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Blüte der Wüste, Dienerin der Schöpferin

Verfasst: Mittwoch 28. Januar 2009, 14:51
von Aisha Zara
Kleine Schritte, große Wirkungen

Noch immer hatte sie keine Antwort vom Khaliq erhalten. Sie wurde immer nervöser in ihrem Zimmer im Gasthaus. Ihr Bruder war schon langsam genervt von ihrer Hippeligkeit.
„Dann gehe dich endlich zu seinem Haus und klopfe einfach an. Wenn er da ist, wird er auch mit dir reden Aisha!“
Sie seufzte leise auf und nickt dann einfach nur. Er war gerade dabei den Brief an den Stadthalter zu verfassen, ehe er nochmals aufblickte. „Na los, dich Nervenbündel kann ich hier wenig gebrauchen!“
Nochmals tief durchatmend, verabschiedete sie sich dann auch und machte sich auf den Weg.
Unterwegs gingen ihr die verschiedensten Sätze durch den Kopf. Was soll sie ihn direkt fragen ?
Mit der Türe direkt ins Haus zu fallen, ihm ihren Wunsch zu offenbahren war der falsche Weg.
Er selbst musste es erkennen ob sie dazu fähig und vor allem bereit war, diesen Weg zu gehen.
Der Weg war kürzer als gedacht, als sie schon vor dem Haus stand.
So ging sie die Stufen empor zu seiner Haustüre um anzuklopfen. Es dauerte nicht lange und sie hörte Geräusche im innern des Hauses. Ihre Haltung straffte sich deutlich, als die Türe geöffnet wurde.
„Salam ehrenwerter Khaliq“ sprach sie sogleich und neigte ihren Oberkörper tief vorran, den Kopf ebenso gesenkt.
Als sie den Blick wieder anhob, machte er auch schon eine einladende Geste, dessen sie auchnachkam und eintrat. Nach einem kurzen Wortwechsel, nahmen beide auf den Kissen Platz, welche um einen größeren Steintisch herum lagen.
„ Was führt dich zu mir, Blüte der wüste?“ waren seine ersten Worte, nachdem er noch einige Früchte auf den Tisch plaziert hatte.
Nach einem knappen nicken ihrerseits begann sie dann zu erzählen.
„Ich habe bemerkt das die schöne Stadt Menek`ur keine Bibliothek besitzt. Meine Heimatstadt ist Vascoran, die dortige Bibliothek ist nicht sehr groß. Doch habe ich dorten ein Grundwissen in der Götterkunde erfahren dürfen, sowie in der Kunde der Entstehung der unseren Welt.
Der dortige Khaliq schickte mich hierher, nach Menek`ur da ich dem Wissen welches ich suche hier näher bin, als anderswo.
So die meine Frage an euch sei, das ihr mir weiteres lehren könnt, was das Wissen um unsere Herrin angeht und vor allem die Geschichten.
Als ihre Worte enden wird ihr Blick vorsichtig in seine Richtung gehoben. Ein abwartender, leicht fragender Gesichtszug, legt sich in ihr Gesicht.
„Nun dann ehrenwerte Blüte Aisha, es wird mir, Djafar-Jaabir aus dem ehrwürdigen Hause Masari
eine Freude sein Dir unsere Geschichten, Sitten und Bräuche zu lehren.“
„Hast Du denn, Zeit mit gebracht? Und hast du Gewänder für die heiligen Hallen?
Die erste Frage bejahte sie sehr schnell. Bei der zweiten musste sie den Kopf schütteln. Wie soll sie entsprechende Gewänder besitzen wenn sie keine Dienerin der Schöpferin ist.
„So werden wir nun einen längeren Spaziergang unternehmen, nimm dir ruhig etwas Wegzeherung mit.“
So packt sie sich noch schnell einige gertocknete Datteln ein, ehe sie sich erhob und ihm daraufhin folgt.
Der erste Weg führt sie direkt in den Tempel. Schon die Tage vorher hatte sie hier verbracht, meist zum Gebet. Nun erklärt ihr der Khaliq die sogenannten Sitzregeln. Speziell gefärbte, viel schöner verzierte Kissen lagen direkt am Anfang der Sitzreihen. Jene waren der Familie des Erhabenen vor bedacht.
Nach einem kurzen Gebet zur Schöpferin gingen sie dann in den unteren Teil des Tempels. Dort war ein Becken welches mit Wasser gefüllt ist. „ dies hier ist das gesegnete Wasser es stammt aus der Güte der Schöpferin selbst aus der heiligen Oase.“ merkte er erklärend an.
Dann war hier noch der Raum für die Aufbahrung, der für die Vorbereitung der Beerdigungen diente.
Ihr Blick huschte immer wieder neugierig umher und sie lauschte den Worten des Khaliq sehr wissbegierig.
Die Füße trugen sie dann weiter, hinaus in die Wüste. Ihre Nervosität wurde immer größer als sie dem heiligen Berg Cantar näher kamen.
Oben angekommen sanken beide vor dem Bildnis an der Wand aus Stein nieder. Die Knie auf den Boden, die Hände neben die Knie legend. Dann den Kopf soweit nach vorn beugend, das ihre Stirn den Boden berührte. Fasziniert blickte sie dann wieder auf das Bildnis. Als wäre für sie nun endlich ein Traum in Erfüllung gegangen.
„Lange habe ich davon geträumt diesen heiligen Berg zu betreten welcher die Tränen unserer Herrin in sich trägt und durch diese er entstanden ist.“
Spricht sie in einem recht verträumt wirkenden Tonfall.
„Aiwa auch ich war voller Ehrfurcht ergriffen als ich das erste mal hier rauf ging“
Er blickte sie dann etwas länger nachdenklich an, als würde er etwas in ihr suchen.
„Wie fühlst Du Dich dabei?“ war seine erste und direktere Frage an sie.
