Gefangen ...
Verfasst: Dienstag 10. Februar 2009, 15:05
Es war der 9. Tag des Monats Eisbruch im Jahre 252 als er wie gewöhnlich durch den Wald schländerte. Unterwegs traf er einen guten Freund der ihn einige Meter weit begleiten wollte. Doch der Tag, der einst so schön begann verwandelte sich durch das laute Bimmeln der Alarmglocken zu Varuna in das komplette Gegenteil. Anfänglich glaubten sie noch, dass es sich hierbei wohl um eine Alarmübung oder etwas ähnliches handeln würde, doch sollten sie schnell eines Besseren belehrt werden. Eine rahaler Meute hatte sich vor den südlichen Toren der Stadt versammelt. Unter ihnen auch einige Letharen, alles in allem ein Streit und blutlustiger Haufen. Viel konnte er nicht sehen, denn als er näher an das Geschehen heran trat fiel er durch sein hoch ehrenvolles und stolzes Wappen, jenes des Ordens der Temora, den Feinden direkt ins Auge. Es dauerte nicht lange und er war ebenso wie sein hochgeschätzter und verehrter Pater, Farion Lefar, ein gefangner eben jener. Er musste sich wohl oder übel auf das Schlimmste einstellen und auf alles gefasst machen. Er und die anderen Gefangenen wurden mehr oder weniger unsanft Richtung Rahal getrieben. Vor den großen Toren nahm man ihm seinen Stab ab, wohl denkend das von diesem eine Gefahr ausginge. Zumindest nahm er dies an. Nicht viel später wurde er auch schon tief unter der Stadt in den dunklen und engen Gängen der Letharengewölbe eingekerkert. Die Luft war warm und feucht, etwas muffig und übelriechend. Doch das war bei weitem nicht das Schlimmste. Immer wieder sah er seine Wächter hin und her rennen, wohl auf dem Wege zu Folter und Verhör. Er mochte sich nicht ausmalen was für Qualen sein Pater und die anderen in diesem Augenblick wohl durchleiden mussten.
Doch viel quälender als die Gedanken an die anderen, war der entsetzliche Durst der sich nun in seiner völlig ausgetrockneten Kehle breit machte. Sein Blick fiel auf eine kleine Schüssel, die man ihm in die Zelle gestellt hatte. Er konnte sich erinnern, dass der Wache etwas davon beim hineinkommen auf den Boden geschwappt war. Er ging zu dem Schälchen um die Flüssigkeit genauer zu betrachten. Dabei stellte er fest dass es sich zwar um Wasser handelte, allerdings war es voller Blut und Dreck. Er war jedoch fest entschlossen die Wachen dazu zu bewegen ihm etwas frisches Wasser zu geben. Es dauerte auch nicht lange und eine Wache lief an der Zellentüre vorbei. Sogleich machte er auf sich aufmerksam und bat die Wache um Wasser an, doch wurde seine Bitte abgewiesen. Auch bei einer zweiten Wache hatte er wenig Erfolg gehabt. Er musste also du drastischeren Maßnahmen greifen. Er begann nun laut zu rufen und nach Wasser zu verlangen, doch es half alles nichts. Just als er jede Hoffnung verloren hatte überhaupt noch Wasser zu bekommen trat eine Wache, wohl genervt von seinen Rufen, in die Zelle ein mit einem Eimer Wasser in der Hand. Er hatte es geschafft, er hatte die Wachen dazu bringen können ihm frisches Wasser zu bringen. Die Wache die vor ihm stand grinste hämisch als er das Wasser über ihn ergoss. Fenlas versuchte so viel wie möglich davon in den Mund zu bekommen, doch ehe er eine ausreichende Menge im Mund hatte bemerkte er einen salzigen Geschmack. Diese barbarischen Hunde hatten ihm Salzwasser gebracht. Wild prustend spuckte er das Wasser aus und verfluchte die Elenden. Sein Wille war dadurch aber keinesfalls gebrochen, im Gegenteil sogar noch angefacht worden. Mit einem metallenen Becher, welchen er immer bei sich trägt, begann er an den Gitterstäben zu reiben auf dass sich der Lärm in den Höhlen und Gängen ausbreitete. Doch nicht genug damit, nein er wiederholte immer wieder sein Geschrei nach Wasser, um so die Wachen zur Weißglut zu treiben. Ob dies eine weise Entscheidung war mochte ihm gänzlich egal sein. Sein einziges Bedürfnis war es etwas frisches Wasser zu bekommen.
