Kra`thors Urteil und sein Vollstrecker
Verfasst: Samstag 7. März 2009, 01:40
Dunkelheit, alles verschluckende endlose Stille. Eine Rabenfeder schwebt zu Boden, ein leises Plätschern erfüllt die Luft. Bilder, ein Gesicht, eine Stimme, ein Name, Tithlio Kryon.
Der Traum verliert sich in einem Gewiss aus Stimmen und Bildern, ein Mann schreckt aus dem Schlaf schweißgebadet und mit rasendem Herzen.
Andächtig streichen die langen schlanken Finger über Wange und Stirn, befreien die Haut vom kalten Schweiß. Ein Traum, nur ein Traum nichts weiter. Ein Lächeln umspielt die Mundwinkel als der Blick sie findet, friedlich, schlafend neben ihm wie es sein sollte.
Doch dort war noch etwas, auf der Bettdecke eine schwarze Feder, eine Rabenfeder. Es war kein Traum, es war eine Botschaft eine Botschaft des Raben an ihn seinen Getreuen seinen ehrfürchtigen Diener.
Jemand, nein Tithilio Kryon hatte sich den Zorn des Richters zu gezogen und jener hatte sein Urteil rasch gefällt.
Das Urteil war der Tot und er sollte es vollstrecken. Er wurde auserkoren, einem völlig fremden einem Mann den er nie zuvor sah den Tot zu bringen. Alles was er hatte waren ein Name und diese Feder. Doch braucht er wirklich mehr?
Leise und unwirklich gaben die Dielen unter seinen nackten Füßen ein gequältes stöhnen von sich als er den ersten Stock verließ und seine Schritte ihn in den Keller des Hauses lenkten. Ein frösteln durchzog seinen Leib als er den kühlen Kellerraum betrat, lediglich die kleine Fackel, welche er aus einer Wandhalterung hob spendete spärliches Licht. Ließ ihn die schemenhaften Umrisse der Lagertruhen und alchemistischen Apparaturen erkennen doch sein Weg führte ihn direkt an das andere Ende des Raumes. Ein kurzer Druck auf einen bestimmten Stein und die Massive Wand gab einen schmalen Durchgang in eine weitere Kammer frei.
Er wusste was er hier suchte, in dieser kleinen geheimen Kammer die im Augenblick mehr einem Lagerraum ähnelte als etwas anderem.
Er brauchte nur einige Herzschläge um sich umzusehen, ehe er auch schon fand wonach er suchte. Behutsam nahm er das kleine Urnenartige Gefäß zur Hand und betrachtete die fein geschwungenen, grazilen Runen welche die tonende Oberfläche überzogen. Eigentlich hatte er dieses Gefäß, gebrannt aus Blut Knochen und Erde für einen Anderen Zweck geschaffen doch so würde es auch seinen Zweck erfüllen und Krathor zufrieden stimmen und das war es am Ende worauf es ankam.
Der Schrei des Gockels drang wenn auch stark gedämpft bis durch die Wände des Kellers und ließen ihn aufhorchen. Die Vorbereitungen hatten mehrere Stunden in Anspruch genommen in denen er in der kleinen Kammer hinter der Wand das Tongefäß hergerichtet hatte.
Auf einem kleinen, steinernen Tisch inmitten eines mit Kreide gezeichneten Pentagramms hatte er die Urne aufgestellt. Jeder der fünf Sterne war ausgefüllt mit einer Vielzahl von Runen und Glyphen . Der
Deckel der Urna war noch geöffnet und zu den Flanken des Pentagramms standen zwei Hochgewachsene, schlanke Kerzen welche er bereits entzündet hatte.
