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am Gestüt Tiefenbach
Verfasst: Sonntag 12. April 2009, 21:08
von Inara Schwarzmourne
*ein aufmerksamer Passant mag bemerken, dass das Gestüt Tiefenbach verlassen wirkt. Die Ernte, die vor kurzem noch in voller Pracht stand vertrocknet langsam, als würde sich niemand mehr darum kümmern. Die Futtertröge werden nicht mehr aufgefüllt und auch das Kinderlachen, das sonst vom Hof her zu hören war, ist seit kurzem verschwunden. Allem Anschein nach, ist der Hof seit ein oder zwei Tagen nicht mehr bewohnt. Es scheint jedoch nicht so, als sei jemand ausgezogen, sondern als wäre die Bewohnerin und ihr Sohn einfach nicht mehr nach hause gekommen.*
Verfasst: Mittwoch 15. April 2009, 02:32
von Malachai Schwarzmourne
Langsam gallopierte Schattenhuf durch die Wälder nahe Varunas. Lange, sehr lange hatte er ihn nicht mehr gesehen. Der Reiter, schwarz verhüllt, hielt etwas verpacktes in der Hand. Es war ein neuer Teddybär für seinen Sohn, eine kleine Widergutmachung für das lange Entschwinden des Vaters.
Zeit, er wollte Inara Zeit geben, nicht gleich am ersten Tage vielleicht von ihren gemeinsamen Sohne hören, dass "Papa in der Nacht ihn besuchen kam.". Doch er misste ihn, Marick.
Es wurde ihn abermals bewusst, nach der Taufe der kleinen Elira. Er hatte einen Sohn, ein Schatten, der so sehr zerrisen war in seinem Leben.
Getrennte Eltern, getrennte Wege, die Waage des Schicksal hat sich noch nicht über ihn ausgebreitet, doch stetig hingen die Gedanken des Vaters an seinen Werdegang.
Sollte er ihn als Schatten ausbilden?
Konnte er verhindern, dass er jenen Wege gehen würde?
Doch nun, sollten die Gedanken erst einmal ruhen. Es waren seine Sorgen...und vielleicht auch die seiner Mutter. Er würde nicht dieses unschuldige Kind mit der grausamen Realität belasten und versuchen, ihn eine schöne Welt preiszugeben, eine Welt, in der ihn jeder zu lächelt, eine Welt, in der seine Mutter nicht den Hass auf den Vater zeigen würde und ein Vater, der verbergen würde, wie weit sie doch von einer Familie entfernt waren.
Später, wenn er verstehen könnte, würde er es erkennen und dann, hoffentlich dann, sehen, welch Opfer die Eltern erbracht haben, um ihren Sohn zu schützen.
Langsam breiteten sich die Sillhoutten der Höfe vor ihm aus. Es waren alle stockdunkel, nicht ungewöhnlich zu dieser Zeit und er fragte sich, ob Marick abermals die Frage stellen würde, auf die er keine Antwort hatte. Die Frage, warum sein Vater ihn Nachts besuchen würde. Die Frage, warum er durch das Fenster gehen würde.
Ja, so kompliziert die Wege, sicherlich, könne es einfacher sein, wenn er entschwinden würde, er war jung, er würde ihn vielleicht vergessen und bei gegebener Zeit könnte Inara ihm sagen, dass sein Vater verstorben seie. Doch diesen Gedanken hegte er nur eine Sekunde, ehe er ihn mit aller Verachtung verwarf.
Er würde nicht das tun, was sein eigener Vater tat. Er würde ihn nicht fern bleiben, nein, keine Gewalt könne ihn von seinem Sohn trennen. Der Seuchendämon schaffte es nicht und der Abtrünnige auch nicht.
Leise, wie als würde er schweben, trat Schattenhuf an das Tor des Hofes heran, als Malachai hinabstieg, das Geschenk sicher im Arme verwahrt, voller Vorfreude, den kleinen Mann wieder zu sehen.
Behutsam stieg er über den Zaun, vermeidend, dass die Tiere ihn wahrnahmen.
Er trat über die Treppe bis zur Türe, umklammerte dann den Haussims und kletterte an der Wand entlang vor das Fenster.