Ihr Blick lag noch immer auf dem Bildnis. Sie musste direkt in sich selbst hineinhören, was sie fühlte, was sie dachte, ehe sie ihm offen antworten konnte.
„Ich fühle mich hier befreiter, als wäre mir ein Weg offenbart worden.
So nahe wie an diesem Ort, kann man der Schöpferin glaube weniger sein als anderswo.“
Nur leise sprach sie jene Worte, die sie versuchte zu Formen um ihre Gefühle zu beschreiben.
„Aiwa, wie Recht Du hast. Als ich das erste mal hier her kam, nahm ich mir vor Gelübde abzulegen. Eines der Enthaltsamkeit, und eines der Keuschheit beide gehören jedoch schon
der Vergangenheit an.
Die Gütige offenbarte mir nun die Aufgabe für das Seelenheil der Wüstenkinder zu sorgen
ebenso wie die Sitten und Bräuche auf die ich achte.“
Aufmerksam lauscht sie bei jenen Worten dem Khaliq und nickt immer wieder verstehend.
„Deine Füße können dich noch weiter tragen? So würde ich dir gerne die Oase zeigen.“
Sie schmunzelt auf bei den Worten und nickte im ersten Moment.
„Gerne, aber ich kenne sie bereits. Rivkah aus dem Hause der Yazir, bat mich, das ich mich um jene etwas kümmere.“
Er nickt sodann, wahrscheinlich zufrieden. „Hat sie dir, ihre Geschichte über die Oase erzählt?“
Sie schüttelt den Kopf und schon beginnt Djafar ihr die Geschichte, über die Entstehung der Oase zu erzählen. Eine wahrlich fantasiereiche Geschichte erzählt er ihr. Die sie, dann auch so weitererzählen würde, würde man sie darum bitten. Neugierig und wissbegierig lauscht sie seinen Worten, nimmt jene in sich auf.
Das Volk hatte einst den Glauben an die Schöpferin verloren und sich lieber der Ansammlung von Schätzen hingegeben. So stellte die Gütige Ihr Volk auf eine harte Probe. Das es lernte wieder an das eigentliche, essentielle zu denken und vor allem zu beten und den Glauben an die Herrin zu verinnerlichen. Damals wurde die Stadt selbst zerstört. Die Oase soll ein Zeichen dessen sein, was einst war und was immer wieder passieren kann.
„So sei es an uns allen den Glauben an die Gütige zu erhalten und stetig zu stärken, da sie uns ansonsten die ihre Gaben wieder nehmen könnte, wären wir zu nachlässig.
Unser Volk hat alles der gütigen zu verdanken, die Wüste, die Tränen der Gütigen , die Stadt und auch die Oase auf dem Boden dem wir leben, von dem wir uns täglich laben.
All jenes haben wir nur der gütigen selbst zu verdanken“
Dies waren ihre eigenen Gedanken die sie aus dem Sinn jener Geschichte heraus zog.
„Sei willkommen in der Stadt unseres Landes Aisha. Ich freue mich das die Gütige Dir den Weg hierher gedeutet hat und das Du ihn gegangen bist.“
„Nur mein Weg ist noch lange nicht zu ende. Ich stehe erst am Anfang dessen.“
Innerlich hoffte sie nun das jenes die richtigen Worte waren und er jenes versteht.
„Gehen wir ihn gemeinsam,denn auch meiner ist noch nicht beendet.“
Nun war es getan und auch gesagt. Sie würde mit jenem Moment nun endgültig an seiner Seite stehen und ebenso lernen. Ein tiefes durch atmen und man sah ihr deutlich an, das sie erleichterter wirkte.
„Dieses Angebot nehme ich sehr gern an“ Sind noch ihre letzten Worte, ehe die beiden zurück gen Menek`ur spazierten. Wo nun ein neues Leben auf sie wartet.

Verfasst: Dienstag 3. Februar 2009, 11:18
von Aisha Zara
Ihr Bruder war einmal wieder unterwegs. Dies war die beste Zeit ihr kleines Tagebuch hervor zu holen und einige Notizen darin zu machen. Es war ihr wichtig. Beinhaltet es teilweise altes Wissen, was man sicher noch gut gebrauchen kann.
Aus der Tasche zieht sie das Büchlein hervor, welches mit einem kleinen Lederband umschlossen war. An dem Ende war eine kleine metallische Einfassung, worin sie von ihrem Vater ein Schloss hat einbauen lassen. Den Schlüssel dazu, hatte sie immer bei sich. Auf dem ersten Blick kaum zu erkennen, das ihre eigene Kette einen Schlüssel darstellte.
So schlug sie eine neue Seite auf und die Feder wurde in das Tintenfass gehalten, bis sich jene voll gesaugt hatte, ehe sie zu schreiben begann.



Die Nacht auf der kleinen Bank, am Bett in der Kaserne war sehr ungemütlich. Dafür geht es Faris sehr viel besser. Scheinbar hat es ausgereicht die Wunde zu reinigen, das sie sich nicht entzündet.
Der junge Sturkopf wollte natürlich gleich wieder aufspringen.
Ich habe ihn auch gelassen, weiß ich doch das ich nichts dagegen tun kann.
Auf der Suche nach einer weiten Robe im Kontor habe ich Tareed aus dem Hause der Bashir kennen gelernt. Er war mir eine große Hilfe, Faris dabei zu unterstützen.
Faris redet zwar die ganze Zeit von einer Schuld die nun noch einzulösen sei, hab ich ihm doch das Leben gerettet. Ich denke aber nicht das jenes notwendig sei.
Wobei, wenn Haytham es erfährt, er dies sicher einfordert.
Meine Aufgaben heute habe ich dennoch erledigt. Zuerst war ich im Tempel zu einem Gebet, ehe ich die vielen großen Räume vom Sand befreit habe.
