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Aller Anfang ist schwer...eine neue Schülerin

Verfasst: Montag 2. Februar 2009, 22:28
von Malachai Schwarzmourne
Sie hatte einen unruhigen Schlaf, sie war lange Wach, das wusste er. Er hatte zwar die Augen zu, er lag ruhig da, auf dem Aste und sein Atem ging gleichmässig. Doch er schlief nicht.
Er beobachtete Sie...in jedem Augenblick.
Deswegen begleitete sie ihm, deswegen bestand er darauf, Sie mitzunehmen.
Sarah musste nun lernen, die Zeit war gegen Sie und sie musste einfach nun begreifen, wer Sie war und wer die Menschen waren, die um sie herum waren und dessen Schmerzen sie teilen konnte.
Es war für Malachai auch eine neue Erfahrung, diese Fähigkeit, Schmerz anderer Gleichgesinnter zu spüren, hatte er zuvor noch nie bei einem anderen Schatten gesehen, selbst wenn Aufzeichnungen der Bücher davon berichteten.
Doch bei Sarah war es schwerer, Sie zu schulen...sie musste von ganz vorne anfangen, sie musste begreifen, dass Sie eine Schatten war und das Sie sich nicht davor fürchten müsse.
So musste Sie bei ihm sein, er musste Sie förmlich studieren, um Sie zu verstehen, um ihren Weg zu verstehen und dann dort ansetzen zu können...um ihr praktisch zu erklären, was es alles damit auf sich hatte.
Er hatte lange keinen Schüler mehr...sehr lange nicht mehr.
Anfangs, zu dem Wiederaufbau der Schatten, ja, da bildete er aus...doch nach und nach trat man ihm diese Aufgabe ab, die Schattenmeister begannen, das zu vollenden, was er begonnen hatte...und nun...wieder ein Schatten.
Ja, er bildete auch die anderen aus, aber nicht so wie Sarah. Sie waren nicht komplett ungeschult, sie mussten bei ihren Eigenschaften nicht von null anfangen, nein, ihnen musste man dann nur noch das Wissen vermitteln.
Doch Sarah, wie ein Schatten, frisch gefunden und hinein geworfen in diese Welt. Er musste gänzlichst ihr Vertrauen gewinnen, so dass Sie sich öffnen würde für das, was er ihr beibringen wollte.
Es war ein schwieriger Weg, er hätte lieber einen Zeitpunkt gewählt, wo er selber nicht von zerrissen war von den Gefühlen dieser Welt und dieser Menschen. Doch Sarah, sie spürte Selinas Schmerz...und wenn die Geburt eintritt, muss Sie gelernt haben, diese Gefühle von sich fern zu halten. Sie könnte es nicht verstehen, nein, die Gefahr war zu groß, dass Sie dabei zerbrechen kann...Selinas und Arsens große Sorge...Sorge, die er mit ihnen teilte.
Doch es ist schwer, sich ihr anzunähern, ohne Sie dabei nicht zu verschrecken. Sie sah das schwarze Blut, doch es schien Abscheu in ihr zu rufen. Ihr natürliches Denken, etwas unnormales, etwas abscheuliches...hierbei, muss Sarah über der Natur hinwegsehen und dann doch auf ihr inneres vertrauen, dass Sie weiß, dass es gut ist.
Ja, Malachai liegt ruhig auf dem Aste, doch viele Gedanken kreisen ihm durch den Kopfe und sein Gespühr für den Schatten, der neben ihn auf dem anderen Aste liegt und nicht schläft, wird wachsam sein und sie nicht aus den Augen lassen.
Er würde bei der tiefsten Wurzel beginnen...ihrer Vergangenheit und wenn er erfolglos bei der Suche ist, würde er in ihren Träumen nach ihrer Vergangenheit bohren, wie es einst Sienara tat.
Vielleicht...würde Sie dann verstehen...vielleicht.

Verfasst: Dienstag 3. Februar 2009, 18:48
von Sarah Schwarzmourne
Die Fragen wurden nicht weniger, nein ganz im Gegenteil ständig kamen neue hinzu. Es fiel ihr die letzten Tage und Nächte schwer auch nur einen klaren Gedanken zu fassen geschweige denn einigen Fragen auf den Grund zu gehen, aber schlafen wollte sie nicht, zu groß war die Angst eines neuen Traumes oder auch Selina nicht helfen zu können wenn Sie ihre Hilfe vielleicht benötigt.

So saß sie auch an diesem Abend bei Selinas Bett, Arsen erzählte über sein Treffen mit Malachai doch je mehr er erzählte umso weniger verstand Sarah. Einen kurzen Augenblick hatte es fast den Anschein die beiden bekämen sich wieder in die Haare, trotzige Antworten und seufzende Blicke die in letzter Zeit immer öfter bei Selina zu sehen waren aber es beruhigte sich alles wieder als er ihr ein Buch hinwarf und Sie begann darin ein wenig herumzublättern. Arsen machte es sich auch gemütlich und Sarah konnte kaum noch die Augen offen halten. Immer öfter nickte Sie kurz ein, egal wie oft sie sich anders hinsetzte und wie bemüht sie war ja wach zu bleiben.

Malachai kam etwas später hinzu, wie viel Zeit verging konnte Sie nicht mehr abschätzen, aber das Gespräch wurde mit der Zeit auch ruhiger und irgendwann fragte er Sarah ob sie mit ihm kommt, eine Weile bei ihm sein wollte. Welch eine Frage, gerade jetzt wo es Selina nicht gut ging, sie hat doch versprochen aufzupassen und das wollte Sie eigentlich auch gleich kundtun doch nachdem Arsen und auch Selina sofort meinten dass es eine sehr gute Idee sei und sie doch mit ihm gehen sollte wusste Sie dass die Zeit nun doch früher kam als erwartet. Ja Selina würde bald ihr Baby haben und Sarah musste ihre Suche fortsetzen. Vielleicht war das eine gute Gelegenheit, wenn Sie mit Mala geht findet sie ja vielleicht den einen oder anderen brauchbaren Unterschlupf dabei, wer weiß wozu es gut ist. Und er wollte ihr es was beibringen, sie Unterrichten. Mit einem sachten nicken stimmte sie dem also zu ohne weitere Fragen zu stellen. Es nahm alles seinen lauf, wobei sie es heute ja noch gut hatte, Mala war bei ihr, sie hatte noch etwas Zeit und es kommt nicht mehr so überraschend wie damals Marrouu.