Einige Zeit verstrich und er wunderte sich, dass noch keine der Wachen wieder zu ihm kam, um ihm Wasser zu bringen, oder vielleicht sogar ganz anderes. In der Tat kam nach einem weiteren längeren Zeitraum eine Wache. Eine weibliche Wache, die er zuvor schon einmal gesehen hatte. Sie hatte einen Lederriemen in der Hand, und kam nun auf ihn zu. Er hielt ihr seinen Becher hin um erneut nach einem wenig frischen Wasser zu flehen, doch als Antwort bekam er lediglich einen Fausthieb in die Magengrube. Keuchend ging er zu Boden, hielt sich dabei aber an ihrem Hemd fest und zog sie so mit sich hinunter. Hustend und keuchend kniete er vor ihr am Boden, das Hemd immer noch fest im Griff. Diese Situation wohl ausnutzend versuchte sie ihm mit dem Lederriemen im warten Sinne des Wortes das Maul zu stopfen. Wilde Panik ergriff ihn sogleich, da er fürchtete von ihr erstickt zu werden. Wie ein fisch am Hacken zappelte und wand er sich nun am Boden, dabei wild um sich schlagend in der Hoffnung dem Ganzen noch entkommen zu können. Seine letzte Hoffnung sah er darin sie in die Hand zu beißen, was ihm zu seinem Glück auch gelang. Sie schreckte zurück, doch wohl eher aus Überraschung als aus Schmerz, zumindest kam es ihm so vor. Er landete auf dem Bauch und blickte zu ihr auf, als sie damit begann nach ihm zu treten. Ein Tritt folgte auf den anderen, einer stärker als der Andere. Schützend hielt er die Arme vor den Kopf, um schweren Verwundungen zu entgehen, doch kam ein Tritt so unvorbereitet, dass er sich auf die Zunge biss und blutete. Wütend spuckte er ihr das Blut vor die Füße, als sie mit den Tritten inne hielt. Doch anstatt ihr Beleidigungen an den Kopf zu werfen flehte er sie erneut nach Wasser an, in der Hoffnung das sie nun endlich seine Bitte erhören würde. Diese war jedoch sichtlich genervt und versuchte ihn auf ein neues zu knebeln. Doch diesmal ergriff ihn nicht die Panik sondern der Wille zur Flucht. Ein wilder Kampf entbrannte zwischen den beiden. Die Wache schenkte ihm nichts, scheinbar vollkommen von Sinnen stürzte sie sich auf ihn und zwang ihn zum Äußersten. Er versuchte all seine Kräfte zu mobilisieren in der Hoffnung jene überwältigen zu können. Wohl eher aus letzter Hoffnung heraus als aus eigenem Antrieb griff er nach ihrer Waffe, die sich an der Hüfte gescheidet hatte. Er war zuversichtlich, da sie nur eine Hand an ihn legte, doch stellte er sehr bald fest, dass die andere Hand sehr wohl auch ein Ziel gehabt hatte. Jenes war der Stiefel in dem sich eine Klinge versteckt hielt. Er versuchte die Oberhand zu gewinnen aber auch ihrem Angriff zu entgehen. Sie drückte sich mit ihrem Körpergewicht auf ihn hinab, den Dolch in den Händen. Zwar gelang es ihm sich unter ihr fort zu rollen, doch traf ihn ihre Klinge und schnitt ihm eine tiefe Wunde ins Fleisch. Der Schmerz war entsetzlich, tausendfach schlimmer als alle anderen Schnitte die er sich im Laufe seines Lebens zugezogen hatte. Doch das konnte nun nicht seine Aufmerksamkeit beeinflussen. Nicht jetzt, wo er eine Waffe besaß.
Da sie nun mit dem Bauch auf dem Boden lag, sah er die für sich optimalste Chance sie kampfunfähig zu machen. Mit dem Griff des Rapiers schlug er ihr gegen den Kopf und versuchte sie dann zu entwaffnen. Es kostete zwar noch einige Mühen bis dies gelang, da die Wache nicht zimperlich mit ihm umging, doch schließlich hatte er es geschafft. Er zerrte sie hoch, hielt sie mit dem einen Arm fest umschlungen, mit dem Anderen hielt er ihr die Klinge an die Kehle. Langsam drückte er sie Richtung Zellentüre in der Hoffnung dass niemand den Lärm des Kampfes vernommen hatte. Doch kaum war er einige Schritte aus der Zelle getreten, da bemerkte er, dass man ihn sehr wohl gehört hatte. Er überlegte nicht lange, dann schubste er seine „Gefangene“ in Richtung der anderen Wache um die Gunst der Stunde zu nutzen und in die dunklen Gänge zu entfliehen. Ziellos irrte er umher immer auf der Suche nachdem Ausgang. Zu dunkel war es in diesen Gängen und Stollen, doch schließlich erreichte er ein riesiges Eisentor .......... das jedoch verschlossen war. Alle Hoffnung, alle Mühen, alle Anstrengungen waren vergebens. Nun blieb ihm nicht viel zur Alternative. Entweder ergab er sich oder er kämpfte. Doch alleine würde er gegen zwei erfahrene Krieger sicherlich keine Chance haben. Auch wenn er nun im Besitz einer Waffe war würde das seine Situation nicht wirklich verbessern. Hinzu kam, dass die Wachen nun zusätzlich eine gewaltige und furchteinflößende Echse mitbrachten, die bei seiner Entscheidungsfindung maßgeblich dazu beitrug, dass er die Waffe auf den Boden warf und sich ergab. Die Echse packte ihn sogleich und schleppte ihn zurück zu seiner Zelle, wo er sich auf das schlimmste gefasst auf sein Bett legte und der Dinge verharrte die da noch kommen würden.
