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Gefangen ...

Verfasst: Dienstag 10. Februar 2009, 15:05
von Fenlas Larag
Es war der 9. Tag des Monats Eisbruch im Jahre 252 als er wie gewöhnlich durch den Wald schländerte. Unterwegs traf er einen guten Freund der ihn einige Meter weit begleiten wollte. Doch der Tag, der einst so schön begann verwandelte sich durch das laute Bimmeln der Alarmglocken zu Varuna in das komplette Gegenteil. Anfänglich glaubten sie noch, dass es sich hierbei wohl um eine Alarmübung oder etwas ähnliches handeln würde, doch sollten sie schnell eines Besseren belehrt werden. Eine rahaler Meute hatte sich vor den südlichen Toren der Stadt versammelt. Unter ihnen auch einige Letharen, alles in allem ein Streit und blutlustiger Haufen. Viel konnte er nicht sehen, denn als er näher an das Geschehen heran trat fiel er durch sein hoch ehrenvolles und stolzes Wappen, jenes des Ordens der Temora, den Feinden direkt ins Auge. Es dauerte nicht lange und er war ebenso wie sein hochgeschätzter und verehrter Pater, Farion Lefar, ein gefangner eben jener. Er musste sich wohl oder übel auf das Schlimmste einstellen und auf alles gefasst machen. Er und die anderen Gefangenen wurden mehr oder weniger unsanft Richtung Rahal getrieben. Vor den großen Toren nahm man ihm seinen Stab ab, wohl denkend das von diesem eine Gefahr ausginge. Zumindest nahm er dies an. Nicht viel später wurde er auch schon tief unter der Stadt in den dunklen und engen Gängen der Letharengewölbe eingekerkert. Die Luft war warm und feucht, etwas muffig und übelriechend. Doch das war bei weitem nicht das Schlimmste. Immer wieder sah er seine Wächter hin und her rennen, wohl auf dem Wege zu Folter und Verhör. Er mochte sich nicht ausmalen was für Qualen sein Pater und die anderen in diesem Augenblick wohl durchleiden mussten.
Doch viel quälender als die Gedanken an die anderen, war der entsetzliche Durst der sich nun in seiner völlig ausgetrockneten Kehle breit machte. Sein Blick fiel auf eine kleine Schüssel, die man ihm in die Zelle gestellt hatte. Er konnte sich erinnern, dass der Wache etwas davon beim hineinkommen auf den Boden geschwappt war. Er ging zu dem Schälchen um die Flüssigkeit genauer zu betrachten. Dabei stellte er fest dass es sich zwar um Wasser handelte, allerdings war es voller Blut und Dreck. Er war jedoch fest entschlossen die Wachen dazu zu bewegen ihm etwas frisches Wasser zu geben. Es dauerte auch nicht lange und eine Wache lief an der Zellentüre vorbei. Sogleich machte er auf sich aufmerksam und bat die Wache um Wasser an, doch wurde seine Bitte abgewiesen. Auch bei einer zweiten Wache hatte er wenig Erfolg gehabt. Er musste also du drastischeren Maßnahmen greifen. Er begann nun laut zu rufen und nach Wasser zu verlangen, doch es half alles nichts. Just als er jede Hoffnung verloren hatte überhaupt noch Wasser zu bekommen trat eine Wache, wohl genervt von seinen Rufen, in die Zelle ein mit einem Eimer Wasser in der Hand. Er hatte es geschafft, er hatte die Wachen dazu bringen können ihm frisches Wasser zu bringen. Die Wache die vor ihm stand grinste hämisch als er das Wasser über ihn ergoss. Fenlas versuchte so viel wie möglich davon in den Mund zu bekommen, doch ehe er eine ausreichende Menge im Mund hatte bemerkte er einen salzigen Geschmack. Diese barbarischen Hunde hatten ihm Salzwasser gebracht. Wild prustend spuckte er das Wasser aus und verfluchte die Elenden. Sein Wille war dadurch aber keinesfalls gebrochen, im Gegenteil sogar noch angefacht worden. Mit einem metallenen Becher, welchen er immer bei sich trägt, begann er an den Gitterstäben zu reiben auf dass sich der Lärm in den Höhlen und Gängen ausbreitete. Doch nicht genug damit, nein er wiederholte immer wieder sein Geschrei nach Wasser, um so die Wachen zur Weißglut zu treiben. Ob dies eine weise Entscheidung war mochte ihm gänzlich egal sein. Sein einziges Bedürfnis war es etwas frisches Wasser zu bekommen.

