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"Su's" kleiner Ausflug auf eigene Faust

Verfasst: Freitag 24. April 2009, 02:00
von Yasccara Askar
Denn halben Tag lang betrachtete sie die Bilder welche denn Zeichenblock füllten. Viel war geschehen seither und sie hatte so viel zu erzählen. Doch niemand schien sich um ihre damalige bitte gekümmert zu haben das Mädchen zu finden welches damals ebenso am Malkurs war. Yasccara hatte wahrlich nicht viele Begegnungen mit andern Kindern, doch diese war noch zusätzlich speziell weil sie eine der ersten war. Schon damals war die Faszination gross, doch die lückenhaften Erinnerungen förderte dieses Überbild noch zusätzlich.

Die ganzen Grossen sind immer so beschäftigt und haben so viel zu tun

Langsam aber sicher formte sich der Entschluss selber etwas zu unternehmen!
Wie von einer Biene gestochen stand sie auf und begann ihr Zimmer zu durchsuchen und unterschiedlichste Dinge auf dem Bett zusammen zu tragen, sowohl einige Kleidungsstücke als auch ihre liebsten Spielsachen die nicht zu gross waren um sie mit zu nehmen. Alles zusammen wurde schön säuberlich unter dem Bett verstaut.
Entschlossen packte sie ihren Mantel und die Stiefel. Rasch war sie bei den Höfen vor Rahal, wie schon die Tage zuvor, doch diesmal mit einem andern Ziel. Doch die Entschlossenheit wurde rasch abgeschwächt da auch hier alle vielbeschäftigt oder nicht da waren. Langsam schlenderte sie zu dem kleinen Garten welcher hier zwischen den Höfen lag und ganz in Gedanken versunken ging es eine ganze Weile bis sie merkte das ihr Lieblingshof gar nicht verlassen war. Aber es war gar nicht Kari die da auf dem Hof die Arbeiten verrichtete. Doch das stellte sich als gar nicht so schlimm heraus, auch diese Frau war äusserst nett und war auch so freundlich eine Botschaft für Kari zu notieren. So konnte sie zwar Kari nicht um Hilfe bitten und doch reichte es ihr zu wissen das sich Kari keine Sorgen machen muss, da sie ja notieren hat lassen das sie bald wieder käme.
Auf dem Weg in ihr Zimmer als sie durch Tugors Zimmer kam fielen ihr auch wieder seine Worte ein das sie Bescheid sagen soll wenn sie weg geht.

Doch Er ist ja gar nicht da und macht selber g’fährliche Sachen

Ausserdem würde ihm bestimmt auch eine Nachricht reichen, also setzte sie sich an den Tisch und schrieb mithilfe der Bilder und den Titeln die sie mit Hilfe verschiedenster Personen des Hauses unter die Bilder gesetzt hatte eine Nachricht auf eine Seite des Zeichenblockes.

hallo Tugor
bin zur Mica
kom bald

Yasccara


Ihren Namen hatte sie ja schon unzählige male geschrieben, weswegen dieser wohl auch am säuberlichsten und mit am wenigsten Unterbrüchen geschrieben wurde.
Noch eine ganze Weile starrte sie auf die herausgerissene Seite welche nun auf ihrem Bett lag. Ja hier wird er sie bestimmt finden, schliesslich kam er ihr ja jeden Abend eine gute Nacht wünschen, egal ob sie schon schlief oder nicht. Während sie die bereit gelegten Dinge in der Umhängetasche verstaute fiel ihr wieder ein wie sie Mica damals eine Freude machen konnte weil sie ihre Süsswaren an sie weiter gab. Ja genau, doch diesmal sollten es keine Süsswaren werden vielmehr, das Gemüse welches ja angeblich stark macht. Also rasch noch das Geld eingesteckt welches eigentlich für Zeichenpapier angedacht war und schon wieder auf dem Weg zu den Höfen. Die Verwunderung war gross wie viel man für so wenige Münzen bekommt, daher wählte sie bei der grossen Auswahl eher die kleineren Dinge und somit eher von den Früchten als vom Gemüse und auch von den Karotten nur die kleinsten Exemplare, schliesslich musste ja alles noch in der Umhängetasche Platz haben.
Nach einem weiteren Gang nach Hause um sich auch noch von Hugo, dem Hausfrosch, zu verabschieden, welcher einfach nicht in die Tasche hüpfen wollte, war es endlich so weit und sie wartete in etwas grösserem Abstand zur Kutsche. In einem unbeachteten Augenblick schlich sie sich an die Kutsche und kletterte nach Oben.

So kam es das sie nun Zwischen den festgezurrten Kisten auf der Kutsche sitzt und die wackelnde Welt an sich vorbeifahren sieht.
Die anfängliche Freude darüber so viele Orte und Häuser zu erblicken die ihr bekannt vor kamen weicht rasch der Erkenntnis dass sich viel verändert hat. Doch es ist ganz bestimmt die gleiche Kutsche wie beim letzten Mal. Während der Kutscher den offiziellen Mitfahrern noch irgendwelche Warnungen vorträgt ist die kleine schon lange dabei vorsichtig auf der andern Seite von der Kutsche zu steigen. Unten angekommen reibt sie sich die von der holprigen Fahrt schmerzenden stellen.

Mit grossen Augen auf die riesige Stadt starrend wird ihr klar das es wohl nicht so einfach werden wird. Ungeachtet von den aufkommenden Zweifel wagt sie sich erst durch das Tor, an den vielen gerüsteten Männern vorbei, und dann weiter über die Brücke.

Brücke? Da war keine Brücke das letzte mal!

