie selbst dies für möglich gehalten hatte. Es änderte nichts, sie war vorbereitet und die Diener des Herrn standen bereit. Nicht allein Düsternis war es die ihn umgab und doch sah er nicht.
Ein Fingerzeig ihrerseits und er durfte erkennen. Als die Schattenkreaturen hervortraten ihn zu umkreisen. Sie sollten ihn halten und eisige Finger streckten sich bereits nach ihm aus. Ihre Aufgabe war ihnen bewusst. Jenen Narren zu töten, war hier nicht das Ziel. Er sollte noch mehr Seelen zum Herrn bringen, bevor er ihm letztlich verzweifelt seine eigene Seele darbieten würde. Mit gewohnt heiserem Kichern trat sie schließlich selbst hervor, stets abgeschirmt durch die Dienerkreaturen. Die nächste Spielrunde hatte begonnen.
Verfasst: Freitag 1. Mai 2009, 13:36
von Rafael von Arganta
Voller Unmut doch sichtlich vorsichtig betrat er den Todesacker, auf dem sich wie von Zauberhand Nebel bildete der seine Beine zu umschmeicheln begann.
Zauberhand? Rabendienerhand! Er war sich sicher, und leiser verließ ein Fluch seine Lippen.
Was hatte Hudgarr ihm immer gepredigt? Er sollte nie ohne seine Rüstung aus dem Hause gehen.
Wie froh wäre er jetzt wenn der Freund an seiner Seite wäre. Oder überhaupt irgendjemand.
Der Neben verdichtete sich, irgendwo schrie eine Eule in der Nacht, was dem ganzen, wäre es nur eine harmlose Nacht, alleine schon ein unheimliches Flair geben würde.
Dann jedoch ein erstes Geräusch, ein Schaben ein Kratzen und dann lichtete sich der Nebel etwas und er konnte eine halb zerfallene Leiche auf sich zu humpeln sehen.
Wäre es nur jene alleine gewesen, hätte er sicherlich kein Problem gehabt, aber es waren mehrere. Um ihn herum erhoben sie sich, wie auf Befehl und wankten auf ihn zu.
Untote ... für ihn das Schwert wohl wahrlich weniger ein Problem aber Rafael war sich sicher das sie sich nicht einfach nur so erhoben weil ihnen gerade danach war.
Jemand war hier, jemand lenkte sie, da war er sich sicher.
Die Kreaturen um ihn herum näherten sich, zogen den Kreis um ihn enger, und unwohl blickte er für den Moment gen Tor, die Hoffnung das Verstärkung kommen würde, nicht aufgebend.
Verstärkung ... du NARR wo sollte der Mann die herholen? Varuna war so gut wie leer!
Er fasst das Schwert unwillkürlich fester, bewegte sich selber langsam im Kreise drehend die Werte der Angreifer abschätzend, wer würde der Schwerste sein, wer würde einfach zu überwinden sein, und wo war der Dunkler der sie lenkte.
Erste Klauen griffen nach ihm und sofort übermannte ihn der Zorn, und er schlug mit voller Kraft gegen jene, schlug eine Bresche, versuchte sich zurück zu ziehen und stolperte als weitere Hände nach ihm griffen.
Dann hielten sie so urplötzlich inne wie sie auch gekommen waren.
Standen einfach nur da während er zu Boden stürzte, hart aufschlug.
Sie bildeten eine Linie direkt vor ihm dort standen sie zu zweit, zu dritt um etwas... nein wohl eher um WEN zu schützen.
Dann hörte er das heisere Kichern das er nur zu gut kannte.
SIE war es!
Warum immer sie! Sein Hass kannte keine Grenzen mehr,
„Im Leben so sehr Alatar nahe gebracht im Tode deine Seele Krat’hor. Was will ich mehr.“ Hauchte sie sichtlich amüsiert, und Rafael wusste das sie in dem einen Punkt sehr wohl Recht hatte. Sein Zorn war kaum zu halten wenn es um jene ging.