Es tat gut, dass er sein eigenes Zimmer mitlerweile hatte, so musste er nicht befürchten, Inara zu wecken oder mit seiner schwarzverhüllten Gestalt am Fenster zu erschrecken.
Ein letzter Griff, dann spähte er durch das Fenster.
Es dauerte nur wenige Sekunden, bis er in der Dunkelheit das nichts im Raume erkannte.
Es war leer, ausgeräumt und einige Spinnenweben hingen an der Decke.
Er schaute erschrocken, sprang vom Fenster ab und ging direkt zu dem kleinen Stall.
Auch jener war leer, das letzte bisschen Heu lag noch in der Ecke, doch die Tür stand offen.
Sein Schritt wurde zügiger, er nahm zwei Stufen auf einmal, liess den Teddy auf den Boden fallen und trat die Tür ein.
Er schaute sich um, ein alter Schrank stand in der Ecke und einige beschädigte Gegenstände, doch ansonsten war auch hier alles leer.
Er rief, rief seinen Namen. Rief ihren Namen, schaute in den Keller, in der Küche, in ihr Schlafgemach. Alles war leer, es schien schon seit einiger Zeit niemand darin zu wohnen.
Die schlimmsten Gedanken machten sich in ihm breit.
Er malte sich das schlimmste aus.
Ja, sie wollten umziehen, aber Sie wollte ihm kund geben und anhand der Räume, waren Sie nicht erst seit gestern fort.
Zudem hätte Sie vor allem schon die neue Adresse haben müssen, ehe Sie mit dem Packen beginnen konnte.
War Sie entflohen?
Hat Sie sich Marick geschnappt und ist in ein fernes Land, fern ab von jenen Scheusal, das einst ihr Mann war?
Will Sie ihn von ihm entreissen, ihn von dem beschützen, was nun verachtungsvoll die Schatten waren?
Ihn ein Leben geben ohne Qualen, Folter, Krieg und Mord?
Er schritt schnell hinaus, beim rennen den Teddybären wegstossend, der gegen die Veranda prallte und sprang auf Schattenhuf.
Er rannte schnell, an all den Ästen und Bäumen vorbei, er suchte jeden auf, den er kannte, der sich als guter Informant bewiesen hatte und beauftragte Sie mit der Suche nach Inara und Marick.
Er verlor Sie schon einmal, gegen ihren Willen. Nun würde er Sie verlieren gegen seinen und er würde nicht zulassen, das man ihn seinen Sohn entziehen würde.
Die Sonne began sich zu erheben, als Malachai sich wieder den Hof näherte. Das Preisgold für ein erfolgreiches finden war ausgesprochen und es war nicht niedrig. Langsam, gebrechlich stieg er die Treppen hinauf. Er schaute auf das Geschenk, wo der halbe Kopf des Teddys durch das Papier linste, liess sich an der Mauer hinab, griff danach und setzte sich.
Ist es wirklich soweit gekommen? Oder befürchtet er wieder nur das schlimmste von allem.
Verfasst: Mittwoch 15. April 2009, 10:32
von Aira Sokarth
Ein letzter Blick glitt über Inara. Nochmals musterte sie die starke Frau, welche ähnliche Schmerzen trug wie ihre Schwester. Der Verlust der wahren Liebe. Nein sie würde ihr nicht sagen, dass der Schmerz nie ganz nachlässt. Sie würde es für sich behalten, heute. Es gab Dinge die ihre Aufmerksamkeit mehr forderten, als die Hoffnung einer Frau. Die Einsicht würde von ganz allein kommen. Sie musste nur warten.
Langsam führten sie ihre Schritte nach Adoran. Sehr langsam ging sie, überdachte die Worte Inaras und versuchte die Reaktion Malachais darauf abzuschätzen. Sie kannte ihn nicht. Die Erkenntnis bereitete ihr unbehagen. Wer solcherlei Scherze wie dieser Mann machte, der konnte nicht ganz ungefährlich sein. Liebte er seinen Sohn, oder war er ihm egal? Was würde dieser Mann wohl denken, wenn er einen leeren Hoff vorfindet. Noch eine Weile gingen ihre Gedanken hin und her ehe sie letztlich entschied, dass es besser wäre die Sache schnell hinter sich zu bringen.
Rasch öffnet sie die Tür iheres Hauses und holt Pergament und Feder hervor ehe sie mit eleganter und sauberer Schrift folgendes hinaufschrieb.