Mit einem kurzen Kopfschütteln werden diese Gedanken jedoch rasch beiseite geschoben. Jede Sekunde der folgenden Erkundungstour kommt ihr wie eine halbe Ewigkeit vor.
Gerade als sie die Auslagen eines handwerklichen Betriebes bestaunt taucht diese, doch etwas merkwürdige Frau auf. Schon nach wenigen Sätzen wird der kleinen klar das muss eine der Männer und Frauen aus den Geschichten sein, solch eine die den König zum Lachen bringen soll. Erstes Anzeichen war wohl das in Augenhöhe um den Kopf gebundene Tuch und die Bestätigung lies nicht lange auf sich warten mit lustigen Bemerkungen.
Im Gespräch mit der Frau erinnert Yasccara sich an die vielen dinge die ihr eingebläut wurden, so nannte sie ihr nur den g’heimnamen. Su, so einfach und doch ganz hübsch, dieser Name hat sie jetzt schon so oft getragen das er ihr so in Fleisch und Blut lag wie ihr richtiger. Die Frau war zwar äusserst lustig, doch bei der Suche nach Mica war sie keine grosse Hilfe, so kennt sie diese wohl nicht mal. Doch ein anderer Name wird von ihr genannt, Mia, irgendwoher ganz bekannt.

Also wenn ich Mica nicht find geh ich eben die andere kleine b’suchen.
Einige Stunden später, die Laternen wurden vor kurzem angezündet, sitzt die kleine auf einem an einer warmen Hauswand und kaut lustlos auf einer der kleinen Karotten rum.

Morgen find ich sie ganz b’stimmt!

Immer wieder sagte sie sich das selbst bis sie schliesslich in den Mantel gekuschelt und die Umhängetasche umgreifend einschläft.

Der nächste Tag bricht rasch an. Und das kleine Bündel schreckt durch Hufgetrampel in der Nähe auf. Die letzten Träume, in denen sie mit unzähligen Kindern zusammen spielt, aus den Augen reibend erhebt sie sich langsam. Nach einigen wenigen Trauben zum Frühstück begibt sich das Mädchen abermals auf die Suche. Jedoch für mehrere Stunden wieder ohne Erfolg. Die meisten die sie antrifft scheinen überhaupt keine Mica zu kennen und auch überhaupt keine Zeit zu haben. Da sind die vielen Tiere der Stadt schon umgänglicher. Als sie die Stimme von hinten hört, ist sie gerade dabei die Hand durch einen Zaun zu strecken im versuch ein Huhn zu streicheln, und erschrickt. Aus reinem Reflex sagt sie rasch „hab nichts g’macht“. Die Frau war ja irgendwie ganz lieb aber auch merkwürdig. Ihre Kleidung schien schon viel mitgemacht zu haben und das Stück Metall, welches gemäss der Frau Schmuck war, so wie andere Ohrringe tragen, zog die Aufmerksamkeit der kleinen Ausreisserin ganz besonders an.
Auch ihr erzählt sie das was ihr eingeschärft wurde zu erzählen wenn sie mit den andern des Hauses in andern Städten war. Doch diese Frau scheint anders zu sein als die restlichen Leute die sie in dieser grossen Stadt gesprochen hat. Nur schwer kann die kleine bei ihrer Geschichte bleiben wenn diese Frau fort zu über Rahal spricht und den Eindruck erweckt wirklich von da zu sein.

B’stimmt nur G‘schichten aber spucken kann die gut

Mit Freude gibt die Kleine der Frau einen Teil ihres Proviants ab vor allem da die Umhängetasche Stunde um Stunde schwerer zu werden scheint.

Gegen Abend, nach abermalig erfolglosen Suche steht da plötzlich dieses Mädchen vor dem Zaun, bestimmt etwa im gleichen Alter wie Yasccara, genau da wo sie vor kurzem noch gestanden hat. Eindeutig nicht Mica, jedoch ebenso vertraut. Schnell stellt sich heraus das es wirklich eines der Kinder ist die damals ebenso wie Yasccara am Kinderfest waren. Ja ist dies sogar die von der Gauklerin genannte Mia. Die Freude ein anderes Kind gefunden zu haben wird rasch wieder gedrückt durch die Information von Mia das Mica wohl schon länger nicht mehr gesichtet worden sei.

Die Mia ist sowieso lieber wie die Mica

Noch weitere wichtige Informationen über Affen, die Grossen und momentane Aufenthaltsorte werden ausgetauscht bis über Umwege die Namen wieder zu Sprache kommen steht der Entschluss für Yassi fest, sie will nicht weniger Namen haben als die Mia Mailinn Faris. Nach der Erklärung Yasccaras das sie es Mia nicht sagen kann wenn so viele andere da sind führt Mia die beiden ans Wasser an eine kleine Feuerstelle. Leise, und nach den Ausführungen was ein G’heimniss ist und welche schrecklichen Folgen es hat wenn man es weiter erzählt, sprudelt es aus Yassi raus das sie gar nicht wirklich Su heisst und noch einiges mehr. Die kleine geniesst förmlich die Bewunderung Mias über diesen Umstand. Die Wege trennten sich jedoch fürs erste wieder und die kleine Yasccara schlief am Platz wo sie schon die Nacht zuvor verbracht hatte mit einem zufriedenen Lächeln ein.

Verfasst: Freitag 24. April 2009, 11:01
von Mia Mailinn Faris
Erst einen Tag zuvor hatte Mia erfahren, dass ihr Vater nicht wie immer angenommen auf einer großen, langen Reise war und eines Tages zurückkehren würde, sondern dass er tot sei. Sie hatte es erfahren als ihre Mama und sie zufällig am Grab ihres Vaters vorbeigekommen waren.

Für Mia brach eine Welt zusammen. Recht gut hatte sie die Nacht darauf nicht geschlafen. Immer wieder versuchte sie zu begreifen, was das alles bedeutete. Er habe sie immer noch lieb, hatte ihre Mama gesagt. Aber wo war er denn nun? Tot...das hatte etwas unbegreifliches für sie. Oft gebrauchten die Großen das Wort einfach so, aber was es wirklich bedeutete, das musste Mia in seiner ganzen Tragweite erst herausfinden.