Krat’thor war für ihn sein Persönlicher Hassgegner, und er hatte nur stets eines gewollt. Ihn schwächen wo immer es nur ging.
„Warum kämpfst du nicht selber, Komm vor!“ Brüllte er und schlug nach den Händen die ihn zu umfangen suchten, sich dabei versuchend wieder auf zu richten.
Dann trat sie hervor. Gehüllt ganz in Schwarz das Gesicht wie je verhüllt, die Untoten bildeten eine Gasse, ließen sie hindurch doch noch immer sich versichernd sie auf jeglich Erdenkende Weise zu schützen.
Verfasst: Freitag 1. Mai 2009, 18:21
von Chalys Sangares
„Kämpfen... es ist schön wie durchschaubar du bist. Kämpfen ist alles was du vermagst, kämpfen ist alles was du willst! Dabei kann ich dir so vieles geben. Ich kenne den Glauben, dem du vorgibst nachzuhängen, besser als du. Erkennst du nicht, wie wenig er noch der deine ist? Wie sehr ich dich lehrte, ihn zu verneinen? Geistigkeit, auch eine der Tugenden, denen du angeblich nacheilst. Und ja du entwickelst dich und lernst. Gehört es nicht dennoch auch dazu das gelernte in dir zu erkennen?“ Geisterhaft und doch schrill erklangen diese Worte nicht gesprochen. Sie durchströmten schmerzvoll seinen Kopf und schienen von überall zu erklingen. Oder waren es gar die Toten selbst die für sie sprachen, mit ihrer Stimme? Sie ließ ihn nicht erkennen, einzig den Schmerz sollte er fühlen.
„Komm vor“ waren seine Worte. Sie ließ diese nochmals in seinem Geist nachhallen, auch dies mit ihren Worten weiterhin in seinem Kopf garnierend. „Du willst, dass ich näher komme? Du weißt nicht wie nah ich dir doch stets bin. Wir alle, sind längst Teil deines Lebens. Lehren und leiten dich, du musst es nur endlich annehmen und dich öffnen. Früher oder später wirst du dies ohnehin, gleich wie sehr du dich sträubst. Deinen Weg habe ich längst für dich gewählt und ich wähle auch den Zeitpunkt, an dem ich dir den Stoß gebe, der dich endgültig erkennen lässt. Wer bist du? Weißt du dies noch. Auch noch was du willst? Ahnst du selbst, wie wenig dies noch zählt? Wie viel mehr mein Wille längst den deinen bestimmt, auf dem Weg zum Seelenherrn? Auch diese Erkenntnis, wäre ein Teil der Geistigkeit, einer dieser Tugenden, denen du so gern dienen möchtest. Am Ende gibt es in diesem Spiel nur einen Sieger, gleich wie das Ende aussieht. Und dieser Sieger ist mein Herr und nicht du oder die Göttin, der du noch immer zu dienen hoffst, auch wenn du von ihrem Weg schon längst gewichen bist! Doch wir sind hier um zu spielen. Und ein wenig des Spiels suchen auch sie, die dich umgeben. Sie werden es nicht vollenden, solang ich dies nicht zulasse. Doch ob ich dies hier und heute noch werde, hängt auch an dir!“
Die schrill heisere Stimme in seinem Kopf verklang von einem Augenblick zum anderen und wieder zog sie sich zurück. Eben weit genug, dass er sie nicht mehr durch die Leiber hindurch erkennen konnte, welche nun im Willen des quälens über ihn hereinbrachen, doch nah genug sie zurückzurufen, bevor sie zu weit gingen.
Verfasst: Freitag 1. Mai 2009, 21:41
von Rafael von Arganta
Er hatte sich wieder aufgerappelt das Schwert in seiner Hand ließ die Kreaturen auf unbestimmte Weite von ich m entfernt halten. Doch immer wieder schlugen sie mit ihren skelettartigen Fingern nach ihm, und nur wenn er schnell genug war vermochte er zu parieren.
Hier und da fielen Knochenhände, Arme zu Boden doch die verstümmelten Wesen wurden schnell durch andere ersetzt.
