Ende des langen Wartens
Verfasst: Dienstag 28. April 2009, 11:40
Leise verlies sie das Haus um Malachai und Marick nicht zu wecken. Unter jedem Arm ein Paket mit Kleidung und sichtlich angespannt. Jetzt war es also soweit. Die ganzen Wochen der Vorbereitung getan und die Vermählung unter den Schatten noch diesen Abend. Jetzt war auch der Zeitpunkt an dem von ihren Nerven nichts mehr übrig war. Nie wieder würde sie sich über Bräute vor der Hochzeit lustig machen, soviel war sicher. Sie selbst würde wahrscheinlich jedem der ihr jetzt mit einem „wohlen Tag“ begegnete in eine tiefe Finsternis wünschen.
Wie konnte der Tag so schnell heran genaht sein? Noch eben war sie doch mit Selina in Menek’Ur gewesen um das bestellte Kleid und den Schleier abzuholen? An diesem sonnigen Tag auf der Insel wurde ihr das erste Mal bewusst, das sie wirklich heiraten würde. Nach all den Wirren und Komplikationen in ihrer Beziehung. Nach dem Abtrünnigen, nach Heirat zur See, nach Andreas und Inara. Wenn sie ehrlich war hatte sie schon kaum noch daran geglaubt, das es einmal passieren würde. Und auf einmal stand sie in einer kleinen Umkleide und musste mit Erstaunen feststellen, das sie tatsächlich ein Hochzeitskleid trug.
Die Tage darauf waren gezeichnet von ständigem Gehetze zwischen Feinschmieden für einen Ring, Bauern für Essen und Getränke, und auch der Ort für die Heirat wollte gefunden und verschönert werden. Ohne ihre Schwägerin hätte sie all dieses niemals geschafft. Wie oft hatte sie sich gewünscht einfach auf einer Schiffsreise zu heiraten, wie damals an dem Tag als alles begann. Nur in kleinem Kreise und in Stille. Für sie zählte eh nur die Heirat unter den Schatten am heutigen Tage. Die Feier für alle Anderen am nächsten Tag nur ein Schein.
Der arme Arsen! Auch für ihn waren die letzten Tage nicht einfach. Musste er doch erst noch seine Prüfung zum Schattenmeister bestehen um die Trauung überhaupt durchführen zu dürfen.
„Geschieht dir recht Bruderherz“ entfuhr es ihr als sie das Schiff nach Lameriast betrat. Den sichtlich irritierten Matrosen ignorierend. Sorgfältig verstaute sie die zwei Pakete neben sich und wartete auf das so vertraute Schaukeln des Schiffes. Warum war sie überhaupt so nervös? Seit gestern waren alle Vorbereitungen getroffen, der Ring abgeholt und auch Marick war seit einigen Tagen bei ihnen. Alles war wunderbar. Sie liebte Mala von ganzen Herzen und nichts würde daran jemals etwas ändern können. Sie war so glücklich wie nie in ihrem Leben. Seit Monden hatte sie sich nichts sehnlicher gewünscht als den heutigen Tag.
War es die Angst davor das doch noch etwas passieren würde, das diese Heirat verhindert? Erstaunlich wäre es sicher nicht. Bisher war ja nie etwas einfach gewesen in ihrer Beziehung. Oder die Angst sie könnte etwas furchtbar Albernes tun oder sagen am heutigen Tag. Oder war es gar das ganze Gerede über ihre Tugenden und die Hochzeitsnacht. Errötend fuhr sie den vorbei eilenden Schiffskapitän an er solle doch nicht so poltern bevor sie anfing blanke Stellen auf die Schiffsplanken zu laufen.
Es grenzt an ein Wunder das sie gestern den Unterricht an der Academia ohne Unfälle überstanden hatte. Und auch das muntere Beisammensein in der Herberge hatte sie recht gut gemeistert. Vielleicht etwas abwesend aber immerhin. Nichtmal das Zusammentreffen mit Leah hatte sie groß aufgewühlt. Irgendwie fing sie an diese Frau zu mögen. Nicht viele hatten Prinzipien an denen sie festhielten. Egal wie albern diese Prinzipien auch sein mochten.
Der laute Ruf eines Matrosen stoppte jäh ihre ruhelose Wanderung: „Land in Sicht!“ Erschrocken klammerte sie sich an die Reeling. Seit wann war die Überfahrt so kurz?
