Crekhar Feuerklinge - Diener des Cirmias
Verfasst: Sonntag 15. Februar 2009, 00:24
Aus dem Ersten Buche, des Lebens, des Crekhar Feuerklinge. Der Weg zum Akoluthen des Cirmias:
Kapitel I Das Licht der Welt in Hallen aus Stein
Vor fast 241 Zyklen begann das Leben eines Zwerges. Alim stöhnte und presste langsam den jungen Zwerg aus ihrem Leib. Ein lautes Schreien war zu hören, als das neugeborene regelrecht aus dem Körper der Mutter herausgezerrt wurde. Der Heilkundige Zwerg durchschnitt die Nabelschnur und besah den soeben geborenen Jungen. Leicht nickte der Zwerg dann, ehe er meinte:" Mrâ! Ein Prachtkerl dieser junge Khâz-Aidur!". Alim nickte nur leicht und der Heilkundige begann den Jungen zu reinigen. Als diese Aufgabe erledigt war, wollte man Alim ihren neusten Sohn zur Begutachtung reichen, doch sie winkte ab:" In den Tempel mit ihm, dieser hier wird zur Ehre von Cirmias geweiht. Die Feuerklingen brauchen einen neuen Priester, der in der Gnade des Herren steht!". Wie ich, befohlen brachte der Zwerg das neugeborene in den Tempel, wo Asargosch bereits wartete. Im Tempel hatten sich bereits einige Zwerge der großen drei Sippen zusammengefunden, um der Weihe beizuwohnen. Asargosch nahm den Jungen an sich, besah ihn und meinte dann mit einem zufriedenem Lächeln im Gesicht:" Mrâ, ein Prachtkerl, diese Feuerklinge!". Kurz darauf trat Alim ein, die von ihrem Mann gestützt wurde und ihren älteren Sohn Arghromyk, der 10 Mondläufe alt war auf dem Arm trug. Seufzend ließ sie sich auf die Bank in der ersten Reihe fallen und wischte sich den Schweiß von der Stirn. Daraufhin fuhr der Goldspalter - Priester fort:" Cirmias, oh Herr und Schöpfer, Meister und Vater, wir erbitten dich um deinen Segen! Deinen Segen für das neueste Mitglied unserer Gemeinde in Nilzadan, dem von dir erschaffenen Berg! Beschütze Crekhar und verleihe im Kraft! Kraft, dir zu dienen und den heiligen Berg zu schützen. Gib im die Weisheit eines Priesters und den Mut eines Schlachtenwühlers, damit er dir zu dienen vermag!" Darauf hin tauchte Asargosch seine Finger in den Topf mit für Cirmias geweihten Wasser und zeichnete ein Ankh - Kreuz auf Crekhars Stirn. Die restlichen Zwerge stimmten mit einem lauten Brummeln ein und riefen:" Cirmias, unser Herr und Meister!" Anschließend wurde Crekhar zu Alim gegeben, die das neuste Familienmitglied näher begutachtete. Einige Zwerge kamen an ihr vor bei und klopften ihr auf die Schulter. Manche meinten:" Ein Prachtkerl, dein Crekhar!" Alim schmunzelte durch ihren Bart hindurch und meinte Stolz als Antwort:" Natürlich ist er das, bei meinem Barte! Er ist mein Sohn und eine Feuerklinge, wie sollte es schon anders zu erwarten sein!?" mit einem lauten Lachen verabschieden sich die Mitzwerge und wünschten Crekhar ein langes, gesundes Leben, was er damals jedoch noch nicht verstehen konnte...
Kapitel II Die Kindheit des Crekhar
Auf den Wunsch, oder auch den Befehl seiner Mutter hin, wurde der kleine Zwerg damals schon im Alter von 10 Zyklen von der Sippe weggeführt, um von Asargosch persönlich zu lernen. Seine Ausbildung begann im Sippenhaus der Goldspalter, wo ihm Asargosch zunächst das Lesen und Schreiben der zwergischen Runen beibrachte. Unzählige Steintafeln waren verbraucht und Meißel stumpf, bis Crekhar diese erste, wohl noch einfachste Aufgabe gemeistert hatte. Nach einer Weile begann Crekhar damit alte Bücher über die Vergangenheit seiner Väter und deren Väter zu lesen, die er von Asargosch erhielt. Nach einiger Zeit hatte sich ein gewisser Alltag eingemeißelt: Lesen, vortragen des zuletzt gelesenen Kapitels, falls nicht sorgfältig genug erneut wiederholen und jeden zweiten Tag das Sippenhaus putzen." Wozu putze ich noch mal die Treppe?" fragte er eines Tages murrend, darauf hin meinte Asargosch" Ich mag es nicht, wenn das Haus so staubig ist" Brummelnd fuhr der junge Zwerg jedoch fort.
Alle sieben Tage besuchte der junge Crekhar den Gottesdienst. Dort traf er zumeist seine Familie, mit der jedoch kaum ein Wort wechseln konnte, da er als Messdiener Asargosch beim Gottesdienst half, um später selbst einmal einen Gottesdienst halten zu können. Seine Aufgaben waren im eigentlichen Sinn nicht schwer. Er musste das Weihrauchfass schwenken und sonst musste er genau das selbe tun, wie die restlichen Zwerge, also Beten und Singen.
Für einen Gottesdienst hatte sich der junge Cirmias gläubige Zwerg sogar selbst einmal ein Lied ausdenken, welches er stolz in der Kirche vorsang. Nach dem Gottesdienst wurde er sogar von Asargosch und einigen seiner Brüder dafür gelobt.
Schwingt die Axt, singt Cirmjas
Ruft ihn an, der uns gemacht
Kämpfend lasst uns vor ihn treten
mehr als Worte, tötet Orks!
Kämpfend lasst uns vor ihn treten
mehr als Worte, tötet Orks!
Er ist Schmied, Schmied für uns,
Er allein ist bester Schmied.
Überall kämpft er und siegt
Trolle, Oger, sie sind tot.
Überall kämpft er und siegt
Trolle, Oger, sie sind tot.
Ja er ist Gott für uns
Wir die Wächter, die er liebt
Darum können wir ihm kämpfen
Können wir die Orks töten
Darum können wir ihm kämpfen
Können wir die Orks töten
Er ist gut, er ist stark
er allein ist Cirmias
Überall ist er und nirgends
Erze, Steine, sie sind sein
Überall ist er und nirgends
Erze, Steine, sie sind sein
Unser Tod, führt zu ihm
in die heil'ge Seelenschmied'
dort werden wir sau-au-au-fen
bis der Panther kommt und stirbt
dort werden wir sau-au-au-fen
bis der Panther kommt und stirbt
Zwerge kommt, singt dem Herrn
Ruft ihm zu, der uns gemacht
Kämpfend lasst uns vor ihn treten
Mehr als Worte, tötet Orks!
Kämpfend lasst uns vor ihn treten
Mehr als Worte, tötet Orks!
Khaz-Aduir, kommt herbei
Wir werden bela-a-gert
Wühler in die erste Reih-he
Haut sie zam, die Bastarde
Krieger folgt ihnen so gleich
Und schickt sie, zum He-err-een
Nach dem Gottesdienst begaben sich Crekhar und Asargosch wieder zurück ins Sippenhaus der Goldspalter, wo es an der Zeit war zu den Studien zurückzukehren...
Kapitel III Die Abfrage des Asargosch
Zehn Tage nach Crekhars 30ten Geburtstag rief Asargosch ihn zu sich und meinte, dass er dem jungen Zwerg in exakt sieben Tagen einen Test stellen würde. Falls Crekhar jenen bestehen würde, wäre er zwar kein Priester, so wie seine Mutter es wollte, doch hätte er bereits den ersten, großen Schritt getan. Crekhar war durch diese Worte ermutigt und verbrachte die Woche damit seine alten Studien aufzufrischen und lernte die Runentexte auswendig, die ihm am wichtigsten erschienen.
Am siebten Tage wachte Crekhar früh auf. Er war recht aufgeregt, denn diese Prüfung würde vermutlich über sein restliches Leben entscheiden. Würden die Fragen leicht sein? Würde er es schaffen, oder gar scheitern? All diese Fragen gingen ihm in der Zeit durch den Kopf und früh am Morgen las er noch zwei Runentafeln durch und entspannte sich.
Als der Hahn krähte klopfte Asargosch an seiner Tür und führte ihn mit nach unten, in den Gemeinschaftsraum. "So Crekhar, ich habe hier eine Steintafel für dich, fülle sie aus, so gut, wie du kannst, danach werde ich dir noch eine Frage stellen." Der junge Zwerg nickte nur leicht und nahm den Meißel zur Hand, bereit für die Prüfung. Schmunzelnd legte der Priester ihm die Tafel auf den Tisch und setzte sich gegenüber von der Feuerklinge auf einen Stuhl." Fang ruhig an." Crekhar nickte leicht und las sich langsam die Aufgaben durch.
I. Nenne den Unterschied zwischen Silberbart und Kind.
I. Ein Silberbart ist ein Zwerg, der die Lebenserfahrung von 301 Zyklen erreicht hat. Ein Kind ist ein Jungzwerg, bis zum
fünfunddreißigsten Namenstag.
II. Wer war unser Schöpfer und welches Metall hat er uns geschenkt?
II * Bei dieser fragte brummelte Crekhar erbost auf und blickte kurz, mürrisch zu dem Goldspalter, ehe er sich wieder der Tafel zu wand * Unser Schöpfer heißt Cirmias und er schenkte den Khâz-Aidur das heilige Erz Mihtrill, welches nur die besten unserer Schmiede zu verarbeiten wissen
III. Wie heißt der erste Zwergeknönig und sein Sohn?
III. Der erste Zwergenkönig heißt Kalur und sein Sohn ist Koraghs
IV. Was ist die Elitekampfeinheit der Zwerge?
V. Die Eliteeinheit heißt Schlachtenwühler. Ihre Panzer sind mit Stacheln und scharfen Klingen übersäht, sodass ihre Rüstung die Waffe ist.
Als Crekhar geendet hatte, protestierte er und reichte Asargosch die Tafel zurück:" Aber Asargosch, das war doch viel zu einfach!" Dieser schmunzelte nur und meinte:" Warte ab, junger Crekhar, wie bereits gesagt, wird noch eine weitere Frage folgen und diese wird nicht ganz so leicht werden!"
Asargosch besah sich der Ergebnisse und nickte dann zufrieden auf:" Wie ich sehe, hast du doch etwas gelernt." Nun schien der Priester wieder zu überlegen. Nach einer Weile fragte er dann:" Nun, Crekhar, was weißt du denn über die drei großen Sippen? Welche gibt es und was sind die Berufungen?" Crekhar brauchte nicht wirklich zu überlegen, ehe er die Antwort aufsagte, die fast aus ihm herausgesprudelt kam:" Die Sippen heißen: Feuerklinge, Goldspalter und Hammergrund! Die Feuerklingen sind die Krieger und Armbrustschützen. Aus den Reihen der Feuerklingen kommen die meisten Schlachtenwühler.
Die Hammergrunds haben die besten Schmiede hervorgebracht, jedoch auch Schlachtenwühler. Zumeist sind es jedoch Schmiede, denen Cirmias besonders großes Geschick im Umgang mit den Erzen und Metallen des Berges geschenkt hat.
Zuletzt kommen noch die Goldspalter: Die Goldspalter sind eigentlich die, die nicht so im Kampfe begabt sind, sondern eher auf das geistliche, beziehungsweise sind die Goldspalter auch mehr auf das Handwerk des Feinschmiedens spezialisiert. Aus ihren Reihen gingen glaube ich die meisten Priester und Heilkundigen hervor! Aber sag mal, Bruder, was soll daran noch mal genau so schwer sein?" Asargosch ließ die Worte noch in den Ohren wiederklingen, ehe er dann meinte:" Gut gut, junge Feuerklinge! Dennoch habe ich noch einen Aufgabenteil für dich: Warum möchtest du Priester werden, und somit dein Leben ganz und gar Cirmias widmen?" Auf diese Frage war der soeben noch gut gelaunte Crekhar überhaupt nicht vorbereitet gewesen und er musste nun überlegen:" Nun, zum einen, wollte es meine Mutter so, zum anderen will ich Cirmias dienen, da er uns so viel hilft und so viele Geschenke macht. Zum Beispiel Mitrill, kein Mensch vermag es dieses Metall auch nur aufzufinden, geschweige denn es zu verarbeiten. Zum anderen ist Cirmias unser Gott und wie kann man dem Schöpfer, Herrn, Meister und Gott sonst am besten dienen, wenn man nicht ein Priester ist?" Auf diese Antwort hin musste der Priester lachen." Gut, gut, wie ich sehe warst du nicht darauf vorbereitet, dennoch hast du eine gute Antwort gegeben, auch wenn der Teil mit deiner Mutter nicht unbedingt der Hauptgrund sein sollte, ja!?" Der junge Zwerg nickte nun fest, erleichtert darüber, wie der Priester reagiert hatte.