Es war schon recht spät als Mala wieder in die Schlafräume kam und Sarah sagte sie soll sich warm anziehen und mitkommen. Rasch zog sie ihre Stiefel, den Mantel und noch den Umhang über den sie von Mala damals bekommen hat. Ein ganz besonderes Teil für Sie ohne den Sie nicht mehr das Haus verlassen würde. Sie ritten eine weile durch die Nacht bis Sie die erste Nacht in einem kleinen Wäldchen nahe Bajard verbrachten. Es war zwar recht kühl, aber sie war gut eingepackt und die Kälte tat ihr auch gut, sie hatte eine ganze Weile nicht mehr so große Mühe die Augen offen zu halten, doch auch in dieser Nacht kam irgendwann der Zeitpunkt wo sie eindämmerte, nicht allzu lange, aber lange genug um den nächsten Tag zu überstehen und wieder etwas klarer Denken zu können. Der Tag verging wie im Flug, ein wenig Jagen, ein paar Konzentrationsübungen die sie noch nicht mal als solche erkannte ein wenig durch die Gegend reiten…….., ja und schon dämmerte es wieder und der Weg führte Sie zur Akademie. Es wurde viel besprochen und nachdem ein heißer Tee sie nun erstmal etwas aufgewärmt hat kam auch die Müdigkeit wieder. Selbst der große Hühne der zu Besuch kam und irgendetwas besprechen wollte lenkte sie nur kurz ab, auch wenn Sie ihre Suche sehr ernst nahm, der kam auf keinen Fall in Frage, da müsste sie ja ständig hochkucken, nein das war kein Kanditat auch wenn er scheinbar auch suchte. Aber etwas weckte ihre Sinne dann doch recht rasch wieder auf. Selina ging es nicht gut und sie spürte das, sie stand draussen und unterhielt sich mit Mala, aber Sarah lies ihre Gedanken nicht mehr von Ihr, je länger sie draussen standen umso schlechter fühlte Sie sich, Sarah war froh zu dem Zeitpunkt sitzen zu können, sie spürte es nur zu deutlich und auch als Selinas Kräfte nachliessen und sie zusammensackte. Sarah sprang auf und lief zur Türe. Hol Arsen Sarah! Rief Malachai ihr entgegen und das versuchte sie auch aufgeregt, so passte er also auf.

Arsen brachte Selina recht rasch nach oben, die beiden werden wohl die nächsten Nächte hier verbringen, denn auch wenn Sie nun schlief, der Weg nach Hause war anstrengend und doch recht weit für Sie. Sarah kauerte noch eine Weile neben der Türe der Akademie wo Sie sich hinhockte um die Schmerzen etwas zu mildern, sie bekam gar nicht mit dass bis auf Sienara und Mala alle verschwunden waren und dieser rief sie dann auch zu sich. Sie setzte sich zu den beiden doch nicht lange und auch Sienara ging schlafen und Malachai versuchte Ihr etwas zu erklären. Was Sie ist und was auch er war und Arsen, Selina, Sienara und auch Marrick. So ganz verstehen konnte sie es wohl immer noch nicht, ja er sagte ihr schon einmal dass sie eine Schatten sei, aber wenn alle anderen es auch waren, weshalb spürten sie die Schmerzen nicht? So sehr Malachai auch bemüht war Sie und auch ihre Fragen zu verstehen und zu beantworten, was sicher nicht leicht war, es blieben immer noch sehr viele Fragen offen und ständig kamen neue hinzu. Aber erstmal war es Zeit auch für die beiden etwas Schlaf zu finden, zumindest war das Malachais Gedanke. Sie war ihm dankbar dass er in der nähe der Akademie bleiben wollte heute Nacht, auch wenn er sich gerade einen Baum aussuchte der Halb über dem Wasser hing, aber sie hatte ohnehin nicht vor zu schlafen und so machte sie es sich auf der Seite die nicht über dem Wasser hing so bequem wie möglich, ihren Blick zur Akademie gerichtet.

Die Nacht schien ewig zu dauern und so vieles ging ihr immer wieder durch den Kopf was die beiden Tage zuvor gesagt wurde und passierte. Ihre Sorge um Selina war immer im Vordergrund, auch wenn Sie und Arsen wohl recht froh waren dass Mala sie mitnahm. Malachai, hi und da glitt ihr Blick zu ihm hinüber, wie ruhig und friedlich er da lag, was würde er ihr Zeigen? Was beibringen? Wie war das noch sie musste lernen sich vor dem was sie spürt zu schützen, es nur dann zu spüren wenn sie es wollte. Und wieder war die frage da weshalb sie ihn an dem Tag nach dem Traum nicht spüren konnte, so sehr sie auch an ihn dachte? Sienara fand sie rasch, es ging ihr gut, na ja zumindest hatte sie keine Schmerzen, wie es ihr wirklich ging konnte Sarah auch nicht sagen aber bei ihm hat sie immer versagt und sie war froh dass Arsen ihn suchen ging am nächsten Tag. Wieder richtet sie Ihren Blick zur Akademie, sie konnte diese zwar nicht erkennen, aber sie wusste sie war da und sie würde es spüren wenn es Selina schlecht ging.

Sie hielt sehr lange durch an dem Abend, die nässe die von unten mit der Kälte durch die Kleider kroch halfen natürlich auch dabei, genauso wie die Angst und die Sorge sowie die vielen Gedanken die immer wieder aufkeimten, so viele Fragen…
Doch auch in dieser Nacht siegte Ihre Müdigkeit und sie schlief ein, es dämmerte schon fast und Ihr schlaf war kein bisschen ruhiger als Ihre Gedanken zuvor, es schien als ob diese noch immer weiterkreisten und sich dagegen wehrten auch endlich einzuschlafen. Gedanken auch um Malachai, weshalb bemühte er sich so sehr um Sie, er hat sie damals sogar gesucht? Ja das waren seine Worte und er schenkte ihr den warmen schönen Umhang, aber was Ihn am meisten ehrte, er hielt sein Wort und holte weder Arsen noch Selina noch sonst irgendwen, so wie er es versprochen hatte. Und doch spürte sie seinen Schmerz an dem Abend als er weg war, aber nicht an dem Abend bei dem Abtrünnigen, und wieder nicht nicht nach dem Traum, und dann der Malachai in ihrem Traum, er war so anders? Sie spürte dass sie ihm Vertrauen konnte und er hat es ihr schon einmal gezeigt dass es richtig war, aber weshalb? Und da war noch der Gedanke über das Gespräch am Abend, so wie sie das schwarze Blut auch hätte so hatten es ihre Mutter und ihr Vater auch. Wer waren diese, woher wollte Malachai das wissen? Kannte er Sie? So viele Fragen und Gefühle die sie in ihren Schlaf mitnahm, aber der Schlaf war so nötig und nicht mehr aufzuhalten. Wie lange wird er diesmal anhalten?