Immer wieder trafen ihn die klauenartigen Finger, hinterließen Kratzer in seinem Gesicht und begannen Spuren an seinem Leder zu hinterlassen.
Die Wut in ihm wurde größer und größer und nur mit Mühe hielt er sich zurück nicht einfach Panikartig um sich zu schlagen, einfach die Hoffnung darauf das bald wer kommen würde, bestärkte ihn und ...
Sein Glauben seine Hoffnung auf Temora.
„Du kannst mir gar nichts geben. Nur mit deinem Tode. Die Genugtuung einen von euch weniger hier zu haben, und ich weiss sehr wohl was ich tue, zu genau. Deinem Herrn werde ich niemals dienen. Hörst du? Niemals!“
Wieder dieses heisere Lachen und er war versucht sich Hände an den Kopf zu pressen das es aufhörte. So langsam nahmen die Kreaturen ihre Züge an. Ein jeder, vermummt die zierlich kleine Gestalt der Frau die er so sehr hasste, und sie vermischten sich, er wusste bald nicht mehr wer wer war so sehr er es auch versuchte.
Ein Rabendiener, zwei ... drei ... vielleicht 20 ... nein Untote, oder doch sie? War sei wirklich hier oder nur sein Traum.
„NEIN!“ brüllte er auf, und ließ mit dem Schwert ein oder zwei der Kreaturen zu Haufen zerfallen. Es war nicht schwer doch wusste er das es zu viele für ihn alleine waren.
Würde der Gardist wiederkehren? Hatte diese Frau Recht? Konnte das hier sein Ende bedeuten? Sie spielte mit ihm das wusste er sie entfachte mehr und mehr seinen Zorn und hatte damit sogar recht das er in dem Moment Alatar wohl näher war als Temora. Aber hatte Temora nicht auch gekämpft ? Oh jaaa,
„Du! Leitest mich nicht! DU nicht, du leerst mich nur eines und das ist euch Hassen ja! Aber niemals wirst du mich damit von meinem Weg bringen.
„Denn ja mein Weg ist der Kampf. Aber auch Temora kämpfte. Du wählst nicht den Weg den ich gehe. Das ist meine eigene Entscheidung.“ Fauchte er laut, obwohl er wusste das hier längst sein Zorn seine Handlung bestimmte und sie damit mit ihren Äußerungen nicht wirklich unrecht hatte.
Erneut ein Ratschen, er fuhr herum, das Leder an seinem Warm war gerissen und erneut schlug er eine der Kreaturen die wie SIE aussah entzwei.“ Verflucht WAS willst du?! Meinen Tod?“
Erneut dieses heisere Lachen.
„Wenn ich das wollte, wärest du es längst. So nah... so nah war ich dir schon das du es gar nicht einmal ahnst. Deine Seele ist es für meinen Herrn, und du bist so nahe dran. Einmal schon wurdest du ihm versprochen, ein zweites Mal entkamst du wohl, doch ich werde dich nicht einfach töten, denn das wäre Erlösung.“
„Wer sagt dir das?“
Erneut zogen die Kreaturen ihren Kreis enger, zu viele. Zuviele waren es für ihn alleine. Zumal er weder Schild noch Rüstung trug.
Sie sprach weiter zu ihm, hetzte, und sprach so überheblich das sein Blut mehr und mehr in Wallung geriet und langsam war es ihm egal wie viele Untote um ihn herum waren. Er wollte nur noch eines. Hatte nur noch ein Ziel. SIE!
„DU wirst niemals Siegen!“ Brüllte er und entwickelte sich im nächsten Moment zu einem reinen Berserker.
Skelett um Skelett fielen seinem Schwert zum Opfer, doch trat da wo einer fiel ein neues hinzu, und er spürte die Hände die erneut nach seinen Beinen griffen, versuchten ihn zu Fall zu bringen.
„Braucht ihr Hilfe SIR?“ hörte er in jenem Moment eine Stimme und er dankte Temora dafür.