Kapitel IV Die Hammergrunds und die Lehre des Erzes
Crekhar hatte die Prüfung bestanden, aus diesem Grund wurde er zu den Hammergrunds geschickt, um seine Ausbildung fortzusetzen. Dieser Teil war derjenige, der am wenigsten lange dauern sollte. Nur eine halbe Zykle etwa.
Damals war Crekhar eher schmächtig, denn kräftig. Grim musterte ihn nur kurz und meinte dann:" Zum Glück wird der kein Schmied, der hat ja Arme wie a Langbeinsweib!" Asargosch lachte nur leicht auf und meinte:" Mrâ, ich denke auch, dass ihr viel Spaß miteinander haben werdet. Doch falls du ihn mal nicht brauchen solltest, schick ihn bei mir vorbei, dann kann er wieder mal putzen!" Damit verabschiedete sich Asargosch und Grim schleifte Crekhar mit in die Schmiede, wo er ihn erstmal ein paar Fragen stellte:" Mrâ, was weißt'n so über die Erze und Metalle, was gibt's n so?" "Also ich kenne Mitrill!" meinte Crekhar und Grim seufzte leicht:" Nun gut, ich denke, wir fangen gaaaaaanz von vorn an, mrâ!? Also das schlechteste Metall, mit wenig Schutz ist Kupfer. Daraus kann man eine Feder herstellen, aber sonst eigentlich nicht viel mehr! Dann folgt Eisen, schon robuster und auch für Nutzgegenstände besser geeignet, aber für Rüstungen noch nich so wirklich! Anschließend folgt das Silber, gut gegen Untote und gegen ätzende Gifte aller Art! Dann folgt's Pyrian, gut gegen Feuerangriffe aller Art! Dann das Coelium, schützt gut gegen Blitze und Donnerschläge! Nun kommt das Diamant, das beste Metall der Langbeiner, jedoch bei weitem nicht so edel, wertvoll und hart, wie das Mithrill! Dann kommt Gold, nur für Schmuck geeignet. Un zu guter letzt noch..." Crekhar unterbrach den Hammergrund und meinte laut:" Mitrill, das Metall unseres Herren!" Daraufhin nickte Grim leicht auf:" Mrâ, so ist es kleener!"
Nach einige Tagen, die Crekhar in der Mine verbringen musste, um die Beschaffenheit des Bodens zu lernen und, um die Arbeit schätzen zu lernen, die ein Schmied jeden Tag vollbringen musste, hatte er schwiele an den Händen und brummelte darüber. Grim meinte daraufhin nur:" Gut, wenn'de nimmer Picken magst, dann nimmst nu den Hammer!" dabei deutete er auf den großen Schmiedehammer, der in der Ecke des Raumes lehnte. Der noch junge Zwerg schritt auf den Hammer zu und griff nach dem Stiel. Er zerrte daran, doch nichts rührte sich. Der Hammer war zu schwer und so musste Crekhar erst einmal seine Arme stärken, um mehr über die Metallbeschaffenheiten zu lernen. Er stemmte jeden Tag mehrere Erzbeutel von Grim in die Höhe. Keuchend und schwitzend absolvierte er die Kraftübungen. Nach zwei Mondläufen war der nun 31 Zyklen alte Zwerg stark genug den Hammer zu heben und, um ihn zu schwingen. Grim zeigte ihm, wie er zu schlagen hatte und, wie ihm geheißen, befolgte Crekhar die Anweisungen des Schmiedes. Er lernte die härten der einzelnen Metalle kennen und musste feststellen, dass Diamant und Mitrill noch schwerer zu schmieden war, als die Legenden besagten...
Kapitel V Die Abfrage des Grim
Nach sechs Mondläufen war es an der Zeit, den letzten Teil seiner Ausbildung, bei den Hammergrunds abzuschließen. Auch Grim sollte ihn ausfragen, was er in letzter Zeit gelernt hatte und er zögerte nicht damit. Asargosch kam auch, um der Prüfung beizuwohnen und wünschte Crekhar vorher viel Glück.
" Na jut, fang ma an!" Crekhar schluckte leicht und nickte sacht. In dem halben Zyklus hatte der Zwerg seine Oberarmmuskeln weit ausgeprägt.
"Was weißte über die Erze und welche gibt's, also die Namen und Eigenschaften?"
Diese Frage konnte Crekhar mit Leichtigkeit beantworten und so tat er es auch:" Es gibt die folgenden Metalle: Kupfer, schlecht für Rüstungen geeignet, da es zu weich ist. Für Schmuck auch nicht sonderlich brauchbar. Eisen besser geeignet für Rüstungen, jedoch nicht gut genug. Für Schmuck eher geeignet. Silber, gutes Rüstungsmetall, gut gegen Untote aller Art und gegen Gifte. Ebenfalls gut geeignet für Schmuck. Pyrian ist ein Metall, das guten Schutz gegen Feuer gibt. Coelium gegen Blitze und Donnerschläge, beide Metalle eher nicht so gut geeignet, für Schmuck, oder Verzierungen. Darauf folgt Diamant, hartes Metall, das beste, das die Langbeiner finden und Herstellen können. Hart wie Stein, eher nicht für Schmuck geeignet. Anschließend kommt Gold. Weiches, edles Metall, nicht geeignet für Rüstungen, eignet sich perfekt für Schmuck und Verzierungen. Dann folgt nun letzten Endes Mitrill, das heilige Metall der Zwerge, welches noch härter als Diamant und schöner als Gold anzusehen ist!" Auf diese Worte hin, nickte Grim leicht auf:" Mrâ, sehr gut, junger Crekhar. Doch nun sag ma amal, warum du Priester werden willst, statt Schmied?" Kurz musste Crekhar überlegen" Mrâ, das ist eine gute Frage, Bruder! Dennoch leicht zu beantworten! Als Schmied diene ich Cirmias, indem ich seine Metalle verarbeite, aber als Priester diene ich ihm, wenn ich seinen Glauben verbreite und Bete." Asargosch und Grim nickten einstimmig:" Sehr gut, Crekhar! Nun kann der letzte der drei Teile auf dem langen Weg beginnen! Du wirst heimkehren zu den Feuerklingen, wo du alles über den Kampf erfahren wirst!"...
Kapitel VI Die Kampfesausbildung, ein Wiedersehen
Der nun 31 Zyklen alte Crekhar war bereits sehr aufgeregt, da er bald wieder nach Hause gehen konnte. Es war nun an der Zeit seine wenigen Kleidungsstücke zusammenzupacken. Asargosch begleitete ihn bis zum Sippenhaus, wo Alim bereits auf die beiden wartete." Cirmias Segen!" meinte Asargosch als Begrüßung und schob Crekhar weiter vor. Alim musterte ihn kurz, ehe sie dann nickte:" Mrâ Bruder, danke, willst du noch auf einen Krug Bier hineinkommen?" Asargosch nickte und folgte den beiden in das Haus. Alles war noch genauso, wie Crekhar es in Erinnerung hatte. Asargosch und Crekhar ließen sich auf dem Steintisch nieder, während Alim derweil drei Krüge holte und sie mit eiskaltem Bier auffüllte, welches sie dann weiterreichte. Crekhar nahm genüsslich einen großen Schluck und nickte zufrieden. Ehe er sich den Mund mit dem Handrücken abwischte, seufzte er zufrieden auf." Und, wie schlägt sich der kleine bisher so?" fragte Alim dann, nahm einen Schluck Bier und fügte dann hinzu:" Seine Arme sind kräftiger geworden." Asargosch nickte auf diese Frage hin bedächtig:" Mrâ, es läuft sehr gut. Die Studien bei den Goldspaltern, sowie auch die Prüfung hat er absolviert, ebenso bei den Hammergrunds. Nun fehlten die Feuerklingen. Bei seiner eigenen Sippe sollte er alles über den Kampf erfahren. Der Wühler, der Schützen, der Hammerschwinger und viele andere Kampftechniken der Norgorôth. Früh begann der Unterricht am nächsten Tag. Crekhar wurde eine Keule in die Hand gedrückt und er sollte erst einmal an einer Strohpuppe seine Kenntnisse unter beweis stellen. Er hieb zu Beginn schnell auf die Puppe ein und riss einige Strohhalme aus ihr heraus. Schnell erkannte Alim, dass Crekhar mit der Keule einigermaßen gut umgehen konnte, wohl durch die Übung mit dem Hammer bei den Hammergrunds. Als nächstes wurde Crekhar eingekleidet. Das bedeute wohl soviel, dass er sich in die nächst beste Kette zwängen musste und einen Drachenschild zur Hand nahm. Alim verschwand im Sippenhaus. Dennoch hörte Crekhar laut und deutlich ihre laute Stimme schreien hören:" ARGHROMYK! KOMM MAL HER!" Nach kurzer Zeit war das Geklapper einer Rüstung zu hören und Crekhar wendete sich der Tür zu. Kurze Zeit später trat ein Schlachtenwühler ein, in einer glänzenden Rüstung, die stark dem Pyrianrüstungen im Hammergrundschen Sippenhaus ähnelten. Der Schlachtenwühler nahm den Helm ab und Crekhar sah einen breit Grinsenden Zwerg, mit blonden Haar und gut gepflegten zwergsichen Bart." Cirmias Segen, Bruder Crekhar!" der angehende Priester musste jedoch kurz überlegen, da er Arghromyk etwa 20 Zyklen nicht mehr gesehen hatte. Arghromyk musste scheinbar viel Zeit mit der Wühlerausbildung und mit den Patroulliengängen verbracht haben." Cirmias gütiger Segen mit dir, Bruder und Feuerklinge zur Ehr!" erwiderte Crekhar dann schmunzelnd. Arghromyk setzte den Helm wieder auf, band den Kinnriemen fest und hob die mit Stacheln besetzten Handschuhe an." Mrâ, hier lernst du was g'scheites, Bruder! Also sieh zu, lerne und staune!" Auf diese Bemerkung hin, setzte Crekhar seinen Helm auf und hob Schild und Keule an. Arghromyk stürmte in der Helmstachelposition auf Crekhar zu. Er hob den Drachenschild schräg an, sodass der Stachel abrutschte, drehte sich und schwang die Keule in Richtung von Arghs Kopf. Dieser rannte jedoch bereits noch ein Stück, ehe er zum Stehen kam, sich umwandet und auf Crekhar zusprang." PLÄTTNEN!" rief Arghromyk dabei laut und Crekhar ging einen Schritt zurück, sodass Arghroymk ins Leere sprang. Der Wühle hechte sich nach vorn schlug kurz, stark und schnell auf Crekhar ein. Dieser verlor das Gleichgewicht und den Schild und fiel zu Boden." Oh Crimias, welch eine Schmach!" raunte er dann und drückte sich langsam wieder vom Boden auf. Aus Arghromyks Helm war ein lautes, blechernes Lachen zu vernehmen und er hob den Schild auf und reichte ihn zurück zu Crekhar." Ich bin mir sicher, Mutter möchte, dass wir nicht so schnell aufhören!". Nickend nahm Crekhar also den Schild wieder an sich und meinte:" Gut fangen wir an! Cirmias wird mich schützen!". Die Zwergenbrüder gingen wieder in ihre Kampfpositionen. Nach einigen Schlagwechseln war der Kampf jedoch bereits entschieden: Crekhar lag am Boden und Arghromyk stand über ihm. Der Schild lag aufgerissen zu zerfetzt zur Crekhars rechten. Stöhnend wurde Crekhar von seinem Bruder auf die Beine gezogen." Du musst noch viel lernen, mein junger Schüler!" wieder vernahm Crekhar ein lautes, blechernes Lachen von Seiten seines Bruders. Etwa 12 Mondläufe übten die beiden gegeneinander. Crekhar wurde von Mondlauf zu Mondlauf immer besser. Alim meinte dies sei die Begabung, die