„Ganz ruhig Sien. Es wird schon alles gut werden“ Tief durchatmend sah sie der sich nähernden Insel entgegen. „Du musst es nur noch schaffen dich passend einzukleiden. Der Rest geht ganz von selbst. Und um Himmels Willen bekomme nur das Ja klar und deutlich heraus“…
Wie konnte der Tag so schnell heran genaht sein? Noch eben war sie doch mit Selina in Menek’Ur gewesen um das bestellte Kleid und den Schleier abzuholen? An diesem sonnigen Tag auf der Insel wurde ihr das erste Mal bewusst, das sie wirklich heiraten würde. Nach all den Wirren und Komplikationen in ihrer Beziehung. Nach dem Abtrünnigen, nach Heirat zur See, nach Andreas und Inara. Wenn sie ehrlich war hatte sie schon kaum noch daran geglaubt, das es einmal passieren würde. Und auf einmal stand sie in einer kleinen Umkleide und musste mit Erstaunen feststellen, das sie tatsächlich ein Hochzeitskleid trug.
Die Tage darauf waren gezeichnet von ständigem Gehetze zwischen Feinschmieden für einen Ring, Bauern für Essen und Getränke, und auch der Ort für die Heirat wollte gefunden und verschönert werden. Ohne ihre Schwägerin hätte sie all dieses niemals geschafft. Wie oft hatte sie sich gewünscht einfach auf einer Schiffsreise zu heiraten, wie damals an dem Tag als alles begann. Nur in kleinem Kreise und in Stille. Für sie zählte eh nur die Heirat unter den Schatten am heutigen Tage. Die Feier für alle Anderen am nächsten Tag nur ein Schein.
Der arme Arsen! Auch für ihn waren die letzten Tage nicht einfach. Musste er doch erst noch seine Prüfung zum Schattenmeister bestehen um die Trauung überhaupt durchführen zu dürfen.
„Geschieht dir recht Bruderherz“ entfuhr es ihr als sie das Schiff nach Lameriast betrat. Den sichtlich irritierten Matrosen ignorierend. Sorgfältig verstaute sie die zwei Pakete neben sich und wartete auf das so vertraute Schaukeln des Schiffes. Warum war sie überhaupt so nervös? Seit gestern waren alle Vorbereitungen getroffen, der Ring abgeholt und auch Marick war seit einigen Tagen bei ihnen. Alles war wunderbar. Sie liebte Mala von ganzen Herzen und nichts würde daran jemals etwas ändern können. Sie war so glücklich wie nie in ihrem Leben. Seit Monden hatte sie sich nichts sehnlicher gewünscht als den heutigen Tag.
War es die Angst davor das doch noch etwas passieren würde, das diese Heirat verhindert? Erstaunlich wäre es sicher nicht. Bisher war ja nie etwas einfach gewesen in ihrer Beziehung. Oder die Angst sie könnte etwas furchtbar Albernes tun oder sagen am heutigen Tag. Oder war es gar das ganze Gerede über ihre Tugenden und die Hochzeitsnacht. Errötend fuhr sie den vorbei eilenden Schiffskapitän an er solle doch nicht so poltern bevor sie anfing blanke Stellen auf die Schiffsplanken zu laufen.
Es grenzt an ein Wunder das sie gestern den Unterricht an der Academia ohne Unfälle überstanden hatte. Und auch das muntere Beisammensein in der Herberge hatte sie recht gut gemeistert. Vielleicht etwas abwesend aber immerhin. Nichtmal das Zusammentreffen mit Leah hatte sie groß aufgewühlt. Irgendwie fing sie an diese Frau zu mögen. Nicht viele hatten Prinzipien an denen sie festhielten. Egal wie albern diese Prinzipien auch sein mochten.
Der laute Ruf eines Matrosen stoppte jäh ihre ruhelose Wanderung: „Land in Sicht!“ Erschrocken klammerte sie sich an die Reeling. Seit wann war die Überfahrt so kurz?
„Ganz ruhig Sien. Es wird schon alles gut werden“ Tief durchatmend sah sie der sich nähernden Insel entgegen. „Du musst es nur noch schaffen dich passend einzukleiden. Der Rest geht ganz von selbst. Und um Himmels Willen bekomme nur das Ja klar und deutlich heraus“…