Danach bin ich zum Tiergehege im Osten gegangen.
Futter und Wasser muss dort wahrlich immer genug sein, bei der, für die Tiere unüblichen Hitze hier.
Um die Oase habe ich mich auch gekümmert. Täglich gibt’s dort etliche Früchte abzuernten.
Die Datteln sind wirklich sehr lecker.
Der Tag war sehr lang. Mal sehen was morgen alles neues geschieht.

Müde schlug sie nach dem Eintrag das Buch zu. Hoffentlich sind es bald die letzen Nächte die sie hier im Gasthaus verbringen würden. Haytham hatte morgen einen Termin beim Stadthalter. Es würde sich zeigen, ob sie die Möglichkeit bekommen ein Haus hier zu mieten.
Durch die letzte sehr kurze Nacht, war sie einfach viel zu müde noch groß in Gedanken zu versinken. Schnell hatte der Schlaf sie übermannt.

Verfasst: Mittwoch 4. Februar 2009, 15:56
von Aisha Zara
Heute sollte es endlich soweit sein. Sie hatten einen Termin beim angehenden Stadthalter Saleem aus dem Hause der Ifrey. Mit der Bürgerschaft wären sie dann auch endlich in der Lage hier ein Haus anzumieten und zu beginnen sich ein Leben aufzubauen.
Haytham konnte sich bereits die Bürgerschaft sicher, doch die ihrige fehlte nun noch.
Aber sie wusste sehr wohl, das er dies übernehmen würde und so überließ sie ihm auch fast das gesamte Gespräch.
Saleem war nicht sehr angetan davon, das zwei neue Familienmitglieder der Falah in Menek`ur weilten. Das hatte sie schon am ersten Tag zu spüren bekommen, mit einer derart knappen Begrüßung wie sie jene aus ihrer Heimat kannte.
Im Büro das Stadthalters angekommen nahmen sie beide Platz und blickten nach vorne.
„Was kann ich für euch tun?“ kam eine etwas schroff wirkende Frage von Saleem, als wüsste er nicht weshalb sie beide überhaupt hier wären.
„ Nun, ich bin hier um auch für meine liebe Schwester um die Bürgerschaft der Stadt zu erbitten.“
Hier war es besser Haytham das Wort zu überlassen. Er war ihr Bruder und ein Mann, er hatte eine weit besser Veranlagung in solchen Dingen zu verhandeln, als sie es hat.
Ein knappes nicken nur von Saleem als Bestätigung, ehe dann aber direkt der nächste Hammer folgte, der sich tief in sie hinein fraß.
„ Erzählt mir doch bitte etwas über euch.Was ist eure Profession?“
Innerlich spürte sie den tiefen Ruck in ihrem Herzen. Allerdings lies sie sich äußerlich nichts anmerken. Sie saß angezogen mit der Robe eines Prekaliq vor Saleem. Er beachtete jenes überhaupt nicht oder wollte einfach in jenem Moment nur blind sein.
„So schlecht ist das Licht in Eurem Raum doch gar nicht.“ kam eine recht prompte Frage von Haytham gen ihm zurück. Innerlich, brodelte für einen Moment, ein Feuer in ihr auf. Aber das löschte sie recht schnell wieder mit anderen Gedanken. Sie würde es beweisen, sich selbst, Eluive und vor allem diesem Saleem das sie es wert ist die Möglichkeit bekommen zu haben, diese Ausbildung zu einer Dienerin der Schöpferin, bekommen zu haben.
„Oh verzeiht.. ich war von eurer Schönheit geblendet“ kam es dann auch direkt von Saleem zurück
mit einem typisch charmanten Blick dazu.
Haytham machte ihn durch ein räuspern aufmerksam, was aber Saleem nicht weiter störte.
„Wer ist für eure Ausbildung zuständig?“
Folgte ohne große weiteren Worte, die nächste Frage.
„Khaliq Djafar-Jaabir aus dem ehrenwerten Hause der Masari.“
Ihre Antwort folgte sehr promt, aber ebenso ruhig waren ihre Worte gewählt.
„Ein sehr guter Ausbilder.“ fuhr dann Saleem fort. Zumindest war er hier sichtlich einverstanden und zufrieden. Der Khaliq war in Menek`ur sehr angesehen, das hatte sie schnell in Erfahrung bringen können. Sie hätte keinen besseren für ihre Ausbildung zu einer Dienerin der Schöpferin finden können.
Saleem wollte keine weitere grobe Zeit an Ihnen verschwenden, das spürte man sehr deutlich. So machte er ihr direkt klar wie es weiterging. Sie solle zum Stadtstein hinter ihr gehen, die rechte Hand auf den Stein auflegen und den Schwur der Stadt Menek`ur ihm nachsprechen.
So erhoben sich in jenem Moment alle und sie selbst trat vor den Stein hin und legte ihre rechte Hand auf jenen. Zum Abschluss sollte sie noch mit der Faust zweimal auf den Stein klopfen, als Ritualvollendung.
So wartete sie ruhig auf seine Worte ab, die sie dann ruhig nach sprach.
„Ich, Aisha Zara aus dem Hause der Falah, gelobe unter den Augen der Gütigen Mutter
ewige Treue dem Reiche Menek'Ur und stelle mich unter die weise Führung des Erhabenen,
gesegnet durch Gütige, wie auch seinen ihn vertretenden Minister. Ich akzeptiere die Gesetze der
Stadt und werde mich hüten ihrem Glanz zu trüben. Loyalität und Aufopferungen sind Tugenden
Eluives und besonders als Priester und Dienerin unserer Schöpfergöttin, verpflichte ich mich
weiterhin, als Bürger der heiligen Stadt, die Tugenden, Gesetze und Sitten stets zu wahren.“
Als sie mit jenen Worten geendet hatte, klopfte sie noch zweimal mit der Faust auf den Stein, womit jenes Ritual vollendet wurde.