einer jeden Feuerklinge von der Geburt ab angeboren sei. Nichtsdestotrotz hatte er keine Chance gegen Arghromyk, der immer stärker zu werden schien. Egal was für eine Taktik, welche Kraft, oder welche List Crekhar auch an wand, am Ende lag er immer im Dreck. Exakt am Tage nach dem 32 Namenstag von Crekhar kam Alim zu ihm:" Junger Sohn, es ist an der Zeit, deine Ausbildung fortzusetzen. Arghromyk muss wieder die Patroullien anführen. Deshalb ist es nun an der Zeit den Kampf zwischen Axt und Keule zu üben. Bruder Khegdal hat sich freundlicherweise dazu bereiterklärt, dir etwas beizubringen!" Der stämmige Hammerschwinger trat nun aus dem Türrahmen hervor und griff nach der mächtigen Kriegshammer, die an seinem Rücken hing. Crekhar ging in seine übliche Kampfposition, Alim verschwand in die weiten des Hauses und Khegdal begann bereits mit den ersten, kräftig geführten, erbarmungslosen Angriffen:" Mrâ, Bruder! Es ist wichtig, dass du mir in die Augen schaust! Es gibt nur dich und mich! Deine Muskeln erledigen den Rest!" Crekhar verstand nicht ganz, was ihm wohl bald zum Verhängnis wurde, als Khegdal von oben auf ihn herab schlug, Crekhar die Augen schloss und sich hinter seinem Schild versteckte. Lachend stieß der kräftige Hammerschwinger Crekhar mit einem Körperstoß um." Ich sagte doch, du sollst die Augen offen lassen und nicht auf die Waffen achten!" brummelte der Hammerschwinger und zog Crekhar auf die Beine. Etwa einen halben Mondlauf übten die beiden weiter und Crekhar hatte verstanden, was Khegdal im versuchte zu erklären. Er konzentrierte sich nicht auf die Waffen, denn sein Körper agierte von alleine, solang er sich auf den Gegner selbst konzentrierte. Eines Tages rief Alim Crekhar zu sich und stellte ihm die Frage:" So, Crekhar, was für Techniken hast du so gelernt, in der Zeit, in der du hier bist? Hast du dir am Ende sogar neue ausgedacht?". Der junge Zwerg brummelte:" Moment mal, sollte einem nicht vorher die Techniken erläutert werden? Das macht doch mehr Sinn!" Alim stammelte kurz:" Mrh... Äh, mrâ, das stimmt nicht so ganz, du sollst dir selbst was ausdenken" ein leichtes Nicken folgte von der Schützin "genau, selbst ausdenken! Also, was hast du gelernt?". Crekhar überlegte erst, bevor er antwortete. Dann meinte er aber:" Ich lernte einige Kampftaktiken. Vom Wühler, den Stachellauf, diesen kann man gut mit einem schräg gehaltenen Schild abwehren. Danach das Plätten, da muss man einfach einen Schritt zur Seite machen. Das Beißen, da sollte man einfach darauf achten, dass der Wühler einem nicht zu nah kommt, aber das sollte eigentlich immer so gehandhabt werden. Dann das Reiben. Mrâ, ein kräftiger Schlag auf den Kopf dürfte reichen, um diesen Angriff abzuwehren! Dann Die Taktiken des Hammerschwingers... Nun, das sind eigentlich die normalen Angriffsweisen: Den Gegner in die Ecke drängen. Da sollte man einfach ein paar Schildstöße durchführen, um dies zu verhindern. Dann die anderen Axthiebe kann man eigentlich auch mit dem Schild parieren. Hrm... Gegen einen Schützen musste ich zwar noch nicht kämpfen, aber ich vermute mal, dass man den Schild einfach so anheben muss, dass der größte Teil des Körpers geschützt ist." Alim nickte sachte:" Mrâ, das stimmt..." sie holte ihre Armbrust vom Rücken hervor, legte einen Bolzen auf die Sehne, spannte jene und feuerte sie in Crekhars Richtung ab. Dieser konnte sich zwar ducken, aber der Bolzen streifte seine linke Wange und hinterließ dort eine "Schnittwunde". Crekhar griff reflexartig nach dem Schild und kniete sich nieder, sodass kein Körperteil an den Seiten des Schildes hervorschaute. Alim nickte zufrieden brummelnd:" Mrâ, sehr gut! Du wurdest zwar getroffen, aber nicht ernsthaft verwundet, dass nenne ich mal Feuerklingen - Geschick!" dabei lachte sie leicht und Crekhar brummelte nur erbost auf.
Kapitel VII Die Prüfung der Alim
Die Zyklen zogen ins Land und bald war Crekhars 41 Namenstag gekommen. Es war Zeit für die Prüfung der Feuerklingen. Er erwartete zwar keinen schriftlichen Test, aber die ihm auferlegte Prüfung hätte er auch nicht erraten können. Crekhar hatte die Aufgabe, Arghromyk im Kampfe zu besiegen, oder ihm zum Aufgeben zu zwingen. Dies erfuhr er am Vorabend der Prüfung. In seinem Zimmer betete der junge Zwerg an Cirmias:" Cirmias, oh Herr und Schöpfer. Ich flehe dich an, gib mir Kraft, für den morgigen Tag. Mach, dass keiner verletzt wird und dass ich die Prüfung bestehe, sodass ich den Weg des Priestertums beschreiten und dir somit dienen kann! Ich bitte dich! Im Namen des Cirmias, der Seelenschmiede und des Kalurs..." Bei den letzten Worten formten er mit seinem Daumen das Dreieck der Cirmiaskirche von seinem Kopf bis zum Oberkörper. An diesem Abend ging er früh ins Bett, um für den morgigen Tag gut ausgeruht zu sein.
Crekhar erwachte früh, wie stets war er aufgeregt. Er wusste, falls er den Test nicht bestehen würde, könnte er den Weg des Priesters nicht einschlagen. Erneut betete er das selbe Gebet wie am Abend davor zu Cirmias, ehe er seine Kettenrüstung anlegte. Er nahm den Schild und die Keule zur Hand und begab sich zum Kampfring der Feuerklingen, der extra klein gebaut war, sodass die Schlachtenwühler einen Imenzen Vorteil hatten. Arghromyk stand bereits voll gerüstet im Ring und hob die Fäuste an, als er Crekhar kommen sah. Gegenüber seines Bruders bezog Crekhar Stellung und Arghromyk meinte:" Mrâ Bruder, möge Cirmias dir beistehen!" Crekhar nickte nur sacht, schluckte, machte einen Schritt auf Argh zu und schwang die Keule in Richtung des Kopfes. Geschickt machte der Wühler einen Satz zurück. Im nächsten Moment sprang er bereits wieder nach vorn, im Versuch einen Stachellauf zu machen. Crekhar sprang zur Seite und drehte sich zu Arghromyk um. Dieser stoppte knapp vor der Wand mit dem Stachel, richtete seinen Oberkörper wieder auf und wendete sich Crekhar wieder zu. Dieser schien nun endlich eine Schwachstelle der Wühler zu erkennen, die in einem kleinen Ring auftreten. Arghromyk sprang nichts ahnend auf seinen Bruder zu und schlug mit den Dornen besetzten Handschuhen auf den Schild ein, der einige Kratzer und Schrammen davon trug. Arghromyk schlug nun härter zu, sodass Crekhars linker Schildarm langsam begann zu Schmerzen. Nachdem das Gewicht des Schildes bald unerträglich schien, warf Crekhar den Schild beiseite. Nun stand er ohne Deckung da, an die Wand gedrängt und ohne eine Verteidigungsmöglichkeit. Der Wühler senkte den Kopf, sodass der Stachel auf Crekhar zeigte. Arghromyk scharrte mit den Füßen und rannte auf Crekhar zu. Dieser warf sich seitlich zu Boden und Arghromyk konnte nicht mehr bremsen. Er rannte Stachel voran in die Holzwand, in der er kurzerhand stecken blieb. Crekhar rappelte sich mit Mühe auf, nahm die Keule fest in einer Hand und tippte Arghromyk, der gefangen in der Wand steckte leicht auf den Hinterkopf. Keuchend stöhnte er dann:" Du hast verloren Bruder!" Asgarosch, der wohl irgendwann im Kampf aufgetaucht war klatschte Beifall und nickte stolz:" Das ist mein Jung... Äh Lehrling!" Alim nickte ebenfalls zufrieden, Crekhar jedoch taumelte erschöpft von dem Kampf in sein Zimmer zurück, wo er sich in die Hängematte fallen lies. Die Pause hatte er sich verdient, nach 30 Zyklen des Studiums.
Kapitel VIII Das große Wissen des Priesters
Crekhar hatte einige Tage Zeit bekommen, um sich zu erholen. Sein linker Arm schmerzte immer noch, da sein Bruder ihm wohl ordentlich zugesetzt hatte. Am Nachmittag kam Asargosch in sein Zimmer:" Cirmias Segen, Crekhar! Wie geht es deinem Arm?". Die Feuerklinge brummelte leicht auf, ehe er meinte:" Es geht, jedoch tut es noch weh." Asarogsch nickte nun sachte und strich sich durch den gepflegten Bart:" Mrâ, wenigstens etwas. Aber sag einmal, hindern dich die Schmerzen daran, dich zu konzentrieren?" Crekhar schüttelte den Kopf:" Warum, was ist?"." Nun, es gibt da noch etwas, was du tun musst, um ein wahrer Akoluth des Cirmias zu werden. Du musst noch eine allerletzte Prüfung bestehen, die das Wissen der Geheimnisse der drei großen Sippen enthält." Crekhar war erbost, da er dachte, er hätte die Ausbildung bereits vollendet:" Mrâ? Ich habe doch alles bereits absolviert! Ich habe gelernt, sogar gegen meinen eigenen Bruder gekämpft! Und nun das? Das ist nicht gerecht!". Asarogsch hob beschwichtigend die Arme:" Immer mit der Ruhe! Sofern du dir alles gemerkt hast, sollte dies ja nicht allzu schwer werden." Crekhar brummelte jedoch nur auf und meinte, dass er sich ausruhen müsse. In dieser Nacht schlief er unruhig. Er träumte von Cirmias und davon, was passieren würde, falls er kein Priester würde. Erschrocken wachte er auf und drückte sich aus der Hängematte hoch. Dürfitg bekleidete er sich und begab sich dann zum Sippenhaus der Goldspalter, wo Asargosch bereits mit eine großen Steintafel auf ihn wartete. Crekhar ließ sich am großen steinernen Tisch nieder und holte den Meißel hervor. Asargosch legte ihm die Tafel hin:" Viel Glück." Meinte er noch und Crekhar las sich brummelnd die Fragen durch:
I. Was ist die Bauhütte?
I. Die Bauhütte ist Zusammengehörigkeit der Zwerge, bei der jeder seinen Teil beiträgt.
II. Wie heißt das Metall, das Energieladungen und Blitze abwehren zu vermag?
II. Dieses Metall nennt man Coelium
III. Nenne zwei Kampftaktiken des Wühlers.
III. Plätten, Helmstachellauf
IV. Wie lauten die Namen der ersten beiden Zwergenkönige und welches Verhältnisse haten sie zwischen einander?
IV. Die ersten Könige hießen Kalur und Khoras, sie waren Vater und Sohn
V. Nenne die Namen der unterschiedlichen Altersschichten der Zwerge
V. Bis zum 35 Namenstag ist man ein Kind. Bis zur 75 Zykle wird man Kurzbart genannt. Bis zur Vollendung des 200 Lebenszyklus ist man ein Langbart. Bis man 300 Winter hinter sich hat, ist man ein Graubart und alles was älter ist, nennt man Silberbart.