Schon hörte er wie hinter ihm die Skelette einem gut geübtem Schwert zum Opfer fielen, die Flut die auf ihn einstürmte wurde weniger und er hörte noch etwas. Eine Stimme diesmal, und das nicht in seinem Kopf.
„Haltet sie auf!“
Er ruckte herum wusste woher die Stimme kam und nun war er nicht mehr auf zu halten.
Die Klauen die nach ihm griffen beachtete er nicht, sondern stürmte in jene Richtung, alles niederstreckend was versuchte sich ihm in den Weg zu stellen.
Er merkte kaum noch wenn ihn etwas traf zu sehr in seinem Rausch seiner blinden Wut gefangen alles zu zerstören was ihm diente...
Nein ... SIE zu töten!
Kein Gericht der Welt wollte er über sie richten lassen, er wollte selber Hand anlegen.
Die Klinge in seiner Hand zerbrachen die Knochen der Gestalten vor ihm und er rauschte durch sie hindurch, sein Schwert führend mit der Wut die ihn durchzog, Klaglos brachen die Untoten zusammen, und das so schnell dieses mal das sie dieses mal nicht mehr so schnell nachkommen konnten, dann jedoch ein Schmerzenslaut.
Sein Schwert hatte Fleisch getroffen ... lebendes Fleisch.
Keine Untoten, keine Skelette ...
SIE!
Er wirbelte herum erneut die Klinge gegen jene Kreatur führend und traf sie nun quer über die Brust. Langsam sank sie. getroffen auf die Knie.
Die Hand wie verwundert auf die Brust pressend wo er sie verletzte, doch sie lächelte. Lächelte fast als hätte er ihr einen Gefallen getan.
Erst jetzt bemerkte Rafael seinen rasselnden Atem, erneut hob er das Schwert doch hörte er dann von hinten die Stimme wieder. „Rafael.. nicht?!“
„Doch ... tu es!“ keuchte die Frau vor ihm. „TU ES!“
Seine Wut kämpfte in ihm, dann jedoch ließ er langsam die Klinge sinken. Setzte sie dann jedoch auf die Brust der Frau die sich langsam doch schwer blutend nach hinten fallen ließ.
„WER BIST DU!“ keuchte er die Augen flackerten zornig, als sie dennoch zu kichern begann.
„Weißt du das denn noch immer nicht? Dein Alptraum.“
Mit diesen Worten griff sie mit zitternder und schwacher Hand zu ihrer Maske und zog sie langsam ab, begleitet noch immer von diesem Kichern, und Rafael prallte zurück als er sah wer vor ihm lag.
Verfasst: Samstag 2. Mai 2009, 01:08
von Sethric Ecanas
.. Am Abend ritt er gemaechlich mit seinem Ross durch die Grafschaft, ausschau haltend nach dem Übel aus Rahal. In seiner Knappentracht war er immer zu erkennen, die Farben des Sire's immer an sich tragend, gehüllt in ein Kettenhemd sowie eine Kettenhose und hohen Stiefeln.
Dann jedoch, kurz vor dem Eingang zu Varuna, sah er den Gardisten welcher eher hektisch und doch erschöpft die Straße entlanglief. Er rief Ihn zu sich und der Gesichtsausdruck wirkte irgendwie erleichtert, als er den Knappen erblickte.
"Der Graf von Arganta ist in Gefahr! - so helft Ihm doch! Am Friedhof!"
Mit dem Schwerte wies der Gardist dem Knappen noch den Weg, ehe er schon sein Schwerte sirrend aus der Halterung zog und geschwind in Richtung des Friedhofs gallopierte. Angekommen, war es leicht zu durchblicken. Eine Gestalt zwischen vielen Skeletten eingeschlossen, die Klingengeräusche an den Knochen dabei nicht zu überhören. Das Klappern wurde immer lauter als er näher ritt. Der Eingang wurde auch bewacht von den Skeletten.