Dann setzten sich alle wieder an den Tisch und Saleem zog ein recht dickes Buch hervor, welches er aufschlug. Das Stadtbuch, wie er es nannte, in das sie sich nun noch einzutragen hatte.
Kaum war jenes auch erledigt folgte ein kleines Gespräch über die Familie der Falah selbst in dieser Stadt. So bekamen sie zumindest heraus wer hier das Familienoberhaupt sei, Admir Falah.
Ebenso wurden noch zwei andere Namen der Falahs genannt, die in jener Stadt ansässig waren.
Cet`em Falah und seine Schwester Shaadiya Hayat Falah.
Sicherlich würde sich der Tag finden an jenen sie sich Kennenlernen würden und über alte Zeiten zu reden.
Dem Gespräch der beiden Männer lauschte sie nur noch mit einem halben Ohr.
Erst als es zu dem Thema kommt, das sie als Frau die Wüste nur in Begleitung zu besuchen habe, wurde sie wieder hellhöriger
„Zudem sei gesagt, das die Wüste stets in Begleitung zu besuchen ist.
Außer es handelt sich in deinem Falle um kleinere Wege, beispielsweise zum Heiligen Platz auf den Salzbergen zu Cantar.
Dahin wird dich auch sicherlich eine Wache geleiten.“
Sie nickt nur leicht zu seinen Worten. Die Wachen sollen freiwillig eine Falah dahin begleiten wollen? Daran zweifelte sie innerlich noch stark. Auch wenn sie eine Prekaliq war, konnte sie die Blicke der Wachen täglich spüren, die nicht wirklich damit umzugehen wussten, das eine Falah nun eine Prekaliq sei.
„ Ich habe ebenso die Aufgabe mich um die Oase zu kümmern aber ich denke das mich dort hin ebenso eine Wache begleiten wird?“
Fragte sie eher vorsichtig nach.
„Sicherlich. Ich stelle dir dafür zwei Wachen ab. Sie sollen dich vom Stadttor dorthin geleiten“
Ihr Blick war im ersten Moment sichtlich überrascht, ob jener Antwort. Und als er dann auch ein Pergament mit einem entsprechenden Befehl anfertigte, war sie innerlich deutlich erleichterter. So wären zumindest ihre Wege außerhalb der Stadt gesichert.
Die beiden Männer unterhielten sich dann noch eine kleine Weile wegen eines Hauses, welches gerade in der Nähe frei wäre, das sie auch beziehen könnten. Sie aber las sich mehrmals das Schreiben durch, welches ihr Saleem angefertigt hatte. Sie würde sich heute noch in der Kaserne melden und dies bei der Sanjeen Khalida aus dem Hause der Yazir erbitten.
Kaum waren die letzten Floskeln besprochen, die als wichtig erschienen, verabschiedeten sie sich auch schon.
Sie und Haytham wollten sich auch direkt das Haus ansehen welches man ihnen zugeteilt hatte und welches nun ihre neue Zukunft darstellte.
Die Schöpferin wird sie beide ganz sicher bei dem Weg unterstützen, das wusste sie sehr genau.

Verfasst: Sonntag 8. Februar 2009, 10:16
von Aisha Zara
Der heutige Tag, sollte kein gewöhnlicher werden.
Es war noch nicht Mittag angebrochen hatte sie schon alle Aufgaben des Tempels hinter sich gebracht. Sie würde die nächsten Tage einmal Deriyah aufsuchen müssen, da einige Kissen ausgetauscht gehören im Tempel.
Zur Mittagszeit war die Sonne wie so üblich, sehr unerbittlich. So suchte sie einen der Brunnen in der Nähe des Basars auf, um sich etwas zu erfrischen.
Zufällig eher, kam Fuad aus dem Hause der Ifrey vorbei. Er war wohl mit Abstand derzeit einer der größten Kritiker, ihrer selbst, in ihren Augen. Aber auch jenes würde sie sicher noch ändern könne, wenn Eluive ihr, ihre Güte zuteil werden ließe.
Sie hatte ihn Anfangs nicht bemerkt als er die ersten Worte sprach.
„Wie ich sehe , soll es wahrhaft so sein, dass du den Weg der Priester gehst, Ich beglückwünsche dich.“
Sie musste sachte schmunzeln bei den Worten und wandte sich zu ihm herum.
„Ich bin Eluive dafür sehr dankbar das sie mir die Möglichkeit gibt eine Ausbildung zu einer Dienerin der Schöpferin gehen zu lassen.
Es wird sicher kein einfacher werden, vor allem durch meine Familienabstammung
aber ich werde diesen gehen.“
Innerlich war sie erfreut seine Worte zu hören, aber auch in ihren Worten schwang ein wenig Stolz mit. Sie hatte erst vor wenigen Tagen die Robe überreicht bekommen.
Beide wandten sich dann der kleinen Bank in der Nähe zu uns setzten sich.
Ein kleiner Plausch begann über ihre Familie und welchen nahen Ziele sie nun anstrebte.
Die Geschichte um Faris kam dabei zu Wort, das sie ihn versorgte und durch sie auch überlebte.
Fuad bedankte sich nur recht knapp, aber sie überhörte jenes. Dennoch fragte sie ihn dann direkt nach einem Heilkundigen, in dessen Lehre sie gehen könnte um die Grundlagen der Heilkunst zu erlernen. Vor allem wenn einmal wieder kein Heilkundiger in der Nähe sein sollte, könnte sie die Wunden zumindest grund versorgen.