Einige Zeit verstrich und er wunderte sich, dass noch keine der Wachen wieder zu ihm kam, um ihm Wasser zu bringen, oder vielleicht sogar ganz anderes. In der Tat kam nach einem weiteren längeren Zeitraum eine Wache. Eine weibliche Wache, die er zuvor schon einmal gesehen hatte. Sie hatte einen Lederriemen in der Hand, und kam nun auf ihn zu. Er hielt ihr seinen Becher hin um erneut nach einem wenig frischen Wasser zu flehen, doch als Antwort bekam er lediglich einen Fausthieb in die Magengrube. Keuchend ging er zu Boden, hielt sich dabei aber an ihrem Hemd fest und zog sie so mit sich hinunter. Hustend und keuchend kniete er vor ihr am Boden, das Hemd immer noch fest im Griff. Diese Situation wohl ausnutzend versuchte sie ihm mit dem Lederriemen im warten Sinne des Wortes das Maul zu stopfen. Wilde Panik ergriff ihn sogleich, da er fürchtete von ihr erstickt zu werden. Wie ein fisch am Hacken zappelte und wand er sich nun am Boden, dabei wild um sich schlagend in der Hoffnung dem Ganzen noch entkommen zu können. Seine letzte Hoffnung sah er darin sie in die Hand zu beißen, was ihm zu seinem Glück auch gelang. Sie schreckte zurück, doch wohl eher aus Überraschung als aus Schmerz, zumindest kam es ihm so vor. Er landete auf dem Bauch und blickte zu ihr auf, als sie damit begann nach ihm zu treten. Ein Tritt folgte auf den anderen, einer stärker als der Andere. Schützend hielt er die Arme vor den Kopf, um schweren Verwundungen zu entgehen, doch kam ein Tritt so unvorbereitet, dass er sich auf die Zunge biss und blutete. Wütend spuckte er ihr das Blut vor die Füße, als sie mit den Tritten inne hielt. Doch anstatt ihr Beleidigungen an den Kopf zu werfen flehte er sie erneut nach Wasser an, in der Hoffnung das sie nun endlich seine Bitte erhören würde. Diese war jedoch sichtlich genervt und versuchte ihn auf ein neues zu knebeln. Doch diesmal ergriff ihn nicht die Panik sondern der Wille zur Flucht. Ein wilder Kampf entbrannte zwischen den beiden. Die Wache schenkte ihm nichts, scheinbar vollkommen von Sinnen stürzte sie sich auf ihn und zwang ihn zum Äußersten. Er versuchte all seine Kräfte zu mobilisieren in der Hoffnung jene überwältigen zu können. Wohl eher aus letzter Hoffnung heraus als aus eigenem Antrieb griff er nach ihrer Waffe, die sich an der Hüfte gescheidet hatte. Er war zuversichtlich, da sie nur eine Hand an ihn legte, doch stellte er sehr bald fest, dass die andere Hand sehr wohl auch ein Ziel gehabt hatte. Jenes war der Stiefel in dem sich eine Klinge versteckt hielt. Er versuchte die Oberhand zu gewinnen aber auch ihrem Angriff zu entgehen. Sie drückte sich mit ihrem Körpergewicht auf ihn hinab, den Dolch in den Händen. Zwar gelang es ihm sich unter ihr fort zu rollen, doch traf ihn ihre Klinge und schnitt ihm eine tiefe Wunde ins Fleisch. Der Schmerz war entsetzlich, tausendfach schlimmer als alle anderen Schnitte die er sich im Laufe seines Lebens zugezogen hatte. Doch das konnte nun nicht seine Aufmerksamkeit beeinflussen. Nicht jetzt, wo er eine Waffe besaß.
Da sie nun mit dem Bauch auf dem Boden lag, sah er die für sich optimalste Chance sie kampfunfähig zu machen. Mit dem Griff des Rapiers schlug er ihr gegen den Kopf und versuchte sie dann zu entwaffnen. Es kostete zwar noch einige Mühen bis dies gelang, da die Wache nicht zimperlich mit ihm umging, doch schließlich hatte er es geschafft. Er zerrte sie hoch, hielt sie mit dem einen Arm fest umschlungen, mit dem Anderen hielt er ihr die Klinge an die Kehle. Langsam drückte er sie Richtung Zellentüre in der Hoffnung dass niemand den Lärm des Kampfes vernommen hatte. Doch kaum war er einige Schritte aus der Zelle getreten, da bemerkte er, dass man ihn sehr wohl gehört hatte. Er überlegte nicht lange, dann schubste er seine „Gefangene“ in Richtung der anderen Wache um die Gunst der Stunde zu nutzen und in die dunklen Gänge zu entfliehen. Ziellos irrte er umher immer auf der Suche nachdem Ausgang. Zu dunkel war es in diesen Gängen und Stollen, doch schließlich erreichte er ein riesiges Eisentor .......... das jedoch verschlossen war. Alle Hoffnung, alle Mühen, alle Anstrengungen waren vergebens. Nun blieb ihm nicht viel zur Alternative. Entweder ergab er sich oder er kämpfte. Doch alleine würde er gegen zwei erfahrene Krieger sicherlich keine Chance haben. Auch wenn er nun im Besitz einer Waffe war würde das seine Situation nicht wirklich verbessern. Hinzu kam, dass die Wachen nun zusätzlich eine gewaltige und furchteinflößende Echse mitbrachten, die bei seiner Entscheidungsfindung maßgeblich dazu beitrug, dass er die Waffe auf den Boden warf und sich ergab. Die Echse packte ihn sogleich und schleppte ihn zurück zu seiner Zelle, wo er sich auf das schlimmste gefasst auf sein Bett legte und der Dinge verharrte die da noch kommen würden.