Als Crekhar geendet hatte, reichte er die Tafel zurück zu Asargosch, der sich die Antworten genauer durchlas und dann sachte nickte:" Sehr gut, nun das war nicht allzu schwer, was? Wir wollten nur wissen, ob du alles vergessen hast." Schmunzelnd eilte Asargosch davon, um den beiden zwei gekühlte Maß Bier zu holen. Erleichtert seufzte er auf. Zusammen genossen die beiden das kühle Bier und Crekhar war nun sehr Glücklich. Die Ausbildung hatte sich gelohnt, bald würde er schon als Akoluth die Lehren des Cirmias verbreiten können und seinen Mitzwergen den Glauben näher bringen.
Kapitel IX Der erste Gottesdienst, die Weihe des Crekhar
Aufgeregt war die Feuerklinge, die nun 45 Zyklen alt war. Crekhar hatte die Robe eines Akoluthen übergestreift. Es war bereits Abend und ungeduldig schritt er auf und ab. Heute sollte er den Gottesdienst halten. Zusätzlich sollte er die Weihe eines Cirmias Priesters erhalten. Plötzlich flog die Türe auf, Asargosch trat ein. Er trug seinen Priesterstab und die Hohepriesterrobe des Cirmias." Mrâ, bist du bereit, Bruder?" Aufgeregt schluckte Crekhar und nickte leicht:" M...Mrâ!" Asargosch nickte und deutete auf die Türe, die zur Kirche führte. Langsam bewegte er sich auf diese zu. Der Tempel war regelrecht voll gestopft mit Zwergen. Die meisten waren jedoch aus der Sippe der Feuerklingen. Er schickte nun ein Stoßgebet zu Cirmias:" Oh Herr, gib mir die benötigte Kraft, sodass ich dies überstehen werde, ich bitte dich". Nun mit neuem Mut gefasst trat Crekhar zum Altar und rief laut durch die Steinhalle:" Cirmias allmächtiger Segen mit euch, meine Brüder und Schwestern!" Breit grinsend saß Arghromyk in seinem Stachelpanzer da und musterte seinen Bruder. Crekhar huschte nun ein sachtes Lächeln über die Schulter, ehe er fortfuhr:" Kinder des Berges! Ich begrüße euch zu diesem Gottesdienst! Diesen Gottesdienst, den ich halte." Nun nickte er sacht und öffnete das in Leder eingebundene Buch, das vor ihm lag. Er hob nun die Stimme in einen tiefen Singsang:" Ich verkünde euch, meine Brüder und Schwestern, den ersten Brief des Königs Kalur an die Priesterschaft des Cirmias:
Meine Brüder,
wenn ihr diese Tafel liest, möchte ich damit meinen Dank ausdrücken. Cirmias hat mich bei meinem großen Vorhaben unterstütz, das Zwergenvolk zu einigen und zusammenzuführen. Für seine großen Taten, möchte ich ihm danken, in dem ich einen Tempel errichten lasse, wie ihn die Priesterschaft ihn sich vorstellt. Wendet euch bitte sobald als möglich an mich, damit ich dieses Vorhaben in die Wege leiten kann. Dem Herren sei Dank, ich danke euch, dass ihr eure Zeit verbraucht haben, um dieses Schreiben zu lesen. Cirmias zur Ehre!"
Damit endete er, blickte kurz ins Volk, blätterte weiter und erhob erneut die Stimme. Die Arme hob er dabei ebenso:" Aus heiligen Schriften des Cirmias!
Groß und gütig ist unser Herr, so sprach Khoras, Sohn des Kalur, Thronfolger und Kronprinz. Der Bau des Tempels hatte ernorme Fortschritte gemacht. Die Säulen standen bereits, die Wände ebenso. Alle Zwerge halfen zusammen und unter dem wachsamen Blick des Cirmias, wuchs der Tempel täglich. Innerhalb eines Zyklus dann, stand schließlich der Tempel und Kalur ließ drei große Kristalle schmieden, in den Farben der drei Sippen, Feuerklingen rot, Goldspalter gold und Hammergrund grau. Außerdem ließ Kalur aus seiner eigenen Schatzkammer einige Schätze herbeikarren, um sie dem Cirmias zu opfern: Dreihundert Brocken des Mitrills, 100 Säcke der Golddukaten, und seine mächtige Axt, die er nun nicht mehr benötigte, da die Zwerge geeint waren.
Dies war die Verkündung de Evangeliums! Im Namen des Cirmias, des Kalurs des Khoras und der Priesterschaft!" Crekhar befeuchtete kurz seine Lippen und schielte kurz zu Asargosch, der ihm ermutigend zu nickte. Crekhar holte nun aus der Robentasche ein zerknülltes Pergament hervor und begann nun mit der Predigt:" Brüder, Schwestern, Schmiede, Schneider und alle Zwerge, die sich heute hier zusammengefunden haben, um mit mir den Gottesdienst zu feiern. Ich stehe hier, da ich die lange Ausbildung zum Akoluthen des Cirmias nun abgeschlossen habe. 35 Zyklen lang habe ich auf diesen Moment gewartet. Hier stehe ich nun vor euch und bete dafür, dass Cirmias unsere Hallen erfüllt, mit Frieden, Freude, Bier und viel Zeit, für Gebete. Unser Herr hat mich erschaffen, nur aus einem Grunde! Und zwar, dass ich heute jetzt hier vor euch stehe und sein heiliges Wort verkünde! Meine Ausbildung führte mich zu den drei großen Sippen! Dort lernte ich Lesen, Schreiben, Kämpfen und teilweise Schmiedekunde. Und ich muss sagen, das war eine schwere Zeit! Mehrere Male wurde ich getestet. Mehrere Male hab die Aufgaben gemeistert. Nun bin ich bereit." Crekhar fiel nun in Schweigen, trat einen Schritt zurück und meinte nach einiger Zeit wieder lauter:" Nun verkünde ich die bitten, die ich an unseren Schöpfer habe: Herr, ich bitte dich, schenke mir Kraft, um meinen Brüdern den Weg deines Glaubens zu offenbaren. Herr ich bitte dich, erhöre mich!
Cirmias, schenke meinen Brüdern ein langes Leben, großen Reichtum und ein schönes Leben! Herr ich bitte dich, erhöre mich!
Herr, ich möchte dir danken, dass du mir Asargosch geschickt hast, der meine Ausbildung vorangetrieben hat! Herr, ich bitte dich, erhöre mich!" Kurz blickte Crekhar schmunzeln über die Schulter zu Asargosch, der das Lächeln erwiderte." Nun bringet die Gaben herein, die Gaben unseres Herren!" Ein Messdiener brachte einen goldenen Kelch, mit Edelsteinen besetzt und mit kunstvollen Verzierungen eingraviert. Ein zweiter Messdiener brachte eine kleine Kiste herein, die ebenfalls verziert war. Crekhar öffnete die Truhe und nahm den Inhalt heraus. Er hob ihn in die Luft und es war ein großer Brocken zu sehen. Der erste Messdiener kam nun mit einem Krug Bier zurück. Den Inhalt füllte er um, in den Kelch. Crekhar begann nun laut und deutlich zu sprechen:" Seht an, dies ist das Geschenk unseres Herrn, das heilige Erz!" Crekhar beugte sein Knie und meinte dabei:" Oh Herr, ich danke dir für deine Gaben!" Dann erhob er sich wieder, legte das Erz vorsichtig zurück in die Kiste und hob nun den Kelch mit Bier an. Erneut sprach er laut:" Seht an, dies ist das Geschenk unseres Herrn, das geliebte Bier!" wieder beugte er ein Knie und sprach erneut:" Oh Herr, ich danke dir für deine Gaben!" Er erhob sich wieder und stellte den Kelch auf den steinernen Altar zurück. Asargosch trat nun nach vorn und rief laut:" Der wohl neue Akoluth des Cirmias hat sich Mühe gegeben! Doch nun, werte Brüder und Schwestern, frage ich euch, was haltet ihr davon? Ist er es Wert die Weihe eines Akoluthen des Cirmias zu erhalten?" Aus der Halle war ein lautes Brummeln zu vernehmen:" Mrâ, weih ihm im Namen des Herren!" Asargosch nickte zufrieden und Crekhar seufzte erleichtert auf. Asargosch hob nun den Priesterstab über Crekhars Kopf hinweg und begann nun, mit einem tiefen, kehligen Singsang:" Cirmias, Herr, Meister und Schöpfer. Wir erbitten dich um dein Gehör! Ein Zwerg aus unseren Reihen hat sich als würdig erwiesen, dir zu dienen, als Priester! Deshalb erbitte ich dich um deinen Segen für Crekhar Feuerklinge, der nun ein Akoluth deines Glaubens ist! Dank sei Gott dem Herrn!" Crekhar schnaufte tief durch, nickte leicht und wandte sich wieder den anderen Zwergen zu:" Dies sind die Gaben des Cirmias. Er möchte sie teilen mit uns!" Die Zwerge erhoben sich nun aus den Bänken und stellten sich in zwei Reihen vor dem Altar auf, wo Crekhar sich postierte und einem jeden den Kelch mit Bier reichte. Nach der Bierverteilung ging Crekhar zum Altar zurück, wo er dann sein damals selbst erfundenes Lied anstimmte:
Schwingt die Axt, singt Cirmjas
Ruft ihn an, der uns gemacht
Kämpfend lasst uns vor ihn treten
mehr als Worte, tötet Orks!
Kämpfend lasst uns vor ihn treten
mehr als Worte, tötet Orks!
Er ist Schmied, Schmied für uns,
Er allein ist bester Schmied.
Überall kämpft er und siegt
Trolle, Oger, sie sind tot.
Überall kämpft er und siegt
Trolle, Oger, sie sind tot.
Ja er ist Gott für uns
Wir die Wächter, die er liebt
Darum können wir ihm kämpfen
Können wir die Orks töten
Darum können wir ihm kämpfen
Können wir die Orks töten
Er ist gut, er ist stark
er allein ist Cirmias
Überall ist er und nirgends
Erze, Steine, sie sind sein
Überall ist er und nirgends
Erze, Steine, sie sind sein
Unser Tod, führt zu ihm
in die heil'ge Seelenschmied'
dort werden wir sau-au-au-fen
bis der Panther kommt und stirbt
dort werden wir sau-au-au-fen
bis der Panther kommt und stirbt
Zwerge kommt, singt dem Herrn
Ruft ihm zu, der uns gemacht
Kämpfend lasst uns vor ihn treten
Mehr als Worte, tötet Orks!
Kämpfend lasst uns vor ihn treten
Mehr als Worte, tötet Orks!
Khaz-Aduir, kommt herbei
Wir werden bela-a-gert
Wühler in die erste Reih-he
Haut sie zam, die Bastarde
Krieger folgt ihnen so gleich
Und schickt sie, zum He-err-een
Nach dem Lied sprach Crekhar noch den Segen, über die Zwerge aus:" Unser gütiger Herr möge eure Wege sichern, Brüder und Schwestern! Auf dass ihr lange Leben möchtet, so segne euch der Herr, im Namen des Cirmias, des Kalurs und des Mitrills!" Die Zwerge erhoben sich. Teilweise wurde die Kirche teilweise wurde Crekhar gratuliert." Das hast du sehr gut gemacht!" meinte Asargosch nach dem Gottesdienst und klopfte ihm auf den Rücken." Nun bist du ein wahrer Priester Cirmias!" Stolz und zufrieden nickte Crekhar:" Danke Asargosch!"
Kapitel X Der Auftrag des Asargosch
Die Zyklen waren ins Land gezogen und es war Crekhars 50 Namenstag gekommen und ebenso schnell war er wieder fort. An einem Morgen kam Asargosch zu ihm. Er begrüßte ihn und meinte dann sogleich:" Crekhar, ich habe ein dringendes Anliegen an dich! Die Zwerge wollen das Siegel unseres Herren öffnen! Ich möchte, dass du sie als Priester begleitest und mich informierst, was alles an der Oberfläche lauert." Crekhar nickte nur und machte sich daran, sein Hab und Gut zusammenzupacken. Am nächsten Morgen brach der Trupp auf und Crekhar verabschiedete sich. Der Marsch zum Siegel stellte kein Hindernis dar. Die Zwerge öffneten das Siegel, Crekhar kehrte heim und erzählte seinen Mitbrüdern von der Oberfläche und von den Gefahren die dort lauerten...