„Saleem aus meinem Hause, wird dir gewiss dafür dienlich sein können
Er ist Hofheiler, ebenso hat er das Amt des Stadthalters inne.“
Oh und wie sie diesen Saleem bereits kannte. Sie erinnerte sich noch kurz an seine Floskeln zurück, während des Gespräches zwecks der Bürgerschaft. Innerlich seufzte sie leise auf. Aber es wäre durchaus sinniger in dessen Lehre zu gehen. Erstens ist er dem Erhabenen weit näher und wenn sie die Lehre richtig angeht, würde er sicher ein gutes Wort fallen lassen.
Aber auch weil sie es jenem zeigen wollte, das sie diesen Weg, als Dienerin Eluives, verdient hat.
So stimmte sie zu, das sie sich bei ihm die nächsten Tage melden würde.
Das Gespräch wurde daraufhin recht abrupt beendet, als ein Festländer vor die beiden trat.
Fuad kannte jenen unter Rafael aus dem Hause von Arganta.
Scheinbar war jener Herr ein Botschafter vom Festland und er hatte Neuigkeiten mitgebracht.
Sie war recht erstaunt im ersten Moment das Fuad sie bei jenem Gespräch dabei haben wollte.
Und es sollte wahrlich interessant werden als sich später herausstellte das es wohl Zwistigkeiten mit dem Volk der Kurzbeinigen gäbe.
Aisha mischte sich in keinster Weise in dieses Gespräch mit ein. Sie lauschte diesem nur und machte sich darüber ihre eigenen Gedanken.
Ein Botschafter vom Festland maß sich also an, Verträge für die Menekaner auszuhandeln ?
Sie würde abwarten was der Erhabene selbst dazu sagen würde.
Aber sie würde den beiden Männern hier nun sicher nicht ins Wort fallen.
Das Gespräch war nach weniger als einer Stunde dann auch bereits beendet.
Man würde sehen wie die Erhabenen zu jenem Vorfall sprechen würden.
Und auch so war noch einiges an Klärungsbedarf.
Es war bereits kurz nach Mittag und sie zogen sich alle zu einem Mittagsmahl zurück.

Es war bereits später Nachmittag an jenem selbem Tage, als sie sich aufmachte, sich im Kontor nochmals umzusehen. Sie brauchte noch einige passende Möbel für das neue Heim der beiden.
Ein wenig verträumt huschte sie die Treppen zum Lager des Kontors herab, als ganz plötzlich ein Mann vor ihr stand. Viel zu spät erkannte sie erst, das jenes Haytham war.
Ein ihr Unbekannter Mann trat aus einer der Ecken des Kellers hervor und spracht mit einer ihr ebenso Unbekannten in einer anderen Ecke des Kellers.
Als sie dann das Wort „Erhabener“ vernahm, zuckte sie leicht zusammen und ihr Oberkörper, wie Kopf senkten sich sofort recht tief.
Innerlich scholt sie sich sogleich, das sie den Erhabenen nicht direkt erkannte hatte.
Und dann auch das noch dazu. Sie hatte nicht bemerkt das ihr eigener Bruder vor ihr stand und platzte ihm auch noch ins Wort, als sie sich selbst vorstellte.
Erst als er seinen Namen nannte, bemerkte sie jenes.
Aber nun war es so oder so zu spät, es würde auch so nun gehen.
„Drei Falah in einem Raum. Früher hätte ich mir diesbezüglich Sorgen gemacht.“
Entkam es dem Erhabenen, nach dem sich alle vorgestellt hatten. Das sie alle darauf direkt keine Antwort gaben, war wohl abzusehen. Wusste keiner wirklich wie jene Worte zu handhaben sind.
„Mhh.. das war ein.. etwas... ungeschicktes Lob. Ich meine, dass das Vertrauen in eure Familie bald wiederhergestellt ist.“
Sie musste sichtlich blinzeln, als er jene Worte spracht. Er war den Falahs also weitaus freundlicher gesinnt als so manch anderer in dieser Stadt. Dies galt es wohl irgendwie zu nutzen, sie mussten nur noch sehen wie. Eluive würde ihnen dabei sicher beistehen und ihnen den rechten Weg leiten.
Als der Erhabene dann davon sprach, das er Fuad suchen würde, sah sie eine kleine Möglichkeit, sofort eingreifen zu können, zu ihren Gunsten natürlich.
Schließlich hatte sie ihn ja heute gesehen und vor allem, was sie bei einem sehr wichtigen Gespräch anwesend gewesen.
„Erhabener , Fuad aus dem hause der Ifrey habe ich heute zuletzt hier im Kontor gesehen
als er das Gespräch mit einem Festländer hatte .. einem Rafael ..aus dem Hause von Argata.“
brachte sie dann recht schnell hervor, um seine Aufmerksamkeit zu erlangen.
Diese hatte dann auch sehr direkt.
„Hast du mitbekommen, um was es ging, Aisha?“
Ihr Kopf blieb die ganze Zeit tief gesenkt, auch als sie sprach.
Natürlich hatte sie alles mitbekommen und um was es dabei ging sagte sie ihm auch direkt.
„Gut, dann möchte ich euch gleich in die Taverne einladen, um informiert zu werden.“
Mit jenen Worten ging der Erhabene dann auch schon direkt an allen vorbei, die Treppe empor.
Viel Zeit darüber nachzudenken hatte sie nicht, also wendete sie sich ebenso recht wortlos ab und folgte ihm. Noch auf dem Weg in die Taverne ließ sie das heutige Gespräch mit Fuad und jenem Rafael sich durch den Kopf gehen.
Vor der Taverne hatten sie noch Faris angetroffen, den der Erhabene gleich direkt mit in die Taverne bat. Als ihre Begleitung hatte sich Nazeera angeschlossen und so waren nun auf einen Schlag zu viert. Nazeera kümmerte sich sogleich, als sie in die Taverne hinein gingen, direkt um deren Versorgung. Sie verschwand in die Küche und machte schnell mit der Besitzerin einige kalte Platten.