Er ritt also nah an den Eingang und hob sich aus dem Sattel, das Schild zog er aus der Halterung am Sattel und griff es am Schildhorn, den Lederriemen festschnürend hatte er so gute Kontrolle ueber das Schild. Sogleich ging er in eine Agressive Angriffsstellung und machte sich auf den Weg, mit gewählten, langsamen Schritten auf die Skelette zu treffen. Mit klappernden Knochen kamen diese angerannt.
Er entsinnte sich auf die Worte seines Ritters..
"Der Arm darf nicht steif sein beim schlagen, er soll etwas angewinkelt und die Kraft soll sich erst kurz vor einem Angriff auf diesen verlagern und sich dann straffen." Wieso? Fehlschläge kosten viel Kraft, diese brauchte er um den Grafen zu helfen. Also lag es an Ihm.
Als diese zwei Skelette also herankamen, hatte er schon einen sicheren Stand und aus diesem wurde dann ein Rundschlag ausgeführt. Er zog das Schild nah an sich heran und streckte den Arm aus, damit das Schwert geradeaus zeigte. Dann ging er etwas in die Knie und drehte sich auf den Fersen und die Klinge durchtrennte den ersten Knochenhaufen, bis er sich wieder aufrappelte und mit dem Schwung aus der Drehung auch noch das zweite Skelett in die Einzelteile schlug.
Das Tor wurde dann schnell geöffnet, von der Anwesenheit eines zweiten Mannes, haben die Skelette dann gleich erfahren und einge von denen kamen auf Ihn zu, dabei zog er wieder sein Schild an Ihn heran und ging in eine sichere Ausgangsstellung. Das erste Skelett kam mit einer Axt in der Hand angerannt und wollte wohl seinen Schädel spalten, doch hob er gleich sein Schild an um diese Axt mit einer Parade aufzuhalten, ging etwas in die Knie um die Axt auch etwas abfedern zu lassen, und schlug dann unter dem Schild seitlich die Knochen aus dem Wege, welche in zwei Teile brachen.
Es waren viele, er wirbelte mit dem Schwerte herum, er traf einge Skelette, ein Ruf zu Rafael;"Braucht Ihr Hilfe, Sir?" Welcher wohl eh überflüssig war, bei den Skeletten welche hier weilten. Und sie wurden nicht weniger, es war wie ein Alptraum für Ihn, ein Alptraum welcher wohl nicht in Skeletten endet.
In dem Kampfesgetummel konnte er jedoch nur einge Skelette vom Ritter ablenken, direkt helfen war bei der Anzahl wohl kaum möglich. Doch diese Gedanken konnte er garnicht lange behalten, denn er hatte genug zu tun um seine eigene Haut vor dem Tode zu behüten.
Es vergingen noch mehrere Augenschläge und weitere Skelette fielen, bis aufeinmal ein Schrei aufrückte und die Skelette vor Ihm einfach zerfielen.
Ein tiefes einatmen, denn die Luft ging Ihm langsam aus, auch wenn es nur ein Kettenhemd und eine Hose trug. Einen solchen Ansturm von Skeletten hatte er selten gegenueber gestanden, dabei hatte er nur die Hälfte davon, die andere der Ritter!
Doch dann blickte er genau zu diesem, der gerade das Schwert hob und wohl den letzten Stich setzen wollte. Der Knappe wusste nicht, wer diese Frau war, ob sie etwas mit den Skeletten zu tun hatte, jedoch das erste was Ihm in den Sinn kam, rief er sogleich in seine Richtung;
".. Rafael - Nicht!"
Man hätte es in einem befehlenden Ton hören können, doch war es eher eine Reflexreaktion seinerseits gewesen, wenn jemand das Schwert hob, wenn auch die andere Person unbewaffnet und verletzt am Boden war.
Doch stützte er für alles weitere nur seine Klinge auf den Boden ab, beobachte das ganze und achtete darauf das von den Skeletten die neben Ihm lagen, kein Zucken mehr ausging ..
denn dann wäre die zweite Runde eingeleitet worden für Ihn.