Immer wieder bedauerte sie, dass sie sich nicht so richtig an ihren Vater erinnern konnte. Das einzige, das sie hatte war das Bildnis ihres Vaters, das sie von der Koboldin geschenkt bekommen hatte. Oft dachte sie an jene Koboldsfrau zurück. Viel Spaß hatte sie an jenem Abend bei Tante Lili mit ihr. Das Geschenk, das sie zurückgelassen hatte, war natürlich der Höhepunkt. So hatte Mia nun wenigstens noch etwas - außer nun dem Grab - das sie an jemanden erinnerte, den sie nie wirklich kannte und doch so schmerzlich vermisste.

Dann traf sie am nächsten Abend Su.. Eine alte Bekannte von einem Kinderfest. Unsympatisch waren sie sich damals schon nicht. Außerdem hatte Mia schon lange keine anderen Kinder mehr getroffen. Da kam es genau recht, dass Mia mal wieder etwas Ablenkung hatte.

Die Ablenkung war sogar recht groß gewesen, da sie lernte was ein G'heimnis war, was ihr wieder großen Aufschluss darüber gab, was wohl die Großen immer unter sich ausmachten, wo sie Mia immer das Gefühl gaben, dass sie dumm sei. Su war gar nicht Su. Su war eigentlich Yasccara und hatte einen Beruf, den sie noch nie gehört hatte: Sie war eine G'heimfrau. Sehr neugierig und gespannt lauschte sie Yasscara beziehungsweise Su's Erklärungen. Sogar einen Schatz bekam sie an dem Abend. Einen Glitzerschatz. Da sie nichts anderes aufzubewahren hatte, als ihre volle Kleidtasche, in der sich Allerlei von einem Küchlein, einem Apfel, bis zu Weintrauben verbarg, verschwand jener Glitzerstein nun darin. Sie solle einen geheimen Ort dafür finden und dann eine Schatzkarte anfertigen. Das ganze klang ja mehr als spannend, aber Mia wusste schon einen geheimen Ort, wo sie keine Schatzkarte brauchte um den Schatz wieder zu finden...


Auf jeden Fall würde Mia die Yasccara, zu der sie in der Öffentlichkeit nur Su sagen durfte, morgen wieder suchen. Vielleicht würde sie ihr ja helfen, an den geheimen Ort zu gelangen um den Stein dort zu vergraben. Und vielleicht hatte Yasccara auch noch mehr spannende Geschichten zu erzählen. Mia war schon voller Spannung und konnte den Abend kaum erwarten, denn irgendwie mochte sie schon das gleichaltrige Mädchen, von dem sie noch so wenig wusste.

Verfasst: Freitag 24. April 2009, 12:28
von Azucinnia von Seranyth
Sie ließ sich in einen der Sessel nieder und umfasste das Weinglas um diese wunderbare Ruhe im Anwesen zu genießen.
Ruhe.
Ja, jene gönnte sie sich nur selten, viel war zu tun und gerade jetzt, wo noch immer der Kriegszustand ausgerufen war, schwirrten ihr noch mehr Gedanken durch den Kopf, was sie alles noch zu tun hätte. Viel Arbeit stand an, die sie die letzte Zeit mehr beiseite gelegt hatte.

Moment! Ruhe in ihrem Haus?
Ruhe wo doch Yasccara hier wohnte und Tugor?
Irgendwas stimmte in dieser Zusammenstellung nicht.
Langsam erhob sie sich, immer noch das Weinglas in der Hand, aus dem Sessel um ein lautes: " Yasccara!" durch das obere Stockwerk zu rufen, während der Gang sie in den anderen Wohnflügel brachte, wo die Zimmer von Yasccara und Tugor aufzufinden waren.
Normalerweise würde sie, wie es die Höflichkeit verlangte klopfen, doch heute nicht. Zumal sie eh alleine in diesem riesen Anwesen war.
Schlussendlich stand sie im Zimmer des Ritters, die dunklen Augen huschten durch das gemütliche Zimmer um nach einigen Wimpernschlägen das nächste Zimmer anzusteuern.
Sie hielt einen Moment inne um der Stille wegen zu lauschen.
Nein, keine Stimmen noch Kichereinheiten eines kleinen Mädchen.
Ein kurzer Blick in das bunte und wahrlich nicht aufgeräumte Zimmer der Kleinen, ließen Azu für einen Moment in ihrer Bewegung harren.
"Fräulein wenn ich dich finde, wirst du zu erst einmal diesen Saustall aufräumen!" brummte die junge Frau vor sich hin bevor sie auf dem Absatz kehrt machte und stocksteif in dieser schwungvollen Bewegung inne hielt.
Die Schranktür war offen und erst jetzt erblickte sie die Lücken in diesen sonst vollgefüllten Schrank.
Ein, zwei Schritte weiter führte der Blick zum Bett der kleinen Dame, was dazu führte das es auch Azucinnia war, die das Schriftstück erblickte und neugierig wie sie manchmal! sein konnte, in ihren Händen verschwand.
Zuerst war es ein Schmunzeln auf den Zügen als sie die erste Zeile des Kinderbriefes lass, doch wich diese Mimik recht rasch, als auch der Rest des Briefes gelesen wurde.
Das Weinglas fiel ihr aus der Hand und schepperte klirrend zu Boden.
Für diesen Moment war es wieder diese unerträgliche Ruhe die sie umfasste. Dann Sorge und Angst um Yasccara.
Schuldgefühle weil auch sie die Aufmerksamkeit die letzten Tage zu wenig auf die junge Dame gerichtet hatte.
Und dann... ja dann kam die Wut.
Die Kinderzimmertür wurde zugeschlagen und zielstrebig stampfte die junge Frau aus dem Zimmer, die Stufen hinab.
An allem war sowieso nur Tugor schuld!

