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Vor dir liegt die Hoffnung, doch hinter dir der Schmerz

Verfasst: Dienstag 3. Februar 2009, 06:43
von Tajara Nair
Manchmal ist es wirklich eine Tortur, dachte Tajara bei sich als sie aus ihrem Fuchsbau hochkroch und die Lagerbestände des Zeltes Prüfte. Die Pfeife in ihrem Mundwinkel, den Geruch nach Tabak verbreitend war sie wieder in Gedanken an Vergangenes. Ihrer Schwester gehörte einst dieses Zelt - und nun - nun war sie hier mit ihrer Ziehtochter und Xin. Und bald musste das Zelt abgebrochen werden. Ein Zelt - wie schäbig ging es eigentlich noch? Eine stolze Kriegerin war sie einst - doch das was jetzt war, war einfach nur deprimierend.
Diese Insel sollte ihr Tod sein, das war der blauhaarigen Schützin in diesem Moment mehr als klar. Natürlich wäre sie das. Sie würde auf ihr sterben, wie es nicht mehr lange dauern sollte, dass sie Lameriast gar nicht mehr verlassen dürfte.
Es war beruhigend, dass der "Pakt der Freien" erneuert werden sollte - und dass den Inselwächtern Gehör verschafft werden sollte. Damit wurde das Opfer der drei pfandhüter endlich gewürdigt - doch was war das schon wert, wenn man bedachte, dass sie wie Hunde vor Thyrenland siedeln müssten? Und dennoch war es der einzige mögliche Weg. Zermürbend vielleicht, aber wohl der einzig noch verbleibende Weg.
Beunruhigend war Eisenwart: Was hatte Thoran gesagt? Khazkals Herz wäre nach wie vor schwarz. Und was hatte Tajara darauf erwiedert? Khazkals Herz ist so schwarz wie eitel.
Der wirkliche Vorteil hier jedoch war ein anderer. Nämlich, dass sie nun kaum noch jemandem verpflichtet wäre. Und da kam der jungen Frau ein Gedanke! Jaaaaaaaah - was wäre eigentlich, wenn sie einfach das tunw ürde, was sie schon vor langer Zeit hätte tun sollen? Es gab doch weit mehr auf Lameriast als nur die Gruppierungen. Was war mit jenen, die wirklich hier in der Hoffnung siedelten, Lameriast bliebe frei und verkäme nicht zu einem Fürstentum? Und damit beschloss sie, auf eigener Fraust zu handeln und machte sie kurz darauf im Keller auf ein Schreiben.
"W...was machst du hier, Mami?" - natalia blickte ihr über die Schulter. Ein schwaches Lächeln zu dem rothaarigen Mädchen ihrerseits.
"Ich tue etwas, was schon längst hätte getan werden müssen..."

Vor dir liegt die Hoffnung - doch hinter dir der Schmerz. Die Hoffnung auf eine Aufgabe, die Hoffnung auf den Verstand der Menschen. Hinter dir liegt der Schmerz des Vergessen werdens und der Aufgabe. Es war der Stolz der mich lenkte, es war der Stolz, der mich aufrecht erhielt. Doch die Thyren mögen entscheiden - ich vergebe ihnen. Sie können es nicht alle wissen, was für Opfer gebracht wurden, damit sie, wie alle anderen ebenso auf der Insel leben können...

Und so kam ein Schreiben im Umlauf.[/i][/b]