Seid gegrüßt Herr Schwarzmourne,
da mir nicht bewusst ist wie wichtig euch jene Information ist übermittle ich sie euch nicht persönlich, da mir nicht bewusst ist, wann uns die Wege wieder zusammen an einen Ort führen.
Ich darf euch von Inara ausrichten, dass sie umgezogen ist. Ihr Hoff liegt nun direkt vor Adoran am Westtor.
Sie lässt ausrichten, dass sie sich an ihre Versprechen hält. Ihr dürft euren Sohn jeder Zeit besuchen. Sie wünscht jedoch, dass ihr auch ihre Bedingungen beachtet.
Ich schlage vor, dass ihr, so ihr die beiden besucht, vorsichtig mit ihr umgeht. Erst kürzlich wurde Inara von einem Panther gebissen und auch wenn ich sie behandelt habe und der Biss zu heilen begonnen hat wäre ich euch sehr verbunden, wenn ihr sie nicht erschreckt, da dies der Genesung gewiss nicht dienlich wäre.

Heilerin der Akademie zu Schwert und Kunst
Der Brief ist unterschrieben und versiegelt und wird des Nachts noch auf den Weg zu Malachai geschickt.
Verfasst: Freitag 17. April 2009, 16:47
von Inara Schwarzmourne
Endlich wieder zuhause! *seufzte sie, als sie wieder im eigenen Bett aufwachte*
Es waren nur ein paar Tage, die sie weg war und doch hatten sie viel verändert.
Eigentlich war sie nur aufgebrochen, um noch ihre Pferde aus Varuna zu holen. Auf dem Heimweg jedoch hatte sie das Pech gehabt, einem hungrigen Panter zu begegnen. Er tötete die Tiere und holte sie schliesslich auch ein. Zum Glück konnte sie bereits in die Nähe der Friedhofswachen flüchten, welche auch sogleich ihr zur Hilfe eilten. Doch dies hatte sie nicht davor bewahrt, von dem Tier noch angesprungen und gebissen zu werden. Gerade als das Tier ihr an die Kehle wollte, waren die Wachen endlich nahe genug um die blutrünstige Katze zu töten.
Natürlich hatte sie dafür Verständnis, dass die Wachen in einer so schwierigen Zeit und mit einer so grossen drohenden Gefahr ihren Posten nicht verlassen durften und so machte sie sich allein auf den Weg durch den Pass, auf den Weg nachhause.
Sie ging langsam und bedächtig, hatte stets die Hand fest auf die Wunde gepresst und doch fühlte sie, wie sie immer schwächer und schwächer wurde. Jeder Schritt fiel ihr schwerer. Schliesslich beschloss sie, dass sie die Wunde lieber fest verbinden würde, da sie sonst vielleicht zu viel Blut verlor. Leider hatte sie keine Bandagen dabei, doch das Handelskontor von Gregor und Fabrizio lag zum Glück fast auf dem Weg. Dort fand sie sicher etwas, dass sie als Bandage verweden konnte.
Sich nur noch schwerlich auf den Beinen haltend, schlurfte sie ins Kontor und fragte nach Bandagen.
So erschrocken und kreidebleich hatte sie Gregor und Fabrizio noch nie gesehen. Sie bestanden darauf, dass sie erstmal hier im Kontor bliebe und Gregor verband sie sogleich sogut er es vermochte während Fabrizio sich aufmachte, einen Heiler zu finden.
Die ungewohnte Nähe zu Gregor lies ihr die Schamesröte ins Gesicht steigen. Wenn sie nur wüsste, wie sie sein stets freundliches Lächeln deuten sollte... aber wozu sich Gedanken machen. Sicher interpretierte sie es falsch und er wollte nur nett zu ihr sein.
Schliesslich kam auch Fabrizio wieder mit einer Heilerin. Ihr stockte fast der Atem. Die Stimme kannte sie .. und auch die ihres Begleiters. Es waren Alex und Aira, welche sie zuvor bereits in Adoran kennen gelernt hatte. Sie hatte den Eindruck gehabt, der junge Studiosi hatte sie beim letzten Treffen angehimmelt und auch jetzt schien er äusserst besorgt. Er wollte gar das Tier töten, welches ihr das angetan hatte. Aira besah sich derweil Inaras Wunde. Sie würde sie zunächst reinigen müssen. Fabrizio, mit seinen starken Armen sollte sie möglichst festhalten am Stuhl, da es sehr schmerzhaft werden würde. Und Gegor nahm ihre Hand, damit sie sie notfalls drücken konnte. Er hatte so grosse starke Hände..