Es verstrichen nur einige Minuten, ehe die junge Frau das Anwesen verließ um zielstrebig zu den Stallungen sich auf zumachen.
Nicht nur Tugor würde ein Schreiben auf dem Wohnzimmertisch wiederfinden, auch Eloriahus würde eine Nachricht an seiner Tür gehaftet vorfinden.
Jedoch würde wohl dieses Mal die Schrift nicht ordentlich sein, noch würde man am Ende behaupten können, das der Inhalt dieses Briefes freundlich formuliert war.
Wer Azu kannte, wusste das ihre Laune wahrlich nicht die Beste war.



Tugor,
wenn ich dich in die Finger bekomme kann ich nur hoffen das Alatar dir beisteht!
Yasccara ist von Zuhause abgehauen und das ist natürlich nur deine Schuld!
Ich hoffe ich finde sie......
Verdammter Mist,Tugor....!!!!!

Azucinnia

*anbei liegt der Kinderbrief Yasis *



Eloriahus,
Yasccara ist fort und ich befürchte das sie bereits auf Boden der Ketzer verweilt.
Ich hoffe ich kann sie finden, bevor es diese Ketzer tun.
Kümmert euch darum, das ihr in Rahal und Umland nach ihr ausschau haltet.
Azucinnia

Verfasst: Freitag 24. April 2009, 20:56
von Tugor Crain
Der Kriegsrat im Palast war erfolgreich zu Ende gebracht worden.
Spät am Abend, es musste beinahe Mitternacht gewesen sein, betrat Tugor das Anwesen um den gelungenen Abend im Garten ausklingen zu lassen.
Sicher, er war müde und auch etwas abgeschlagen, dennoch begab er sich in Richtung Küche um sich einen Schluck frisches Wasser zu gönnen.
Sofort viel im das Schreiben auf dem Wohnzimmertisch liegend auf, welches er sorgfältig zu lesen begann. Schon nach wenigen Zeilen schlossen sich seine Brauen über den Augen zusammen und eine Zornesröte legte sich auf sein Gesicht.
Yasccara!
Nur dieser wütende Ausruf kam ihm über die Lippen, wobei er das Papier in seiner rechten zu einem kleinen unförmigen Ball zerknüllte. Diesmal ist sie zu weit gegangen, das durfte und würde der Ritter nicht dulden. Azucinnia hatte nicht ganz unrecht mit ihrer Anschuldigung, nur er würde die Schuld an diesem Vorfall tragen, war die Kleine doch seine Tochter und auf den Schutz des Ritter angewiesen.
Sein Entschluß stand fest, er würde Yasccara finden und ihr deutlich die Leviten lesen, koste es was es wolle.

Verfasst: Samstag 25. April 2009, 01:29
von Teria Verhaul
-löschen-

Verfasst: Samstag 25. April 2009, 01:33
von Yasccara Askar
Die Nacht war nicht all zu lang, schon in den frühesten Morgenstunden wurde sie von einem Regen geweckt der von allen Seiten ja sogar von unten zu kommen schien. Immer wie mehr gedanken an zuhause zerrten an ihr bis sie sich schon beinahe entschlossen hatte als sie plötzlich die mädchenstimme erklingen hört.

"Su, ach hier bist du"
Ein angenehmes Gefühl zu wissen das man gesucht wird. Und es wurde noch viel besser mit jedem Augenblick des gemeinsamen Abenteuers. Ja diese Mia scheint ganz klug zu sein, hat sie doch einen wunderbaren Ort für den Schatz gefunden. Doch etwas merkwürdig war die sache schon, da also war Mia's Vater, irgendwie da und dann wieder doch nicht. Ja dieses Tot ist merkwürdig. Ob die 'andere kleine von Tugor' auch so einen Ort hat? Sie wird ihn unbedingt danach fragen müssen. Doch schon führt Mia sie wieder zurück, denn diese hatte wohl versprochen rechtzeitig bei 'Tante Lilli' zu sein. So ein ähnliches Versprechen hat Yasccara auch gegeben und immer wie mehr wird ihr klar das sie bald wieder nach Hause muss.
Diese Drachenfrau ist noch immer genauso nett wie damals am Fest. Immer wieder und wenn auch nur für Augenblicke ist es als ob sie Azu wär, doch viel zu schnell sind diese Augenblicke wieder vorbei und Azu unendlich weit weg.
Auch die andern Personen die sich schon bald zur Gruppe gesellen scheinen ganz nett zu sein. Auch wenn der Mann der sich immer an seinem dicken Bauch kratzt merkwürdig redet, so sind seine geschichten trotzdem spannend. Auch die Frau mit den Blumen wo die Drachenfrau den beiden Gewinnern des Wettrennens eine pflanze besorgte, war eigendlich ganz nett und schien auch beinahe so viel über die Pflanzen zu wissen wie Kari und doch war es nicht Kari.
Am Tag zuvor hat sie Mia einige dinge erklärt. Heute kam es eher umgekehrt, so ist die Frau welche so lustig war gar nicht einfach nur lustig, nein die sieht auch nichts. Sowas gibt es zuhause nicht, da sieht man nie einen Blinden. So viel ist passiert und so viele Leute waren da, kaum verwunderlich also das sie kurz einschlief während die Blinde ein Lied sang. Die bilder die halbschlaf vor ihrem Auge tanzten, dieser rote Nebel, ja sie wusste nun genau was sich dahinter verbarg.
Eins war klar, so dicht unter dem Dach würde sie bestimmt nicht schlafen zum glück waren die ganzen Grossen weg und Mia schien schnell zu merken das Yasccara angst hat. Ja die herzliche Umarmung bevor sie sich gute nacht wünschten und Yasccara danach auf einem der Betten der heilerstube sass, war freude und schmerz zugleich. Kein Auge konnte sie jetzt mehr zutun, an schlafen war nicht zu denken. Sie musste unbedingt wieder nach Hause. Schon beinahe ein Sog nach Hause lies sie das Heilerhaus durch die Hintertüre verlassen. Ja, Mia wird es verstehen, da ist sich Yascara sicher, wahrscheinlich versteht sie es sogar besser als alle grossen.
Irgendwie schien die Stadt anders, als die nächte zuvor, als sie die restlichen Dinge aus ihrem Schlafversteck holte. Nur kurze Zeit nachdem sie das Heilerhaus verlassen hatte war sie auch schon beinahe ausserhalb der Stadt. Schwer ist es ihr gefallen einzuschätzen ob es nun Einbildung war oder nicht, aber die Stadt schien viel mehr einem FeuerSchlund als der prachtvollen Festung zu gleichen als welche sie diese von der Ankunft in erinnerung hatte.