Sein Abend endete mit einem leisen Gebet indem er nach Rettung flehte. ...........

Verfasst: Dienstag 10. Februar 2009, 16:34
von Anveena Midame
Weiter und immer weiter liess sie den weißglänzenden Stab um ihr Handgelenk kreisen, während Sie in der anderen Hand das Glas mit dem Wein hielt, ab und an daran nippend.
Es war leichter als gedacht und wieder hatte Sie ein neues Opfer für zukünftige Studien.
Die ersten Versuche mit dem Druidenstab waren gewiss erfolgreich zu damaligen zeiten gewesen, doch nicht ausgereift. Es fehlte der Feinschliff...schliesslich gelang es ebenso jenen, die Verbindung zwischen den Stäben zu erkennen und zu nutzen, um sich von den Fluch zu lösen.
Doch der Orden war bei weitem nicht eine Vereinigung wissbegieriger Magier, es würde wohl keinen Auffallen.
Sie stellte ihn beiseite und lehnte sich in dem Stuhl zurück, ihr blick auf das lodernde Kaminfeuer gerichtet.
Er blieb für seine Umstände ruhig dachte Sie. Er behielt seine Tollkühnheit und trotzte mit seinem Sarkasmus der Situation.
Sicherlich ein Narr in den falschen Händen des Feindes...verurteilt direkt zu sterben...doch bei ihr...nein....Er beeindruckte Sie. Sein Wille, so stark, sein Glauben, so zuversichtlich.
Ja, sie dachte oft an ihn.
Sie erhob sich und ging zum Fenster, wo die pechschwarze Nacht das Land umhüllte wie eine Mutter die Decke um ihr Kind.
Er war vom geistig starken Willen...und es wird ihr eine Freude bereiten, jenen zu brechen.
Er ist kein Forschungsobjekt, nein, Sie will nur spielen und sich messen...will sehen, wer der stärkere ist. Kann er sich ihr entziehen, wird er standhaft trotz all der schmerzen bleiben?
Oder wird er, wie all jene vor ihm, ihr unterliegen und sich wimmernd und jammernd im Dreck welzend, stetig nach der Gnade flehend und der Erlösung.
Sie wird das freundliche Angebot der Letharen annehmen und ihren kleinen "Süßen" einen Besuch abstatten, den keiner so schnell vergessen wird.