Er senkte den Blick auf seine Hände, in der einen hielt er die schwarze Feder, in der anderen ein kleines Stück Pergament. Auch eben jenes hatte er den Namen geschrieben, Tithilio Kryon. Beides legte er behutsam in das tönerne Gefäß und griff nach einem kleinen Dolch. Einen Moment zögerte er ehe er die Klinge in seine Handfläche legte und sie rasch nach unten zug. Kein Laut drang über seine Lippen, kein Muskel in seinem Gesicht regte sich as er die geballte Faust über die Urne hielt und geduldig zusah wie der rubinrote Lebenssaft in das Gefäß sickerte.
“Mein Blut, deine Feder, sein Name. Meine Treue, dein Wille sein Leben. Gehorchen will ich dir und deinem Willen folgen. Ausführen deinen Auftrag und jenem der dich erzürnte den Tot bringen.
Mit jeder Stunde, mit jedem Tag mit jeder Woche wird das Leben aus seinem Körper fließen, stetig und wachsend wie ein ins Tal rauschender Bach. Berauben will ich ihm seiner Kraft, seiner Jugend und seiner Hoffnung um dich zu ehren. Mit deinem Segen soll diese arme Existenz verflucht sein, lege deine Schattige schwinge wie eine böse Ahnung über seinen Geist und labe dich an seinem langsamen, siechenden Tot. “
Immer und immer wieder erfüllte seine leise, monotone Beschwörung die kleine Kammer während dessen die Runen der Urne eine nach der anderen zum Leben erwachten und in einem unwirklichen Licht aufzuglimmen begannen.
Der Spalt in der Wand schloss sich und lediglich das unheilige Glimmen der Runen erfüllte die verlassene Kammer und zeugte davon das Krathors Zorn begonnen hatte am Leben seines Opfers zu zehren, sich daran zu laben.
Kein Traum, eine Botschaft, ein Auftrag machten aus ihm den Henker. Den Henker für jemanden den er wahrscheinlich nie selbst zu Gesicht bekommen wird. Doch dies war sein Los, der Preis den er zahlte um in Krathors Gunst zu stehen, Den Preis den er zahlte um vielleicht, so es dem Raben gefällig war sein eigenes Leben zu erhalten und zu verlängern.
Wie schwer wiegt der Tot eines Fremden, wie schwer lastet er auf der eigenen Seele….?
Der Traum verliert sich in einem Gewiss aus Stimmen und Bildern, ein Mann schreckt aus dem Schlaf schweißgebadet und mit rasendem Herzen.
Andächtig streichen die langen schlanken Finger über Wange und Stirn, befreien die Haut vom kalten Schweiß. Ein Traum, nur ein Traum nichts weiter. Ein Lächeln umspielt die Mundwinkel als der Blick sie findet, friedlich, schlafend neben ihm wie es sein sollte.
Doch dort war noch etwas, auf der Bettdecke eine schwarze Feder, eine Rabenfeder. Es war kein Traum, es war eine Botschaft eine Botschaft des Raben an ihn seinen Getreuen seinen ehrfürchtigen Diener.
Jemand, nein Tithilio Kryon hatte sich den Zorn des Richters zu gezogen und jener hatte sein Urteil rasch gefällt.
Das Urteil war der Tot und er sollte es vollstrecken. Er wurde auserkoren, einem völlig fremden einem Mann den er nie zuvor sah den Tot zu bringen. Alles was er hatte waren ein Name und diese Feder. Doch braucht er wirklich mehr?
Leise und unwirklich gaben die Dielen unter seinen nackten Füßen ein gequältes stöhnen von sich als er den ersten Stock verließ und seine Schritte ihn in den Keller des Hauses lenkten. Ein frösteln durchzog seinen Leib als er den kühlen Kellerraum betrat, lediglich die kleine Fackel, welche er aus einer Wandhalterung hob spendete spärliches Licht. Ließ ihn die schemenhaften Umrisse der Lagertruhen und alchemistischen Apparaturen erkennen doch sein Weg führte ihn direkt an das andere Ende des Raumes. Ein kurzer Druck auf einen bestimmten Stein und die Massive Wand gab einen schmalen Durchgang in eine weitere Kammer frei.