Wie weiter? In der Dunkelheit alleine einen Weg finden? Eindeutig keine gute Idee. Schon allein der Gedanken daran lässt die furcht beinahe so stark werden das sie wieder in die Stadt zurück möchte. Doch alles wendet sich anderst. Dieser Bauer welcher wohl den ganzen erlös seines verkauften gemüses in der Taverne umgesetzt hatte kam genau richtig mit seinem überspannten karren. In seinem Zustand merkte weder er das da jemand auf seinem Karren kauerte, noch interessierten sich die wachen am tor besonders für ihn.
Die fahrt wurde zu einer viel kurzweiligeren als die hinfahrt, so hat sie doch Musikalische begleitung, wenn auch die Lieder wohl weniger für Kinderohren geeignet sind und Yassi einige fragen zu gewissen Worten auf der Zunge brannten. Auf jedenfall schien es wieder in Richtung zuhause zu gehen.

Verfasst: Samstag 25. April 2009, 09:23
von Tharon Anastra
Es war nicht ungewöhnlich, das Ritter Crain den Tempel besuchte. Doch diesmal war der Grund einer, mit welchem Tharon nicht wirklich gerechnet hatte.

Es schien, als sei eines der Kinder entschwunden, welches unter der Obhut des Ritters stand. Es war eine zwiespältige Situation. Eigentlich wäre es nur ein Zeichen, dass die mangelnde Aufmerksamkeit des Ritters sich nachteilig auf das Werk des Einen ausgewirkt hatte, sollte das Kind den Irrlehren der Fehlgläubigen nahegebracht werden. Doch da es schon die Gebote klar sagten, oblag es den Älteren, die Jüngeren zu führen. Zudem bildeten Kinder ja auch künftige Gläubige, und aus diesem Grunde traf er mit dem Ritter einige Vorbereitungen für seine Suche.

Nach einiger Zeit kehrte Tharon mit Kleidung für derlei Zwecke zurück, ebenso mit einigen Information, soweit sie eine solche Suche betrafen. Nach einer kleinen Weile war alles gesagt, ebenso,das Tharon zwei Tempelwachen anweisen würde, nahe des Ortes der Suche Ritter Crains zu warten, falls jener dort auf Probleme treffen sollte.

Weniger aus Sorge um das Wohl des Ritters, eher aus der Überlegung heraus, das ein gefangengenommener Ritter gerade in diesen Tagen einen Nachteil mit sich bringen würde. So wies er zwei der Wachen an, sich entsprechend Vorzubereiten und sich bedeckt zu halten, bis ihr Eingreifen notwendig sein sollte. Ebenso sollten sie ein zu langes Ausbleiben weitergeben als Nachricht.

Ein leichtes Kopfschütteln hätte Tugor noch erkennen können, hätte er sich umgewandt. Es war schon erstaunlich, wie wenig sich manche selbst an solch einfache Gebote und ihre daraus entstehenden Pflichten erinnerten, schien es ihm.

Verfasst: Samstag 25. April 2009, 11:14
von Estrella Blockhart
*bitte löschen*

Verfasst: Samstag 25. April 2009, 11:15
von Mia Mailinn Faris
Gleich nachdem sie aufgewacht war, eilte sie noch in ihrem Schlafgewand hinunter in das Zimmer, in dem sie Yasccara am Abend zuvor verschwinden sah. Sie wollte mit ihr aussuchen, welchen Platz ihr Pflanze, die sie sich gestern ausgesucht hatten, bekommen sollte. Doch als Mia die Türklinke hinunterdrückte und sich daraufhin die Türe öffnete, sah sie niemanden mehr in diesem Zimmer.

Yassi wird doch nicht schon unterwegs sein?

...fragte sie sich und lief wieder in das erste Stockwerk des Heilerhauses. Inzwischen war Tante Lili auch schon aufgestanden und hatte das Teewasser aufgesetzt. Mit etwas trauriger Miene watschelte sie in ihr Zimmer zurück. Wo sie sonst immer lange brauchte, hüpfte sie an diesem Morgen geradezu in ihre Kleidung, doch Tante Lili, das wusste sie, würde sie nicht aus dem Haus lassen ohne Frühstück.
Ungeduldig wartete sie bis der Tee endlich fertig war und das Butterbrot endlich geschmiert war. So schnell schlang sie selten ein Essen hinunter, aber diesmal war es ja auch wirklich ein Notfall. So unauffällig wie nur möglich versuchte sie ihrer inzwischen schon etwas misstrauisch gewordenen Tante ob der 'neuen' Gewohnheiten beizubringen, dass sie gestern etwas wichtiges verloren hätte irgendwo ums Haus und dass sie das schon suchen wollte um Ruhe zu haben.