Verfasst: Mittwoch 11. Februar 2009, 13:56
von Fenlas Larag
Am 10. Tag des Monats Eisbruch im Jahre 252 als er auf sienem harten Lager erwachte. Er drehte sich auf den Rücken, legte die Hände unter den Kopf und starrte zur Decke. Noch nicht richtig wach blinzelte er etwas, doch die dunkelheit nahm nicht ab. Wie auch? In diesen tiefen Höhlen war kaum Licht zu finden. Die Luft war so muffig und feucht wie auch am Tage zuvor schon, alles in allem bot sich herzlich wenig Abwechslung. Im Gegenteil es war langweiliger und trister als Hund das sprechen beizubringen. Wieso er in Gedanken gerade auf die Idee gekommen war einem Hund das Sprechen beizubringen wusste er nicht, es war ihm auch vollkommen gleich. Es schien ihm ein passender Vergleich, denn einem Hund das Sprechen zu lehren kann sicher keine große, geistige Aufgabe sein.
Nach einer Weile stand er auf und ging zu der Gittertüre, um nachzusehen was die Wachen so treiben und ob es wenigstens aussichten auf ein Frühstück gab. In der Tat war eine der Wachen zugegen und damit beschäftigt einen Orken zu erklären, dass er sich um das Essen kümmern sollte, doch diese dumme Kreatur hatte alle Mühe damit ........der Ork schien schien auch nicht klüger zu sein. Das kann ja was werden dachte er sich. Er verwickelte die Wache kurzzeitig in ein Gespräch doch war sie auch schon gleich wieder weg.

Es verging einige Zeit bis die Wache und der Orken wieder zurück kamen. Letzterer trug einige Taschen bei sich. In jenen musste sich wohl das Essen befinden, immerhin war er ja ausgesandt worden, um sich um genau jenes zu kümmern. Einige verzweifelte versuche der Wache den Orken mit dem richtigen Beutel in die Zelle zu schicken, kam diese große, dreckig-verschwitze, übelriechende Kreatur in die Zelle, eine Axt in der einen das vermeindliche Frühstück in der anderen Hand. Zelle 4 Wiederholte er sich wieder und wieder, während er da stand und die Tasche auf einer Art Steinplatte abstellte. Fenlas wusste, dass er sich die Mühe sparen konnte jenen in eine Unterhaltung zu verwickeln, schien er nicht klüger als ein Leib Brot. Einige machtprotzende Gestiken später verschwand der Ork auch schon wieder und folgte der Wache. Vermutlich würden sie den übrigen Gefangenen ebenfalls das Mahl servieren.
Nach dem sich beide ein wenig von der Zellentüre entfernt hatten, stürzte Fenlas hungrif auf den Beutel und blickte hinein. Für Gefangene wurden sie zumindest ausreichend verpflegt, dachte er sich noch, als er ohne weiteres Zögern gierig Würste, Brot und Fleisch hinunterschlang. Die Idee, das Essen könnte vielleicht vergiftet sein kam ihm dabei allerdings nicht. Wer würde schon auf die Idee kommen Nahrungsmittel zu vergiften