Sein Abend endete mit einem leisen Gebet indem er nach Rettung flehte. ...........
Doch viel quälender als die Gedanken an die anderen, war der entsetzliche Durst der sich nun in seiner völlig ausgetrockneten Kehle breit machte. Sein Blick fiel auf eine kleine Schüssel, die man ihm in die Zelle gestellt hatte. Er konnte sich erinnern, dass der Wache etwas davon beim hineinkommen auf den Boden geschwappt war. Er ging zu dem Schälchen um die Flüssigkeit genauer zu betrachten. Dabei stellte er fest dass es sich zwar um Wasser handelte, allerdings war es voller Blut und Dreck. Er war jedoch fest entschlossen die Wachen dazu zu bewegen ihm etwas frisches Wasser zu geben. Es dauerte auch nicht lange und eine Wache lief an der Zellentüre vorbei. Sogleich machte er auf sich aufmerksam und bat die Wache um Wasser an, doch wurde seine Bitte abgewiesen. Auch bei einer zweiten Wache hatte er wenig Erfolg gehabt. Er musste also du drastischeren Maßnahmen greifen. Er begann nun laut zu rufen und nach Wasser zu verlangen, doch es half alles nichts. Just als er jede Hoffnung verloren hatte überhaupt noch Wasser zu bekommen trat eine Wache, wohl genervt von seinen Rufen, in die Zelle ein mit einem Eimer Wasser in der Hand. Er hatte es geschafft, er hatte die Wachen dazu bringen können ihm frisches Wasser zu bringen. Die Wache die vor ihm stand grinste hämisch als er das Wasser über ihn ergoss. Fenlas versuchte so viel wie möglich davon in den Mund zu bekommen, doch ehe er eine ausreichende Menge im Mund hatte bemerkte er einen salzigen Geschmack. Diese barbarischen Hunde hatten ihm Salzwasser gebracht. Wild prustend spuckte er das Wasser aus und verfluchte die Elenden. Sein Wille war dadurch aber keinesfalls gebrochen, im Gegenteil sogar noch angefacht worden. Mit einem metallenen Becher, welchen er immer bei sich trägt, begann er an den Gitterstäben zu reiben auf dass sich der Lärm in den Höhlen und Gängen ausbreitete. Doch nicht genug damit, nein er wiederholte immer wieder sein Geschrei nach Wasser, um so die Wachen zur Weißglut zu treiben. Ob dies eine weise Entscheidung war mochte ihm gänzlich egal sein. Sein einziges Bedürfnis war es etwas frisches Wasser zu bekommen.