Tante Lili stieg - warum auch immer - auf diese doch recht verworrene Geschichte ein und ließ sie gehen. Mia lief zielstrebig auf ihren 'Geheimplatz' beim Strand zu. Es schien ihr als würden ihre Füße an diesem Morgen unendlich langsam laufen. Als sie endlich an der Stelle angekommen war, sah sie nichts. NICHTS. Das war das Schlimme. Keine Yassi, die auf sie wartete so wie gestern. Mit gesenktem Haupt überlegte sie, wo sie sie noch überall suchen könne. Zulange durfte sie ja nicht wegbleiben, sonst würde Tante Lili sie suchen, also beschloss sie noch die Stelle ihres ersten Treffens aufzusuchen - Bei Mirthes Ziege Willibald am Zaun.

Trotz all des Suchens, sie konnte keine Spur von Yassi alias Su finden.

Es war zum Heulen!

Gleichzeitig wurde Mia klar, dass es natürlich auch sein kann, dass Yassi vielleicht Heimweh nach ihrem Zuhause bekommen hatte und vielleicht schon wieder am Heimweg sein kann. Andererseits kann ja auch der Drache über das Haus geflogen sein und Yassi mitgenommen haben..

Diesen Drachen ist ja alles zuzutrauen...aber nein, dann hätte ja der Drache zuerst mich finden müssen...nein..der Drache kanns nicht gewesen sein. Aber sicherheitshalber frag ich da nochmal Tante Lili..

...beschloss sie und stapfte zurück zum Heilerhaus.
Viele Gedanken gingen ihr durch den Kopf.


Wenn Yassi wirklich schon wieder in ihrer Heimat ist..das wäre irgendwie schon traurig. Kann ihr ja nichtmal einen Brief schreiben...

Gerade wurde ihr bewusst, dass sie ihre neue Freundin wohl wieder für lange Zeit nicht sehen würde, wenn sie sie überhaupt wieder sehen würde.

Irgendwie glaub ich, tun mich alle, die ich lieb hab, wieder verlassen.

Mit trauriger Miene, setzt sie sich an einen Stein am Rand der Straße. Tränen begannen ihr über die Wange zu laufen. Aufeinmal kam in ihr Hoch, dass ihr Vater tot war, und sie ihre anderen Freunde schon sehr lange nicht mehr gesehen hatte.

Ich glaub, ein Fluch tut auf mir liegen. Aber nur warum?

Sie stand wieder auf, wischte sich die Tränen aus den Augen und ging langsam weiter zum Heilerhaus, mit dem festen Entschluss, dieser Erkenntnis weiter auf den rund zu gehen.

Verfasst: Samstag 25. April 2009, 12:04
von Yasccara Askar
Rasch verschwand der Bauer in seinem Hof um wohl seienn Rausch aus zu schlafen und Yasccara konnte vom Karren runter. Mit schrecken wurde ihr urplötzlich klar das sie gar nicht so weit gebracht wurde und schon gar nicht nach Rahal. In der ferne war noch immer die Stadt zu sehen. Zumindest der Tag war langsam auf dem richtigen Weg und die ersten schwachen Sonnenstrahlen liesen den Tau auf den Gräsern und Blätter glitzern. Immer die Stadt im Rücken durch das Gras schlurfend saugten sich Kleidung und Schuhe von der Taunässe voll.

Nach den Wiesen und Feldern folgte der Wald. Angst hätte sie sich nicht eingestanden, doch unbehagen war es bestimmt. Die Schatten welche durch den Wald huschen und das ganze ohne irgenwelche führung durch Mia welche die Wälder in der umgebung ja gut zu kennen schien. Auch mit der Orientierung wurde es immer wie schwieriger, jetzt wo die Stadt nirgends mehr zu sehen war. Wie eine Bestrafung fühlten sich die Äste an wenn sie mal wieder einen übersehen hat. Einige tränen waren über ihre Wangen gerollt als sie endlich das Ende des Waldes erblickte. Und noch viel besser einer dieser wundervollen Steine die ihr sagten das sie auf dem richtigen Weg war. Die durch die Freude hinzugewonene Energie verflüchtigte sich jedoch rasch wieder und als sie ihrem Ziel im wie näher kam wurden ihre Beine, ja ihr ganzer Körper immer wie schwerer. Die Umgebung schon gar nicht mehr richtig wahrnehmend kam sie zum Tor und als sie das vertraute gesicht von Ruruk, welcher ihr vor langer zeit schon einmal geholfen hatte, erblickt brach sie zusammen.

Als sie Stunden später für einen Augenblick aufwachte lag sie in ihrem Nachthemd im Bett.
War das alles nur ein Traum? Mia?
Rasch übermannte sie die Erschöpfung wieder und der von Träumen geplagte Schlaf fiel über sie.