Verfasst: Dienstag 10. Februar 2009, 00:54
von Malachai Schwarzmourne
Langsam schloss er die Augen, sich stark konzetrierend.
Viele Tage verbrachte er nun mit Sarah, er konnte ihr einiges beibringen, doch wusste er, dass es bei ihr meist nur mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet hatte.
Er wollte diesen Schritt als letztes tun, dann, wenn er merkte, dass die Zeit zu knapp werden würde.
Er tat es schon einige male, vorallem bei Sienara, als Sie nach ihrer Vergangenheit suchte und er wusste, dass alles erlebte, irgendwo im Geiste versteckt war...die Frage war nur, wielange müsse er suchen, bis er das richtige finden würde.
Er merkte, wie die Welt vor ihm verschwunden ist, wie die Reise began. Er kontrollierte gleich dreimal, dass Sarah wirkich schlafen würde, ansonsten wäre es vergeudete Energien auf etwas, was er im bewussten Zustand nie erreichen könne.
Langsam formte sich ein Bild vor ihm. Er hörte einiges an Widerrufe und einen stöhnenden Manne.
Er sah die Konturen von jemanden, der eine andere Person gegen ihren Willen trug und zu einem Abhang ging...nein...kein Abhang...es war der Rand von etwas.
Der Keller nahm gestalt an, die windende Person zeichnete sich als Sarah aus, der Mann, war Arsen und er stand vor dem Akademieinternen Badepool. Dann platschte es einmal und Sarah fiel hinein.
Malachai entsann sich an diesen Moment, er war nie dabei, doch hörte er ganz oft davon. Wie Arsen sie ins Wasser zum Waschen schmiss, wie Sarah das Vertrauen in ihrem Ziehvater verlor...
doch es war gut, es tat ihr am Ende nicht weh und soweit er wusste, ging Sie nun freiwillig, wenn auch nur mit Selina, baden.
Doch es war die falsche Zeit, die falsche Erinnerung.
Er blickte sich um, irgendwo musste die Tür zwischen den Gedanken sein und stieg langsam, leise die Treppen hinauf...sich im Schatten, am Rande dieser Erinnerung bewegen.
Er wollte nicht eindringen, nicht aktiv sich in diese Gedanken einmischen...es könnte Erinnerungen verfälschen, vorhandene Bilder zerstören oder gar sonst schreckliches auslösen...nein, er wollte suchen, beobachten und begreifen.
Er stieg die Treppen hinauf, ein helles Licht trat ihm entgegen, dann stand er im Lager der Orken.
Ein großer Oger bäumte sich ihm auf, schlug mit der Keule gen einiger Menschen in ihrer Rüstungen.
Eine junge, zierliche Frau in Leder spannte ihren Bogen und zielte auf den Kopf des Ungetüms, als dieser abermals ausholte, zischte ihr Pfeil treffsicher in das Auge des Monstrums, welches seine Wut nur steigern liess und er auf Sarah zugerannt kam.
Die Keule schwingend, bereitete sich Sarah wohl auf einen Treffer vor. Doch dem war nicht. ein gerüsteter Mann stellte sich dazwischen und fing den herben Schlag mit seiner Schulter auf, die ihn leicht zur Seite warf.
Malachai fasst sich an jene Schulter, er erinnert sich daran, wie er damals mit jenen Menschen der Akademie zur Jagd ging und Sarah vor diesem Ungetüm weggestossen hatte...und wie schmerzhaft es doch war.
Doch auch hier war es eine falsche Erinnerung, die falsche Zeit. Er musste tiefer suchen, in Bereiche gehen, die Sarah selbst nicht kannte.
Er schaute sich um, die kleine Orkenhütte strahlte hell auf aus der Türe, dort war der nächste Durchgang und langsam glitt er in die Richtung und durchtrat die Türschwelle. Wieder das greisende Licht, wieder ein neuer Ort, eine neue Zeit.
Diesmal ist er in einem großen Raume mit einem Kamin an deren Ostwand. Der Boden ist mit weichen Fellen ausgelegt und ein Tisch ist für 3 Personen gedeckt, in dessen Mitte drei Kerzen aufflammten.
Malachai blickte aus dem Fenster, doch er sah nur gähnende, schwarze Leere. Sarah schien diesen Raum gesehen und wahr genommen zu haben, nicht aber das, was da draussen war zu jener Zeit.
Ein leichtes glucksen lenkte seine Aufmerksamkeit auf ein Bettchen neben dem Tische, dann erhebten sich Händchen aus dem Bette.
Eine Frau griff nach jenen und hebte das kleine Kindchen auf ihren Arme. Langsam, als das Kind hervorkam, zeichnete sich die Gegend genauer aus und aus dem Nichts kamen Personen zum Vorschein.
Ein stattlicher Mann, anfang 25 Jahre alt mit kurzem, schwarzen Haar und einen kleinen Schnauzbart. Die Frau wirkte ein wenig jünger, ihre Haut war nicht von schweißtreibender Arbeit übersät wie die des Mannes und ihr langes, braunes Haar hing ihr im Gesicht.
Zuletzt war dort ein kleiner Junge, vielleicht um die 5 Jahre alt, mit ebenso braunen Haare wie die Mutter, so kurz aber wie beim Vater.
Malachai blickte sich um. Eine Treppe verriet, dass es noch eine Etage höher ging, drei Türen neben einer Eingangstür liess ihn vermuten, dass es kein kleines Anwesen war, in dessen er sich aufhielt und auch das Geschirr wie einige Bärenfellen liessen darauf hindeuten, dass es keine arme Bauernfamilie gewesen sein muss.
Die Mutter ging mit dem kleinen Kind gen des Tisches, der Vater mit seinem Sohne kam hinzu und sie setzten sich. Sie sprachen, doch nur undeutliche Worte kamen hervor, kaum wirklich wahr nehmend. Sie lachten, es schien eine heitere Stimmung zu sein, der Vater reichte seinem Sohne eine Schüssel mit Erbsen, die Mutter hielt das Baby im Arme und stillte es. Das Baby...
Malachai trat um Sie herum und musterte es genau...kleine, dunkle Haare auf ihrem Kopfe, doch erst an den Augen erkannte er das, was er sich schon dachte: Es war Sarah.
Plötzlich drehte sich die Mutter zu einer Tür, der Vater sprang auf und der Sohn schrack zusammen. Das Bild verschwimmt, ehe Malachai erkennen konnte, was los war, ehe er nur den Hauch einer Ahnung hat, was diese Familienidylle zerstörte.
Er musste weiter, er trat durch die Tür, suchte in jeglichen Erinnerungen.
Es musste mehr geben, als diese eine, musste herausfinden, was geschehen war.
Wieder der Lichtblitz, wieder eine neue Umgebung.
Er war in der Wildnis, ging an einigen Bäumen vorbei. Das Laub lag am Boden, wirkte, als beginne der Herbst.
Er trat vorsichtig nach vorne, nahe einer Höhle. Davor erkannte er einige Panther, wie sie sich um den toten Kadaver eines Rehs rissen und dazwischen...ein kleines Mädchen.
Sie schubbste einen Panther weg, welcher sich drehte und Sie anfauchte. Sie fauchte zurück, nicht so imposant wie der Panther, doch es war von dem, was es sagen sollte Identisch.
Der eine Panther umkreiste sie, dann nahm er sich ein Stück Fleisch vom Boden und liess ab vom Kadaver, während das junge Mädchen weiter an dessen reisste.
Wieder ein fauchen, nein mehr ein Brüllen, dann trat aus der Höhle ein ehrerwürdiger, eleganter Panther hervor, welcher einen Satz machte und auf einem Stein nahe des Höhleneinganges stand.
Malachai war sich nicht sicher, doch schien dieser Panther Marrou zu sein, von denjenigem Tiere, wovon Sarah immer sprach...und das war ihr altes Rudel.
Es war klar, er war auf dem richtigen Wege...doch er musste früher, weiter zurück in die Vergangenheit....mehr über die Eltern erfahren...es musste einfach mehr geben.
Doch je kürzer die Zeitspanne ist, nach der man sucht, umso schwieriger ist es. Er ging in die Höhle....wieder ein Lichtblitz...wieder etwas neues....die Zeit wurde knapp...würde Sarah erwachen, müsste er schon ihren Geist und ihren Traum verlassen haben.