Verfasst: Samstag 2. Mai 2009, 09:24
von Chalys Sangares
Schmerz... er hatte sie getroffen, als dieser zweite Narr sie kurz von ihrem Schaffen ablenkte. Sie blickte an sich herab und kicherte. Kicherte, da ihr Lieblingsspielzeug sich nun gewiss des Sieges sicher war. Er würde auch jetzt nicht verstehen, den Tod fürchtete sie so wenig, wie nur ihresgleichen es vermochte. Sie war schon dort gewesen, hatte diese Welt gesehen und war sich gewiss, dass dies ihr nur mehr Macht verlieh. Macht, die sie damals mit zurückbrachte. Damals als ihr Schaffen, die Möglichkeit erbot den edlen Roten zurückzuholen in die Welt. Jenen Drachen, der sie alle nun mit solcher Furcht belegte. Und er würde verweilen und töten. Einen jeden von ihnen würde sie dort wiedersehen und erwarten. Auch diesen so siegessicheren Narren.
Sie hörte nicht auf zu Kichern, als sie nun die Maske abnahm. Sein erschrockenes Gesicht, als er erkannte, dass die Frau die vor ihm lag jene war, die er als Marisha kannte und stets für harmlos und hilfsbedürftig gehalten hatte, war beinah wie eine Belohnung... Nein es war ganz gewiss eine Belohnung, die sie mit sich nehmen würde. Doch sie würde nicht gehen, ohne ihm eine letzte Lehrstunde zu gewähren. Ihn ein letztes mal die Wahrheit erkennen zu lassen. Mit zittrigem Griff suchte sie ihn näher zu ziehen. Er sollte die Worte hören, bevor sie in die Welt der Macht überging. Zeitgleich rannen diese Worte gehaucht von ihren Lippen und erklangen auch in seinem Kopf, wenngleich ob ihres langsamen Weichens aus dieser Welt, längst nicht mehr so einnehmend kraftvoll wie so manches mal vorher.
„Ja du erkennst mich wohl, Narr! Hast du mich immer für harmlos und hilfsbedürftig gehalten? All die Male da du sie mir angeboten hast? Erinnerst du dich, damals die Rettung vor dem Zombie im Wald? Du magst nun wohl erahnen wer der wirkliche Gegner war. Hast du dich hiernach seltsam gefühlt? Bar jeden Verstandes? Diese Krankheit, der Seelenfraß, ist mein Werk, meine Erfindung doch meine Glaubensgeschwister kennen ihre Erschaffung ebenso. Der Heiltrank, den du so gern und vertrauensvoll genommen hast... damals betraf es nur dich, wir fanden längst einen Weg ihn mit dem Wirken der Pest zu vereinen. Erahne was losbrechen wird, wenn sie dies wieder über euch bringen. Oh noch etwas.. du erkennst mich, sieh wie mühelos ich dir nah sein konnte. Denke nicht ich bin die einzige. Jeder kann es sein, vielleicht gar jener der dir vermeintlich half. Du kannst niemals wissen ob er auch in meinem Auftrag handelt. Jeder.. kann es sein!“
Kurz nur erstarben ihre Worte. Es mochte schon scheinen, sie wechselte hinüber. Und tatsächlich konnte sie schon in diese andere Welt sehen. Noch ein letztes mal, die Worte an ihn richten... etwas sollte er noch wissen. Wieder hauchte sie die Worte, die dieses mal nur noch von ihren Lippen rannen: „Der edle.. Rote, den ihr so fürchtet. Ich habe es ermöglicht, .. seine Rückkehr. Ich nehme das Wissen um seinen .. wahren Namen mit mir, in die Welt in die du im Leben niemals sehen wirst. Ich nehme die letzte Chance mit mir, ihn zu vernichten. Eine der vielen Schulden, mit der du weiter durch dein Leben wandern darfst.“ Ihre Stimme brach,. Ein eisiges Lächeln war das letzte, was sich auf ihren Zügen einbrannte. Ihr Werk hier an diesem Ort war vollendet. Sie ging ein in die Welt, aus der sie in allen Zeiten ihre Macht erhalten hatte.