Verfasst: Samstag 25. April 2009, 21:26
von Tugor Crain
Adoran...
Ein Schmelztiegel des Falschglaubens. Selten hatte der Ritter eine derart gut bewachte Stadt gesehen. Eine gewisse Heiterkeit überkam ihn als er unbehelligt durch das Tor schritt und sich gewissenhaft umblickte. Wenn er schon aus unerfreulichen Gründen hier sein sollte, dann wollte er auch gleich hilfreiche Eindrücke und Informationen sammeln.
Das Schreiben Yasccaras kam Tugor wieder in den Sinn, sie wollte eine gewisse Mica aufsuchen. Er konnte sich an jenen Namen erinnern, sprach seine Tochter doch des öfteren von dem Kind. Der Ritter war niemals erbaut über derartige Ausflüge seiner Tochter ins Feindesland, doch war sie niemals alleine unterwegs sondern wohlbehütet durch vertrauenswürdige Menschen.
Doch dieser Tage war alles anders.
Varuna viel als Ziel aus, da die unheilige Stadt evakuiert und die Tore verschlossen waren. Seine Wahl viel folglich auf Adoran, dort würde er mit Sicherheit Yasccara ausfindig machen können, so glaubte er.
Seine Verkleidung und Veränderrung der Haarpracht leisteten perfekte Dienste, selbst jene die ihn kannten würden den Ritter niemals erkennen können.
Es viel ihm nicht schwer unauffällig durch die Strassen von Adoran zu ziehen, selbst eine Gardistin bot ihm ihre Hilfe an bei der Suche nach einem kleinen blonden Mädchen, Namens Su. Tugor bekam von ihr den Hinweis das ein der Beschreibung nach passendes Mädchen im Heilerhaus der Stadt untergebracht sei, was auch von einer dort anwesenden Dame bestätigt wurde. Seine Vorahnung hatte ihn tatsächlich nicht getäuscht.
Zu seinem Unmut aber wurde er auf den nächsten Tag vertröstet, zu so später Stunde würden wohl alle schon schlafen, hies es.
Dem Ritter blieb nichts anderes übrig als sich zu trollen um nach einer Übernachtungsmöglichkeit zu suchen.
Einige Zeit später, er hatte jegliches Zeitgefühl verloren, stoppte ihn eine Stimme.
Misstrauisch wurde er von einem in den Farben der Allianz des Lichtes gekleideten Mann betrachtet, den Abzeichen nach wohl eine Führungspersönlichkeit. Die Kopfhaut des Ritters spannte sich unweigerlich, würde seine Tarnung halten?
Der Mann kam näher, seine Stimme klang befehlsgewohnt und kühl.
Was er hier suche, wollte er wissen und wohin es ihn ziehe.
Tugor spielte sein Spiel weiter und begann von neuem sein scheinbares Anliegen zu schildern.

Noch jemand der nach einem Kind sucht, dazu noch nach einem blonden Mädchen, ist das nicht seltsam?

Tugor fluchte innerlich auf als er jene Worte vernahm, auch wenn er nach außen hin ruhig und gelassen schien.

Ihr werdet sicher nichts dagegen haben wenn ich euch eine Frau vorstelle die auf der gleichen Suche ist? Folgt mir!

Er wurde in eine Sackgasse geführt zu einem gut bewachten Gbäude. Als sich die schwere Tür nach kurzem klopfen öffnete erkannte der Ritter sofort um was es sich handelte.... Der Kerker Adorans.
Unweigerlich viel Tugor Azus Brief wieder ein und für einen Moment hielt er die Luft an. Dann viel es ihm wie Schuppen von den Augen, jene Frau musste Azucinnia sein.
Der Befehl hier zu warten wurde Tugor entgegengerufen, und der Mann verschwand hinter der Tür.
Schwer zog so mancher Gedanke durch seinen Kopf, wie konnte das geschehen, warum überlies Azu nicht ihm das Suchen nach Yasccara...?
Die Tür wurde erneut aufgestoßen und eine Frau erschien, Tugor aus seinen Gedanken reisend.
Einige Fragen wurden gestellt welche der Ritter zu beantworten wusste, dann schickte man ihn weg.
So blieb Tugor nichts anderes übrig als sich erneut auf die Suche nach einer Unterkunft für die Nacht zu machen, im ungewissen wie das Schicksal Azus und Yasccaras wohl aussehen würde.

Verfasst: Samstag 25. April 2009, 23:36
von Azucinnia von Seranyth
An allem war sowieso nur Tugor schuld.
Das Yasccara von daheim abgehauen ist, war definitiv seine Schuld.
Das sie nun in diesem schmutzigen Kerker saß, war ebenso die Schuld Tugors..... gut auch die Adrians!
Verdammte Kerle, bringen immer nur Ärger!
Saubande!

Wieder tanzte der Blick durch die Zelle, hinüber in die andere wo dieser Kerl noch immer schlief.
Sie fragte sich wirklich wie man in dieser Zelle, in dieser Stadt überhaupt schlafen konnte.
Ein Rattennest voller Ketzer und sie mitten drin.
Und wer war an allem Schuld?
Tugor und Adrian und Arenvir.
Elender Schweinehund. Wenn sie ihn nochmal in die Finger bekommen würde, dann würde diese Dirne von Adlige keine Kinder von ihm empfangen können.

Wieder schüttelte sich der blonde Schopf. Sie musste hier raus. Auf der Stelle!
Und Yasccara? Sie konnte nur hoffen das die kleine Dame endlich zur Vernunft kam und das Heim aufsuchte, ehe dieser schmierige möchtegern Ritter sie fand.

Der Blick aus den dunklen Augen huschte in die Nachbarszelle, in der Adrian schlief. Am liebsten hätte sie ihm die erst besten Flüche und Beschimpfungen entgegen geschleudert, jedoch hielt diese Wache sie davon ab.
Er würde noch sehen was ihm blühte sie in solch eine Situation zu bringen.
Verdammter Mist. Sie musste hier raus....

"Ich hasse Adoran!" murrte die junge Frau als sie sich wieder gegen die Wand der Zelle drückte.