Verfasst: Mittwoch 11. Februar 2009, 20:07
von Sarah Schwarzmourne
Sarah schlief tief und fest, viel schlaf war es ja nicht in den letzten Tagen, zum einen lernte sie doch einiges von Malachai und nahm alles auf was er ihr zu sagen versuchte, auch wenn sie doch noch nicht alles verstand oder noch mehr Fragen aufwarf, es war doch vieles dabei was sie aufnahm wie ein trockener Schwamm das Wasser und so schlief sie in dieser Nacht umso fester.
Es hatte fast den Anschein als ob er ihr unbewusst die Träume aufzeigte, aber Sarah träumte doch viel mehr als Malachai in den kurzen Augenblicken wahrnahm. Sarahs unfreiwilliges Bad, ja sie sah alles noch einmal, Selina die ins Wasser stieg und sie lockte und Arsen der Sie so unerwartet hineinwarf. Aber sie sah nicht nur den Traum, nein sie fühlte deutlich die Kälte und den Schmerz, als sie damals hineinfiel. Es war später Herbst, eigentlich schon Winter und Marroou war trächtig, konnte nicht mehr selbst jagen und so wollte Sarah noch einige Fische besorgen bevor das Wasser zufror.
Es waren neue Panther zum Rudel dazugestoßen und Sarah konnte sich bei den neuen nicht so durchsetzen wie bei den alten die sie schon lange kannte. Sie brauchte schon eine Weile zu dem kleinen See und als Sie endlich ankam sah sie auch schon zwei der neuen, sie mussten sich noch beweisen und was eignet sich dafür besser als Nahrung? Sarah versuchte ihr Glück auf der gegenüberliegenden Seite des Sees, hier waren Steine die reinführten rutschiger und es gab kaum etwas wo man ein wenig halt fand. Das Wasser war wirklich eiskalt und sie hatte große Mühe ruhig auf einen Fisch zu warten. Endlich kam einer, ein schöner großer, der würde Marroou sicher reichen für heute, noch ein bisschen warten, noch ein bisschen und dann…….. zu rasch griff sie zu und rutschte vom Stein direkt zur Seite wo es doch etwas tiefer runter ging.
Strampelnd und japsend versuchte sie wieder auf einen der Steine zu gelangen doch die gaben keinen halt immer wieder rutschte sie erneut hinunter, recht bald hatte sie keine Kraft mehr und in dem Moment wo sie schon aufgeben wollte kamen die beiden dann doch rüber und zogen sie an Haaren und Lianen die einige Stoffstücke zusammenhielten aus dem Wasser. Bibbernd und winselnd lag sie nun am Rand des Teiches, das viele Wasser welches sie schluckte kam nach und nach wieder hoch und jeder Teil ihres Körpers schmerzte, selbst Teile von denen sie gar nicht wusste dass sie da waren spürte sie doch am schlimmsten war wohl die Erschöpfung, sie wollte und konnte sich kaum rühren und der eisige Wind fühlte sich wie Peitschenhiebe auf ihrem Körper an. Zu allem Unglück war der Fisch natürlich auch weg aber das war ihr nun auch egal, sie wollte eigentlich nur schlafen. Die beiden zwickten und zerrten Sarah versuchten sie dazu zu bringen mit ihnen zurück zu laufen doch sie hatte einfach keine Kraft mehr dazu und so rollte sie sich einfach nur zusammen und schloss die Augen.
Wie lange sie da lag konnte wohl niemand sagen doch ein Schmerz in der Bauchgegend rüttelte Sie rasch hoch, ein ziehen und ein Schmerz als ob das ganze Wasser von vorhin gebündelt unten wieder rauswollte, aber das war es nicht, nein es war Marroou!! Sie blickte sich kurz um und nachdem weit und breit niemand mehr zu sehen war raffte sie ihre Kraft zusammen und eilte so rasch es ging zurück zur Höhle, der Schmerz war genauso plötzlich wie er kam wieder verschwunden nur die Kälte und die üblichen Kratz und beißspuren schmerzten noch. Dort fand sie auch die beiden neuen wieder die sie nun hämisch anblickten und Marroou die kurz davor war Ihre Jungen zu bekommen. Ein lautes brüllen zeigte den beiden rasch dass sie verschwinden sollten und dann blickte sie zu Sarah und machte ihr klar dass sie ebenfalls zu gehen hatte. Sarah verstand nicht weshalb sie sich nicht wärmen und ausruhen durfte, bei ihr bleiben durfte doch sie wusste dass sie gehen musste. Sie rollte sich bei den alten zusammen und wurde da auch trockengeleckt und bekam die Ruhe die sie brauchte, fürs erste.
Ihr Traum schwenkt wieder zu Selina und Arsen, sie liegen am Bett und unterhalten sich, Arsen streicht immer wieder über Selinas Bauch und Sarah liegt vor dem Kamin, die beiden still beobachtend. Dann sah sie die beiden mit ihr unterwegs, ein Jagdausflug, nein Arsen war nicht da aber Selina, Sarah stand in Lauerstellung vor einem Reh, sie wartete geduldig bis Selina ihr Messer warf welches sein Ziel nicht verfehlte und kaum berührte die Klinge das Reh sprang Sarah auch schon auf den Hals des Tieres zu, es hatte keine Chance mehr zu fliehen, Selinas Klinge traf eine Schlagader und Sarah wusste nur zu genau wo sie zupacken musste. Rasch lag das Reh vor den beiden und Sarah holte mit Hilfe einer alten rostigen Klinge recht rasch die Innereien zum Vorschein und reichte Selina das Herz des Tieres. Erst als sie es nahm machte Sarah sich daran ein wenig der Leber zu probieren bevor Selina sich dran machte das Tier ein wenig zu zerlegen und die besten Stücke zum tragen aufteilte. Daheim zeigte sie ihr dass man das Fleisch übers Feuer halten kann, immer wieder gab sie ihr ein Stück zum probieren. Gebratenes Fleisch war nicht schlecht aber Sarah brauchte eine ganze Weile ehe sie sich daran gewöhnte. Ebenso wie daran dass sie nicht jedes Stück Fisch und Fleisch zu verstecken brauchte. Sie sah Selina nun wie diese grummelnd wieder all ihre Verstecke durchging, unter den Fellen, unter den Schränken und sogar das Stück hinter der großen Kiste hat sie gefunden. Sie sprach kein Wort, packte alles was noch nicht verdorben schien auf einen Teller und reichte diesen Sarah wieder. Ja sie erinnert sich daran, es brauchte wirklich eine ganze Weile bis Sarah es akzeptierte und verstand dass immer genug im Haus war zu essen. Selina hatte wirklich eine Engelsgeduld, zumindest hatte es den Anschein wenn man all ihre Versuche bedenkt Sarah zu helfen, ihr dinge zu erklären oder zu zeigen. Ebenso wie Arsen, der oft recht ins Schwitzen kam bei den Versuchen sie zu verstehen und ihre Fragen zu beantworten, Wörter die sie aufschnappte zu erklären und seiner Frau zur Seite zu stehen.
Sarah schlief immer noch tief und fest und seit langer Zeit auch wieder recht ruhig, obwohl Ihre Träume heute doch recht oft wechselten aber gerade bei den letzten Träumen schien es fast als ob ein lächeln über Sarahs schlafendes Gesicht huschen würde.