Der restliche Tag verlief zu seinem Bedauern monoton und unausgewogen. Gelegentlich stand er am Gitter, mal saß er auf dem Bett, ein anderes Mal legte er sich hin, um ein wenig zu dösen. Er wusste nicht mehr genau wann es war, da er hatte beinahe den Sinn für die Zeit verloren, doch er war sich sicher es müsste eine frühe Abendstunde sein. Wie dem auch sei, jedenfalls lag er auf seinem Lager, als er einige Stimmen hörte. Vertraute Stimmen die alles andere als fremd für ihn waren. Er stand auf ging zu der Tür und horchte wer und was da geredet wurde. Es war sein Pater und ein Ordensbruder. Sie mussten wohl in den anderen Zellen sitzen. Dieser Umstand schien ihm jedoch bisher nicht aufgefallen zu sein.
Eine muntere Unterhaltung brach los, teilte man ja das gleiche Schicksal. Wieso also nicht miteinander reden, bevor man noch dem Wahnsinn verfällt. Allerdings brach die Unterhaltung rasch ab, als die Wachen mit einer "Besucherin" zurück kamen.

Die Besucherin kam ihm vertraut vor, zumindest erkannte er sie an ihrer Stimme, er ahnte was nun auf ihn zukommen würde, doch er versuchte seine düsteren Gedanken zu vertreiben in der Hoffnung, dass sie nicht wegen ihm hier sei. Wieder einmal erwies sich sein Glück jedoch als nicht präsent und so dauerte es nicht lange bis sie dann in seiner Zelle stand. Ihr Gesicht war wie am Tage zuvor von Maske und Kaputze verdeckt und lediglich die Augen waren unter einem dunklen Schatten leicht zu erkennen.
Anfängliche Floskeln waren schnell ausgetauscht, auch wenn diese eher wenig mit Höflichkeit oder der gleichem zu tun hatten. Zumindest kam nun zur Sprache was sie vorhatte. Es war definitiv nichts Gutes.

Mit einem fiesen Zauber den sie auf ihn wirke verspannte sich sein ganzer Leib, sodass er kaum noch in der Lage war sich zu rühren, doch war dies im Moment auch noch nicht nötig. Er versuchte lediglich den einen oder anderen spöttischen Spruch zu bringen, doch ließ sie ihm dafür kaum die Gelegenheit. Ein weiterer Zauber folgte dem ersten, der nach ihrer Aussage seine tiefsten Ängste zum Vorschein bringen sollten. Krampfhaft versuchte er sich zu wehren und seine Gedanken vor ihr versteckt zu halten. In Gedanken war er auf grünen Wiesen, mit bunten Blumen. Die Sonne brannte warm vom Himmel hinab. Er stellte sich das Paradies auf Erden vor. Anfänglich hatte er noch Erfolg, doch schon bald wurden seine Gedanken von anderen Bildern überlagert, schlimmen Bildern, die er am liebsten Verdrängt, ja sogar vergessen hätte. Doch es half nichts, immer deutlicher wurden die Bilder und immer heftiger schossen sie durch seinen Kopf. Nun musste auch sie sehen können was er sah, denn ein hässliches Lachen ging von ihr aus.
Er kämpfe weiter, versuchte die Bilder erneut aus seinem Geist zu vertreiben, die Angst zu unterdrücken und einen Ausweg aus diesem Szenario zu finden. Ungewiss über den Ausgang würde er von ihr gepackt und mit dem Schädel gegen die Steinwand geschlagen. Kurzzeitig war er benommen, musste sich erst wieder orientieren, um zu sehen was ihre nächste Teufelei sein würde.

Während sich sein Körper langsam wieder zu entspannen begann, merkte er wie Blut aus seinen Handflächen trat und auf den Boden tropfte. Seine Fingernägel hatten sich so tief in das Fleisch gepresst, dass sie acht kleine blutende Wunden hinterlassen hatten.
Seine Peinigerin unterdessen holte eine kleine Phiole aus ihrer Tasche hervor, in der sich eine Flüssigkeit zu befinden schien, doch belehrte sie ihn sogleich, dass es sich um keine Flüssigkeit, sondern um viele kleine Fadenwürmer handele, welche die unerfreuliche Eigenschaft besaßen, wie fast alle Parasiten, sich in den Wirt zu fressen und in ihm zu nisten.
Eine dieser Bestien holte sie heraus und hielt sie ihm vors Gesicht während sie ihm erklärte wie diese Wesen in den Körper ihrer Opfer einzudringen pflegen. Mit der anderen Hand hielt sie einen Dolch, mit dem sie sogleich in seinen Bauch stieß. Nahe dieser Verwundung setzte sie den Wurm ab, der sich eklig, glibschig auf ihm wand und "Witterung" aufzunehmen schien.