Verfasst: Samstag 2. Mai 2009, 09:59
von Rafael von Arganta
Während sie ganz zu Boden sank, packte sie ihn an der Weste zog ihn halb mit sich, starr wie er war, von der Erkenntnis, wer hier vor ihm lag.
Er ächze auf.
Marisha...
Noch vor Tagen hatte er überlegt sie zu fragen ob sie nicht Magd bei ihm werden wollte.
Noch vor Monden hatte er ... nein er hatte ihr immer vertraut gehabt, damals schon bei Angelina.
Er taumelte als die ganze Tragweite auf ihn einstürzte.
Der Heiltrank, den sie ihm damals gegeben hatte... einige Zeit danach hatte für ihn ein Alptraum begonnen, in dem er fast Adrian und Darna getötet hätte.
Er hatte ihr vertraut, nicht ein Hauch der Skepsis gegen sie gehegt.
Wie viele noch ... wer noch. Waren sie ihm wirklich so nah?
Die Erkenntnis um die ganze Tragweite dessen, traf ihn schwer wie ein Schlag der ihm den den Boden unter den Füßen fortzog und er selber brach wie getroffen in die Knie. Fassungslos und mit wild klopfendem Herzen.
Noch im Tode hatte sie einen Sieg davongetragen. Konnte sehen wie das was sie ihm Offenbart hatte, verwirrte. Ihn tief in seiner Seele traf.
Ihren größten Wunsch hatte er ihr wohl nun ermöglicht. Sie würde ihren Herrn treffen.
Wie oft hatte er sich ihren Tod gewünscht. Wie oft gehofft selber Hand daran legen zu können, und nun? Empfand er keinerlei Genugtuung darüber.
Der Hass wandelte sich in Verzweifelung, der Blinde Zorn in Furcht.
Rehya .. wo war Rehya ...
In Sicherheit? Wo war Sicherheit wenn jene überall sein konnten.
Er zitterte, noch während sie ihren letzten Atemzug tat, die Augen gebrochen doch ein siegessicheres Lächeln auf ihren Lippen.
Sie hatte ihn genarrt, so sehr genarrt.
Er löste ihre tote Hand von seiner Weste. Achtlos fast, und versuchte sein Zittern seine Verwirrung in den Griff zu bekommen.
Als sich nun eine verstörte Hand auf seine Schultern legte, Sethric wohl in der Annahme er sei verletzt. „Geht es euch gut Sir?“
„Jeder kann es sein, vielleicht gar jener der dir vermeintlich half“
Wisperte ihre Stimme in seinem Kopf nachhallend, und sie hatte Recht. So recht ... War er sicher? Hier? Niemals. Mit einem Brüllen warf er sich zur Seite, das Schwert greifend um wieder hoch zu kommen, schwankend noch, mit zerrissenem Leder, die Augen wohl fast wie im Wahn flackernd, und es dauerte einen Moment bis er begriff wem er hier Angriffsbereit gegenüberstand.
“Sir?!“ Begann dieser wieder und Rafael hörte deutlich dessen Unsicherheit in der Stimme.
Er gab wohl im Moment wirklich ein übles Bild von sich.
Tausende Gedanken schwirrten durch seinen Kopf, von denen der unwichtigste im Moment wohl der Drache war.
Was wenn sie wieder aufstand ... was wenn sie gleich wieder einfach fort war.
Er wirbelte zu der Leiche herum die nach wie vor an ihrem Platz war.
„Sie haben den Drachen erweckt, es war ihre Schuld.“ Brachte er nun irgendwie brüchig hervor.
„Bring sie zum Kloster, sie darf nicht wieder erwachen! Hörst du?! Sie darf nie wieder aufstehen. Die Gräfin braucht bericht und ich ...
Ich muss zu Rehya!“
Mit diesen Worten ließ er Sethric einfach stehen. Er würde sicher dafür Sorgen aber Rehya? Rehya schlief heute bei Mia. Bei Sharina.
Wie von Dämonen gejagt rannte er zu seinem Pferd, schwang sich darauf, und galoppierte gen dem Haus der Schützin.