Verfasst: Sonntag 15. Februar 2009, 19:16
von Malachai Schwarzmourne
Tief schaute er ihr in die Augen, als er im Schneidersitz ihr gegenüber saß. Sicher, die Angst sah man ihr an, die Angst vor dem Schmerz, der wiederkommen möge.
Abermals sprach er ruhig auf Sie ein, erzählte ihr wieder, was er versucht hatte ihr bezubringen, ihren Geist abzuschotten und den Schmerz abzusondern, ihn zu vergessen und nicht mehr zu spüren.
Seine Hand langte langsam wieder gen des mit Wasser gefüllten Eimer.
Sie zuckt leicht zusammen, schliesst ihre Augen und versucht sich zu konzentrieren. Dann griff er nach dem schleimigen, aalförmigen Fisch. Es funkte leicht und wieder durchfuhren die Schmerzen seinen Körper.
Gewitterfische, fiese, kleine Schlangentiere. Es ist wie der Blitz eines Zauberers, der einen Körper durchfuhr. Doch im Gegensatz zu anderen hinterliessen sie keine erkennbaren Schäden.
Für diese Übungen war es ausreichend, sie mussten schmerzen bei ihm erzeugen, damit sie ihn spürt und sich dagegen wehren kann.
Schliesslich war es nicht mehr lange hin bis zu der Geburt und sie mussten einfach weiter kommen.
Er kämpfte gegen den Schmerz an, seine Augen verkrampften sich, als er sie fest zu presste und versuchte, ihn zu vergessen.
Er nahm Sarahs leichtes stöhnen und das wimmern des Schmerzes wahr. Sie kämpfte dagegen an, sie versuchte ihn zu unterdrücken.
Er lenkte seine Gedanken ab, wieder an das, was er letzte Nacht in ihren Träumen fand. Im Bruchteil einer Sekunde sah er alles, was er damals sah. Doch wirklich schlauer wurde er daraus nicht.
Er sah einiges, unbedeutendes für seine Recherche. Sarahs Anfänge bei Selina und Arsen, wie sie bei ihnen lernte und ihnen nach und nach vertrauen schenkte. Sah, wie sie sich in die Akademie integriert hatte und herzlichst von allen Lehrern und Schülern aufgenommen wurde.
Sah sie verstohlen Blicke auf Thoran werfen und dergleichen.
Doch alte Erinnerungen ausfindig zu machen, all das, vor Selina und Arsen, vor Marrou und dergleichen...waren schwer.
Es dauerte fast die ganze Nacht, als er durch die vielen Toren der Erinnerungen in ihren Träumen auf eine brauchbare stiess.
Er sah, wie ein kleines Mädchen, gerade mal im Stande zu laufen, sich von einer Familie entfernte...über die Wiese taumelte und in einen Korb stieg. Sie schlief, nur kurz, als ein kleines, Katzenähnliches Wesen verspielt um eben jenen Korb streifte, mit der Pfote die Klappe öffnete und dann hineinhuschte.
Es war merkwürdig für Malachai zu sehen. Das kleine Mädchen schrie nicht, hatte keine Angst. Nein, es schlief weiter, kuschelte sich an das kleine Pantherkätzchen an und der junge Panther, tat es ihr gleich.
Es war merkwürdig, dass diese beiden Wesen, so unterschiedlich, in ihrer verspielten Kindheit einfach dalagen, in diesem kleinen Korb und schliefen.
Ein leises Fauchen ertönte aus dem nahen Gebüsch. Nun trat ein ausgewachsenener Panther heran, sich genau umblickend.
Würde Malachai nicht wissen, dass er am Rande jenes Traumes stand, so würde er meinen, nun seine Klinge ziehen zu müssen.
Doch der Panther schien etwas zu wittern, zielgenau ging er an den Korb, dessen Klappe wieder unten war, schnüffelte leicht daran und nahm ihn dann in sein Maul.
Ja, die Mutter roch ihr Kind, doch wusste nicht, dass dabei ein weiteres Kind mitgenommen wurde.
Malachai blickte sich um auf die Eltern, die weiter vergnügt und unwissentlich das Picknick genossen.
Wie naiv, dachte sich Malachai, könnte man in der Wildnis das Augenmerk auf den kleinen Schützling verlieren.
Doch als er seinen Gedanken nachhing und dem Panther zusehen musste, wie jener mit dem Korb im Wald verschwand, kam ihm ein Schreck hoch.
Abermals mussterte er die verschwommenen Figuren, die die Eltern waren und mehr und mehr erkannte er noch rechtzeitig, dass es nicht die Personen waren, die er einst in dem Haus sah, als Sarah ein Säugling war.
Mehr Fragen rangen sich ihm hoch, mehr unwissenheit und mehr verwirrung.
Waren das nun ihre richtigen Eltern?
Wer waren dann die anderen in dem Haus?
Was ist seither bloss geschehen?
Das Bild began zu verblassen mit jedem Schritt, den der Panther verschwand und eine neue Türe offenbarte sich ihm, als er durch den Wald ging, das Licht aufhellte und durch die Träume wandelte.
Wieder Erinnerungen, einige, die er selbst erlebte.
Der Abtrünnige, wie er die Tentakel nach Sarah erstreckte, nach ihr greifend, sie in Besitz nehmen zu wollen.
Ja, der ewige Verräter erkannte, was Sarah war und er wollte ihren jungen Körper beherschen, wie er einst Malachais Körper beherschte.
Er sah wieder die ganze Szenerie.
Wie Malachai schwer verletzt da lag, wie Selina und Arsen gegen den Abtrünnigen kämpften und wie Sienara versuchte, den Geist des Abtrünnigen vor den schwachen fern zu halten.
Er ging weiter, durch die große Eingangstür der Akademie.
Immer schneller wurde sein Schritt.
Ihm bekannte Erinnerungen schaute er sich nicht weiter an, nein, er lief förmlich von einer zur nächsten. Die ganze Nacht.
Nur eine Erinnerung, die ihm bloss mehr Rätsel aufgaben. Kein großer Erfolg, aber dem Ziel einen Schritt näher.
Er verliess abermals die Träume, ehe Sarah erwachte und versuchte, seinem Körper noch wenige Stunden schlaf zu schenken.