Mit der einen Hand versuchte er den Wurm von sich zu schlagen, doch war sie schneller in ihren Reflexen und hielt die Hand fest. Ein Glück das er zwei der eben genannten besaß und ihre zweite durch den Dolch behindert wurde. Es gelang ihm den Wurm zu packen und auf das steinerne Bett zu schlagen und zu zerdrücken. Völlig überraschend hingegen kam ihr nächster Streich. Mit dem Dolch stach sie in seinen Handrücken und fixierte seine Hand. Das Blut floss und Schmerz zog sich seinen Arm hinauf. Erbost und wütend zugleich stand sie auf und sprach erneut den Zauber über ihn, der ihn sogleich wieder erstarren ließ. Sein Körper verkrampfte sich erneut und der Dolch, welcher immer noch in seiner Hand steckte, riss die Wunder weiter auf. Der Schmerz den er spürte war unbeschreiblich, doch biss er die Zähne zusammen um den Schmerz zu ignorieren. Doch es half nichts, und er stöhnte unter Schmerzen auf.
Bewegungsunfähig musste er nun zusehen, wie sie die komplette Phiole über seinem Bauch ausgoss. Unfähig sich zu wehren musste er wohl oder übel zusehen, wie diese keinen Parasiten in seinen Körper eindrangen. Mit jedem dieser Biester stieg seine Panik, Schweiß bildete sich auf seiner Stirne und er zog die Luft heftig zwischen den Zähnen ein und aus.

Ein langsamer und gleichbleibender Schmerz begann sich in ihm breit zu machen, das Adrenalin überschwemmte seinen Körper und seine Sicht begann zu verschwimmen.
Amüsiert sah sie dabei zu, wie sich die Würmer in ihn hineinfraßen, wieso auch immer packte sie dann in die offene Wunde, vermutlich wohl nur um sein Leiden noch weiter auszubreiten. Scheinbar begannen die Tiere sich in seinem Bauch zu bekämpfen und gegenseitig zu töten. Jedenfalls war es dass, was sie ihm erzählte. Es kam zumindest mit dem überein, was er in seinem Inneren spürte. SCHMERZ
Der Schweiß auf seiner Stirn wurde dicker, das Bild vor Augen begann schwarz zu werden und seine Augen verdrehten sich nach hinten. In seiner Kehle setzte ein Brechreiz ein, den er versuchte zu unterdrücken.

Während sie ihm den Schweiß von der Stirne wischte fragte sie ihn plötzlich nach seinem Namen. Wieso sollte sie seinen Namen wissen? Zornig und wutentbrannt flackerten seine Augen, unfähig auch nur einen Punkt zu fixieren. Während sich scheinbar nur noch einige wenige Würmer in ihm bekämpfen, wuchs der Schmerz zunehmend doch war dieser nun lediglich auf einige wenige Stellen begrenzt. Sie hingegen zog nun endlich den Dolch aus seiner Hand. Vermutlich wollte sie, dass er sich voll und ganz auf den Schmerz in seinem Inneren konzentrierte.

Mit zunehmendem Schmerz wurde sein Wahrnehmung getrübter, es empfand nun kaum noch Hitze sondern gänzlich und allein eine eisige Kälte, die seinen Körper leicht erzittern ließen. Erneut fragte sie ihn nach seinem Namen und er presste mit seinem beinahe letzten klaren Gedanken noch einen Namen hervor. Roy, Mein Name ist Roy hauchte er mit einem mehr als sarkastischen Unterton in ihr Gesicht.