Dann vernebelten Ihre Sinne langsam. Sie konnte sich nur noch an einen brennenden Schmerz erinnern und daran, dass sie nach Marick rief. Nicht auszudenken, wenn er allein zuhause aufwachte und Aira verbot ganz klar, dass sie reisen durfte. Gregor wollte ihn holen. Wie nett er doch wahr. Trotzdem hatte sie Angst, dass Marick sich einem fremden gegenüber nicht wohl fühlte, evtl. sogar verängstigt wurde. Nicht auszudenken wenn er dann... nein, daran sollte sie besser nicht denken. Zum Glück ging jedoch alles gut, Marick war so müde, dass er kaum mitbekam, was um ihn herum geschah. Und so trug Fabrizio sie hinauf über den Verkaufsraum und trat ihr sein Bett ab, damit sie sich erholen konnte. Sie waren alle so nett zu ihr! Doch bevor sich ihr schlechtes Gewissen gänzlich erhob, fiel sie bereits in einen heilsamen Schlaf.
Nun, wenige Tage später, war sie wieder zuhause. Und doch war es nicht mehr das selbe, SIE war nicht mehr die selbe. Sie hatte beschlossen, zu lernen sich zu wehren, den Umgang mit Waffen und Techniken. Sie würde sich noch schonen müssen ein paar Tage und sie hatte von Aira eine Heilsalbe bekommen mit der sie die Wunde täglich versorgen sollte. Aber trotzdem fehlte ihr nun fast das geschäftige Treiben des Kontors. Dort war immer so viel Leben, dort fühlte sie sich glücklich.
Doch es half nichts, es gab Arbeit zu tun und so stieg sie vorsichtig aus dem Bett. Gerade wollte sie zu Marick hinüber um ihn zu wecken, als sie Hundejaulen hörte aus Richtung Tor.
Als sie aus dem Fenster sah, staunte sie nicht schlecht, eine Hündin und ein Welpe sassen da vor ihrer Tür und warteten brav, als hätte es ihnen jemand so befohlen. Da weit und breit niemand zu sehen war, lies sie die Hunde auf den Hof und gab ihnen etwas zu fressen. Ein Wachhund zu haben, war sicher keine schlechte Idee und Marick würde sicher ausser sich sein vor Freude über den Welpen. Doch gerade als sie wieder ins Haus gehen wollte, fiel ihr auf, dass ihr Briefkastendeckel nicht ganz geschlossen war.
Stirnrunzelnd ging sie hinüber und wich sofort einen Schritt erschrocken zurück, als sie den Deckel öffnete. Jemand hatte ihr Pferdeäpfel hinein gelegt.
Jeder andere hätte dies wohl für einen schlechten Scherz gehalten, doch sie freute sich darüber. Offenbar wollte hier jemand unerkannt bleiben, ihr aber dennoch eine Freude bereiten, aber wer? Waren die Hunde vielleicht auch nicht nur durch Zufall da? Sie leerte den Briefkasten über dem Mistkasten aus und ging dann hinein.
Hatte sie tatsächlich einen heimlichen Verehrer oder bildete sie sich das nur ein?
Verfasst: Samstag 18. April 2009, 15:46
von Malachai Schwarzmourne
Voller Wut zerknüllte Malachai das Papier in seinen Händen.
Mag es vielleicht die Nachwirkungen der Frostbrandschwinge des Wyrmes sein oder einfach nur die Leere, die durch das schwarze Blut entstanden ist, jedoch fühlte er sich betrogen.
Wochen nach ihrem Umzug, erfährt der Vater erst, wo der Sohn war.
Ja, sie versprach ihm zu sagen, wohin ihre Wege Sie führen würden, doch war ihr nicht klar, welch Hebel er in Gang setzen würde, wenn Sie auf einmal weg waren?
Ihre Bedingungen, hallte es durch seinen Kopf. Ihre Bedingungen.