Sie gingen zu einem der hinteren Tische. Deutlich warteten alle ab, bis sich der Erhabene zuerst gesetzt hatte, ehe sich alle anderen auch niederließen.
Noch bevor das eigentliche Gespräch hatte beginnen können, gesellte sich noch Ysme dazu.
„Nun, welche Worte konntest du vernehmen? Ich möchte alles sehr ausführlich erzählt bekommen.“
Kam dann auch direkt vom Erhabenen, gen Sie, als alles nach seinen Wünschen geschehen war und sich alle ihm ebenso vorgestellt hatten.
Nochmals sammelte sie sich alle Gedankengänge dafür zusammen und begann dann schlicht zu erzählen. Wer anwesend war und um was es dabei ging.
Das jene Kurzbeinigen wohl schlicht Streit suchten. Sie uns den Zutritt zu einem Berg, Namens Unheilserg verwehrten. Wie ebenso alle anderen Kleinigkeiten die sie dazu mitbekommen hatte.
Sie hoffte innerlich sehr das sie nichts wichtiges vergessen hatte.
Aber die Mimik des Erhabenen zeigte deutlich das er mir ihren Worten bislang zufrieden war.
Als das Gespräch auf einen letzteren Vorfall in der Mine Berchgards zu sprechen kam, wurde auch Faris aufmerksamer.
„Nun mein Sultan.. gestattet ihr mir noch einmal das Thema der Kurzbeinigen Schlammwühler aufzufassen? Ich denke ihr wisst nicht alles.“
So schweiften alle Augenpaare sogleich zum jungen Faris herüber und lauschten seinen Worten.
Er erklärte vom Ereignis welches nicht in der Mine, sondern in jenem Unheilsberg abspielte.
Aisha spürte sehr deutlich und vor allem sah sie es auch, das sich in Faris eine innerliche Wut aufbaute bei dem Thema der Kurzbeinigen, welche sie recht besorgte.
Wut in gesunden Dosen kann gut sein, aber so wie sich jene in Faris hier aufbauschte war jenes alles andere als gut. Man spürte das er dadurch ziemlich die Kontrolle verlor und vor allem auch die Macht seine Worte selbst zu kontrollieren.
Sicher konnte sie ihn mehr als gut verstehen, bei dem was sich die Kurzbeinigen anmaßten und wie sie erdachten den Erhabenen und sein ganzes Volk zu beleidigen.
Diese Kurzbeinigen waren scheinbar ein mehr als nur trotzköpfiges Völkchen, das wohl nur wenige Worte auf eine Goldwaage legt und sich zu ihrem Gunsten auslegt.
Dennoch lauschte sie weiterhin, neugierig dem Gespräch von Faris und dem Erhabenen.
Zum Schluss riet der Erhabene noch Faris, das er weiter trainieren solle, um sich damit auf die kommende Rache vorzubereiten.
„Gern werd ich deinem Wort folge leisten mein Sultan. Meine Klinge wird von Tag zu Tag schärfer
während mein Herz nach Rache schreit.“
Sie selbst wollte gerade etwas dazu sagen, aber der Erhabene selbst, fand ebenso passende Worte dazu.
„Setze deine Wut weise ein, Faris. Viele Wilde nutzen diese Wut falsch und gehen mit ihr zusammen unter. Aisha wird dir sicherlich erklären, wie man diese Wut zum Vorteil nutzen kann“
Daraufhin entgegnete der Erhabene selbst, ihr gegenüber einen recht auffordernden Blick.
Jenen Auftrag nahm sie sich sehr gerne an. Diesem hitzköpfigen, sturen, selbstlosen oder todesmütigen Faris das richtige Einsetzen seiner Wut zu lehren.
Sie musste innerlich wieder schmunzeln, bei ihren eigenen Gedanken. Es würde sicher alles andere als einfach werden und es wird auch ganz sicher seine Zeit dauern. Aber sie würde es sicher schaffen, diese Aufgabe zu bewältigen. Lies sich doch alles mit den Lehren Eluives erklären.
„Aiwa, die erste Lektion darin hat er bereits von mir erhalten und gerne unterweise ich ihn in weiteren so ihre es wünscht mein Sultan“
Nochmals neigt sie sehr tief ihr Haupt bei den Worten. Zwischendurch konnte sie noch den Blick von Faris auffangen, der scheinbar nicht wirklich begeistert von jener Idee war.
„Oh, auch ich selbst wünsche einige Unterredungen mit dir. Gerne werde ich dich im Tempel aufsuchen. Ich werde dir einen Boten schicken, Aisha. Ich möchte, dass du ein Gebet mit mir sprichst.“
Ihr Blick war im ersten Moment sichtlich überrascht. Ein Gebet ? Natürlich sehr gerne und sofort neigte sie wieder tief ihr Haupt.
Da der Erhabene sich damit auch schon verabschiedete.
„Bis dahin möchte ich etwas vorbereitet von dir um mehr über dein Wissen zu erfahren.“
Nun wurde sie doch sehr stutzig. Was sollte sie denn vorbereiten ?
Sie hatte bislang keine Unterredungen oder dergleichen mit Djafar halten können.
Innerlich seufzte sie leise auf, hoffte sie nun deutlich das sie ihn noch vorher erreichen könnte.
Sie hatte nur wenig Wissen, was sicherlich der Sultan selbst erfahren wollte.
Aber ob jenes für ihn auch ausreichte. Das Gebet würde sie wohl hinbekommen. Doch woher wusste sie was der Sultan sich darin für Worte wünschte.
Wieder seufzte sie innerlich auf, wäre doch nur Djafar endlich einmal erreichbar.
Ihr kam es vor, als wäre gerade die erste Zeit hier, die Zeit ihrer größten Prüfungen. Das sie sich alleine zurechtfinden musste.