Kapitel I Das Licht der Welt in Hallen aus Stein
Vor fast 241 Zyklen begann das Leben eines Zwerges. Alim stöhnte und presste langsam den jungen Zwerg aus ihrem Leib. Ein lautes Schreien war zu hören, als das neugeborene regelrecht aus dem Körper der Mutter herausgezerrt wurde. Der Heilkundige Zwerg durchschnitt die Nabelschnur und besah den soeben geborenen Jungen. Leicht nickte der Zwerg dann, ehe er meinte:" Mrâ! Ein Prachtkerl dieser junge Khâz-Aidur!". Alim nickte nur leicht und der Heilkundige begann den Jungen zu reinigen. Als diese Aufgabe erledigt war, wollte man Alim ihren neusten Sohn zur Begutachtung reichen, doch sie winkte ab:" In den Tempel mit ihm, dieser hier wird zur Ehre von Cirmias geweiht. Die Feuerklingen brauchen einen neuen Priester, der in der Gnade des Herren steht!". Wie ich, befohlen brachte der Zwerg das neugeborene in den Tempel, wo Asargosch bereits wartete. Im Tempel hatten sich bereits einige Zwerge der großen drei Sippen zusammengefunden, um der Weihe beizuwohnen. Asargosch nahm den Jungen an sich, besah ihn und meinte dann mit einem zufriedenem Lächeln im Gesicht:" Mrâ, ein Prachtkerl, diese Feuerklinge!". Kurz darauf trat Alim ein, die von ihrem Mann gestützt wurde und ihren älteren Sohn Arghromyk, der 10 Mondläufe alt war auf dem Arm trug. Seufzend ließ sie sich auf die Bank in der ersten Reihe fallen und wischte sich den Schweiß von der Stirn. Daraufhin fuhr der Goldspalter - Priester fort:" Cirmias, oh Herr und Schöpfer, Meister und Vater, wir erbitten dich um deinen Segen! Deinen Segen für das neueste Mitglied unserer Gemeinde in Nilzadan, dem von dir erschaffenen Berg! Beschütze Crekhar und verleihe im Kraft! Kraft, dir zu dienen und den heiligen Berg zu schützen. Gib im die Weisheit eines Priesters und den Mut eines Schlachtenwühlers, damit er dir zu dienen vermag!" Darauf hin tauchte Asargosch seine Finger in den Topf mit für Cirmias geweihten Wasser und zeichnete ein Ankh - Kreuz auf Crekhars Stirn. Die restlichen Zwerge stimmten mit einem lauten Brummeln ein und riefen:" Cirmias, unser Herr und Meister!" Anschließend wurde Crekhar zu Alim gegeben, die das neuste Familienmitglied näher begutachtete. Einige Zwerge kamen an ihr vor bei und klopften ihr auf die Schulter. Manche meinten:" Ein Prachtkerl, dein Crekhar!" Alim schmunzelte durch ihren Bart hindurch und meinte Stolz als Antwort:" Natürlich ist er das, bei meinem Barte! Er ist mein Sohn und eine Feuerklinge, wie sollte es schon anders zu erwarten sein!?" mit einem lauten Lachen verabschieden sich die Mitzwerge und wünschten Crekhar ein langes, gesundes Leben, was er damals jedoch noch nicht verstehen konnte...
Kapitel II Die Kindheit des Crekhar
Auf den Wunsch, oder auch den Befehl seiner Mutter hin, wurde der kleine Zwerg damals schon im Alter von 10 Zyklen von der Sippe weggeführt, um von Asargosch persönlich zu lernen. Seine Ausbildung begann im Sippenhaus der Goldspalter, wo ihm Asargosch zunächst das Lesen und Schreiben der zwergischen Runen beibrachte. Unzählige Steintafeln waren verbraucht und Meißel stumpf, bis Crekhar diese erste, wohl noch einfachste Aufgabe gemeistert hatte. Nach einer Weile begann Crekhar damit alte Bücher über die Vergangenheit seiner Väter und deren Väter zu lesen, die er von Asargosch erhielt. Nach einiger Zeit hatte sich ein gewisser Alltag eingemeißelt: Lesen, vortragen des zuletzt gelesenen Kapitels, falls nicht sorgfältig genug erneut wiederholen und jeden zweiten Tag das Sippenhaus putzen." Wozu putze ich noch mal die Treppe?" fragte er eines Tages murrend, darauf hin meinte Asargosch" Ich mag es nicht, wenn das Haus so staubig ist" Brummelnd fuhr der junge Zwerg jedoch fort.
Alle sieben Tage besuchte der junge Crekhar den Gottesdienst. Dort traf er zumeist seine Familie, mit der jedoch kaum ein Wort wechseln konnte, da er als Messdiener Asargosch beim Gottesdienst half, um später selbst einmal einen Gottesdienst halten zu können. Seine Aufgaben waren im eigentlichen Sinn nicht schwer. Er musste das Weihrauchfass schwenken und sonst musste er genau das selbe tun, wie die restlichen Zwerge, also Beten und Singen.
Für einen Gottesdienst hatte sich der junge Cirmias gläubige Zwerg sogar selbst einmal ein Lied ausdenken, welches er stolz in der Kirche vorsang. Nach dem Gottesdienst wurde er sogar von Asargosch und einigen seiner Brüder dafür gelobt.
Schwingt die Axt, singt Cirmjas
Ruft ihn an, der uns gemacht
Kämpfend lasst uns vor ihn treten
mehr als Worte, tötet Orks!
Kämpfend lasst uns vor ihn treten
mehr als Worte, tötet Orks!
Er ist Schmied, Schmied für uns,
Er allein ist bester Schmied.
Überall kämpft er und siegt
Trolle, Oger, sie sind tot.
Überall kämpft er und siegt
Trolle, Oger, sie sind tot.
Ja er ist Gott für uns
Wir die Wächter, die er liebt
Darum können wir ihm kämpfen
Können wir die Orks töten
Darum können wir ihm kämpfen
Können wir die Orks töten
Er ist gut, er ist stark
er allein ist Cirmias
Überall ist er und nirgends
Erze, Steine, sie sind sein
Überall ist er und nirgends
Erze, Steine, sie sind sein
Unser Tod, führt zu ihm
in die heil'ge Seelenschmied'
dort werden wir sau-au-au-fen
bis der Panther kommt und stirbt
dort werden wir sau-au-au-fen
bis der Panther kommt und stirbt
Zwerge kommt, singt dem Herrn
Ruft ihm zu, der uns gemacht
Kämpfend lasst uns vor ihn treten
Mehr als Worte, tötet Orks!
Kämpfend lasst uns vor ihn treten
Mehr als Worte, tötet Orks!
Khaz-Aduir, kommt herbei
Wir werden bela-a-gert
Wühler in die erste Reih-he
Haut sie zam, die Bastarde
Krieger folgt ihnen so gleich
Und schickt sie, zum He-err-een
Nach dem Gottesdienst begaben sich Crekhar und Asargosch wieder zurück ins Sippenhaus der Goldspalter, wo es an der Zeit war zu den Studien zurückzukehren...
Kapitel III Die Abfrage des Asargosch
Zehn Tage nach Crekhars 30ten Geburtstag rief Asargosch ihn zu sich und meinte, dass er dem jungen Zwerg in exakt sieben Tagen einen Test stellen würde. Falls Crekhar jenen bestehen würde, wäre er zwar kein Priester, so wie seine Mutter es wollte, doch hätte er bereits den ersten, großen Schritt getan. Crekhar war durch diese Worte ermutigt und verbrachte die Woche damit seine alten Studien aufzufrischen und lernte die Runentexte auswendig, die ihm am wichtigsten erschienen.
Am siebten Tage wachte Crekhar früh auf. Er war recht aufgeregt, denn diese Prüfung würde vermutlich über sein restliches Leben entscheiden. Würden die Fragen leicht sein? Würde er es schaffen, oder gar scheitern? All diese Fragen gingen ihm in der Zeit durch den Kopf und früh am Morgen las er noch zwei Runentafeln durch und entspannte sich.
Als der Hahn krähte klopfte Asargosch an seiner Tür und führte ihn mit nach unten, in den Gemeinschaftsraum. "So Crekhar, ich habe hier eine Steintafel für dich, fülle sie aus, so gut, wie du kannst, danach werde ich dir noch eine Frage stellen." Der junge Zwerg nickte nur leicht und nahm den Meißel zur Hand, bereit für die Prüfung. Schmunzelnd legte der Priester ihm die Tafel auf den Tisch und setzte sich gegenüber von der Feuerklinge auf einen Stuhl." Fang ruhig an." Crekhar nickte leicht und las sich langsam die Aufgaben durch.
I. Nenne den Unterschied zwischen Silberbart und Kind.
I. Ein Silberbart ist ein Zwerg, der die Lebenserfahrung von 301 Zyklen erreicht hat. Ein Kind ist ein Jungzwerg, bis zum
fünfunddreißigsten Namenstag.
II. Wer war unser Schöpfer und welches Metall hat er uns geschenkt?
II * Bei dieser fragte brummelte Crekhar erbost auf und blickte kurz, mürrisch zu dem Goldspalter, ehe er sich wieder der Tafel zu wand * Unser Schöpfer heißt Cirmias und er schenkte den Khâz-Aidur das heilige Erz Mihtrill, welches nur die besten unserer Schmiede zu verarbeiten wissen
III. Wie heißt der erste Zwergeknönig und sein Sohn?
III. Der erste Zwergenkönig heißt Kalur und sein Sohn ist Koraghs
IV. Was ist die Elitekampfeinheit der Zwerge?
V. Die Eliteeinheit heißt Schlachtenwühler. Ihre Panzer sind mit Stacheln und scharfen Klingen übersäht, sodass ihre Rüstung die Waffe ist.
Als Crekhar geendet hatte, protestierte er und reichte Asargosch die Tafel zurück:" Aber Asargosch, das war doch viel zu einfach!" Dieser schmunzelte nur und meinte:" Warte ab, junger Crekhar, wie bereits gesagt, wird noch eine weitere Frage folgen und diese wird nicht ganz so leicht werden!"
Asargosch besah sich der Ergebnisse und nickte dann zufrieden auf:" Wie ich sehe, hast du doch etwas gelernt." Nun schien der Priester wieder zu überlegen. Nach einer Weile fragte er dann:" Nun, Crekhar, was weißt du denn über die drei großen Sippen? Welche gibt es und was sind die Berufungen?" Crekhar brauchte nicht wirklich zu überlegen, ehe er die Antwort aufsagte, die fast aus ihm herausgesprudelt kam:" Die Sippen heißen: Feuerklinge, Goldspalter und Hammergrund! Die Feuerklingen sind die Krieger und Armbrustschützen. Aus den Reihen der Feuerklingen kommen die meisten Schlachtenwühler.
Die Hammergrunds haben die besten Schmiede hervorgebracht, jedoch auch Schlachtenwühler. Zumeist sind es jedoch Schmiede, denen Cirmias besonders großes Geschick im Umgang mit den Erzen und Metallen des Berges geschenkt hat.
Zuletzt kommen noch die Goldspalter: Die Goldspalter sind eigentlich die, die nicht so im Kampfe begabt sind, sondern eher auf das geistliche, beziehungsweise sind die Goldspalter auch mehr auf das Handwerk des Feinschmiedens spezialisiert. Aus ihren Reihen gingen glaube ich die meisten Priester und Heilkundigen hervor! Aber sag mal, Bruder, was soll daran noch mal genau so schwer sein?" Asargosch ließ die Worte noch in den Ohren wiederklingen, ehe er dann meinte:" Gut gut, junge Feuerklinge! Dennoch habe ich noch einen Aufgabenteil für dich: Warum möchtest du Priester werden, und somit dein Leben ganz und gar Cirmias widmen?" Auf diese Frage war der soeben noch gut gelaunte Crekhar überhaupt nicht vorbereitet gewesen und er musste nun überlegen:" Nun, zum einen, wollte es meine Mutter so, zum anderen will ich Cirmias dienen, da er uns so viel hilft und so viele Geschenke macht. Zum Beispiel Mitrill, kein Mensch vermag es dieses Metall auch nur aufzufinden, geschweige denn es zu verarbeiten. Zum anderen ist Cirmias unser Gott und wie kann man dem Schöpfer, Herrn, Meister und Gott sonst am besten dienen, wenn man nicht ein Priester ist?" Auf diese Antwort hin musste der Priester lachen." Gut, gut, wie ich sehe warst du nicht darauf vorbereitet, dennoch hast du eine gute Antwort gegeben, auch wenn der Teil mit deiner Mutter nicht unbedingt der Hauptgrund sein sollte, ja!?" Der junge Zwerg nickte nun fest, erleichtert darüber, wie der Priester reagiert hatte.