Das seufzen und stöhnen von Sarah wurde leiser, es erstarb gar.
Malachai riss die Augen auf, sie schien ruhig zu sitzen, noch bei bewusstsein. Ja, sie hatte es geschafft, kurzweilig, den Schmerz von ihr zu nehmen.
Malachai liess sofort den Fisch wieder in den Eimer gleiten und nahm seine Hand raus, die er sofort zum kühlen in den Schnee legte.
Sie zitterte und war ganz verkrampft, doch Sarah streichelte nur ihre Hand, von welcher sie den Schmerz nehmen konnte.
Es war nur ein kleiner Fortschritt, doch sicher, sie verstand nun, was sie tun musste. Sie müssten weiter üben, sie hatten einen vollen Lehrplan.
Morgens gab es einige Kampfesübungen mit der Klinge und ihrem Bogen. Des Nachmittags beschäftigten Sie sich mit dem Abschotten des Geistes vor dem Schmerz und zur Abenddämmerung versuchte er ihr weiter nahezulegen, was Sie und die anderen sei und was es bedeutet, das zu sein.
Wenn Sie sich ruhen legte, blieb er noch wach, erledigte andere Dinge in und um bajard und dann began er, weiter in ihren Träumen zu suchen.
Sicher, es zerrte an seinen Kräften, all das zu tun. Doch er würde nicht aufgeben. Sarah hat es verdient, zu verstehen und zu lernen, ihre Fähigkeiten zu nutzen. Und die Zeit war leider gegen Sie, denn er musste bis zu der Geburt sie soweit vorbereitet haben, dass es begreift...und demnach handeln kann.

Verfasst: Sonntag 15. Februar 2009, 21:31
von Sarah Schwarzmourne
Wieder ein Tag der in der Kälte beginnt und auch da Enden wird, Sarah mochte die Übungen am Morgen, dabei wurde ihr zumindest etwas wärmer, wobei sie die Kälte ohnehin kaum noch spürte. Es war immer noch alles so verwirrend, Malachai, sie vertraute ihm, spürte dass er mehr war als nur ein guter Freund, ob es wirklich an dem lag was er versuchte ihr immer wieder zu erklären? Schatten, du bist eine Schatten, etwas besonderes, nichts wovor man sich fürchten muss, ja diese Worte hörte sie oft die letzten Tage. Die vielen Gespräche taten ihr gut, auch ihre Aussprache wurde hörbar besser und so konnte Fragen nun auch gezielter aussprechen, nicht nur was sondern auch wer, warum oder wieso, aber es gab immer noch so viele dieser Fragen und noch so vieles zu lernen.
Sie blickte ihn unsicher an, wieder saßen sie sich im Schnee gegenüber, der Eimer mit den Fischen, sie kannte sie nur zu gut und so sehr sie auch versuchte sie nicht zu berühren wenn sie wieder einige Fische besorgte, hi und da kam doch einer an ihr vorbei, doch es reichte immer nur ein kurzer Kontakt damit bevor sie rasch aus dem Wasser sprang. Alleine der Gedanke lies sie eine Gänsehaut bekommen und sie brauchte sich auch nicht wirklich zu konzentrieren um Malachais schmerz zu fühlen, so nah wie er bei ihr saß spürte sie ihn als ob sie den Fisch selbst halten würde.
Rasch versuchte sie alles so zu machen wie er es ihr gezeigt und erklärt hatte, tief durchatmen, Augen schließen, fest an etwas denken das schön war, konzentrieren mit aller Kraft. Es dauerte eine Weile bevor sie nicht mehr an das dachte was sie tun sollte sondern sich wirklich an etwas schoenes klammern konnte, aber nach einiger Zeit gelang es und der Schmerz wurde weniger, ja den konnte sie ignorieren, Schmerz war nichts neues und sie konnte recht gut damit umgehen, aber der Schmerz von anderen ist nicht der gleiche wie jener den ihr Körper empfand.
Die vielen Träume in letzter Zeit, es brauchte zwar immer eine kleine Weile ehe sie einschlafen konnte, obwohl sie müde und erschöpft von den vielen Übungen war, aber fast jede Nacht fand sie sich wieder in Träumen, Träumen über ihre Vergangenheit, schöne aber auch nicht so schöne Zeiten. Und dann sah sie auch Träume an die sie sich gar nicht so richtig erinnern konnte, waren das wirklich Träume der Vergangenheit oder war es ihre Phantasie? Was war mit dem Traum über Malachai, wie er zu dem wurde was sie bekämpften, mit seinen Tentakeln und seinem hämischen Gelächter?
Sie blickte nach einer weile erschrocken hoch zu Malachai, wie lange hatte er den Fisch schon nicht mehr in der Hand? War es das für heute? Ein sachtes nicken von ihm zeigt ihr dass sie es richtig gemacht hatte und erst jetzt bemerkte sie dass sie zitterte und doch erschöpft war. Es war anstrengend und der kalte Schnee auf dem sie saßen machte es auch nicht wirklich einfacher. Sie musste wieder an Selina denken, ging es ihr gut? Sicher saß sie mit Arsen beim warmen Kamin oder nein eher in ihrem Bett. Selina, sie vermisste sie ebenso wie Arsen auch. Die beiden haben sie aufgenommen, ihr warme Kleidung gegeben, ihr so vieles gezeigt und gelehrt. Sie sind die ersten die ihr zeigten dass es mehr bedeutete in einer Familie zu sein, ja sie fühlte sich bei ihnen geborgen und wohl. Sie mochte nicht daran denken dass dies alles bald zu Ende sein sollte. Aber auch wenn Arsen und Selina ihr dies auch immer wieder sagten, so ganz konnte sie es immer noch nicht glauben, zu oft wurde sie schon eines besseren belehrt und sie musste weiter suchen. Aber wo nur? Thoran, Dreasan selbst Rhanin hatte sie schon gefragt und immer mehr wurde ihr bewusst dass sie anders war, Thoran wandte sich ganz ab, Merrick und Dreasan, nun ja sie sahen in Sarah keine Frau, nahmen nicht wahr das unter dieser Kleidung ein doch recht hübsches Ding zu finden war, und Rhanin, ja sie hatte Anfangs wirklich gedacht sie hätte endlich erfolg, doch er meinte er wäre zu alt, aber immer für sie da. Sarah brauchte eine Weile bis sie halbwegs verstand was er meinte und ganz sicher ist sie sich da wohl immer noch nicht, aber zumindest so viel stand fest, auch er wollte sie nicht bei sich haben.
Hat er sie vielleicht deshalb mitgenommen? Abwartend und fragend blickt sie wieder zu Malachai. Mala nooch Frauu? Sieena, Marrick Maama auch Saa? Leise kommt die Frage ihn nicht aus den Augen lassend dabei.