Einige Zeit verstrich und er wunderte sich, dass noch keine der Wachen wieder zu ihm kam, um ihm Wasser zu bringen, oder vielleicht sogar ganz anderes. In der Tat kam nach einem weiteren längeren Zeitraum eine Wache. Eine weibliche Wache, die er zuvor schon einmal gesehen hatte. Sie hatte einen Lederriemen in der Hand, und kam nun auf ihn zu. Er hielt ihr seinen Becher hin um erneut nach einem wenig frischen Wasser zu flehen, doch als Antwort bekam er lediglich einen Fausthieb in die Magengrube. Keuchend ging er zu Boden, hielt sich dabei aber an ihrem Hemd fest und zog sie so mit sich hinunter. Hustend und keuchend kniete er vor ihr am Boden, das Hemd immer noch fest im Griff. Diese Situation wohl ausnutzend versuchte sie ihm mit dem Lederriemen im warten Sinne des Wortes das Maul zu stopfen. Wilde Panik ergriff ihn sogleich, da er fürchtete von ihr erstickt zu werden. Wie ein fisch am Hacken zappelte und wand er sich nun am Boden, dabei wild um sich schlagend in der Hoffnung dem Ganzen noch entkommen zu können. Seine letzte Hoffnung sah er darin sie in die Hand zu beißen, was ihm zu seinem Glück auch gelang. Sie schreckte zurück, doch wohl eher aus Überraschung als aus Schmerz, zumindest kam es ihm so vor. Er landete auf dem Bauch und blickte zu ihr auf, als sie damit begann nach ihm zu treten. Ein Tritt folgte auf den anderen, einer stärker als der Andere. Schützend hielt er die Arme vor den Kopf, um schweren Verwundungen zu entgehen, doch kam ein Tritt so unvorbereitet, dass er sich auf die Zunge biss und blutete. Wütend spuckte er ihr das Blut vor die Füße, als sie mit den Tritten inne hielt. Doch anstatt ihr Beleidigungen an den Kopf zu werfen flehte er sie erneut nach Wasser an, in der Hoffnung das sie nun endlich seine Bitte erhören würde. Diese war jedoch sichtlich genervt und versuchte ihn auf ein neues zu knebeln. Doch diesmal ergriff ihn nicht die Panik sondern der Wille zur Flucht. Ein wilder Kampf entbrannte zwischen den beiden. Die Wache schenkte ihm nichts, scheinbar vollkommen von Sinnen stürzte sie sich auf ihn und zwang ihn zum Äußersten. Er versuchte all seine Kräfte zu mobilisieren in der Hoffnung jene überwältigen zu können. Wohl eher aus letzter Hoffnung heraus als aus eigenem Antrieb griff er nach ihrer Waffe, die sich an der Hüfte gescheidet hatte. Er war zuversichtlich, da sie nur eine Hand an ihn legte, doch stellte er sehr bald fest, dass die andere Hand sehr wohl auch ein Ziel gehabt hatte. Jenes war der Stiefel in dem sich eine Klinge versteckt hielt. Er versuchte die Oberhand zu gewinnen aber auch ihrem Angriff zu entgehen. Sie drückte sich mit ihrem Körpergewicht auf ihn hinab, den Dolch in den Händen. Zwar gelang es ihm sich unter ihr fort zu rollen, doch traf ihn ihre Klinge und schnitt ihm eine tiefe Wunde ins Fleisch. Der Schmerz war entsetzlich, tausendfach schlimmer als alle anderen Schnitte die er sich im Laufe seines Lebens zugezogen hatte. Doch das konnte nun nicht seine Aufmerksamkeit beeinflussen. Nicht jetzt, wo er eine Waffe besaß.
Da sie nun mit dem Bauch auf dem Boden lag, sah er die für sich optimalste Chance sie kampfunfähig zu machen. Mit dem Griff des Rapiers schlug er ihr gegen den Kopf und versuchte sie dann zu entwaffnen. Es kostete zwar noch einige Mühen bis dies gelang, da die Wache nicht zimperlich mit ihm umging, doch schließlich hatte er es geschafft. Er zerrte sie hoch, hielt sie mit dem einen Arm fest umschlungen, mit dem Anderen hielt er ihr die Klinge an die Kehle. Langsam drückte er sie Richtung Zellentüre in der Hoffnung dass niemand den Lärm des Kampfes vernommen hatte. Doch kaum war er einige Schritte aus der Zelle getreten, da bemerkte er, dass man ihn sehr wohl gehört hatte. Er überlegte nicht lange, dann schubste er seine „Gefangene“ in Richtung der anderen Wache um die Gunst der Stunde zu nutzen und in die dunklen Gänge zu entfliehen. Ziellos irrte er umher immer auf der Suche nachdem Ausgang. Zu dunkel war es in diesen Gängen und Stollen, doch schließlich erreichte er ein riesiges Eisentor .......... das jedoch verschlossen war. Alle Hoffnung, alle Mühen, alle Anstrengungen waren vergebens. Nun blieb ihm nicht viel zur Alternative. Entweder ergab er sich oder er kämpfte. Doch alleine würde er gegen zwei erfahrene Krieger sicherlich keine Chance haben. Auch wenn er nun im Besitz einer Waffe war würde das seine Situation nicht wirklich verbessern. Hinzu kam, dass die Wachen nun zusätzlich eine gewaltige und furchteinflößende Echse mitbrachten, die bei seiner Entscheidungsfindung maßgeblich dazu beitrug, dass er die Waffe auf den Boden warf und sich ergab. Die Echse packte ihn sogleich und schleppte ihn zurück zu seiner Zelle, wo er sich auf das schlimmste gefasst auf sein Bett legte und der Dinge verharrte die da noch kommen würden.
Sein Abend endete mit einem leisen Gebet indem er nach Rettung flehte. ...........