Als der Sultan die Taverne verlassen hatte, atmeten schier noch alle anwesenden erleichtert durch und das gespannte Verhältnis löste sich.
Dennoch blieben sie den restlichen Abend nicht mehr lange hier. Die Runde löste sich recht schnell auf.
Bis sie an jenem Abend den tiefen Schlaf fand, hatte es sehr lange gedauert. Immer wieder gingen ihr die Worte des Sultans durch den Kopf. Der Auftrag um Faris und die Bitte des Erhabenen.

Verfasst: Donnerstag 5. März 2009, 10:51
von Aisha Zara
Gespräch mit einem Eiszapfen, aber auch jene können schmelzen.


An jenem Abend wollte sie nur einen kleinen Spaziergang durch die Stadt noch machen. Es war schon deutlich kühler geworden als am Tag.
Sie mochte die Ruhe dann die jene schöne Stadt durchzog, die sie auch genoss.
Am größeren steinernen Brunnen sah sie dann Zhenzrael sitzen, wie er wieder, wie sooft in seinen Büchern und Schriften stöberte. Das letzte Gespräch zeigte ihr deutlich das es ihm schwer viel offen Gefühle zu zeigen. Ein äusserst strenger Menekaner, wenngleich er sich an Sitte und Brauchtum weit härter hielt als manch anderer des Volkes. Er war in ihren Augen undurchdringlicher Menekaner. Aber auch durch diese kommt man hindurch, wenn man die rechten Worte wählt.
Beim letzen Treffen hatte sie ihre Robe nicht nicht angehabt, dennoch hatte er andere Worte gewählt als manch anderer. Er sagte ihr offen, das er es als erledigt ansah, das zumindest sie als eine Dienerin der Schöpferin, den Schleier tragen solle.
Auf der einen Seite freute sie sich über diese Worte und auf der anderen Seite schmerzten jene ebenso.
„Salam Zhenzrael aus dem ehrenwerten Hause der Yazir“ sprach sie dann auch schon in seine Richtung, als ihre Schritte sich zu ihm hinbewegten.
„Salam junge Pre-Kaliq“ meinte er sogleich zu ihr. Er war mit Abstand der einzige der sie mit ihrem Titel ansprach. Sie war sich fast sicher, das er sie so akzeptierte, als das was sie ist.
Eine Dienerin der Schöpferin Eluive.
Das Gespräch lief anfangs gen Faris aus dem seinem Hause. Sie hatte ihn damals versorgt, als er schwer verletzt nach Menek`ur zurück kam. Sie wusste das er bislang keinen Heiler aufgesucht hatte. Nur durch einen wahren Segen Eluives hatte er überlebt.
Zhen war derzeit auch fast der einzige der älteren Männer aus der Familie die aufzufinden waren. Vor allem um gewisse Dinge mit ihm zu besprechen. So sprach sie auch direkter das Thema zwecks Faris an.
„Der Sultan vertraute mir Faris an, das ich ihm eine Ausbildung im Tempel geben solle
damit er lernt seine Wutausbrüche besser unter Kontrolle zu bekommen“
Auch wenn dies eine Aufgabe war die vom Sultan direkt kam, wollte sie eine Zustimmung von Zhen dafür haben.
„Ich würde dem Wunsch des Sultans nicht widersprechen.“ Kam auch eine recht direkte Antwort. Sie hatte fast nichts anderes erwartet von ihm, dennoch war es schade das er keine eigenen Worte fand. Und auch wenn er es gut verschleierte, man spürte das ihm Faris sehr wohl am Herzen liegt.
„So merkt man mir das an, dass mir mein junger Cousin etwas bedeutet?“
Entkam ihm direkt auf eine Frage ihrerseits.
„Gesichtsmimiken können vieles verraten aber das was niemals lügen wird sind die Augen.“
Entkam es ihr auch sehr promt.
„Und was erzählt dir mein Auge ?“ die nächste Frage kam ebenso rasch von seiner Seite. Ihr kam es gerade so vor als würde er sie etwas testen wollen. Aber dies nahm sie gerne an. Es würde sich nun zeigen wie weit sie in der Lage war, bei jemanden vorzudringen.
„Ich würde stark an euch zweifeln, wenn euch nichts an eurem Cousin liegen würde
Ich habe das Gefühl das du jemand bist, der nur sehr ungern Gefühle zeigt .. oder diese
einfach nicht zeigen will ?“
Sein Auge starrte sie einige deutliche Momente nach den ihren Worten an. Sie konnte spüren das sie hier etwas direktes, zutreffendes gesagt hatte.
„ Aiwa..“ entkam es ihm auch schon und sie nickte dazu nur noch.
„Ich versuche das für mein Geschlecht zu tun was mir mein Mentor lehrte und da ich der Älteste Mann unseres Hauses bin der in Menek`Ur verweilt.“
Als nichts weiter von ihm kam, huschte kurz eine Braue in die Höhe ihrerseits. Als ob jenes für sie eine Antwort wäre. Innerlich musste sie schmunzeln. Er war wahrlich talentiert darin einen dicken Schutzwall um sich zu basteln. Aber jenen würde sie versuchen anzukratzen.
„Ich bin seit meiner Geburt an...schon immer ein Einzelgänger gewesen.
Ich fühle mich gar unwohl wenn zu viele Menschen um mich rum glücklich vor sich hin tratschen und lachen.“
Diese Worte musste sie erstmal auf sich einwirken lassen. Wovor hatte er denn genau Angst oder was beschäftigt ihn so sehr das er ein Einzelgänger sondergleichen sei.
„Ich...erzähle dir das .. im Vertrauen weil.. ihr eine Pre-Kaliq seid.“
„ Fühlst du dich dann zu sehr beobachtet ?