Verfasst: Dienstag 17. Februar 2009, 21:24
von Malachai Schwarzmourne
Lange schaute er zu der hinabgleitenden Sonne. Soviele Gedanken gingen ihm durch den Kopf. Diese Frage...diese verdammte Frage, die Sarah stellte.
Ja, sie überraschte ihn, er dachte, sie wüsste warum Sie mit war. Doch dann das.
Er war geschockt, wahrscheinlich war sein Blick schon antwort genug für Sie.
Er versuchte es ihr zu erklären, ihr klar zu machen, dass er eine Frau habe...eine Frau....das war utopisch. Wieder kam dieses Problem bei ihm hoch, wieder die quälende Frage, wie es ihnen gehen würde.
Sicher, sie sah nur Malachai...und seine Frau....und seine Verlobte. Was sprach für Sie dagegen, mit in dieses Rudel einzusteigen?
Sie dachte einfach zu sehr als Panther, es dauerte lange, bis Malachai ihr die Situation einigermassen schildern konnte. Ihr klar machen, dass die Menschen nur eine Frau haben und haben wollen...und das bei ihm viele Fehler dazu führten, dass er zwei habe...aber er eine Entscheidung getroffen hatte.
Sie schien am Ende zu verstehen, ob Sie enttäuscht war oder vielleicht erleichtert über die Antwort vermochte er nicht zu sagen.
Die Sonne hat beinahe ihr Ende erreicht, die Nacht wurde eingeläutet.
Er hoffte, dass Sie schon schlafen würde, um weiteren, unangenehmen Fragen auszuweichen. Wenigstens kamen Sie mit dem Training gut vorran und mehr und mehr kristalisierte sich ihre Kampfesfähigkeiten heraus.
Sie war in der Tat nicht untalentiert. Ihre raubkatzenähnliche Haltungen schienen Vorteilhaft zu sein und würde man denken, ihre Bewegungen wären unkoordiniert, so konnte man doch nach langem hinsehen ein Schema erkennen.
Seine Schläge wurden immer rabiater. Sie passte sich seiner Geschwindigkeit an und glaubte Sie, sie könne mit ihm mithalten, erhöhte er sein Tempo und warf Sie wieder zu Boden, um ihre eine neue Lektion beizubringen.
Das Training war hart, er würde auch bei ihr keine Ausnahme machen und es schien zu fruchten.
Die Kontrolle über den Körper war der erste Schritt für die Kontrolle des Geistes. Eines kann nicht ohne das andere.
Er ging wieder zurück in den Wald, dort, wo Sie ihr Lager aufgeschlagen haben.
Es war eher ein provisorisches Lager, eine kleine Feuerstelle, der Wassereimer mit den Fischen, ein paar Sachen und ihr Pferd.
Sie lag schon auf den Baum, den dicken Ast, den Sie sich ausgesucht hatte und schien zu schlafen.
Leise, ging er zu ihr, kletterte auf den Ast, der Gegenüber lag und mit welchem er nur wenige Zentimeter höher lag als Sie.
Er schloss die Augen und konzentrierte sich, suchte ihre Träume...wie so oft...wie jeden Abend.
Vielleicht war es Sarahs Frage, die ihn diesmal direkt auf den richtigen Weg brachte. Vielleicht, weil er fieberhaft nach etwas suchte, dass ihr klar machen würde, dass Sie nie ein Rudel mit ihm haben könne, dass Sie ihm wichtig war, aber auf eine andere Art und Weise.
Er dachte als Schattenlord würde er dieses Empfinden für all seine schützlinge hegen, doch erkannte er zum Beispiel, dass Sarah nicht so war wie zum Beispiel Selina...und Arsen auch wieder anders.
Selina...ja, sie nahm ihn eigentlich in die Familie auf. Pate...er würde Pate ihrer Tochter werden. Ja, Malachai würde sein Leben für Selina geben.
Arsen...bei ihm war es Respekt. Er respektierte ihn, wie keinen anderen der jungen Schatten. Sienara...ja...da war es klar...er liebte Sienara...doch Sarah...wie passte Sarah in dieses Schema?
Die Welt um ihn herum verblasste, schnell fand er sich in einen Traum wieder.
Es brannte, die Häuser flackerten Lichterloh auf. Es wurde geschrien, überall schrie man. Dunkle Konturen strichen durch die Straßen, rissen Menschen zu Boten.
Die Frau, Sie lief, so schnell sie konnte. Der Mann packte seinen kleinen Sohn auf den Arm und lief ihr nach. Er weinte, der kleine Junge.
Doch das Baby, die kleine Sarah, war ruhig.
Ein lautes scheppern, ein Haus brach zusammen. Die Balken hielten dem Feuer nicht stand...die schreie wurden lauter, immer lauter...quallvolle Schreie. Schreie voller Schmerz, voller Angst...Schreie des Todes.
Die Frau lief in den Wald, der Mann hinterher. Sie liefen sehr lange, Malachai hatte mühen, ihnen schritt zu halten. Dann, an einer Lichtung, wo nur in weiter Entfernung der Himmel sich in dieser Nacht hellrot färbte und leise die letzten Schreie zu vernehmen waren, machten Sie rast.
Sie atmeten, schnell...waren aus der Puste. Der kleine Junge wimmerte nur noch.
Die Familie hat es überstanden, dachte Malachai.
Doch...er irrte sich in diesem Satz.
Überstanden...ja...doch keine Familie.
Der Mann setzte seinen Jungen auf einen Baumstamm und ging festen Schrittes auf die Frau zu. Er packte Sie am Arme, schüttelte Sie leicht.
Wut stieg in Malachai auf, wäre es nicht ein Traum, so hätte er schon lange die Klingen sprechen lassen.
Dennoch...es war ein Schlüsselmoment...es war DER Schlüsselmoment, den er so lange suchte.
Der Mann, er beging zu schreien, voller Wut auf die Frau.
Warum nur?
Saßen Sie nicht vorher gemeinsam wie eine glückliche Familie am Essenstisch?
Er entsann sich. Sie drehten urplötzlich ihre Köpfe zum Fenster...sie trugen die selbe Kleidung...ja, was er sah, geschah nachdem Sie den Tisch deckten.
Doch das war unwichtig, der Mann...seine Stimme...sie began klarer zu werden.
"...du bist der Fluch Weib. Ich weiß, warum dein Mann dich bei mir liess. Doch keine 100 Kronen sind es wert, dich bei mir zu haben. Nein, der Tot verfolgt dich. Ich wusste nicht, als man mich darum bat, eine Scheinehe mit dir zu führen, mich darum bat, zu tun, als wäre das Kind, das du in dir trugst, meines, dass nur 2 Jahre danach etwas schreckliches kommt. Und sie kamen wegen dir. Streite es nicht ab Weib, sie kamen wegen dir."
Malachai versuchte sich daraufhin einen Reim zu machen.
Das Kind, Sarah, war nicht seines.
Der Mann wurde bezahlt, um die Mutter aufzunehmen. Wohl, als Sie Schwanger war und das, als es noch nicht sichtbar war. 2 Jahre. Sarah schien dort 1 Jahr alt zu sein...plus ca. 9 Monate. Ja, das kommt hin.
Wenn Sie eine Schatten war, dann ist dies zu ihrem Schutze sicherlich nicht die schlechteste Idee gewesen. Doch wovor Angst?
Die Frau entriss sich seinen Armen und ging einige Schritte zurück. Sie zeigte Wut auf ihrem Gesicht. Wut über die gesprochenen Worte, wohl auch Wut darüber, dass dieses Unheil ihre Schuld sein sollte...nein...die Schuld ihrer Tochter.
Der Mann drehte sich um, nahm sein Kind auf den Arm und schaute zu ihr.
"Da kann dein Mann mir noch tausende Kronen geben...das ist es nicht wert mein Leben und das meines Kindes zu opfern. Nein...dein Mann...ein Feigling...er gab dich ab...liess dich im stich...ich tue dem gleich. Verdammter Schatten...sie und ihre Probleme...ich hätte wissen sollen, dass es nur Unglück bringt, sich mit solch Pack einzulassen."
Er wandte sich ab, langsam bildeten sich Tränen in den Augen der Frau. Nicht, weil Sie verlassen wurde...vielleicht wieder verlassen...nein, sondern der Worte, die er ihr entgegen brach.
Mitleid, Malachai fühlte Mitleid mit dieser jungen Frau und ihrer schweren Bürde. Er wusste nur zu gut, was es heißt, ein Schatten zu sein...oder mit einem zu leben.
Der Mann drehte sich von ihr weg, ging in den dunklen Wald und als er gerade hinfort war, schrie die Frau ihm nach:
"ER HEIßT MARICK. MEIN MANN HEIßT MARICK UND ER BRACHTE DAS GRÖßTE OPFER, DASS EIN EHEMANN TUN KANN. ER VERLIESS ZU UNSEREM SCHUTZE SEINE FAMILIE. ER VERLIESS DIE, DIE ER LIEBTE. SEINE FRAU...SEINE TOCHTER...DIE ER NIE SEHEN WIRD!"
Malachai stockte der Atem.
Er wollte es noch einmal hören, er konnte es nicht glauben.
Sie sprach von Marick...von Marick.
Zuerst kam ihn sein Sohn in den Kopfe. Ja, er spielte mit dem Gedanken, dass dies wieder ein Traum der Zukunft seie, dass Sarah vielleicht auch den letzten Traum hervorrief.
Doch er machte sich etwas vor.
Es war Sarah in diesem Bündel. Es war ihre Mutter, die Ähnlichkeiten waren klar zu erkennen.
Marick...ja...sie sprach von einem Marick. Und er kennt nur einen Schatten, der Marick hiess und damals lebte. Seinen Vater.