Da sie wohl mit so etwas gerechnet zu haben schien, war sie nicht sonderlich überrascht über seine Äußerung. Im Gegenteil, sie schien eben so etwas erwartet zu haben. Wohl um ihn noch etwas für spätere Momente aufzuheben tötete sie den letzten Wurm in seinem Inneren. Dann holte sie etwas aus ihrer Tasche hervor. Was genau wusste er nicht, seine Sicht war nunmehr vollkommen schwarz. Der Körper schmerzte nach wie vor und der Kopf schien berauscht vom vielen Adrenalin zu sein, dass sich über seinen Körper ergossen haben musste.
Was auch immer es war das sie dort aus ihrer Tasche holte, es war nichts gutes. Mit einer Hand öffnete sie seinen Mund mit der anderen stopfte sie es ihm in den Hals. Ein erneuter Würgereiz durchzog ihn, gefolgt von einem resignierenden Schluckreflex. Was er da auch immer geschluckt haben möge, es sorgte dafür, dass er eine sehr unangenehmen Nacht haben würde.

Bewusstlos kippte er zur Seite die wohl schlimmste Nacht seines Lebens erlebend.

Verfasst: Mittwoch 11. Februar 2009, 20:41
von Anveena Midame
Abermals steckt sie den Dolch ins Wasser, holt ihn hervor und wäscht ihn ordentlich mit dem Tuch ab. Das Blut war schon angekrustet...dieses süße Blut. Sie roch dran, wie an ihren Händen an jenen eben das selbe Blut klebte. Doch sie wollte nach Bajard und Blutüberströmte Sachen waren nie ein gutes Zeichen.
Noch einmal liess sie das geschehene Revue passieren.
Ja, es ging ihr gut, sie war befriedigt in ihrer sadistischen Ader, selbst wenn doch ein wenig enttäuscht.
Sicher, der Gefangene, der sich sarkastisch Roy schimpfte, hielt mehr aus als die meisten anderen. Er war gewiss Willensstark und hatte eine hervorragende Körperbeherschung, doch am Ende, unterlag auch er den Schmerzen. Ja, sie hätte es sich in der Tat schwieriger Vorgestellt.
Dennoch, dieser Machtkampf, den sie innerlich ausgefochten hatte, hatte Sie gewonnen...ja, der Punkt ging an Sie.
Sie liess ihn leiden, ihn schreien, den Schmerz empfinden.
Ihr neues Folterkonzept hatte in der Tat nicht versagt.

Das Vorspiel:
Das eindringen in des Opfers Geiste. Ihn Informationen entlocken, während er sich vor Schmerzen windet. Ihn aufzeigen, wovor er sich am meisten fürchtete.
Er war widerspenstig, einige Zeit konnte er seinen Geist reinhalten...doch nicht lange...irgendwann formte sich diese Fratze und liess ihn aufschreien. Ja, dieses eindringen in den Verstand des Menschens ist wirklich eine sadistische Ader im perfiden Spiel der Folter.

Der Hauptakt:
Es ist der natürliche Gang des menschlichen Wesens, dass man niedere Kreaturen für die Drecksarbeit nutzt. Doch diese kleinen, sich windenden Würmer waren die lange Reise wert.
Sie beissen sich durch das Fleisch, es müssen unvorstellbare Schmerzen sein, wenn man merkt, wie der eigene Körper von innen heraus zerfressen wird. Alleine ein einziger Wurm jagde die Panik in die Augen des Mannes, doch als Sie dann alle Würmer über ihn ergoss....ahhh...es fühlte sich so gut an, seine Angst förmlich zu schmecken.
Ja...kleine, garstige Biester...im kollektiv könnte man sie als Rudeltiere bezeichnen, doch in einem Körper kommt der Futterneid hoch und sie beginnen, sich zu bekämpfen...einen Kampf, ohne Rücksicht auf Verluste.
Und wäre das nicht das schlimmste, so sondern die toten Kadaver noch so etwas wie Säure ab, selbst in ihrem leblosen Zustand weitet sich der Schaden aus...und am Ende...wird der letzte Wurm jener sein, der sich nach oben frist, in den Kopf und sich dort einnistet um irgendwann neue Würmer zu gebähren, die sich dann ebenfalls durchfressen.
Ein grausiger, sehr schmerzerfüllter Tot.
Es war ein wunder, oder doch die Willensstärke des Opfers, dass er so lange bei Bewusstsein blieb...und Sie genoss es...seine Willensstärke verlängerte nur ihren Spaß. Er hat es sich verdient, dass der letzte Wurm nicht seinen Kopf erreicht...die Schmerzen, raubten ihn seinen Verstand und schickten ihn in die Bewusstlosigkeit.
Doch damit nicht das Ende.