Aiwa, ich werde jenes auch für mich behalten, dessen sei dir gewiss
Nur Eluive, du und ich werden dies wissen, welche Worte hier gesprochen werden“
Als eine Dienerin der Schöpferin obliegt ihr eine Schweigepflicht. Alles und jeder der sich ihr anvertraut kann sicher sein das diese Worte nicht weitergetragen werden. Sie konnte früher schon Geheimnisse mehr als gut bei sich aufbewahren. Und auch nur wenn sie das Vertrauen anderer sich erarbeitet hatte, konnte sie sicher sein das man sich auch ihr anvertraute.
Es ist.. schon lange her das ich...gebeichtet habe oder hnlcihes.
„Ich habe Dinge getan...die unaussprechlich sind
Dinge die mich umso mehr in die Einsamkeit treiben und ich..bereue diese nicht mal.“
Ein kurzes kopfschütteln ihrerseits erntete er nur bei seinen Worten.
„Nichts ist unaussprechlich, nur die wahren Worte und die Ehrlichkeit erleichtern das Herz.
Die Einsamkeit die daraus resultiert ist keine Lösung. Sie ist eher zu deuten, das du vor etwas davon läufst, etwas bereust“
Es dauerte einige kleine Momente ehe er zu sprechen anfing. Sie spürte deutlich das er sie musterte und dabei versuchte ihre Mimik zu studieren, wie ernst sie die ihren Worte meinte.
„So oder so...zieht mich die Einsamkeit an.
Mir läuft gar ein Schauer über den Rcken wenn ich zu Gesellschaften geladen bin
und alle vor mich rum sich in ihrem Glücke suhlen.
Ich.. bedauere nicht wie ich bin, es nährt gleichsam meinen Stolz anders zu sein als die anderen.
Und ab und an...wie jetzt erlaube auch ich jemandem in meine Einsamkeit einzudringen.“
Ein kurzer deut mit seiner Hand in die ihre Richtung folgte bei seinen letzten Worten.
Sie nickt nur leicht zu den seinen Worten und lies jene dann auf sich einwirken.
Es war wahrlich nicht leicht die rechten Worte bei ihm zu finden. Er hatte sich bereits zu sehr in dieses Leben der Einsamkeit festgefahren.
Die nächsten Worte seinerseits bestätigten dann auch schon ihre erste Vermutung.
„Ich habe alles aufgegeben was ich hatte und bin zwei Jahre lang durch die Wüste gepilgert, weil mir nicht mal mehr die Einsamkeit meiner Gemächer reichten um zu erhoffen..Eluive würde mir sagen warum sie eines ihrer Kinder mit so kaltem Herzen schuf.
Als ich nichts hörte...begann ich voller Trotz wie ein kleines Kind gar mich dem Lied zu verweigern..bis es mich fast das Leben gekostet hätte.
Ich..sage mir seit dem, das es Eluives Prüfung ist ob ein Kind so überleben kann..oder nicht.“
Ruhig und sehr geduldig lauscht sie der seinen Ausführung, der seinen Gedanken. Immer mehr konnte man spüren das er innerlich eher stur seinen für sich selbst gewählten Weg gehen wollte.
„Die Einsamkeit ist eine Prüfung für dich selbst, wenn ich deinen Worten lausche.
Ich denke aber nicht das du seit Geburt an ein solch kaltes Herz, wie du es sagst besitzt
Du zeigtest bereits Gefühle, auch wenn dies nur ein kleiner Anfang ist.
Denn die kleinen, aber stetigen Schritte sind es die einem die Zukunft eröffnen
etwas zu erzwingen ist nicht der rechte Weg. Es führt eher dazu das man sich dir gegenüber nur noch weiter verschliesst. Deine Pilgerreise war eine Prüfung für dich selbst, doch denke ich das du noch lange nicht an deinem Ziel bist.
Würdest du einen Rat von mir annehmen ?“
Ein abwartender Blick richtet sich dann auf Zhen. Sie wollte ihn sicher nicht bevormunden. Aber ein kleiner Schubser auf den rechten Weg wäre hier sicher sehr gut.
„Das kommt auf den Rat an.“ sprachs er und blickte wieder direkt zu ihr. Sie musste wieder kurz aufschmunzeln, hatte sie ansich keine andere Worte von ihm erwartet.
„Ich verlange ganz sicher keinen großen Schritte von dir.
Aber eben jene Personen, wie du sagst, das du dich jenen eher öffnest .. bitte behalte dies bei.
Vielleicht versuchst du dich ganz ganz langsam jenen weiter zu öffnen, soweit wie du es selbst zulässt.
Und ich würde mich freuen, wenn du weiterhin das Gespräch mit mir suchst, das wir zusammen deinen Weg in die Zukunft ergründen können und ich dich , wenn es mir möglich ist, dich zu unterstützen.
Ich will dir den Weg zeigen, den du vielleicht bisher nicht gesehen hast
Ob du jenen dann gehen willst, wird ganz alleine an dir liegen.“
Mit jenen Worten erhoffte sie zumindest eine kleine Türe in seinem Herzen aufgestoßen zu haben. Sie erhoffte sich das es ihm zum nachdenken anregte. Große Schritte konnte sie hier nicht erwarten und baldige Fröhlichkeiten ganz sicher auch nicht. Aber die Zeit würde hier sicher seine Wirkung zeigen.
„ Dann..Dhabir..ihr habt wahrlich einen richtigen Weg gewählt..als PreKaliq.“
Diese Worte aus den seinem Munde waren wie Honig auf ihrem Herzen.
Sie fühlte sich in ihrem Weg und der ihren Bestimmung einfach bestätigt.
Auch wenn er der erste war der jenes zu ihr sprach, wusste sie das er diese Worte offen und ehrlich aussprach und diese auch so meinte.
Das Gespräch verlief leider nicht weiter und die beiden verabschiedeten sich recht bald.
Noch lange dachte sie an jenem Abend über dieses Gespräch nach.