Es war ebenso sein Sohn wie ihrer, ja, Sie konnte die Bedingungen stellen, dass Sie IHN nicht sehen will, aber nicht einfach abreisen und dann, wenn die Lust und Laune es zu liess, ihm sagen, wo Sie war.
Man merkte ihren Groll, er spürte ihn und er konnte ihn verstehen. Doch sollte Sie nicht ihren Sohn mit Entzug vom Vater strafen, nur weil die Eltern des unschuldigen Kindes in einen kleinen Krieg gezogen sind.
Nein.
Und er würde es ihr sagen, er würde ihr klar machen, dass Kompromisse getätigt werden können und müssen, für das Wohl des Kindes.
Ja, sie mussten in einen sauren Apfel beissen, doch es sollte als erwachsener Mensch möglich sein, dies zu überstehen und einfach einmal tief Luft zu holen.
Er ritt von danen, er musste nun all seine Informationsbeschafer davon abhalten, jeden Stein im Lande umzudrehen. Und die Wut bei jedem Auftretens Schattenhufs auf den kieseligen Boden verstärkte sich nun.
Es war nicht so, dass keiner es wusste, nein, mit der Zeit kristalisierte sich heraus, dass sogar ihm nahestehende Personen, gar sein Bruder schon informiert waren. Ihm nichts dazu erwähnend, weil Sie es für verständlich hielten, dass der Vater doch als erstes davon wissen müsste.
Doch nichts...und dann diese Nachricht, so unverschämt, so schmächlich ihm gegenüber durch eine Heilerin präsentierend, zu erwähnen, man solle Sie doch nun schonen nach ihrem Biss.
War ihnen nicht klar, dass er für die Suche jeden umgebracht hätte? Das die Qualen der Unwissenheit, die Sorge um sein Kind ihn den Verstand hätten rauben können?
Was sind schon körperliche Schmerzen im Vergleich zu den seelischen Qualen?
Ja, er würde nun nach ihr suchen.
Er spürte abermals, wie die schwarzen Vehnen seine Haut begannen zu zieren und wie der Frostbrand wieder seinen Körper und sein inneres befahl. Doch er würde sich seinen Sohn holen und sich nicht durch irgendwelche Probleme von ihm fernhalten lassen.
Verfasst: Mittwoch 22. April 2009, 17:26
von Gregor Symner
Es war schon spät in der Nacht. Die letzten Kunden hatten das Kontor suedlich von Berchgard schon lange verlassen und Gregor hatte noch die Werkstatt durchgefegt, die Bestellungen durchgesehen und die Auftragsbücher aktualisiert. Doch aus irgendeinem Grund kam er noch nicht zur Ruhe. So schlich er wieder durch die Rüme suchte sich etwas zu tun, räumte auf und sass irgendwann doch wieder an dem kleinen Tisch im Kontor und blickte auf den leeren Stuhl vor sich.
Soviel Angst hatte er schon lange nichtmehr gehabt als sie in der Tür stand und das Kleid rote Punkte im Kontor hinter sich liess. Und der Atem hatte ihm gestockt als er die Wunde sah. Nicht tief aber auf grosser Fläche und bewundert ... nein grossen Respekt hatte er vor ihr und ihrem Durchhaltevermögen. So oft sie auch jammern mochte sah er doch seit diesen Tagen immer das Kämpferherz in ihr wie er es auch hatte. Auch wenn er kein Söldner mehr war aber gewiss hatte er schlimmeres verhindern können. Es war nicht mehr als Feldschlachterei aber immerhin hatte er die Blutung stoppen können und der Schnaps hatte auch seinen Dienst getan die Wunde noch zu reinigen.
Am liebsten hätte er da aufgehört als er sah wie sie sich zusammenreissen musste. Wie sie litt unter den Schmerzen aber er wusste dass es sein musste. Und doch war er froh als die Heilerin kam und er dazu verdonnert war ihr Hand zu halten. Wieder blickte er stumm auf den Stuhl vor sich. Er hatte es getan weil kein anderer da war. Jeder andere hätte genauso gehandelt. Es hatte nichts zu bedeuten.
Gregor riss den Blick los, liess die Flasche Wein auf dem Tisch stehen und ging rüber in sein Bett wo ein zwei Stunden später dann das Licht ausgepustet wurde.