Verfasst: Sonntag 26. April 2009, 15:07
von Yasccara Askar
Der Tag war rasch vorüber so erschöpft wie sie war hatte sie den ganzen Tag verschlafen. Der Abend war schon hereingebrochen als sie aus einem Traum heraus aufwachte, wie schon einige male zuvor. Doch nun war die Müdigkeit verschwunden und umso mehr begannen die Gedanken zu kreisen.
Nicht viel zeit war vergangen als ein Stapfen im Treppenhaus zu hören war. Die schritte kamen immer wie näher und die Türe zu Tugors Zimmer wurde zugeknallt. Ihr blick war wie an die Türe genagelt und die Decke wurde fester umschlungen. Die Türe öffnete sich. Die Gestallt die nun in der Türe stand war, auch durch die widrigen Lichtverhältnise, nicht wieder zu erkennen. Eine erste Träne suchte sich den Weg über die Wange. Als die Gestalt die ersten Worte verlor machte sich ein wenig Erleichterung breit, jedoch nicht für sehr lange. Ja die person bestätigte die gestotterte frage ob sie Tugor sei mit einem kühlen, für Yasccara schmerzlichen ton:
"Wer sonst?"
Auch die nächste Träne die ihr über die Wange rollte fühlte sich schwer und eiskalt an. Immer wie niedergeschmeterter fühlte sie sich als Tugor nun erst recht mit ihr zu schimpfen begann. Doch was war das für ein Wort das da fiel?
Die Angst, Traurigkeit und den schmerz für einen Moment vergessend fragte sie nach.
"was ist Adoran?"
Das war also gar nicht Berchgard?
Sie wusste ja das sie bei 'den Lügnern' war, doch das sie in der falschen Stadt gesucht hatte brachte ihr Verwirrung und Erkentniss zugleich.
Die verwirrung wurde noch grösser als sie von Tugor erfuhr das er ebenso in dieser Stadt war, ja sogar bei Mia zuhause. Hatte sie ihn nur knapp verpasst? Ihr wurde nun alles viel zu viel und konnte nur noch wie in Zeitlupe den Kopfschütteln als Tugor weitermachte mit dem schimpfen. Auch weil sie nicht glauben konnte das Mia sie nicht mehr hätte gehen lassen oder sie angelogen hätte. Ja sie wusste das dort viele Lügner waren und das man da sehr vorsichtig sein musste was man sagt, doch niemals hätte Mia ihr etwas angetan, da war sie sich sicher.

Tugor fand auch eine Strafe die sie schmerzlich traf. Sie durfte die Stadt nicht mehr verlassen nichtmal zu Kari durfte sie, obwohl sie dieser doch ein Geschenk hatte, es sei denn Kari würde sie abholen kommen oder ein 'Familienmitglied würde sie begleiten. Ja sogar die Wachen hatte er nach eigener Aussage informiert.
Ausserdem müsse sie sich bei Azu entschuldigen, was jedoch für Yasccara keineswegs schlimm war, schliesslich mochte sie Azu. Sie wollte dies auch gleich tun gehen, doch laut Tugors worten war sie gar nicht da.
Die Hoffnung keimte in ihr hoch als Tugor näher tratt und sagte:
"Ich hoffe es wird bald wieder alles gut werden"
Rasch legte sie sich auf seine Anweisung hin, da sie sich ausruhen soll, auch wenn sie gar nicht mehr müde war. Als sie ihn dann aus dem Augenwinkel das Zimmer verlassen sah war diese Hoffnung jedoch rasch wieder zerstörrt. Schon die Nächte zuvor hatte sie seinen Gutenachtkuss, den sie ansonsten immer auf die Stirn oder den Schopf gedrückt bekam, vermisst, doch nun war es umso schmerzlicher wo er doch so nahe war. Sie setzte sich nochmals kurz für einen Moment lang auf, streckte den Arm in die richtung wo Tugor wohl war und versucht ihm etwas näher zu sein damit. Aber das Gefühl blieb das selbe und so lies sie sich wieder aufs Bett zurückfallen und starrte noch für Stunden an die Decke und dachte über all das geschehene nach.

die Tage nach der Rückkehr und das Warten

Verfasst: Donnerstag 30. April 2009, 13:19
von Yasccara Askar
Ein paar tage ist es nun schon her und doch sitzt der schrecken noch tief in den Knochen.
Zwei Tage muss es her sein, auch wenn es ihr viel länger scheint. An diesem Morgen sass sie wie so oft in der zwischenzeit auf der Treppe vor dem Gardegebäude und blickte zum Tor als der Mann des Tempels ihr so einiges erklärte. Es ging um Glauben, Strafe und Verzicht, doch erst am Abend wurde ihr klar was dies alles bedeutete. So sass sie noch einige Zeit auf der Treppe als das Gespräch schon lange zu ende war und starrte zum Tor in der Hoffnung das Azu endlich nach hause käme, als es langsam dunkel und kalt wurde. In der Oberstadt angekommen war da einiges anders als gewohnt, selten sah sie da soviele Leute, doch sie konnte dem Schauspiel nur kurz folgen, barsch wurde sie von Tugor nach hause geschickt.
Zuhause strich sie durch das leere Haus und kundschaftete die vielen Regale aus, so einiges Interesantes war darin zu finden und doch war nichts ablenkung genug. Doch die Ablenkung kam noch früh genug!
Als die Alarmgklocken zu schlagen begannen machte sich panik in ihr breit. Tugor und einige der andern waren voll gerüstet aus der Oberstadt marschiert und Azu war auch noch nicht zurück. Bei jedem Blitz zuckte sie zusammen und doch starrte sie aus dem Fenster hinaus. Als der grosse Drache sich dann auf dem Berg, nicht unweit des Hauses niederlies wusste sie das Alatar ihn bestimmt geschickt hatte um sie zu bestrafen. Ohne noch einen klaren Gedanken fassen zu können rannte sie aus dem Haus, den Wänden entlang bis zur kleinen Kirche und fiel vor dem Altar auf die knie um winselnd, weinend und schluchtzend Alatar um vergebung zu bitten und ihn anzuflehen ihr und ihren lieben nichts zu tun.

Von der furcht in Starre versetzt merkte sie erst gar nicht, das es ruhig geworden war. Hatte er sie wircklich erhört? Noch völlig benommen taumelte sie zurück ins Haus und legte sich aufs Bärenfell, um bald dann auch in den durch Träume durchzogenen Schlaf zu fallen.


Keinem sagte sie etwas von dem ganzen, nagten die Schuldgefühle doch so sehr an ihr. Lustlos und halb abwesend war sie die folgenden Tage und meist sass sie nachdenklich auf der Treppe vor dem Stadttor um dort auf die rückkehr von Azu zu warten.