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Erste Tage in Bajard

Verfasst: Dienstag 28. April 2009, 19:18
von Laviana Lloris
Sie hatte Glück in der neuen Stadt. Zwar liefen hier viele Menschen herum die ihr Angst machen, doch sie kam relativ einfach an Essen und man stellte auch keine unangenehmen Fragen. Nicht das Feli sie beantwortet hätte, doch keiner bohrte nach. Bisher. Und wenn es nach ihr ging, konnte das auch so bleiben. Heute hatte sie die Chance in der Herberge zu bleiben. Für eine Nacht war gesagt. Viele Menschen standen um sie herum und so recht wusste das Mädchen nicht, ob die Situation nun gut oder schlecht einzustufen. Doch, da die Aussicht nach einem warmen Essen offen stand, lies sie die Situation mit leise klappernden Zähnen über sich ergehen. Sie musterte noch einmal die Anwesenden, da war der kleine Junge, der ganz freundlich schien. Doch sie wusste, dass auch dass andere Kinder gemein sein konnten. Jedoch beschränkte sich das auf die älteren Kinder. Der Junge war jünger, als sie, sonst wäre sie ihm auch gar nicht gefolgt. Der andere Mann im Raum war gänzlich in Schwarz gekleidet und als er auf sie einredete, schossen ihr die Worte vom Morgen durch den Kopf: "Hüte dich vor den Schwarzgekleideten Männern und Frauen, die wollen nichts Gutes." Panik machte sich in ihr breit, und sie begann nervös auf ihrer Unterlippe zu nagen. Was, wenn es ein großer Fehler gewesen war mitzugehen? Was wenn nun wieder alles von vorne begann? Oder hatte die Frau gelogen? Immerhin wusste sie ja nicht, wovor Felicitas Angst hat. Oder war die Warnung allgemeingültig? All diese Frage schossen ihr fast gleichzeitig durch den Kopf. Ihr Blick wurde immer misstrauischer, auch wenn sie keine Antwort auf die Fragen fand. Es war erleichternd als sie plötzlich alleine im Raum war. Die Stimmen der anderen drangen nur noch gedämpft durch die Holzwand hindurch und sie konnte in Ruhe ihr Magengrummeln besänftigen und ihren Wasserschlauch auffüllen.
Sie wollte sich Zeit damit lassen, doch das Getrappel und Gemurmel machten sie unruhig. Erinnerungen überkamen sie, und erneut der Wunsch zu verschwinden, wie schon so oft.

Leise tappste sie zur Tür um diese zu öffnen und letztendlich wagte sie es sich auch heraus zukommen.

Verfasst: Mittwoch 29. April 2009, 00:31
von Laviana Lloris
Schlechtes Erwachen

Schläfrig schlug sie die Augen auf. Sie hörte rings um sich herum Stimmen. Einige Zeit überlegte sie, ob das gut war oder schlecht. Eine Frau hielt ihre Arme fest, während ein Mann irgendetwas von sich gab, das Klang wie ein Lied. Nur ohne Melodie. Sie blinzelte mehrmals. Ihr blick irrte durch die Gegend. Lauter Erwachsene.. Und sie lag irgendwo drauf. Panisch fuhr sie auf und strampelte, auf dass die ganzen Finger von ihr ablassen würden. Doch der singende (betende) Mann drückte sie nur zurück. Ein weiterer Panikschub durchfuhr sie. Das Gebet des Heilers zeigte jedoch schon erste Auswirkungen und so schaffte die Kleine es, ihre Panik zu unterdrücken und lies die Behandlung mehr oder weniger Bereitwillig über sich ergehen.
Warum war sie hier?
Sie konnte sich nicht erinnern in ein Haus gegangen zu sein, doch eine Erinnerung kam wieder auf. Eine riesige Spinne. Ja.. Sie konnte sich erinnern, sie war plötzlich hinter ihr. Sie wollte noch aufspringen und wegrennen, doch die scharfen Zähne hatten sie bereits am Arm erwischt.
Was danach war konnte sie beim besten Willen nicht sagen.
Die Erwachsenen scharrten sich noch immer um sie herum. Sie wollte weg. Und das auf der Stelle. So schnell sie konnte, und soweit das ihr benommener Geist noch zuließ strampelte sie sich frei und kletterte vom Tisch herunter um sich möglichst weit von ihnen zu entfernen. Mit dem Rücken zur Wand stand sie in der Taverne. Von allen Seiten wurde auf sie eingeredet. Doch die meisten Fragen quittierte sie nur mit einem Schulterzucken. Am liebsten wollte sie Aufschreien, dass sie alle Platz machen und sie raus ließen, doch das traute sie sich nicht. Kein Wort drang über ihre Lippen.
Sie bekam gar nicht mit welche Arbeit der Heiler geleistet hatte. Das Gift hatte seine Wirkung gänzlich verloren.
Nach längerem Einreden willigte sie dann auch ein etwas zu Trinken und zu essen von Torben anzunehmen. Unwillig nuschelte sie sogar ein 'Danke'. Doch nach und nach verlor auch er die Aufmerksamkeit. Und so nutze sie die Chance und schlüpfte durch die Tür ins Freie.

[…]