Er wusste was er hier suchte, in dieser kleinen geheimen Kammer die im Augenblick mehr einem Lagerraum ähnelte als etwas anderem.
Er brauchte nur einige Herzschläge um sich umzusehen, ehe er auch schon fand wonach er suchte. Behutsam nahm er das kleine Urnenartige Gefäß zur Hand und betrachtete die fein geschwungenen, grazilen Runen welche die tonende Oberfläche überzogen. Eigentlich hatte er dieses Gefäß, gebrannt aus Blut Knochen und Erde für einen Anderen Zweck geschaffen doch so würde es auch seinen Zweck erfüllen und Krathor zufrieden stimmen und das war es am Ende worauf es ankam.
Der Schrei des Gockels drang wenn auch stark gedämpft bis durch die Wände des Kellers und ließen ihn aufhorchen. Die Vorbereitungen hatten mehrere Stunden in Anspruch genommen in denen er in der kleinen Kammer hinter der Wand das Tongefäß hergerichtet hatte.
Auf einem kleinen, steinernen Tisch inmitten eines mit Kreide gezeichneten Pentagramms hatte er die Urne aufgestellt. Jeder der fünf Sterne war ausgefüllt mit einer Vielzahl von Runen und Glyphen . Der
Deckel der Urna war noch geöffnet und zu den Flanken des Pentagramms standen zwei Hochgewachsene, schlanke Kerzen welche er bereits entzündet hatte.
Er senkte den Blick auf seine Hände, in der einen hielt er die schwarze Feder, in der anderen ein kleines Stück Pergament. Auch eben jenes hatte er den Namen geschrieben, Tithilio Kryon. Beides legte er behutsam in das tönerne Gefäß und griff nach einem kleinen Dolch. Einen Moment zögerte er ehe er die Klinge in seine Handfläche legte und sie rasch nach unten zug. Kein Laut drang über seine Lippen, kein Muskel in seinem Gesicht regte sich as er die geballte Faust über die Urne hielt und geduldig zusah wie der rubinrote Lebenssaft in das Gefäß sickerte.
“Mein Blut, deine Feder, sein Name. Meine Treue, dein Wille sein Leben. Gehorchen will ich dir und deinem Willen folgen. Ausführen deinen Auftrag und jenem der dich erzürnte den Tot bringen.
Mit jeder Stunde, mit jedem Tag mit jeder Woche wird das Leben aus seinem Körper fließen, stetig und wachsend wie ein ins Tal rauschender Bach. Berauben will ich ihm seiner Kraft, seiner Jugend und seiner Hoffnung um dich zu ehren. Mit deinem Segen soll diese arme Existenz verflucht sein, lege deine Schattige schwinge wie eine böse Ahnung über seinen Geist und labe dich an seinem langsamen, siechenden Tot. “
Immer und immer wieder erfüllte seine leise, monotone Beschwörung die kleine Kammer während dessen die Runen der Urne eine nach der anderen zum Leben erwachten und in einem unwirklichen Licht aufzuglimmen begannen.
Der Spalt in der Wand schloss sich und lediglich das unheilige Glimmen der Runen erfüllte die verlassene Kammer und zeugte davon das Krathors Zorn begonnen hatte am Leben seines Opfers zu zehren, sich daran zu laben.
Kein Traum, eine Botschaft, ein Auftrag machten aus ihm den Henker. Den Henker für jemanden den er wahrscheinlich nie selbst zu Gesicht bekommen wird. Doch dies war sein Los, der Preis den er zahlte um in Krathors Gunst zu stehen, Den Preis den er zahlte um vielleicht, so es dem Raben gefällig war sein eigenes Leben zu erhalten und zu verlängern.
Wie schwer wiegt der Tot eines Fremden, wie schwer lastet er auf der eigenen Seele….?