Kapitel IV Die Hammergrunds und die Lehre des Erzes
Crekhar hatte die Prüfung bestanden, aus diesem Grund wurde er zu den Hammergrunds geschickt, um seine Ausbildung fortzusetzen. Dieser Teil war derjenige, der am wenigsten lange dauern sollte. Nur eine halbe Zykle etwa.
Damals war Crekhar eher schmächtig, denn kräftig. Grim musterte ihn nur kurz und meinte dann:" Zum Glück wird der kein Schmied, der hat ja Arme wie a Langbeinsweib!" Asargosch lachte nur leicht auf und meinte:" Mrâ, ich denke auch, dass ihr viel Spaß miteinander haben werdet. Doch falls du ihn mal nicht brauchen solltest, schick ihn bei mir vorbei, dann kann er wieder mal putzen!" Damit verabschiedete sich Asargosch und Grim schleifte Crekhar mit in die Schmiede, wo er ihn erstmal ein paar Fragen stellte:" Mrâ, was weißt'n so über die Erze und Metalle, was gibt's n so?" "Also ich kenne Mitrill!" meinte Crekhar und Grim seufzte leicht:" Nun gut, ich denke, wir fangen gaaaaaanz von vorn an, mrâ!? Also das schlechteste Metall, mit wenig Schutz ist Kupfer. Daraus kann man eine Feder herstellen, aber sonst eigentlich nicht viel mehr! Dann folgt Eisen, schon robuster und auch für Nutzgegenstände besser geeignet, aber für Rüstungen noch nich so wirklich! Anschließend folgt das Silber, gut gegen Untote und gegen ätzende Gifte aller Art! Dann folgt's Pyrian, gut gegen Feuerangriffe aller Art! Dann das Coelium, schützt gut gegen Blitze und Donnerschläge! Nun kommt das Diamant, das beste Metall der Langbeiner, jedoch bei weitem nicht so edel, wertvoll und hart, wie das Mithrill! Dann kommt Gold, nur für Schmuck geeignet. Un zu guter letzt noch..." Crekhar unterbrach den Hammergrund und meinte laut:" Mitrill, das Metall unseres Herren!" Daraufhin nickte Grim leicht auf:" Mrâ, so ist es kleener!"
Nach einige Tagen, die Crekhar in der Mine verbringen musste, um die Beschaffenheit des Bodens zu lernen und, um die Arbeit schätzen zu lernen, die ein Schmied jeden Tag vollbringen musste, hatte er schwiele an den Händen und brummelte darüber. Grim meinte daraufhin nur:" Gut, wenn'de nimmer Picken magst, dann nimmst nu den Hammer!" dabei deutete er auf den großen Schmiedehammer, der in der Ecke des Raumes lehnte. Der noch junge Zwerg schritt auf den Hammer zu und griff nach dem Stiel. Er zerrte daran, doch nichts rührte sich. Der Hammer war zu schwer und so musste Crekhar erst einmal seine Arme stärken, um mehr über die Metallbeschaffenheiten zu lernen. Er stemmte jeden Tag mehrere Erzbeutel von Grim in die Höhe. Keuchend und schwitzend absolvierte er die Kraftübungen. Nach zwei Mondläufen war der nun 31 Zyklen alte Zwerg stark genug den Hammer zu heben und, um ihn zu schwingen. Grim zeigte ihm, wie er zu schlagen hatte und, wie ihm geheißen, befolgte Crekhar die Anweisungen des Schmiedes. Er lernte die härten der einzelnen Metalle kennen und musste feststellen, dass Diamant und Mitrill noch schwerer zu schmieden war, als die Legenden besagten...
Kapitel V Die Abfrage des Grim
Nach sechs Mondläufen war es an der Zeit, den letzten Teil seiner Ausbildung, bei den Hammergrunds abzuschließen. Auch Grim sollte ihn ausfragen, was er in letzter Zeit gelernt hatte und er zögerte nicht damit. Asargosch kam auch, um der Prüfung beizuwohnen und wünschte Crekhar vorher viel Glück.
" Na jut, fang ma an!" Crekhar schluckte leicht und nickte sacht. In dem halben Zyklus hatte der Zwerg seine Oberarmmuskeln weit ausgeprägt.
"Was weißte über die Erze und welche gibt's, also die Namen und Eigenschaften?"
Diese Frage konnte Crekhar mit Leichtigkeit beantworten und so tat er es auch:" Es gibt die folgenden Metalle: Kupfer, schlecht für Rüstungen geeignet, da es zu weich ist. Für Schmuck auch nicht sonderlich brauchbar. Eisen besser geeignet für Rüstungen, jedoch nicht gut genug. Für Schmuck eher geeignet. Silber, gutes Rüstungsmetall, gut gegen Untote aller Art und gegen Gifte. Ebenfalls gut geeignet für Schmuck. Pyrian ist ein Metall, das guten Schutz gegen Feuer gibt. Coelium gegen Blitze und Donnerschläge, beide Metalle eher nicht so gut geeignet, für Schmuck, oder Verzierungen. Darauf folgt Diamant, hartes Metall, das beste, das die Langbeiner finden und Herstellen können. Hart wie Stein, eher nicht für Schmuck geeignet. Anschließend kommt Gold. Weiches, edles Metall, nicht geeignet für Rüstungen, eignet sich perfekt für Schmuck und Verzierungen. Dann folgt nun letzten Endes Mitrill, das heilige Metall der Zwerge, welches noch härter als Diamant und schöner als Gold anzusehen ist!" Auf diese Worte hin, nickte Grim leicht auf:" Mrâ, sehr gut, junger Crekhar. Doch nun sag ma amal, warum du Priester werden willst, statt Schmied?" Kurz musste Crekhar überlegen" Mrâ, das ist eine gute Frage, Bruder! Dennoch leicht zu beantworten! Als Schmied diene ich Cirmias, indem ich seine Metalle verarbeite, aber als Priester diene ich ihm, wenn ich seinen Glauben verbreite und Bete." Asargosch und Grim nickten einstimmig:" Sehr gut, Crekhar! Nun kann der letzte der drei Teile auf dem langen Weg beginnen! Du wirst heimkehren zu den Feuerklingen, wo du alles über den Kampf erfahren wirst!"...
Kapitel VI Die Kampfesausbildung, ein Wiedersehen
Der nun 31 Zyklen alte Crekhar war bereits sehr aufgeregt, da er bald wieder nach Hause gehen konnte. Es war nun an der Zeit seine wenigen Kleidungsstücke zusammenzupacken. Asargosch begleitete ihn bis zum Sippenhaus, wo Alim bereits auf die beiden wartete." Cirmias Segen!" meinte Asargosch als Begrüßung und schob Crekhar weiter vor. Alim musterte ihn kurz, ehe sie dann nickte:" Mrâ Bruder, danke, willst du noch auf einen Krug Bier hineinkommen?" Asargosch nickte und folgte den beiden in das Haus. Alles war noch genauso, wie Crekhar es in Erinnerung hatte. Asargosch und Crekhar ließen sich auf dem Steintisch nieder, während Alim derweil drei Krüge holte und sie mit eiskaltem Bier auffüllte, welches sie dann weiterreichte. Crekhar nahm genüsslich einen großen Schluck und nickte zufrieden. Ehe er sich den Mund mit dem Handrücken abwischte, seufzte er zufrieden auf." Und, wie schlägt sich der kleine bisher so?" fragte Alim dann, nahm einen Schluck Bier und fügte dann hinzu:" Seine Arme sind kräftiger geworden." Asargosch nickte auf diese Frage hin bedächtig:" Mrâ, es läuft sehr gut. Die Studien bei den Goldspaltern, sowie auch die Prüfung hat er absolviert, ebenso bei den Hammergrunds. Nun fehlten die Feuerklingen. Bei seiner eigenen Sippe sollte er alles über den Kampf erfahren. Der Wühler, der Schützen, der Hammerschwinger und viele andere Kampftechniken der Norgorôth. Früh begann der Unterricht am nächsten Tag. Crekhar wurde eine Keule in die Hand gedrückt und er sollte erst einmal an einer Strohpuppe seine Kenntnisse unter beweis stellen. Er hieb zu Beginn schnell auf die Puppe ein und riss einige Strohhalme aus ihr heraus. Schnell erkannte Alim, dass Crekhar mit der Keule einigermaßen gut umgehen konnte, wohl durch die Übung mit dem Hammer bei den Hammergrunds. Als nächstes wurde Crekhar eingekleidet. Das bedeute wohl soviel, dass er sich in die nächst beste Kette zwängen musste und einen Drachenschild zur Hand nahm. Alim verschwand im Sippenhaus. Dennoch hörte Crekhar laut und deutlich ihre laute Stimme schreien hören:" ARGHROMYK! KOMM MAL HER!" Nach kurzer Zeit war das Geklapper einer Rüstung zu hören und Crekhar wendete sich der Tür zu. Kurze Zeit später trat ein Schlachtenwühler ein, in einer glänzenden Rüstung, die stark dem Pyrianrüstungen im Hammergrundschen Sippenhaus ähnelten. Der Schlachtenwühler nahm den Helm ab und Crekhar sah einen breit Grinsenden Zwerg, mit blonden Haar und gut gepflegten zwergsichen Bart." Cirmias Segen, Bruder Crekhar!" der angehende Priester musste jedoch kurz überlegen, da er Arghromyk etwa 20 Zyklen nicht mehr gesehen hatte. Arghromyk musste scheinbar viel Zeit mit der Wühlerausbildung und mit den Patroulliengängen verbracht haben." Cirmias gütiger Segen mit dir, Bruder und Feuerklinge zur Ehr!" erwiderte Crekhar dann schmunzelnd. Arghromyk setzte den Helm wieder auf, band den Kinnriemen fest und hob die mit Stacheln besetzten Handschuhe an." Mrâ, hier lernst du was g'scheites, Bruder! Also sieh zu, lerne und staune!" Auf diese Bemerkung hin, setzte Crekhar seinen Helm auf und hob Schild und Keule an. Arghromyk stürmte in der Helmstachelposition auf Crekhar zu. Er hob den Drachenschild schräg an, sodass der Stachel abrutschte, drehte sich und schwang die Keule in Richtung von Arghs Kopf. Dieser rannte jedoch bereits noch ein Stück, ehe er zum Stehen kam, sich umwandet und auf Crekhar zusprang." PLÄTTNEN!" rief Arghromyk dabei laut und Crekhar ging einen Schritt zurück, sodass Arghroymk ins Leere sprang. Der Wühle hechte sich nach vorn schlug kurz, stark und schnell auf Crekhar ein. Dieser verlor das Gleichgewicht und den Schild und fiel zu Boden." Oh Crimias, welch eine Schmach!" raunte er dann und drückte sich langsam wieder vom Boden auf. Aus Arghromyks Helm war ein lautes, blechernes Lachen zu vernehmen und er hob den Schild auf und reichte ihn zurück zu Crekhar." Ich bin mir sicher, Mutter möchte, dass wir nicht so schnell aufhören!". Nickend nahm Crekhar also den Schild wieder an sich und meinte:" Gut fangen wir an! Cirmias wird mich schützen!". Die Zwergenbrüder gingen wieder in ihre Kampfpositionen. Nach einigen Schlagwechseln war der Kampf jedoch bereits entschieden: Crekhar lag am Boden und Arghromyk stand über ihm. Der Schild lag aufgerissen zu zerfetzt zur Crekhars rechten. Stöhnend wurde Crekhar von seinem Bruder auf die Beine gezogen." Du musst noch viel lernen, mein junger Schüler!" wieder vernahm Crekhar ein lautes, blechernes Lachen von Seiten seines Bruders. Etwa 12 Mondläufe übten die beiden gegeneinander. Crekhar wurde von Mondlauf zu Mondlauf immer besser. Alim meinte dies sei die Begabung, die