Es wurde abermals hell um ihn, er verlor die Konzentration, konnte sich im Traum nicht halten und fiel hinab.
Er landete unsanft auf dem kalten, vereisten Boden vom Aste hinabgefallen. Er fasste sich an den Kopf, brauchte einige Minuten, bis er verstand, dass er wieder zurück war.
Wieder und wieder hallte es durch seinen Kopf, wieder ging er das geschehene durch. Er began zu rechnen, er vergleichte Sarahs Alter mit seinem, 12 Jahre...rund 11 Jahre seit dem Tode seiner Mutter...seit der Vernichtung des Abtrünnigen.
Er erhob sich, er taumelte. Er konnte es nicht fassen nicht glauben. Nicht ansatzweise deuten.
War es wirklich wahr?
Konnte es sein...dass....
dass Sarah seine Halbschwester war?

Verfasst: Sonntag 22. Februar 2009, 13:18
von Sarah Schwarzmourne
Es war ein langer und anstrengender Tag, sie kamen gut mit dem Unterricht voran, egal ob jetzt die Übungen mit dem Schmerz oder auch die mit dem Kryss, aber auch immer öfter wanderten Sarahs Gedanken zu Selina, Arsen und Elira. War alles in Ordnung? Mala erzählte ihr dass sie jetzt in seinem alten Haus sind bis die kleine Elira da ist. Er versuchte ihr zwar zu erklären dass es besser sei wegen Trutta und auch für Selina weil sie da wohl mehr machen konnte, aber Sarah war sich da noch nicht ganz sicher was sie davon wirklich halten sollte denn Arsen wollte ja ein Bett für Trutta aufstellen dass sie in der nähe ist. Wie lange waren sie schon unterwegs, dachten die beiden auch an sie oder hatten sie sie schon vergessen? Sie spürte dass die Zeit drängte und Malachais Eifer mit den Übungen gab ihr recht. Sie musste die Frage stellen, es blieb kaum noch jemand übrig, aber auch Malas Antwort war die gleiche wie die aller anderen. War sie nicht gut genug? War sie nicht auch eine Frau? Weshalb sahen alle darüber hinweg? Auch wenn sie versuchte sich nichts anmerken zu lassen die Enttäuschung war gross und sie zweifelte langsam an sich selbst und daran es noch rechtzeitig zu schaffen.
Lange hing sie noch den Gedanken nach, auch an den Stellen die sie entdeckte auf ihren Reisen kreuz und quer durch die Länder mit Malachai, ja es waren einige dabei wo sie unterschlupfen konnte wie unten am Strand zum Beispiel aber der Tag hatte es wirklich in sich und so brauchte sie heute nicht lange bis sie auf ihrem Ast einschlief.

Die Bilder und Träume überschlugen sich heute regelrecht und dann dieser seltsame Traum, das schreien der Leute, die Hitze die von den brennenden Häusern ausging und dann diese Menschen die durch den Wald liefen. Wer waren Sie? Sie kannte die Gesichter nicht, konnte sie nicht zuordnen, aber dann fiel ein Name den Sie kannte: Marrick. Der Sohn von Malachai, ja er war wohl der Vater des kleinen Babys bei der Frau. Aber was waren das dann für Häuser? Sie konnte sich nicht erinnern diese Häuser schon mal gesehen zu haben, nein weder die Häuser noch die Menschen. Doch kaum wendete sich der Mann ab und die Worte der Frau verhallten wurde sie aus diesem Traum gerissen.

Ein Geräusch lies sie hochschrecken und sich sacht den Hinterkopf reiben wärend sie sich umsah und es dauerte auch nicht wirklich lange bis sie Malachai unter der Baumkrone entdeckte.
Sie musste etwas kichern als sie ihn beobachtete wie er sich leicht schwankend hochrappelte, ja es war nicht immer einfach sich in den Bäumen zu halten, vor allem wenn sie kahl und teilweise rutschig waren wie jetzt im Winter. „Mala guut?“ fragte sie dann leise runter und blickte ihn fragend an.