Das Nachspiel:
"Götterdämmerung" nennt sich diese Pflanze, die sie vom hohen Norden bekam. Alleine ihre kleinen, zackigen Dörner auf diesem wundervollen, schwarzen Blatt sind hochgiftig und nur mit einer Zange anzufassen.
Die Bewusstlosigkeit ist sein Vermächtnis, zu einfach konnte man es ihm in den Mund schieben und es schlucken lassen.
Wie Brennessel müsste es seine inneren Anschwellen lassen, dennoch, ist der Name der Pflanze mit bedacht gewählt worden.
Götter...kam aus der Sprache der Einwöhner für Stärke...diese Pflanze schärft alle Sinne...verfielfacht den Geschmacks-, den Riech-, den Hör- und den Sehsinn. Doch es ist ein Fluch.
Der Flügelschlag eines Schmetterlings klingt wie das laute Kriegstrommeln eines riesigen Ogers und ein Funke wirkt wie ein Blick in die glühend heiße und grelle Sonne. Man kann mit den einfachsten Dingen sein Opfer foltern...ein starkes Parfum ist wie das hineinstechen eines Dolches für die Nase, Kamillenblätter wie die schärfsten Chillischoten und die Chillischoten wie eine brennende Kerze im Munde.
Hinzu vernebelt es den Verstand, es kann einen süchtig machen nach dem Schmerz. Es zeigt einen schreckliche Dinge, wenn man die Augen schliesst...doch wenn man sie öffnet, reissen die geschärften Sinne den Schmerz noch entzwei.
Man kann nichts dagegen tun, nur abwarten, den Schmerz ertragen und hoffen, das man lebt.

Ja, Anveena war wissbegierig, ob das Opfer die Nacht überleben würde. Sie bekam die Einladung von den Letharen, die sichtlich beeindruckt von ihren Methoden waren, um von den Methoden der Lethra zu lernen und sie würde solch ein einmaliges Angebot mit Freuden und Respekt annehmen....vielleicht...würde ein junger, frischer Diener, der ebenso ihre Abartigen Spiele liebte, sie begleiten wollen....von den Letharen lernen...sich gegenseitig ergänzen und vielleicht neue Methoden der Folterei entwickeln.
Ja, es war noch lange nicht vorbei.

Verfasst: Sonntag 22. Februar 2009, 18:20
von Anveena Midame
Immer noch lag der süße Duft der Pain in ihrer Nase. Missend seufzte sie geniesserisch aus.
Die Letharen...es mögen primitive Methoden sein, einfach gestrickt...doch gerade weil es so einfach ist, ist es egal.
Ihre Foltermethoden...sie jagten selbst der Dienerin einen Schauer über den Rücken...eine Mischung der Gefühle...Ekel und Begeisterung.
Ja....es war gut die Schwestern mitzunehmen.
Der Bund, der langsam began sich zu binden, war für beide Seiten eine machtvolle Option für zukünftige Ereignisse...und man teilte so gerne.
Der Gefangene...er war erschöpft, doch sie konnten ihn fixieren, banden ihn wie abgestandenes Fleisch an die Haken, er konnte nicht anders, als sich zu besinnen...sich zu konzentrieren.
Was er wohl nun tue?
Ob er noch lebte?
Ob er mitlerweile Frei war?
Ob er in den Nächten sich im Bette wälzte, geplagt von den Erinnerungen an die Folter?
Wer weiß...sicher...sie würde ihn wieder sehen...würde weiter ihre perviden Spiele mit ihm treiben...ihm, wenn er nach Wasser schreie wieder beinahe ertrinken lassen.
Ja....es waren gar wundervolle Tage für Sie und mehr und mehr kam sie der perfekten Folter näher.