einer jeden Feuerklinge von der Geburt ab angeboren sei. Nichtsdestotrotz hatte er keine Chance gegen Arghromyk, der immer stärker zu werden schien. Egal was für eine Taktik, welche Kraft, oder welche List Crekhar auch an wand, am Ende lag er immer im Dreck. Exakt am Tage nach dem 32 Namenstag von Crekhar kam Alim zu ihm:" Junger Sohn, es ist an der Zeit, deine Ausbildung fortzusetzen. Arghromyk muss wieder die Patroullien anführen. Deshalb ist es nun an der Zeit den Kampf zwischen Axt und Keule zu üben. Bruder Khegdal hat sich freundlicherweise dazu bereiterklärt, dir etwas beizubringen!" Der stämmige Hammerschwinger trat nun aus dem Türrahmen hervor und griff nach der mächtigen Kriegshammer, die an seinem Rücken hing. Crekhar ging in seine übliche Kampfposition, Alim verschwand in die weiten des Hauses und Khegdal begann bereits mit den ersten, kräftig geführten, erbarmungslosen Angriffen:" Mrâ, Bruder! Es ist wichtig, dass du mir in die Augen schaust! Es gibt nur dich und mich! Deine Muskeln erledigen den Rest!" Crekhar verstand nicht ganz, was ihm wohl bald zum Verhängnis wurde, als Khegdal von oben auf ihn herab schlug, Crekhar die Augen schloss und sich hinter seinem Schild versteckte. Lachend stieß der kräftige Hammerschwinger Crekhar mit einem Körperstoß um." Ich sagte doch, du sollst die Augen offen lassen und nicht auf die Waffen achten!" brummelte der Hammerschwinger und zog Crekhar auf die Beine. Etwa einen halben Mondlauf übten die beiden weiter und Crekhar hatte verstanden, was Khegdal im versuchte zu erklären. Er konzentrierte sich nicht auf die Waffen, denn sein Körper agierte von alleine, solang er sich auf den Gegner selbst konzentrierte. Eines Tages rief Alim Crekhar zu sich und stellte ihm die Frage:" So, Crekhar, was für Techniken hast du so gelernt, in der Zeit, in der du hier bist? Hast du dir am Ende sogar neue ausgedacht?". Der junge Zwerg brummelte:" Moment mal, sollte einem nicht vorher die Techniken erläutert werden? Das macht doch mehr Sinn!" Alim stammelte kurz:" Mrh... Äh, mrâ, das stimmt nicht so ganz, du sollst dir selbst was ausdenken" ein leichtes Nicken folgte von der Schützin "genau, selbst ausdenken! Also, was hast du gelernt?". Crekhar überlegte erst, bevor er antwortete. Dann meinte er aber:" Ich lernte einige Kampftaktiken. Vom Wühler, den Stachellauf, diesen kann man gut mit einem schräg gehaltenen Schild abwehren. Danach das Plätten, da muss man einfach einen Schritt zur Seite machen. Das Beißen, da sollte man einfach darauf achten, dass der Wühler einem nicht zu nah kommt, aber das sollte eigentlich immer so gehandhabt werden. Dann das Reiben. Mrâ, ein kräftiger Schlag auf den Kopf dürfte reichen, um diesen Angriff abzuwehren! Dann Die Taktiken des Hammerschwingers... Nun, das sind eigentlich die normalen Angriffsweisen: Den Gegner in die Ecke drängen. Da sollte man einfach ein paar Schildstöße durchführen, um dies zu verhindern. Dann die anderen Axthiebe kann man eigentlich auch mit dem Schild parieren. Hrm... Gegen einen Schützen musste ich zwar noch nicht kämpfen, aber ich vermute mal, dass man den Schild einfach so anheben muss, dass der größte Teil des Körpers geschützt ist." Alim nickte sachte:" Mrâ, das stimmt..." sie holte ihre Armbrust vom Rücken hervor, legte einen Bolzen auf die Sehne, spannte jene und feuerte sie in Crekhars Richtung ab. Dieser konnte sich zwar ducken, aber der Bolzen streifte seine linke Wange und hinterließ dort eine "Schnittwunde". Crekhar griff reflexartig nach dem Schild und kniete sich nieder, sodass kein Körperteil an den Seiten des Schildes hervorschaute. Alim nickte zufrieden brummelnd:" Mrâ, sehr gut! Du wurdest zwar getroffen, aber nicht ernsthaft verwundet, dass nenne ich mal Feuerklingen - Geschick!" dabei lachte sie leicht und Crekhar brummelte nur erbost auf.
Kapitel VII Die Prüfung der Alim
Die Zyklen zogen ins Land und bald war Crekhars 41 Namenstag gekommen. Es war Zeit für die Prüfung der Feuerklingen. Er erwartete zwar keinen schriftlichen Test, aber die ihm auferlegte Prüfung hätte er auch nicht erraten können. Crekhar hatte die Aufgabe, Arghromyk im Kampfe zu besiegen, oder ihm zum Aufgeben zu zwingen. Dies erfuhr er am Vorabend der Prüfung. In seinem Zimmer betete der junge Zwerg an Cirmias:" Cirmias, oh Herr und Schöpfer. Ich flehe dich an, gib mir Kraft, für den morgigen Tag. Mach, dass keiner verletzt wird und dass ich die Prüfung bestehe, sodass ich den Weg des Priestertums beschreiten und dir somit dienen kann! Ich bitte dich! Im Namen des Cirmias, der Seelenschmiede und des Kalurs..." Bei den letzten Worten formten er mit seinem Daumen das Dreieck der Cirmiaskirche von seinem Kopf bis zum Oberkörper. An diesem Abend ging er früh ins Bett, um für den morgigen Tag gut ausgeruht zu sein.
Crekhar erwachte früh, wie stets war er aufgeregt. Er wusste, falls er den Test nicht bestehen würde, könnte er den Weg des Priesters nicht einschlagen. Erneut betete er das selbe Gebet wie am Abend davor zu Cirmias, ehe er seine Kettenrüstung anlegte. Er nahm den Schild und die Keule zur Hand und begab sich zum Kampfring der Feuerklingen, der extra klein gebaut war, sodass die Schlachtenwühler einen Imenzen Vorteil hatten. Arghromyk stand bereits voll gerüstet im Ring und hob die Fäuste an, als er Crekhar kommen sah. Gegenüber seines Bruders bezog Crekhar Stellung und Arghromyk meinte:" Mrâ Bruder, möge Cirmias dir beistehen!" Crekhar nickte nur sacht, schluckte, machte einen Schritt auf Argh zu und schwang die Keule in Richtung des Kopfes. Geschickt machte der Wühler einen Satz zurück. Im nächsten Moment sprang er bereits wieder nach vorn, im Versuch einen Stachellauf zu machen. Crekhar sprang zur Seite und drehte sich zu Arghromyk um. Dieser stoppte knapp vor der Wand mit dem Stachel, richtete seinen Oberkörper wieder auf und wendete sich Crekhar wieder zu. Dieser schien nun endlich eine Schwachstelle der Wühler zu erkennen, die in einem kleinen Ring auftreten. Arghromyk sprang nichts ahnend auf seinen Bruder zu und schlug mit den Dornen besetzten Handschuhen auf den Schild ein, der einige Kratzer und Schrammen davon trug. Arghromyk schlug nun härter zu, sodass Crekhars linker Schildarm langsam begann zu Schmerzen. Nachdem das Gewicht des Schildes bald unerträglich schien, warf Crekhar den Schild beiseite. Nun stand er ohne Deckung da, an die Wand gedrängt und ohne eine Verteidigungsmöglichkeit. Der Wühler senkte den Kopf, sodass der Stachel auf Crekhar zeigte. Arghromyk scharrte mit den Füßen und rannte auf Crekhar zu. Dieser warf sich seitlich zu Boden und Arghromyk konnte nicht mehr bremsen. Er rannte Stachel voran in die Holzwand, in der er kurzerhand stecken blieb. Crekhar rappelte sich mit Mühe auf, nahm die Keule fest in einer Hand und tippte Arghromyk, der gefangen in der Wand steckte leicht auf den Hinterkopf. Keuchend stöhnte er dann:" Du hast verloren Bruder!" Asgarosch, der wohl irgendwann im Kampf aufgetaucht war klatschte Beifall und nickte stolz:" Das ist mein Jung... Äh Lehrling!" Alim nickte ebenfalls zufrieden, Crekhar jedoch taumelte erschöpft von dem Kampf in sein Zimmer zurück, wo er sich in die Hängematte fallen lies. Die Pause hatte er sich verdient, nach 30 Zyklen des Studiums.
Kapitel VIII Das große Wissen des Priesters
Crekhar hatte einige Tage Zeit bekommen, um sich zu erholen. Sein linker Arm schmerzte immer noch, da sein Bruder ihm wohl ordentlich zugesetzt hatte. Am Nachmittag kam Asargosch in sein Zimmer:" Cirmias Segen, Crekhar! Wie geht es deinem Arm?". Die Feuerklinge brummelte leicht auf, ehe er meinte:" Es geht, jedoch tut es noch weh." Asarogsch nickte nun sachte und strich sich durch den gepflegten Bart:" Mrâ, wenigstens etwas. Aber sag einmal, hindern dich die Schmerzen daran, dich zu konzentrieren?" Crekhar schüttelte den Kopf:" Warum, was ist?"." Nun, es gibt da noch etwas, was du tun musst, um ein wahrer Akoluth des Cirmias zu werden. Du musst noch eine allerletzte Prüfung bestehen, die das Wissen der Geheimnisse der drei großen Sippen enthält." Crekhar war erbost, da er dachte, er hätte die Ausbildung bereits vollendet:" Mrâ? Ich habe doch alles bereits absolviert! Ich habe gelernt, sogar gegen meinen eigenen Bruder gekämpft! Und nun das? Das ist nicht gerecht!". Asarogsch hob beschwichtigend die Arme:" Immer mit der Ruhe! Sofern du dir alles gemerkt hast, sollte dies ja nicht allzu schwer werden." Crekhar brummelte jedoch nur auf und meinte, dass er sich ausruhen müsse. In dieser Nacht schlief er unruhig. Er träumte von Cirmias und davon, was passieren würde, falls er kein Priester würde. Erschrocken wachte er auf und drückte sich aus der Hängematte hoch. Dürfitg bekleidete er sich und begab sich dann zum Sippenhaus der Goldspalter, wo Asargosch bereits mit eine großen Steintafel auf ihn wartete. Crekhar ließ sich am großen steinernen Tisch nieder und holte den Meißel hervor. Asargosch legte ihm die Tafel hin:" Viel Glück." Meinte er noch und Crekhar las sich brummelnd die Fragen durch:
I. Was ist die Bauhütte?
I. Die Bauhütte ist Zusammengehörigkeit der Zwerge, bei der jeder seinen Teil beiträgt.
II. Wie heißt das Metall, das Energieladungen und Blitze abwehren zu vermag?
II. Dieses Metall nennt man Coelium
III. Nenne zwei Kampftaktiken des Wühlers.
III. Plätten, Helmstachellauf
IV. Wie lauten die Namen der ersten beiden Zwergenkönige und welches Verhältnisse haten sie zwischen einander?
IV. Die ersten Könige hießen Kalur und Khoras, sie waren Vater und Sohn
V. Nenne die Namen der unterschiedlichen Altersschichten der Zwerge
V. Bis zum 35 Namenstag ist man ein Kind. Bis zur 75 Zykle wird man Kurzbart genannt. Bis zur Vollendung des 200 Lebenszyklus ist man ein Langbart. Bis man 300 Winter hinter sich hat, ist man ein Graubart und alles was älter ist, nennt man Silberbart.
Als Crekhar geendet hatte, reichte er die Tafel zurück zu Asargosch, der sich die Antworten genauer durchlas und dann sachte nickte:" Sehr gut, nun das war nicht allzu schwer, was? Wir wollten nur wissen, ob du alles vergessen hast." Schmunzelnd eilte Asargosch davon, um den beiden zwei gekühlte Maß Bier zu holen. Erleichtert seufzte er auf. Zusammen genossen die beiden das kühle Bier und Crekhar war nun sehr Glücklich. Die Ausbildung hatte sich gelohnt, bald würde er schon als Akoluth die Lehren des Cirmias verbreiten können und seinen Mitzwergen den Glauben näher bringen.
Kapitel IX Der erste Gottesdienst, die Weihe des Crekhar
Aufgeregt war die Feuerklinge, die nun 45 Zyklen alt war. Crekhar hatte die Robe eines Akoluthen übergestreift. Es war bereits Abend und ungeduldig schritt er auf und ab. Heute sollte er den Gottesdienst halten. Zusätzlich sollte er die Weihe eines Cirmias Priesters erhalten. Plötzlich flog die Türe auf, Asargosch trat ein. Er trug seinen Priesterstab und die Hohepriesterrobe des Cirmias." Mrâ, bist du bereit, Bruder?" Aufgeregt schluckte Crekhar und nickte leicht:" M...Mrâ!" Asargosch nickte und deutete auf die Türe, die zur Kirche führte. Langsam bewegte er sich auf diese zu. Der Tempel war regelrecht voll gestopft mit Zwergen. Die meisten waren jedoch aus der Sippe der Feuerklingen. Er schickte nun ein Stoßgebet zu Cirmias:" Oh Herr, gib mir die benötigte Kraft, sodass ich dies überstehen werde, ich bitte dich". Nun mit neuem Mut gefasst trat Crekhar zum Altar und rief laut durch die Steinhalle:" Cirmias allmächtiger Segen mit euch, meine Brüder und Schwestern!" Breit grinsend saß Arghromyk in seinem Stachelpanzer da und musterte seinen Bruder. Crekhar huschte nun ein sachtes Lächeln über die Schulter, ehe er fortfuhr:" Kinder des Berges! Ich begrüße euch zu diesem Gottesdienst! Diesen Gottesdienst, den ich halte." Nun nickte er sacht und öffnete das in Leder eingebundene Buch, das vor ihm lag. Er hob nun die Stimme in einen tiefen Singsang:" Ich verkünde euch, meine Brüder und Schwestern, den ersten Brief des Königs Kalur an die Priesterschaft des Cirmias:
Meine Brüder,
wenn ihr diese Tafel liest, möchte ich damit meinen Dank ausdrücken. Cirmias hat mich bei meinem großen Vorhaben unterstütz, das Zwergenvolk zu einigen und zusammenzuführen. Für seine großen Taten, möchte ich ihm danken, in dem ich einen Tempel errichten lasse, wie ihn die Priesterschaft ihn sich vorstellt. Wendet euch bitte sobald als möglich an mich, damit ich dieses Vorhaben in die Wege leiten kann. Dem Herren sei Dank, ich danke euch, dass ihr eure Zeit verbraucht haben, um dieses Schreiben zu lesen. Cirmias zur Ehre!"
Damit endete er, blickte kurz ins Volk, blätterte weiter und erhob erneut die Stimme. Die Arme hob er dabei ebenso:" Aus heiligen Schriften des Cirmias!
Groß und gütig ist unser Herr, so sprach Khoras, Sohn des Kalur, Thronfolger und Kronprinz. Der Bau des Tempels hatte ernorme Fortschritte gemacht. Die Säulen standen bereits, die Wände ebenso. Alle Zwerge halfen zusammen und unter dem wachsamen Blick des Cirmias, wuchs der Tempel täglich. Innerhalb eines Zyklus dann, stand schließlich der Tempel und Kalur ließ drei große Kristalle schmieden, in den Farben der drei Sippen, Feuerklingen rot, Goldspalter gold und Hammergrund grau. Außerdem ließ Kalur aus seiner eigenen Schatzkammer einige Schätze herbeikarren, um sie dem Cirmias zu opfern: Dreihundert Brocken des Mitrills, 100 Säcke der Golddukaten, und seine mächtige Axt, die er nun nicht mehr benötigte, da die Zwerge geeint waren.
Dies war die Verkündung de Evangeliums! Im Namen des Cirmias, des Kalurs des Khoras und der Priesterschaft!" Crekhar befeuchtete kurz seine Lippen und schielte kurz zu Asargosch, der ihm ermutigend zu nickte. Crekhar holte nun aus der Robentasche ein zerknülltes Pergament hervor und begann nun mit der Predigt:" Brüder, Schwestern, Schmiede, Schneider und alle Zwerge, die sich heute hier zusammengefunden haben, um mit mir den Gottesdienst zu feiern. Ich stehe hier, da ich die lange Ausbildung zum Akoluthen des Cirmias nun abgeschlossen habe. 35 Zyklen lang habe ich auf diesen Moment gewartet. Hier stehe ich nun vor euch und bete dafür, dass Cirmias unsere Hallen erfüllt, mit Frieden, Freude, Bier und viel Zeit, für Gebete. Unser Herr hat mich erschaffen, nur aus einem Grunde! Und zwar, dass ich heute jetzt hier vor euch stehe und sein heiliges Wort verkünde! Meine Ausbildung führte mich zu den drei großen Sippen! Dort lernte ich Lesen, Schreiben, Kämpfen und teilweise Schmiedekunde. Und ich muss sagen, das war eine schwere Zeit! Mehrere Male wurde ich getestet. Mehrere Male hab die Aufgaben gemeistert. Nun bin ich bereit." Crekhar fiel nun in Schweigen, trat einen Schritt zurück und meinte nach einiger Zeit wieder lauter:" Nun verkünde ich die bitten, die ich an unseren Schöpfer habe: Herr, ich bitte dich, schenke mir Kraft, um meinen Brüdern den Weg deines Glaubens zu offenbaren. Herr ich bitte dich, erhöre mich!
Cirmias, schenke meinen Brüdern ein langes Leben, großen Reichtum und ein schönes Leben! Herr ich bitte dich, erhöre mich!
Herr, ich möchte dir danken, dass du mir Asargosch geschickt hast, der meine Ausbildung vorangetrieben hat! Herr, ich bitte dich, erhöre mich!" Kurz blickte Crekhar schmunzeln über die Schulter zu Asargosch, der das Lächeln erwiderte." Nun bringet die Gaben herein, die Gaben unseres Herren!" Ein Messdiener brachte einen goldenen Kelch, mit Edelsteinen besetzt und mit kunstvollen Verzierungen eingraviert. Ein zweiter Messdiener brachte eine kleine Kiste herein, die ebenfalls verziert war. Crekhar öffnete die Truhe und nahm den Inhalt heraus. Er hob ihn in die Luft und es war ein großer Brocken zu sehen. Der erste Messdiener kam nun mit einem Krug Bier zurück. Den Inhalt füllte er um, in den Kelch. Crekhar begann nun laut und deutlich zu sprechen:" Seht an, dies ist das Geschenk unseres Herrn, das heilige Erz!" Crekhar beugte sein Knie und meinte dabei:" Oh Herr, ich danke dir für deine Gaben!" Dann erhob er sich wieder, legte das Erz vorsichtig zurück in die Kiste und hob nun den Kelch mit Bier an. Erneut sprach er laut:" Seht an, dies ist das Geschenk unseres Herrn, das geliebte Bier!" wieder beugte er ein Knie und sprach erneut:" Oh Herr, ich danke dir für deine Gaben!" Er erhob sich wieder und stellte den Kelch auf den steinernen Altar zurück. Asargosch trat nun nach vorn und rief laut:" Der wohl neue Akoluth des Cirmias hat sich Mühe gegeben! Doch nun, werte Brüder und Schwestern, frage ich euch, was haltet ihr davon? Ist er es Wert die Weihe eines Akoluthen des Cirmias zu erhalten?" Aus der Halle war ein lautes Brummeln zu vernehmen:" Mrâ, weih ihm im Namen des Herren!" Asargosch nickte zufrieden und Crekhar seufzte erleichtert auf. Asargosch hob nun den Priesterstab über Crekhars Kopf hinweg und begann nun, mit einem tiefen, kehligen Singsang:" Cirmias, Herr, Meister und Schöpfer. Wir erbitten dich um dein Gehör! Ein Zwerg aus unseren Reihen hat sich als würdig erwiesen, dir zu dienen, als Priester! Deshalb erbitte ich dich um deinen Segen für Crekhar Feuerklinge, der nun ein Akoluth deines Glaubens ist! Dank sei Gott dem Herrn!" Crekhar schnaufte tief durch, nickte leicht und wandte sich wieder den anderen Zwergen zu:" Dies sind die Gaben des Cirmias. Er möchte sie teilen mit uns!" Die Zwerge erhoben sich nun aus den Bänken und stellten sich in zwei Reihen vor dem Altar auf, wo Crekhar sich postierte und einem jeden den Kelch mit Bier reichte. Nach der Bierverteilung ging Crekhar zum Altar zurück, wo er dann sein damals selbst erfundenes Lied anstimmte:
Schwingt die Axt, singt Cirmjas
Ruft ihn an, der uns gemacht
Kämpfend lasst uns vor ihn treten
mehr als Worte, tötet Orks!
Kämpfend lasst uns vor ihn treten
mehr als Worte, tötet Orks!
Er ist Schmied, Schmied für uns,
Er allein ist bester Schmied.
Überall kämpft er und siegt
Trolle, Oger, sie sind tot.
Überall kämpft er und siegt
Trolle, Oger, sie sind tot.
Ja er ist Gott für uns
Wir die Wächter, die er liebt
Darum können wir ihm kämpfen
Können wir die Orks töten
Darum können wir ihm kämpfen
Können wir die Orks töten
Er ist gut, er ist stark
er allein ist Cirmias
Überall ist er und nirgends
Erze, Steine, sie sind sein
Überall ist er und nirgends
Erze, Steine, sie sind sein
Unser Tod, führt zu ihm
in die heil'ge Seelenschmied'
dort werden wir sau-au-au-fen
bis der Panther kommt und stirbt
dort werden wir sau-au-au-fen
bis der Panther kommt und stirbt
Zwerge kommt, singt dem Herrn
Ruft ihm zu, der uns gemacht
Kämpfend lasst uns vor ihn treten
Mehr als Worte, tötet Orks!
Kämpfend lasst uns vor ihn treten
Mehr als Worte, tötet Orks!
Khaz-Aduir, kommt herbei
Wir werden bela-a-gert
Wühler in die erste Reih-he
Haut sie zam, die Bastarde
Krieger folgt ihnen so gleich
Und schickt sie, zum He-err-een
Nach dem Lied sprach Crekhar noch den Segen, über die Zwerge aus:" Unser gütiger Herr möge eure Wege sichern, Brüder und Schwestern! Auf dass ihr lange Leben möchtet, so segne euch der Herr, im Namen des Cirmias, des Kalurs und des Mitrills!" Die Zwerge erhoben sich. Teilweise wurde die Kirche teilweise wurde Crekhar gratuliert." Das hast du sehr gut gemacht!" meinte Asargosch nach dem Gottesdienst und klopfte ihm auf den Rücken." Nun bist du ein wahrer Priester Cirmias!" Stolz und zufrieden nickte Crekhar:" Danke Asargosch!"
Kapitel X Der Auftrag des Asargosch
Die Zyklen waren ins Land gezogen und es war Crekhars 50 Namenstag gekommen und ebenso schnell war er wieder fort. An einem Morgen kam Asargosch zu ihm. Er begrüßte ihn und meinte dann sogleich:" Crekhar, ich habe ein dringendes Anliegen an dich! Die Zwerge wollen das Siegel unseres Herren öffnen! Ich möchte, dass du sie als Priester begleitest und mich informierst, was alles an der Oberfläche lauert." Crekhar nickte nur und machte sich daran, sein Hab und Gut zusammenzupacken. Am nächsten Morgen brach der Trupp auf und Crekhar verabschiedete sich. Der Marsch zum Siegel stellte kein Hindernis dar. Die Zwerge öffneten das Siegel, Crekhar kehrte heim und erzählte seinen Mitbrüdern von der Oberfläche und von den Gefahren die dort lauerten...